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DE1113580B - Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfaehigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfaehigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems durch Schmelzflusselektrolyse

Info

Publication number
DE1113580B
DE1113580B DEU3920A DEU0003920A DE1113580B DE 1113580 B DE1113580 B DE 1113580B DE U3920 A DEU3920 A DE U3920A DE U0003920 A DEU0003920 A DE U0003920A DE 1113580 B DE1113580 B DE 1113580B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
electrolyte
electrolysis
metal
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU3920A
Other languages
English (en)
Inventor
Ralph Michael Sarla
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1113580B publication Critical patent/DE1113580B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/26Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of titanium, zirconium, hafnium, tantalum or vanadium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/32Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of chromium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/34Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of metals not provided for in groups C25C3/02 - C25C3/32

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems durch Schmelzflußelektrolyse Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schmelzelektrolytischen Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere von Tantal, Niob, Titan oder Zirkonium. Diese Metalle können durch Schmelzflußelektrolyse einer Verbindung des herzustellenden Metalls, die in einem Elektrolyten aus geschmolzenen Alkali- und Erdalkalihalogeniden gelöst ist, hergestellt werden. Als Elektrolyte werden meist Calciumchlorid, Natriumchlorid oder Kaliumehlord, Mischungen aus Calcium- und Magnesiumchlorid, aus Calcium-, Natrium- und Kaliumchlorid oder aus Natrium- und Kaliumchlorid verwendet.
  • Die Duktilität der hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metalle wird bekanntlich durch Spuren anderer Elemente nachteilig beeinflußt. So stört z. B. die Gegenwart von geringen Wasserstoffmengen im reaktionsfähigen Metall, weil sie die Kornstruktur des Metalls nachteilig beeinflußt. Solche wasserstoffhaltigen Metalle weisen zwar häufig anfangs eine ausreichende Härte und Zugfestigkeit auf, versagen jedoch bei Beanspruchungen nach kurzer Benutzungszeit: Die Metalle können Wasserstoff aus verschiedenen Quellen aufnehmen, z. B. aus der sich bei Stillegung des Metallofens in der Ausmauerung ansammelnden Feuchtigkeit oder aus dem Wasserstoff oder Wasser aus dem verwendeten Elektrolyten oder aus dem Dampf- und/oder Heißluftstrom, mit dem die -zum Schmieden der Metalle verwendeten Gesenke gereinigt werden, öder schließlich wenn wie bei einem bekannten Verfahren in den Schmelzelektrolyten gasförmiges Titantetrachlorid und Wasserstoff eingeleitet werden.
  • Die bekannten Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metallen durch Schmelzflußelektrolyse weisen den Nachteil auf, daß sich die Metalle nicht direkt in dem gewünschten Reinheitsgrad herstellen lassen, sondern eine zusätzliche und schwierige Reinigung notwendig ist.
  • Zur Herstellung von Tantal aus seinen Erzen, meist Tantalit, ist z. B. eine schwierige und kostspielige fraktionierte Kristallisation zur Entfernung -der. metitllischen und nichtmetallischen Verunreinigungen erforderlich, an die sich die chargenweise Elektrolyse eines Elektrolyten aus Kaliumfluortantalat anschließt. Hierbei wird ein eisernes Gefäß als Kathtde und ein Graphitstab als Anode verwendet. Bei der Elektrolyse wird feinpulveriges, schwach verunreinigtes metallisches Tantal an der Kathode abgeschieden; und ein Teil des im Ausgangssalz vorhandenen-'Fluors wird an der Anode als stark korrorendes:.Gas. entbunden. Am- Ende des Vorganges läßt man den Inhalt der Zelle erstarren und entfernt ihn daraus. Das Metall wird im üblichen chemischen Naßverfahren abgetrennt. Die am Ende des Vorganges in der Zelle zurückbleibende erstarrte Masse besteht zu 15'°/o aus metallischem Tantal; der Rest aus Kaliumfiuorid und Kaliumffuortantalat. Die Salze müssen jedoch nochmals behandelt werden, um das bei der Elektrolyse nicht in Metall umgewandelte Tantal zu gewinnen.
