DE1111831B - Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Harzen aus fluessigen Polydiolefinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Harzen aus fluessigen PolydiolefinenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
E19351IVb/39c
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 27. JULI 1961
Es ist bekannt, Harze durch kontinuierliches Härten von harzbildenden Gemischen, die ein härtbares flüssiges
Polydiolefin enthalten, herzustellen. Auch ist bekannt, das harzbildende Gemisch mit einem Verstärkungsmittel
zu harten, festen, verstärkten Kunststoff-Schichtstoffen zu verarbeiten.
Die bisher zum Härten eines Polydiolefins erforderliche Zeit ist verhältnismäßig lang. Durch Anwendung
höherer Temperaturen kann man die Härtungszeit verkürzen. Wird jedoch bei solchen hohen Temperaturen
unter niedrigem Druck gehärtet, so enthalten die geschichteten Endprodukte eine Vielzahl kleiner Bläschen,
die durch das flüchtige Monomere verursacht werden. Solche Schichtstoffe haben eine .verhältnismäßig
geringe Wasserfestigkeit und auch sonst schlechte physikalische Eigenschaften.
Es wurde nun gefunden, daß sich die erwähnten Nachteile durch Anwendung eines Pfropfpolymerisationsverfahrens
vermindern lassen. Erfindungsgemäß wird ein harzbildendes Gemisch hergestellt, das aus
einem härtbaren flüssigen Polydiolefin, einer aufzupfropfenden Monovinylverbindung, z. B. Vinyltoluol,
und einem Peroxydkatalysator, ferner einem inerten Lösungsmittel oder überschüssigem Monomeren! besteht.
Dieses Gemisch wird bei erhöhten Temperaturen zu einem Vorprodukt einer Stufe B gepfropft. Das
Pfropfpolymere, dem das zusätzliche Monomere und der Katalysator einverleibt worden sind, wird anschließend
unter Druck und bei erhöhten Temperaturen mit verstärkenden Mitteln, wie Glasfasern oder
Papier, zu einem Schichtstoff verarbeitet und in einer geschlossenen Form innerhalb verhältnismäßig kurzer
Zeit zu einem blasenfreien, verstärkten Kunststoff gehärtet.
Die härtbaren flüssigen Polymeren werden aus Diolefinen hergestellt, besonders solchen, die konjugiert
sind und 4 bis 6 C-Atome im Molekül enthalten, wie Butadien, Hexadien, Isopren, Dimethylbutadien, Piperylen
oder Methylpentadien. Es können auch Diolefine verwendet werden, die mit kleineren Mengen
äthylenisch ungesättigter Monomerer, wie Styrol, Acrylnitril, Methylvinylketon oder mit im Ring alkylsubstituierten
Styrolen, wie Paramethylstyrol, Dimethylstyrol, mischpolymerisiert worden sind. Durch
Umsetzung von 75 bis 100 Teilen Butadien, Vorzugsweise 75 bis 85 Teilen, mit 25 bis 0 Teilen, vorzugsweise
25 bis 15 Teilen, Styrol in Gegenwart eines metallischen Natriumkatalysators wird ein brauchbares
polymeres Diolefinöl hergestellt. Die Polymerisation wird nach bekanntem Verfahren in einem Verdünnungsmittel
bei Temperaturen zwischen etwa 25 bis 1050C mit etwa 0,5 bis 5 Teilen feinzerteiltem Natrium
Verfahren zur Herstellung
von gehärteten Harzen
aus flüssigen Polydiolefmen
aus flüssigen Polydiolefmen
Anmelder:
Esso Research and Engineering Company, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener und Dr. H. J. Wolff,
Dr. W. Beil, A. Hoeppener und Dr. H. J. Wolff,
Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. Mai 1959
V. St. v. Amerika vom 29. Mai 1959
Ober C. Slotterbeck und Julian Lakritz,
Rahway, N. J. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
je 100 Teile Monomeren! durchgeführt. Das bei der Polymerisation verwendete Verdünnungsmittel muß
zwischen etwa —15 und 2000C sieden, es wird in einer
Menge von 100 bis 500 Teilen je 100 Teile Monomerer verwendet; bevorzugte Verdünnungsmittel sind aliphatische
Kohlenwasserstoffe, wie Lösungsbenzin, oder einfach destilliertes Benzin. Um wasserhelle Produkte
zu erhalten, kann man auch gemischte Verdünnungsmittel, etwa 10 bis 45 Teile je 100 Teile Monomerer,
verwenden, die aus aliphatischen, 4 bis 8 C-Atome enthaltenden Äthern oder cyclischen Äthern und PoIyäthern,
außer solchen mit einer —O—C—O-Gruppierung,
bestehen. Besonders brauchbare Äther sind Dioxan-1,4 und Diäthyläther. Schließlich ist es auch
vorteilhaft, etwa 5 bis 35 Gewichtsprozent, bezogen auf das Natrium, eines Alkohols zuzusetzen, wie Methanol,
Isopropylalkohol oder einen Amylalkohol, um die Anfangs-Induktionszeit zu überwinden. Die Viskosität
des entstandenen Produktes schwankt zwischen 0,15 und 20 P.
