DE1111224B - Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefaessen zur Unterdruckbehandlung von schmelzfluessigen Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl - Google Patents
Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefaessen zur Unterdruckbehandlung von schmelzfluessigen Metallen, insbesondere von Eisen und StahlInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C7/00—Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
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Description
Es sind Einrichtungen zur Unterdruckbehandlung von schmelzflüssigen Metallen, z. B. von Eisen und
Stahl, bekannt, die aus einem an eine Vakuumpumpe oder dergleichen Evakuierungseinrichtungen anzuschließenden
Unterdruckbehälter und zwei den Boden dieses Behälters durchsetzenden Rohrstutzen bestehen,
deren Enden in das zu entgasende, z. B. in einer Pfanne befindliche Metall eintauchen. Durch
einen dieser Rohrstutzen wird das zu behandelnde flüssige Metall mittels eines sogenannten »Gasliftes«,
d. h. durch Einleiten von Gasen in das in dem Rohrstutzen befindliche Metall, in den Unterdruckbehälter
eingeführt. Durch den zweiten Rohrstutzen fließt das behandelte Metall in die unter dem Unterdruckgefäß
befindliche, mit dem zu behandelnden Metall gefüllte Pfanne zurück. Der lichte Durchmesser der beiden
Rohrstutzen kann dabei eine bestimmte Größe nicht unterschreiten, weil von ihm die Metalhnenge abhängt,
die in der Zeiteinheit behandelt werden muß. Hier liegen die mit der bekannten Einrichtung verbundenen
Schwierigkeiten. Zwei am Boden des Unterdruckbehälters getrennt voneinander angeordnete
Rohrstutzen nehmen bei brauchbaren Durchsatzmengen je Zeiteinheit einen erheblichen Teil des Querschnitts
von üblichen Pfannen, z. B. von Stahlwerkspfannen, ein. Das ist auch dann der Fall, wenn man
mit den Wandstärken der Rohrstutzen auf das äußerste, wegen des Verschleißes noch zu vertretende Maß zurückgeht.
Man kann diesem Übelstand auch nicht dadurch abhelfen, daß der Einfüllstutzen, wie das bei
einer anderen Ausführungsform des bekannten Gerätes geschehen ist, konzentrisch in dem Rücklaufstutzen
angeordnet wird. Dabei ergibt sich nämlich ein untragbar großer Verschleiß des Stutzens, der
dann nicht nur innen, sondern auch außen von dem ständig fließenden Metall bespült wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend beschriebenen, mit den bekannten Einrichtungen
zum Unterdruckbehandeln von Metallen verbundenen Mängel in betriebssicherer Weise zu beheben.
Sie löst diese Aufgabe dadurch, daß die in den Boden des Unterdruckbehälters mündenden Ein- und
Rücklaufrohrstutzen zu einem Zwillingsrohrkörper ausgebildet sind, der aus den beiden sich der Länge
nach berührenden Stutzen und einem sie umschließenden Stahlmantel besteht, in dem die zwischen den
Rohren verbliebenen freien Räume mit feuerfester Stampfmasse ausgefüllt sind. Der Stahlmantel des
Zwillingsrohrkörpers ist außen, mindestens auf seinem in das flüssige Metall eintauchende Ende, von einem
Schutzmantel aus feuerfestem Werkstoff umgeben. Zweckmäßig werden in letzterem Schutzmantel auch
Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefäßen zur Unterdruckbehandlung
von schmelzflüssigen Metallen,
insbesondere von Eisen und Stahl
insbesondere von Eisen und Stahl
Anmelder:
Dortmund-Hörder Hüttenunion
Aktiengesellschaft,
Dortmund, Rheinische Str. 173
Dortmund, Rheinische Str. 173
Dr. rer. nat. Arnulf Diener
und Dipl.-Phys. Robert Hentrich, Dortmund,
sind als Erfinder genannt worden
die Zuleitungen für das den »Lift« herstellende Gas angeordnet, die dann, wie es bekannt ist, vom Umfang
des Einführungsstutzens her in diesen münden. Der Zwillingsrohrkörper mit seiner Ummantelung ist
als Einheit vakuumdicht an die Stahlblechummantelung des Entgasungsgefäßes anzuschließen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele für die Einrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Sie veranschaulichen jeweils Längs- und Querschnitte durch die Einrichtung.
Fig. 1 zeigt, daß die aus feuerfestem Werkstoff bestehenden Einlauf- und Auslaufstutzen 1, 2 dadurch
zu einem Zwillingsrohrkörper ausgebildet sind, daß sie, sich der Länge nach berührend, in einem Stahlmantel
3 stecken, der die Stutzen als untrennbare Einheit fest umschließt. Die in dem Stahlmantel verbliebenen
Räume 4 sind mit feuerfester Masse ausgestampft. Im gezeichneten Falle ist das untere, in die
Pfanne eintauchende Ende des Zwillingskörpers von einem aus feuerfestem Werkstoff bestehenden Schutzmantel
5 umkleidet. Der so beschaffene Zwillingskörper ist bei 7 vakuumdicht an den Stahlpanzer 6
angeschlossen, der das feuerfeste Mauerwerk 8 des Unterdruckgefäßes umgibt.
