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Kombinierter Druckmittel- und Handantrieb für Ventile u. dgl. tätige
Verschlüsse Die Erfindung bezieht sich auf einen kombinierten Druckmittel- und Handantrieb
für Ventile und dergleichen tätige Verschlüsse, wie sie beispielsweise zur Absperrung
von Ölquellen und Ölleitungen verwendet werden. Bei diesen und anderen Anwendungsfällen
ist es erwünscht, die Absperrung durch Fernantrieb öffnen und schließen zu können,
andererseits soll es aber auch möglich sein, sie im Bedarfsfalle von Hand zu verstellen.
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Es sind nun bereits kombinierte Druckmittel- und Handantriebe für
Ventile und dergleichen tätige Verschlüsse mit einem durch eine Stange auf das Verschlußstück
wirkenden Kolben bekanntgeworden, bei denen die Verbindung zwischen Kolben und Stange
durch einen mit dem Handrad verbundenen Schaft erfolgt, der seinerseits mit dem
Kolben verbunden ist und ein Innengewinde trägt, in das ein Außengewinde der Stange
eingreift. Bei diesem bekannten Gerät muß zur Überführung des Verschlußstücks aus
der unteren (geschlossenen) in die obere Lage zunächst der mit dem Handrad verbundene
Schaft, an welchen der tellerartig ausgebildete Kolben sitzt, gegenüber der Stange
und dem daran sitzenden Verschlußstück nach oben verschraubt werden, bis der tellerartige
Kolben einen Abfluß für das auf ihn einwirkende Druckmittel abschließt. Sobald der
Abfluß abgeschlossen ist, hält das Druckmittel den tellerartigen Kolben und die
Stange in der angehobenen Lage fest, so daß bei entgegengesetzter Drehung des Handrades
das Verschlußstück von seinem Sitz abgehoben wird, wenn die Stange wieder in den
Schaft hineingeschraubt wird. Bei Druckentlastung des Druckraumes wird der tellerartige
Kolben durch die Kraft einer Feder mit der gesamten Anordnung wieder nach unten
geführt und das Verschlußstück damit wieder auf seinen Sitz aufgesetzt. Abgesehen
davon, daß hier das Druckmittel nur das Offenhalten des Verschlußstückes und weder
dessen Öffnen noch dessen Schließen besorgen kann, ist es mit dieser Anordnung aber
auch nicht möglich, das Verschlußstück von seinem Sitz abzuheben, wenn der Druck
des Druckmittels nachläßt oder vollständig absinkt. Darüber hinaus kann dieses Ventil
aber auch nicht vollkommen selbsttätig ferngesteuert werden, da für das Anheben
des Verschlußstückes aus seiner selbsttätig geschlossenen Lage auf jeden Fall immer
zwei entgegengerichtete Schraubhübe erforderlich sind.
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Es sind auch schon von Hand und automatisch verstellbare Ventile anderer
Art bekanntgeworden, bei denen in dem mit dem Verschlußstück verbundenen Servokolben
auf der dem Verschlußstück gegenüberliegenden Seite das eine Ende einer Schraubhülse
zwischen zwei Anschlagstellungen längsbeweglich und drehbar geführt ist. Diese Schraubhülse
ist > auf eine in Längsrichtung am Gehäuse festgelegte, von einem Handrad drehbare
Gewindespindel aufgeschraubt und kann in zwei verschiedenen Stellungen ein Anschlagstück
tragen, welches mit zwei gegenüber dem Gehäuse ortsfesten Anschlägen zusammenwirkt.
Dieses wegen seiner vielen Führungen und bewegten Teile im Aufbau ziemlich verwickelte
Gerät dient dem Zweck, je nach Einstellung des von der Gewindehülse getragenen Verschlußstückes
das Öffnen oder Schließen von Hand zu verhindern und kann somit bei Handbedienung
nicht beliebig zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung verstellt werden.
