DE1113042B - Plasma-Einspritzvorrichtung - Google Patents
Plasma-EinspritzvorrichtungInfo
- Publication number
- DE1113042B DE1113042B DEC21727A DEC0021727A DE1113042B DE 1113042 B DE1113042 B DE 1113042B DE C21727 A DEC21727 A DE C21727A DE C0021727 A DEC0021727 A DE C0021727A DE 1113042 B DE1113042 B DE 1113042B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electron beam
- ion
- ion beam
- field
- electron
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000002347 injection Methods 0.000 title claims description 22
- 239000007924 injection Substances 0.000 title claims description 22
- 238000010884 ion-beam technique Methods 0.000 claims description 25
- 238000010894 electron beam technology Methods 0.000 claims description 23
- 150000002500 ions Chemical class 0.000 claims description 21
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 6
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 9
- YZCKVEUIGOORGS-OUBTZVSYSA-N Deuterium Chemical compound [2H] YZCKVEUIGOORGS-OUBTZVSYSA-N 0.000 description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 2
- 229910052805 deuterium Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 101100400378 Mus musculus Marveld2 gene Proteins 0.000 description 1
- RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N Titanium Chemical compound [Ti] RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 239000003574 free electron Substances 0.000 description 1
- 230000004927 fusion Effects 0.000 description 1
- 238000007499 fusion processing Methods 0.000 description 1
- 239000011872 intimate mixture Substances 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 1
- 230000006798 recombination Effects 0.000 description 1
- 238000005215 recombination Methods 0.000 description 1
- 239000010936 titanium Substances 0.000 description 1
- 229910052719 titanium Inorganic materials 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21B—FUSION REACTORS
- G21B1/00—Thermonuclear fusion reactors
- G21B1/11—Details
- G21B1/15—Particle injectors for producing thermonuclear fusion reactions, e.g. pellet injectors
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21B—FUSION REACTORS
- G21B1/00—Thermonuclear fusion reactors
- G21B1/05—Thermonuclear fusion reactors with magnetic or electric plasma confinement
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E30/00—Energy generation of nuclear origin
- Y02E30/10—Nuclear fusion reactors
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- High Energy & Nuclear Physics (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Plasma Technology (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
C21727Vmc/21g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DEB
AUSLEGESCHRIFT: 24. AUGUST 1961
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Anwendung in der Technik der thermonuklearen Fusion,
bei denen das gasförmige Plasma im Innern der Vorrichtung eingegrenzt ist, um Energieverluste durch
Berührung oder Zusammenstoß der Teilchen, die durch gegenseitige Zusammenstöße auf Temperaturen,
bei denen thermonukleare Fusionsvorgänge wahrscheinlich werden, gebracht sind, mit den Wänden
zu verhindern. Insbesondere betrifft die Erfindung Plasma-Einspritzsysteme zur Einspritzung von
Plasma in derartige Vorrichtungen.
Die Einspritzung in diese Vorrichtungen ist eines der schwierigsten Probleme in dieser Technik und
wurde bislang nicht zufriedenstellend gelöst. Es wurde versucht, die Ionen und Elektronen getrennt voneinander
in die Eingrenzungsvorrichtung einzuspritzen und in derem Innern eine Mischung davon
zu bilden. Für geladene Teilchen, wie die Ionen und Elektronen sie darstellen, ist es jedoch schwierig, die
Wände der sogenannten »magnetischen Flaschen«, welche im allgemeinen für die Eingrenzung verwendet
werden, in Gegenwart der durch eben diese Teilchen erzeugten Raumladung, die deren Bewegung
in der gewünschten Richtung entgegenwirkt, zu durchqueren.
Es ist auch versucht worden, das Plasma vor der Einspritzung zu bilden, ausgehend von einer Titanquelle,
welche gasförmiges Deuterium adsorbiert hat und die plötzlich erwärmt wird, wodurch eine Plasma-Emission
eingeleitet wird. Dieses System hat jedoch den Nachteil, daß die Ionen die Quelle mit einer
relativ geringen Energiehöhe verlassen und daher bis zum Erreichen einer hinreichend hohen kinetischen
Energie, die zur Erhitzung des Plasmas notwendig ist, mehr Zeit benötigen. In allen Fällen ist die Zeit
für die Erhitzung des Plasmas auf thermonukleare Temperaturen verlängert und birgt die Gefahr, länger
zu werden als die Zeit, während der eine Aufrechterhaltung der Eingrenzung möglich ist, wodurch die
Aussicht auf eine Kernreaktion gefährdet würde.
