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DE1116372B - Verfahren zum Herstellen von drahtgebundenen Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh od. dgl. und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von drahtgebundenen Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh od. dgl. und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens

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Publication number
DE1116372B
DE1116372B DER20518A DER0020518A DE1116372B DE 1116372 B DE1116372 B DE 1116372B DE R20518 A DER20518 A DE R20518A DE R0020518 A DER0020518 A DE R0020518A DE 1116372 B DE1116372 B DE 1116372B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
staple
knife
needle
tension
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER20518A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Rauhut
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER20518A priority Critical patent/DE1116372B/de
Publication of DE1116372B publication Critical patent/DE1116372B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J1/00Mechanical working of cane or the like
    • B27J1/003Joining the cane side by side
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/16Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of fibres, chips, vegetable stems, or the like
    • E04C2/18Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of fibres, chips, vegetable stems, or the like with binding wires, reinforcing bars, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von drahtgebundenen Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh od. dgl. und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh, Papyrus oder ähnlichem Material sind bekannt. Zu ihrer Herstellung werden Materialbündel zwischen Spanndrähte gelegt und festgepreßt, die ihrerseits durch C-förmige Drahtklammern zusammengehalten werden. Bei Herstellung mit der Hand werden Materialbündel von oben zwischen die senkrecht in Rahmen festgespannten Drähte eingelegt. Dann werden vorgeformte Drahtklammern mit der einen Hand um die mit der anderen Hand leicht zusammengedrückten Spanndrähte gelegt, und das Ganze wird mit einem schmalen, aber schweren Fallgewicht wiederholt zusammengepreßt. Dann folgt der gleiche Vorgang mit dem nächsten Materialbündel.
  • Die Herstellung der Platten erfolgt in der grundsätzlich gleichen Weise auch mit Maschinen. Bei einer bekannten Maschine sind in einem senkrecht angeordneten schmalen Kanal ebenfalls Spanndrähte paarweise angeordnet. Das Materialbündel wird ebenfalls von oben eingelegt, dann aber von einem Kolben nach unten gepreßt. Ein Schütz streift dann von einer Leiste die dort aufgereihten, vorher besonders angefertigten Drahtklammern ab, führt sie durch Öffnungen im Preßkanal dicht an den Spanndrähten vorbei, drückt sie dabei etwas zusammen und legt die Klammern um die Spanndrähte herum. Die Leistung dieser Maschine ist gering, und Fehlklammern sind häufig.
  • Eine andere bekannte Maschine formt daher die Klammern vom laufenden Draht weg und zieht auch die Spanndrähte von Vorratsspulen ab. Zunächst werden ganze Schilfbunde zwischen mehreren waagerecht angeordneten Walzenpaaren mit abnehmendem Abstand zu einer der Mattendicke entsprechenden Schicht breitgewalzt. Diese Rohrschicht wird von den Walzen zwischen die Spanndrähte befördert, die von Spulen abgezogen werden.
  • Paarweise angeordnete Vorschubwalzen, die über der Rohrschicht und neben jedem Paar von Spanndrähten angeordnet sind, ziehen absatzweise von den ihnen zugeordneten Vorratsspulen den Klammerdraht ab und drücken ihn senkrecht durch die Rohrschicht hindurch, und zwar dicht neben jedem Spanndrahtpaar. Der Vorschub der Walzen ist so bemessen, daß der Klammerdraht unten aus der Rohrschicht herausragt. Darauf schneidet eine mechanisch angetriebene Schere den Klammerdraht etwas oberhalb der Rohrschicht ab. Das abgeschnittene Stück Klammerdraht kann nicht nach unten fallen, weil es fest in der Rohrschicht steckt. Nun kommt oben und unten je ein hin- und herschwingender Hebel zur Wirkung und biegt die in seiner Bahn liegenden Drahtenden über die oberen und unteren Spanndrähte um etwa 90° nach der Seite um. Die Klammer sieht jetzt also wie ein großes, waagerecht liegendes U aus. Da diese seitlich offene Klammer die Spanndrähte noch nicht sicher genug zusammenhält, durchläuft die Platte oberhalb und unterhalb angeordnete Druckrollen mit Umfangsrillen, in denen die Spanndrähte laufen. Sobald eine Klammer von einer Druckrolle erfaßt wird, wird sie durch die Form der Umfangsrille und den Druck der Rolle zugebogen. Fehlklammern sind, zumal bei dicken Platten, häufig, weil z. B. der Draht auf harte Knoten trifft und abgelenkt wird. Das Abtrennen der fertigen Platten ist schwierig, weil die Halme nicht bündelweise liegen. Das Rohr wird so stark gewalzt, daß die isolierenden Hohlräume zerquetscht werden.