Darüber hinaus muß bei der Bewegung von Hand zunächst immer ein gewisser toter Hub
überwunden und dann jeweils auch immer der Servokolben mitbewegt werden.
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Es sind auch schon Ventile vorgeschlagen worden, bei denen oben aus
dem Ventilgehäuse eine von dem Antriebskolben getragene Gewindespindel heraussteht.
Diese Spindel ragt dabei durch eine etwas oberhalb des Gehäuses sitzende und starr
mit diesem verbundene Brücke hindurch, wobei an der Durchtrittsstelle durch die
Brücke eine Gewindebüchse angeordnet
ist, mittels deren der Antriebskolben
und damit das Verschlußstück bei Ausfall des Druckmittels von Hand verstellt werden
kann. Um das Verschlußstück von Hand zu verstellen, muß also auch hier immer der
Servoantrieb mitbewegt werden. Darüber hinaus sind für jeden von Hand angetriebenen
Stellvorgang jeweils zwei Schraubhübe der verwendeten Gewindebüchse notwendig. Das
ist durch die Bauweise des Gerätes bedingt, bei der die mit den Handverstelleinrichtungen
zusammenwirkende Spindel zugleich starr mit dem Antriebskolben für den Druckmittelantrieb
verbunden ist.
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Gemäß einem anderen Vorschlag befindet sich oben an einer starr mit
einem Antriebskolben ver-=:)undeaen glatten Stange ein Anschlag, gegen den bei Handverstellung
des Verschlußstückes nach oben das obere Ende einer in dem Gehäuse geführten und
von einem Handrad gedrehten, steigenden Hohlspindel von unten anstößt. Auch hier
muß bei Handverstellung des Ventils jeweils der Druckmittelantrieb mitbewegt werden.
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Bei einem weiteren bekannten Ventil sitzt auf der dem Verschlußstück
gegenüberliegenden Seite eines Servokolbens eine nach oben aus dem Zylinder des
Kolbens hinausragende Stange. Dabei wird diese Stange von der glatten Innenbohrung
einer oben in den Zylinder eingeschraubten steigenden Hohlspindel umgeben, die starr
mit einem Handrad verbunden ist. Um nun das Verschlußstück durch Handbetätigung
anheben zu können, ist ein Kupplungsstück vorgesehen, welches die oberen Endender
Hohlspindel und der mit dem Servokolben verbundenen Stange miteinander kuppelt.
Wenn das geschehen ist, wird beim Herausschrauben der Hohlspindel die Stange und
damit der Servokolben und das Verschlußstück mit nach oben genommen. Wird das Kupplungsstück
gelöst, so gleitet die Stange unter dem Einfluß der Kraft einer zwischen den Servokolben
und den Zylinderdeckel eingeschalteten Feder in der Hohlspindel wieder nach unten.
Auch bei diesem Ventil muß bei Handverstellung des Verschlußstückes der Servokolben-
immer mitbewegt werden, wobei sich die Federbelastung des Kolbens noch erschwerend
auswirkt. Ein ungewolltes Ausrasten des Kupplungsstückes in der öffnungsstellung
des Ventils führt außerdem in unerwünschter Weise zu einem abrupten Schließen.
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Es gibt auch schon Ventile, bei denen sich in öffnungsrichtung wirkende
Federn, die an einer mit einem Servokolben des Ventils verbundenen Stange angreifen,
außerhalb des Gehäuses befinden.
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Zum Stande der Technik gehört auch ein membranbetätigtes Ventil, bei
dem die Betätigungsmembran und das Verschlußstück durch eine starre Stange miteinander
verbunden sind. Diese Stange trägt dabei zwei Anschläge, zwischen denen eine innen
glatte Betätigungshülse für die Handverstellung geführt ist. Diese Betätigungshülse
trägt ein Außengewinde, auf dem ein in seiner Innenbohrung mit Innengewinde versehenes
Schneckenrad bei Antrieb durch eine im Gehäuse gelagerte Schnecke verschraubt werden
kann. Dieses Ventil ist wegen seiner zahlreichen Getriebeelemente teuer, unerwünscht
groß und wartungsbedürftig.
