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DE1117076B - Warenbahnfuehrer - Google Patents

Warenbahnfuehrer

Info

Publication number
DE1117076B
DE1117076B DEE14618A DEE0014618A DE1117076B DE 1117076 B DE1117076 B DE 1117076B DE E14618 A DEE14618 A DE E14618A DE E0014618 A DEE0014618 A DE E0014618A DE 1117076 B DE1117076 B DE 1117076B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
roller
web
web guide
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE14618A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Leimer
Otto Lorenz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Erhardt and Leimer GmbH
Original Assignee
Erhardt and Leimer GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erhardt and Leimer GmbH filed Critical Erhardt and Leimer GmbH
Priority to DEE14618A priority Critical patent/DE1117076B/de
Publication of DE1117076B publication Critical patent/DE1117076B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/10Guides or expanders for finishing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Advancing Webs (AREA)

Description

  • Warenbahnführer Die Erfindung betrifft einen Warenbahnführer für laufende Warenbahnen von empfindlicher Qualität an bzw. in Textilmaschinen, wobei nach Maßgabe der verlaufenden Warenbahnkante über ein von dieser über mechanische Abtastung beeinflußtes Steuerglied die eine der beiden Walzen eines zur Warenbahnlaufrichtung schräggestellten Walzenpaares von der anderen Walze abgehoben bzw. an diese andere Walze angedrückt wird, wobei der entsprechende Warenbahnrandbereich zwischen den genannten beiden Walzen durchläuft, wobei das Abheben bzw. Andrücken der einen Walze durch pneumatische Kräfte erfolgt, die vom Abtastorgan gesteuert werden.
  • Es ist schon bekannt, das Abheben und Andrücken der einen Walze gegen die andere Walze des schräggestellten Walzenpaares durch pneumatische Kräfte zu bewirken. Indessen liegt das Problem bei Warenbahnen von sehr empfindlicher Qualität darin, daß bislang die für die Bewegung der pneumatischen Steuerorgane erforderlichen Kräfte noch zu groß sind, so daß durch die vom Abtastorgan aufzubringenden Kräfte und durch deren Reaktionen Beschädigungen der äußerst empfindlichen Warenbahnkante unvermeidlich waren. Wollte man diese Schädigungen der Warenbahnkante vermeiden, so blieb bislang nur die Möglichkeit, auf einen Teil der Steuerwirkung zu verzichten, also eine erhebliche Ungenauigkeit der Steuerung bewußt in Kauf zu nehmen, um die von der Warenbahnkante aufzubringenden bzw. auf diese zurückwirkenden Kräfte am Abtastorgan so gering zu halten, daß diese Schädigungen nicht eintraten. Die Aufgabe ist also, einerseits nur ganz geringe Kräfte an der Warenbahnkante bzw. zwischen Warenbahnkante und Abtastorgan auftreten zu lassen, andererseits aber sicherzustellen, daß diese geringen Kräfte ausreichend werden für eine ganz korrekte Steuerung bzw. für eine korrekte Impulsgebung für die Steuerung.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß bei Verwendung einer an sich bekannten Steuerrolle mit Mitteln zur Aufnahme und Übertragung eines begrenzten Drehmoments als abtastendes Organ mit der Steuerrolle ein zur Steuerung der Zufuhr von Druckluft zu dem die Walze abhebenden und andrückenden pneumatischen Arbeitsorgan dienendes leichtgängiges Steuerorgan verbunden ist, das von der Steuerrolle gegen die Kraft einer Feder verdrehbar ist.
  • Ferner ist erfindungsgemäß von Vorteil die Anwendung der Maßnahme, daß das Steuerorgan eine begrenzt drehbare Steuerscheibe ist, die über eine Verzahnung von der Welle aus angetrieben ist, wobei auf dieser Welle die Rutschkupplung und die Steuerrolle sitzen.
  • Weiter kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Steuerscheibe und die Welle in reibungsarmen Lagern gehaltert sind.
  • Sehr vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung auch, daß sämtliche wesentlichen Organe, wie insbesondere das krafterzeugende Organ, das Steuerorgan und die Steuerrolle nebst zugehörigen Teilen, in bzw. an einem mehrteiligen Gesamtgehäuse angeordnet sind, das auf der Grundplatte, auf deren Unterfläche die Warenbahn läuft, befestigt ist, wobei für den Durchtritt der Steuerrolle ein entsprechendes Fenster in der Grundplatte vorgesehen ist.
