DE2238064A1 - Durch exzenter betaetigte anstellvorrichtung fuer ein durch balken abgestuetztes walzwerk - Google Patents
Durch exzenter betaetigte anstellvorrichtung fuer ein durch balken abgestuetztes walzwerkInfo
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Description
Durch Exzenter betätigte Anstellvorrichtung für ein durch Balken abgestütztes Walzwerk
Bei durch Balken abgestützten Walzwerken, wie sie in den US-Patentschriften 2 479 974 und 3 147 648 beschrieben
sind, erfolgt das Anstellen durch die Veränderung der Winkelstellung von Exzenterwellen, die die abstützenden
Lagerwalzen zwischen im Abstand befindlichen Exzentern tragen. Eine Veränderung der Winkelstellung der Exzenterwellen
erzeugt eine Parallelverschiebung der Arbeitswalze in eine Richtung rechtwinklig zu ihrer Achse. Um
eine Abweichung von der Parallelität zu erzielen, d. h., um das Walzenprofil zu verändern, ist jeder der Exzenter
mit einer exzentrischen Lagerbuchse versehen, und die Winkelstellung jeder der Lagerbuchsen wird individuell
eingestellt. Notwendigerweise sind diese im Abstand befindlichen Exzenter sehr klein und sie reichen gerade für
den Anstellbereich aus. Daher müssen die die Anstellung bewirkenden Mittel zur Verringerung einer Verdrehung an
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federn Ende der Exzenterwellen vorgesehen sein. Da jedoch kleine Exzenter im wesentlichen selbsthemmend
sind, können sie nicht zur Regelung des auf jeden Exzenter ausgeübten Walzdruckes verwendet
werden, wenn sie auch genau die Stellung der Walze einstellen.
Durch die Erfindung ist eine Vorrichtung zur genauen Einstellung des durch jeden Exzenter über die benachbarten
Lagerwalzen auf die Arbeitswalze ausgeübten Druckes geschaffen und diese Vorrichtung stellt
den Walzdruck in Abständen quer über die gesamte Breite des Walzgutes ein.
Dabei ist eine die Exzenter tragende Welle vorhanden
und jeder Exzenter arbeitet mit äußeren Mitteln zusammen, die auf den Exzenter ein Drehmoment ausüben
und/oder den Exzenter drehen. Auf diese Weise wird eine Verdrehung der Welle vermieden, wodurch die Exzenter
eine viel größere Exzentrizität haben können. Wenn dies mit der Verwendung von reibungsvermindernden
Lagern kombiniert ist, befinden sich die Exzenter weit außerhalb des selbsthemmenden Bereichs.
Weiterhin ergibt die Winkelverstellung dieser Exzenter eine Walzenversteilung,d.h. einen Anstellbereich,
der um ein Vielfaches größer ist, als er in Walzwerken bisher erreichbar war, so daß das Walzwerk der
Erfindung in Fällen verwendbar ist, die bisher außerhalb des Anwendungsbereiches der Walzwerke mit kleinen
Exzentern lagen, wie dies anschließend näher beschrieben ist.
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Die Zeichnung zeigt Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung,
und zwar sind:
Pig. 1 ein Ausschnitt einer Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel, wobei Teile längs
der Linie a - a in Fig. 2 im Schnitt dargestellt sind, .
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt längs der Linie
b - b in Fig. 1,
Pig. 3 eine Darstellung ähnlich der der Pig. 1, bei der in der linken Hälfte ein zweites
und in der rechten Hälfte ein drittes Ausführungsbeispiel dargestellt sind,
Pig. 4 ein senkrechter Schnitt durch das zweite
und dritte Ausführungsbeispiel der Pig. 3,
Pig. 5 eine schematische Seitenansicht eines
Walzwerkes, bei dem die Erfindung zur Anwendung kommt und
Pig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Mittelteiles der Fig. 5 mit einer abgewandelten
Ausführung.
