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DE1114509B - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden

Info

Publication number
DE1114509B
DE1114509B DEE10815A DEE0010815A DE1114509B DE 1114509 B DE1114509 B DE 1114509B DE E10815 A DEE10815 A DE E10815A DE E0010815 A DEE0010815 A DE E0010815A DE 1114509 B DE1114509 B DE 1114509B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
boric acid
preparation
percent
aminophenol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE10815A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Priority to DEE10815A priority Critical patent/DE1114509B/de
Publication of DE1114509B publication Critical patent/DE1114509B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/16Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by singly-bound oxygen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureamiden Die Erfindung betrifft die Herstellung von Carbonsäureamiden aus primären oder sekundären p-Aminophenolen oder -thiophenolen und Monocarbonsäuren mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen durch Kondensation in Gegenwart eines mit Wasser azeotrop destillierenden Lösungsmittels und Reaktionsbeschleunigern.
  • Diese besondere Gruppe von Amiden findet in letzter Zeit ständig zunehmende Verwendung als Antioxydationsmittel für verhältnismäßig nichtflüchtiges organisches Material, das normalerweise bei Lagerung infolge unerwünschter Oxydationsreaktionen verdirbt.
  • Diese Acyl-p-aminophenole oder -thiophenole werden hergestellt, indem man eine Monocarbonsäure in Gegenwart eines mit Wasser azeotrop destillierenden organischen Lösungsmittels, wie Benzol, Toluol oder Xylol, mit para-Aminophenol oder -thiophenol erhitzt.
  • Dieses Verfahren zur Herstellung dieser Amide besitzt gewisse Nachteile. Da es schwierig ist, p-Aminophenol, ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen, in weißer und reiner Form zu erhalten, sind die Umsetzungsprodukte daher ebenfalls farbig. Außerdem verfärben sich die Produkte durch unerwünschte Zerfallreaktionen, die während des Verlaufs der ziemlich langen Umsetzung stattfinden, noch weiter. Angesichts der Tatsache, daß die angestrebten Antioxydationsmittel ausgedehnte Verwendung bei hellen Harzen und Kunststoffen finden, welche keine farbigen Zusätze vertragen, ist die Entstehung eines farbigen Produktes unerwünscht.
  • Es wurde nun gefunden, daß durch Verwendung von Borsäure als Katalysator bei der Herstellung dieser Amide die obenerwähnten Schwierigkeiten beseitigt werden. Man erhitzt daher die Ausgangsstoffe in Gegenwart von Borsäure und eines mit Wasser azeotrop destillierenden Lösungsmittels. Die Vorteile des beanspruchten Verfahrens beruhen auf der Tatsache, daß die Reaktionszeit und damit der Zerfall des Produktes wesentlich herabgesetzt wird.
  • Angesichts der Tatsache, daß Borsäure bei Reaktionen, in welchen andere Säurekatalysatoren Verwendung finden, wie z. B. bei der Herstellung eines einfachen Esters, eines Acetals, eines Olefins aus einem Alkohol oder eines ungesättigten Alkohols aus einem Glykol, nicht wirksam ist, überrascht es besonders, daß Borsäure für diese besondere Art von Umsetzungen ein derart wirksamer Katalysator ist.
  • Andererseits sind die üblichen, in der Technik bekannten Säurekatalysatoren nicht geeignet, die Reaktion der vorliegenden Erfindung zu katalysieren. Wie in der USA: Patentschrift 2 653 158 ausgeführt, wird wohl durch Mineralsäuren die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht, jedoch sei es angebracht, wenn man Acyl-p-aminophenole mit guten Farbeigenschaften gewinnen will, keine Mineralsäuren als Katalysatoren dem Reaktionsgemisch zuzusetzen. Nach dieser Patentschrift wird Acetyl-p-aminophenol hergestellt und danach die Acetylgruppe gegen eine andere Acylbaruppe ausgetauscht. Die vorliegende Erfindung gestattet die direkte Herstellung des gewünschten Säureamids aus dem Amin. Die Einsparung eines Verfahrensschrittes bedeutet einen beträchtlichen Vorteil des vorliegenden Erfindungsgegenstandes.
  • Die Borsäure wird vorteilhafterweise in einer Menge bis zu etwa 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reaktionsteilnehmer und azeotrop destillierbaren Lösungsmittel, verwendet.