  • Bei einem weiter bekanntgewordenen Verfahren werden daher wie bei der Handarbeitsweise einzelne Materialbündel eingelegt. Sie werden wie bei einer Strohballenpresse mit sehr schmalem Kanal, der waagerecht angeordnet ist, durch einen flachen Kolben zusammengepreßt. An den oberen und unteren Wänden des Preßkanals verlaufen die oberen und unteren Spanndrähte, die von Vorratsspulen oberhalb und unterhalb des Preßkanals abgezogen werden. Die zu jedem Spanndrahtpaar gehörigen Klammerdrähte kommen ebenfalls von Vorratsspulen oberhalb des Preßkanals. Der Klammerdraht wird durch eine zangenartige Vorschubeinrichtung absatzweise von der Vorratsspule abgezogen und dicht neben den Spanndrähten durch die Platte hindurchgeführt, so daß das Drahtende ein Stückchen über die-Plattenunterseite hinausragt. Darauf drückt ein Fingerhebel den Klammerdraht gegen die beiden Spanndrähte, und anschließend schneidet ein hin- und hergehendes Messer den Draht oberhalb der Platte ab. Das abgeschnittene Drahtende kann nicht nach unten fallen, weil es der Finger gegen die Spanndrähte drückt. Darauf biegen zwei Umbieger die überstehenden Drahtenden um die Klammerdrähte herum zur Klammer. Das Abschneiden, Festhalten des Drahtendes und das Umbiegen erfolgen jeweils zwischen zwei Preßvorgängen. Das Umstellen auf verschiedene Plattendicken ist jedoch nicht einfach, weil Kanalhöhe, Drahtvorschub, Fingerhöhe und Dicke des Preßkolbens verändert und eingestellt werden müssen. Da ferner der Kolben im Preßkanal hin- und hergeht, kann nur in dem Augenblick Material eingelegt werden, wenn der Preßkolben sich gerade in seinem äußeren Totpunkt befindet, also aus dem Kanal herausgefahren ist.
  • Bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß ein umlaufendes Messer den Klammerdraht nicht nur abschneidet, sondern auch im Zusammenwirken mit einer hohlen Nadel die Klammern um die Spanndrähte biegt und gleichzeitig die nächste Klammer vorformt. Ein besonderer Drahtvorschub entfällt dadurch, daß die Hohlnadel mittels des vorgeformten Hakens der nächstfolgenden Klammer den nötigen Draht von der Vorratsrolle abzieht, wobei die erforderliche Drahtlänge sich nach der eingestellten Plattendicke von selbst ergibt. Letztere wird durch den in einfacher Weise einstellbaren Abstand zwischen Obertisch und Untertisch festgelegt. Ebenso entfällt der Haltefinger für die Klammer, weil die Klammer erst um die Spanndrähte herumgeformt und dann erst abgeschnitten wird. Sie bleibt also bis zum letzten Augenblick am Vorratsdraht. Das Materialbündel kann von dem Augenblick an auf den Maschinentisch gelegt werden, wo der Packer das vorhergehende Bündel nach vorn schiebt. Man hat also zum Einlegen des Materials mehr Zeit zur Verfügung als nur den kurzen Augenblick der äußeren Totpunktlage des Kolbens. Die Maschine kann also schneller laufen und eine höhere Leistung erzielen.
  • Die Anwendung dieses Verfahrens wird im folgenden am Ausführungsbeispiel einer Plattenpresse beschrieben. Dabei wird die Funktion nur an einem Klammerbiegesystem erklärt. Zur Herstellung einer Bauplatte sind mindestens zwei derselben erforderlich, meist sind es zehn bis fünfzehn, je nach Plattenbreite. Ihr Antrieb erfolgt von einer gemeinsamen Welle über Kegelräder.