Außer dem Polydiolefin enthält das Gemisch eine Monovinylverbindung und einen Katalysator, Die
Monovinylverbindungen werden auf das härtbare Polydiolefin gepfropft und bilden ein Vorprodukt der
Stufe B. Solche Monomere sind folgende Verbindun-
109 649/446
gen: Vinylaromaten, wie Styrol und Vinyltoluol; Halogenstyrole; Vinylnaphthaline; Alkylacrylate und
Methacrylate; Alkylfumarate, z. B. Diäthylfumarat; Allylester; Acrylnitril; Vinylchlorid und Vinylidenchlorid.
Vorzugsweise in Frage kommen Vinyltoluol und Styrol. Es werden 5 bis 80 Teile, vorzugsweise 40
bis 60 Teile, Monovinylverbindung je 100 Teile des härtbaren, flüssigen Gemisches eingearbeitet.
Dem Gemisch werden 0,01 bis 10 teile, vorzugsweise
0,2 bis 1,0 Teile, je 100 Teile des härtbaren, flüssigen Gemisches eines Katalysators eingearbeitet,
am besten des freie Radikale bildenden oder des Peroxyd-Typs. Daher sind Peroxyde, wie Hydroperoxyde,
Per-Ester und Per-Säuren, brauchbar. Bevorzugte Katalysatoren sind Dicumylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd,
Benzoylperoxyd und Gemische derselben.
Erfindungsgemäß wird das harzbildende, polymere Gemisch mit den aufgeführten Produkten zu einem
Vorprodukt von Stufe B gepfropft, indem man es 15 bis 320 Minuten auf 93 bis 1500C, vorzugsweise 116 bis
135°C, erhitzt. Das Vorprodukt von Stufe B ist nicht
identisch mit dem teilweise gehärteten Produkt der Stufe B und/oder dem vollständig gehärteten Produkt.
Das Vorprodukt von Stufe B hat nur eine zweidimensionale Vernetzung, während das Produkt der Stufe B
dreidimensional vernetzt ist. Außerdem ist das Vorprodukt von Stufe B in Kohlenwasserstoffen und
sauerstoff haltigen Lösungsmitteln löslich; im Gegensatz dazu ist die B-Stufe in diesen Verbindungen .nicht
löslich. Die Eigenschaften der drei Stufen werden nachstehend verglichen:
. Glasfasern beliebige faserartige Glasmassen verwendet,
z. B. Fasergarne, Gespinste, verstärkte Matten, Garne aus Stapelfaser, gewebte Stoffe und gesponnene Fasern.
Die Glasfasern können mit einer Schutzappretur versehen werden. Hierzu können z. B. folgende Appreturen
verwendet werden: Stärke-Mineralöl-Gemische; Polyvinylacetat, Polyisobutylen, Mischpolymere aus
Isobutylen und Isopren und Mischpolymere aus Butadien und Styrol. Die Verwendung von Glasfasern,
ίο die mit einem ungesättigten, organischen Halogensilan
der Formel
B-Vorstufe
Löslich in Lösungsmitteln.
Viskosität zwischen 2 und 12
Poisen.
Viskosität zwischen 2 und 12
Poisen.
B-Stufe
Weiches Gel,
quillt in Lösungsmitteln, ist daher
in Lösungsmitteln nicht löslich.
quillt in Lösungsmitteln, ist daher
in Lösungsmitteln nicht löslich.
Vollständig
gehärtetes Produkt
gehärtetes Produkt
Harter, fester
Stoff, wird nur
sehr wenig von Lösungsmitteln
angegriffen oder
ist ihnen gegenüber inert.
Stoff, wird nur
sehr wenig von Lösungsmitteln
angegriffen oder
ist ihnen gegenüber inert.