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Gemäß Fig. 1 und 2 hat das Walzwerk durch einen starren Balken 2 des Walzwerkgehäuses abgestützte
und quer über die Breite des Walzgutes im gleichen Abstand befindliche Sättel 1. Jeder Sattel 1 hat
zwei Öffnungen zur Aufnahme der Exzenter 3, 3' mit ihren Lagern, beispielsweise Nadellagern 4, 4'.
Die Exzenter 3, 3' tragen ihrerseits Wellen 5» 5'»
auf denen Lagerwalzen 6, 61 ruhen. Die Lagerwalzen
sind auf den Wellen in den Zwischenräumen zwischen benachbarten Exzentern angebracht. Die Lagerwalzen
6, 61 nehmen gemeinsam eine Komponente des Walzdruckes
auf, der durch die Arbeitswalze 7 längs ihrer gemeinsamen Erzeugenden ausgeübt wird.
Die weitere Beschreibung des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispieles der Erfindung
erfolgt für die Teile 3f, 41, 5' und 6·, und diese
Beschreibung gilt auch für die Teile 3f 4, 5 und 6.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß Abschnitte der Exzenter 3f über den Durchmesser der Lagerwalzen 6' vorstehen.
An diesen vorstehenden Abschnitten sind Zahnradsegmente 8' befestigt. Diese Zahnradsegmente können durch
Schrauben, Bolzen oder ähnliche Mittel befestigt sein und sie stehen mit gebogenen Keilnuten 91 in Eingriff,
die sich in den vorstehenden Abschnitten der Exzenter 3' befinden. Eine Welle 11' trägt darauf verkeilte
Ritzel 10', die mit den entsprechenden Zahnradsegmenten 8' kämmen. Die Welle 11' ist mit Lagern 12'
in einem Sattel oder einer Verlängerung 1'' angeordnet
sowie mit einer Betätigungsvorrichtung, beispielsweise
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einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung 13', gekuppelt.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß eine durch die Betätigungsvorrichtung 131 ausgeführte
Veränderung der Winkelstellung der Welle 11' eine
Veränderung des Walzspaltes, d. h.der Anstellung, verursacht, die über die Breite des Walzgutes parallel
ist, da alle Exzenter 31 gleich sind.
Während des Walzens muß der Walzdruck, d. h. die Walztrennkraft, durch das Drehmoment der Betätigungsvorrichtung
13' ausgeglichen werden, das über die Ritzel 10', die Zahnradsegmente 8', die Exzenter 3',
die Lagerwalzen 6' und die Wellen 5'wirkt. Wie dies
bereits oben erwähnt ist, arbeiten entsprechende.Teile
über die Teile 3, 4, 5 und 6, Um die Verteilung dieses
Drehmoments über die verschiedenen Exzenter 31
und somit die Verteilung des Walzdruckes über die Breite des,Walzgutes zu regulieren, ist die axiale
Stellung je.des Ritzels 10' einstellbar. Dies kann
durch Muttern 14' erfolgen, die auf Naben der Ritzel
10' aufgeschraubt sind. Auf den Außenumfängen der
Muttern 14' befinden sich Schneckenzahnradzähne,
die mit Schnecken 15' in Eingriff stehen, die ihrerseits durch G-etriebemotore 16' oder dergleichen gedreht
werden. Da die Zähne-auf den Zahnradsegmenten
81 und den Ritzeln 10' schraubenförmig sind, hat eine
Axialverschiebung eines Ritzels 10' einen Einfluß auf den Lastanteil, den es von dem durch die Betätigungs-
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vorrichtung 13' ausgeübten Drehmoment aufnimmt. Die
Getriebemotore 16' können durch Signale von die Bandauswalzung überwachenden Instrumenten für die
automatische Herstellung von ebenen Bändern gesteuert werden, wie dies nachfolgend beschrieben
werden wird. In dem Hydrauliksystem der Betätigungsvorrichtung ist vorzugsweise ein nicht dargestelltes
Entlastungsventil vorgesehen, so daß im Fall einer Walzdrucksteigerung, beispielsweise während eines
Walzfehlers, die Betätigungsvorrichtungen zur Verhinderung einer Beschädigung der Walzwerkteile sich
im umgekehrten Sinne drehen können.