  • In der Zeichnung zeigt Abb. 1 eine nach erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Bauplatte in schaubildlicher Darstellung, Abb. 2 die schematische Darstellung einer Plattenpresse mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Abb. 3 bis 17 einzelne Stellungen der Hohlnadel und des Messers während eines Arbeitstaktes im Grundriß und Aufriß, Abb. 18 und 19 die Hohlnadel in zwei Ansichten und Abb. 20 das Bewegungsdiagramm der Hohlnadel. In Abb. 2 bedeuten 1 und 2 die oberen bzw. unteren Spanndrähte, die von den Vorratsspulen 7 und 8 über die Umlenkrollen 9 und 10 durch die Drahtführungen 3 und 4 zur Platte P- laufen. Die Vorratsspulen 7 und 8 werden in an sich bekannter Weise gebremst, so daß die Spanndrähte stets straff gehalten werden. Die Stärke der Bremsung bestimmt den Grad der. Pressung in der Platte. Die Drahtführung. 3 ist an der Schiene 5, die mit weiteren Schienen zusammen den Obertisch bildet, befestigt. Der Obertisch ist fest im Maschinenrahmen angeordnet. Die Drahtführung 4 ist an der Schiene 6, die mit weiteren Schienen zusammen den Untertisch bildet, befestigt. Der Untertisch hängt an Schraubenspindeln, die über Kegelräder in an sich bekannter Weise gekoppelt sind und durch Kurbeldrehung leicht verstellt werden können, so daß durch Änderung des Abstandes zwischen Untertisch und Obertisch in einfacher Weise verschieden dicke Matten hergestellt werden können. Der Klammerdraht 11 kommt von einer ebenfalls in bekannter Weise gebremsten Vorratsspule 12 über den Spanner 13 zur Hohlnadel 14, die in Abb. 18 und 19 in zwei um 90° versetzten Ansichten dargestellt ist. Sie besitzt eine zentrische Längsbohrung und ist an einer Seite abgeflacht. Die Mündung der Bohrung ist zur Führung des Drahtes unten, und zwar an der Abflachung, etwas ausgenommen. Die kleine obere Abflachung dient zur Fixierung der richtigen Stellung, wenn die Nadel mit einer Schelle an dem Träger 15 befestigt wird. Dieser Träger läuft in seitlich angebrachten Gleitschienen und macht während einer Umdrehung der Hauptwelle 16 eine große und eine kleine Hubbewegung. Er bewegt sich gemäß dem Bewegungsdiagramm nach Abb. 20 vom mit OT bezeichneten oberen Totpunkt schnell abwärts zum mit UT bezeichneten unteren Totpunkt, der bei 150° der Kurbelwellendrehung erreicht wird, und von dort aufwärts, bis die Spitze der Nadel 14 ein Stück über die Ebene der Platte kommt (bei 240°), dann etwas abwärts, bis die Nadelspitze in die Ebene der Plattenoberfläche kommt (270°), und wieder aufwärts zum oberen Totpunkt, wo sie eine Weile stehenbleibt. Diese Bewegung wird in an sich bekannter Weise z. B. durch eine Nutkurvenscheibe 17 mit Schubstange 18 auf der Hauptwelle erzeugt.
  • Ferner ist eine Drahtschere vorhanden, die aus dem oberen, feststehenden Messer 19 und dem unteren, umlaufenden Messer 20 gebildet wird, dessen Form in der Draufsicht aus Abb. 3 zu ersehen ist. Sein Finger dient dazu, den Klammerdraht zu erfassen. Das umlaufende Messer 20 ist an der senkrechten Messerwelle 21 befestigt, die über das Kegelradpaar 22 und 23 von der gemeinsamen oberen Welle 24 gedreht wird, die ihrerseits mit der Hauptwelle 16 durch ein nicht gezeichnetes, an sich bekanntes Pausengetriebe gekuppelt ist. Nach jeder Drehung des umlaufenden Messers 20 erfolgt daher ein kurzzeitiger Stillstand. Während dieses Stillstandes kann die Messerwelle 21 axial nach unten verschoben werden. Zu diesem Zweck hat das Kegelrad 22 einen Gleitkeil, so daß es mit dem Kegelrad 23 im Eingriff bleibt und die Messerwelle 21 trotzdem nach unten gehen kann, sobald der Nocken 25, der ebenfalls von der Hauptwelle 16 aus z. B. durch einen Kettentrieb gedreht wird, den Hebel 26 entgegen der Kraft der Feder 27 anhebt, die sonst das umlaufende Messer 20 immer gegen das feststehende Messer 19 anpreßt, was einen guten Schnitt ergibt.
  • Unter dem Maschinentisch befindet sich der Packer 28, der auf der Kröpfung der Hauptwelle 16 sitzt, während sein kürzerer unterer Hebelarm von einer im Maschinengestell gelagerten Schwinge 30 so geführt wird, daß seine obere Spitze die strichpunktierte Linie beschreibt. Dabei befördert der Packer das auf den Maschinentisch gelegte Materialbündel M nach hinten und kehrt unter dem Tisch nach vorn zurück.