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Das gleiche gilt für ein ähnliches bekanntes Ventil, bei dem der Servokolben
eine im Zylinderdeckel geführte Innengewindebuchse trägt, in die das Gewinde eines
mit dem Verschlußstück längsstarr verbundenen Schaftes eingreift. Dieser Schaft
kann bei Antrieb durch ein Kegelradgetriebe in der genannten Innengewindebuchse
auf und nieder geschraubt werden, um so eine Handverstellung des Verschlußstückes
zu erreichen.
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Es gibt auch schon membranbetätigte Ventile, bei denen das Verschlußstück
mit der Betätigungsmembran durch einen starren Schaft verbunden ist, der durch die
glatte Innenbohrung einer Außengewindespindel hindurchgeführt ist. Auf dieser Außengewindespindel
ist ein Handrad verschraubbar, in dessen Nabe wiederum ein Axialkugellager angebracht
ist, dessen äußerer Laufring zu der einen Seite der genannten Membran hinweist.
Auf diesem äußeren Laufring befinden sich nun durch das Membrangehäuse hindurchragende
Betätigungsfinger, die gegen die eine Seite der Membran stoßen. Wird das Handrad
in Richtung auf die Membran zu auf seiner Spindel verschraubt, so drücken die Betätigungsstifte
gegen die Membran und verstellen somit diese und das mit ihr verbundene Verschlußstück.
Auch dieses Ventil ist wegen seines komplizierten Aufbaus teuer und störungsempfindlich,
und darüber hinaus ist mit ihm von Hand auch nur eine Verstellung des Verschlußstückes
im Öffnungssinne möglich.
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Es finden sich auch schon Ventile mit Druckmittel- und Handantrieb,
bei denen sich auf der dem Verschlußstück gegenüberliegenden Seite des Servokolbens
eine Stange befindet, deren oberes Ende mit einer Gewindespindel längsstarr, aber
bei Bedarf drehbeweglich gekuppelt ist. Diese Gewindespindel arbeitet nun mit einem
Handrad zusammen, welches am oberen Gehäuseende leicht drehbar gelagert ist. Da
es bei diesem Ventil auf Leichtläufigkeit der Spindel in dem Handrad ankommt, befinden
sich in dem Handrad an Stelle eines mit der Spindel zusammenpassenden Innengewindes
entsprechende Kugellaufbahnen. Wenn dieses Ventil durch den Druckmittelantrieb betätigt
werden soll, dann muß die erwähnte Kupplung zwischen der Stange und der Gewindespindel
gelöst werden, so daß die Gewindespindel bei Auf- und Abwärtsbewegung des Servokolbens
sich durch das genannte Kugelgetriebe hindurchdrehen und auf bzw. ab steigen kann.
Soll vom Druckmittel- auf Handantrieb umgestellt werden, so muß in die Kupplung
ein die Stange und die Spindel drehstarr miteinander verbindender Stift eingefügt
werden, und eine Drehung des Handrades läßt dann die Spindel und die mit ihr verbundenen
Teile einschließlich des Verschlußstückes auf bzw. nieder gehen. Bei diesem Ventil
ist es also erforderlich, bei jedem Wechsel vom Druckmittelantrieb auf Handantrieb
denKupplungsstift herauszunehmen bzw. einzusetzen. Abgesehen davon, daß dieser Stift
sich leicht verklemmen, abbrechen oder verlorengehen kann, ist diese Kupplung, die
sowohl Längs- als auch Drehbewegungen übertragen bzw. eine Drehung der miteinander
gekuppelten Teile zulassen muß, ein unerwünscht störungsempfindliches Bauteil. Das
gilt auch für das bei dieser Konstruktion erforderliche reibungsarme Kugelgetriebe,
welches keineswegs für einen rauhen Betrieb geeignet ist. Auch hier muß der Antriebskolben
des Druckmittelantriebes bei Handantrieb des Ventils jederzeit mitbewegt werden,
und beim automatischen Betrieb läuft jederzeit das Handrad mit.
