DE1116580B - Einrichtung zur Registrierung von Meldungen - Google Patents
Einrichtung zur Registrierung von MeldungenInfo
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Description
- Einrichtung zur Registrierung von Meldungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Registrierung von in einer Zentralstelle über Meldeleitungen als impulsweise Unterbrechung des Ruhestroms einlaufenden Meldungen, insbesondere Störungsmeldungen, die dort in eine gemeinsame Registriereinrichtung steuernden Meldeempfängern speicherbar sind. In der Regel arbeiten Einrichtungen dieser Art mit unter Ruhestrom stehenden Meldeleitungen, wobei die Meldung durch Unterbrechung dieses Ruhestromes ausgelöst wird.
- Da es sich bei den zu übertragenden Meldungen um die elektrische Darstellung binärer Zustandsformen handelt, werden als Meldungsempfänger vielfach elektromagnetische Relais benutzt, die auch dafür zu sorgen haben, daß etwa gleichzeitig einlaufende Meldungen in einer bestimmten Reihenfolge registriert werden.
- Es ist bereits bekannt, statt elektromagnetischer Relais Bauelemente zu wählen, die auf elektronischer Basis arbeiten. Dies bringt den Vorteil, daß die Abfragegeschwindigkeit für die einzelnen Meldestellen damit wesentlich vergrößert wird, da die Zeitkonstante elektronischer Relais im Vergleich zu elektromagnetischen Relais wesentlich höher ist. Bei einer Vielzahl von Meldestellen ist zwangsweise die Anzahl der Meldungsempfangsrelais relativ groß, so daß bei Verwendung elektronischer Relais durch das in der Regel geringere Einbauvolumen dieser Bauelemente sich auch platzmäßig Vorteile ergeben.
- Es ist bereits bekannt, statt elektromagnetischer Relais Magnetkernspeicher mit rechteckiger Hysteresisschleife des Magnetkerns zu verwenden. Dabei wählt man meist eine konstante Vormagnetisierung und die Signalgabe wird bei Koinzidenz der Impulse in je zwei Abfragewicklungen ausgelöst. In diesem Zusammenhang sind ferner Einrichtungen bekannt, welche die Magnetkerne nacheinander abtasten und dabei auf elektrischem Wege die Koinzidenz der Impulse in entsprechenden Abfrageleitungen feststellen.
- Die im Zusammenhang mit der Registrierung von Meldungen auftretenden Nachteile bei der Verwendung elektromagnetischer Relais können bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch vermieden werden, daß erfindungsgemäß als Meldungsempfänger jeder Meldeleitung ein an sich bekannter Magnetkern mit annähernd rechteckiger Hysteresisschleife zugeordnet ist, wobei über dessen eine Wicklung der Kern in bekannter Weise vormagnetisierbar ist und sich der Meldeimpuls durch Ruhestromunterbrechung als Wegfall der Vormagnetisierung auf den Kern einspeichert und über eine Induktionswicklung nur dann ein eine Registriereinrichtung steuernder Impuls erkennbar ist, wenn der Kern durch Fehlen der Vormagnetisierung unter dem Einfluß einer bekannten Abfrageeinrichtung in an sich ebenfalls bekannter Weise ummagnetisierbar ist.
- Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß der durch die Ummagnetisierung des Magnetkerns bewirkte Spannungsimpuls der Induktionswicklung die Abfrageeinrichtung vorübergehend stillsetzt. Dadurch ist es möglich, daß die Registriereinrichtung die durch die Abfrageeinrichtung festgelegte Meldestelle aufzeichnet. Zur Aufzeichnung dieser Meldestelle kann naturgemäß jede übliche auf Impulse ansprechende Registriervorrichtung benutzt werden. So ist es auch ohne weiteres möglich, einen Lochstreifen zur Aufzeichnung der Meldungen zu verwenden.