Weitere Vorteile der bekannten Konstruktionen, wie sie in den US-Patentschriften 2 479 974 und 3 147
beschrieben sind, liegen in der vergrößerten Stabilität und Festigkeit der Anstellelemente. Die in diesen
Patentschriften gezeigten Exzenterwellen zum Anstellen sind im Durchmesser durch den Innendurchmesser der
Lagerwalzen begrenzt und es ist daher erforderlich, zur Vermeidung einer exzentrischen Verdrehung das
Drehmoment auf beide Enden der Exzenterwellen zu übertragen.
Obwohl die Betätigungswelle 11· der Erfindung die
gleiche Aufgabe erfüllt, unterliegt sie im Gegensatz zu dem Vorgenannten keiner derartigen Beschränkung
bezüglich ihres Durchmessers. Die Welle kann so schwer ausgeführt werden, daß selbst bei dem Übertragen des
Drehmomentes nur auf ein Wellenende die Verdrehung vernachlässigbar ist.
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Die räumliche Beschränkung bei der bekannten Konstruktion ist dann noch kritischer, wenn für die
Wellen Elemente zur Regelung der Walzendurchbiegung vorhanden sind. Diese Elemente sind dünne exzentrische
Ringe, die die Anstellexzenter umgeben und die zur Reibungsverringerung innen und außen Nadellager haben.
Sie sind dem gleichen Walzdruck ausgesetzt wie die Anstellexzenter und sie müssen daher aus wärmebehandeltem
und geschliffenem. Legierungstahl hergestellt werden. Dies erhöht natürlich ihre Kosten.
Zum Unterschied dazu erfordert die Regelung der Walzendurchbiegung bei der Erfindung keine getrennten
Elemente, da die Anstellelemente zu beiden Zwecken verwendet werden. Diese Teile sind kräftig ausgeführt
und sie können aus gewöhnlichem Maschinenbaustahl bestehen. Sie unterliegen nicht dem Walzdruck.
Die Fig. 3 und 4 unterscheiden sich nur in der Betätigung der Exzenter 3 und -3' voneinander. In dem Pail
von Walzwerken, bei denen die Lagerwalzen 6 nicht höchsten Beanspruchungen standzuhalten brauchen, so
daß ein größerer Raum zwischen den Lagerwalzen zur Verfügung steht, können der Sattel 1 und der Exzenter
breiter ausgeführt v/erden,und das Zahnradsegment 8 kann an dem Exzenter 3 in einem flachen Schlitz 17 befestigt
werden; der sich in dem Exzenter befindet. Die Teile können durch Paßstifte, Schrauben oder" dergleichen,
wie dies bei 18 gezeigt ist, miteinander verbunden sein. Das Zahnradsegment 8 steht aus einem in dem
Sattel 1 befindlichen Schlitz 20 vor und das Segment
reicht bis in eine Stellung, in der es mit einem Ritzel
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10 kämmt, wie dies oben "beschrieben ist. Diese Ausführung
ermöglicht es, den Zahndruck in der Symmetrieebene des Exzenters 3 wirksam werden zu lassen.
Die in den Fig. 3 und 4 auf der rechten Seite gezeigte Ausführung unterscheidet sich von der der linken
Seite dadurch, daß der Sattel 11 offen ist. Das bedeutet,
daß kein rund um den Exzenter 3' geschlossenes Lager vorhanden ist. Somit ist der freiliegende Teil
des Exzenters 31 zugänglich und es kann an ihm mit
Schrauben 22 ein Arm 21 angebracht werden. Der Arm 21 kann an einer Kolbenstange 24 eines hin- und hergehenden,
durch ein fließfähiges Medium betätigten Zylinder 23 angelenkt sein. Dies ist natürlich so zu
verstehen, daß jeder der Exzenter 3f mit dem vorstehend
beschriebenen Betätigungsmechanismus versehen 1st. Bei den offenen Sätteln gemäß der rechten Hälfte
der Fig. 3 und 4 unterliegt der Sattel durch die waagerechte Komponente des Walzdruckes einem Biegemoment,
Um diesem Biegemoment entgegenzuwirken, ist die Basis des Sattels an der Stelle, wo sie den Balken 2 des Gehäuses
berührt, bis zu einer Stelle a verlängert, die von dem Exzenter weiter weg liegt.
