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DE1111744B - Schaltung einer Speicherroehre - Google Patents

Schaltung einer Speicherroehre

Info

Publication number
DE1111744B
DE1111744B DEC17317A DEC0017317A DE1111744B DE 1111744 B DE1111744 B DE 1111744B DE C17317 A DEC17317 A DE C17317A DE C0017317 A DEC0017317 A DE C0017317A DE 1111744 B DE1111744 B DE 1111744B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
potential
storage
storage screen
grid
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC17317A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Boulet
Jacques Toulemonde
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thales SA
Original Assignee
CSF Compagnie Generale de Telegraphie sans Fil SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CSF Compagnie Generale de Telegraphie sans Fil SA filed Critical CSF Compagnie Generale de Telegraphie sans Fil SA
Publication of DE1111744B publication Critical patent/DE1111744B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J31/00Cathode ray tubes; Electron beam tubes
    • H01J31/08Cathode ray tubes; Electron beam tubes having a screen on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted, or stored
    • H01J31/58Tubes for storage of image or information pattern or for conversion of definition of television or like images, i.e. having electrical input and electrical output
    • H01J31/60Tubes for storage of image or information pattern or for conversion of definition of television or like images, i.e. having electrical input and electrical output having means for deflecting, either selectively or sequentially, an electron ray on to separate surface elements of the screen

Landscapes

  • Image-Pickup Tubes, Image-Amplification Tubes, And Storage Tubes (AREA)
  • Electron Beam Exposure (AREA)

Description

INTERNAT.KL. H 01 j
DEUTSCHES
PATENTAMT
C 17317 Vmc/21g
ANMELDETAG: 7. A U G U S T 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 27. JULI 1961
Die Erfindung betrifft eine Schaltung für eine Speicherröhre, mit der nacheinander ein Signal geschrieben, abgelesen und gelöscht wird und bei der die Speicherröhre aus einem Speicherschirm mit einer Metallgegenelektrode, einer an der Gegenelektrode angebrachten Isolierschicht mit einem feinmaschigen Metallgitter, einem Elektronenstrahlerzeugungssystem mit einer Kathode, einer Steuerelektrode, Beschleunigungs- und Linsenelektroden zur Ausbildung eines in Richtung des Speicherschirmgitters gerichteten konzentrierten Elektronenstrahls und Ablenkvorrichtungen zur Strahlablenkung über die Oberfläche des Speicherschirms besteht und bei der die Elektroden des Elektronenstrahlerzeugungssystems auf festen Potentialen in bezug auf die Kathode liegen, das Speicherschirmgitter an einem niedrigen positiven Potential gegenüber Erde liegt und bei der der Steuerelektrode oder der Gegenelektrode die Eingangssignale zugeführt werden und die Ausgangssignale vom Speicherschirmgitter abgenommen werden.
Es sind Speicherröhren bekannt, bei denen der Elektronenstrahl während des Ablesevorgangs beim Auftreffen auf die Speicherschicht mehr Sekundärelektronen frei macht, als Primärelektronen auf die Schicht auftreffen, anders ausgedrückt, bei denen das Sekundärelektronenemissionsverhältnis größer als Eins ist.
Ziel der Erfindung ist, eine Speicherröhrenschaltung zu schaffen, bei der die gespeicherten Signale ohne Verzerrung des Verlaufs ihrer Zeitfunktion und ohne Phasenverschiebung gegenüber dem Anfangsaugenblick der jeweiligen Periode in einer oder mehreren Ableseperioden zwischen den Zeitpunkten nT und (n+l)T, wobei η eine ganze Zahl ist, reproduziert werden, wenn die Signale zwischen der Zeit Null und T einer Schreibperiode gespeichert worden sind.
Diese Bedingung ist für eine genaue Wiedergabe eines einzelnen Signals, das entsprechend dem eingeschriebenen Signal abgelesen wird, ebenso erforderlich wie für einen genauen Vergleich zwischen mehreren nacheinander mit oder ohne Zeitintervallen zwischen den Perioden abgelesenen Signalen. Daher darf die jeweils vorausgehende Ablesung die auf dem Speicherschirm während der Schreibperiode geschriebenen Ladungswerte nicht beeinflussen. Der Ablesevorgang wird dabei durch die gespeicherten Ladungen gesteuert, ohne daß diese selbst gelöscht werden, falls nicht eine Löschung beabsichtigt ist.
