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DE1111918B - Verfahren zum Lagern von Silierfutter - Google Patents

Verfahren zum Lagern von Silierfutter

Info

Publication number
DE1111918B
DE1111918B DEN10118A DEN0010118A DE1111918B DE 1111918 B DE1111918 B DE 1111918B DE N10118 A DEN10118 A DE N10118A DE N0010118 A DEN0010118 A DE N0010118A DE 1111918 B DE1111918 B DE 1111918B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
covered
heaps
ground
silage
vol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN10118A
Other languages
English (en)
Inventor
Kornelis Pleunis Kalis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEN10118A priority Critical patent/DE1111918B/de
Publication of DE1111918B publication Critical patent/DE1111918B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • A23K30/10Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder
    • A23K30/15Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder using chemicals or microorganisms for ensilaging

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
N10118 IVa/53g
ANMELDETAG: 27. J A N U A R 1955
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT; 27. JULI 1961
Eines der bedeutungsvollsten Probleme der Landwirtschaft ist durch die Notwendigkeit gegeben, das alljährlich in riesigen Mengen anfallende Futter zu einem großen Anteil so zu konservieren, daß der Wert seiner Nährstoffe voll erhalten bleibt oder mögliehst noch gesteigert wird und daß der hierzu erforderliche Aufwand denkbar gering und damit auch für den Kleinbauern tragbar ist.
In Verfolgung dieses Ziels wurden u. a. die bekannten Silierverfahren entwickelt, bei denen das Gut insbesondere mit seiner Eigenflüssigkeit, vielfach aber auch unter Verwendung einer Zusatzflüssigkeit eingelagert und dabei einem Silierungsvorgang überlassen wird.
Hierbei wird das Gut, wie beispielsweise bei den aus den Zuckerfabriken anfallenden Erzeugnissen, zu sehr dichten Massen zerpulpt, oder aber es wird in Mulden, Mieten, Tröge oder auch Silos eingebracht und dort abgedeckt.
Die Erfindung betrifft die letztere dieser Möglichkeiten und ist dementsprechend nur für solche Produkte vorgesehen, die nicht übermäßig viel Feuchtigkeit enthalten. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die in dieser Hinsicht bislang angewendeten Verfahren gewisse Nachteile haben, ferner, daß die bekannten Verfahren auch verbesserungsfähig sind, weiter, welche Faktoren überhaupt das vorliegende Problem maßgeblich beeinflusssen, und schließlich, welche Forderungen diese Faktoren erfüllen müssen, um das gesteckte Ziel zu erreichen.
Bislang glaubte die Fachwelt, beim Silieren von Futter allen Erfordernissen zu genügen, wenn das Gut nur dicht genug gelagert bzw. geschichtet und dadurch die schädliche Luft aus ihm ausgepreßt werde.
Unter dieser Tendenz wurde das Gut in Mulden und Mieten oder auch auf dem flachen Boden in den üblichen Höhen und Breiten aufgeschichtet, die je nach der Futterart etwas variieren, und dann vorzugsweise mit Erde, aber auch mit Stallmist, Ton od. dgl. in Schichten von 30 bis 50 cm, bei Gras sogar bis zu 1 m abgedeckt. Diese Art der Abdeckung hat den wesentlichen Nachteil, daß sie namentlich bei schlechtem Wetter und nassem und schwerem Boden außerordentlich mühsam ist, daß sie bei Entnahmen von Gut immer wieder einen gleichartigen Arbeitseinsatz erfordert, daß sie durch die Entnahme der Abdeckerde unter Umständen verhältnismäßig große Flächen des Ackerbodens in seiner kultivierten Schichtung zerstört und daß sie außerdem durch ihr hohes Gewicht einen nicht unerheblichen Anteil wertvoller Nährflüssigkeit aus dem Gut ausgepreßt, die dadurch verlorengeht.
Verfahren zum Lagern von Silierfutter
Anmelder:
N.V.Maatschappij tot Exploiteren
van Octrooien en Licenties »MATEPA«,
s'Hertogenbosch und Kornelis Pleunis Kalis, Voorburg Z. H. (Niederlande)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Jooß, Patentanwalt,
Braunschweig, Steinweg 5
Kornelis Pleunis Kalis,
Voorburg Z. H. (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
Der letztere Nachteil tritt auch dann auf, wenn man das Gut in Trögen, Silos od. dgl. einlagert, wo seine Verdichtung ganz allgemein ebenfalls durch Erde oder aber durch Steine erfolgt, die man z. B. über Bretter oder Folien auf die Gutsoberfläche schichtet. Abgesehen von dem wirtschaftlichen Aufwand, den die Anschaffung und Unterhaltung von Trögen oder ähnlichen Behältnissen oder der Bau von Silos bedingt, tritt bei einer solchen Silierungsart der zusätzliche Nachteil auf, daß sich die ausgepreßte Nährflüssigkeit unter dem Futter ansammelt und dort mitsamt dem in ihrem Bereich befindlichen Futter verdirbt.
Aus diesen jedem Fachmann bekannten Tatsachen wurde nun der bislang völlig übergangene Schluß gezogen, daß der Verdichtungsdruck eines zu silierenden Gutes keineswegs beliebig hoch sein dürfe. Die Frage, wie man aber auch bei verhältnismäßig niederem Druck die unbedingt erforderliche Luftfreiheit im Gut erreichen könne, stieß auf Schwierigkeiten, die lange unlösbar erschienen. Jahrelange Versuche und Überlegungen brachten schließlich die Feststellung, daß der erforderliche Verdichtungsdruck bzw. die durch diesen erzielbare Luftfreiheit im Siliergut einmal von dessen Flüssigkeitsanteil und zum anderen von seinem Rohfaseranteil abhängig ist.
