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DE1118662B - Karde fuer Baumwolle und synthetische Fasern - Google Patents

Karde fuer Baumwolle und synthetische Fasern

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Publication number
DE1118662B
DE1118662B DER22303A DER0022303A DE1118662B DE 1118662 B DE1118662 B DE 1118662B DE R22303 A DER22303 A DE R22303A DE R0022303 A DER0022303 A DE R0022303A DE 1118662 B DE1118662 B DE 1118662B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
card
cover plates
drum
cover
plates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER22303A
Other languages
English (en)
Inventor
August L Miller
Roger S Brown
Ralph A Rusca
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1118662B publication Critical patent/DE1118662B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/12Details
    • D01G15/14Constructional features of carding elements, e.g. for facilitating attachment of card clothing
    • D01G15/24Flats or like members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Karde für Baumwolle und synthetische Fasern Die Erfindung bezieht sich auf eine Karde für Baumwolle und synthetische Fasern mit einer festen, im Abstand von dem Tambour angebrachten Abdekkung, die die gesamte Breite und einen Teil des Umfangs des Tambours bedeckt.
  • Die bekannten Karden für Baumwolle und Zellwolle bestehen im wesentlichen aus einen Vorreißer, der kleine Faserbüschel aus einer Wickelwatte rupft, einem Tambour, auf dem die Fasern durch den Vorreißer niedergeschlagen werden, einer Anzahl flacher, schmaler, langsam über den Tambourbeschlag bewegter und ebenfalls mit einem Kratzenbeschlag versehener Deckelstäbe (Deckel) und einem Abnehmer, der die Fasern vom Tambour abnimmt. Die Deckelstäbe bewegen sich zum Zwecke der Reinigung nur wenige Zentimeter pro Minute. Die Oberflächengeschwindigkeit des Tambours selbst beträgt ungefähr 670 m/Min., wenn er sich an den Deckelstäben vorbei bewegt.
  • Während des Kardierens sammeln die Nadeln der wandernden Deckelstäbe die Fasern vom Tambour und werden überladen und dadurch zu ungefähr 60% unwirksam während des Arbeitszyklus. Die Menge an unkardierten Fasern, die von den Deckelstäben gesammelt wird, beträgt ungefähr 2 bis 5% der Gesamtfasermenge, die der Karde zugeführt wird. Diese Fasermenge, die als »Deckelausputz« bezeichnet wird, gilt als Abfall. Darüber hinaus zwingt die Überladung der Deckelstäbe dazu, daß die auf dem Tambourbeschlag befindlichen Fasern in den Beschlag gedrückt werden, wodurch eine Zusammenpressung der Fasern erfolgt und dadurch sich eine Erhöhung der Abfallmenge um ungefähr 1 % ergibt. Ein ernsthafter Nachteil bei den bekannten Karden entsteht durch diese Dberhäufung des Kratzenbeschlages der Deckelstäbe und des Tambours, da dadurch ein nicht einheitliches und gleichmäßiges Kardenband mit einer beträchtlichen Anzahl Noppen (Knoten) entsteht.
  • Bei der Karde der eingangs genannten Art ist bekanntlich die Abdeckung mit dem üblichen Kratzenbeschlag versehen. Durch die Abdeckung wird lediglich die Staubbildung stark herabgesetzt, wodurch die Arbeitsbedingungen eine wesentliche Verbesserung erfahren.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Karde zu schaffen, die die durch den Deckelausputz eintretende Abfallbildung ausschließt und den Tam.-bourausputz herabsetzt. Gleichzeitig soll durch diese Karde ein gleichmäßiges und einheitliches Kardenband mit wenigen Noppen erzeugt werden.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Abdeckung aus Deckelplatten besteht, die mit körnigen, dem Tambourbeschlag gegenüberliegenden Oberflächen versehen sind. Vorteilhaft sind die Deckelplatten auf den beiderseits des Tambours befindlichen Federbogen befestigt, die zur Einhaltung des Abstandes zwischen den beiderseits des Tambours befindlichen Bogenteilen verstellbar sind. Zum Verhindern der Staubbildung sind die Deckelplatten mit Dichtungen versehen, die einen luftdichten Verschluß mit den Federbogen und mit den angrenzenden Deckelplatten herstellen. Die Deckelplatten sind in ihrer Oberfläche und in ihrer Form der Zylinderfläche des Tambourbeschlages angepaßt.