Weiterhin muß die Übertragungsfunktion bei einer Schreibgeschwindigkeit, deren Abtastperiode von der Schaltung einer Speicherröhre
Anmelder:
Compagnie Generale de Telegraphie sans FiI, Paris
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore
und Dipl.-Ing. H. Gralfs, Patentanwälte,
Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 8. August 1957
Francis Boulet und Jacques Toulemonde, Paris,
sind als Erfinder genannt worden
Größenordnung einer Fünfzigstel Sekunde ist, die richtige Wiedergabe von Zwischentönen ermöglichen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zwecks Abbremsung der Elektronen die Linsenelektroden auf abnehmenden Potentialen in bezug auf die Kathode liegen und daß die Kathode für den Schreib- und Ablesevorgang auf Erdpotential und für den Löschvorgang auf ein hohes negatives Potential gegen Erde zu bringen ist und daß die Gegenelektrode des Speicherschirms für den Schreibvorgang auf ein gegen das Potential des Speicherschirmgitters höheres Potential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Steuerelektrode zugeführt werden, und daß die Gegenelektrode für die Ablese- und Löschvorgänge im wesentlichen auf Erdpotential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Steuerelektrode zugeführt werden, oder für alle Arbeitsvorgänge auf Erdpotential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Gegenelektrode zugeführt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Fig. 1 und 2 der Zeichnung, die zur Erläuterung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen, beschrieben.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Röhre, wobei die Schaltung der Röhre schematisch angedeutet ist;
Fig. 2 ist ein Querschnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1.
109 649/319
Die Röhre nach Fig. 1 besteht aus einer lüftleeren zylindrischen Glashülle 1 mit einer Elektronenkanone, Mitteln zur Führung des Elektronenstrahls und einem Speicherschirm.
Die Elektronenkanone enthält eine Kathode 2, einen Heizfaden 3, eine Wehhelt-Elektro'de 4, eine erste Beschleunigungsanode 5 und eine zweite Beschleunigungsanode 6, die mit dem metallischen Belag 7 verbunden ist,- der einen Teil der Wandung der Hülle 1 innen bedeckt.
Um die auf den Speicherschirm auftreffenden Elektronen in parallelen Bahnen zu führen, weist die Röhre mehrere zylindrische oder konische Führungselektroden 8, 9 und 10 auf. Die Elektrode 10 hat ein Quergitter 11, das parallel zum Schirm verläuft und von gleicher Ausdehnung ist wie dieser.
Der Schirm besteht aus einem sehr dünnen Gitter 12 auf einer elektrisch isolierenden Schicht 13. Die Schicht 13 ist auf einer Metallschicht 14 aufgebracht, und das Gitter 12 liegt dem Gitter 11 gegenüber, d. h., es ist zur Elektronenkanone gewandt.
Zur Verbindung der Elektroden 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 11, 12 und 14 mit der äußeren Schaltung sind in der Hülle 1 vakuumdichte Durchführungen vorgesehen.
Eine Gleichspannungsquelle 15 liefert die Potentiale für die Elemente der Elektronenkanone. Beispielsweise liegt an der Wehnelt-Elektrode 4 ein negatives Potential von 70 Volt, an der Anode 5 ein positives Potential von ungefähr 400 Volt und an der Anode 6 ein positives Potential von etwa 1000 Volt, wenn man das Kathodenpotential als Bezugspotential ansieht. Der Heizfaden 3 wird aus der Stromquelle 16 gespeist.
An einer Gleichspannungsquelle 17 liegt der Spannungsteiler 18, der den Führungselektroden 8, 9 und 10 fortschreitend abnehmende und einstellbare positive Potentiale zuführt. Diese Potentiale können beispielsweise folgende Werte haben:
500 Volt an Elektrode 8,
300 Volt an Elektrode 9 und
30 Volt an Elektrode 10,
wobei das Kathodenpotential als Bezugspotential betrachtet wird. Kathode 2 liegt am negativen Pol der Spannungsquelle 17 und daher auf dessen Potential.