  • Weitere Merkmale sind der Zeichnung und insbesondere der zur Zeichnung gegebenen Beschreibung zu entnehmen.
  • Es mag noch erwähnt werden, daß auch eine optische, d. h. berührungslose Abtastung der Warenbahnkante bei empfindlichen Geweben nicht zum Erfolg führt. Abgesehen davon, daß die optische Abtastung sehr teure Geräte voraussetzt, besteht der Nachteil, daß bei der notwendigerweise bei empfindlichen Warenbahnen geringen Bahngeschwindigkeit und bei häufig vorkommender Großmaschigkeit der Warenbahn eine einwandfreie Abtastung nicht mehr erfolgt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung gezeigt. Im einzelnen zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt der einen der auf jeder Maschinenseite anzubringenden beiden Gesamtsteuereinrichtungen, Fig. 2 eine Draufsicht gemäß Fig. 1, Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch wesentliche Teile der Steuereinrichtung bei Funktionsstellung, Fig. 4 einen Schnitt IV der Fig. 3 bei Funktionsstellung, d. h. bei abgeschwenkter Steuerwalze, Fig. 5 einen Schnitt etwa gemäß IV der Fig. 3, jedoch bei Nichtfunktionsstellung, d. h. bei nicht abgehobener Leit- oder Steuerwalze, Fig. 6 einen Schnitt VI der Fig. 4.
  • Die Steuereinrichtung besteht gemäß Fig. 1 und 2 zunächst in bekannter Art aus der Grundplatte 1. Diese Grundplatte 1 besitzt in ebenfalls bekannter Art eine Durchbrechung 2, in deren Bereich sich die beiden Steuer- oder Leitwalzen 3, 4 im Ruhezustand pressend gegeneinanderlegen. Es läuft also die strichpunktiert angedeutete Warenbahn 5 zwischen den beiden Leit- oder Steuerwalzen 3, 4 durch, dabei auf der Unterfläche der Grundplatte 1 gleitend.
  • In ebenfalls bekannter Art ist hier die obere Steuerwalze 3 über zusammenwirkende, auf gemeinsamer Welle angeordnete Schwenkhebel 6, 7 abschwenkbar, d. h. von der korrespondierenden anderen und unteren Walze 4 abhebbar gelagert, etwa an der justierbaren Lagervorrichtung B. In bekannter Art liegen die zueinander parallelen Achsen der Steuerwalzen 3, 4 schräg zur Warenbahnrichtung, also zur Laufrichtung der Warenbahnkante 9 (Fig. 2) der aus Fig. 1 ersichtlichen Warenbahn 5.
  • Die Grundplatte 1 besitzt nun im Verlauf- oder Abwanderungsbereich der Warenbahnkante oder Leiste 9 ein Fenster 10. Hier ist die Steuerrolle 11 von oben nach unten teilweise durch das Fenster 10 durchgreifend gelagert. Träger der Steuerrolle 11 ist das Gehäuse 12, auf der Grundplatte 1 angeschlossen.
  • Die Einzelheiten sind aus den Fig. 3 bis 6 erkennbar.
  • Das Gehäuse 12 trägt in entsprechender reibungsarmer Lagerung 13, 14 die horizontale Welle 15; vorzuziehen sind besonders leichtgängige Kugel-, Kegel-oder Rollenlager. Man kann sogar Luftlager verwenden; dies sind z. B. Gleitlager mit nennenswertem radialem Lagerspiel, wobei der so entstehende ringartige Lagerspalt dauernd von Preßluft od. dgl. durchströmt wird; solche Lager sind praktisch reibungsfrei.
  • Die Welle 15 kann in ihrem inneren Bereich 16 vergrößerten Durchmesser besitzen. Auf der Welle 15, und zwar auf deren aus dem Gehäuse 12 austretendem Bereich 17, ist eine Büchse 18 vorgesehen, deren Ringflansch 19 einen Teil und eine Reibfläche einer Rutschkupplung darstellt; die Verbindung ist hier mittels eines Stiftes 20 bewirkt. Auf der Büchse 18 sitzt die eigentliche Steuerrolle 11, wobei deren Stirnfläche 22 die andere Reibfläche der Rutschkupplung bildet; die Reibflächen sind vorzugsweise glatt.