Die graphische Darstellung der Zeichnung veranschaulicht die verschiedenen Zeit- und Temperaturbedingungen,
die für jede Härtungsart erforderlich sind. Wird beispielsweise ein typisches Pfropfgemisch
60 Minuten auf 1300C erhitzt, so entsteht ein Vorprodukt
von Stufe B; beträgt die Temperatur 165°C und die Dauer 30 Minuten, so bildet sich das Produkt
der B-Stufe. Bei einer 90 Minuten währenden Erhitzung auf 183 ° C erfolgt eine vollständige Härtung. Jede dieser
Härtungsstufen kann erreicht werden, wenn die Härtung bei höheren Temperaturen, jedoch mit geringerer
Dauer durchgeführt wird. Bei der Herstellung des Vorproduktes
von Stufe B läßt sich jedoch mit einer geringeren Temperatur und einem Verdünnungsmittel eine
bessere Kontrolle des Produktes erreichen.
Zu den erfindungsgemäß angewendeten Verstärkungsmitteln
gehören Mineralstoffe, wie Glas, Asbest, Glimmer, Gestein und Celit; vegetabilische Stoffe, wie
Baumwolle, Leinen oder Seide; organische Stoffe, wie Haar, Kunstfaser, und metallische Stoffe, wie Eisen,
Aluminium oder Kupfer. Die Verstärkungsmittel können 80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 35 bis 80 %, des
verstärkten Kunststoffs ausmachen. Bevorzugtes Material sind Glasfasern. Erfindungsgemäß werden als
in der R eine Vinyl·· oder Allylgruppe, η eine positive
ganze Zahl zwischen 1 und 3 und X Halogen bedeutet, behandelt sind, kommt ebenfalls in Frage. Es können
auch dem harzbildenden Gemisch 0,1 bis 5 Teile eines Silans der Formel -■:--.-.
R» Si(ORO4- n,
.; in der R eine ungesättigte Gruppe, z. B. eine Vinyl-, Allyl-, Methallyl- oder Crotylgruppe, bedeutet, η eine
positive ganze Zahl zwischen 1 und 3 ist und R1 eine
Alkyl- oder Arylgruppe oder Substitutionsprodukt derselben ist, eingearbeitet werden. Die beschriebenen
Silane setzen sich wahrscheinlich mit den Hydroxylgruppen im Glas um. Der ungesättigte oder Vinylteil
des Moleküls, der durch das Siliciumatom mit dem Glas verbunden ist, setzt sich während der Härtestufe
mit dem Polymeren um, wodurch das härtbare Polymere und die Glasfaser wirksam verbunden werden.
Das Verstärkungsmittel kann erfindungsgemäß mit dem harzbildenden Polymerengemisch, das zu der Vorstufe
von B gehärtet worden ist, zu einem verstärkten Kunststoff beschichtet werden. Ein verstärkter Kunststoff
ist also eine aus einem Verstärkungsprodukt und einem wärmehärtbaren Harz zusammengesetzte Masse.
Es sind also z. B. Schichten aus Gewebe und Harz, Fasern, die in ein Harz eingebettet sind und Fasern,
die mit dem Harz getränkt und zu einem hohlen, zylinderförmigen Rohr geformt sind. Die Beschichtung
kann nach jedem beliebigen Verfahren erfolgen. Das Gemisch der B-Vorstufe kann z. B. durch Imprägnieren
mittels Bürsten mit dem Glasgewebe verbunden werden. Das Gemisch kann in die Mitte mehrerer aus
trockenem Gewebe gebildeter Schichten gegossen werden, die auf einer mit Zellglas bedeckten Glasplatte
aufgebracht sind, oder das Gewebe kann in das Gemisch eingetaucht werden. Ein bei der Herstellung eines
festen, rechteckigen Schichtstoffs angewendetes Verfahren besteht z. B. in der Bildung von Schichten aus
dem Gemisch der Vorstufe von B und aus Glasfasern. Sobald die gewünschte Stärke erreicht ist, werden die
Schichten zu einem einheitlichen verstärkten Kunststoff gehärtet. Ein anderes Verfahren kann bei der
Herstellung zylinderförmiger Hohlrohre angewendet werden. Die Glasfasern werden in das Gemisch der
Vorstufe von B eingetaucht und um einen Stahldorn gewickelt, was nach einem beliebigen Verfahren geschehen
kann. Zum Beispiel werden die Fasergespinste, z. B. Glasfasern, in einem Winkel zur Achse des Dorns
in übereinanderlagernden Schichten um den Dorn gewickelt und bilden so eine äußere Schale des Rohres.
