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DE1111206B - Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dichloranthranilsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dichloranthranilsaeure

Info

Publication number
DE1111206B
DE1111206B DEB46536A DEB0046536A DE1111206B DE 1111206 B DE1111206 B DE 1111206B DE B46536 A DEB46536 A DE B46536A DE B0046536 A DEB0046536 A DE B0046536A DE 1111206 B DE1111206 B DE 1111206B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
parts
dichloroanthranilic
sulfuryl chloride
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB46536A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Tim Toepel
Dr Hans Albers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB46536A priority Critical patent/DE1111206B/de
Publication of DE1111206B publication Critical patent/DE1111206B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichloranthranilsäure Es ist bekannt, Anthranilsäure durch Einwirkung von Sulfurylchlorid in indifferenten Lösungsmitteln in die 5-Chloranthranilsäure überzuführen. Bei dieser Methode entsteht auch, insbesondere bei Verwendung eines überschusses an Sulfurylchlorid, in untergeordneter Menge neben der 5-Chloranthranilsäure die 3,5-Dichloranthranilsäure. Es gelingt jedoch nicht, selbst bei Verwendung eines großen 17berschusses an Sulfurylchlorid die Reaktion so zu lenken, daß 3,5-Dichloranthranilsäure in der Hauptsache gebildet wird oder ausschließlich entsteht.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Einwirkung von Sulfurylchlorid auf Anthranilsäure bzw. 5-Chloranthranilsäure 3,5-Dichloranthranilsäure in sehr guter Ausbeute erhält, wenn man die Umsetzung in Lösungsmitteln ausführt, die eine Carbonamid-oder Carbonimidgruppe enthalten.
  • Geeignete Lösungsmittel, die eine Carbonamid-oder Carbonimidgruppe enthalten, sind vor allem die Säureamide sekundärer Amine, z. B. Dimethylformamid, oder heterocyclische Verbindungen, z. B. N-Methylpyrrolidon.
  • Man kann auch inerte Lösungsmittel neben den eine Carbonamid- bzw. Carbonimidgruppe enthaltenden Verbindungen zusetzen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird die Anthranilsäure zweckmäßig in dem Lösungsmittel gelöst oder suspendiert und das Sulfurylchlorid langsam zugetropft. Man kann bei Raumtemperatur arbeiten. Es ist jedoch auch möglich, die Umsetzung bei höheren Temperaturen bis etwa 60° C durchzuführen. Vorteilhaft arbeitet man bei 5 bis 20° C.
  • In gleicher Weise verfährt man bei der Chlorierung von 5-Chloranthranilsäure.
  • Nach Beendigung der Umsetzung wird das Reaktionsgemisch mit Alkalien, z. B. verdünnter Natronlauge, behandelt, und man erhält die wäßrige Lösung der Alkalisalze der 3,5-Dichloranthranilsäure, aus der durch Ansäuern die freie Säure in sehr guten Ausbeuten und ausgezeichneter Reinheit abgetrennt werden kann.
  • Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 120 Teile getrocknete Anthranilsäure werden in 250 Teilen Dimethylformamid angerührt. Dazu läßt man in etwa 2 Stunden bei einer Temperatur von 15° C 310 Teile (= 2,64 Mol) Sulfurylchlorid tropfen und rührt anschließend 6 Stunden nach. In das Reaktionsgemisch läßt man 4000 Teile 8"/oige Natronlauge einlaufen, wobei die Temperatur auf 50 bis 60° C ansteigt. Man rührt 2 Stunden bei dieser Temperatur nach, behandelt mit Aktivkohle und saugt nach kurzem Rühren ab.
  • Das Filtrat wird bei 30° C mit 400 Teilen 30o/oiger Salzsäure bis zu einem pH-Wert = 2 angesäuert und auf 20° C abgekühlt. Das Nutschgut wird mit Wasser säurefrei gewaschen und bei 80° C getrocknet.
  • In einer Ausbeute von 759/o der Theorie wird reine Dichloranthranilsäure vom Schmelzpunkt 228° C erhalten. -Auch bei einer Erhöhung des Zusatzes an Sulfurylchlorid auf 3 und 5 Mol je Mol Anthranilsäure, gelingt es bei dem zum Stande der Technik gehörenden Verfahren nicht, die Reaktion so zu lenken, daß 3,5-Dichloranthranilsäure gebildet wird. Arbeitet man unter den gleichen Bedingungen, jedoch unter Verwendung von Benzol an Stelle von Dimethylformamid als Lösungsmittel, so erzielt man die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Resultate.
    Anthranil- s pz 02 Lösungs- Ausbeute
    säure mittel
    Theorie
    1 Mol 2,64 Mol C6 HG 69 14 195 bis 197° C
    1 Mol 3 Mol C6 H6 67,5 0/0. 192 bis 194° C
    1M01 5M01 C" Ho 73,9"/o 197'C
    Nach dem Umkristallisieren der Produkte, die insgesamt im Schmelzbereich von 192 bis 197° C liegen, erhält man Substanzen mit einem Schmelzpunkt von 202° C, d. h., es handelt sich um Monochloranthranilsäure, die auch bei Erhöhung des Sulfurylchloridzusatzes in einem inerten Lösungsmittel, wie Berils: in vergleichbaren Ausbeuten entsteht, währerrd@ ief der Verwendung von Carbonamid- oder Carboni'mid= gruppen enthaltenden Lösungsmitteln;-z> B:. Dimathylformamid, die 3,5-Dichloränthranilsäure gebildetwird.
  • Beispiel 2 86 Teile getrocknete 5=Chlöranthranil'säure werden in 150 Teilen Dimethylformamid angerührt und dazu in etwa 2 Stunden bei einer Temperatur von 20° C 155 Teile (= 2,3 Mol) Suifurylchlorid getropft. Es wird 3 Stunden' nachgerührt und in 1=5h0 Teile 12o/oige Natronlauge ausgetragen.- Die- Temperatur steigt dabei auf 65 bis 70° C. Man rührt noch 2 Stunden nach, behandelt mit Aktivkohle und, saugt nach kurzem Rühren ab.
  • Das Filtrat wird bei Zimmertemperatur mit 370 Teilen 30o/oiger Salzsäure angesäuert. Das Nutschgut wird mit Wasser säurefrei gewaschen und bei 80° C getrocknet. Ausbeute: 64 Teile 3,5-Dichloranthranilsäure vom Fp. 224 bis 225° C, das sind 62-Q/o dar Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dichloranthranilsäure durch Einwirkung von Sulfurylchlorid auf Anthranilsäure bzw. 5-Chloranthranilsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Lösungsmittels vornimmt, das eine Carbonamid- oder Carbonimidgruppe enthält: In: Betracht gezogene Druckschriften: Berichte d. deutschen- chem. Gesellsch., 55 (1922), S.221,222.
DEB46536A 1957-10-24 1957-10-24 Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dichloranthranilsaeure Pending DE1111206B (de)

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