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Schließlich ist auch noch ein kombinierter Druckmittel- und Handantrieb
für Ventile bekanntgeworden, bei dem der Servokolben des Druckmittelantriebes
mit
einem nicht selbst hemmenden Innengewinde auf einem Außengewindeteil einer an seinem
unteren Ende das Verschlußstück tragenden Spindel geführt ist. Der Servokolben ragt
mit einem hülsenförmigenEnde nach oben aus seinemZylinder hinaus und ist außerhalb
des Zylinders längsbeweglich, aber drehstarr geführt. Die das Verschlußstück und
den Kolben tragende Spindel ragt ebenfalls nach oben über den Zylinder und den sie
umgebenden Kolben hinaus und trägt an ihrem oberen Ende ein weiteres, selbst hemmendes
Gewindestück, welches in einer starr mit dem Zylindergehäuse geführten Brücke verschraubt
werden kann. Schließlich ist mit dem oberen Ende des selbst hemmenden Gewindestückes
ein Handrad starr verbunden. Bei dieser Anordnung sind am oberen Ende des Zylinders
des Druckmittelantriebes zwei Dichtungsstellen für die teleskopartig aneinander
geführten Teile erforderlich. Die Bauweise dieses Ventils bedingt es, daß das Verschlußstück
sich bei jeder Betätigung dreht, und daher eignet sich dieseKonstruktion nicht fürFlachschieber
u. dgl. Darüber hinaus dreht sich auch bei jeder Betriebsart das Handrad.
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Um nun die Mängel der bisher bekanntgewordenen Geräte zu vermeiden,
werden bei einem kombinierten Druckmittel- und Handantrieb für Ventile und dergleichen
tätige Verschlüsse mit einem durch eine Stange auf das Verschlußstück wirkenden
Kolben, wobei die Verbindung zwischen Kolben und Stange durch einen mit dem Handrad
verbundenen Schaft erfolgt, der seinerseits mit dem Kolben verbunden ist und einInnengewinde
trägt, in das einAußengewinde der Stange eingreift, erfindungsgemäß Mittel vorgesehen,
die bei Drehung des Schaftes von Hand eine Hin- und Herbewegung desselben verhindern
und so eine Hin- und Herbewegung der Stange zwecks Verstellung des Verschlußstückes
verursachen.
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Eine solche Anordnung zeichnet sich durch einfacheBauweise und großeBetriebssicherheit
aus, vermeidet dabei die oben beschriebenen Mängel der bis- , herigen kombinierten
Druckmittel- und Handantriebe für Ventile u. dgl. Insbesondere ist bei dem erfindungsgemäßen
Antrieb eine vollkommen selbsttätige Verstellung ohne jegliche Handgriffe möglich,
und umgekehrt brauchen bei Handbetätigung keine dem Druckmittelantrieb angehörenden
Teile mitbewegt zu werden. Auch erübrigen sich komplizierte Kupplungs- und Getriebeteile.
Da sich bei dieser Anordnung trotz ihres einfachen Aufbaus das Verschlußstück nicht
mitdreht, können auch ohne weiteres Verschlußstücke damit betätigt werden, die keine
Drehkörper sind.
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Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird
die Hin- und Herbewegung des von Hand drehbaren Schaftes bei Handbetätigung durch
eine Feder verhindert, die zwischen den Druckmittelantrieb und einen Anschlag des
Schaftes eingesetzt ist. Diese Feder sorgt gleichzeitig für eine selbsttätige Verstellung
des Verschlußstückes im einen Sinne, wenn die im anderen Sinne wirkende Druckmittelzufuhr
aufhört.