  • Die Deckelplatten besitzen eine fortlaufende körnige Fläche gegenüber dem Tambourbeschlag. Außerdem können die Deckelplatten die gesamte Breite und einen Teil des Umkreises des Tambours bedecken und in ihrer Form der Zylinderfläche des Tambours angepaßt sein. Der Abstand zwischen den Deckelplatten und der Oberfläche des Kratzenbeschlages des Tambours ist durch die besondere Art der zu kardierenden Fasern bestimmt.
  • Durch die erfindungsgemäße Karde wird das Kardieren vereinfacht und der durch Abfallbildung sich ergebende Verlust wesentlich herabgesetzt. Die Karde eignet sich zwar weniger für die Herstellung feiner Baumwollgarne von besonderer Qualität, es können aber synthetische Fasern für alle Garnqualitäten mit gutem Erfolg verwendet werden. Insbesondere eignet sich die erfindungsgemäße Karde zur Verarbeitung indischer oder amerikanischer Baumwollsorten mit einer Stapellänge bis zu etwa 2,9 cm und für die meisten synthetischen Fasern. In diesen Fällen werden beträchtliche Vorteile erzielt: 1. Die Abfallbildung ist geringer und die Kardenbandausbeute ist: größer als bei Karden mit Deckelstangen.
  • 2. Die Karde ist wesentlich einfacher in ihrer Konstruktion und daher billiger in der Herstellung; sie ist wesentlich weniger störungsanfällig, einfacher zu unterhalten und in Betrieb zu setzen.
  • 3. Die Staubbildung ist stark herabgesetzt und die Arbeitsbedingungen dadurch wesentlich verbessert.
  • 4. Bei der Verarbeitung von Fasermischungen tritt keine bevorzugte Auswahl bestimmter Fasern oder Faserteile ein.
  • 5. Das auf der erfindungsgemäßen Karde hergestellte Kardenband ist in seinem strukturellen Aufbau einheitlicher als bei Herstellung auf der herkömmlichen Karde, und 6. die beanspruchte Karde ist um rund 450 kg leichter.
  • Die Garnqualitäten in bezug auf die Stärke und Gleichmäßigkeit des Garnes der granulierten Karde sind ungefähr gleich der des Garnes der üblichen Deckelkarde. Diese allgemeine Feststellung gründet sich auf sehr umfangreiche Laboratoriums- und Spinnereiversuche mit einer größeren Anzahl von Baumwollarten unter verschiedenen Verfahrensbedingungen und den üblichen Garnproben, wobei die Garnfestigkeit, Gleichmäßigkeit und Reißfestigkeit geprüft wurden. In einem Spinnereiversuch wurde z. B. ein Garn von einer granulierten Karde mit einer Festigkeitszahl von 2262 (Feinheit-Festigkeit, gemessen an einem Strang, der aus einer Anzahl Garnwickel um ein Rad von zusammen etwa 110 m [120 yards] Länge besteht. Die Messung wird mit einer Standard-Reißfestigkeitsprüfmaschine vorgenommen. Der gemessene Wert wird mit der Feinheitszahl des Garnes multipliziert) und einer Fadenbruchzahl von 25 je 1000 Spindeln pro Stunde erhalten, während ein. Garn einer Standard-Deckelkarde, unter vergleichbaren Verfahrensbedingungen hergestellt, eine Festigkeitszahl von 2318 und eine Fadenbruchzahl von 28 besaß. Bei weiteren Versuchen zeigte es sich, daß die Fadenbruchzahl der Garne von granulierten Karden etwas höher lag als die der Garne von den üblichen Deckelkarden, aber es bestand nur eine geringere Differenz zwischen den Festigkeitszahlen.
  • Der Tambourausputz wird durch den Ersatz des Kratzenbeschlages der üblichen Deckelstäbe durch die gekörnten Flächen der Deckelplatten nicht erhöht. Es wurde im Gegenteil gefunden, daß sich eine Verminderung des Tambourausputzes ergab, der in weiten Grenzen variieren kann und durchschnittlich bei etwa 10 bis 15 % desjenigen bekannter Deckelkarden liegt. Bei einem Spinnereiversuch lag z. B. der Prozentsatz an Tambourausputz bei der erfindungsgemäßen Karde bei 0,45 im Gegensatz zu 0,48 bei den üblichen Deckelkarden, und bei Versuchen an verschiedenen Baumwollsorten in anderen Spinnereien lagen die entsprechenden Ergebnisse bei 0,11 zu 0,21 und 0,49 zu 0,57.
