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DE1117995B - Photographische Kleinbildkamera fuer perforierten Rollfilm mit Automatverschluss - Google Patents

Photographische Kleinbildkamera fuer perforierten Rollfilm mit Automatverschluss

Info

Publication number
DE1117995B
DE1117995B DEV13357A DEV0013357A DE1117995B DE 1117995 B DE1117995 B DE 1117995B DE V13357 A DEV13357 A DE V13357A DE V0013357 A DEV0013357 A DE V0013357A DE 1117995 B DE1117995 B DE 1117995B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shutter
lever
film transport
photographic
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV13357A
Other languages
English (en)
Inventor
Oskar Fischer
Horst Strehle
Walter Hennig
Herbert Welzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Steinmeyer Mechatronik GmbH
Original Assignee
Feinmess Dresden GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Feinmess Dresden GmbH filed Critical Feinmess Dresden GmbH
Priority to DEV13357A priority Critical patent/DE1117995B/de
Publication of DE1117995B publication Critical patent/DE1117995B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/42Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit Automatverschluß Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit einer seitlich aus dem Kameragehäuse herausragenden, unter Federwirkung stehenden Schaltstange, die mit einem einen Filmgreifer tragenden Fihntransportschieber gekuppelt und bei der ein Automatverschluß mit dazugehörigen Betätigungsorganen vorgesehen ist.
  • Es ist bereits eine photographische Kamera für perforierten Rollfilm bekannt, bei der der bildweise Transport des Filmes mittels eines in seine Perforation eingreifenden Greifers, der mit einer Schaltstange verbunden ist, die seitlich aus dem Kameragehäuse herausragt, erfolgt. Hierbei ist aber für die Belichtung ein Schlitzverschluß mit am Bildfenster vorbeilaufenden Vorhängen vorgesehen, der beim Weiterschalten des, Filmes durch ein in die Verzahnung der Schaltstange eingreifendes Zahnradritzel gleichzeitig gespannt wird. Dabei sind jedoch keine Sperrmittel vorgesehen, die eine unvollständige oder mehrmalige Schaltbewegung der Schaltstange beim Filmtransport verhindern, so daß trotz der zwangläufigen Kupplung des Verschlußaufzuges mit dem Filmtransport bei dieser Einrichtung die Möglichkeit von Fählbelichtungen und Leerbildern gegeben ist. Dieser Nachteil besteht auch bei einer anderen vorgeschlagenen Kamera, bei der mit einer seitlich herausragenden Schaltstange eine Zahnstange gekuppelt ist, die über mit der Filinaufwickelspule und dem Kameraverschluß in Verbindung stehenden Zahnrädern den Filmtransport und Verschlußaufzug betätigt und hierauf von der Schaltstange entkuppelt wird.
  • Außerdem eignen sich diese vorerwähnten Einrichtungen nicht für photographische Kameras, bei denen zur Belichtung ein dem Objektiv zugeordneter Automatverschluß vorgesehen ist, bei welchem beim Betätigen des Auslösehebels das Spannen und Auslösen des Verschlusses in einem einzigen Arbeitsgang erfolgt. Dies liegt insbesondere daran, daß bei Anordnung eines AutomatverschIusses zusätzlich Sperrmittel vorzusehen sind, die zur Vermeidung von Fehl-und Doppelbelichtungen wechselseitig mit dem Schaltgetriebe für den Filmtransport zusammenarbeiten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit einer seitlich aus dem Kameragehäuse herausragenden Schaltstange für den Filmtransport bei Anordnung eines Automatverschlusses zu schaffen, bei der die dargelegten Nachteile der vorerwähnten Kameras vermieden und weitere Vorteile in bezug auf das wechselseitige Zusammenwirken des Automatverschlusses mit der den Filmtransport bewirkenden Schaltstange erzielt werden. Dies wird gemäß der Erfindung bei Anordnung eines Automatverschlusses im wesentlichen dadurch erreicht, daß der mit der Schaltstange gekuppelte Fihntransportschiebereinerseits ein Steuerteil besitzt, das am Ende des Filmtransportes das Verschlußbetätigungsorgan entsperrt, andererseits einen Rast aufweist, in- welchen am Ende des Filmtransportes ein den Filmtransportschieber haltender Sperrhebel einfällt, der nach erfolgter Verschlußauslösung vom Betätigungsorgan des Automatverschlusses durch einen dessen Rückführung zeitweilig sperrenden Steuerhebel auslösbar ist. In weiterer Ausbildung der Erfindung ist dem Filmtransportschieber zusätzlich ein an sich bekanntes Wendegesperre zugeordnet, -das eine unvollständige Schaltbewegung des Fürntransportschiebers durch die Schaltstange verhindert.
  • Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung wird zusammenfassend erreicht, daß bei Anordnung eines Automatverschlusses jeweils erst nach vollständiger Betätigung desselben der Filmtransportschieber zur Rückkehr freigegeben wird, so daß die Möglichkeit, daß keine oder eine ungenügende Belichtung erfolgt, die beim Automatverschluß durch eine ungenügende Auslösebewegung gegeben ist, vermieden wird. Andererseits sind dadurch, daß der Verschlußauslöser erst jeweils nach vollständig erfolgtem Filmtransport freigegeben wird, gleichzeitig auch die Möglichkeiten von Leerbildern, Doppel- und Fehlbelichtungen durch ungenügenden Filmtransport verhindert. Dabei kommt noch hinzu, daß»die aus dem Kameragehäuse herausragende Schaltstange nach beendetem Filmtransport in der eingeschobenen Lage bis zur erfolgten Verschlußauslösung gesperrt bleibt und daß andererseits nach erfolgter Verschlußauslösung auch der Auslöser in der eingedrückten Lage bis zur Rückkehr des Filmtransportschiebers verbleibt. Hierdurch wird dem Benutzer der Kamera gleichzeitig die jeweilige Funktionslage in auffälliger Weise angezeigt.
  • Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
  • Fig. 1 bis 9 stellen das erste Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung dar, während aus den Fig. 10 bis 18 das zweite Ausführungsbeispiel ersichtlich ist; Fig. 1, 6, 8, 10, 12, 15 und 17 zeigen in Ansicht und teilweisem Schnitt eine Kleinbildkamera; Fig. 2, 7, 9, 11, 14, 16 und 18 zeigen die. gleiche Kamera, von oben gesehen; hierbei ist die Kamera aufgeschnitten, damit die wichtigsten Teile der Erfindung besser sichtbar sind; Fig. 3, 4 und 5 zeigen in stark vergrößerter Ansicht je einen Teilschnitt, der zum ersten Ausführungsbeispiel gehörenden wesentlichsten Teile in Vorderansicht und Draufsicht; Fig. 13 zeigt in ebenfalls vergrößerter Darstellung einen Teilschnitt gernäß Ansicht A -A nach Fig. 14, entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel.
  • Alle nicht unmittelbar zur Erfindung gehörenden Teile wurden der übersichtlichkeit wegen in den Zeichnungen weitestgehend weggelassen.
  • An Hand der Fig. 1 bis 9 sei im nachfolgenden das erste Ausführungsbeispiel beschrieben. Gemäß der Fig. 1 und 2 befindet sich die Kamera im aufnahmebereiten Zustand, d. h., der zu belichtende Film befindet sich im Bildfenster, Während in den Fig. 6 und 7 durch Niederdrücken des Auslöseknopfes die Verschlußauslösung und somit die Belichtung des aufzunehmenden Bildes erfolgt ist. Schließlich zeigen die Fig. 8 und 9 die für den nächsten Filmbildabschnitt freigegebene Filintransporteinrichtung; eine wirksame Verschlußauslösung kann aber nicht erfolgen.
  • Seitlich im Kameragehäuse 1 ist eine Schaltstange 10 gelagert. Diese besitzt eine Bohrung, in der ein Führungsstift 11 gelagert ist. Um den Führungsstift 11 ist eine zylindrische Druckfeder 12 angeordnet, deren Enden sich gegen die linke Stimfläche der Schaltstange 10 und gegen das Kameragehäuse 1 abstützen. Das Filintransportorgan 3, das im Kameragehäuse mittels Stift 31 und Schlitz 32 geführt wird, ist durch das abgewinkelte Ende 33 mit der Schaltstange 10 verbunden. An dem Fihntransportorgan 3 befindet sich ein in seiner Wirkung bekannter schwenkbarer bzw. federnder Filmgreifermechanismus 34. Dieser greift in Perforationslöcher des hinter dem Bildfenster 13 liegenden Filmstreifens 14. Mit dem Automatverschluß 15 steht über den Abdruck-bzw. Betätigungshebel 16 das Verschlußbetätigungsorgan 2 mit der Nase 21 in Verbindung.
