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Reflektorzusatz für an einem Standrohr befestigte ebene Fernsehempfangsantennen
Fernsehempfangsantennen werden in der Regel derart am Standrohr befestigt, daß ihr
Schwerpunkt in unmittelbarer Nähe dieses Standrohres liegL Dadurch ist die mechanische
Beanspruchung des Tragarmes für die Antennenelemente gleichmäßig verteilt. In vielen
Fällen ist es jedoch notwendig, an einer Antenne nachträglich einen Reffektorzusatz
anzubringen, der aus außerhalb der Ebene der übrigen Antennenelemente angeordneten
Reflektorstäben besteht. Solche Maßnahmen sind z. B. bei von rückwärts einfallenden
Reflexionen oder Störungen notwendig. Durch derartige Reflektorzusätze wird jedoch
der Schwerpunkt der Antennenanordnung in Richtung auf den Reflektor verschoben,
wodurch die mechanische Beanspruchung des Antennentragannes vergrößert wird. Es
läßt sich zwar durch Bestimmung des neuen Antennenschwerpunktes und eine entsprechende
Verschiebung der Antenne Abhilfe schaffen, was jedoch zusätzliche Arbeiten notwendig
,niacht.
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Neben der durch nachträgliche Befestigung eines Reflektorzusatzes
vergrößerten statischen Beanspruchung des Antennentragarines ergibt sich durch die
außerhalb der Ebene der übrigen Antennenelemente liegenden Reflektorstäbe des Reflektorzusatzes
noch eine zusätzliche dynamische Beanspruchung des Antennentragarines, die durch
die vorbeiströmende Luft verursacht wird und zu Vertikalschwingungen des Antennentragarmes
führt. Die Beanspruchung des Antennentragarmes steigt mit der zu empfangenden Wellenlänge
und ist im Femsehband 1 besonders groß, weil hier z. B. bei im Kanal 2 arbeitenden
Antennen zwei außerhalb der Ebene der übrigen Antennenelemente liegende Reflektorstäbe
eines Reflektorzusatzes im Abstand von etwa 2 ni angeordnet sind und etwa
1 m außerhalb der Ebene der übrigen Antennenelemente liegen, bei einer größten
Auslegung der Gesamtantenne von fast 3,5 m.
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Es ist bekannt, Empfangsantennen des Yagi-Typs derart am Standrohr
zu befestigen, daß der Tragann einseitig vom Standrohr abragt und auf der anderen
Seite des Standrohres keine Antennenelemente angeordnet sind. Der Reflektorzusatz
liegt in diesen Fällen infolge der besonderen Anordnung der Antenne zwar unmittelbar
in der Nähe des Standrohres und bringt deshalb nur eine geringe zusätzliche Beanspruchung
des Antennentragarmes mit sich. Eine derartige Anordnung der Antenne ist jedoch
mechanisch äußerst ungünstig, weil der Tragarm für die Antennenelemente einseitig
eingespannt ist. Ein solcher Aufbau der Antenne wird deshalb nur in den Fällen verwendet,
in denen besondere elektrische Anforderungen einen derartigen Aufbau notwendig machen.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Reflektorzusatz mit außerhalb
der Ebene der übrigen An-
tennenelemente liegenden Reffektorstäben für an
einem Standrohr befestigte ebene Fernsehempfangsantennen des Yagi-Typs, die mit
einem in der Ebene der übrigen Antennenelernente liegenden Reflektorstab versehen
sind und bei denen die Befestigung des Tragannes am Standrohr vorzugsweise in der
Nähe des Dipols und auf der dem Reflektorstab zugewandten Seite erfolgt. Aufgabe
der Erfindung ist es, die durch die Anbringung des Reflektorzusatzes hervo-, gerufene
mechanische Beanspruchung des Antennentragarmes möglichst klein zu halten. Gemäß
der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Halterungg der außerhalb liegenden
Reflektorstäbe über schräg zum Tragarm der Antennenelemente verlaufende Streben
erfolgt, die von der Befestigungsstelle des Tragarmes am Standrohr ausgehen und
zusammen mit dem Tragarm am Standrohr befestigt sind. Auf diese Weise wird die von
den Reflekterstäben ausgehende statische und dynamische Beanspruchung unmittelbar
auf das Standrohr übertragen. Der Schwerpunkt der Empfangsantennenanordnung wird
durch den Reflektorzusatz nicht verändert, so daß auch eine nachträgliche Anbringung
ohne Schwierigkeiten möglich ist. Die schräg verlaufenden Streben bringen keine
Beeinträchtigung der elektrischen Eigenschaften der Antenne mit sich, wie dies zunächst
wegen des Abweichens von der herkömmlichen Anordnung der Zusatzreflektoren zu erwarten
ist. Gemäß einer besonders einfachen Ausführungsform
der Erfindung
ist ein Halteteü mit V-förmigen Ansätzen vorgesehen, in die die Streben einsteckbar
sind. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß das Halteteil mit
den V-förmig verlaufenden Ansätzen auch die Halterung des Tragarmes am Standrohr
übernimmt. Dadurch sind für die Befestigung des Reflektorzusatzes keine besonderen
Schrauben oder Laschen notwendig.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert, in dem eine mit einem Reflektorzusatz versehene Fernsehempfangsantenne
des Fernsehbandes 1 dargestellt ist.
