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DE1112036B - Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse - Google Patents

Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse

Info

Publication number
DE1112036B
DE1112036B DEW22666A DEW0022666A DE1112036B DE 1112036 B DE1112036 B DE 1112036B DE W22666 A DEW22666 A DE W22666A DE W0022666 A DEW0022666 A DE W0022666A DE 1112036 B DE1112036 B DE 1112036B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
pressure
tool
elastic support
mechanical press
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW22666A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Lauterbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEW22666A priority Critical patent/DE1112036B/de
Publication of DE1112036B publication Critical patent/DE1112036B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D24/00Special deep-drawing arrangements in, or in connection with, presses
    • B21D24/02Die-cushions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)

Description

  • Elastische Abstützung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse Bei einer schnellaufenden, mechanisch angetriebenen Ziehpresse, die zum Verformen von einseitig offenen Hohlkörpem im Streck- oder Hohlzugverfahren dient, legt sich der Ziehdorn gegen die Innenseite des Bodens der Ziehstadie an und drückt diese dann durch die Ziehmatrize hindurch. Dabei bedingen es die auftretenden Bewegungsverhältnisse, daß die Auftreffgeschwindigkeit des Ziehdorns auf die innere Bodenseite der Ziehstadie und damit die Ansetzgeschwindigkeit der Ziehstadie gegen die, Matrize verhältnismäßig hoch ist. Bei den zumeist angewendeten Schubkurbeltrieben hat diese Auftreffgeschwindigkeit annähernd die Höhe der Maximalgeschwindigkeit des Kurbeltriebes. Diese hohe Auftreffgeschwindigkeit äußert sich in einem starken, durch die ganze Maschine hindurchgehenden Stoß und führt damit zu einer übermäßigen Beanspruchung der Triebwerkteile und der Werkzeuge. Ferner erzeugt sie sehr hohe Verformungsbeschleunigungen im Stadienwerkstoff, die insbesondere bei Hohlzügen zu Lochungen des Bodens führen können, sobald eine bestimmte, von dem Werkstoff sowie den Stadienabmessungen abhängige Maximalbeschleunigung überschritten wird. Demzufolge wird durch die Auftreffgeschwindigkeit der Stadie auf die Matrize der zulässigen Arbeitsgeschwindigkeit des Ziehvorganges eine Grenze gesetzt, obgleich die zulässige Ziehgeschwindigkeit bei weitem noch nicht erreicht ist. Zur Minderung des vorstehend am Beispiel eines Ziehdornes beschriebenen, in ähnlicher Weise auch bei anderen Werkzeugen an Pressen nachteiligen Stoßes beim Aufsetzen auf das Werkstück sind bereits verschiedene Vorschläge gemacht worden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, insbesondere bei schnellaufenden, mechanisch angetriebenen Ziehpressen den Stoß beim Aufsetzen des Werkzeuges auf das Werkstück zu mindern und dadurch die zulässige Auftreffgeschwindigkeit des Ziehdorns zu erhöhen, um damit eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit als bisher zu erreichen und die Anwendung von äußerst verschleißfesten, dafür aber stoßempfindlichen Hartmetallmatrizen zu ermöglichen. Gleichzeitig ergibt sich dann auch eine Herabsetzung der schlagartigen Beanspruchung der gesamten Triebwerksteile, wodurch deren Dimensionierung verkleinert werden kann.
  • Bei langsamlaufenden, schweren, mechanischen Ziehpressen ist es schon bekannt, zur Stoßminderung hydraulische Dämpfungskissen einzubauen. Bei diesen ist der Ziehdom gegen einen im Ziehschlitten befindlichen Kolben gelagert, der bei seiner Bewegung relativ zum Zichschlitten über eine Drosseleinrichtung ein flüssiges Medium, zumeist öl, verdrängt, wodurch der Ziehvorgang eine gewisse Elastizität erhält. Diese hydraulischen Dämpfungskissen lassen sich nicht auf schnellaufende Ziehpressen übertragen, da die ölverdrängung einerseits eine nicht lineare und daher ungünstige KennEnie aufweist und andererseits zu ihrer Auswirkung eine gewisse Zeit nicht unterschritteen werden darf, weil sonst das Aufsetzen auf den unbedingt notwendigen festen Endanschlag, der den vollen Ziehdruck schließlich aufnimmt, zu hart wird.
  • Bei Prägepressen ist es ferner bekannt, ein mechanisch gefedertes Druckkissen zur Minderung des Stoßes beim Aufsetzen auf das Werkstück vorzusehen. Bei derartigen Pressen erfolgt die Druckentfaltung am Ende des Preßhubes. Der Preßschlitten drückt bei seinem Vorlauf das zwischen Antrieb und Werkzeug geschaltete Kissen zusammen und läßt es beim Rücklauf sich entfalten. Die Bewegungen des Druckkissens werden vom Preßschlitten gesteuert und sind deshalb jederzeit unter Kontrolle. Diese Lehre ist für mechanisch angetriebene Ziehpressen nicht anwendbar. Bei dieser Pressenart findet nämlich sowohl der Druckanstieg als auch der -abstieg im Vorlauf des Preßschlittens statt. Der Höchstdruck tritt gleich zu Anfang auf, wenn der massive Kopfteil des Hohlkörpers durch die Matrize hindurchgedrückt wird und fällt dann beim Ziehen des Mantelteiles ziemlich rasch ab. Würde man daher das von den Prägrpressen her bekannte Federkissen im Antrieb vorsehen, so würde im absteigenden Teil des Ziehdiagramms, d. h. bei einer Verringerung der erforderlichen Zichkraft, die in dem Federkissen gespeicherte Energie frei werden und sich auf den Momentanwert der Ziehkraft entspannen, so daß die Ziehstadie mit außerordentlich hoher Beschleunigung um den Unterschied der Federungsstrecke in Richtung der Ziehbewegung durch den Dorn vorgeschossen würde. Dadurch würde eine unkontrollierte Geschwindigkeitssteigerung im Ziehvorgang entstehen, die zum Abreißen der Ziehstadie führen kann oder die Gefahr einer übermäßigen Kornverzerrung des Werkstoffgefüges in sich birgt. Ferner würde bei Beendigung des Ziehvorganges durch die dann plötzlich einsetzende, restlose Entspannung der Feder der Ziehdorn ruckartig in seine. Nullage zurückgeschleudert.