DE1114533B - Impulsentzerrer - Google Patents
ImpulsentzerrerInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
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- H03K5/01—Shaping pulses
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Description
Die Erfindung betrifft einen durch Synchronisierimpulse gesteuerten Impulsentzerrer zur Formung
rechteckiger Impulse aus Signalimpulsen beliebiger Impulsform. Bei der Impulsübertragung sind Impulsverformungen
nicht immer zu vermeiden. Andererseits arbeiten die diese Impulse aufnehmenden Anordnungen in den meisten Fällen nur dann
einwandfrei, wenn saubere Rechteckimpulse, deren Impulseinsatz, Impulsbreite und Impulshöhe genau
definiert sind, zur Verfügung stehen.
Es sind bisher schon Anordnungen bekanntgeworden, die eine Lösung dieser Aufgabe herbeiführen
konnten, indem nur eine Impulsflanke korrigiert wurde. Wenn der Rechteckimpuls an beiden
Flanken aber zu stark verformt ist oder allgemein die Impulsfolgefrequenz über 10 MHz mit entsprechend
kleinen Impulsbreiten beträgt, reichen die bekannten Mittel zur Entzerrung der verformten Impulse nicht
mehr aus. Dies gilt besonders dann, wenn der Eingang der impulsverarbeitenden Anordnung kapazitiv ist.
Es ist fernerhin eine Schaltungsanordnung für entzerrende Übertrager in Fernschreibvermittlungsanlagen
bekanntgeworden. Hier lädt ein Impulsgenerator bei Koinzidenz mit einem Taktgeberimpuls
einen Kondensator sowohl bei negativem als auch bei positivem Signalimpuls auf. In den Taktgeberimpulspausen
bzw. bei Taktgeberimpulsen umgekehrter Richtung wird beim Bekannten an den Verbraucher
je nachdem ein positiver oder negativer Impuls abgegeben. Der Verbraucher, ein Weitersenderelais, hat
hier eine nicht zu vernachlässigende Induktivität, und die Taktgeberimpulse sind rein mechanisch gebildet.
Mit der bekannten Anordnung ist allenfalls ein Ausgangsimpuls mit steller Vorderflanke und abfallender
kosinusförmiger Flanke erreichbar.
Dem Bekannten gegenüber geht die Erfindung aus von einem durch Synchronisierimpulse gesteuerten
Impulsentzerrer zur Formung rechteckiger Impulse aus Signalimpulsen beliebiger Impulsform. Die Erfindung
besteht hierfür darin, daß die Synchronisierimpulse und die Signalimpulse gleicher Polarität,
vorzugsweise negativer Polarität, einer Und-Schaltung zugeführt werden, die beim Wirksamwerden die Aufladung
eines dem Ausgang des Impulsverzerrers zugeordneten Speicherelementes, insbesondere einer
Kapazität, über einen der Und-Schaltung nachgeschalteten Gleichrichter mit einer Zeitkonstante
auslöst, die kleiner als die Impulszeit ist, und daß das Speicherelement über einen weiteren Gleichrichter
mit der Rückflanke des Synchronisierimpulses entladen wird. Die Und-Schaltung besteht dabei vorteilhaft
aus Dioden und einem Widerstand.
Impulsentzerrer
Anmelder:
IBM Deutschland
Internationale Büro-Maschinen Gesellschaft
m.b.H.,
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. Mai 1955
V. St. v. Amerika vom 24. Mai 1955
Arthur George Anderson, Riverdale, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Mit der Anordnung nach der Erfindung lassen sich einmal verformte Signalimpulse kurzer Impulsdauer
wieder zu Rechteckimpulsen umformen, und schädliche Eingangskapazitäten, die eine zusätzliche
Verformung des Signalimpulses bewirken, werden unschädlich gemacht. Bei der Erfindung ist damit die
Impulsform praktisch unabhängig vom Einfluß des nachgeschalteten Verbrauchers. Außerdem sind die
Ausgangsimpulse phasengleich und von gleicher Polarität wie die Synchronisierimpulse und werden
durch die Entzerrerschaltung nach der Erfindung überhaupt nicht verzögert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung die Ausführung eines Impulsentzerrers nach der Erfindung;
Fig. 2 bringt die Zeitdiagramme für die verschiedenen
Punkte 1 bis 5 der Schaltung nach Fig. 1.
Der Impulsentzerrer nach Fig. 1 besteht im wesentliehen
aus einer Und-Schaltung, einem Speicherelement, ζ. B. Kapazität, der Lade- und Entladediode
dieser Kapazität. Der Ausgang des Impulsentzerrers ist hier mit der Steuerelektrode einer Elektronenröhre
verbunden. Die Anordnung legt sowohl mit Hilfe eines besonderen Synchronisierimpulses den Impulseinsatz
und die Impulsbreite als auch durch die Wahl des Arbeitspunktes der Elektronenröhre die Impulshöhe
fest.