  • Der als Winkelhebel ausgebildete Preßkamm 34 übernimmt das Rohr vom Packer 28, indem er, von der Kurvenscheibe 29 der Hauptwelle 16 über den Rollenhebel 31 und die Zugstange 32 mit Zugfeder 33 gesteuert mit seinen Zinken nach unten geht, bis der Packer 28 sein Materialbündel gegen die bereits fertige Platte und vor die Preßkammzinken geschoben hat. Die Preßkammzinken gehen dann durch den Druck der Kurvenscheiben 29 wieder hoch und schieben das Bündel unter Pressung gegen die fertige Platte und diese selbst um eine Bündelbreite nach außen, wobei die Spanndrähte von den Vorratsspulen nachgezogen werden. Deren Bremsung bestimmt die Pressung.
  • Die Klammerbildung geht folgendermaßen vor sich: Der Unterhaken sei bereits am unteren Spanndraht 2 eingehakt, wie es Abb. 4 in der Ansicht von vorn und Abb. 3 im Grundriß zeigt. Der Finger des umlaufenden Messers 20 hat gerade den Klammerdraht erfaßt. Da der Träger 15 zu dieser Zeit nach oben fährt, rutscht die an ihm befestigte Hohlnadel 14 am Klammerdraht nach oben, weil dieser am Spanndraht 2 angehakt ist. Die Bewegung des Trägers 15 ist mit der Drehung des umlaufenden Messers 20 so gekoppelt, daß dasselbe mit seiner schneidenden Kante (am Ansatz des Fingers) den Klammerdraht 11 berührt, wenn die Nadelspitze sich ein gewisses Stück über der Drehungsebene des Messers 20 befindet, wie dies aus Abb. 5 und 6 im Grundriß und Aufriß ersichtlich ist. Dann geht der Träger 15 mit der Nadel 14 abwärts. So gibt die Nadel den Draht her, der nötig ist, um den Knick zu bilden, den ihm das umlaufende Messer über den von der Drahtführung 3 gehaltenen oberen Spanndraht 1 gegen das feste Obermesser 19 hin aufzwingt (Abb. 7 und 8). Das weiterdrehende Messer 20 schneidet nun den Klammerdraht im Zusammenwirken mit dem festen Obermesser 19 ab. Das obere abgeschnittene Ende des Klammerdrahtes 11 liegt noch auf dem umlaufenden Messer 20 auf, während die Nadel 14 immer noch weiter abwärts geht, so daß das freie Ende des Klammerdrahtes 11 seitwärts um etwa 90° abgewinkelt wird. Dadurch ist der Unterhaken für die nächste Klammer bereits vorgeformt (Abb. 9 und 10 im Grundriß und Aufriß). Darauf geht der Träger 15 mit der Nadel 14 nach aufwärts zum oberen Totpunkt, wo er eine Weile verharrt. Der abgetrennte Klammerdraht (unterer Teil) jedoch rückt infolge seiner Federkraft von unten gegen das umlaufende Messer 20, wo er in einer Rinne geführt wird. Sobald die gerade Kante des Messers 20 den in der Drahtführung 3 gehaltenen oberen Spanndraht 1 überschritten hat, tritt der Stillstand des Pausengetriebes ein. Die gerade Messerkante steht nun parallel zum oberen Spanndraht 1 still. In diesem Augenblick drückt der Nocken 25 gegen den Hebel 26, und die Messerwelle 21 bewegt sich gegen die Federkraft 27 in Achsrichtung nach unten. Das Messer 20 drückt also mit seiner geraden Kante den bereits abgebogenen oberen Haken der Klammer nochmals um etwa 90° nach unten. Die Klammer ist somit fertig (Abb. 11 im Aufriß; Abb. 9 im Grundriß gilt auch für diese Stellung). Der weiterdrehende Nocken 25 gibt den Hebel 26 frei, und die Feder 27 hebt die Messerwelle 21 wieder hoch. Das Messer 20 kommt wieder in seine Drehebene. Das Pausengetriebe hat seinen Stillstand beendet und beoginnt die Weiterdrehung des Messers 20 (Abb. 12 und 13 im Grundriß und Aufriß).
