DE1116870B - Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Vakuum - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in VakuumInfo
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- DE1116870B DE1116870B DEG17441A DEG0017441A DE1116870B DE 1116870 B DE1116870 B DE 1116870B DE G17441 A DEG17441 A DE G17441A DE G0017441 A DEG0017441 A DE G0017441A DE 1116870 B DE1116870 B DE 1116870B
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/06—Vacuum casting, i.e. making use of vacuum to fill the mould
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Description
Bei den Verfahren zum Gießen großer Mengen geschmolzener Metalle, vorzugsweise Stahl, in einen
Unterdruckraum hinein, besteht bekanntlich die Möglichkeit, die zum Transport des Stahles benutzte Gießpfanne
unmittelbar unter Abdichtung auf den Deckel des Unterdruckraumes aufzusetzen und nach Evakuierung
dieses Unterdruckraumes mit dem Gießen zu beginnen, so daß der Stahl auf dem Wege durch die
im Deckel befindliche Öffnung zur im Unterdruckraum aufgestellten Gießpfanne oder Gießform entgast
wird.
Es ist auch bereits bekannt, den Unterdruckraum vor dem Aufsetzen der Gießpfanne durch eine sogenannte
Membran, z. B. aus Aluminium, abzudichten, um in dem verhältnismäßig großen Unterdruckraum
schon vor dem Aufsetzen der Pfanne hohen Unterdruck erzeugen zu können. Nachdem dann die
Abdichtungsarbeiten vollendet sind und der Pfannenausguß geöffnet wird, bewirkt das auf die Membran:
auftreffende schmelzflüssige Gut, daß die Membran durchschmilzt und den Weg für den Gießstrahl freigibt.
Die vorliegende Erfindung schlägt nun vor, zwischen dem durch den Deckel des Vakuumraumes einschließlich
der Membran und der darauf direkt aufgesetzten gefüllten Transportpfanne gebildeten Raum
vor Beginn des Gießens mit dem bereits evakuierten Vakuumraum einen Druckausgleich herzustellen, um
ein Springen der Transportpfanne beim Angießen zu verhindern. Dieses überraschende Verhalten der
Transportpfanne, sich im Augenblick des Gießbeginns stoßartig nach oben anzuheben, ist offenbar darauf
zurückzuführen, daß trotz der sehr dünnen Bemessung der Membran — z. B. 1,5 mm bei Aluminiumblech
— das Durchschmelzen der Membran sich noch so weit verzögert, daß die im genannten Raum eingeschlossene
Luft infolge ihrer Ausdehnung unter Einwirkung des schmelzflüssigen Stahles einen erheblichen
Stoß auf die aufgesetzte Pfanne ausübt. Selbst Pfannen mit 1001 Gewicht werden dabei angehoben.
Dadurch ist aber bei gefüllten Pfannen die Gefahr gegeben, daß schmelzflüssiger Stahl herausspritzt,
andererseits ist auch der Deckel durch die auftretenden Stöße gefährdet. Durch die vorliegende Erfindung
werden diese Gefahren für das Verfahren und das Bedienungspersonal beseitigt.
Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist in dem Deckel, welcher den Unterdruckraum
nach oben abschließt, eine abschließbare Druckausgleichsleitung angeordnet. Die Druckausgleichsleitung ist mit einem Absperrorgan, ζ. Β. einem Ventil
versehen, das durch ein unter der Dichtung am Verfahren und Vorrichtung
zum Gießen in Vakuum
zum Gießen in Vakuum
Anmelder:
Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation
Aktiengesellschaft, Bochum
Aktiengesellschaft, Bochum
Dr.-Ing. Werner Coupette
und Dipl.-Ing. Adolf Sickbert,
und Dipl.-Ing. Adolf Sickbert,
Wattenscheid'-Bppendörfj
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Deckel durchgeführtes, dort aus dem Unterdruckraum
herausgeführtes Gestänge od. dgl. betätigt, d. h. geöffnet werden kann. Es kann stattdessen auch in den
genannten Raum oberhalb des Deckels eine Druckausgleichsleitung eingeführt sein, die unterhalb der
Dichtung zwischen aufgestellter Pfanne und Unterdruckraumdeckel verläuft, außerhalb der Dichtung
durch den Pfannendeckel hindurchgeführt ist und unter Zwischenschaltung eines Absperrorgans mit
dem anderen Ende in den Unterdruckraum hineinragt.
In der Zeichnung sind Beispiele für eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Der Unterdruckraum
1 ist mit dem Deckel 2 verschlossen. Der im Deckel befindliche Durchlaß 3 ist mit Hilfe einer
Membran 4, z. B. aus Aluminium, verschlossen. Auf dem Deckel befindet sich weiterhin eine ringförmige
Dichtung 5, in die der ringförmige Fuß 6 der Transportpfanne
7 eingreift. Es ist somit ein gasdichter Raum 8 zwischen dem Deckel 2, der Membran 4,
dem Ring 6 und dem Boden der Pfanne 7 entstanden. In diesem Raum 8 herrscht noch Atmosphärendruck,
während im Unterdruckraum 1 bereits Unterdruck herrscht. Nach Fig. 1 ist im Deckel 2 eine Druckausgleichsleitung
mit einem Absperrorgan 9, ζ. Β. Ventil, angeordnet, welches durch ein Gestänge 10 von
außerhalb betätigt werden kann. Wie Fig. 2 zeigt, kann die Druckausgleichsleitung zwischen dem Raum 8
und dem Unterdruckraum 1 teilweise auch außerhalb des Unterdruckraumes angeordnet sein. In diesem
Fall geht von dem Raum 8 zwischen Deckel 2 und dem Boden der Transportpfanne 7 eine Druckaus-
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gleichsleitung 11 aus, die die Dichtung 5 unterquert und außerhalb der Dichtung 5 wiederum den Pfannendeckel
2 durchdringt. Unter Zwischenschaltung des Absperrorgans 12 ist die Leitung 11 dann wiederum "
mit dem anderen Ende 13 durch den Pfannendeckel hindurch in den Unterdruckraum geführt.