  • Von noch größerer Bedeutung ist aber bei der erfindungsgemäßen Karde der vollständige Ausschluß der als Deckelausputz bekannten Abfallbildung. Nach vorsichtigen Schätzungen wurde festgestellt, daß eine Einsparung von mindestens 2,%, bezogen auf das Wickelgewicht, eintritt.
  • Zu Beginn des Putzvorgangs liegt die Noppenzahl bei der erfindungsgemäßen Karde bei gleichen Betriebsbedingungen unterhalb derjenigen der üblichen Deckelkarde, kann sich aber nach einer gewissen Betriebszeit etwas erhöhen, jedoch nicht über diejenige der üblichen Karde hinaus. Die Noppenzahlprüfungen nach 1-, 2- und 3stündigem Betrieb zeigten bei der Karde mit gekörnten Flächen Werte von 12,0, 13,0 und 17,8, während die entsprechenden Ergebnisse auf der Deckelkarde wie folgt lauten: 19,2, 18,4 und 22,4. Die entsprechenden, in einer anderen Spinnerei durchgeführten Versuche lieferten folgende Werte: 7,6, 11,0 und 12,2 zu 9,6, 12,2 und 13,6.
  • Die Erfindung wird nachfolgend in ihren Einzelheiten in den Zeichnungen beschrieben.
  • Fig.1 zeigt eine Seitenansicht einer Karde, in der die langsam umlaufenden Deckelstäbe und ihr Bewegungsmechanismus durch feste Deckelplatten gemäß der Erfindung ersetzt sind; Fig. 2 stellt eine Durchschnittsansicht entlang der Linie 2-2 in Fig. 1 dar und zeigt das Zusammenwirken zwischen den Deckelplatten und den bekannten Teilen der Karde; Fig. 3 ist ein vergrößerter Schnitt eines Teils von Fig. 2 und zeigt die Einzelheiten der Vorrichtung zur Befestigung und Einstellung der Deckelplatten; Fig. 4 ist eine Teildraufsicht auf die Vorrichtung und zeigt die Art der Montage einer zweckmäßigen Ausführungsform der Deckelplatten und ihrer Anordnung zueinander; Fig. 5 ist eine Draufsicht auf eine zweckmäßige Ausführungsform einer Deckelplatte; Fig. 6 ist ein Seitenriß der gleichen Platte; Fig. 7 ist ein Schnitt entlang der Linie 7-7 der Fig.4 und zeigt die angepaßte Fläche und die Anordnung der Deckelplatte zum Tambour; Fig. 8, 9 und 10 zeigen Abänderungen der zweckmäßigen Ausführungsform der Deckelplatte, und Fig. 11 ist die Schnittansicht entlang der Linie 11-11 der Fig. 1 und zeigt eine an sich bekannte Vorrichtung zur Einstellung der Lage der Federbogen. Wie man aus den Fig. 1 und 5 ersieht, weist die Karde in üblicher Weise den normalen Krempeltambour 1, den Vorreißer 2, den Abnehmer 3, die Bogenteile 4 und 5 und die Federbogen 6 und 7 auf. Gemäß der vorliegenden Erfindung sind jedoch die bisherigen beweglichen Deckelstäbe und ihr dazugehöriger Mechanismus durch eine feste Abdeckung aus einer Anzahl ähnlicher Deckelplatten 8 und 32 ersetzt.
  • Die Deckelplatten sind aus Metall und besitzen eine konkave und körnige (granulierte) Oberfläche 9 (Fig. 2 und 3), die der gebogenen Oberfläche der Nadeln 10 des Tambourbeschlages 11 angepaßt ist. Zur Verstärkung sind Rippen 12, 13, 14 und 15 (Fig. 5) vorgesehen, um den Platten die nötige Stabilität zu verleihen.