  • Das Verschlußbetätigungsorgan 2 besitzt zwei Führungsschlitze 22 und 23 und wird durch Stifte 24 und 25, die im Kameragehäuse 1 befestigt sind, geführt. Damit das- Verschlußbetätigungsorgan 2 immer in seine Ausgangslage zurückkehren kann (s. Fig. 1), steht dasselbe unter der ständigen Wirkung einer Druckfeder 26. Zum Arretieren des Filmtransportorgans3 dient ein federbelastetes Sperrglied4, während zum Festhalten des Verschlußbetätigungsorgans 2 weitere federbelastete Sperr- und Steuermittel 5 und 6 vorgesehen sind. Aus den Zeichnungen sind noch der Verschlußauslöseknopf 7, der Bildsucher 8, das Objektiv 9, die, Filmauf- und -abwickelspule 17 und 18 und die federnde Filmandruckplatte 19 ersichtlich.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einricbtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel (s. Fig. 1 bis 9) ist folgende: Nachdem durch das Hineindrücken der Schaltstange 10 (s. Pfeilrichtung in Fig. 1) der Fümstreifen 14 mittels des Fümgreifermechanismus 34 transportiert worden ist, wurde hierbei gleichzeitig mittels der am Filmtransportorgan 3 befindlichen Nase 35 der Hebel 6 um den Stift 61 verschwenkt (s. Fig. 4). Während des Schwenkvorganges des Hebels 6 legt sich die Schulter 62 des Hebels 6 an den einen Arm 52 des Hebels 5 und verdreht diesen um den Bolzen 51. Durch das Verschwenken des Hebels 5 entgegen dem Uhrzeigersinn gibt der abgewinkelte- Arm 53 des Hebels 5 das Sperrglied 4, das eine abgewinkelte Nase 43 besitzt, frei. Das Sperrglied 4, das in einem Stift 41 gelagert ist, wird nach erfolgter Freigabe durch den Hebelann 53 vermittels einer Feder 45 im Uhrzeigersinn verschwenkt (s. Fig. 3 und 4), so daß das Sperrglied 4 niit der Nase 42 in ein Loch 36, das sich in dem Fümtransportorgan 3 befindet, fallen kann, wodurch dasselbe festgehalten wird. Der durch die Nase 35 verschwenkte Hebel 6 verbleibt entgegen der Kraft einer Feder 65 so lange in dieser Stellung, bis das Sperrglied 4 das Fümtransportorgan 3 wieder freigibt.
  • Damit während des Hineindrückens der Schaltstange 10 stets ein vollständiger Filmschaltschritt gewährleistet wird, ist ein in seiner Wirkung bekanntes Wendegesperre vorgesehen (s, Fig. 2, 7 bis 9). An dem Fümtransportorgan 3 befinden sich Zähne. 37, eine im Kameragehäuse 1 federnd angeordnete Sperrklinke 38 sorgt dafür, daß der Schaltweg des Filmtransportorgans 3 stets ein vollständiger ist und niemals durch eine rückläufige Bewegung den einmal begonnenen Filintransportvorschub, stört. Die photographische Kamera mit der oben beschriebenen Einrichtung ist nimmehr für eine Bildaufnahme bereit.