Die Synchronisierimpulse werden der Klemme 20 aufgeprägt und die Eingangs- oder Signalimpulse der
Klemme 21. Zwei Gleichrichter 22 und 23, die an die
Eingangsklemmen 20 bzw. 21 angeschlossen sind,
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haben einen gemeinsamen Verbindungspunkt 24, dem über einen Widerstand 25 eine negative Spannung 26
zugeführt wird. Die Gleichrichter 22 und 23 und der Widerstand 25 bilden eine Und-Schaltung mit negativer
Vorspannung mit den Klemmen 20 und 21 als Eingang und dem Punkt 24 als Ausgang.
Zwei andere Gleichrichter 27 und 28 sind zwischen der Eingangsklemme 20 und dem Punkt 24 in Reihe
geschaltet. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Gleichrichter 22, 23 und 28 in Richtung auf
Punkt 24 leitend, während der Gleichrichter 27 auf den Verbindungspunkt 29 gerichtet ist. Zwischen
Erde und dem Verbindungspunkt 29 der Gleichrichter 27 und 28 befindet sich ein Speicherelement 30, das
in der Zeichnung aus einem später erklärten Grunde als gestrichelt gezeichneter Kondensator dargestellt ist.
Außerdem ist eine Elektronenröhre 31 mit einer Steuerelektrode 32, einer Anode 33 und einer Kathode
34 vorgesehen. Letztere ist in diesem Ausführungsbeispiel geerdet. Die Steuerelektrode 32 ist mit dem
Punkt 29 verbunden. Die Anode 33 liegt über einen Belastungswiderstand 35 an positiver Spannung 36.
Außerdem ist die Anode 33 an die Ausgangsklemme 37 angeschlossen.
Die Impulsfolge der der Eingangsklemme 20 aufgeprägten negativen Synchronisierimpulse wird durch
Kurve 1 der Fig. 2 dargestellt. Kurve 2 in Fig. 2 zeigt eine Impulsform der negativen Signalimpulse, die an
die Eingangsklemme 21 gelegt werden. Die an den Verbindungspunkten 24 und 29 entstehenden Impulsformen
zeigen die Kurven 3 bzw. 4 in Fig. 2. Die Kurve 5 der Fig. 2 ist eine angenäherte Darstellung
der umgeformten Ausgangsimpulse, die an der Ausgangsklemme 37 entnommen werden.
Es sei angenommen, daß im Betrieb die Elektronenröhre 31 normalerweise leitend ist. Wenn ein
der Eingangsklemme 21 aufgeprägter negativer Eingangsimpuls (Kurve 2) mit einem der Eingangsklemme
20 aufgeprägten negativen Synchronisierimpuls (Kurve 1) koinzidiert, fällt das Potential des
Verbindungspunktes 24 infolge der Wirkung der Und-Schaltung ab. Dieser Potentialabfall am Punkt
24 (s. Kurve 3) läßt auch die Spannung des Punktes 29 über den Gleichrichter 28 abfallen. Dadurch wird
die Elektronenröhre 31 nichtleitend, so daß das Potential der Anode 33 steigt, wodurch ein Ausgangsimpuls
an der Ausgangsklemme 37 gemäß der Kurve 5 eingeleitet wird.
Wenn das Potential an der Eingangsklemme 21 infolge des Abfallens des Signalimpulses auf seinen
normalen Wert zurückkehrt, kehrt auch die Spannung des Verbindungspunktes 24 auf seinen Normalwert
zurück, wie die Kurve 3 zeigt. Der Verbindungspunkt 29 bleibt jedoch im wesentlichen auf seinem niedrigsten
Potential infolge des jetzt geladenen Speicherelementes 30 und der Sperrwirkung des Gleichrichters
28. Kurz danach steigt das Potential an der Eingangsklemme 20 mit dem Abfall des Synchronisierimpulses,
wie Kurve 1 zeigt. Infolge der Wirkung des Gleichrichters 27 bewirkt der Potentialanstieg der Klemme
20, daß der Verbindungspunkt 29 sofort auf seinen Normalwert gemäß Kurve 4 zurückkehrt, wodurch
der leitende Zustand der Elektronenröhre 31 wiederhergestellt wird. Hierdurch wiederum wird das
Potential der Anode 33 gesenkt und der an der Ausgangsklemme 37 entstandene Ausgangsimpuls beendet,
wie Kurve 5 zeigt. Inzwischen, d. h. zwischen dem Zeitpunkt des Anstieges des Punktes 24 und dem
Zeitpunkt der Rückkehr des Punktes 29 auf den Anfangswert, beginnt das Speicherelement 30, sich
über den Sperrwiderstand des Gleichrichters 28 zu entladen. Dies hat keine Wirkung auf das Potential
an der Ausgangsklemme 37, da das Potential des Punktes 29 weit unter der Sperrspannung der Elektronenröhre
31 absinkt, wie durch die gestrichelte Gerade in Kurve 4 der Fig. 2 angedeutet wird.