  • Die Steuerrolle 11 ist mit einer ringförmigen Eindrehung 23 versehen, wobei an der Stirnfläche 24 der Innenhülse 25 der Steuerrolle 11 eine Scheibe 26 befestigt ist, die als äußeres Widerlager für die in der Eindrehung 23 angeordnete Schraubendruckfeder 27 wirkt, die sich andererseits auf dem Grunde 28 der Eindrehung 23 abstützt. Die Steuerrolle 11 ist also gegenüber der Büchse 18 verdrehbar. Die Umfläche 21 der Steuerrolle 11 kann glatt, vornehmlich aber geriffelt, geraubt, mit griffigem Stoff belegt, gummiert oder ähnlich ausgebildet sein.
  • Die Welle 15 trägt im Bereich des hohlen Innenraums 29 des Gehäuses 12 ein Ritzel 30. Dieses Kitzel 30 kämmt mit dem Zahnkranz 31 der Steuerscheibe 32. Die Steuerscheibe 32 ist etwa durch reibungsarme Spitzenlager 33, 34 im Gehäuse 12 und im Gehäusestück 45 drehbar gehalten. Wie Fig. 6 zeigt, ist die Steuerscheibe 32 mit einer vornehmlich angesichts der Reibungsarmut der beweglichen Teile nicht sehr kräftig bemessenen Rückholfeder 35 versehen, wobei diese Rückholfeder 35 einerseits an einem Bolzen 36 od. dgl., der an der Steuerscheibe 32 fest ist, und andererseits an einem Bolzen 37 od. dgl., der am Gehäuse 12 fest ist, angehängt oder angebracht ist. Zweckmäßigerweise befindet sich der Bolzen 37 od. dgl. im Bereich eines Ausschnittes 38 der Steuerscheibe 32, derart, daß die Flanken 39, 40 des Ausschnittes 38 Anschläge bilden, die eine Verschwenkung oder Verdrehung der Steuerscheibe 32 lediglich um den Winkel x erlauben. Auf dem Bereich des einen Schenkels 41 des Winkels x befindet sich die in ihrer Funktion noch zu erläuternde Durchtrittsöffnung oder Bohrung 42 der Steuerscheibe 32; auf dem anderen Schenkel 43 des Winkels x befindet sich der in seiner Funktion ebenfalls noch zu erwähnende Schlitz 44 od. dgl. der Steuerscheibe 32.
  • An das Gehäuse 12 ist gemäß Fig. 4 und 5 dicht angeschlossen ein Gehäusestück 45, das an bzw. in sich das krafterzeugende Organ trägt. Dieses krafterzeugende Organ besteht aus einem Membrankolben 46 mit Kolbenstange 47, wobei der Membrankolben 46 in seinem Außenrandbereich eingespannt ist zwischen dem Gehäusestück 45 und einem Gegenstück 48, das etwa über Verschraubung 49 befestigt ist.
  • Die Kolbenstange 47 ist über miteinander verschraubte Teller 50, 51 mit der zwischen den Tellern eingespannten Membran 46 verbunden, so daß ein Membrankolben entsteht, wobei der untere Teller 51 in einer entsprechenden Bohrung 52 geführt sein kann; es kann eine normalerweise verschlossene Schraube 53 vorgesehen sein, deren Hauptfunktion die Halterung des Gegenstücks 48 an der Grundplatte 1 sein kann. Es kann für die Bohrung 52 eine nicht dargestellte Entlüftungsleitung vorgesehen sein.
  • Die Kolbenstange 47 ist oben in einer Puffereinrichtung geführt; diese Puffereinrichtung besteht aus einer mittels Verschraubung im Bauteil 45 höheneinstellbaren Führungsbüchse 54, einer die Kolbenstange 47 führenden Dichtungsbüchse 55, die in der Führungsbüchse 54 fest ist, sowie einer Tellerhülse 56, wobei zwischen den Teilen 55 und 56 die Pufferfeder 57 liegt. Die untere Endstellung der Tellerhülse 56 ist durch entsprechende ringflanschartige Ausbildung ihres Oberteiles und durch entsprechende bundartige Ausgestaltung des Unterbereiches der Führungsbüchse 54 definiert, wobei also diese untere Endstellung durch mehr oder weniger starkes Eindrehen der Führungsbüchse 54 in das Gehäusestück 45 variiert werden kann.