  • Durch Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes 7 (s. Fig. 6) wird das Verschlußbetätigungsorgan 2 in der angegebenen Pfeilrichtung bewegt, hierbei erfolgt mittels der Nase 21 eine Betätigung des am Automatverschluß 15 befindlichen Abdruck- bzw. Betätigungshebels 16. Die Wirkungsweise des in seinem Aufbau an sich bekannten Automatverschlusses sei im folgenden kurz beschrieben. Der Abdruckhebel 16 spannt während der ersten Bewegungsphase die im Automatverschluß befindlichen Verschlußfedern, worauf sieh in der darauffolgenden Bewegungsphase die Verschlußlamellen auf Grund der vorher gespannten Verschlußfedem öffnen und schließen. Mit anderen Worten: Beim vollständigen Niederdrücken des Hebels 16 geschieht in einem Bewegungsablauf das Spannen der Verschlußfedern. und das darauffolgende öffnen und Schließen der Verschlußlamellen. Beim Niederdrücken des Verschlußbetätigungsorgans 2 wird nicht nur der Hebel 16 am Automatverschluß 15 betätigt (s. Fig. 6), sondern gleichzeitig wird der auf dem Verschlußbetätigungsorgan 2 drehbar gelagerte doppelarmige Hebel 5 um den Bolzen 51 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Hierbei gleitet der Arm 52 des Hebels 5 an der Schulter 62 des Hebels 6 entlang, bis der Arm 52 mittels der an dem doppelarmigen Hebel 5 wirkenden Feder 54 unter die Schulter 62 zu liegen kommt (s. Fig. 7 bzw. strichpunktiert gezeichnete Lage des Hebels 5 in Fig. 4). Der doppelarinige Hebel 5 findet seinen Anschlag an einem oberhalb des Verschlußbetätigungsorgans 2 be# findlichen Lappen 27. Nachdem der doppelarmige Hebel 5 nach vollständigem Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes 7 in die gemäß der Fig. 7 bzw. 4 gezeichnete Lage gekommen ist, befindet sich auch der Arm 53 des Hebels 5 in einer anderen Lage, nämlich der Arm 53 liegt unterhalb einer am Sperrglied 4 befindlichen abgewinkelten Nase 43.
  • Nach erfolgter Verschlußauslösung wird bekanntlich der Auslöseknopf 7 losgelassen. Die an dem Verschlußbetätigungsorgan 2 wirkende Druckfeder 26 drückt nach Loslassen des Knopfes 7 das Verschlußbetätigungsorgan 2 nach oben. Der unter der abgewinkelten Nase 43 liegende Arm 53 des Hebels 5 nimmt bei dieser Rückwärtsbewegung den Hebel 4 mit und verschwenkt diesen um den Bolzen 41 entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß die Nase 42 des Sperrgliedes 4 aus dem Loch 36 des Filmtransportorgans 3 gelangt und somit dasselbe freigibt. Das Sperrglied 4 wird durch die Mitnahme des zweiarmigen Hebels 5153 so weit verschwenkt, bis das Sperrglied 4 durch einen gehäusefesten Anschlag 100 (s. Fig. 8) an der Weiterbewegung gehindert wird. Das Verschlußbetätigungsorgan 2 kann aber noch nicht in seine endgültige Ausgangslage gemäß Fig. 1 zurückkehren, da die abgewinkelte Nase 43 des Hebels 4 den Arm 53 des Hebels 5 vorläufig noch festhält (s. Fig. 8, 9 und 4).
  • Die soeben beschriebene Sperrsicherung für die nicht vollständige Rückwärtsbewegung des Verschlußbetätigungsorgans 2 hat den Zweck, daß keine Doppelbelichtungen erfolgen können. Nach erfolgter Verschlußauslösung und Loslassen des Auslöseknopfers 7 kehrt das Filmtransportorgan 3 gemäß der Fig. 8 und 9 mittels der Feder 12 in seine Ausgangslage zurück, der Filmgreifermechanismus 34 gleitet hierbei infolge seiner federnden bzw. drehbeweglichen Halterung während des Rückwärtslaufes über die Perforation des Filmes 14 hinweg. Da das Verschlußbetätigungsorgan 2 noch nicht in seine endgültige Ausgangslage gelangt ist, kann bei einem nochmaligen Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes 7 gemäß Fig. 8 keine Belichtung erfolgen, bzw. die Verschlußlamellen im Automatverschluß öffnen sich bei nochmaliger Betätigung des Abdruckhebels 16 nicht. Wie bereits weiter oben kurz erläutert, erfolgt das Spannen und Auslösen im Automatverschluß nur dann, wenn eine bestimmte Weglänge für den Ab- druckhebel 16 gewährleistet ist. Der Hebel 16 befindet sich gemäß Fig. 8 aber in einer Stellung, wo ein Spannen der im Automatverschluß befindlichen Verschlußfedem noch nicht möglich ist und somit bei wiederholtem Niederdrücken des Abdruckhebels 16 ein öffnen der Verschlußlamellen nicht erfolgen kann. Erst wenn das Verschlußbetätigungsorgan 2 auf Grund einer erneuten Betätigung der Schaltstange 10 (über die Wirkungsweise vorliegender Erfindung s. weiter oben) in die, endgültige Ausgangslage zurückgekehrt ist, kann eine ordnungsgemäße Bedienung des Automatverschlusses und somit Belichtung des inzwischen nachgedrückten unbelichteten Filmbildes erfolgen.