Die Klemme der Stromquelle 15, die auf Kathodenpotential liegt, ist mit dem Schalter 19 verbunden. Dieser legt in der Stellung, die in der Zeichnung durch einen ausgezogenen Strich bezeichnet ist, die Kathode an ein Potential, das gleich oder nahe Massepotential ist. In der anderen Stellung, die in der Zeichnung gestrichelt angedeutet ist, verbindet er die Kathode mit einem gegenüber Masse hohem negativem Potential, beispielsweise einem Potential von -400VoIt, das von der Gleichäpannungsquelle 20 abgenommen wird.
Die Darstellung des Schalters 19 ist in den Zeichnungen lediglich symbolisch. Dieser Schalter entspricht in der Praxis irgendwelchen geeigneten Schaltmitteln, wie z. B. elektronischen oder elektromagnetischen Schaltvorrichtungen.
Das Gitter 12 des Schirms ist über einen Widerstand 21 an eine Klemme einer Gleichspannungsquelle angeschlossen, die ein positives Potential von einigen Volt, z. B. 5 Volt, gegenüber Masse hat.
Die metalische Schicht 14 des Schirms ist mit dem Schalter 23 verbunden. Für diesen gelten die vorstehend mit Bezug auf den Schalter 19 gemachten Bemerkungen ebenfalls. In der durch eine ausgezogene Linie angedeuteten Stellung legt der Schalter 23 die Schicht 14 an Masse oder an ein dem Massepotential sehr dicht benachbartes Potential. In der gestrichelt angedeuteten Stellung ist die Schicht 14 an die Gleichspannungsquelle 24 angeschlossen, von der ihr ein positives Potential von beispielsweise 20 Volt gegenüber Masse zugeführt wird.
Zwei Paare von Ablenkspulen 25, die von geeigneten Ablenkspannungsquellen (nicht gezeigt) gespeist werden, sind für die horizontale bzw. vertikale magnetische Ablenkung des von der Elektronenkanone erzeugten Elektronenstrahls 26 um den Hals der Hülle 1 angeordnet.
Ein Ausgangskreis 27 für das abgelesene Signal ist über Kondensator 28 an das Gitter 12 an einem Punkt zwischen diesem Gitter 12 und dem Widerstand 21 angeschlossen.
Der Eingangskreis 29 des zu speichernden Signals ist in dem dargestellten Beispiel über einen Kondensator 30 an die Wehnelt-Elektrode 4 angeschlossen. Er kann statt dessen auch mit der Leitung verbunden sein, die die Metallschicht 14 an den Schalter 23 anschließt, wie das bei 29' und 30' gestrichelt angedeutet ist. Dabei muß die Wehnelt-Elektrode 4 ein geeignetes Gleichpotential erhalten, wie weiter unten noch erörtert wird.
Wirkungsweise
Zunächst hat der Schirm keine Ladung, d. h., alle dem Gitter 12 gegenüberliegenden Punkte der Oberfläche der isolierenden Schicht 13 haben dasselbe Potential, das dem Gitter 12 durch die Spannungsquelle 22 erteilt wird, nämlich 5 Volt im vorliegenden Beispiel.
Zu Beginn der Schreibperiode liegt der Schalter 19 so, daß die Kathode geerdet ist, und der Schalter 23 befindet sich in einer solchen Stellung, daß der Schicht 14 ein positives Potential von 20 Volt erteilt wird. Die Schreibsignalquelle ist bei 29 an die Wehnelt-Elektrode 4 angeschlossen, die so vorgespannt ist, daß der Elektronenstrahl bei Abwesenheit eines Signals verschwindet. Das besagte Signal moduliert den Strahl 26, der die Oberfläche des Gitters 12 und der Isolierschicht 13 unter dem Einfluß der Ablenkspulen 25 abtastet.
