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Anschlag- und Dichtungsschiene für Fenster Zusatz zum Patent 1093
542 Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschlag- und Dichtungsschiene für Fenster
aus Holz, Metall, Kunststoff od. dgl., die am feststehenden Rahmen in zur Fensterebene
senkrechter Richtung einstellbar befestigt ist, insbesondere nach Patent 1093 542.
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Mittels einer solchen, quer zur Fensterebene einstellbaren Schiene
ist es in besonders zweckmäßiger Weise möglich, einen den jeweiligen Erfordernissen
leicht anzupassenden Anschlag und eine sichere Abdichtung zu erzielen.
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Die Erfindung bezweckt nun eine weitere vorteilhafte Ausbildung einer
Anschlag- und Dichtungsschiene der eingangs genannten Art, die für zahlreiche Anwendungsfälle
besonders gut geeignet ist.
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Gemäß der Erfindung weist die Schiene einen von ihrem vorzugsweise
mit Langlöchern zum Durchtritt von Schrauben versehenen Befestigungsschenkel abstehenden,
den Spalt zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen überdeckenden, geraden oder gebogenen
Steg auf, dessen vorderes Ende, gegebenenfalls über den übrigen Stegteil vorstehenden
und vorzugsweise mit einer elastischen Dichtung ausgestattet, den Anschlag für den
Flügel bildet. Das vordere Stegende läßt sich dabei als in Richtung auf den Flügelrahmen
vorstehender Ansatz ausbilden. Eine elastische Dichtung kann die Form eines m eine
Nut des Stegendes eingelassenen Dichtungsstreifens od. dgl. haben.
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Beim Schließen des Flügels legt sich dieser mit seiner äußeren Rahmenfläche
gegen das vordere Ende des Steges, ohne diesen, in seinen übrigen, z. B. abgesetzten
Teil zu berühren, so daß der Anschlag in vorteilhafter Weise an einer genau definierten
Stelle erfolgt.
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Der Steg der Schiene kann rechtwinklig von dem Befestigungsschenkel
abstehen oder aber auch einen spitzen oder stumpfen Winkel mit dem Befestigungsschenkel
einschließen. Es läßt sich dadurch den verschiedensten Anwendungsfällen Rechnung
tragen und mit Rücksicht auf die jeweiligen Gegebenheiten ein wirksamer Schutz gegen
Witterungseinflüsse erzielen.
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Bei einer zweckmäßigen Ausführung ist ein Ende des Befestigungsschenkels
in einer Nut des Blendrahmens geführt. Zur weiteren Erhöhung der Abdichtwirkung
läßt sich dabei in der das Ende des Befestigungsschenkels ausnehmenden Nut dauerplastischer
Kitt od. dgl. anordnen. Es kann ferner zweckmäßig sein, je nach der Anbringungsart
der Schiene zwischen dem Steg und dem Blendrahmen eine Lage aus dauerplastischem
Kitt od. dgl. anzuordnen.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht eine vorteilhafte
Anordnung von Anschlag-und Dichtungsschienen darin, daß zusätzlich zu der am Blendrahmen
vorgesehenen Schiene am Flügelrahmen eine dieser entsprechenden zweite Schiene einstellbar
befestigt ist; deren Steg in Richtung auf den Blendrahmen vorsteht und mit seinem
vorderen Ende an diesen anliegt. Die am Flügelrahmen vorgesehene Schiene kann hierbei
etwa dasselbe Profil aufweisen wie die am Blendrahmen angebrachte Schiene oder jeweils
so ausgebildet sein, wie es der Bedarfsfall erfordert.
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Bei einer solchen am Flügelrahmen angebrachten Schiene lassen sich
gemäß der Erfindung in Bohrungen des Flügelrahmens Druckschrauben derart anordnen,
daß durch sie ein Einstellen der Anschlag-und Dichtungsschiene senkrecht zur Flügelebene
möglich ist. Zu diesem Zweck können z. B. in den Flügelrahmen Gewindebüchsen eingelassen
werden, welche die Druckschrauben aufnehmen. Durch die Druckschrauben läßt sich
je nach dem Bedarfsfall an einer oder mehreren Stellen der Schiene ein Einstellen
des Anschlages bzw. eine Vorspannung des Steges der Schiene erzielen.
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Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsbeispiele der
Erfindung. Es zeigt Abb. 1 die Rahmenteile eines gemäß der Erfindung ausgerüsteten
Fensters im Schnitt, Abb. 2 eine abgewandelte Ausführung der Einrichtung in einem
der Abb.1 entsprechenden Schnitt, Abb. 3 eine weitere Auführungsform der Erfindung
im Schnitt und Abb. 4 eine andere Ausbildung einer Schiene im Schnitt.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist in den Abb. 1 bis 3 bei einem
Einfachfenster veranschaulicht. Sie ist jedoch ebenso gut auch für doppelt verglaste
Fenster, Verbundfenster, Fenstertüren od. dgl.
der verschiedensten
Bauarten geeignet, so daß in der als Beispiel gewählten Darstellung eines Einfachfensters
keine Beschränkung zu erblicken ist.