  • Nachdem das Sperrglied 4 das Filmtransportorgan 3 gemäß der Fig. 8 und 9 freigegeben hat und somit die Nase 35 nicht mehr am Hebel 6 anliegt, verschwenkt sich der Hebel 6 vermittels der Feder 65 im Uhrzeigersinn so weit, bis die am Hebel 6 befindliche Schulter 62 an den Lappen 27 des Verschlußbetätigungsorgans 2 anstößt. Hiernach befindet sich der Arm 52 des Hebels 5 nicht mehr unter der Schulter 62. Soll eine neue Bildaufnahine erfolgen, wird die Schaltstange 10 gemäß Fig. 1 eingedrückt; hierbei wird der Filmstreifen 14 weitertransportiert und dabei gleichzeitig der Hebel 6 mittels der an dem Filmtransportorgan 3 befindlichen Nase 35 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Durch Verschwenken des Hebels 6 wird, wie bereits beschrieben, auch der Hebel 5 mit verschwenkt, hierbei gelangt der Arm 53 des Hebels 5 aus dem Bereich der abgewinkelten Nase 43. Das Verschlußbetätigungsorgan 2 kann nunmehr in seine endgültige Ausgangslage gemäß Fig. 1 zurückkehren. Sobald der Arm 53 nicht mehr unter der Nase 43 des Sperrghedes 4 liegt, kehrt auch dieses vermittels der Feder 45 in seine Ausgangslage gemäß der in den Fig. 1 und 3 gezeichneten Lage zu- rück. Die photographische Kamera ist nunmehr für eine nächste Bildaufnahme bereit.
  • An Hand der Fig. 10 bis 18 sei im nachfolgenden das zweite Ausführungsbeispiel beschrieben. Hinsichtlich der Beschreibung der einzelnen Teile beschränkt man sich lediglich auf die neu hinzugekommenen Teile. Für alle die Teile, die im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden und im zweiten Ausführungsbeispiel die gleichen Funktionen innehaben, wurden die gleichen Bezugszeichen benutzt. Im nachstehenden sei nur auf die, neu hinzugekommenen Teile kurz Bezug genommen.
  • An dem Filmtransportorgan 30, das bezüglich des Filmtransportes den gleichen Greifermechanismus 34 besitzt, ist auf der Verschlußauslöseseite eine Nase 39 vorgesehen, die einerseits als Sperrorgan, andererseits als Steuermittel dient. In gleicher Weise. übernimmt der oberhalb des Verschlußbetätigungsorgans 2 abgewinkelte Lappen 20 mehrere Funktionen, der Lappen 20 dient als Sperr- und Steuermittel. Das Sperrglied 70 mit der Nase 71 dient zum Arretieren des Filmtransportorgans 30, während der Sperrliebel 80 mit der Nase 81 zum zeitweiligen Arretieren des Verschlußauslöseorgans 2 dient. Die beiden Sperrorgane 70 und 80 sind mittels einer Zugfeder 79 verbunden.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel (s. Fig. 10 bis 18) ist folgende: Fig. 10 zeigt die Filmtransport- und Verschlußbetätigungseinrichtung in einer Stellung, nachdem eine Bildaufnahme gemacht worden ist, d. h., nachdem der Automatverschluß durch das Verschlußbetätigungsglied in Wirksamkeit getreten ist. Ein wiederholtes Eindrücken des Verschlußbetätigungsorgans durch den Auslöseknopf 7 kann nicht erfolgen, da das Verschlußbetätigungsorgan 2 mit dem abgewinkelten Lappen 20 gegen eine am Fümtransportorgan 30 befindliche Nase 39 stößt., Erst wenn die Schaltstange 10 mittels Hand in Pfeilrichtung eingeschoben ist (s. Fig. 12) und somit der Filmstreifen, 14 mittels des am Filmtransportorgan 30 angelenkten Filmgreifermechanismus 34 um eine Bildlänge weitertransportiert worden ist, gibt die Nase 39 das Verschlußbetätigungsorgan 2 frei. Nachdem gemäß Fig. 12 die Schaltstange 10 vollständig hineingedrückt worden ist, kann diese durch das mit ihr mittels des abgewinkelten Endes 33 verbundene Filmtransportorgan 30 nicht mehr zurück, da das unter Federspannung stehende Sperrglied 70 mit seiner Nase 71 an eine Schulter 300 am Filmtransportorgan 30 zu liegen kommt und dieses somit festhält. Die photographische Kamera ist nunmehr für eine Bildaufnahme bereit.