  • Die granulierte Oberfläche der Platten kann in ihrer Rauheit zwischen grob bis fein variieren, was von den zu kardierenden Fasern abhängig ist, und kann entweder durch Fräsen oder durch Sandstrahlbehandlung des Metalls oder durch Aufbringen einer granulierten oder geschmirgelten Leinwand oder Papier auf das Metall erzeugt werden. Die Deckelplatten sind auf dem Federbogen mit Hilfe einer Anzahl Klammern der Arme, die bei den bekannten Karden zur Befestigung und Einstellung der Federbogen dienen, verstellbar befestigt. So ist der Arm 16 (Fig. 1 und 4) einer der Arme zur Befestigung des Federbogens mit einem zusätzlichen Arm 17 versehen, der als Klammer dient. Entsprechende Arme 18 und 19 (Fig. 4) sind auf der anderen Seite vorgesehen. Die Schrauben 20 und 21 in den Armen wirken auf die Rippe 15 ein und drücken die Deckelplatte gegen die Federbogen 6 und 7. Die andere Seite der Deckelplatte kann durch eine andere Vorrichtung gemäß Fig. 1 bis 4 angeklammert werden. Diese Vorrichtung besteht aus einem Arm 22 (Fig. 1), der in einer bekannten Karde verwendet wird und in radialer Richtung mit Hilfe einer Schraube 100 und den Muttern 101 und 102 verstellbar ist und aus einem Hakenteil 23, der drehbar auf dem Arm 22 mit Hilfe einer Schraube 24 montiert ist. Ein Rand 25 (Fig. 3 und 4) auf dem Teil 23 greift in eine Rille 26 (Fig. 5) auf dem Vorstoß der Rippe 13 der Deckelplatte ein, und ein entsprechender Rand 27 auf dem Teil 28, der dem Teil 23 ähnlich ist, steht mit der Rille 29 am anderen Ende der Rippe 13 der Deckelplatte 8 im Eingriff. Wie man aus Fig. 5 ersehen kann, ist jede Deckelplatte mit ähnlichen Rillen an den Enden der Vorstöße jeder der Längsrippen, die als Tragelement für die Klammern dienen, versehen. Diese sind durch die Ziffern 26, 29, 30 und 31 in Fig. 5 dargestellt. Zur Befestigung der nächsten Deckelplatte, z. B. der Platte 32, ist eine zweite Klammer 33, ähnlich 23, ebenfalls drehbar auf eine Schraube 24 und eine entsprechende Klammer 34 auf dieselbe Schraube wie Klammer 28 (Fig. 2) montiert (nicht dargestellt).
  • Es können jedoch ohne weiteres irgendwelche andere geeignete Vorrichtungen zum Anklammern der Deckelplatten an den Federbogen verwendet werden. So können z. B. zur Befestigung der Deckelplatten 32 zusätzlich zu den Klammern 33 und 34 (Fig.4), die die Deckelplatte an den Ecken in der Nähe der Deckelplatte 8 festhalten, die zwei übrigbleibenden Ecken durch schon vorhandene Arme 35 und 36 niedergehalten werden, an denen zusätzliche Stangen 37 und 38 angebracht sind. Diese Stangen sind drehbar an den Armen mit Hilfe der Bolzen 39 und 40 montiert. Da die Arme 35 und 36 radial verstellbar sind, werden die Stangen 37 und 38 an die Ecken der Deckelplatte angepreßt, während die Arme nach der Mitte des Bogens gezogen werden.
  • Wie bei den bekannten Karden sind die Federbogen in ihrer Lage verstellbar. Dies wird, wie in Fig. 11 gezeigt, dadurch ermöglicht, daß ein verschiebbarer Arm 39 im Arm 16 vorgesehen ist, der einen Stift 40 trägt. Der Stift wird in ein Loch 41 im Federbogen eingeführt. Da der Arm 39 in radialer Richtung mit Hilfe der Schraube 42 und der Muttern 43 und 44 verstellbar ist, kann der Federbogen 6 in jede gewünschte Lage gebracht werden. Aus Fig. 1 ist zu ersehen, daß auch Verstellmöglichkeiten an den Armen 35, 22 und 24 und an einer fünften, nicht bezeichneten Stelle auf der rechten Seite des Federbogens angebracht werden können. Wie bei den bekannten Karden sind auf der anderen Seite derselben ähnliche Verstellvorrichtungen für den Federbogen 7 vorgesehen.