Es ist weiter bereits der allgemeine Vorschlag gemacht worden, das Plasma vor seiner Einspritzung in
die Eingrenzungsvorrichtung dadurch zu bilden, daß ein Strahl freier Elektronen mit einem Strahl von
Ionen hoher Energie vermischt wird. Mittel zur Durchführung dieses allgemeinen Vorschlages sind
bisher nicht bekannt.
Ziel der Erfindung ist es, Mittel zu schaffen, mit denen die Mischung eines Elektronenstrahls mit
einem Strahl von Ionen hoher Energie in einfacher Art und mit hohem Wirkungsgrad durchgeführt werden
kann.
Plasma-Einspritzvorrichtung
Anmelder:
Compagnie Generale de Telegraphie sans FiI, Paris
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore
und Dipl.-Ing. H. Gralfs, Patentanwälte,
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruchte Priorität: Frankreich vom 23. Juni 1959
MM. Hubert Leboutet und R. Georges Dube, Paris, sind als Erfinder genannt worden
Das erfindungsgemäße Einspritzsystem enthält im wesentlichen Mittel zur Ausbildung zweier koaxial
verlaufender Strahlen, und zwar eines Strahles von Ionen hoher Energie und eines Elektronenstrahles,
sowie Mittel zur Ablenkung von mindestens einem der Strahlen, um ihn gegen den anderen Strahl zu
richten. Die Elektronen können dabei von relativ geringer Energie sein, da dieser Faktor ohne Bedeutung
für den erfindungsgemäßen Zweck ist, bei dem nur Ionenenergie und zugeordnete Temperaturen eine
Rolle spielen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung tritt der Ionenstrahl durch das Innere des
rohrförmigen Elektronenstrahles hindurch.
Ein derartiges System liefert zwei Grenzmöglichkeiten, abhängig davon, ob der Elektronenstrahl
gegen den Ionenstrahl konvergiert oder ob der Ionenstrahl zum Elektronenstrahl hin divergiert. Es sind
jedoch auch andere, zwischen diesen beiden Grenzmöglichkeiten liegende Möglichkeiten in der Erfindung
enthalten, nach denen beide Strahlen mehr oder weniger gegeneinander abgelenkt werden.
• Ein Ziel der Erfindung besteht demnach darin, ein Plasma-Einspritzsystem zu schaffen, welches die
Mängel und Nachteile bekannter Vorrichtungen wirksam und einfach beseitigt.
109 679/179
3 4
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine bilden, bevor dieses in das Nutzgefäß eingespritzt
Plasma-Einspritzvorrichtung zu schaffen, bei der wird. Dieser Elektronenstrahl wird von einer Quelle
Ionen mit relativ hoher kinetischer Energie mit den geliefert, welche eine ringförmige Kathode 14, die
Elektronen gemischt werden. Ein weiteres Ziel der koaxial zum Ionenstrahl 13 angeordnet ist, sowie eine
Erfindung ist die Schaffung eines Einspritzsystems 5 Wehneltelektrode 15 von ebenfalls ringförmiger Ge-
zur Einspritzung eines Plasmas in eine Eingrenzungs- stalt enthält. Die Kathode 14 wird über Leiter 16, die
vorrichtung, welches nicht nur eine innige Mischung Durchführungen 17 durchlaufen, an eine Stromquelle
der das Plasma bildenden Teilchen gewährleistet, angeschlossen. Eine geeignete Vorspannung der Ka-
sondern auch die Einspritzung durch die Wände der thode 14 und der Wehneltelektrode 15 in bezug auf
Eingrenzungsvorrichtung in einfacher Weise gestattet. io den Körper 8 wird durch geeignete elektrische Span-
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht in der nungsquellen (nicht dargestellt) sichergestellt. Die
Schaffung einer Plasma-Einspritzvorrichtung, die eine Anordnung aus Kathode und Wehneltelektrode wird
einfache und wirkungsvolle Einspritzung der Plasma- von einem aus Weicheisen bestehenden Schirm 18