Die Bahnen des Strahls 26 laufen zunächst während ihres Durchtritts durch die Elektronenkanone auseinander, werden jedoch durch die Wirkung der Führungselektroden 8, 9 und 10 gekrümmt und schließlich in ihrem letzten Stück in zur Röhrenachse parallele Bahnen gebracht.
Das elektronenoptische System ist so entworfen, daß die Strahlenparallelität über die ganze Abtastperiode hin gleichmäßig aufrechterhalten bleibt. Folglich treten die Elektronen durch das Gitter 11 senkrecht hindurch und treffen auf das Gitter 12 unabhängig vom Auftreffpunkt in einer zum Schirm senkrechten Richtung auf.
Die Elektronen des Strahls 26 werden von der Kathode, die auf dem Potential Null liegt, emittiert und zum Teil vom Gitter 12, das auf einem Potential von 4- 5 Volt liegt, gesammelt und dem Widerstand 21 zugeführt. Infolge dieser kleinen Potentialdifferenz handelt es sich um langsame Elektronen. Die übrigen Strahlelektronen treten durch die Maschen des Gitters 12 hindurch und werden von der Oberfläche der Isolierschicht 13 aufgenommen, die auf höherem
Potential als das Gitter 12 liegt, weil der tragenden Metallschicht 14 ein Potential von 20 Volt zugeführt wird.
Der Beschüß mit lansamen Elektronen verursacht auf der Isolierschicht eine Sekundärelektronenemission mit einem Emissionskoeffizienten kleiner als Eins. Folglich ist an einem Auftreffpunkt die Anzahl der emittierten Elektronen kleiner als die aufgenommene Anzahl, so daß sich dieser Punkt negativ auflädt, wobei sein Potential proportional zur Anzahl der von ihm aufgenommenen Elektronen, d. h. also proportional zu dem bei 29 angelegten modulierenden Signal, abnimmt (weniger positiv wird). Die Potentiale der Schaltung werden vorzugsweise so gewählt werden, daß die Maximalamplitude des modulierenden Eingangssignals das Potential des unter Beschüß befindlichen Punktes auf Null bringt.
Die Abtastung der Oberfläche des Belages 13 durch den Strahl 26 während der Schreibperiode erzeugt also auf dieser Oberfläche ein Potentialbild, das den Änderungen des Eingangssignals während der Schreibperiode entspricht.
Am Ende der Schreibperiode wird der Schalter 21 in die Stellung gelegt, in der er die Metallschicht 14 mit Masse verbindet. Die Potentiale aller Punkte der Oberfläche 13 sinken dann um einen Betrag, der der Verminderung des Potentials der Metallplatte 14 um die 20 Volt der Stromquelle 24 entspricht. Die Punkte, an denen sich das Potential während des Schreibvorgangs nicht änderte, weil das Signal Null war, sind dann wiederum auf dem Potential Null, während die Punkte, welche unter der Wirkung des maximalen Signals auf das Potential Null gebracht waren, nunmehr auf einem negativen Potential liegen, das gleich der einheitlichen Potentialverminderung an der Platte 14 ist.
Die Potentialunterschiede der einzelnen geladenen Punkte auf der Oberfläche 13 gegeneinander werden durch diesen Vorgang nicht verändert, und das Signal bleibt somit erhalten, bis es zu einer Ableseperiode kommt. Diese kann unmittelbar auf die Schreibperiode folgen, braucht es aber nicht. Zur Ablesung wird der Schirm mit einem Strahl konstanter Intensität abgetastet, der z. B. dadurch erhalten wird, daß während des Abtastens ein Signal fester Amplitude bei 29 angelegt wird. Die Potentiale aller Elektroden werden dabei auf denselben Werten gehalten, die sie am Ende der Schreibperiode besaßen.
In jedem Zeitpunkt der Ableseperiode ist die Bahn des Elektronenstrahls genau dieselbe wie in dem entsprechenden Zeitpunkt der Schreibperiode, vorausgesetzt, daß die Stromversorgungsspannungen der Röhre genügend stabil sind. Wie zuvor besteht der am Gitter 12 ankommende Ablesestrahl aus langsamen Elektronen. Wiederum trifft er unabhängig vom Ort des Auftreffens senkrecht auf den Schirm auf.