Zum öffnen oder .Schließen des Walzspaltes kann in alle
Zylinder 23, die mit den Exzentern 31 der Welle 5' verbunden
sind, gleichzeitig ein fließfähiges Medium eingelassen bzw. aus diesen abgelassen werden. Hierzu ist
für jeden Zylinder 23 ein Dreiwegehahn 25 vorhanden. Dieser Dreiwegehahn ist mit einer Pumpe oder einer
Quelle S für ein unter Druck stehendes fließfähiges Medium, einem Sumpf W und einem individuellen Druck-
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steuergerät, beispielsweise einem kleinen Druckspeicher 26, verbunden, der über ein Ventil 25' sowohl an die
Quelle. S als auch an den Sumpf W angeschlossen ist. Die einzelnen Hähne 25 für die verschiedenen Zylinder
25 können in einer einzigen Reihe angeordnet und durch eine Welle 35 verbunden sein, so daß sie alle gemeinsam
betätigt werden können. In der vorerwähn'ten
dritten Stellung wird der Druck für jeden Zylinder individuell und unabhängig von den anderen Zylindern
gesteuert.
In der ersten Stellung des Dreiwegehahns, in der ein Schließen des Walzspaltes erfolgt, drückt die Arbeitswalze
7 über das zwischen den Arbeitswalzen befindliche Walzgut gegen die mit ihr zusammenarbeitende
Arbeitswalze. Diese gegenüberliegende Arbeitswalze erfordert keine Einstellung, so daß alle Exzenter auf
ihrer Welle 5 weggelassen werden können. Zum Öffnen des Walzspaltes in der zweiten Stellung des Dreiwegehahns
25 können in den Zylindern 23 Hubbegrenzer vorgesehen
sein.
Gemäß der vorstehenden Beschreibung liegt ein großer Vorteil des beschriebenen Mechanismusses darin, daß
die Verwendung großer Exzenter möglich ist, so daß die Exzenter weit außerhalb des selbsthemmenden Bereiches arbeiten, wenn sie in reibungsvermindernden Lagern
montiert sind. Wenn auf einen Exzenter ein Drehmoment übertragen wird, wird durch die benachbarten lagerwalzen
auf die Arbeitswalze 7 eine bestimmte Kraft ausgeübt. Diese Kraft ist eine Punktion der Größe des
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Drehmoments und der Winkelstellung des Exzenters. Angenommen diese Kraft ist so groß, daß sie die
gewünschte Querschnittsreduzierung des Walzgutes erzeugt, so läßt der Exzenter eine Vergrößerung
des Walzspaltes bei im wesentlichen gleichem Walzdruck zu, wenn sich die Eintrittsstärke des Walzgutes
ändert, z. B. größer wird. Dieses Merkmal ist von ganz besonderer Bedeutung bei Walzwerken für
das Nachwalzen oder Dressieren, wo eine vorbestimmte, gewöhnlich geringe prozentuale Streckung zur Erzeugung
eines Walzgutes, beispielsweise eines Stahlbandes, mit den erforderlichen physikalischen Eigenschaften genau
eingehalten werden muß. Falls der Walzspalt sich unter den oben beschriebenen Umständen nicht verändert,
so würde sich die prozentuale Streckung mit dem Ergebnis erhöhen, daß das Stahlband härter und weniger
verformbar würde.
Ein solches Walzwerk zum Nachwalzen wird beispielsweise in einer kontinuierlichen Blankglühstraße verwendet.