teilchen durch eine sogenannte magnetische Flasche, umgeben, der als Anode für die Elektronenquelle
wie sie normalerweise zur Eingrenzung des Plasmas 15 wirkt und dessen Aufgabe einerseits darin besteht,
in einem vorgegebenen Raum verwendet wird, ge- den Bereich der Kathode gegen das magnetische Feld
stattet. der Fokussierwicklungen 12 für den Ionenstrahl ab-
Diese und andere Ziele, Merkmale und Vorteile zuschirmen, und andererseits darin, die Feldliniender
Erfindung werden durch die Beschreibung in verteilung des magnetischen Fokussierfeldes für die
Verbindung mit den Zeichnungen, welche nur zu Er- 20 Elektronen zu bestimmen, derart, daß die durch den
läuterungszwecken zwei Ausführungsformen gemäß ringförmigen Schlitz 19 im Schirm 18 hindurchtretender
Erfindung zeigen, näher offenbart. den Elektronen den gekrümmten und konvergieren-
Fig. 1 ist ein axialer Längsschnitt durch eine erste den Bahnen 20 folgen, um sich in der Achse derVor-
Ausführungsform eines Plasma-Einspritzsystems nach richtung mit dem Ionenstrahl 13 zu vermischen und
der Erfindung, bei dem der Elektronenstrahl gegen 25 dabei den Plasmastrahl 21 zu bilden. Zu diesem
den Ionenstrahl konvergiert; Zweck ist die Fläche, innerhalb derer der Schütz 19
Fig. 2 ist ein axialer Längsschnitt durch eine abge- angebracht ist, konisch, und die Wehneltelektrode 15
wandelte Ausführungsform eines Einspritzsystems ist so gerichtet, daß die Elektronen die Elektronennach
der Erfindung, bei dem der Ionenstrahl zum quelle im wesentlichen senkrecht zu dieser konischen
Elektronenstrahl hin divergiert. 30 Fläche verlassen. Das magnetische Fokussierfeld für
In den Zeichnungen wurden zur Bezeichnung ent- die Elektronen entsteht durch die Wicklungen 22.
sprechender Teile bei beiden Ansichten gleiche Be- Seine Feldstärke, die größer als die von den Wickzugsnummern
verwendet. Fig. 1 zeigt einen Längs- lungen 11 und 12 ist, ist so gewählt, daß die geschnitt
durch eine erste Ausführungsform gemäß der wünschten Bahnen 20 entstehen, wobei die Verfor-Erfindung.
Bezugsnummer 1 bezeichnet darin ein 35 mung der Feldverteilung durch den Schirm 18 in BeGefäß,
in das ein Gas wie Deuterium durch das Ein- tracht gezogen wird. Die Beschleunigungsspannung
laßrohr oder die Einlaßöffnung 2 eingeführt wird. der Elektronenquelle ist vorzugsweise derart, daß die
Am linken Ende des Gefäßes 1 befindet sich eine Geschwindigkeit der Elektronen des Strahles 20 in
Ionenquelle herkömmlicher, klassischer Bauart, die der gleichen Größenordnung wie die des Ioneneine
Kathode 3, welcher über Leiter 4 Strom von 40 Strahles 13 liegt. Diese Beschleunigungsspannung ist
einer geeigneten elektrischen Energiequelle (nicht daher sehr viel geringer als die Beschleunigungsdargestellt)
zugeführt wird, enthält. In Gegenwart des spannung für die Ionen, wenn die Massenunterschiede
gasförmigen Mediums wirkt die Kathode 3 dabei als zwischen den Ionen und Elektronen berücksichtigt
Quelle ionisierender Elektronen. Das dadurch er- werden. Dessenungeachtet muß dafür gesorgt werzeugte
ionisierte Gas entweicht in Form eines 45 den, daß ein genauer Gleichlauf zwischen den beiden
Strahles durch die in der Blende 6 vorgesehene Öff- Geschwindigkeiten vermieden wird, weil dadurch die
nung5 und durchläuft eine konisch geformteAbsaug- Rekombination der Ionen undElektronen zu Atomen
elektrode 7, die am Einspritzkörper 8 angebracht ist. zutnNachteil des reinenPlasma-Zustandes begünstigt
Der Einspritzkörper 8 ist mit Hilfe eines isolierenden würde.
