DE1118439B - Werkzeugtraeger fuer Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spaenen zur Spanplattenerzeugung - Google Patents
Werkzeugtraeger fuer Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spaenen zur SpanplattenerzeugungInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES /MWm^ PATENTAMT
DEUTSCHES /MWm^ PATENTAMT
KL.38i 4
INTERNAT. KL. B 271
AUSLEGESCHRIFT 1118 439
K33303Ic/38i
Bei den bekannten Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Flachspänen aus Knüppelholz,
Schwarten, Spreißel od. dgl. zur Holzspanplattenerzeugung wird das Holz dem Werkzeug derart in
einem Schacht zugeführt, daß die Holzfaserrichtung möglichst parallel zur Werkzeugschneide verläuft. Als
Werkzeuge werden Messerwellen, Messerköpfe oder Messerscheiben benutzt. Bei diesen wird der von dem
Holz abgeschnittene oder abgeschälte Span von sich über die Breite der Messerwelle od. dgl. erstreckenden
oder unterbrochenen Spannuten aufgenommen, die vor den Schneidkanten der Messer liegen. Diese Spannuten
sind offen. Infolgedessen können Späne durch die Fliehkraft in den mit dem Holz gefüllten Schacht,
den Zerspanungsraum zwischen das zu zerspanende Holz, zurückgeschleudert werden. Sie gelangen unter
Umständen vor eine Gegenschneide oder Lippe, die an der Kante des in der Drehrichtung des Werkzeugträgers
vorngelegenen Seite des Schachtes vorgesehen ist. Diese Späne werden zum zweitenmal oder mehrfach
von den Messern erfaßt, wodurch ein erheblicher Teil dieser Späne weiter zerkleinert wird. Dies ist
unerwünscht, weil für die Holzspanplattenerzeugung möglichst große, unbeschädigte Späne gewünscht
werden. Ein weiterer Nachteil der offenen Spannuten besteht darin, daß das Holz von einer Komponente
der Schnittkraft in die Spannut hineingezogen wird, und zwar um so mehr, je schwächer das zu zerspanende
Holzstück ist. Dadurch entstehen unregelmäßige und zu große Spanstärken, die für die Her-Stellung
guter Holzspanplatten nachteilig sind.
Zur Behebung dieser Mängel ist nach dem Patent 1033 888 vor jedem Messer eine Druckleiste angeordnet,
die mit dem Messer die Eintrittsöffnung für jeweils einen aus Sammelraum und Auswurföffnung
bestehenden Spänekanal im Werkzeugträger bildet. Damit durch Anordnung der Druckleiste nicht der
Abflußweg der Späne verengt wird, muß der Kanal tiefer in dem Werkzeugträger eingeschnitten sein, als
es normal bei Spannuten bzw. Spantaschen der Fall ist. Soll bei dieser Anordnung das Zurückfließen der
Späne in den Zerspanungsraum unter allen Umständen verhindert werden, so ist es erforderlich,
daß die Entfernung des Einlaufes und des Auslaufes des Kanals größer ist als die Abmessung des Schachtes
in der Drehrichtung des Werkzeugträgers. Diese Bedingung ist schwer einzuhalten, wenn auf dem Werkzeugträger,
wie es bei Zerspanungsmaschinen der Fall ist, eine große Anzahl von Messern in verhältnismäßig
geringem Abstand aufeinanderfolgen. In Berücksichtigung dieses Umstandes sind nach dem
Hauptpatent in dem Kanal Sperreinrichtungen vor-Werkzeugträger für Zerspanungsmaschinen
zur Herstellung von Spänen
zur Spanplattenerzeugung
Zusatz zum Patent 1 033 888
Anmelder:
Dr.-Ing. Paul Kirsten, Bonn, Bonner Talweg 26
Dr.-Ing. Paul Kirsten, Bonn, ist als Erfinder genannt worden
gesehen, welche den Weg für die Späne erst dann freigeben, wenn der Ausfluß der Kanäle jenseits des
Schachtes gelangt ist. Da sich nun die Späne in dem Kanal stauen, solange er durch das Sperrmittel verschlossen
ist, wird in den Kanal zu dem Zeitpunkt, in welchem die Sperrung aufgehoben wird, Druckluft
oder eine Druckflüssigkeit eingelassen, die die Späne aus dem Kanal vollends austreibt. Durch die Anordnung
der Sperrmittel in den Kanälen und der Mittel zu ihrer Steuerung wird die Gestaltung des
Werkzeugträgers kompliziert und die Herstellung verteuert.