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In den Abb. 1 bis 3 sind jeweils der Blendrahmenholm mit der Ziffer
1, der zugehörige Flügelrahmenholm mit der Ziffer 2 und die Verglasung mit
der Ziffer 3 bezeichnet.
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Bei der Ausführung nach Abb. 1 ist in einer Ausnehmung 4 des Blendrahmenholmes
1 eine Schiene 5 quer zur Fensterebene einstellbar befestigt. Diese Befestigung
ist durch jeweils im Abstand voneinander angeordnete Schrauben 6 bewirkt, welche
Langlöcher 7 oder Schlitze in dem Befestigungsschenkel 8 der Schiene 5 durchgreifen.
Diese Anbringungsart ist sehr einfach und ermöglicht ein schnelles Einstellen der
Schiene 5 quer zur Fensterebene. Die Ausneh mung 4 des Blendrahmenholms 1 kann so
ausgebildet sein, wie es in Abb. 1 in ausgezogenen Linien zeigt. Es ist aber auch
möglich, die vordere Ecke 4 a des Blendrahmenholms 1 wegfallen zu lassen, wie dies
strichpunktiert angedeutet ist, so daß eine Absetzung entsteht, oder dem Blendrahmenhohn
1 eine sonstige geeignete Ausbildung zu geben, wie sie mit Rücksicht auf die Gestaltung
und Anbringung der Schiene zweckmäßig erscheint.
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Die Schiene S weist einen rechtwinklig von dem Befestigungsschenkel
auskragenden Steg 9 auf, dessen vorderes Ende einen Ansatz 10 besitzt, der gegenüber
dem übrigen Teil des Steges 9 in Richtung auf den Flügel vorsteht und einen Anschlag
für diesen bildet. Die Anschlagstelle ist hierdurch genau festgelegt, so daß in
jedem Fall die erstrebte Wirkung erreicht wird.
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Abweichend von der dargestellten Ausführung kann der Steg auch einen
spitzen oder stumpfen Winkel mit dem Befestigungsschenkel 8 einschließen oder gerundet
oder gewölbt sein, wobei sich der Blendrahmen bzw. der Flügelrahmen entsprechend
ausbilden läßt.
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Bei dem in Abb. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schiene 11
mittels Langlöcher 12 in dem Befestigungsschenkel 13 durchgreifender Rundkopfschrauben
14 am Blendrahmenhohn 1 einstellbar befestigt, wobei der Befestigungsschenkel
13 eine etwa der Höhe der Schraubenköpfe entsprechende Absetzung aufweist.
Die Ausbildung des Steges 15 mit Ansatz 16 entspricht derjenigen nach Abb.1. Der
Befestigungsschenkel 13 setzt sich in einem Ansatz 17 fort, der in einer Nut 18
des Blendrahmenholms 1 geführt ist. In dieser Nut ist außerdem eine Einlage 19 aus
dauerplastischem Kitt od. dgl. vorgesehen.
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Die Schiene 20 gemäß der Ausführung nach Abb. 3 weist ebenfalls einen
in einer Blendrahmennut 21 geführten Ansatz 22 auf und ist mit Schrauben 23 einstellbar
befestigt. Die Abb. 3 läßt ferner eine Lage 24 aus dauerplastischem Kitt
od. dgl. zwichen dem Steg 25 der Schiene und dem ihm zugewandten Teil des Blendrahmenhohns
erkennen.
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An dem Flügelrahmenholm 2 ist eine weitere Schiene 26 mittels Schrauben
27 einstellbar befestigt. Die Schiene 26 besitzt einen mit Langlöchern 28 versehenen
Befestigungsschenkel 29 mit einem in einer Nut 30 des Flügelrahmenhohns 2
geführten Ansatz 31 und einen Steg 32, der mit einem Ansatz 33 an seinem vorderen
Ende bei geschlossenem Flügel am Blendrahmenholm 1 anliegt. Bei der dargestellten
Ausführung weist der Steg 32 am vorderen Ende auf der dem Anschlag abgewandten Seite
noch eine Abwinklung 34 auf, die in eine Absetzung an der Kante des Flügelrahmenholms
2 eingreift.
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Wie in Abb. 3 strichpunktiert angedeutet ist, können bei einer solchen
Ausführung außerdem auf den Steg 32 wirkende Druckschrauben 35 vorgesehen sein,
die in Gewindebüchsen 36 verschraubbar sind, wodurch eine zusätzliche Einstellbarkeit
erzielt ist.
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In Abb. 4 ist eine andere Ausführung einer Schiene 37 dargestellt,
bei welcher am vorderen Ende des Steges 38 auf der als Anschlag dienenden Seite
eine elastische Dichtung 39 aus Gummi, Kunststoff od. dgl. in eine Nut
40 eingelassen ist.