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile einer elastischen Abstützung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse über ein mechanisch gefedertes Druckkissen dadurch vermieden, daß die Entspannungsbewegung des Druckkissens hydraulisch gedämpft ist.
  • Das Federkissen ist so beschaffen, daß-es im Ruhestand nur eine sehr geringe Vorspannung besitzt. Sobald beim Ansetzvorgang der Ziehstadie in der Matrize ein Druck auf den Ziehdorn ausgeübt wird, weicht das Kissen bis zu dem dem maximalen Ziehdruck entsprechenden Wert entsprechend aus. Bei diesem Druck ist jedoch das Kissen nicht völlig durchgedrückt, so daß auch dieser Druck elastisch halten wird im Gegensatz zu einem hydraulischen Kissen, bei dem, wie oben beschrieben, ein harter Anschlag den Maximaldruck aufnimmt. Während des Spannens der Feder gibt die hydraulische Dämpfungseinrichtung ohne wesentlichen Gegendruck nach. Sobald aber das Federkissen sich entspannen will, setzt die Dämpfung ein. Der Entspannungsvorgang beginnt bereits während des Ziehvorganges, da die maximale Ziehkraft beim Durchgang des Hohlkörperbodens auftritt und dann stetig abnimmt. Für das Abklingen der Dämpfung steht an Zeit mehr als die Zeitdauer des gesamten Rückhubes zur Verfügung, was auch bei schnellaufenden Ziehpressen mit ca. 120 Takten je Minute ausreicht.
  • Die beigegebenen Abbildungen zeigen das Wesen der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel. Es zeigt Abb. 1- einen Schnitt durch eine schematische Darstellung einer elastischen Ziehdornlagerung, Abb. 2 eine Seitenansicht dazu.
  • Ein Ziehdorn 1 eines Ziehschlittens 7 ist über eine SpannhÜlse 2 an einem Druckkissenkolben 3 befestigt. Gegen den vorderen Führungsbund des Kolbens 3 le-t sich ein federndes Druckkissen, das aus einer Anzahl Tellerfedern 4 zusammengesetzt ist. Diese stützen sich gegen eine starre Bodenfläche 5 einer vorderen Führungsbohrung 6 des Ziehschlittens 7 ab. Im Anschluß an die Führungsbohrung 6 ]legt eine hydraulische Dämpfungseinrichtung. Diese besteht zunächst aus einem Druckzylinder 8, der durch eine vordere Manschette 9 gegen den Druckkissenkolben 3 und durch eine im Dämpfungskolben 10 gelagerte, hintere Manschette 11 nach rückwärts abgedichtet ist. Der Druckzylinder 8 steht über ein Rückschlagventil 12 mit einem Vorratsbehälter 13 für die Dämpfungsflüssigkeit in Verbindung derart, daß das Rückschlagventil 12 den Zufluß vom Vorratsbehälter 13 zum Druckzylinder gestattet, den Ausfluß aus letzterem aber sperrt. Dieser findet nur über eine Drosseleinrichtung statt. Bei dieser wird aus einem Eindringzapfen 14 und einer Bohrung 15 eines Drosselgehäuses 16 ein Ringspalt gebildet, über den die ausfließende Dämpfungsflüssigkeit durch eine Rohr-,elangt. Im letzleitung- 17 in den Vorratsbehälter 13 g teren befindet sich noch ein Beruhigungskörper 18, der Strudel- und Schaumbildun- sowohl durch die Fließbewegung der Dämpfunggsflüssigkeit als auch durch die oszillierende Bewegung des Ziehschlittens verhütet. Um das Einströmen der Dämpfungsflüssigkeit während der elastischen Periode in den Druckzylinder sicherzustellen, ruht auf der im Vorratsbehälter befindlichen Flüssigkeit ein entsprechend hoher pneumatischer Druck, der zugleich eine Vorspannung auf die Tellerfedern 4 ausübt und den zum Dichthalten der Manschetten 9 und 11 erforderlichen Minimaldruck erzeugt. Angetrieben wird der Ziehschlitten 7 über einen Schubstangenbolzen 19, z. B. durch einen (nicht gezeichneten) Kurbeltrieb.
  • An Stelle eines zentralen Druckkissens können auch mehrere, z. B. konzentrisch zu einer Mittenachse angeordnet sein. Auch liegen Möglichkeiten für die Ab- dichtung der Dämpfungseinrichtung ohne Manschetten vor, z. B. durch geschliffene Flächen bei enger Passung oder durch Kolbenringe. Auch ist es nicht erforderlich, die Dämpfungseinrichtung unmittelbar im Anschluß an das Druckkissen zu legen. Grundsätzlich läßt sich die gesamte Anordnung auch bei nicht mechanisch betriebenen Zieheinrichtungen anwenden, wenn auch ihre Benutzung dort im allgemeinen nicht so große Vorteile bieten dürfte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elastische Abstützung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse über ein mechanisch gefedertes Druckkissen zur Minderung des Stoßes beim Aufsetzen auf das Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß die Entspannungsbewegung des Druckkissens hydraulisch gedämpft ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche, Patentschrift Nr. 1020 850; französische Patentschrift Nr. 1108 552; britische Patentschrift Nr. 662 705.
DEW22666A 1958-01-30 1958-01-30 Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse Pending DE1112036B (de)

