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Anordnung einer Mehrzahl von Kurbelschaltern bei Präzisions-Meßeinrichtungen,
wie elektrischer Kompensator, Meßbrücke, Kurbelwiderstand od. dgl., bei denen jedem
Schalter eine Ziffernanzeige zugeordnet ist Es ist bereits ein Schalttisch für Röntgenapparate
bekannt, bei welchem den Schaltknöpfen Meßinstrumente zugeordnet sind, die Spannungen
bzw. Ströme anzeigen. Bei einem weiteren bekannten Schalttisch ftir Röntgenapparate
ist eine Belichtungstabelle in Walzenform vorgesehen, wobei diese Belichtungstabelle
durch ein gerändeltes Rad verstellt werden kann. Rändelrad und Belichtungstabelle
sind ein zusammenhängender Körper. Für die eigentliche Anzeige werden bei diesem
bekannten Schalttisch wieder Meßinstrumente verwendet. Bei einem weiteren bekannten
Schalttisch ist eine Drucktastenplatte vorgesehen, wobei jeder Drucktasfe eine Kennzeichnung
zugeordnet ist.
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Es sind bereits Präzisionsmeßeinrichtungen in Form von Kompensatoren,
Meßbrücken, Kurbelwiderständen od. dgl. bekanntgeworden (s. Fig. 1), die zur Einstellung
mit einer Mehrzahl von Kurbelschaltern 1 bis 5 ausgerüstet sind. Durch diese Kurbelschalter
werden beispielsweise Widerstands spulen geschaltet, und diese Schalter können als
Einfach- oder Doppelkurbelschalter ausgebildet sein. Die Schalterstellung wird dabei
durch Ziffern gekennzeichnet, die in Schaulöchern 6, 7, 8, 9, 10 der Deckplatte
11 der Einrichtung erscheinen. Bei den bekannten Einrichtungen ist die Achse des
Kurbelschalters mit einer Skalenscheibe ausgerüstet, die mit Ziffern versehen ist.
Die Skalenscheibe ist unter der Deckplatte 11 angeordnet, und bei Betätigung des
über der Deckplatte angeordneten, gleichfalls auf der Achse des Kurbelschalters
angeordneten Knopfes werden die Ziffern der Skalenscheibe entsprechend der Stufenzahl
des Schalters nacheinander im Schauloch der Deckplatte 11 sichtbar. Die Ziffernanzeige
liegt also unmittelbar im Bereich des jeweiligen Schalters.
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Bei eine Mehrzahl (beispielsweise fünf) von Kurbelschaltern verwendenden
Präzisionsmeßeinrichtungen erfolgt dann die Ablesung des eingestellten Wertes immer
unmittelbar am Schalter. Derartige Meßeinrichtungen haben relativ große Abmessungen
(beispielsweise 350 x 550 mm). Die verwendeten Kurbelschalter 1 bis 5 sind in vielen
Fällen nicht nur in einer Reihe, sondern in zwei Reihen angeordnet (Fig. 1). Der
gegenseitige Abstand der Kurbelschalter ist gleichfalls relativ groß (etwa 150mm).
Die bekannten Meßeinrichtungen sind ferner mit einer Vielzahl von Klemmen oder Buchsen
12 und mit einer weiteren Vielzahl von Schaltern, wie sie in der Fig. 1 beispielsweise
mit 13 bis 15 bezeichnet sind, ausgerüstet. Diese Schalter dienen dabei beispielsweise
als Hauptschalter, Meßbereichsschalter od. dgl.,
wobei im Ausführungsbeispiel angenommen
sei, daß der Schalter 15 ein Meßbereichsschalter sein soll.
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Bei derartig ausgebildeten Einrichtungen ist die Ablesung der eingestellten,
den jeweiligen Schaltern zugeordneten Ziffern einmal wegen des großen gegenseitigen
Abstandes (150 mm) und wegen der gegebenenfalls mehrreihigen Anordnung der KurbeIschalter
unvorteilhaft. Die auseinandergezogene Darstellung der Ziffern kann zu Denk- und
Ablesefehlern Anlaß geben. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Meßeinrichtungen
keine Mittel aufweisen, die bei der Einstellung von Dezimalzahlen die Kommastellung
berücksichtigen.
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Durch die Erfindung werden die obengenannten Nachteile vermieden.