Mit einer derartigen Vorrichtung kann wie folgt verfahren werden: Bevor die Transportpfanne 7 aufgesetzt
ist, kann bereits" mit der Evakuierung des Raumes 1 begonnen werden. Voraussetzung ist, daß das
Absperrorgan 9 bzw. 12 geschlossen ist. Nach Aufsetzen und Abdichten der Pfanne? 7;wirif das Absperrorgan
geöffnet und somit auch der Rauih 8 evakuiert. Zur Kontrolle des Vakuums in dem Raum 8 ist eine
Manometerleitung 14 in gleicher Art wie die Leitung 11 angeordnet. Das Manometer ist mit 15 bezeichnet.
Claims (5)
1. Verfahren zum Verhindern des Springens von Transportpfannen beim Gießen schmelzflüssiger
Metalle, insbesondere Stahl, in einen mit einem Deckel verschlossenen Vakuumraum, wobei
der Deckel des Vakuumraumes einen mit einer Membran verschlossenen Durchlaß und um den
Durchlaß herum eine Dichtung für einen ringförmigen Fuß der dort aufzusetzenden Transportpfanne
aufweist und wobei zunächst der Vakuumraum evakuiert und darauf die Transportpfanne
auf die Dichtung aufgesetzt wird, dadurch gekenn- zeichnet, daß vor Beginn des Gießens der gasdichte
Raum zwischen dem Deckel des Vakuumraumes und dem Pfannenboden mit dem bereits evakuierten Vakuumraum über eine druckausgleichende
Leitung in Verbindung gebracht wird. "
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine abschließbare Druckausgleichsleitung (9, 11) zwischen
dem Raum (8) und dem Unterdruckraum
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckausgleichsleitung (9)
im Deckel (2) angeordnet ist und das Absperrorgan durch ein Gestänge (10) von außerhalb betätigt
werden kann.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
vom Raum (8) ausgehende Druckausgleichsleitung, welche unterhalb der Dichtung (5) nach außen
geführt ist, dort ein Absperrorgan (12) besitzt und hinter dem Absperrorgan mit dem anderen Ende
durch den Deckel (2) in den Unterdruckraum (1) mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine von außen durch den
Deckel (2) unterhalb der Dichtung (5) in den Raum (8) eingeführte Manometerleitung (14) für
das außerhalb des Raumes (8) angebrachte Manometer (15).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 638 931;
Hoiland-Merten: »Handbuch der Vakuumtechnik«, 1953, S. 695.
Deutsche Patentschrift Nr. 638 931;
Hoiland-Merten: »Handbuch der Vakuumtechnik«, 1953, S. 695.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 738/353 10.61
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE548022D BE548022A (de) | 1955-06-22 | ||
| DEG17441A DE1116870B (de) | 1955-06-22 | 1955-06-22 | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Vakuum |
| CH340316D CH340316A (de) | 1955-06-22 | 1956-06-07 | Vorrichtung zum Giessen schmelzflüssiger Metalle, insbesondere von Stahl, in einen Unterdruckraum hinein und Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung |
| GB1863256A GB797973A (en) | 1955-06-22 | 1956-06-15 | Improvements in or relating to the casting of metal in vacua |
| FR1151679D FR1151679A (fr) | 1955-06-22 | 1956-06-18 | Dispositif et procédé de coulée sous le vide |
| DEB66465A DE1180489B (de) | 1955-06-22 | 1962-03-22 | Vorrichtung zum Giessen in Vakuum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG17441A DE1116870B (de) | 1955-06-22 | 1955-06-22 | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Vakuum |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1116870B true DE1116870B (de) | 1961-11-09 |
Family
ID=7120841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG17441A Pending DE1116870B (de) | 1955-06-22 | 1955-06-22 | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen in Vakuum |
Country Status (5)
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|---|---|
| BE (1) | BE548022A (de) |
| CH (1) | CH340316A (de) |
| DE (1) | DE1116870B (de) |
| FR (1) | FR1151679A (de) |
| GB (1) | GB797973A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018450A1 (de) * | 1979-04-25 | 1980-11-12 | Iwatani Sangyo Kabushiki Kaisha | Giessvorrichtung |
| DE10030874A1 (de) * | 2000-06-23 | 2002-01-10 | Mk Technology Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Vakuumgießen |
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| DE638931C (de) * | 1932-06-24 | 1936-11-25 | Theodor Strohmeier Dipl Ing | Vorrichtung zum Entgasen von Metall, insbesondere von Stahl |
-
0
- BE BE548022D patent/BE548022A/xx unknown
-
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- 1955-06-22 DE DEG17441A patent/DE1116870B/de active Pending
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1956
- 1956-06-07 CH CH340316D patent/CH340316A/de unknown
- 1956-06-15 GB GB1863256A patent/GB797973A/en not_active Expired
- 1956-06-18 FR FR1151679D patent/FR1151679A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1151679A (fr) | 1958-02-04 |
| GB797973A (en) | 1958-07-09 |
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