- Nach Beendigung des Meldeimpulses, was bei Vorliegen von Störungsmeldungen der Aufhebung der Störung entspricht, entsteht zwar durch das erneute Einsetzen der Vormagnetisierung beim Abfragen in der Induktionswicklung ebenfalls ein Impuls, der aber gegenüber dem Meldeimpuls entgegengesetzt gepolt ist, so daß eine elektrische Unterscheidung möglich ist. Eine Fehlregistrierung ist daher nicht möglich. Der bei Beendigung des Meldeimpulses entstehende Spannungsimpuls in der Induktionswicklung kann also durch seine entgegengesetzte Polarität keinen Eingang einer neuen Meldung vortäuschen.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
- Die Einrichtung zur Registrierung von Meldungen besteht im wesentlichen aus einer der Zahl der Meldestellen M entsprechenden Anzahl Magnetkerne K. Diese Magnetkerne besitzen neben der Abfragewicklungen w1 und w2 die Vormagnetisierungswicklung w3 und die Induktionswicklung w4. Im Ruhezustand werden die Wicklungen w3 jedes Magnetkerns über den geschlossenen Meldekontakt m von einem Ruhestrom durchflossen, wodurch eine- Vormagnetisierung des Magnetkerns K entsteht. Diese Vormagnetisierung ist derart bemessen, daß beim Abfragen der einzelnen Magnetkerne durch die Wicklungen w1 und w2 keine Ummagnetisierung möglich ist, trotzdem die Stromrichtung und damit die Magnetisierung entgegengesetzt gerichtet ist. Wenn daher die Abfragevorrichtung A nacheinander jeden der Magnetkerne abtastet und dabei alle Meldekontakte m geschlossen sind, so kann in der Induktionswicklung w4, die zur Auslösung des Registriervorgangs dient, kein Spannungsimpuls entstehen.
- Wenn jedoch einer der Meldekontakte m öffnet und damit die Meldung ausgelöst werden soll, so wird bei dem betreffenden Magnetkern K der Ruhestrom in der Wicklung w3 unterbrochen und damit die Vormagnetisierung beendet. Bei dem nunmehr kommenden Abfragevorgang wird daher dieser Magnetkern ummagnetisiert und damit in der Induktionswicklung w4 ein Spannungsimpuls erzeugt, der über den Verstärker V an das Sperrgatter Sp geführt wird.
- Das vom Taktgeber T beeinflußte Sperrgatter Sp wirkt nun auf die Abfrageeinrichtung A und sorgt dafür, daß der Abfragevorgang für kurze Zeit unterbrochen wird. über den Wirkungsweg 11 gibt die Abfrageeinrichtung A die Information, welcher Magnetkern die Meldung aufgenommen hat, an die Registriervorrichtung R.
- Dadurch kann beispielsweise die Nummer der Meldestelle in einem Lochstreifen eingestanzt werden. Nach dem Stanzvorgang wird die AbfrageeinrichtungA wieder freigegeben, und zwar geschieht dies über den Wirkungsweg 1I1, der zum Sperrgatter Sp führt. Laufen mehrere Meldungen gleichzeitig ein, d. h. werden zugleich mehrere der Meldekontakte M geöffnet, so erfolgt die Registrierung der einzelnen Meldungen in derjenigen Reihenfolge, in der die Abfrageeinrichtung A die einzelnen Magnetkerne abtastet.
- Wenn nun der durch die Meldungsauslösung ummagnetisierte Magnetkern beim nächsten Abtastzyklus erneut abgefragt wird, so wird in der Induktionswicklung w4 keine Spannung mehr induziert, da der Magnetkern K bereits in der entsprechenden Richtung magnetisiert ist. Allerdings gilt dies nicht, wenn der Meldekontakt m nach Auslösung einer Meldung wieder schließt, denn es entsteht dann beim Abfragen erneut ein Spannungsimpuls in der Wicklung w4. Dieser Spannungsimpuls weist gegenüber dem bei Auslösung einer Meldung bewirkten Impuls eine umgekehrte Polarität auf. Die in der Wicklung w4 betriebsmäßig auftretenden Spannungsimpulse verschiedener Polarität lassen sich ohne weiteres durch elektrische Schaltmittel unterscheiden. Dabei wird nur dann eine Registrierung ausgelöst, wenn ein Spannungsimpuls bestimmter Polarität in der Wicklung w4 wirksam ist.