Aus dieser Erkenntnis ergab sich schließlich die neue technische Lehre, daß eine schwach angesäuerte Siliermasse durch Zerkleinern ihrer Rohfasern und durch Einstellen ihres Feuchtigkeitgehalts derart vor-
109 649/128
behandelt wird, daß sie beim Lagern weniger als 2Ofl/o, berechnet auf die Lagerhöhe, nachsinkt, und ■" dem in diesem Zustand nur noch mit einer luft- und feuchtigkeitsundurchlässigen Folie leicht abgedeckt wird. Die hier für jede Gutsart in Betracht kommenden Bedingungen, also der Rohfaser- und Feuchtigkeitsgehalt, lassen sich ohne Schwierigkeit durch Testversuche ermitteln und erfahrungsgemäß anwenden.
Gut, das in dieser Weise behandelt ist, braucht nur noch auf ebenem Land in Haufen oder Mieten aufgeschüttet zu werden, die üblicherweise eine Höhe von etwa 80 cm bis höchstens etwa 1,20 m und eine Breite von etwa 1 bis etwa 3 m haben. Dann wird es durch eine anschmiegsame und deshalb besonders leichte und dementsprechend billige, luft- und feuchtigkeitsundurchlässige Folie abgedeckt, die nur insoweit beschwert zu werden braucht, daß sie vom Wind nicht mitgenommen werden kann.
Es ist nun zwar schon bekannt gewesen, Silagehaufen mit einem luftdichten und biegsamen Stoff abzudecken. Diesen hat man aber einerseits stets auch in der üblichen Weise mit einer dicken Erdeschicht od. dgl. beschwert, was zu den oben angeführten Nachteilen führen mußte. Zum anderen wurden aus den falschen Vorstellungen heraus stets viel zu schwere Stoffe gewählt. Diese waren verhältnismäßig kostspielig und schlossen damit ihre Verwendbarkeit vielfach von vornherein aus. Außerdem aber vermochten sie sich der Oberfläche des Silierhaufens nicht genügend anzuschließen, und dadurch war der zusätzliche Nachteil bedingt, daß der Haufen von außen schädliche Luft ansaugen konnte, sobald in seinem Inneren ein Unterdruck entstand.
Versuche, die mit dem neuen Verfahren über zwei Jahre hindurch auf großen Gütern durchgeführt worden sind, haben zu besten Ergebnissen geführt. Die nach der Erfindung hergestellten Silagen entsprachen in ihren Eigenschaften und in ihren Ergebnissen bei der Fütterung praktisch einem Frischfutter. Die Mieten geben keinen schlechten Geruch ab und weisen namentlich auch keine Randverluste auf.
Nach dem neuen Verfahren lassen sich hervorragend Rübenköpfe, Kartoffeln, Zwiebeln, Kohlrabi u. dgl. mit oder ohne Blatt verarbeiten. Aber auch überirdische Pflanzenteile, die, wie beispielsweise Gras, eine gewisse mechanische Festigkeit aufweisen müssen, lassen sich für das neue Verfahren gegeignet machen, indem man ihnen Zuschläge mit geringerem Rohfaseranteil gibt, wie z. B. Stoppelknollen. Wird eine solche Mischung gequetscht, so werden die Rohfasern des Grases od. dgl. zerkleinert, die Knollen aber völlig zerquetscht, so daß diese die Hohlräume zwischen den Grasanteilen ausfüllen. Eine so vorbereitete Masse vermag die Forderung zu erfüllen, beim Lagern weniger als 20 "Vo ihrer Höhe nachzusinken.
Beispiel des neuen Verfahrens
Gras wird sofort nach dem Mähen gequetscht. Es wird zusammen mit 3O"/o Stoppelknollen (berechnet auf das Grasgewicht) durch die Quetschmaschine geführt. Als Hilfsstoff wird eine kleine Menge einer sauren Flüssigkeit, z. B. 1011 η-Säure pro Tonne zugesetzt. Das in dieser Weise behandelte Gut wird in flachen Haufen am Boden gelagert und durch ein Pferd angestampft oder mit Hilfe eines Treckers zusammengepreßt. Der Haufen wird anschließend mit Kunststoffbahnen und diese mit einer dünnen Schicht aus Ton mit Stalldünger abgedeckt.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich dazu, auch handelsfähige Silierungen herzustellen, die nach einer Lagerung von einigen Monaten an andere Betriebe verkauft und dort wiederum gelagert werden können.

Claims (1)

  1. Patentanspruch.
    Verfahren zum Lagern von Silierfutter in Haufen auf dem Boden, in flachen Mulden oder Mieten, das zunächst zur Erzielung einer Verdichtung vorbehandelt, daraufhin auf dem Boden oder in den Mulden gegebenenfalls festgestampft und anschließend abgedeckt wird, dadurch gekennzeich net, daß eine schwach angesäuerte Siliermasse, welche durch Zerkleinerung und Einstellung des Feuchtigkeitsgehalts derart vorbehandelt ist, daß sie beim Lagern weniger als 20 Vo, berechnet auf die Lagerhöhe, nachsinkt, mit einer anschmiegsamen luft- und feuchtigkeitsundurchlässigen Folie leicht abgedeckt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Pott, »Handbuch der tierischen Ernährung und
    der landwirtschaftlichen Futtermittel«, Bd. I, 1904,
    S. 226, 238 und 254;
    Chemisches Zentralblatt, 1951, Bd. II, S. 151,
    Abs.
    © 109 649/128 7.61
DEN10118A 1955-01-27 1955-01-27 Verfahren zum Lagern von Silierfutter Pending DE1111918B (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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