Im Gegensatz jedoch zu den Verhältnissen während der Schreibperiode finden die Elektronen nunmehr hinter dem Gitter eine isolierende Oberfläche mit Punkten, die entweder auf dem Potential Null liegen — in Gebieten, die dem Signal Null entsprechen — oder auf einem negativen Potential gegenüber Masse, wobei der Potentialwert jedes negativ geladenen Punktes der Amplitude eines bestimmten Signalaugenblickwertes entspricht. In den Gebieten, wo das Potential Null vorliegt, werden alle Elektronen vom Gitter 12 gesammelt. In Gebieten mit negativen Ladungen wirken die Punkte der isolierenden Oberfläche, die diese negativen Ladungen tragen, wie Wehnelt-Elektroden und werfen die Elektronen zurück. Die so zurückgeworfenen oder reflektierten Elektronen verteilen sich derart, daß der eine Teil vom Gitter 12 aufgenommen wird und der andere Teil sich nach rückwärts weiterbewegt, und zwar anfangs unter dem Einfluß des Gitters 11 und dann vermöge der Elektroden 10, 9 und 8. Das Verhältnis,
ίο in dem sich die reflektierten Elektronen auf diese Weise verteilen, hängt von dem Potentialwert der negativen Ladung des jeweiligen Punktes ab, d. h. also letzten Endes von der Amplitude des an dem betrachteten Punkte gespeicherten Signalwertes. In keinem Augenblick werden die Elektronen von der isolierenden Oberfläche aufgenommen. Daher ändert der Ablesevorgang die auf der Oberfläche gespeicherten Potentialwerte nicht. Ein solcher Ablesevorgang kann theoretisch unendlich oft wiederholt werden; praktisch ist er lediglich durch das allmähliche Abfließen der gespeicherten Ladungen infolge des nicht unendlich großen spezifischen Widerstandes der isolierenden Schicht begrenzt. Man wird den spezifischen Widerstand natürlich so hoch wie möglich halten.
Die von dem Gitter 12 gesammelten Elektronen fließen durch den Widerstand 21. Nach dem Gesagten ist der Strom in diesem Widerstand im Maximum und der von den Elektroden 11, 10, 9 und 8 abgeleitete Strom im Minimum, wenn das gespeicherte Signal Null ist. Bei größer werdender Signalamplitude nimmt der Strom durch den Widerstand allmählich ab, während der durch die genannten Elektroden weggeführte Strom zunimmt. Für einen bestimmten Wert der Signalamplitude ist der Strom in dem Widerstand 21 Null; das System wird so ausgelegt werden, daß dieser Amplitudenwert der höchsten am Röhreneingang zu erwartenden Signalamplitude entspricht. Auf diese Weise wird die Spitzenamplitude des Signals mit einem absoluten Strompegel in dem Belastungswiderstand in Übereinstimmung gebracht. Angenommen, der Strom im Widerstand 21 sei Null, dann ist die Spannung zwischen dem Anschlußpunkt des Kondensators 28 und Masse gleich der Vorspannung des Gitters 12, und da diese Spannung allmählich abnimmt, während der Strom im Widerstand 21 ansteigt, sieht man, daß die durch den Kondensator 28 an den Ausgangskreis geführte Spannung genau das Signal wiedergibt, das während der Schreibperiode an den Eingang gebracht worden war, wobei der Spitzenwert der Spannung durch die von der Stromquelle 22 bestimmte Vorspannung des Gitters 12 gegeben ist.