  • Das Gehäuse 12 besitzt eine Preßluftzuführungsbohrung 58, wobei ein Rohr- oder Schlauchanschlußnippel59 vorgesehen sein kann. Diese Zuführungsbohrung 58 liegt im Bereich des Schenkels 43 (Fig. 6). Im Gehäusestück 45 ist eine weitere Bohrung 60 vorgesehen, die zur oberen Zylinderkammer 61 des krafterzeugenden Organs führt.
  • Zwischen den Gehäusebauteilen 12 und 45 ist ein Zwischenraum 29 frei gelassen, wobei im oberen Bereich (Fig. 4 und 5) die Breite dieses Raumes 29 so gewählt ist, daß die Steuerscheibe 32 vorzugsweise leicht flankenberührend und somit einigermaßen dicht Platz findet. Der Innenraum 29 ist durch eine oder mehrere Auslaßbohrungen 62 nach außen geöffnet. Die Steuerscheibe 32 braucht indessen nicht vollständig dicht eingesetzt zu sein, da Preßluftverluste, verursacht durch leichtes dauerndes Abblasen, durch entsprechend erhöhten Preßluftdruck ohne weiteres ausgleichbar sind. Wenn man bewußt dies in Kauf nimmt, erzielt man noch bessere Leichtgängigkeit, also noch geringeres von der Rutschkupplung zu lieferndes Drehmoment.
  • Befindet sich die in Fig.3 nur andeutungsweise dargestellte Warenbahnkante in ausgewanderter Lage 9', also in Berührung mit der Steuerrolle 11, dann wird zufolge des über die Rutschkupplung 22, 19 übertragenen Drehmoments die Steuerscheibe 32 über den Zahntrieb 30, 31 gemäß Fig. 6 im Uhrzeigersinn gegen die Rückholfeder 35 gedreht, wobei eine Endstellung, in Fig. 6 gezeigt, erreicht wird, in welcher der Schlitz 44 eine Verbindung zwischen dem oberen Zylinderraum 61 über die Bohrung 60 und also den Schlitz 44 zur Auslaßöffnung 62 herstellt; im Zylinderraum 61 herrscht also kein überdruck, so daß zufolge der Eigenelastizität des Membrankolbens 46 die in Fig. 4 gezeigte obere Lage des Membrankolbens 46 und der Kolbenstange 47 erreicht ist; die Kolbenstange 47 hebt also über die Schwenkhebel 6, 7 die Steuerwalze 3 aus ihrer in Fig. 1 gezeigten Lage nach oben von der korrespondierenden Walze 4 ab. Hierbei tritt zur Vermeidung größerer Erschütterungen sanfte Abpufferung über die Organe 50, 56, 57, 54, 55 ein. Die Endstellung, also das Maß der Abhebung der Steuerwalze 3 von der anderen Walze 4 ist dadurch bestimmt, wie weit die Führungsbüchse 54 in das Bauteil 45 eingeschraubt ist; man kann also Anpassung an Gewebedicke usw. vornehmen.
  • Wenn also die Steuerwalze 3 durch die Kolbenstange 47 gemäß deren in Fig. 4 gezeigter Stellung abgehoben ist, dann wird das auf der anderen Maschinenseite befindliche Walzenpaar, da ja dessen Walzen gegeneinander anliegen, zufolge seinerSchrägstellung die Warenbahn auf die andere Maschinenseite ziehen, bis die Warenbahnkante 9 der dieser soeben genannten Maschinenseite gegenüberliegenden Maschinenseite wieder außer Berührung mit der Steuerrolle 11 kommt. Wenn die Steuerrolle 11 aber nicht mehr von der Warenbahn gedeckt wird und also nicht mehr berührt wird, dann holt die Rückholfeder 35 die Steuerscheibe 32 in eine solche Stellung zurück, daß die Bohrung 42 in den Bereich des Schenkels 43 (Fig. 6) geht; diese Stellung ist in Fig. 5 gezeigt. Jetzt ist die kommunizierende Verbindung zwischen der Bohrung 60 und der Auslaßöffnung 62 unterbrochen; jetzt stellt aber die Bohrung 42 der Steuerscheibe 32 eine kommunizierende Verbindung zwischen den Bohrungen 58 und 60 her; die Folge ist, daß der über den Nippel 59 und über die Bohrung 58 zugeführten Preßluft der Weg zur oberen Zylinderkammer 61 über die Bohrung 60 und über die genannte Bohrung 42 der Steuerscheibe 32 frei gemacht ist, so daß nun der Zylinderraum 61 unter Überdruck gesetzt ist. Die Folge hiervon ist, daß der Membrankolben 46 in die untere, in Fig. 5 gezeigte Stellung 46' geht; demzufolge geht auch die Kolbenstange in die untere Lage 47' (Fig. 5); die weitere Folge ist, daß die Leit- oder Steuerwalze 3 wieder nach unten in ihre in Fig. 1 gezeigte Lage abgeschwenkt wird, also sich pressend auf die korrespondierende untere Walze 4 auflegt, wobei natürlich stets zwischen den beiden Walzen 3, 4 die Warenbahn 5 läuft. In diesem Falle der Fig.5 ist also normale Betriebsstellung erreicht, die nur dann in Funktionsstellung der Fig. 6 übergeht, wenn. auf einer der beiden an jeder Maschinenseite angeordneten Steuereinrichtungen die zugehörige Warenbahnkante mit der korrespondierenden Steuerrolle, etwa 11, in Berührung kommt.
