DE1112795B - Verfahren zum fortlaufenden Aneinanderschweissen von Walzgut - Google Patents
Verfahren zum fortlaufenden Aneinanderschweissen von WalzgutInfo
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Description
- Verfahren zum fortlaufenden Aneinanderschweißen von Walzgut Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum fortlaufenden Aneinanderschweißen von Walzgut, insbesondere von .Knüppeln, zu einem beliebig langen Strang mittels einer mit dem Walzgut mitlaufenden Widerstands=Abbrenn-Stumpfschweißmaschine.
- Es sind bereits Anlagen zum Herstellen eines beliebig langen Knüppelstrangs durch fortgesetzte Abbrenn-Stumpfschw8ißung vorgewärmter Knüppel bekannt, bei welchen die Knüppel beim -Verlassen des Vorwärmofens von den Spannbacken einer Stumpfschweißmasohine erfaßt werden, welche die Stäbe an den weglaufenden Knüppelstrang anschweißt und -auf einem Wagen montiert - den Knüppelstrang mit der Einzugsgeschwindigkeit des- ersten Walzengerüstes begleitet, wobei der Schweißwägen mit der Schweißmaschine, dem Transformator und den hydraulischen Pumpen für die Spann- und Stauchzylinder durch Antrieb seiner Laufräder oder Kettenantrieb von einem feststehenden Motor hin- und herbewegt wird. Zur Erleichterung der Regelung auf eine synchrone Vorschubgeschwindigkeit der beweglichen Schweißmaschine mit dem Walzgut ist ferner die Unterteilung der Schweißvorrichtung in zwei jede für sich auch gegeneinander in der Walzrichtung bewegliche Einheiten bekannt, von denen die erste nur die zur Stumpfschweißung unmittelbar benötigten Mittel und die zweite Einheit die übrigen am Schweißvorgang nicht unmittelbar beteiligten Hilfseinrichtungen einer Stumpfschweißmaschine umfaßt.
- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die Zugfestigkeit des geschweißten Knüppelstrangs und die Klemmwirkung der Spannvorrichtung zur Mitnahme der Schweißmaschine während des Schweißvorganges ausreichen und daher ein besonderer Antrieb hierfür sich erübrigt und die Schwierigkeiten der Synchronisierung der Geschwindigkeit von Walzgut und Schweißmaschine vermieden werden können. Die Rückführung der Schweißmaschine ist dabei durch Betätigung einer hydraulischen Stoßvorrichtung möglich. In Übereinstimmung mit der Einzugsgeschwin-. digkeit des Walzengerüstes und dem regelmäßigen automatischen Ausstoß der Knüppel ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung der Anlage der Ablauf der Schweißvorgänge in einfacher Weise regelbar.
- Bei Schneidmaschinen zum Abtrennen bestimmter Längen von einem stetig bewegten Strang ist es an sich bekannt, die Werkzeugmaschine bzw. ihren Träger an dem Strang festzuklemmen. Bei den bekannten Vorrichtungen wird aber die Werkzeugmaschine nicht von dem bewegten Strang mitgenommen, d. h. gezogen, sondern bei senkrechter Bewegung des Stranges durch ihr Eigengewicht abwärts bewegt, und diese Bewegung wird durch die Klemmverbindung mit dem Strang im Einklang mit seiner Bewegung geregelt, oder es ist außer der Klemmverbindung von Strang und Werkzeugmaschine eine hydraulische Vorrichtung zur Regelung der Abwärtsbewegung vorgesehen, die durch Umschaltung der Druckflüssigkeit zur Rückführung der Werkzeugmaschine in die Ausgangsstellung dient.