  • Es ist auch bekannt, Zirkoniumpulver durch Schmelzflußelektrolyse eines Gemisches von Alkali-oder Erdalkalihalogeniden und Kaliumzirköniumfluorid unter Verwendung eines Diaphragmas primär abzuscheiden. Durch die Zufuhr von Kaliumzirkoniumiluorid tritt nach und nach, da das Zirkonium abgeschieden wird, eine unerwünschte Anreicherung von Kaliumchlorid im Elektrolyten ein.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile vermieden; es werden hochschmelzende, reaktionsfähige Metalle der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere Tantal, Niob. Titan oder Zirkonium, in. kristalliner Form durch Schmelzflußelektrolyse unter Verwendung eines Elektrolyten aus einem Gemisch von. Alkalichlorid, Alkalifluorid und einem Halogenid des abzuscheidenden Metalls dadurch gewonnen, daß während der Elektrolyse zur Aufrechterhaltung der Zusammensetzung des Bades Halogenid des herzustellenden Metalls zugeführt wird. Es ist nicht mehr erforderlich, die den Elektrolyten bildenden Bestandteile nochmals zu behandeln und zu reinigen. Das Schmelzelektrolyseverfahren gemäß der Erfindung ist besser, wirksamer und billiger als die bekannten Verfahren durchzuführen.
  • Polarisation wird bei derSchmelzelektrolyse praktisch vermieden.
  • Insbesondere gelingt es durch das elektrolytische Verfahren gemäß der Erfindung, metallisches Tantal einer Reinheit von 99,95% ohne nachfolgende Reinigung zu gewinnen.
  • Die Erfindung betrifft ein halbkontinuierliches elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Tautal, Niob, Titan, Zirkonium und Chrom ähnlichen hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems unter Verwendung eines vorwiegend aus Natriumchlorid und Natriumfluorid bestehenden Schmelzelektrolyten, dem das Halogenid des herzustellenden Metalls zugesetzt wird. Die Zusätze erfolgen periodisch während der Elektrolyse, wodurch sich die Elektrolysedauer verlängern läßt und eine bessere Regelung möglich ist. Das Verhältnis von Chlorid zu Fluorid wird in bezug auf die Menge des Chlorids des abzuscheidenden Metalls so bemessen, daß es dem Komplex Alkali-Schwennetall-Doppelfluorid entspricht, wobei es aber offen ist, ob sich dieser Komplex tatsächlich bildet. Die Elektrolyse braucht nur unterbrochen zu werden, wenn an der Kathode eine so dicke Metallschicht niedergeschlagen ist, daß ihre Entfernung erforderlich wird.
  • Auf diese Weise wird ein vom chemischen Gesichtspunkt kontinuierliches Verfahren erhalten, da alle im Ausgangsmaterial enthaltenen Elemente während des Vorganges aus der Zelle entfernt werden. Durch Verwendung einer Zelle mit einer sehr schnell auswechselbaren Kathode kann das Verfahren auch mechanisch kontinuierlich gemacht werden.
  • Das Mindestverhältnis von Chlorid des abzuscheidenden Metalls zu Alkalifluorid ist durch nachfolgende Gleichungen veranschaulicht: 7 NaF + TaC15 = NajaF,, + 5 NaCI 7 Na F + Nb C15 = Naz Nb F; + 5 Na Cl 6 NaF + TiC14 = Na. Ti F" + 4 NaCI 6 Na F -i- ZrCh = Nag ZrFs + 4 Na Cl Die Gleichungen enthalten nur vier der hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metalle der IV., V. und VI. Gruppe, die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung elektrolysiert werden können. An Stelle von Natrium können auch andere Alkalimetalle verwendet werden.
  • Die anfangs zu verwendenden Mindestmengen der Bestandteile im Elektrolyten stehen auf der rechten Seite der Gleichungen: jedoch kann der Elektrolyt überschüssiges Natriumchlorid enthalten. Vorzugsweise wird mehr als die angegebene Menge verwendet, damit sich während der Elektrolyse, besonders im Anfang, kein Fluor entwickelt. Solche Zusätze dienen auch zur Regelung des Schmelzpunktes des Elektrolyten. Während der Elektrolyse wird zur Aufrechterhaltung der Zusammensetzung des Bades Halogenid des abzuscheidenden Metalls zugeführt. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, bis das an der Kathode niedergeschlagene Metall einen zu großen Teil der Zelle ausfüllt und entfernt werden muß. Dann braucht der Strom aber nur während der wenigen zur Auswechslung der Kathoden erforderlichen Minuten abgestellt zu werden, und danach kann die Elektrolyse fortgesetzt werden. Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, dem Bad geringe Mengen gereinigten Elektrolyt zuzuführen, um den Verlust durch mechanischen Einschluß in den niedergeschlagenen Metalldendriten zu ersetzen.