Ringes 9 aus einem geeigneten Material vom Gefäß 1 50 DerEinspritzkörperSist einerseits mit einerPumpisoliert.
Geeignete elektrische Spannungen werden leitung 23 und andererseits mit einer Plasma-Einderart
angelegt, daß das Gefäß 1 und die Blende 6 grenzungsvorrichtung 24 verbunden, die beispielsgegenüber
dem Körper 8 und der Absaugelektrode 7 weise aus einem zyhnderförmigen Gefäß besteht,
stark positiv sind. Der Inonenstrahl hat daher von An- dessen Enden von Wicklungen 25 umgeben sind,
fang an eine sehr hohe Energie. Die Kathode 3 da- 55 welche magnetische Spiegel bilden und im Innern des
gegen wird in bezug auf das Gefäß 1 auf negativem Zylinders ein Schema von Feldlinien 26 in Form
Potential gehalten, was infolge der isolierten Durch- einer magnetischen Flasche erzeugen. Als erläuternführungen
10 für die Leiter 4 möglich ist. In dieser des Beispiel wurde eine transversale Einspritzung des
Art wirkt die Blende 6 als Beschleunigeranode für die Plasmas 21 durch die Wände der Flasche 26 darge-Elektronen
von der Quelle 3. Die Magnetwicklungen 60 stellt. Mit einem erfindungsgemäßen System ist dies
11 und 12 fokussieren den Ionenstrahl 13, der sich dank der hohen Energie des eingespritzten Plasmas
längs der Achse des Einspritzsystems fortpflanzt. und seines elektrisch neutralen Zustandes möglich.
Erfindungsgemäß wird der Ionenstrahl hoher Die Arbeitsweise der Eingrenzungsvorrichtung erEnergie
durch das Innere eines röhrenförmigen Elek- fordert keine ins einzelne gehende Beschreibung, da
tronenstrahles geleitet, welcher derart zum Konver- 65 sie an sich bekannt ist. Es genügt, darauf hinzugieren
gebracht wird, daß die Elektronen sich in der weisen, daß das in Form eines geordneten Strahles
Nachbarschaft der Achse des Einspritzsystems mit eingespritzte Plasma im thermodynamischen Sinn
den Ionen vermischen und ein Plasma hoher Energie trotz der hohen kinetischen Energie noch nicht
»heiß« ist, seine Erwärmung jedoch durch Zusammenstöße zwischen Ionen im Innern der magnetischen
Flasche, welche das Plasma in dem von den Gefäßwänden isolierten Bereich eingrenzt und dabei
Energieverluste durch Kühlung verhindert, bis zur Auflösung (Disorganisation) des Strahles zunimmt.
Mit dem erfindungsgemäßen Einspritzsystem kann die Zeit der Aufheizung auf thermonukleare Temperaturen
kürzer werden als die Eingrenzungszeit, wobei die Vorrichtung in der Lage versetzt wird,
thermonukleare Fusionen zu begünstigen.
Die abgewandelte Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 1 nur
dadurch, daß an Stelle des zur Mischung mit den Ionen in seiner Achse konvergierenden Elektronen-Strahles
nunmehr der Ionenstrahl divergiert, um sich mit dem Elektronenstrahl, der im wesentlichen seine
rohrförmige zylindrische Form beibehält, zu vermischen. Der allgemeine Aufbau der Anordnung entspricht
dem der Fig. 1, und zur Bezeichnung entsprechender Teile wurden gleiche Bezugsnummern
verwendet. Nur die Fläche, in der der Schutz 19 angebracht ist, ist nicht mehr konisch, sondern eben,
und die Wehneltelektrode 15 ist so angeordnet, daß der Strahl 20 rohrförmig, zylindrisch und koaxial mit
dem Strahl 13 ist. Der Teil 18 braucht dabei nicht mehr aus magnetischem Material zu bestehen. Zusätzlich
ist eine Hilfswicklung 27 zwischen den Wicklungen 22 und 12 angeordnet, die ein schwächeres
Magnetfeld als das von den Wicklungenil und 12 erzeugt. Die Wirkung der Hilfswicklung 27 besteht
darin, den Strahl 13 zu zerstreuen (zum Divergieren zu bringen) und den Strahl 20 nur unbedeutend zu
beeinflussen, d. h. nur sehr leicht abzulenken, und zwar derart, daß der Plasmastrahl 21 beim Eintritt in
das Gefäß 24 rohrförmig ist. Die Arbeitsweise der Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 2 ist die
gleiche wie die der Ausführungsform nach Fig. 1.