  • Durch Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes 7 (s. Fig. 15), wird das Verschlußbetätigungsorgan 2 in der angegebenen Pfeilrichtung - bewegt. Hierbei erfolgt mittels der Nase 21 in der gleichen Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel eine Betätigung des Spann- und Auslösehebels 16 des Automatverschlusses 15. Beim Niederdrücken des Verschlußbetätigungsorgans 2 wird nicht nur der Automatverschluß 15 betätigt, sondern gleichzeitig wird das Sperrglied 70 durch den Lappen 20, der an der Schrägfläche 72 des Sperrgliedes 70 entlang gleitet, um den Bolzen 73 verschwenkt (s. Fig. 13, 15 und 16). Während des Verschwenkens des Sperrgliedes 70 gibt die Nase 71 die Schulter 300 des Filmtransportorgans 30 frei. Das nunmehr frei gewordene Filmtransportorgan 30 wird aber in seiner Bewegung in die Ausgangslage durch die Nase 39, die an den Lappen 20 anstößt, so lange aufgehalten (s. Fig. 15), bis das Verschlußbetätigungsorgan 2 mit seinem Lappen 20 von der Nase 81 des Sperrgliedes 80 an seiner Weiterbewegung in Pfeilrichtung (s. Fig. 17) ebenfalls aufgehalten wird.
  • Diese soeben beschriebene Sperrsicherung ist erforderlich, damit keine Doppelbelichtungen erfolgen. Die Stellung des Verschlußbetätigungsorgans 2 gemäß Fig. 17 entspricht der gleichen Stellung wie beim ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 8. Zweck und Aufgabe sind bereits dort ausführlich beschrieben. In dem Moment, wo die Rückwärtsbewegung des Verschlußbetätigungsorgans 2 durch die Nase 81 des Sperrhebels 80 zeitweilig aufgehalten wird, findet nunmehr die Nase 39 am Lappen 20 keinen Widerstand mehr, das Filmtransportorgan 30 kann ungehindert vermittels der zusammengedrückten Feder12 in die Ausgangslage zurückkehren, d. h., die Nase 39 gleitet unterhalb des Lappens 20 vorbei (s. Fig. 17). Während der Rückwärtsbewegung des Filmtransportorgans 30 in seine Ausgangsstellung stößt die Nase 39 an den Sperrhebel 80 und verschwenkt diesen um den Bolzen 82, so daß die Nase 81 des Sperrhebels 80 den Lappen 20 nicht mehr festhält. Das unter Spannung einer Feder 26 stehende Verschlußbetätigungsorgan 2 kann nunmehr in seine endgültige Ausgangslage zurückkehren. Eine nochmalige wirksame Verschlußauslösung kann nicht erfolgen, da die Nase 39 sperrend unter dem Lappen 20 des Verschlußbetätigungsorgans 2 liegt (s. Fig. 10). Erst durch erneutes Hineindrücken der Schaltstange 10 gelangt die Nase 39 aus dem Wirkungsbereich des Lappens 20 (s. Fig. 12), und eine weitere Verschlußauslösung mittels Auslöseknopfes 7 kann erfolgen.
  • Die beiden Sperrorgane 70 und 80, die mit einer einzigen Feder 79 verbunden sind, liegen auf Grund der Federvorspannung stets an dem Filmtransportorgan 30 bzw. an dem Lappen 20 des Verschlußbetätigungsorgans 2 an (s. Fig. 11).