  • Als besonderer Vorteil der Erfindung mag noch erwähnt werden, daß durch leicht mögliche Änderung des Preßluftdrucks auch eine entsprechende, oft erwünschte Änderung des Anpreßdrucks der Walzen 3, 4 erzielbar ist.
  • Die Erfindung läßt sich noch dadurch vervollkommnen, daß man auf die Speicherkraft verzichtet und dafür wechselseitige Preßluftbeaufschlagung der Membran 46 wählt. Das Steuerorgan 32 ist dann so auszubilden, daß es in Funktionsstellung etwa gemäß Fig. 4 Druckluft in den oberen Zylinderraum 61 leitet, während es in normaler Betriebsstellung etwa gemäß Fig. 5 die Druckluft umschaltet und sie von unten auf die Membran 46 wirken läßt, also beispielsweise in den Raum 52 einführt.
  • Wenngleich eine solche Ausführungsform etwas kostspieliger wird, erzielt sie als besonderen Fortschritt eine nochmals gesteigerte Steuergeschwindib keit, also ein nochmals verbessertes Steuern der Warenbahn.
  • Es würde in diesem Falle also zusätzlich zur Bohrung 60 eine entsprechend versetzte Bohrung oder Leitung aus dem Raum 29 in den Raum 52 vorzusehen sein, wobei die der Steuerscheibe 32 od. dgl. benachbarten Mündungen der beiden Bohrungen (der Bohrung 60 und der zusätzlichen Bohrung) nahe beieinanderliegen könnten, so daß der Winkel a nur ganz klein gewählt zu werden brauchte; der Schlitz 44 wäre also in diesem Falle durch eine der Bohrung 42 ähnliche oder gleiche und benachbarte, vorteilhaft parallele zweite Bohrung zu ersetzen, wobei diese zweite Bohrung dann mit der genannten zusätzlichen Bohrung, also der Zuleitung zum Raum 52 korrespondieren würde. In diesem Falle würden für die Räume 61 und 52 Auslaßsteuerungen zum Entlüften vorzusehen sein, die aber in ganz analoger Weise durch die Steuerscheibe 32 besorgt werden könnten. Es müßten also an anderen Stellen der Steuerscheibe 32 zwei Entlüftungsbohrungen vorgesehen sein, die mit Entlüftungsleitungen, die von den Räumen 61 und 52 kommen, in entsprechenderWeise in Deckung gebracht würden; bei Preßluftzuführung zum Raum 61 würde beispielsweise gleichzeitig die Entlüftung des Raumes 52 in Wirkung gesetzt werden müssen, und umgekehrt.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Warenbahnführer für laufende Warenbahnen von empfindlicher Qualität an bzw. in Textilmaschinen, wobei nach Maßgabe der verlaufenden Warenbahnkante über ein von dieser über mechanische Abtastung beeinflußtes Steuerglied die eine der beiden Walzen eines zur Warenbahnlaufrichtung schräggestellten Walzenpaars von der anderen Walze abgehoben bzw. an diese andere Walze angedrückt wird, wobei der entsprechende Warenbahnrandbereich zwischen den genannten beiden Walzen durchläuft, wobei das Abheben bzw. Andrücken der einen Walze durch pneumatische Kräfte erfolgt, die vom Abtastorgan gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer an sich bekannten Steuerrolle (11) mit Mitteln zur Aufnahme und Dbertragung eines begrenzten Drehmomentes als abtastendes Organ mit der Steuerrolle (11) ein zur Steuerung der Zufuhr von Druckluft zu dem die Walze (3) abhebenden und andrückenden pneumatischen Arbeitsorgan (46) dienendes leichtgängiges Steuerorgan (32) verbunden ist, das von der Steuerrolle (11) gegen die Kraft einer Feder (35) verdrehbar ist.