  • Nachstehend wird das Verfahren gemäß der Erfindung beispielsweise erläutert: Beispiel 1 Ein elektrolytisches Bad aus gleichen Gewichtsmengen Natriumchlorid und Natriumfluorid wird zur Entfernung aller Spuren von Feuchtigkeit und Luft vorbehandelt. Die Mischung wird dann in einer elektrolytischen Zelle eingeschmolzen. Zu diesem Elektrolyten werden 3,65 Gewichtsteile Tantalpentachlorid gegeben und diese Mischung bei einer Spannung von 4 V und einem Strom von 90 A 4;65 Stunden elektrolysiert. Am Ende dieser Zeit werden 0,992 Teile metallisches Tautal erhalten. Danach werden 3,55 Teile Tantalpentachlorid in die Zelle gegeben und die Elektrolyse bei einer Zellenspannung von 4 V und einem Strom von 95 A fortgeführt. Nach 8,1 Stunden sind 1,82 Teile metallisches Tautal abgeschieden. Außer dem in dieser zweiten Stufe zugesetzten Tantalpentachlorid werden 2 Teile gereinigtes Natriumchlorid in die Zelle gegebenen und dadurch das Verhältnis von Natriumchlorid zu Natriumfluorid von 50 : 50 auf 56: 44 Gewichtsteile geändert. Nach der zweiten elektrolytischen Stufe werden in die Zelle 6,5 Teile Tantalpentachlorid gegeben und die Spannung auf 5 V und der Strom auf 188 A erhöht. Unter diesen Bedingungen werden nach 6,1 weiteren Stunden 2,7 Teile metallisches Tautal erhalten. Nach einem vierten Zusatz von 7,7 Teilen Tantalpentachlorid wird die Elektrolyse bei 6 V und 232 A fortgesetzt, und es werden 3,16 Teile metallisches Tautal erhalten. In der fünften Stufe werden 6,61 Teile Tantalpentachlorid zugegeben, und das Verfahren wird bei einer Spannung von 7 V und einem Strom von 365 A 6,1 Stunden fortgesetzt, wobei 3,1 Teile metallisches Tautal gewonnen werden. Im ganzen werden also in den fünf elektrolytischen Stufen 27,55 Teile Tantalpentachlorid zugesetzt und 11,75 Teile Tautal gewonnen. Die Brinellhärte des so hergestellten Tautals liegt zwischen 84 und 147 kg/mm2, die Stromausbeute beträgt 74 %. Beispiel 2 In entsprechender Weise werden Niobkristalle durch Elektrolyse von Niobpentachlorid in einem geschmolzenen Elektrolyten aus 72,5 Gewichtsprozent feuchtigkeits- und luftfreiem Natriumchlorid und 27,5 Gewichtsprozent feuchtigkeits- und luftfreiem Natriumfluorid erhalten.
  • Beispiel 3 Nach dem Verfahren des Beispiels 1 werden insgesamt 5,65 Gewichtsteile Niobpentachlorid mit einem Gehalt von 1,940 Teilen metallischem Niob zu etwa 17 Teilen des Grundelektrolyten bei einer Zellentemperatur von 800° C gegeben. Die Masse wird bei 5,5 V und 330 A elektrolysiert. Insgesamt werden 1,015 Teile grobe nadelförmige Niöbkristalle von einer durchschnittlichen Länge von 2 bis 4 mm und einem Durchmesser von 1 mm erhalten. Beispiel 4 In entsprechender Weise wird metallisches Titan aus Titantetrachlorid hergestellt. 2,5 Gewichtsteile Titantetrachlorid werden zu etwa 17 Teilen einer Mischung von Kaliumchlorid und Natriumfluorid im Verhältnis von 80:20 Gewichtsprozent gegeben. Durch einen Elektrolysestrom von etwa 180A und bei einer Spannung von 5 V wird die Zelle bei etwa 750° C in geschmolzenem Zustand gehalten. In 8 Stunden werden 0,139 Teile metallisches Titan erhalten.