Wenn nach irgendeiner gewünschten Anzahl von Ablesungen der Wunsch besteht, den Schirm zu löschen, um ihn für ein neues Speicherbild bereit zu machen, wird der Steuerarm des Schalters 19 nach rechts in die gestrichelt angedeutete Lage gebracht. Der Steuerarm des Schalters 23 hingegen bleibt in seiner linken Lage (ausgezogene Linie), in der er sich auch zuvor befand. Alle Potentiale der zur Elektronenkanone gehörenden Elektroden sowie der Führungselektroden sind dann um denselben Betrag vermindert, der der Spannung der Batterie 20 entspricht, welche in dem betrachteten Beispiel die Kathode auf ein Potential von —400 Volt gegenüber Masse legt. Die Wehnelt-Elektrode bekommt vom Eingang 29 her ein konstantes Signal, das den Durchtritt eines Strahls ermöglicht. Die Elektronen, die das
Gitter 12 auf dem Potential +5VoIt erreichen, sind schnelle Elektronen. Sie treten durch das Gitter hindurch und treffen auf die Isolierschicht 13, die sie unter der Wirkung der Ablenkspulen 25 abtasten. Es tritt dann eine von der Schicht 13 ausgehende Sekundärelektronenemission mit einem Sekundäremissionskoeffizienten auf, der größer als Eins ist. Daher ist an einem bestimmten Auftreffpunkt die Menge der emittierten Elektronen größer als die der empfangenen, und der Punkt wird positiv geladen. Dieser Vorgang zerstört die in diesem Punkt eventuell gespeicherte negative Ladung, und das Potential wird auf einen Wert nahe dem Potential des nach wie vor auf +5VoIt liegenden Gitters 12 gebracht. Schließlich erreichen alle Punkte der isolierenden Schicht dasselbe Potential wie das Gitter, und der Auslöschvorgang ist beendet.
Wenn nach einer einzigen Abtastung die Auslöschung nicht hinreichend ist, kann sie mehrere Male wiederholt werden; dann folgt eine neue Schreibperiode, und der zuvor beschriebene Zyklus beginnt von neuem.
Wenn gemäß der abgewandelten Ausführungsform der Erfindung das zu speichernde Signal, anstatt an die Wehnelt-Elektrode 4 gegeben zu werden, das Potential der Platte 14 über den bei 29'-30' angedeuteten Kreis moduliert, ändert sich in der Arbeitsweise des Ablesens und Löschens nichts gegenüber dem oben Gesagten. Lediglich der Schreibvorgang wird durch die genannte Abwandlung beeinflußt. Das Ergebnis bleibt jedoch dasselbe. Der Steuerarm des Schalters 23 wird bei dieser Variante in der linken Lage und das Potential der Platte 14 damit auf Null belassen, während die Wehnelt-Elektrode eine solche Vorspannung bekommt, daß ein Elektronenstrahl aus der Elektronenkanone austreten kann. Die konstante Intensität dieses den Schirm abtastenden Strahls wird in geeigneter Weise an der Wehnelt-Elektrode eingestellt, daß die Sekundäremission die Ladungsspeicherung auf der Isolierschicht 13 nicht verändert, das Potential jedes Oberflächenpunktes also auf den Wert Null gebracht wird, wenn er von dem Strahl konstanter Intensität getroffen wird. Wenn das bei 29' angelegte Signal das Potential der Platte 14 variiert, wird diese Potentialschwankung allen Punten der Schicht 13 mitgeteilt; an dem jeweils unter Beschüß befindlichen Punkt wird das Potential jedoch durch den Strahl bei Null gehalten. Folglich wird auf der Oberfläche 13 ein Potential gespeichert. Wenn dann am Ende der Schreibperiode die Platte 14 wiederum auf dem Potential Null liegt, werden die Punkte, die dem Beschüß ausgesetzt waren, als die Platte das Signal empfing, entsprechend der jeweiligen Momentanamplitude, die das Eingangssignal im Augenblick des Beschüsses besaß, negative Potentiale annehmen. Das Ergebnis ist dasselbe wie bei Modulation des Strahls durch die Wehnelt-Elektrode.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß die Elektroden der Elektronenkanone und die Führungselektroden während der Schreib- und Leseperioden mit denselben Stromversorgungsspannungen betrieben wurden. Daher wird die Wiedergabe der gespeicherten Information durch Fehler in der Geometrie der Röhre und durch Fehler in der Abtastung nicht beeinträchtigt. Es gehen lediglich die mehr oder weniger große Vollkommenheit der Zeitablenkung und die Stabilität der Stromversorgungsspannungen in die Wiedergabe ein.