  • Das im ersten Ausführungsbeispiel erwähnte Wendegesperre 37 und 38 findet in gleicher Weise auch beim zweiten Ausführungsbeispiel seine Anwendung.
  • An Stelle eines Objektivverschlusses, wie ihn die beiden Ausführungsbeispiele zeigen, ist es durchaus denkbar, daß ein Plattenschieber- oder Rollo-Schlitzverschluß oder ein ähnlicher unmittelbar vor der Filmebene liegender Automatverschluß mit der gleichen Filmschalt- bzw. Verschlußbetätigungseinrichtung benutzt werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Photographische Kleinbildkamera für perforierten Rollfilm mit einer seitlich aus dem Kameragehäuse herausragenden, unter Federwirkung stehenden Schaltstange, die mit einem einen Filmgreifer tragenden Filmtransportschieber gekuppelt ist und mit einem Automatverschluß mit zugehörigem Betätigungsorgan, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Schaltstange (10) gekuppelte Filmtransportschieber (3, 30) einerseits ein Steuerteil (35, 39) besitzt, das am Ende des Filmtransportes das Verschlußbetätigungsorgan (2, 7) entsperrt, andererseits einen Rast (36, 300) aufweist, in welchen am Ende des Filmtransportes ein den Filmtransportschieber (3, 30) haltender Sperrhebel (4, 70) einfällt, der nach erfolgter Verschlußauslösung vom Betätigungsorgan (2, 7) des Automatverschlusses (15) durch einen dessen Rückführung zeitweilig sperrenden Steuerhebel (5) auslösbar ist.
  2. 2. Photographische Kleinbildkamera nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß das am Filmtransportschieber (3, 30) vorgesehene Steuerteil (35) mit einem ortsfest gelagerten Hebel (6) zusammenarbeitet, der seinerseits einen mit dem Verschlußbetätigungsorgan (2, 7) verbundenen und dessen Entsperrung bewirkenden Steuerhebel (5) betätigt. 3. Photographische Kleinbildkamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das am Filmtransportschieber (3, 30) vorgesehene Steuerteil (39) als Nocken ausgebildet ist und dieser unmittelbar mit einem Sperrteil (20) des Verschlußbetätigungsorgans (2, 7) zusammenarbeitet. 4. Photographische Kleinbildkamera nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Verschlußbetätigungsorgan (2, 7) verbundene Steuerhebel (5) zwei Schenkel (52, 53) besitzt, wobei der eine Schenkel (53) den den Filintransportschieber (3, 30) haltenden Sperrhebel (4) auslöst und der andere Schenkel (52) als Anschlag für den die Bewegung des Steuerhebels (5) steuernden ortsfest gelagerten Hebel (6) dient. 5. Photographische Kleinbildkamera nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der den Filmtransportschieber (3, 30) haltende Sperrhebel (4) mit einem Anschlag (43) versehen ist, der im Zusammenwirken mit dem Steuerhebel (5) des Verschlußbetätigungsorgans (2, 7) dessen Rückführung zeitweilig sperrt. 6. Photographische Kleinbüdkamera nach Ansprach 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Ehntransportschieber (3, 30) haltende Sperrhebel (70) eine Schrägfläche (72) besitzt und diese unmittelbar vom Verschlußbetätigungsorgan (2, 7) auslösbar ist. 7. Photographische Kleinbildkamera nach Ansprach 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fümtransportschieber (3, 30) zusätzlich ein an sich bekanntes Wendegesperre (37, 38) zugeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 637 656; österreichische Patentschrift Nr. 149 471. In Betracht gezogene ältere Patente. Deutsches Patent Nr. 1073 298.
DEV13357A 1957-11-09 1957-11-09 Photographische Kleinbildkamera fuer perforierten Rollfilm mit Automatverschluss Pending DE1117995B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE637656C (de) * 1936-11-02 I G Farbenindustrie Akt Ges Filmschalteinrichtung an Rollfilmkameras
AT149471B (de) * 1935-07-17 1937-05-10 Zeiss Ikon Ag Rollfilmkamera.
DE1073298B (de) 1960-01-14 Badische Weberei GmbH, Lahr (Schwarzw) Anordnung an Rollfilm kameras

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