- Ist eine Vielzahl von Meldestellen vorhanden, so wird man zweckmäßigerweise die einzelnen Magnetkerne zu einer Matrix zusammenfassen und diese dann mit einer möglichst hohen Frequenz, beispielsweise 100 kHz, - durch die Abtasteinrichtung abfragen. Bei einer derartigen Abfragefrequenz beträgt die Zugriffszeit nur ca. 10 Millisekunden, was bedeutet, daß längstens nach dieser Zeit der Abfragevorgang gestoppt, die Nummer der Meldung aus der Abfrageeinrichtung entnommen und mit dem Einstanzen der Nummer in einen Lochstreifen begonnen wird.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Registrierung von in einer Zentralstelle über ruhestromüberwachte Meldeleitungen als impulsweise Unterbrechung des Ruhestroms einlaufende Meldungen, die dort in vorzugsweise eine Registriereinrichtung steuernden Meldeempfängern speicherbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Meldeempfänger jeder Melderleitung ein an sich bekannter Magnetkern (K) mit annähernd rechteckiger Hysteresissschleife zugeordnet ist, über dessen eine Wicklung (w3) der Kern (K) in bekannter Weise vormagnetisierbar ist und sich der Meldeimpuls durch Ruhestromunterbrechung als Wegfall der Vormagnetisierung auf den Kern einspeichert und über eine Induktionswicklung nur dann ein eine Registriereinrichtung (R) steuernder Impuls daraus erkennbar ist, wenn der Kern (K) durch Fehlen der Vormagnetisierung unter dem Einfluß einer bekannten Abfrageeinrichtung (A) in an sich ebenfalls bekannter Weise ummagnetisierbar ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Vormagnetisierung des Magnetkerns (K) dienende, über den Ruhestromkontakt (m) der Meldestelle (M) geführte Strom derart bemessen ist, daß -er gegenüber dem in den Abfragewicklungen (w 1, w 2) kurzzeitig fließenden Gegenstrom hinsichtlich seiner magnetischen Wirkung überwiegt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Ummagnetisierung des Magnetkerns (M) bewirkte Spannungsimpuls in der Induktionswicklung (w4) die Abfrageeinrichtung (A) vorübergehend stillsetzt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Registriereinrichtung (R) die durch die Abfrageeinrichtung (A) festgelegte Meldestelle (M) aufzeichnet.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lochstreifen zur Aufzeichnung der entsprechenden Meldestelle dient.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Aufhebung der Störung durch das erneute Einsetzen der Vormagnetisierung in der Induktionswicklung (w 4) während des Abfragevorganges entstehende Impuls infolge seiner gegenüber den Meldeimpulsen entgegengesetzten Polarität von den Meldeimpulsen unterscheidbar ist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Magnetkerne (K) zu einer Matrix zusammengefaßt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1069188.
Priority Applications (2)
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| DES67716A DE1116580B (de) | 1960-03-24 | 1960-03-24 | Einrichtung zur Registrierung von Meldungen |
| CH317361A CH392328A (de) | 1960-03-24 | 1961-03-15 | Einrichtung zur Registrierung von Meldungen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DES67716A DE1116580B (de) | 1960-03-24 | 1960-03-24 | Einrichtung zur Registrierung von Meldungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1116580B true DE1116580B (de) | 1961-11-02 |
Family
ID=7499751
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES67716A Pending DE1116580B (de) | 1960-03-24 | 1960-03-24 | Einrichtung zur Registrierung von Meldungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH392328A (de) |
| DE (1) | DE1116580B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1266863B (de) * | 1963-05-14 | 1968-04-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zur zentralen UEberwachung und chronologischen Registrierung mehrerer ineinem ausgedehnten Energieversorgungsnetz raeumlich und zeitlich getrennt ablaufender Schaltereignisse |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069188B (de) * |
-
1960
- 1960-03-24 DE DES67716A patent/DE1116580B/de active Pending
-
1961
- 1961-03-15 CH CH317361A patent/CH392328A/de unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069188B (de) * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1266863B (de) * | 1963-05-14 | 1968-04-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Einrichtung zur zentralen UEberwachung und chronologischen Registrierung mehrerer ineinem ausgedehnten Energieversorgungsnetz raeumlich und zeitlich getrennt ablaufender Schaltereignisse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH392328A (de) | 1965-05-15 |
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