Sobald die gewünschte Form erreicht ist, wird die Umhüllung zu einem einheitlichen, starren Rohr gehärtet.
Das geschichtete Verstärkungsprodukt und das Gemisch der Vorstufe von B wird dann einer vollständigen
Härtung unterworfen und ergibt einen har-
ten, festen, verstärkten Kunststoff. Es ist jedoch notwendig, in das Gemisch der Vorstufe von B 15 bis
60 Teile zusätzliches Monomeres, wie Vinyltoluol, einzuarbeiten. Die vollständige Härtung kann durch 40
bis 20 Minuten Erhitzen in einer geschlossenen Form auf Temperaturen zwischen 155 und 1700C erreicht
werden.
Ferner kann eine teilweise Härtung bis zum Produkt der Stufe B erfolgen, indem man das geschichtete Ver-^
Stärkungsprodukt mit dem darauf befindlichen Gemisch der Vorstufe von B 10 bis 5 Minuten in einer geschlossenen
Form in Gegenwart von 15 bis 60 Teilen zusätzlich eingearbeiteten Monomeren auf 132 bis 155 0C
erhitzt. Dieses Produkt der Stufe B kann dann vollständig gehärtet werden, indem man es 30 bis 5Minuten
auf zwischen 155 und 171°C erhitzt.
Es ist so möglich, einen verstärkten Kunststoff herzustellen, ohne daß sich in ihm Blasen bildeten. Die
zum Härten notwendige Zeit wird daher verringert. Das Endprodukt kann dann zur Herstellung flacher
Folien und technischer Tafeln verwendet werden.
In den folgenden Beispielen beziehen sich alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht.
Beispiel 1 a5
Ein Butadien-Styrol-Trockenöl wurde hergestellt:
Teile
Butadien 80
Styrol 20
Lösungsbenzin* 200
Dioxan 40
Isopropylalkohol 0,2
Natrium** 1,5
* Einfach destilliertes Lackbenzin; spezifisches Gewicht 0,7839; Flash-Punkt 40,6°; Siedebereich 65,5 bis 93,4° C.
** Mit einem Eppenbachschen Homogenisierungsmischer auf eine Teilchengröße von 10 bis 50 Mikron dispergiert.
Die Polymerisation dieses Gemisches wurde bei 500C in einem 2-1-Autoklav durchgeführt, der mit
einem mechanischen Rührwerk versehen war. Innerhalb von 41I2 Stunden wurde eine vollständige Umwandlung
erreicht. Der Katalysator wurde zerstört und aus dem Rohprodukt entfernt. Durch Abdestillieren
wurde das Lösungsmittel im wesentlichen entfernt, und man erhielt ein 100 %ig nicht flüchtiges Produkt.
Dieses Produkt hatte bei 50 % nicht flüchtigen Stoffen in Lösungsbenzin eine Viskosität von 1,5 P, und seine
nicht flüchtigen Bestandteile wiesen ein mittleres Molekulargewicht von etwa 8000 auf.
Durch Mischen von 85 Teilen dieses Mischpolymeren mit 15 Teilen Vinyltoluol und 0,04 Teilen Dicumylperoxyd
wurde ein harzbildendes Gemisch hergestellt. Dieses Gemisch wurde dann 35 Minuten bei 15O0C
zu dem Produkt der Vorstufe von B gepfropft. Das Gemisch der Vorstufe von B wurde darauf mit weiterem
Vinyltoluol verdünnt, bis 50 Teile dem Gemisch einverleibt waren. Dann wurden 1,5 Teile Di-tert.-butylperoxyd
und 2 Teile Dicumylperoxyd zugefügt.
Vierzehn mit einem Methylglykol-vinyl-silan-Überzug
versehene Lagen Glasgewebe wurden mit diesem verdünnten Gemisch der Vorstufe von B imprägniert
und dann in eine geschlossene 0,31-cm-Preßform gebracht. Die vollständige Härtung wurde 20 Minuten
bei 1700C vorgenommen, und man erhielt einen verstärkten
Schichtstoff, in dem keine Blasen waren. Die Biegefestigkeit wurde mit 2950 kg/cm2 festgestellt.