Während zwei Ausführungsformen der Erfindung beschrieben und dargestellt worden sind, ist es klar,
daß die Erfindung nicht darauf beschränkt ist, sondern vielen Änderungen und Abwandlungen innerhalb
des Gedankens und desUmfanges der Erfindung zugänglich ist. Ein Fachmann sieht leicht Möglichkeiten
für umgekehrte Ausführungen, bei denen der Elektronenstrahl z.B. durch das Innere des lonenstrahles
hindurchtritt, wobei entweder der Elektronenstrahl divergiert oder im Gegensatz dazu der
Ionenstrahl gegen die Achse der Einspritzvorrichtung konvergiert. In allen diesen Fällen wird das gewünschte
Ergebnis erzielt, da ein Plasmastrahl hoher Energie vor der Einspritzung in die Eingrenzungsvorrichtung
gebildet wird.
Claims (11)
1. Plasma-Einspritzvorrichtung für Teilchen-Eingrenzungsvorrichtungen,
gekennzeichnet durch Mittel zur Ausbildung zweier koaxial verlaufender Strahlen, und zwar eines Strahles von Ionen
hoher Energie und eines Elektronenstrahles, sowie durch Mittel zur Ablenkung von mindestens
einem der Strahlen, um ihn gegen den anderen Strahl zu richten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionenstrahl hoher Energie
im Innern des rohrförmigen Elektronenstrahles verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel, um den Elektronenstrahl gegen
den Ionenstrahl konvergieren zu lassen.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, bei der der Ionenstrahl durch ein magnetisches
Längsfeld fokussiert wird, gekennzeichnet durch Abschirmmittel (18) zur Abschirmung des Elektronenstrahles
gegen das magnetische Fokussierfeld.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenstrahl
durch übliche magnetfelderzeugende Mittel fokussiert und abgelenkt wird, die von den Mitteln
zur Fokussierung des Ionenstrahles unabhängig sind, wobei die Stärke des die Elektronen
beeinflussenden Feldes wesentlich größer ist als die Feldstärke des lonen-Fokussierfeldes.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (14,15)
zur Erzeugung des Elektronenstrahles von einer Abschirmung (18) aus Weicheisen umschlossen
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (18) eine
konische Fläche hat, deren Scheitel gegen die den Ionenstrahl erzeugenden Mittel hin gerichtet ist
und die in der Kegelachse eine Öffnung für den Durchtritt des Ionenstrahles (13) und um diese
Achse einen ringförmigen Schlitz (19) für den Durchtritt des Elektronenstrahles (20) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Mittel, die den Ionenstrahl (13) gegen
den Elektronenstrahl (20) hin divergieren lassen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der der Ionenstrahl durch ein magnetisches Längsfeld
fokussiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenstrahl (20) durch ein magnetisches
Feld, welches von dem erstgenannten unabhängig und stärker als dieses ist, fokussiert wird, während
der Ionenstrahl (13) durch andere unabhängige magnetfelderzeugende Mittel abgelenkt
wird, wobei die Feldstärke des Ionenablenkfeldes wesentlich geringer als die des Ionenfokussierfeldes
ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenstrahl
(20) durch einen ringförmigen Schlitz (19) in einer scheibenförmigen Elektrode, die in der
Mitte eine Öffnung für den Durchtritt des Ionenstrahles hat, austritt.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten
des Ionen- und des Elektronenstrahles von gleicher Größenordnung sind, ohne genau synchron
zu sein.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 656 398.