  • Als mit Wasser azeotrop destillierende Lösungsmittel dienen z. B. Benzol, Toluol oder Xylol. Nach der Umsetzung trocknet man das Amid und erhält es in verhältnismäßig reiner Form. Die Acyl-p-aminophenole können auch aus Isopropylalkohol umkristallisiert werden. Die Produkte sind frei von Borsäure sowie von irgendwelchen schädlichen Nachwirkungen auf Grund deren Verwendung.
  • Als Monocarbonsäuren dienen z. B. Buttersäure (C4), Kapronsäure (Co), Kaprylsäure (C8), Kaprinsäure (Cio), Laurinsäure (C12), Myristinsäure (C14), Palinitinsäure (C1.), Stearinsäure (C1$), Undecylensäure (C11=), Ölsäure (C18---), Leinölsäüre (C18=), Cyclohexylvaleriansäure (C11), CycIohexylkapronsäure, C$ Oxosäuren, C9 Oxosäuren, C13 Oxosäuren, Naphthensäuren und die Harzsäuren.
  • Beispiel 1 Durch Reaktion von Stearinsäure mit p-Aminophenol stellt man in drei Versuchen N-Stearoylp-aminophenol her. Die Versuche wurden unter genau den gleichen Bedingungen durchgeführt, mit der Ausnahme, daß bei einem Versuch kein Katalysator anwesend war und bei den beiden anderen Versuchen 1 bzw. 2 Gewichtsprozent Borsäure verwendet wurden. In ähnlicher Weise stellte man N-Lauroyl-p-aminophenol in zwei Versuchen her, wobei der eine Versuch ohne Borsäure und der andere mit 2 Gewichtsprozent Borsäure durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind nachstehend aufgeführt:
    Wirkung von Borsäure auf die Herstellung
    von N-Laurol- und N-Stearoyl-p-Aminophenol
    Molprozent Aus- Molprozent Aus-
    Gewichtsprozent beute an N-Laurol- beute an N-Stearoyl-
    Borsäure p-aminophenol p-aminophenol
    in 2 Stunden in 3 Stunden
    bei 1400 C bei 1430 C
    0 11 44
    1` - 69
    2 54 79
    Aus diesen Beispielen geht hervor, daß sich durch Verwendung von Borsäure als Katalysator 57 und 79% höhere Ausbeuten des Stearoylderivats und 390°/o größere Ausbeuten des Lauroylderivats erzielen ließen. Die Herabsetzung der Reaktionsgeschwindigkeit fördert auch die Verbesserung der Farbe des Produktes. Die beiden mit Borsäure katalysierten Reaktionen zur Herstellung der Stearoylverbindung ergaben weiße Endprodukte, während beim Kontrollversuch ein verfärbtes graues Produkt erzielt wurde; alle drei Präparate besaßen jedoch den gleichen Schmelzpunkt, nämlich 125 bis 127° C.
  • Beispiel II Durch Erhitzen eines Überschusses von 9 Molprozent an C13 Oxosäuren mit dem Aminophenol in Gegenwart von Toluol als Lösungsmittel, das mit Wasser azeotrop destilliert, und 0,5 Gewichtsprozent Borsäure als Katalysator wurde ein Acylderivat von 3-Pentadecyl-4-aminophenol hergestellt. Nach 7 Stunden erhielt man bei einer Flüssigkeitstemperatur von 145 bis 151' C eine Ausbeute von 94 Molprozent N-Tridecanoyl-3-pentadecyl-4-aminophenol. Beispiel III 125 g p-Aminothiophenol wurden mit 200 g Laurinsäure umgesetzt. Als Lösungsmittel, das mit Wasser azeotrop destilliert, verwendete man 100 g Toluol. Das Ganze wurde erhitzt und die Temperatur bei etwa 130 bis 145° C gehalten. Zu Beginn der Reaktion setzte man 4 g Borsäure als Katalysator zu. In 4 Stunden erzielte man eine Ausbeute von 8911/o N-Lauroyl-p-aminothiophenol.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureamiden aus primären oder sekundären p-Aminophenolen oder -thiophenolen und Monocarbonsäuren mit 2 bis 21 Kohlenstoffatomen durch Kondensation in Gegenwart eines mit Wasser azeotrop destillierenden Lösungsmittels und Reaktionsbeschleunigern, dadurch gekennzeichnet, daß in Gegenwart von Borsäure als Katalysator gearbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von Mengen bis zu 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 2 Gewichtsprozent Borsäure, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reaktionsteilnehmer und des Lösungsmittels, arbeitet. In Betracht gezogene Druckschriften: USA-Patentschrift Nr. 2 653 158.
DEE10815A 1955-06-03 1955-06-03 Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden Pending DE1114509B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2653158A (en) * 1951-06-29 1953-09-22 Standard Oil Dev Co Preparation of acyl p-amino-phenols

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2653158A (en) * 1951-06-29 1953-09-22 Standard Oil Dev Co Preparation of acyl p-amino-phenols

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