Das während des Schreibvorgangs gespeicherte Ladungsbild wird durch den Ablesevorgang nicht gestört.
Da es schließlich möglich ist, das maximale Signal mit jenem Schwellwert zusammenfallen zu lassen, bei dem der Strom durch den Widerstand 21 verschwindet, ist man außerdem in der Lage, eine einheitlich gültige Beziehung zwischen jedem mittleren Wert der Amplitude und einem bestimmten im Widerstand fließenden Strom herzustellen, also die Zwischentöne richtig wiederzugeben.
Die bei der Zielsetzung genannten Anforderungen an die Speicherröhrenschaltung werden daher durch die erfindungsgemäße Schaltung erfüllt. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen begrenzt, sondern Änderungen und Abwandlungen innerhalb des Erfindungsgedankens zugänglich.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltung einer Speicherröhre, mit der nacheinander ein Signal geschrieben, abgelesen und gelöscht wird und bei der die Speicherröhre aus einem Speicherschirm mit einer Metallgegenelektrode, einer an der Gegenelektrode angebrachten Isolierschicht mit einem feinmaschigen Metallgitter, einem Elektronenstrahlerzeugungssystem mit einer Kathode, einer Steuerelektrode, Beschleunigungs- und Linsenelektroden zur Ausbildung eines in Richtung des Speicherschirmgitters gerichteten konzentrierten Elektronenstrahls und Ablenkvorrichtungen zur Strahlablenkung über die Oberfläche des Speicherschirms besteht und bei der die Elektroden des Elektronenstrahlerzeugungssystems auf festen Potentialen in bezug auf die Kathode, das Speicherschirmgitter an einem niedrigen positiven Potential gegenüber Erde liegen und bei der der Steuerelektrode oder der Gegenelektrode die Eingangssignale zuzuführen sind und vom Speicherschirmgitter die Ausgangssignale abzunehmen sind, dadurch ge kennzeichnet, daß zwecks Abbremsung der Elektronen die Linsenelektroden (8, 9, 10) auf abnehmenden Potentialen in bezug auf die Kathode (2) liegen und daß die Kathode für den Schreib- und Ablesevorgang auf Erdpotential und für den Löschvorgang auf ein hohes negatives Potential gegen Erde zu bringen ist und daß die Gegenelektrode (14) des Speicherschirms für den Schreibvorgang auf ein gegen das Potential des Speicherschirmgitters (12) höheres Potential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Steuerelektrode (4) zugeführt werden, und daß die Gegenelektrode (14) für die Ablese- und Löschvorgänge im wesentlichen auf Erdpotential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Steuerelektrode (4) zugeführt werden, oder für alle Arbeitsvorgänge auf Erdpotential zu bringen ist, wenn die Eingangssignale der Gegenelektrode (14) zugeführt werden.
2. Schaltung einer Speicherröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentiale der verschiedenen Elektroden so gewählt werden, daß während des Schreib- und Ablesevorgangs die auf den Speicherschirm auftreffenden Elektronen langsam sind und das Sekundäremissionsverhältnis kleiner als Eins ist, wogegen während des Löschvorgangs die auf den Speicherschirm auftreffenden Elektronen schnell sind und das Sekundäremissionsverhältnis größer als Eins ist.
3. Speicherröhren in der Anordnung der Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsenelektroden (8, 9, 10) zwischen den Ablenkvorrichtungen (25) und dem Speicherschirm (12, 13, 14) angeordnet sind, so daß zwischen den Elektroden solche elektrostatischen Linsenfelder entstehen, die den von den
10
Ablenkvorrichtungen abgelenkten Elektronenstrahl veranlassen, im wesentlichen senkrecht auf den Speicherschirm aufzutreffen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegescnrift W18069 VHIc/21g (bekanntgemacht am 22.11.1956).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC17317A 1957-08-08 1958-08-07 Schaltung einer Speicherroehre Pending DE1111744B (de)

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