Damit der Raum, den die Rohrstutzen 1 und 2 im Mantel 3 des Zwillingskörpers einnehmen, noch kleiner
wird, können die Stutzen an den Stellen, an denen sie aneinanderstoßen, der Länge nach Abflachun-
109 648/261
gen 9 erhalten. Ein so beschaffener Zwillingskörper ist im Grundriß der Fig. 2 dargestellt. Aus dem dazugehörigen
senkrechten Schnitt ist zu erkennen, daß die Stutzen hier aus kurzen Stücken bestehen, die,
wie das beispielsweise von den Schutzrohren an Stopfenstangen her bekannt ist, mit Nut und Feder 10
ineinandergreifen. Dabei kann es zweckmäßig sein, die Stoßstellen der Einzelrohre, wie das Fig. 3 veranschaulicht,
gegeneinander zu versetzen.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 wird das den »Lift« herstellende Gas 11 von unter her in den Zuleitungsstutzen
1 eingeführt, und zwar durch einen Verteiler 12, der mit seiner Zuleitung von dem Zwillingskörper
unabhängig ist.
Für die Zuleitung der Gase zeigt Fig. 3 eine besonders vorteilhafte Möglichkeit. Sie ist dadurch gekennzeichnet,
daß in dem die Panzerung 3 des Zwillingsrohres umgebenden feuerfesten Schutzmantel 5 auch
die Zuleitungen 13 für das den »Lift« herstellende Gas angeordnet ist, und zwar dergestalt, daß das
»Liftgas« in bekannter Weise vom Umfang des Zuleitungsstutzens 1 in dessen Inneres eintritt. .
Claims (5)
1. Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefäßen zur Unterdruckbehandlung von
schmelzflüssigen Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl, die aus zwei in den Boden des Unterdruckgefäßes
mündenden Rohrstutzen besteht, von denen der eine das zu behandelnde Metall mittels eines »Gasliftes« in den Unterdruckbehälter
ein- und der andere das behandelte Metall aus dem Behälter abführt, und die beide gleich tief in
eine unter dem Unterdruckbehälter befindliche, mit dem zu behandelnden Metall gefüllte Pfanne
eintauchen, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Boden des Unterdruckbehälters mündenden
Ein- und Rücklaufrohrstutzen (1, 2) zu einem Zwillingsrohrkörper ausgebildet sind, der aus den
beiden sich der Länge nach berührenden Stutzen und einem sie umschließenden Stahlmantel (3)
besteht, in dem die zwischen den Rohren (1, 2) verbliebenen freien Räume (4) mit feuerfester
Stampfmasse ausgefüllt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlmantel des Zwillingsrohrkörpers
außen, mindestens auf seinem in das flüssige Metall eintauchenden Ende, von einem
Schutzmantel (5) aus feuerfestem Werkstoff umgeben ist.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem die Panzerung
(3) des Zwillingsrohres umgebenden feuerfesten Schutzmantel (5) auch die Zuleitungen (13)
für das den »Lift« herstellende Gas (11) angeordnet sind,, und zwar dergestalt, daß das »Liftgas«
vom Umfang des Zuleitungsstutzens (1) in dessen Inneres eintritt.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die feuerfeste Zustellung
der Zu- und Abführungsstutzen (1, 2) aus feuerfesten Rohrstücken besteht, die mit Nut und
Feder (10) aneinandergereiht sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßstellen (10) der die
Ein- und Auslaßstutzen (1, 2) bildenden feuerfesten Rohrstücke in den beiden Stutzen gegeneinander
versetzt angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 1921060.
USA.-Patentschrift Nr. 1921060.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 648/261 7.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED29399A DE1111224B (de) | 1958-11-19 | 1958-11-19 | Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefaessen zur Unterdruckbehandlung von schmelzfluessigen Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED29399A DE1111224B (de) | 1958-11-19 | 1958-11-19 | Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefaessen zur Unterdruckbehandlung von schmelzfluessigen Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1111224B true DE1111224B (de) | 1961-07-20 |
Family
ID=7040067
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED29399A Pending DE1111224B (de) | 1958-11-19 | 1958-11-19 | Einrichtung zum Beschicken und Entleeren von Gefaessen zur Unterdruckbehandlung von schmelzfluessigen Metallen, insbesondere von Eisen und Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1111224B (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216904B (de) * | 1957-04-03 | 1966-05-18 | Heraeus Gmbh W C | Verfahren zum Vakuumentgasen von geschmolzenen Metallen, insbesondere Stahl |
| US3353809A (en) * | 1965-11-02 | 1967-11-21 | Snellman Roger | Refractory pouring tube for degassing vessels |
| US3463475A (en) * | 1967-04-21 | 1969-08-26 | Dresser Ind | Taphole construction for metallurgical vessels |
| FR2433583A1 (fr) * | 1978-08-18 | 1980-03-14 | Nippon Steel Corp | Cuve de prelevement de metal d'un bain de metal fondu, pour son traitement |
| US5024421A (en) * | 1990-05-08 | 1991-06-18 | Usx Corporation | Interlocking snorkel refractory |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1921060A (en) * | 1931-03-23 | 1933-08-08 | Clyde E Williams | Method of purifying metals |
-
1958
- 1958-11-19 DE DED29399A patent/DE1111224B/de active Pending
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| US1921060A (en) * | 1931-03-23 | 1933-08-08 | Clyde E Williams | Method of purifying metals |
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