  2. 2. Warenbahnführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan eine begrenzt drehbare Steuerscheibe (32) ist, die über eine Verzahnung (30, 31) von der Welle (15) aus angetrieben ist, wobei auf dieser Welle (15) die Rutschkupplung (19, 22) und die Steuerrolle (11) sitzen.
  3. 3. Warenbahnführer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (32) und die Welle (15) in reibungsarmen Lagern gehaltert sind.
  4. 4. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche wesentlichen Organe, wie insbesondere das krafterzeugende Organ (46), das Steuerorgan (32) und die Steuerrolle (11) nebst zugehörigen Teilen, in bzw. an einem mehrteiligen Gesamtgehäuse angeordnet sind, das auf der Grundplatte (1), auf deren Unterfläche die Warenbahn läuft, befestigt ist, wobei für den Durchtritt der Steuerrolle (11) ein entsprechendes Fenster (10) in der Grundplatte (1) vorgesehen ist.
  5. 5. Warenbahnführer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das mehrteilige Gehäuse aus einem Gehäuse (12), einem Gehäusestück (45) und einem Gegenstück (48) besteht, wobei die Steuerscheibe (32) in einem zwischen dem Gehäuse (12) und dem Gehäusestück (45) bestehenden Hohlraum (29) mit waagerechter Drehachse angeordnet ist, während der Membrankolben (46) mit senkrechter Richtung der Kolbenstange (47) in einem im Zylinderraum des Membrankolbens (46) befindlichen Hohlraum zwischen Gehäusestück (45) und Gegenstück (48) angeordnet ist.
  6. 6. Warenbahnführer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Zylinderraum (61) des Membrankolbens (46) mit einer in den benachbarten Flankenbereich der Steuerscheibe (32) führenden Bohrung (60) versehen ist.
  7. 7. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (12) auf der dem krafterzeugenden Organ abgewandten Flankenseite der Steuerscheibe (32) eine Preßluftspeisebohrung (58) angeordnet ist, die im Bereiche der Steuerscheibe (32) mit der Bohrung (60) korrespondiert, und daß ferner der Innenraum (29) über eine oder mehrere Entlüftungsöffnungen (62) mit dem Außenraum verbunden ist. B.
  8. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (32) eine etwa drehachsparallele Bohrung (42) besitzt, die in der einen Endlage der Steuerscheibe eine Verbindung zwischen den Bohrungen (58, 60) herstellt, und daß die Steuerscheibe (32) ferner eine Ausnehmung (44) besitzt, die in der anderen Endstellung der Steuerscheibe (32) eine Verbindung der Bohrung (60) mit dem Raum (29) bewirkt, so daß eine Entlüftung über die Öffnung (62) stattfindet.
  9. 9. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (32) einen Ausschnitt (38) trägt, dessen Flanken (39, 40) als Anschlagflächen ausgebildet sind, und zwar für einen am Gehäuse (12) festen Bolzen (37) od. dgl., wobei die Steuerscheibe (32) selbst ebenfalls einen Bolzen (36) besitzt, wobei zwischen den beiden Bolzen (36, 37) die Rückholfeder (35) eingehängt ist.
  10. 10. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß die Rückholkraft der Rückholfeder (35) so bemessen ist, daß sie zur lrberwindung der geringen, beispielsweise durch Lagerung der beweglichen Teile verursachten Reibungskräfte ausreicht, jedoch geringer ist als die von der Rutschkupplung (19, 22) übertragene Kraft.
  11. 11. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (32) mit Spitzenlagerung versehen ist.
  12. 12. Warenbahnführer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und ff., dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (52) eine nach außen führende dauernd offene Entlüftungsleitung besitzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 939145, 916 707, 862 592, 646 672, 605 095, 522 779, 290 169, 230 992; deutsche Auslegeschrift Nr. 1008106; USA.-Patentschrift Nr. 2 252 832.
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