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Bei einer anderen sehr vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
wird ein starres Widerlager verwendet, welches den Schaft in seiner aus dem Druckmittelantrieb
ausgefahrenenLage drehbeweglich gegen Längsverschiebung sichert, so daß die Stange
mit dem daran sitzenden Verschlußstück bei Drehung der ausgefahrenen Stange zwischen
den beiden Endstellungen verschiebbar ist. Zweckmäßig ist dabei dieses starre Widerlager
eine an einer Seite des umwechselbar an den Schaft anbringbaren Handrades sitzende
Nabe, die ungefähr so lang ist wie der Hub des Absperrkörpers.
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Eine Beschreibung der Erfindung erfolgt an Hand von Ausführungsbeispielen,
die in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigt Fig. 1 einen senkrechten
Schnitt durch einen Absperrschieber nach der Erfindung, Fig. 2 den Antrieb des in
Fig. 1 gezeigten Absperrschiebers in einer anderen Stellung, Fig. 3 eine Einzelheit
nach Fig. 2 in einer anderen Stellung, Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch einen
Antrieb anderer Ausführung, Fig.5 den in Fig.4 gezeigten Antrieb bei einer anderen
Anordnung seiner Teile.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist die in seiner Achsenrichtung hin und her bewegliche
Stange 30 des Absperrschiebers 10 mit einem Kolbenantrieb 12 versehen. Das Gehäuse
14 des Absperrschiebers 10, dessen Bauart an sich bekannt ist, bildet eine Kammer
16, durch deren zueinander ausgerichtete Bohrungen 18 und 20 die Strömung verläuft.
Die inneren Mündungen dieser beiden Bohrungen 18 und 20 sind mit Sitzen 22 und 24
versehen. Zwischen diesen befindet sich die mehrteilige Schieberplatte 26. Diese
hat einen Durchlaß 28 und einen Teil, der mit keiner Durchflußöffnung versehen ist.
Befindet sich der Durchlaß 28 in der oberen Hälfte der Schieberplatte, wie es gemäß
Fig. 1 der Fall ist, dann wirkt der Antrieb des Absperrschiebers so, daß dieser
sich von selbst schließt, wenn im hydraulischen Fernantrieb infolge einer Störung
der Antriebsdruck ausfällt. Anders verhält es sich, wenn der Durchlaß in der unteren
Hälfte der Absperrplatte 26 angeordnet ist. Dann führt eine solche Störung dazu,
daß sich der Absperrschieber von selbst öffnet. Die in Fig.1 gezeigte Ausgestaltung
der Schieberplatte 26 bietet an sich nichts Neues. Sie ist so beschaffen, daß sich
die Teile der Schieberplatte in der Offenstellung und in der Schließstellung auseinanderspreizen
und sich abdichtend an die Sitze 22 und 24 anlegen. Oben an der Schieberplatte 26
ist die Stange 30 befestigt, die durch einen Deckel 32 mit einerStopfbuchse34hindurchgeht
und inAchsenrichtung verschiebbar ist. Das obere Ende der Stange 30 ist mit einem
Außengewinde 35 versehen.
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Auf dem Decke126 befindet sich der Kolbenantrieb 12. Er besteht aus
einem Unterteil 36, der in die äußere Buchse des Deckels 32 eingeschraubt ist, ferner
aus einem Zylinder 38 und aus einem Zylinderdeckel 40. Der Zylinderdeckel 40 ist
mit dem Unterteil 36 durch Schrauben 42 verbunden. Der Zylinder38 ist an seinem
Deckel 50 durch einen Dichtungsring 41 abgedichtet. Die obere Zylinderkammer
ist am Kolben 46 dadurch abgedichtet, daß dieser eine Umfangsnut mit einem Dichtungsring
48 hat. Der Kolben 46 ist auf einem Schaft 50 befestigt, der durch eine Bohrung
des Deckels 40 hindurchgeht und in dieser Bohrung durch Dichtungsringe 52 abgedichtet
ist. Das untere Ende des Schaftes 50 ist rohrförmig ausgebildet und mit einem Innengewinde
versehen, das in die Stange 30 mit ihrem Außengewinde 35 eingeschraubt ist. Der
Schaft 50 trägt auf seinem oberen Ende ein Handrad 56 und darunter einen Federteller
60, der in seiner Lage durch Muttern 62 gehalten ist. Zwischen dem Federteller 60
und dem
Zylinderdeckel 40 ist eine Schraubenfeder 58 eingefügt,
welche den Schaft 50 umgibt.