  • Inzwischen ist der Packer 28 über die Tischebene hochgekommen, tritt hinter das auf den Maschinentisch gelegte Materialbündel M und schiebt es vor sich her. Das Bündel stößt an die fertige Klammer, die den oberen und den unteren Spanndraht umfaßt, und schiebt sie vor sich her. Gleichzeitig gehen die Zinken des Preßkammes 28 vor dem ankommenden Materialbündel nebst Klammer nach unten unter die Tischfläche. Das Bündel kann also passieren. Die von der Kurvenscheibe 29 wieder hochgedrückten Zinken des Preßkammes 34 übernehmen das Bündel mit der von letzterem vorgeschobenen Klammer und pressen beides nach hinten gegen die bereits fertige Platte und drücken diese selbst um eine Bündelbreite entgegen dem Zug der gebremsten Spanndrähte aus der Maschine heraus. Dabei wird die Platte gleichzeitig von hier nicht gezeichneten Hebelmessern in an sich bekannter Weise an den Rändern glattgeschnitten. Während dieses Bündelvorschubes verharrte die Nadel eine gewisse Zeit im oberen Totpunkt. Jetzt geht sie wieder abwärts. Der Klanunerdraht, der aus ihrer Spitze seitlich abgebogen herausragt, sitzt fest innerhalb der Nadel, so daß diese bei ihrem Niedergang von der Vorratsspule weiteren Draht abzieht. Es erübrigt sich also eine besondere Drahtvorschubeinrichtung. Der rechtwinklig abgebogene Klammerdraht 11 stößt nun beim Niedergang der Nadel auf den oberen Spanndraht 1, wird von diesem zurückgehalten und biegt sich, da die Nadel immer weiter nach unten geht, völlig nach oben um (Abb.14 und 15 im Grundriß und Aufriß). Der Unterhaken ist fertig. Beim weiteren Niedergang der Nadel drückt er sich erst am oberen, dann am unteren Spanndraht vorbei und federt danach etwas auf. Die Nadel 14 macht im unteren Totpunkt halt und geht dann wieder nach oben. Dabei hakt der fertige Unterhaken hinter den Spanndraht 2 (Abb. 16 und 17). Die Nadel rutscht nun an dem eingehakten Klammerdraht hoch, und das Arbeitsspiel beginnt von neuem.
  • Über den Rahmen der Ansprüche hinausgehende Teile der Beschreibung und der Zeichnung sind nicht Gegenstand der Erfindung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von drahtgebundenen Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh od. dgl., bei dem der Werkstoff zwischen gegenüberliegenden Paaren von Spanndrähten bündelweise festgepreßt wird und die Spanndrähte hinter jedem Werkstoffbündel von C-förmig gebogenen Drahtklammern, die während des Herstellungsvorganges der Platte von einem Drahtstrang fortlaufend geformt werden, zusammengehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder durch eine sich auf- und abwärts bewegende Hohlnadel (14) zugeführte Klammerdraht (11) durch die Nadel mit dem während des Arbeitstaktes geformten Unterhaken der Klammer in den unteren Spanndraht (2) eingehakt wird, daß der Klammerdraht dicht oberhalb des oberen Spanndrahtes (1) von einem Finger eines waagerecht umlaufenden Messers (20) erfaßt und nach Freigeben einer entsprechenden Drahtmenge durch die Nadel etwa rechtwinklig über den oberen Spanndraht abgebogen wird, daß der Klammerdraht von dem Messer durchschnitten wird, daß sich die Nadel an dem Messer vorbei abwärts bewegt und dabei den Klammerdraht, dessen Ende auf dem Messer liegt, mitnimmt, wodurch der Unterhaken zum Einhaken in den unteren Spanndraht gebildet wird, und daß das Messer durch eine lotrechte Bewegung den den oberen Spanndraht umfassenden Haken an dem vorher rechtwinklig abgebogenen und abgeschnittenen Klammerdrahtstück formt.
  2. 2. Vorrichtung an einer Plattenpresse zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben jedem Spanndrahtpaar eine durch die Hauptwelle der Presse gesteuerte, sich auf- und abwärts bewegende Hohlnadel zur Führung des Klammerdrahtes angeordnet ist und daß zwischen dem oberen und unteren Totpunkt der Nadelbewegung ein mit der Nadel zusammenwirkendes, gleichfalls durch die Hauptwelle der Presse gesteuertes, mit einem Finger versehenes Messer angeordnet ist, das zum Erfassen, Abbiegen und Abschneiden des Klammerdrahtes waagerecht umläuft und zur Formung des oberen Klammerhakens in Richtung seiner Drehachse verschiebbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 555 616.
DER20518A 1957-02-09 1957-02-09 Verfahren zum Herstellen von drahtgebundenen Bauplatten aus Schilfrohr, Stroh od. dgl. und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens Pending DE1116372B (de)

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