Pig. 5 ist eine schematische Darstellung eines derartigen Walzwerkes. Das geglühte und abgekühlte Band
27 wird nacheinander durch zwei Spannvorrichtungen geführt, zwischen denen sich das Walzwerk zum Nachwalzen
befindet. Während das Band 27 durch die Walzstrecke mit einer bestimmten Spannung hindurchgefuhrt
wird, wird die Spannung zum Nachwalzen wesentlich vergrößert und sie erreicht gewöhnlich -Werte, die in
einem Drittel des Elastizitätsbereiches des Bandes liegen.
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Gemäß Fig. 5 besteht jede Spannvorrichtung aus Rollen 28, 28f, um die das Band geht und aus zwei Umlenkrollen
29, 29' sowie in einigen Fällen aus Druckwalzenketten
30, 30' um jede Spannrolle, so daß bei ausreichend hoher Anfangsspannung der Umschließungswinkel um die Spannrolle und der.Reibungskoeffizient
einen nicht rutschenden Eontakt sicherstellen.Die Spannrollen 28 und 28' sind vorzugsweise über ein
Getriebe miteinander gekuppelt und sie werden von einem gemeinsamen Antrieb angetrieben, so daß bei
einem sich von links nach rechts bewegenden Band die Rolle 28' antreibt und die Rolle 28 angetrieben
wird, während der Unterschied der Umfangsgeschwindigkeit der beiden Rollen durch die gewünschte prozentuale
Streckung des Bandes 27 ausgeglichen wird.· Zur Einstellung der prozentualen Streckung können bekannte
Ausgleichsantriebe, wie sie beispielsweise in der US-Patentschrift 2 194 212 beschrieben sind, üblicherweise
ohne Gefährdung der Genauigkeit verwendet werden.
Es sei bemerkt, daß der richtige Walzdruck ein Druck ist, bei dem die Spannung des Bandes 27- die gewünschte
Größe, vorzugsweise einen Wert in der Größenordnung eines Drittels des Elastizitätsbereiches, hat. Falls
die Spannung abfällt, kann dies durch eine Senkung des Walzdruckes korrigiert werden. Falls keine Korrektur
erfolgt, ist es schwierig, ein ebenes Band herzustellen. Falls die Spannung zu hoch ist, könnte das Band 27
an Stellen außerhalb des Walzspaltes ungleichmäßig gestreckt werden, wodurch das Band für viele Zwecke
unbrauchbar wird..
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Bei dem in Fig. 5 gezeigten Walzwerk können diese Bedingungen an allen Stellen quer über die Breite
des Bandes,und zwar automatisch, leicht erfüllt werden, so daß man ein Band erhält, das nicht
nur genau nachgewalzt oder dressiert ist, sondern das auch vollständig eben ist. Zu diesem Zweck
sind an Stellen quer über dem Band Spannungsanzeigegeräte vorgesehen, die den Stellen der Exzenter 3'
entsprechen. Diese Meßgeräte 31 können an dem Band auf einem starren Balken 32 parallel zur Bandbreite
angebracht sein. Das Band wird dann einem geringen, jedoch gleichförmigen Druck, beispielsweise einem
statischen Luftdruck ausgesetzt. Dieser Druck kann in einem Trog 33 erzeugt werden, der sich quer über
das ganze Band erstreckt und von dem Band einen geringen Abstand hat, um möglichst wenig Druckluft
abströmen zu lassen, die durch eine Leitung 34 von einem Gebläse oder dergleichen in den Trog 33 geliefert
wird. Je höher nun die Spannung in einem bestimmten Abschnitt des Bandes ist, desto geringer
wird das Band zu dem Meßgerät 31 hin ausgelenkt. Die Anzeigen der Meßgeräte 31 können als Signale
auf das Drucksteuergerät jedes Zylinders 23 übertragen werden, um die gleichmäßige Spannung quer über
das Band 27 wiederherzustellen. Dies stellt eine genaue Bandauswalzung sicher und es regelt gleichzeitig
zur Einhaltung genauer Walzbedingungen einschließlich der genauen Spannung den ausgeübten
Gesamtdruck.
Ein weiterer, vollständig anderer Vorteil der Erfindung bei der Anwendung für Nachwalz- und Bearbeitungsstraßen
ist die Möglichkeit,statt einem Arbeitswalzenpaar
zwei Arbeitswalzenpaare vorzusehen.