  • Der Abstand zwischen den erfindungsgemäßen Deckelplatten und dem Krempelbeschlagll des Tambours 1 kann mit Hilfe der Vorrichtung gemäß Fig. 3, 5 und 6 eingestellt werden. An jeder Ecke sind ausgefräste Löcher 45, 46; 47 und 48 (Fig. 5) in den Vorstößen der Rippen 13 und 15 vorgesehen, die mit Gewinden zur Aufnahme der Schrauben 49, 50, 51 und 52 versehen sind. Ein Lagerdübel 54 (Fig. 3) liegt locker in einer Aussparung am Boden des Loches 48. Ein solcher Dübel ist in jedem der Löcher 45, 46, 47 und 48 vorhanden. Die Dübel ruhen in der ausgefrästen oberen Fläche der Federbogen, und der Abstand zwischen der Deckelplatte und dem Kardenbeschlag kann durch Drehen der Verstellschrauben 49, 50, 51 und 52 in jeder Richtung geändert werden. Wenn einmal die eigentliche Einstellung durchgeführt ist, können die Platten durch Spannschrauben 55, 56, 57 und 58, die die Verstellschrauben 49, 50, 51 und 52 halten, in ihrer Lage festgehalten werden, so daß sie sich nicht von selbst lösen. Durch die Kombination der Einstellvorrichtungen, der Einstellschrauben und des vorbeschriebenen Lageeinstellungsmechanismus der Federbogen ist es möglich, jede gewünschte Einstellung der Deckelplatten zu erreichen, so daß eine sehr wirksame Kardierung vieler Faserarten gewährleistet ist.
  • Größe und Anzahl der Deckelplatten werden so gewählt, daß sie im wesentlichen den gleichen Teil des Umfanges des Tambours bedecken, der bisher durch die umlaufenden Deckelstäbe der üblichen Deckelkarten bedeckt wird, und daß sie dicht an den Deckplatten 103 und 104 (Fig. 1) anschließen, so daß der Tambour 1 vollständig abgeschlossen ist.
  • Ein weiterer Vorteil, den die vorliegende Erfindung gegenüber der Verwendung der alten umlaufenden Deckelstäbe mit sich bringt, besteht darin, daß man die Karde im wesentlichen luftdicht abschließen und dadurch in besonderem Maße die Staubbildung an der Karde beim Kardieren herabsetzen kann. Dies wird dadurch bewirkt, daß man eine Rille 59 (Fig. 5) an den Kanten der Deckelplatten vorsieht und eine Verschlußdichtung60 einfügt, die sich etwas über alle vier Seiten der Platte erstreckt. Diese Verschlußdichtung kann aus Gummi oder irgendeinem anderen geeigneten plastischen Stoff hergestellt sein. Die Dichtungen an jedem Ende der Platte liegen an den Federbogen 6 und 7, wie es in den Fig. 2 und 3 zu sehen ist, während diejenigen an den Seiten die Dichtungen der angrenzenden Platten berühren. Auf diese Weise ist das Innere der Karde im wesentlichen luftdicht abgeschlossen.
  • Die zweckmäßige Ausführungsform der Deckelplatten kann auch mehrere Abänderungen erfahren. Eine solche Abänderung (Fig. 8) stellt eine Anzahl aneinander angrenzender Platten 61, 62 und 63 mit einer Anzahl unterbrochener granulierter Oberflächen 64, 65 und 66 dar, die durch glatte Flächen 67 und 68 und durch Hohlräume 69 und 70 getrennt werden. Die Verschlußdichtungen an den Enden (nicht dargestellt) liegen an den Federbogen entsprechend der zweckmäßigen Ausführungsform der Fig. 5 und 6, während die benachbarten Platten durch Dichtungen 71, 72, 73 und 74 luftdicht gemacht sind. Die Hohlräume oder Auskehlungen verhindern einen Luftstrom und bringen die Fasern dazu, daß sie wiederholte Male mit den Deckelplatten in Berührung gelangen.
  • Eine andere Ausführungsform zeigt Fig.9. Die Deckelplatten sind in verhältnismäßig schmalen Abständen zueinander angeordnet, und ihre granulierten Oberflächen 75, 76, 77 und 78 bilden an ihren Ber rührungsstellen mit dem Tambourbeschlag Winkel, da sie infolge der geringen Breite dieser Platten die Oberflächen derselben nicht der Oberfläche des Tam bourbeschlages angepaßt zu sein brauchen. Gemäß der vorbeschriebenen Form sind die Platten an ihren Enden (nicht dargestellt) und an ihren gegenseitigen Berührungskanten mit Verschlußdichtungen versehen. Die Rillen der Verschlußdichtungen sind in Fig. 9 mit 79, 80, 81, 82, 83 und 84 bezeichnet.