Die Erfindung bezweckt, hier Abhilfe zu schaffen. Erfindungsgemäß erfolgt die Abführung der Späne
aus den Sammelräumen durch Sog oder Druck unmittelbar in der Längsrichtung dieser Sammelräume,
wodurch die Auswurföffnungen am Werkzeugträgerumfang entfallen. Die Sammelräume sind an der einen
Stirnseite des Werkzeugträgers abgeschlossen und münden an der anderen Stirnseite in eine gemeinsame
Kammer, aus der die Späne an geeigneter Stelle abfließen können. Da die Menge der durch die Sammelräume
durch Sog oder Druck geförderten Späne von dem verschlossenen Ende nach der Einmündung in
die Sammelkammer zunimmt, ist es zweckmäßig, daß die Sammelräume sich von der einen Stirnseite des
Werkzeugträgers nach der anderen die Sammelkammer enthaltenden Stirnseite hin konisch verbreitern.
Zur Erleichterung des Abfiießens der Späne
109 747/159
empfiehlt es sich, auch die beim Messer gelegene Mündung des Eintrittskanals in den Sammelraum so
zu gestalten, daß die Breite von der einen Stirnseite des Werkzeugträgers nach der die Sammelkammer
enthaltenden Stirnseite hin sich konisch verbreitert.
Weitere Punkte der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
In der Zeichnung ist der Werkzeugträger gemäß der Erfindung in zwei beispielsweisen Ausführungsformen
dargestellt. Es zeigt
Abb. 1 einen Querschnitt durch den Werkzeugträger und den das zu zerspanende Holz enthaltenden
Schacht,
Abb. 2 eine Draufsicht auf den Werkzeugträger und
Abb. 3 eine Draufsicht auf einen aus zwei axial nebeneinander gesetzten Teilen bestehenden Werkzeugträger.
Von der unmittelbar vor der Schneide der sich über die ganze Breite der Messerwelle 2 erstreckenden
Messer 1 befindlichen Stelle geht ein Kanal 5 aus, der nach einer den Messerwellenkörper 2 in Achsenrichtung
durchdringenden größeren Bohrung 6 führt. Die Mündung 4 des sich über die ganze Breite des
Messerwellenkörpers 2 erstreckenden Kanals 5 am Umfang des Messerwellenkörpers 2 ist verhältnismäßig
schmal. An der dem Messer 1 gegenüberliegenden Kante des Kanals 5 ist eine Leiste 3 in eine Vertiefung
des Messerwellenkörpers 2 eingesetzt, die an der dem Kanal 5 zugekehrten Kante als Querleiste
ausgebildet ist.
Die Bohrungen 6 sind an der einen Stirnseite 11 des Messerwellenkörpers 2 zweckmäßig verschlossen
und münden am entgegengesetzten Ende in eine ortsfest angeordnete Kammer 12, der gegenüber der
Messerwellenkörper abgedichtet ist.
Die Sammelkammer 12 ist an eine Saugluftleitung angeschlossen. Infolgedessen werden die von den
Messern 1 von dem im Vorratsbehälter G enthaltenen Holz H abgehobenen und über den Kanal 5 in die
Bohrung 6 gelangten Späne aus den als Sammelraum zu bezeichnenden Bohrungen 6 in axialer Richtung
abgesaugt. Weil nun die Menge der sich in den Bohrungen 6 bewegenden Späne von der der Kammer 12
gegenüberliegenden Stirnseite 11 des Messerwellenkörpers 2 nach der Kammer 12 zu sich immer mehr
vergrößert, sind die Bohrungen 6 derart konisch ausgeführt, daß sich ihr Querschnitt vom einen Ende
nach dem anderen der Kammer 12 zugekehrten Ende immer mehr vergrößert. Zweckmäßig ist auch der vor
der Messerschneide gelegene Spalt 4 derart konisch gehalten, daß das in Höhe der Saugkammer 12 gelegene
Ende 4" breiter ist als das entgegengesetzte Ende4' an der Stirnseiteil des Messerwellenkörpers 2.
Selbstverständlich kann statt Saugluft auch Druckluft oder ein flüssiges Druckmittel verwendet werden,
das von der Stirnseite 11 des Messerwellenkörpers 2 her in die Bohrungen 6 eingeführt wird.
An sich ist es für die geschilderte Gestaltung des Messerwellenkörpers 2 gleichgültig, ob dieser aus
einem Stück oder aus zwei axial nebeneinandergesetzten, miteinander fest verbundenen Teilen besteht,
sofern für beide Teile gleiche, sich über die ganze Länge des aus zwei Teilen zusammengesetzten
Messerwellenkörpers erstreckende Messer verwendet werden. Wenn, wie in Abb. 3 gezeigt ist, die beiden
Teile 2' und 2" des Messerwellenkörpers 2 aber besondere Messer besitzen und die Messer im einen
Teil 2' gegenüber den Messern des Teiles 2" in der Drehrichtung der Messerwelle versetzt sind, so muß
beiderseits des zusammengesetzten Messerwellenkörpers 2 je eine Kammer 12' bzw. 12" vorgesehen
werden. Die Bohrungen 6 jeden Teiles 2' bzw. 2" werden am einen Ende durch den anderen Teil des
Messerwellenkörpers abgeschlossen. Erfolgt in diesem Falle die Abförderung der Späne aus den Bohrungen
6 durch Druckmittel, so muß die Kanalzuführang 8' für das gasförmige oder flüssige Druckmittel
in die Bohrung 6 des Teiles 2' des Messerwellenkörpers in dessen Teil 2" und die Kanalzuführung
8" für das Druckmittel in die Bohrung 6 des Teiles 2" im Teil 2' angeordnet werden.