Das Speicherelement 30 ist in Fig. 1 als gestrichelt
Das Speicherelement 30 ist in Fig. 1 als gestrichelt
ίο gezeichneter Kondensator dargestellt, weil in manchen
Fällen die Eingangskapazität der Elektronenröhre 31 allein als Speicherelement ausreicht. Es versteht
sich natürlich, daß diese Eingangskapazität, falls erforderlich, ergänzt werden kann durch eine zwisehen
Punkt 29 und Erde eingeschaltete zusätzliche Kapazität.
Eines der wichtigen Merkmale der in Fig. 1 gezeigten Ausführung der Erfindung, d. h. bei negativen
Eingangs- und Taktimpulsen und einer normalerweise leitenden Elektronenröhre, ist die Tatsache, daß
die Höhe der Ausgangsamplituden durch die Wahl des Arbeitspunktes der Elektronenröhre sehr genau
festgelegt werden kann. Je nach Bedarf kann die Anordnung von Fig. 1 leicht so abgeändert werden,
daß positive Synchronisier- und Signalimpulse verwendet werden können. Die Polarität der Gleichrichter
wird umgekehrt, und die Elektronenröhre 31 wird so geschaltet, daß sie normalerweise nichtleitend ist.
Eine solche abgeänderte Anordnung hat den Vorteil, daß die an die Gleichrichter 22, 23, 27 und 28
gestellten Anforderungen weniger streng sind.
Die Anordnung nach Fig. 1 kann, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, durch Weglassen
des Gleichrichters 22 abgewandelt werden, so daß eine direkte Verbindung von 20 nach 24 vorliegt.
Die sich dann ergebende Schaltung stellt funktionsmäßig ein Äquivalent zu der in Fig. 1 gezeigten und
oben beschriebenen Schaltung dar. In diesem Falle übernehmen die in Reihe geschalteten Gleichrichter
27 und 28 außer der oben beschriebenen Wirkung auch die Aufgabe des Gleichrichters 22. Diese abgewandelte
Form ist um so eher möglich, je größer das Verhältnis von Sperr- zu Durchlaßwiderstand der
verwendeten Gleichrichter ist.
Die Elektronenröhre 31 kann durch einen anderen Abschluß ersetzt werden. Voraussetzung ist dann
immer dabei, daß das Speicherelement 30 aus einem Kondensator besteht und der Verbindungspunkt 29
Ausgangsklemme wird. Die an Klemme 29 entstehenden Ausgangsimpulse können durch Verwendung
eines Impulstransformators oder einer anderen Phasenumkehranordnung gegenüber den durch Kurve 4
dargestellten Impulsen in bezug auf die Polarität umgekehrt werden. Es wird lediglich vorausgesetzt,
daß die Eingangsimpedanz der an den Verbindungspunkt 29 angeschlossenen Auswertevorrichtung verhältnismäßig
hoch ist, so daß sie keine besondere Wirkung auf das Speicherelement 30 ausübt. Sonst
muß diese Belastungsimpedanz bei der Wahl des Wertes der Kapazität 30 berücksichtigt werden.
In einer speziellen Ausführung nach der Erfindung für eine Impulsbreite von etwa 10 Nanosekunden und
für eine Impulsfolgefrequenz von mindestens 10 MHz wurden folgende Schaltelemente benutzt:
Gleichrichtet,23,27und28 TypelNöO
Widerstand 25 7500 Ω
Widerstand 25 7500 Ω
Widerstand 35
220 Ω
Claims (1)
1. Durch Synchronisierimpulse gesteuerter 3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2,
Impulsentzerrer zur Formung rechteckiger Im- dadurch gekennzeichnet, daß die Und-Schaltung
pulse aus Signalimpulsen beliebiger Impulsform, io aus einer Diode (23), einem Widerstand (25)
dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisier- sowie aus Dioden (27, 28) besteht, welche die
impulse (1) und die Signalimpulse (2) gleicher Ladung bzw. die Entladung der Kapazität (30)
Polarität, vorzugsweise negativer Polarität, einer bewirken.
Und-Schaltung (22, 23, 25) zugeführt werden, die
beim Wirksamwerden die Aufladung eines dem 15
Ausgang des Impulsentzerrers zugeordneten In Betracht gezogene Druckschriften:
Speicherelementes (30), insbesondere einer Kapa- Deutsche Patentschrift Nr. 721955;
zität, über einen der Und-Schaltung (22, 23, 25) »Waveforms«, McGraw Hill Book Comp., 1949,
nachgeschalteten Gleichrichter (28) mit einer S. 375 bis 383.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 707/174 9.61
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US510804A US2943264A (en) | 1955-05-24 | 1955-05-24 | Pulse reshaper |
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Family Applications (1)
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-
1956
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- 1956-05-23 GB GB15903/56A patent/GB826029A/en not_active Expired
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