  • Zu dem Salzrückstand des vorstehend angegebenen Beispiels werden 0,44 Teile Kaliumtitanfluorid gegeben, und danach wird die Mischung 13,5 Stunden mit einem Strom von etwa 180 bis 285 A elektrolysiert. Es werden 0,338 Teile metallisches Titan mit einer Brinellhärte von 239 kg/mm2 abgeschieden. Beispiel 5 In ähnlicher Weise werden 3,2 Gewichtsteile Titantetrachlorid zu 17 Teilen einer zu je 50 Gewichtsteilen aus Natriumchlorid und Natriumfluorid bestehenden Mischung gegeben. Die Mischung wird durch einen Strom von 225 bis 400 A und bei einer Spannung von 5 bis 6,25 V schmelzflüssig gehalten. Nach 12,5 Stunden sind 0,286 Teile Titan mit einer Brinellhärte von 226 kg/mm2 abgeschieden.
  • Neben den bisher beschriebenen Vorteilen des Verfahrens gemäß der Erfindung, einschließlich seines halbkontinuierlichen Charakters, bestehen weitere Vorteile darin, daß das hochschmelzende, reaktionsfähige Metall leicht von der Kathode entfernt werden kann; daß das Metall in Form von Dendriten abgeschieden wird und daß die einzelnen Kristalle des Metalls durchschnittlich 4 bis 5 mm lang sind und einen Durchmesser von 1 bis 2 mm haben. Die nach dem bekannten Verfahren hergestellten hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metalle fielen in Pulverform an; in der sie leicht Verunreinigungen enthalten können, da das Verhältnis von Oberfläche zu Masse erheblich größer ist als bei den Kristallen.
  • Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren abgeschiedene Metall braucht zur Entfernung des mechanisch mitgeschleppten Elektrolyten nur mit heißem Wasser ausgelaugt zu werden. Danach kann das Metall getrocknet und in einer inerten Atmosphäre im Lichtbogen zu einem Block geschmolzen werden. Da der Elektrolyt als wesentlichen Bestandteil Alkalichlorid enthält, wird das gebildete Fluor nicht als Gas entwickelt, sondern ersetzt das Chlor sofort unter Bildung von Fluorid.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfähigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere von Tantal, Niob, Titan oder Zirkonium, in kristalliner Form durch SchmeMußelektrolyse unter Verwendung eines Elektrolyten aus einem Gemisch von Alkalichlorid, Alkalifluorid und einem Halogenid des abzuscheidenden Metalls, dadurch gekennzeichnet, daß während der Elektrolyse zur Aufrechterhaltung der Zusammensetzung des Bades Halogenid des abzuscheidenden Metalls zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektrolyt verwendet wird, der überschüssiges Alkalichlorid enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektrolyten von Zeit zu Zeit geringe Mengen gereinigter Elektrolyt zugeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmelzbad aus 50 bis 56 Gewichtsteilen Natriumchlorid und 50 bis 44 Gewichtsteilen Natriumfluorid verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schmelzbad aus 80 Gewichtsteilen Kaliumchlorid und 20 Gewichtsteilen Natriumfluorid verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Halogenid des abzuscheidenden Metalls Tantalpentachlorid, Niobpentachlorid, Titantetrachlorid oder Zirkoniumtetrachlorid verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse bei einer Spannung von 4 bis 7 V durchgeführt wird. B. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Badtemperatur auf 750 bis 800° C gehalten wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 898 685; britische Patentschrift Nr. 698 151.
DEU3920A 1955-05-31 1956-05-26 Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden, reaktionsfaehigen Metallen der IV., V. und VI. Gruppe des Periodischen Systems durch Schmelzflusselektrolyse Pending DE1113580B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB698151A (en) * 1951-08-24 1953-10-07 Ici Ltd Electrolytic production of titanium
DE898685C (de) * 1944-07-08 1953-12-03 Lorenz C Ag Verfahren zur Herstellung von Zirkon durch Schmelzflusselektrolyse

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