- Die Erfindung ist gekennzeichnet durch die automatisch aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte: a) die in der Ausgangsstellung befindliche Schweißmaschine ohne eigenen Bewegungsantrieb spannt durch die Klemmwirkung ihrer Spannbacken das Ende des ablaufenden Stranges ein, wird dadurch vom Strang mitgenommen und ausschließlich dadurch auf die Einzugsgeschwindigkeit des ersten Walzgerüstes beschleunigt; b) das automatisch aus dem Erhitzungsofen auslaufende und in die Schweißmaschine einlaufende vordere Ende des anzuschweißenden Knüppels wird von den Spannbacken der Schweißmaschine festgespannt und die Schweißung vollzogen; c) beide Spannbackenpaare werden gelöst, die Schweißmaschine wird durch Auflaufen des an ihr befestigten Anschlages gegen den Puffer der Stoßvorrichtung abgebremst, anschließend durch Betätigung dieser hydraulisch beschleunigten Stoßvorrichtung zurückgestoßen und in der Ausgangslage durch eine Pufferbremse abgebremst.
- Vorzugsweise ist die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Fahrgleis der Schweißmaschine in der Laufrichtung des Walzgutes ein Gleis- für Wagen mit Stützrollen für das Walzgut vorgesehen und die Wagen mit der fahrbaren Schweißmaschine durch Stangen vorbunden sind. Weitere Stützrollen für das Walzgut sind an der Schweißmaschine vorgesehen.
- Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer Anlage gemäß der Erfindung.
- Abb. 1 ist eine Ansicht, Abb. 2 ein Grundriß.
- In der Laufrichtung des Walzgutes sind aufeinanderfolgend angeordnet ein Knüppel-Erhitzungsofen 1 mit automatischem Ausstoß, eine Wasserstrahl-Entzunderungs-Vorrichtung 2, ein Schienengleis 3 für Wagen 4, in welchen Stützrollen 5 für das Walzgut gelagert sind, und eine Stauchwulst-Entgratvorrichtung 6. Parallel zum Gleis 3- ist ein zweites Schienengleis 7 als Fahrbahn für eine auf Rollen laufende Schweißmaschine 9, von deren Elementen nur die Spannbacken 10 für den Knüppelstrang 11 und die Spanbacken 12 für den anzuschweißenden Knüppel 13 sowie der Stauchschlitten 14 angedeutet sind. Mit der Schweißmaschine sind die Stützrollenwagen 4 durch Stangen 15 verbunden. Ferner sind an dem Maschinenkörper beiderseits der Schweißstelle Stützrollen 16 für den anzuschweißenden Knüppel 13 und den geschweißten Knüppelstrang 11 vorgesehen. Auf der Unterseite besitzt die Schweißmaschine 9 zwischen den Gleisschienen 7 einen abwärts gerichteten Anschlagteil 17, gegen welchen eine am Ende des Gleises 7 unter Gleissohle angebrachte, hydraulisch beschleunigte Stoßvorrichtung 18 in dem Sinne wirkt, daß durch sie die Schweißmaschine 9 in die Ausgangsstellung zurückbefördert wird, in welcher sie durch eine am anderen Gleisende vorgesehene Pufferbremse 19 ohne Rückstoß aufgefangen wird.