Aus 50 Teilen Harz, 50 Teilen Vinyltoluol, 2 Teilen Dicumylperoxyd und 1,5 Teilen Di-tert.-butylperoxyd
wurde ein Schichtstoff hergestellt. Dieser Schichtstoff wurde 20 Minuten bei 17O0C gehärtet. Er war von
geringerer Qualität und enthielt -zahlreiche Blasen.
30 Teile des Mischpolymeren des Beispiels 1 wurden mit 10 Teilen Vinyltoluol und 0,4 Teilen Dicumylperoxyd
gemischt. Dieses Gemisch wurde auf höhere Temperatur erhitzt und die Viskosität in verschiedenen
Zeitabständen — wie in der Tabelle angegeben — gemessen.
| Zeitdauer | Temperatur | Viskosität der Lösung nach |
| Minuten | 0C | Gardner bei 25°C |
| 0 | 130 | |
| 15 | 135 | 1,40 |
| 30 | 133 | 2,00 |
| 45 | 124 | 2,41 |
| 60 | 126 | 2,63 |
| 75 | 130 | 2,91 |
| 90 | 130 | 3,20 |
| 105 | 130 | 4,85 |
| 120 | 128 | 6,30 |
| 135 | 128 | 9,80 |
| 143 | — | 15,80* |
* Die Lösung wies Anzeichen einer Gelbildung auf.
Dieses Beispiel zeigt, daß das Produkt der Vorstufe von B innerhalb gewisser Temperatur-Zeit-Bedingungen
gebildet wird. Wie die nach längerer Zeit (143 Minuten) auftretende Gelbildung anzeigt, entstehen
jedoch unter anderen Bedingungen ein gehärtetes Gemisch der B-Stufe oder ein vollständig gehärtetes Gemisch.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von gehärteten Harzen aus flüssigen Polydiolefinen durch Erhitzen
in Gegenwart von Peroxyden, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polymerisat oder Mischpolymerisat
aus einem konjugierten 4 bis 6 C-Diolefin mit einer Monovinylverbindung und einem
Peroxydkatalysator bei erhöhter Temperatur in ein schwach vernetztes Pfropfpolymerisat überführt,
dieses mit weiteren Mengen Monovinylverbindung und Peroxyd versetzt, gegebenenfalls Verstärkungsmittel
einarbeitet und in einer geschlossenen Form bei erhöhter Temperatur zu Ende härtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Erzielung der partiellen Vernetzung
15 bis 320 Minuten auf 90 bis 150° C und zur vollständigen Härtung 20 bis 40 Minuten auf 155
bis 170° C erhitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Diolefinpolymerisat ein Homopolymeres von Butadien oder ein Mischpolymeres
von Butadien mit Styrol verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monovinylverbindung Styrol,
Vinyltoluol, ein Halogenstyrol, ein Vinylnaphthalin, ein Alkylacrylat, ein Alkylfumarat, einen Allyl-
ester, Acrylnitril, ein Vinylchlorid oder ein Vinylidenchlorid verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Peroxydkatalysator Dicumylperoxyd,
Di-tert.-butylperoxyd, Benzoylperoxyd oder Gemische davon verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 943 722; deutsche Auslegeschrift Nr. 1049 096;
britische Patentschrift Nr. 825 882; niederländische Patentschrift Nr. 90 375.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US81697159 US3079295A (en) | 1959-05-29 | 1959-05-29 | Resinification by a grafting technique |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1111831B true DE1111831B (de) | 1961-07-27 |
Family
ID=25222053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE19351A Pending DE1111831B (de) | 1959-05-29 | 1960-05-19 | Verfahren zur Herstellung von gehaerteten Harzen aus fluessigen Polydiolefinen |
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| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE591277A (de) |
| DE (1) | DE1111831B (de) |
| NL (1) | NL251950A (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL90375C (de) * | ||||
| DE943722C (de) * | 1953-01-30 | 1956-06-01 | Standard Oil Dev Co | Verfahren zur Herstellung von festen Kunstharzen |
| DE1049096B (de) * | 1952-05-06 | 1959-01-22 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Mischpolymerisation von Styrol |
| GB825882A (en) * | 1956-01-30 | 1959-12-23 | Phillips Petroleum Co | Process for producing modified polymers |
-
0
- NL NL251950D patent/NL251950A/xx unknown
- BE BE591277D patent/BE591277A/fr unknown
-
1960
- 1960-05-19 DE DEE19351A patent/DE1111831B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE591277A (de) | |
| NL251950A (de) |
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