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Dabei ist nur eins der Arbeitswalzenpaare in einem Walzeingriff mit dem Band, während das andere Arbeitswalzenpaar
zurückgezogen und zur Verhinderung einer Berührung, selbst bei welligen Stellen in
dem Band, von dem Band weit genug entfernt gehalten ist. Die Nachwalzstraßen werden ohne Unterbrechung
über Wochen in Betrieb gehalten und irgend ein Anhalten zum Walzenweehsel ist nicht zulässig, um
das thermische Gleichgewicht des Wärmebehandlungsteiles der Bearbeitungsstraße nicht zu stören. Eine
derartige Störung des thermischen Gleichgewichts würde teuren Ausschuß ergeben. Gemäß der Erfindung
erfordert das Zurückziehen des einen und das Einschalten des anderen Arbeitswalzenpaares nur eine
Drehung der Exzenter, wofür nur ein Bruchteil einer Sekunde benötigt wird. Mg. 5 zeigt das linke Arbeitswalzenpaar
7 in Eingriff und das rechte Paar 7' außer Eingriff. Daher sind die Exzenter 5 der linken Exzenterwellen5
gegen ihre zugehörigen Arbeitswalzen 7 hin gerichtet, während die Exzenter 5' der rechten Exzenterwellen
5' von ihren Arbeitswalzen 7! weg gerichtet
sind. Die mittlere Welle 5t! hat keine Exzenter und
ihre lagerwalzen 6 drehen sich um feste Zentren»
Wenn die Walzenanstellung noch weiter vergrößert werden
soll, kann zu diesem Zweck auch die mittlere Welle 51' betätigt werden. Gemäß Pig. 6 können Exzenter auf der
mittleren Welle 5'' aufgekeilt sein und .an einem Ende
der Welle greift ein Antrieb zur Drehung der Welle in eine von zwei Stellungen an. In Fig. 6 ist die
Welle 511 nach links gedreht gezeigt, um die Arbeitswalze 7 in Eingriff zu bringen,, während die Arbeits-
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-H-
walze 71 außer Eingriff ist. Bei nach rechts gedrehter
Welle 5" ist die Arbeitswalze 7 außer Eingriff und die Arbeitswalze 7' steht in einem Walzeingriff.
In der Ausführungsform der Fig. 6 liegen die Achsen der Arbeitswalze 7, der Lagerwalzen und der Exzenter
alle in derselben Ebene. Diese aufgekeilten Exzenter können relativ groß sein, um eine große Walzenanstellung
zu erzielen, da in jeder der beiden Arbeitsstellungen der Walzdruck direkt durch die Mitte der
Exzenter geht, so daß die Exzenter und die Welle 5 keinem Drehmoment ausgesetzt sind.
Patentansprüche
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Claims (1)
- PatentansprücheDurch Exzenter betätigte Anstellvorrichtung für ein durch Balken abgestütztes Walzwerk zum Walzen flachen Walzgutes, dessen Arbeitswalzen durch Lagerwalzen abgestützt sind, die auf Exzentern angebracht sind, welche sich ihrerseits auf Wellen befinden, die in zwischen benachbarten Lagerwalzen Torgesehenen Sätteln gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter mit über den Umfang der Lagerwalzen hinausragenden Hebeln versehen sind, die ihrerseits, jeweils einzeln für sich mit Antrieben für die Walzenanstellung in Verbindung stehen.Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Exzenter so über den Umfang der Lagerwalzen hinauserstrecken, daß zur Befestigung der Hebel ein gebogenes Segment bei jedem Exzenter freiliegt.Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Exzentern Schlitze vorgesehen sind, in denen die Hebel befestigt sind, und daß sich in den Sätteln Schlitze befinden, durch die die Hebel vorstehen und über ihren Anstellbereich hin- und hergehen.«409808/00664. Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sättel offen sind, um Abschnitte der Exzenter zur Befestigung der Hebel an den Exzentern frei zu lassen.5. Anstellvorrichtung nach Anspruch 4f dadurch gekennzeichnet, daß sich die Basen der offenen Sättel zur Vergrößerung der Biegesteifigkeit der Sättel über die Exzenter hinauserstrecken.6. Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel mit Zahnradzähnen versehen sind und daß die Betätigungsvorrichtungen zum Anstellen Zahnradzähne haben, die mit den Zähnen auf den Hebeln kämmen«Anstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Welle außerhalb des Umfanges der Lagerwalzen eine Betätigungswelle angebracht ist, daß die Betätigungswelle mehrere darauf aufgekeilte Ritzel trägt und daß die Ritzel jeweils mit den Zähnen auf den Hebeln kämmen, wodurch eine Veränderung der Winkelstellung der Betätigungswelle eine gleichzeitige Betätigung aller Exzenter zur Erzeugung einer Parallelbewegung der Lagerwalzen ergibt.8. Anstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne auf den Hebeln und409808/00662238Q64den Ritzeln schraubenförmig sind und daß Mittel vorhanden sind, um die axiale Stellung der Ritzel auf der Betätigungswelle einzustellen, um so die Verteilung des Zahndruckes zwischen den. einzelnen Hebeln der Lagerwalzen zu regeln.9. Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtungen zum Anstellen der Walzen linear arbeitende Betätigungsvorrichtungen sind.10. Anstellvorrichtung naoh Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die linear arbeitenden Betätigungsvorrichtungen Zylinder für ein fließfähiges Medium mit Arbeitskolben sind.11. Anstellvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Zylinder ein Regelkreis für ein fließfähiges Medium vorhanden ist, daß der Regelkreis eine Quelle eines unter Druck stehenden fließfähigen Mediums, einen Sumpf und eine individuelle Drucksteuerung für jeden Zylinder hat, daß für jeden Zylinder ein Yentil vorhanden ist und daß alle Ventile für eine gleichzeitige Betätigunga) für einen Einlaß des fließfähigen Mediums von der Quelle,b) für ein Abströmen des fließfähigen Mediums4 09808/0068" 18 " 223806Azu dem Sumpf oderc) zum Schließen beider Anschlüsse und zum öffnen einer Verbindung mit den individuellen Drucket euerungen, miteinander verbunden sind.12. Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Arbeitswalzenpaare und drei Lagerwalzenpaare vorhanden sind, daß das mittlere Lagerwalzenpaar keine Exzenter hat und daß nur die beiden äußeren Lagerwalzenpaare mit den Regelvorrichtungen zum Anstellen verbunden sind.13. Anstellvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Lagerwalze des mittleren Lagerwalzenpaares Exzenter trägt und daß die Exzenter mit einer Betätigungsvorrichtung verbunden sind, um die Lagerwalzen aus einer Stellung, in der die Achsen der Lagerwalzen, der Wellen und der Exzenter sowie die Achse einer der Arbeitswalzen in der selben Ebene liegen, in eine bezogen auf die andere Arbeitswalze symmetrische Stellung zu verschieben, wodurch ein Arbeitswalzenpaar in Eingriff und das andere Arbeitswalzenpaar außer Eingriff gebracht werden.14. Anstellvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Auslenken eines aus-409808/0066tretenden, gespannten Bandes in eine Richtung rechtwinklig zur Bandebene und durch Meßgeräte, die gegenüber jedem der Exzenter angeordnet sind, um die Auslenkung des Bandes an dieser Stelle zu messen, wobei die Signale der Meßgeräte dazu dienen, die einzelnen Exzenterregelvorrichtungen zur Erzeugung eines Bandes, in dem die Spannung auf der ganzen Breite gleich ist, zu betätigen.15. Anstellvorrichtung nach Anspruch Η» dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Auslenken aus einem einer Seite des Bandes dicht benachbart angeordneten Trog und aus Mitteln zu-* Aufrechterhaltung eines Atmosphärenüberdruckes in dem Trog besteht und daß die Meßgeräte auf der dem Trog entgegengesetzten Seite des Bandes angeordnet sind.A09808/0066
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