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Der Zylinderdeckel 40 hat einen Rohranschluß 44, durch den Druckmittel
zugeführt wird. Da die Feder 58 den Absperrschieber 10 selbsttätig schließt, wenn
der über den Rohranschluß 44 zugeführte und auf den Kolben 46 wirkende Druck fällt,
erübrigt sich an sich ein Rohranschluß für die Zuleitung eines Druckmittels zur
unterenZylinderkammer. DerUnterteil 36 ist jedoch mit einer Anschlußbohrung 45 für
diesen Zweck versehen. Man kann daher den Unterteil 36 nach Wunsch für Schieber
der in Fig. 1 gezeigten Bauart oder für Schieber ohne die Feder 58 verwenden. Auch
dient bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der Rohranschluß 45 zum Entlüften
der unteren Zylinderkammer.
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Nehmen die Teile die in Fig. 1 gezeigte Lage ein und fällt der Antriebsdruck
ab, mit welchem die Oberseite des Kolbens 46 beaufschlagt ist, dann verschwindet
die Gegenkraft, durch welche die Feder 58 bis dahin zusammengedrückt wurde. Die
Feder 58 dehnt sich daher aus und schließt von selbst den Absperrschieber, indem
sie den Schaft 50 und die Stange 30 aufwärts verschiebt und dadurch die Schieberplatte
26 in die Lage bringt, in welcher sie die Bohrungen 20 und 18 verdeckt. Durch diese
Verstellung wird der Kolben 46 in die in Fig. 2 gezeigte Lage gebracht. Will man
dann von Hand den Absperrschieber wieder öffnen, noch bevor die obere Zylinderkammer
wieder unter Druck gesetzt wird, so muß man hierzu das Handrad 56 drehen. Dadurch
werden die Gewinde im Schaft 50 und auf der Stange 30 auseinandergeschraubt. Bei
Beginn der Drehung des Handrades 36 wird der Kolben 46 zunächst aufwärts gezogen,
während die Stange 30 gehemmt durch die Reibung der Schieberplatte 26 und
der Stopfbuchse und durch den im Gehäuse herrschenden Druck zunächst einen gewissen
Widerstand gegen die Abwärtsverstellung leistet und darum stehenbleibt, während
der Kolben 46 ohne Widerstand aufwärts gehen kann. Sobald sich der Kolben 46 aber
unten gegen den Deckel 40 legt, für die weitere Drehung des Handrades 56 zur zwangsweisen
Abwärtsverschiebung der Stange 30, wodurch der Schieber geöffnet wird. Die Feder
58 wird dabei etwas zusammengedrückt, um die innere Reibung des Absperrschiebers
durch ihre Federkraft ausgleichen zu können. Hat man den Schieber in dieser Weise
von Hand wieder geöffnet und will man ihn dann wieder unter Fernsteuerung stellen.
so muß man zu diesem Zweck den Schaft 50 wieder vollständig auf die Stange
30 aufschrauben. Zu diesem Zweck dreht man das Handrad 56 in der entgegengesetzten
Richtung wie zuvor. Will man denAbsperrschieber derart sperren, daß er sich durch
den Fernantrieb nicht verstellen läßt, so beläßt man ihn in der in Fig. 3 gezeigten
Lage, in der sich zwar der Kolben 46 oben, aber die Schieberplatte 26 unten, d.
h. in Offenstellung, befindet. Wird dann die Leitung 44 unter Druck gesetzt, so
kann der Kolben 46 nicht herabgehen, weil ihn die Speicherplatte 26 daran hindert.