  • Die dritte Ausführungsform gemäß Fig. 10 dient auch dem Zweck, die Berührung zwischen den Fasern und den Deckelplatten in den Fällen, in denen es die Art der Fasern erfordert, zu verbessern. Die körnige Oberfläche ist nicht fortlaufend, sondern in zahlreiche unterbrochene Flächen 85, 86, 87 und 88 aufgeteilt, die durch die Luftlöcher 89, 90 und 91 voneinander getrennt sind. Eine Deckplatte92 überbrückt sowohl die Rippen 93 und 94 als auch die Rippen an den Enden der Platte (nicht dargestellt), wodurch ein abgeschlossener Raum 95 über den Durchbrüchen gebildet wird, der dazu dient, den Luftstrom zu unterbrechen und so die Berührung zwischen den Fasern und den körnigen Flächen steigert. In dieser Ausführungsform sind auch die Platten sowohl mit Enddichtungen (nicht dargestellt) als auch mit Dichtungen 96, 97, 98 und 99 zur Abdichtung der Abstände zwischen den angrenzenden Platten versehen.
  • Die Vorteile, die die Platten an Stelle der umlaufenden Deckelstäbe bieten, sind zahlreich. Wird die granulierte Fläche eigens für die Art des zu kaxdierenden Fasergutes ausgewählt, so häuft sie die Fasern nicht an und wird auch von diesen nicht überladen. Dadurch ist eine 100%ige Arbeitsfläche gegeben, um die auf dem Tambour befindlichen Fasern jederzeit zu zupfen und auszurichten. Der Kardiervorgang dieser großen Arbeitsfläche ist so vollständig, daß es keine ungezupften Faserbüschel gibt, die entfernt werden müssen, wie es bei den Deckelstäben bei den bekannten Karden der Fall sein kann. Der »Deckelausputz« ist daher vollständig ausgeschlossen, wodurch eine Einsparung von 2 bis 5 % an Fasergut erreicht wird. Des weiteren werden die auf den Tambour der Karde transportierten Fasern nicht in den Nadelbesatz hineingedrückt, wie es bei Verwendung der bekannten Deckelstäbe der Fall ist. Die Folge davon ist, daß die Menge an »Zylinderausputz« bis zu 50 % herabgesetzt werden kann, wodurch eine wertvolle zusätzliche Einsparung an Fasergut erzielt wird.
  • Zu dieser erwähnten Einsparung kommt noch die Tatsache hinzu, daß die Deckelplatten jederzeit eine große Arbeitsfläche bieten und niemals überhäuft werden, wodurch in einem Kardenband weniger Noppen (Knoten) entstehen.
  • Die Erfindung setzt auch eine gesundheitliche Gefahr herab. Der Kardierraum in den Spinnereien wurde immer als der Platz angesehen, an dem die Luft durch Fasern und Staub verunreinigt ist. Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen, luftdicht über dem Tambour montierten Deckelplatten werden der Staub und die Fasern, die normalerweise durch die Deckelstäbe hindurchtreten, ausgeschaltet.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Karde für Baumwolle und synthetische Fasern. mit einer festen, im Abstand von dem Tambour angebrachten Abdeckung, die die gesamte Breite und einen Teil des Umfanges des Tambours bedeckt, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung aus Deckelplatten (8; 32; 61 bis 63) besteht, die mit körnigen, dem Tambourbeschlag (11) gegenüberliegenden Oberflächen (9; 64 bis bis 66; 75 bis 78; 85 bis 88) versehen sind.
  2. 2. Karde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatten auf den beidseits des Tambours (1) befindlichen Federbogen (6 und 7) befestigt sind, die zur Einstellung des Abstandes zwischen den Deckelplatten und dem Tambourbeschlag (11) auf den beidseits des Tambours befindlichen Bogenteilen (4 und 5) verstellbar sind.
  3. 3. Karde nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatten mit Dichtungen (60; 71, 72; 96 bis 99) versehen sind, die einen luftdichten Verschluß mit den Federbogen (6 und 7) und mit den angrenzenden Deckelplatten herstellen.
  4. 4. Karde nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatten (8 und 32) in ihren Oberflächen (9 und 64 bis 66) und ihrer Form der Zylinderfläche des Tambourbeschlages (11) angepaßt sind.
  5. 5. Karde nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatten einzeln montierbar und auf den Federbogen (6 und 7) verstellbar sind.
  6. 6. Karde nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatten (8 und 32) eine fortlaufende körnige Oberfläche (9) gegenüber dem Tambourbeschlag (11) besitzen. 7. ]Barde nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die körnigen Oberflächen der Platten durch Luftlöcher (89 bis 91) unterbrochen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 762403; »Handbuch der Spinnerei« von Prof. Bergmann, Verlag Julius Springer, Berlin, S. 154.
DER22303A 1957-01-03 1957-12-06 Karde fuer Baumwolle und synthetische Fasern Pending DE1118662B (de)

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