Es wird auch bei Meßeinrichtungen mit mehrreihig angeordneten Kurbelschaltern stets
eine einreihige Anzeige und Ablesung der Ziffern erreicht, wobei der Ort der Anzeige
darüber hinaus praktisch beliebig wählbar ist. Durch die Erfindung wird ferner eine
selbsttätige Kommasetzung erreicht. Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung
einer Mehrzahl von Kurbelschaltern bei Präzisionsmeßeinrichtungen, wie elektrischer
Kompensator, Meßbrücke, Kurbelwiderstand od. dgl., bei denen jedem Schalter eine
Ziffernanzeige zugeordnet ist. Die Erfindung besteht darin, daß die jedem Schalter
zugeordneten Ziffern von diesem räumlich getrennt sind
und die Ziffern
aller Schalter an einer Stelle zusammengefaßt und dicht nebeneinander angeordnet
sind. Einer weiteren Ausbildung entsprechend ist eine Einrichtung zur Kommaverstellung
vorgesehen.
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Zweckmäßig ist jedem Schalter eine von diesem getrennte, mit Ziffern
versehene Rolle zugeordnet, die die Schalterstellung kennzeichnet, und die Rollen
aller Schalter sind an einer Stelle zusammengefaßt und dicht nebeneinander angeordnet.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Rollen durch eine
verschiebbare, -mit Fenstern und einem Komma versehene Platte abgedeckt. Zweckmäßig
sind die Schalter und die Rollen bzw. die Fensterplatten über Seilzüge miteinander
verbunden.
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Die Erfindung wird an Hand der in den Fig. 2 und 3 schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Gleiche Elemente dieser Figuren tragen die
gleichen Bezugszeichen wie in der Fig. 1.
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Das Ausführungsbeispiel nach der Fig.3 ist aus Raumgründen nicht maßstäblich
dargestellt.
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Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, ist bei der ertindungsgemäßen Ausbildung
der Meßeinrichtung die Anordnung der Kurbelschalter 1 bis 5, der Klemmen oder Buchsen
12 und der weiteren Schalter 13 bis 15 unverändert geblieben. Im Gegensatz zu der
bekannten Einrichtung nach der Fig. 1 ist die Ziffernanzeige von den einzelnen Schaltern
1 bis 5 getrennt und zu einem Feld 16 zusammengefaßt. Die Deckplatte 11 der Einrichtung
weist ein einziges Fenster 17 auf, in welchem die den einzelnen Kurbelschaltern
1 bis 5 zugeordneten Ziffern erscheinen. Über den Ziffern ist eine verschiebbare
Abdeckplatte 18 angeordnet, die in sich gleichfalls Fenster 19 bis 25 aufweist,
wie aus der Ausbildung nach der Fig. 3 ersichtlich ist.
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Für die Anzeige aller Schalterstellungen an einem einzigen Ort werden
Rollen verwendet, die auf ihrem Umfang mit Ziffern versehen sind. Diese Rollen sind
in der Fig. 3 unterhalb der Platte 18 mit 26 bis 30 schematisch angedeutet. Die
Rollen 30 sind über Seilzüge31 bis 35 und Umlenkrollen 36 bis 40 mit den Kurbelschaltern
1 bis 5 verbunden. Die Rollen 26 bis 30 stehen dabei unter einer Federkraft. Bei
Betätigung der Schalter 1 bis 5 werden die jeweils zugeordneten Rollen 26 bis 30
entsprechend in der einen oder anderen Richtung verstellt.
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Die Platte 18 ist mit einem Komma 41 versehen und ferner über eine
Feder 42, ein Seil 43 und eine Umlenkrolle 44 mit dem Meßbereichsschalter 15 der
Einrichtung
verbunden. Die Platte 18 wird über eine weitere Feder 45 an einem festen Punkt 46
gehalten und ist bei Betätigung des Meßbereichsschalters 15 in der durch Doppelpfeil
angedeuteten Richtung verschiebbar. Entsprechend dem mittels des Schalters 15 eingestellten
Meßbereich ergibt sich eine Verschiebung des Kommas in der Pfeilrichtung über die
durch den Meßbereich bestimmten Stellen. Die Umlenkrollen 36 bis 40 sind auf einem
feststehenden kammartigen Träger 47 angeordnet.