Britische Patentschrift Nr. 656 398.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 679/179 8.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR798254A FR1237825A (fr) | 1959-06-23 | 1959-06-23 | Système d'injection de plasma dans les dispositifs pour confinement de particules |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1113042B true DE1113042B (de) | 1961-08-24 |
Family
ID=8716352
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC21727A Pending DE1113042B (de) | 1959-06-23 | 1960-06-21 | Plasma-Einspritzvorrichtung |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH368552A (de) |
| DE (1) | DE1113042B (de) |
| FR (1) | FR1237825A (de) |
| GB (1) | GB878337A (de) |
| NL (1) | NL124106C (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3152959A (en) * | 1962-06-06 | 1964-10-13 | Charles C Damm | Injection method and apparatus for controlled fusion devices |
| US4401618A (en) * | 1976-08-09 | 1983-08-30 | Occidental Research Corporation | Particle-induced thermonuclear fusion |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB656398A (en) * | 1947-08-27 | 1951-08-22 | Stanley Hector Lucas | Improvements in and relating to methods and apparatus for increasing transmutation efficiency of nuclear reactions and converting nuclear energy into power |
-
1959
- 1959-06-23 FR FR798254A patent/FR1237825A/fr not_active Expired
-
1960
- 1960-05-31 CH CH623360A patent/CH368552A/fr unknown
- 1960-06-13 GB GB20649/60A patent/GB878337A/en not_active Expired
- 1960-06-21 DE DEC21727A patent/DE1113042B/de active Pending
- 1960-06-23 NL NL252963A patent/NL124106C/xx active
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB656398A (en) * | 1947-08-27 | 1951-08-22 | Stanley Hector Lucas | Improvements in and relating to methods and apparatus for increasing transmutation efficiency of nuclear reactions and converting nuclear energy into power |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1237825A (fr) | 1960-08-05 |
| CH368552A (fr) | 1963-04-15 |
| GB878337A (en) | 1961-09-27 |
| NL124106C (de) | 1968-04-16 |
| NL252963A (de) | 1964-02-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69414421T2 (de) | Plasmabeschleuniger mit geschlossener elektronenlaufbahn | |
| DE3803355C2 (de) | ||
| DE2124442A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur kontrol herten Atomkernfusion mittels kunstlichem Plasma | |
| DE1814802A1 (de) | Vorrichtung zur Herbeifuehrung von Kernfusionen | |
| DE3328423A1 (de) | Negative ionenquelle | |
| DE1222589B (de) | Vorrichtung zum Erzeugen eines raumladungsneutralisierten Strahles geladener Teilchen | |
| DE1156515B (de) | Vorrichtung zur Erzeugung negativer Ionen | |
| DE3586176T2 (de) | Mikrowellenelektronenkanone. | |
| DE1241542B (de) | Vorrichtung zum Erzeugen und Einschliessen eines Plasmas | |
| DE68922364T2 (de) | Mit einer multizellulären Ionenquelle mit magnetischem Einschluss versehene abgeschmolzene Neutronenröhre. | |
| DE2837594A1 (de) | Vorrichtung zur mikro-bearbeitung mittels ionenerosion | |
| DE3501158A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von schwefel- und stickstoffhaltigen rauchgasen | |
| DE1218078B (de) | Vorrichtung zum Erzeugen und Einschliessen eines Plasmas | |
| DE1565881B2 (de) | Verfahren und Anordnung zum gesteuer ten Erwarmen eines Targetmatenals in einem Hochvakuum Elektronenstrahlofen | |
| DE1113042B (de) | Plasma-Einspritzvorrichtung | |
| DE1130083B (de) | Vorrichtung zur raeumlichen Begrenzung einer Vielzahl von geladenen Teilchen | |
| DE3837487A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum aetzen von substraten mit einer magnetfeldunterstuetzten niederdruck-entladung | |
| DD251664A5 (de) | Makrospopische vorrichtung und verfahren zur bildung eines kohaerten strahls von bosonen | |
| DE1489020B2 (de) | Beschleuniger fuer geladene teilchen | |
| DE2841851A1 (de) | Verfahren zum feststellen von charakteristiken eines hochenergiereichen neutralstrahls und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE1238120B (de) | Ioneneinspritzvorrichtung fuer Geraete zur Erzeugung eines Hochtemperatur-Plasmas | |
| DE1414949B2 (de) | Einrichtung zur herbeifuehrung von kernfusionsreaktionen | |
| DE1286647B (de) | Elektronenstrahlerzeugungssystem fuer Hochleistungsverstaerkerklystrons | |
| DE2228117A1 (de) | Hohlkathoden-duoplasmatron-ionenquelle | |
| DE1213543B (de) | Verfahren zum Einfangen von geladenen Teilchen in einer magnetischen Feldanordnung |