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Fig. 1 zeigt die Gesamtantennenanordnung in Schrägansicht;
Fig. 2 und 3 zeigen das Halteteil mit den V-förmig verlaufenden Ansätzen
in Seiten- bzw. Vorderansicht; Fig. 4 und 5 stellen eine weitere Ausführungsform
des Halteteiles in Seiten- bzw. Voderansicht dar.
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In Fig. 1 ist der Tragarm 1 mit den Antennenelementen
über das Halteseil 2 an dem Standrohr 3
befestigt. Die Antenne besteht aus
dem Direktor 4, dem Dipol 5 und dem Reflektorstab 6. Der Reflektorzusatz
enthält zwei weitere Reflektorstäbe 7 und 8,
die über schräg verlaufende
Streben 9 und 10 zusammen mit dem Halteteil 2 am Standrohr
3 befestigt sind. Das Halteteil 2 enthält zwei V-förmig verlaufende Ansätze
11 und 12, in die die Streben 9 und 10
einsteckbar sind. Die
durch den Reflektorzusatz verursachte mechanische Beanspruchung wird durch die besondere
Art der Befestigung nicht auf das Tragrohrl, sondern unmittelbar auf das Standrohr3
übertragen.
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In Fig. 2 und 3 ist das Halteteil 2 ohne die übrigen Befestigungselemente
dargestellt. An den V-fönnig verlaufenden Ansätzen sind jeweils in verschiedenem
Abstand zwei Bührungen 14 und 15 sowie 16 und 17
angebracht,
durch die eine Befestigung der Streben 9
und 10 unvenvechselbar ermöglicht
wird. Dies ist notwendig, weil die Winkel, welche die Ansätze 11
und 12 mit
dem Tragarm einschließen, nicht gleich sind. Verursacht wird dies dadurch, daß,
je nachdem wo der Reflektorstab 6 am Tragann befestigt ist, unterschiedliche
Abstände der Stäbe des Reflektorzusatzes vom Tra arm notwendig sind. Ein Ausgleich
g C ist auch dadurch möglich, daß, wie gestrichelt angedeutet, die Reflektorstäbe
7 und 8 wahlweise ober-halb oder unterhalb der Streben
9 und 10 angebracht sind. Über zwei weitere Bohrungen 18 und
19 ist das Halteteil 2 zusammen mit dem Tragarm an den Befestigungssehellen
für die Antenne und damit am Standrohr gehalten. Der Abstand der Bohrungen
1.8
und 19 ist so gewählt, daß nach Lösen der bisherigen Befestigungsschelle
für den Tragarm das Halteteil 2 an dessen Stelle aufgeschraubt werden kann. Die
V-förmig verlaufenden Ansätze 11 und 12 sowie der den Tragarm umschließende
Teil des Haltestückes 2 haben U-förnügen Querschnitt, wodurch eine gute Führung
der Streben 9 und 10 sowie des Tragarmes 1.
erreicht wird. In
Fig. 4 und 5 ist ein Halteteil 20 dargestellt, bei dem neben der durch die
Schrauben 21 und 22 für die gleichzeitige Halterung des Tragarmes 1 ermöglichten
Befestigung eine zusätzliche Halterung am Standrohr durch die Schrauben
23 und 24 möglich ist. Dies ist bei besonders hohen Beanspruchungen zweckmäßig.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Seitenansicht dieser Anordnung sind die Antenneneleinente
weggelassen. Für die Befestigung am Standrohr 3 ist bei dieser Ausführungsform
eine zusätzliche Lasche 25 notwendig. Der nach innen eingerissene Lappen
26 des Halteteils 20 ergibt eine zusätzliche Drehsicherung gegenüber der
Lasche 27.