Beim Zerspanungsvorgang kann durch die Reibung des Holzes H am Wellenkörper 2 viel Wärme entwickelt
werden. Bei den bekannten Messerwellen setzt sich am Messer, an der Spanlippe usw. leicht Harz
an, das aus dem erwärmten Holz ausgetreten ist. Ein, zeitraubendes Reinigen von Hand ist dann erforderlich.
Die Einrichtungen nach der Zeichnung bewirken, daß durch das Entlanggleiten der Späne an den
Messern 1 im Schlitz 4 auch in den Kanälen 5 und 6 diese Teile saubergehalten werden. Die beschriebene
Reinigungswirkung kann dadurch erhöht werden, daß dem hydraulischen oder pneumatischen Spänefördermittel
reinigende Zusätze beigegeben werden. Sollte auch das in besonderen Fällen noch nicht wirksam
genug sein, so kann von Zeit zu Zeit der Zerspanungsvorgang unterbrochen und durch die Öffnungen 8 den
Räumen 5 und 6 und den Schlitzen 4 ein besonders wirksames Reinigungsmittel zugeführt werden.
Claims (7)
1. Werkzeugträger für Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spänen zur Holzspanplattenerzeugung
mit einer Druckleiste vor jedem Messer, die mit dem Messer die Eintrittsöffnung für jeweils
einen aus Sammelraum und Auswurföffnung bestehenden Spänekanal bildet, nach Patent
1033 888, gekennzeichnet durch die unmittelbare Abführung der Späne aus den parallel zum
Messer (1) verlaufenden, sich über dessen ganze Länge erstreckenden Sammelräumen (5, 6) durch
Sog oder Druck in der Längsrichtung der Sammelräume ohne Auswurföffnungen am Werkzeugträgerumfang.
2. Werkzeugträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelräume (5, 6) auf
der einen Stirnseite in eine gemeinsame Saugkammer (12) münden.
3. Werkzeugträger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelräume (5,
6) sich von der einen Stirnseite des Werkzeugträgers nach der anderen, die Saugkammer (12)
enthaltenden Stirnseite konisch verbreitern.
4. Werkzeugträger nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der beim
Messer (1) gelegenen Mündung (4) des Eintrittskanals (5) sich von der einen Stirnseite des Werkzeugträgers
nach der die Sammelkammer (12) enthaltenden Stirnseite konisch verbreitert.
5. Werkzeugträger nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch Anschlüsse für die Zuführung
hydraulischer oder pneumatischer Druckmittel an der der Saugkammer gegenüberliegenden Stirnseite
des Werkzeugträgers.
6. Werkzeugträger nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch Anschlüsse zur Beimischung
von Reinigungsmitteln zu den hydraulischen oder pneumatischen Spänefördermitteln.
7. Werkzeugträger nach Anspruch 1 bis 4, der aus zwei in einer Achse nebeneinander angeordneten
und miteinander verbundenen Teilen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Teil
besondere Sammelräume vorgesehen sind, die von der Stoßstelle der beiden Teile zur freien Stirnseite
des den Sammelraum enthaltenden Teiles führen und an der Stoßstelle zur Zuführung für
das pneumatische oder hydraulische Fördermittel mit entsprechenden Kanälen in dem anderen Teil
in Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK33303A DE1118439B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Werkzeugtraeger fuer Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spaenen zur Spanplattenerzeugung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK33303A DE1118439B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Werkzeugtraeger fuer Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spaenen zur Spanplattenerzeugung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1118439B true DE1118439B (de) | 1961-11-30 |
Family
ID=7219689
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK33303A Pending DE1118439B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Werkzeugtraeger fuer Zerspanungsmaschinen zur Herstellung von Spaenen zur Spanplattenerzeugung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1118439B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0040410A3 (de) * | 1980-05-15 | 1982-08-04 | FP - Fratelli Pessa Oleodinamica Industriale | Universal-Zerspanungsmaschine |
| DE19525321C1 (de) * | 1995-07-12 | 1996-03-14 | Inter Wood Maschinen | Messerwelle zur Herstellung von splitterfreien Strands |
-
1957
- 1957-11-04 DE DEK33303A patent/DE1118439B/de active Pending
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0040410A3 (de) * | 1980-05-15 | 1982-08-04 | FP - Fratelli Pessa Oleodinamica Industriale | Universal-Zerspanungsmaschine |
| DE19525321C1 (de) * | 1995-07-12 | 1996-03-14 | Inter Wood Maschinen | Messerwelle zur Herstellung von splitterfreien Strands |
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