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In den Fig. 4 und 5 ist die Erfindung in Anwendung auf einen Kolbenantrieb
für ein Ventil oder einen Schieber wiedergegeben, bei welchem keine Vorkehrungen
für die selbsttätige Schaltung im Fall einer Störung des Fernantriebs getroffen
sind. Der Kolbenantrieb hat im wesentlichen dieselbe Bauart wie bei der in den Fig.1
bis 3 gezeigten Ausführungsform. Dementsprechend sind für die entsprechenden Teile
auch dieselbenBezugszahlen verwendet. Jedoch kann der Kolben 46 auf beiden Seiten
mit Druckmittel beaufschlagt werden. Aus diesem Grunde ist auch zwischen dem Zylinder
38 und dem Unterteil 36 ein Dichtungsring 43 eingeschaltet, der bei der Ausführungsform
der Fig.1 überflüssig war. Die Stange 30 ist wiederum in den Schaft 51 eingeschraubt.
Dieser unterscheidet sich jedoch etwas von dem des zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiels.
Denn das obere Ende des Schaftes 51 hat keinen Konus zur Aufnahme der Handradnabe,
sondern ist mit einem Gewinde 53 über eine Strecke hin versehen, die ungefähr der
Hublänge des Kolbens 46 entspricht. Am unteren Ende dieses Gewiwndes 53 ist der
Schaft 51 mit einer zylindrischen Fläche 55 zur Aufnahme der Nabe 57 des Handrades
59 versehen. Diese Nabe 57 hat einen Ansatz 61, der etwas kürzer bemessen ist als
das Gewinde 53. Der Ansatz 61 hat eine Bohrung 63, die über das Gewinde 53 greift.
Eine Mutter 65 hält das Handrad 59 in seiner Lage. Der in der üblichen Weise gesteuerte
Fernantrieb kann den Kolben 46 entweder von oben oder von unten mit Druck beaufschlagen.
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Es sei nun angenommen, daß eine Störung des hydraulischen Fernantriebs
eingetreten sei, während sich der Antrieb in der in Fig. 4 veranschaulichten Stellung
befindet. Will man nun das Verschlußstück in die entgegengesetzte Stellung bringen,
so kann das durch den Handantrieb geschehen. Zu diesem Zweck muß man das Handrad
59 so lange drehen, bis es sich nicht weiterdrehen läßt. Die Drehrichtung ist diejenige,
durch welche die Stange 30 vom Schaft 51 abgeschraubt wird. Da bei dieser Drehung
zunächst die Stange 30 stehenbleibt, weil ihre Abwärtsverschiebung durch die Reibung
der Schieberplatte, die Reibung der Stopfbuchse und den Druck im Gehäuse gehemmt
wird, während sich der Kolben 46 ohne erheblichen Reibungswiderstand aufwärts bewegen
kann, geht der Kolben 46 zunächst nach oben, bis er von unten an den Zylinderdeckel
40 anstößt. Der Aufwärtshub des Kolbens 46 führt dazu, daß der Schaft 51 aus dem
Deckel herausgeschoben wird, und zwar um eine dem Kolbenhub ungefähr entsprechende
Strecke. Dann nimmt man das Handrad 59 vom Schaft 51 ab, dreht es herum und befestigt
es wieder in der Lage der Fig.5. Infolgedessen verhindert nunmehr der Zylinderdeckel
40, auf den sich der Ansatz 61 aufstützt; jede weitere Abwärtsbewegung des Schaftes
51 und des Kolbens 46; aber auch jede Aufwärtsbewegung des Kolbens 46. Dreht man
nun das Handrad 59 in entsprechender Richtung, so wird dadurch der Schaft 51 wieder
auf die Stange 30 aufgeschraubt, so daß diese die Schieberplatte verstellt. Ist
die Stange 30 wieder vollständig in den Schaft 51 eingeschraubt, dann läßt sich
die Schieberplatte wieder unter Fernantrieb verstellen.