Priority Applications (1)

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DEW22666A DE1112036B (de) 1958-01-30 1958-01-30 Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse

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DEW22666A DE1112036B (de) 1958-01-30 1958-01-30 Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1112036B true DE1112036B (de) 1961-08-03

Family

ID=7597344

Family Applications (1)

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DEW22666A Pending DE1112036B (de) 1958-01-30 1958-01-30 Elastische Abstuetzung eines Werkzeuges am Schlitten einer mechanischen Presse

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB662705A (en) * 1948-07-06 1951-12-12 Fritz Wilhelm Siebel Improved process and means for the production of gear wheels from steel
FR1108552A (fr) * 1954-09-24 1956-01-16 Procédé de fabrication d'objets en métal par fluage à froid et machine pour la mise en oeuvre de ce procédé
DE1020850B (de) 1953-07-06 1957-12-12 Peltzer & Ehlers K G Kurbelpresse zum Kaltherstellen von Hohlnieten

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB662705A (en) * 1948-07-06 1951-12-12 Fritz Wilhelm Siebel Improved process and means for the production of gear wheels from steel
DE1020850B (de) 1953-07-06 1957-12-12 Peltzer & Ehlers K G Kurbelpresse zum Kaltherstellen von Hohlnieten
FR1108552A (fr) * 1954-09-24 1956-01-16 Procédé de fabrication d'objets en métal par fluage à froid et machine pour la mise en oeuvre de ce procédé

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