- Wenn der geschweißte Knüppelstrang 11 von dem Einzugswalzengerüst so weit vorgezogen ist, daß sein Ende sich an der Schweißstelle befindet und von dem Vorderende des aus dem Erhitzungsofen 1 ausgestoßenen Knüppels 13 berührt wird, werden durch Kontaktsteuerung die Spannbacken 10 der Schweißmaschine zum Festspannen des Strangendes hydraulisch betätigt, wodurch die Schweißmaschine von dem laufenden Knüppelstrang 11 mitgenommen wird. Darauf werden die Spannbacken 12 zum Festspannen des zur Berührung mit dem Stxangende gebrachten vorderen Endes des anzuschweißenden Knüppels 13 hydraulisch betätigt und der Vorgang der Abbrennschweißung eingeschaltet, der sich in bekannter Weise abspielt. Nach Beendigung der Schweißung wird durch Kontaktsteuerung der Sekundärstrom abgeschaltet, werden die Elektroden abgehoben, die Spannbacken gelöst und wird die an das Ende ihrer Bewegungsstrecke angelangte Schweißmaschine von der durch Kontaktsteuerung in Tätigkeit gesetzten hydraulischen Stoßvorrichtung 18 mit beschleunigtem Stoß in die Ausgangsstellung zurückbefördert, in welcher sie von der Pufferbremse 19 ohne Rückstoß aufgefangen wird. Darauf wiederholt sich das Arbeitsspiel.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum fortlaufenden Aneinanderschweißen von Walzgut, insbesondere von Knüppeln, zu einem beliebig langen Strang mittels einer mit dem Walzgut mitlaufenden Widerstands-Abbrenn-Stumpfschweißmaschine, gekennzeichnet durch die automatisch aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte: a) die in der Ausgangsstellung befindliche Schweißmaschine (9) ohne eigenen Bewegungsantrieb spannt durch die Klemmwirkung ihrer Spannbacken (10) das Ende des ablaufenden Stranges (11) ein, wird dadurch vom Strang (11) mitgenommen und ausschließlich dadurch auf die Einzugs-, geschwindigkeit des ersten Walzgerüstes beschleunigt; b) das automatisch aus dem Erhitzungsofen (1) auslaufende und in die Schweißmaschine (9) einlaufende vordere Ende des anzuschweißenden Knüppels (13) wird von den Spannbacken (12) der Schweißmaschine (9) festgespannt und die Schweißung vollzogen; c) beide Spannbackenpaare (10, 12) werden gelöst, die Schweißmaschine (9) wird durch Auflaufen des an ihr befestigten Anschlages (17) gegen den Puffer der Stoßvorrichtung (18) abgebremst, anschließend durch Betätigung dieser hydraulisch beschleunigten Stoßvorrichtung (18) zurückgestoßen und in der Ausgangslage durch die Pufferbremse (19) abgebremst. -2. Vorrichtung zur -Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel. zum Fahrgleis (7) der Schweißmaschine (9) in der Laufrichtung des Walzgutes ein Gleis (3) für Wagen (4) mit Stützrollen (5) für das Walzgut vorgesehen und die Wagen mit der fahrbaren Schweißmaschine (9) durch -Stangen (15) verbunden sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Stützrollen (16) für das Walzgut an der Schweißmaschine vorgesehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 913 609, 1003 371, 1007 603, 1056 454; USA.-Patentschrift Nr. 2 287 833; VDI-Zeitschrift, Bd. 100, S: 165 bis 171.
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1112795B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0761329A1 (de) * | 1995-08-31 | 1997-03-12 | Nkk Corporation | Vorrichtung zum Verbinden von Knüppeln in einem kontinuierlichen Walzwerk |
Citations (5)
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| US2287833A (en) * | 1939-01-03 | 1942-06-30 | Ingersoll Milling Machine Co | Cutoff machine |
| DE913609C (de) * | 1950-12-05 | 1954-06-18 | Adolf Messer G M B H | Brennschneidmaschine zum Abschneiden von Walzbloecken, die waehrend des Stranggiessens mit dem Gussstrang bewegt wird |
| DE1003371B (de) | 1955-04-09 | 1957-02-28 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Zusammenschweissen von Walzgut zu einem endlosen Strang innerhalb eines kontinuierlichen Walzwerkes mittels Abbrennschweissung |
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-
1959
- 1959-07-16 DE DEM42150A patent/DE1112795B/de active Pending
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| DE1056454B (de) | 1957-08-01 | 1959-04-30 | Schloemann Ag | Schweisseinrichtung zum Zusammenschweissen von Knueppeln zu einem Strang fuer kontinuierliche Walzwerke |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0761329A1 (de) * | 1995-08-31 | 1997-03-12 | Nkk Corporation | Vorrichtung zum Verbinden von Knüppeln in einem kontinuierlichen Walzwerk |
| US5719368A (en) * | 1995-08-31 | 1998-02-17 | Nkk Corporation | Apparatus for joining billets in continuous rolling mill |
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