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Schneckenbekämpfungsmittel Die Erfindung betrifft neuartige Schneckenbekämpfungsmittel,
die bestimmte Triphenylmethanderivate enthalten.
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Es wurde gefunden, daß Schnecken, besonders Schnecken der Gattungen
Australorbis und Bulinus, welche Schistosomenüberträger sind, z. B. Australorbis
glabratus und Bulinus truncatus, durch Berühren mit Medien abgetötet werden, die
die geringe Menge von etwa 0,25 Teilen eines bestimmten Triphenylmethanderivats
auf eine Million enthalten.
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Erfindungsgemäß werden daher neue Schneckenbekämpfungsmittel vorgeschlagen,
die als wirksamen Bestandteil mindestens ein Triphenylmethanderivat der allgemeinen
Formel R'3C - O RI oder R'3C-NHR2, worin R' einen gegebenenfalls durch Chlor oder
die Methylgruppe substituierten Phenylrest, RI Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen und R2
Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen oder den gegebenenfalls durch Chlor oder die Methylgruppe
substituierten Phenylrest bedeutet, oder, falls der wirksame Bestandteil basisch
ist, dessen Säure-Additions-Produkt enthalten.
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Die Triphenylmethanderivate der allgemeinen Formel R'3C-ORI werden
nach bekannten Verfahren hergestellt, beispielsweise durch Umsetzung der entsprechenden
Triphenylmethylhalogenide mitAlkoholen oder Alkoholaten oder Umsetzung der entsprechenden
Triphenylmethylcarbinole mit Alkoholen in Gegenwart von Schwefel- oder Salzsäure,
wie in Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, 4. Auflage, Hauptwerk Bd. 6,
S. 716, beschrieben.
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DieTriphenylmethanderivate der allgemeinen Formel R'3C - N HR' werden
ebenfalls nach bekannten Verfahren hergestellt, beispielsweise durch Umsetzung der
entsprechenden Triphenylmethylhalogenide mit Alkyl- bzw. Arylaminen, vorzugsweise
in Gegenwart eines inerten Verdünnungs- oder Lösungsmittels, wie in B e i I s tei
n, Handbuch der organischen- Chemie, 4. Auflage, Hauptwerk Bd. 12, S. 1344, beschrieben.
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Für die Herstellung der bisher nicht bekannten Triphenylmethanderivate;
die als Schneckenbekämpfungsmittel verwendet werden, wird im Rahmen der vorliegenden
Erfindung kein Schutz beansprucht.
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Für direkte Anwendung sind die erfindungsgemäßen Schneckenbekämpfungsmittel
z. B. in Form von Lösungen oder Dispersionen der Triphenylmethanderivate in flüssigen
Verdünnungsmitteln öder Trägerstoffen geeignet und können z. B. als Sprühmittel
oder Schäume verwendet werden; die gegebenenfalls zweckdienliche Hilfsmittel, wie
Benetzungs- und Dispergiermittel, enthalten können.
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Für die indirekte Anwendung, z. B. -in Gewässern, können die erfindungsgemäßen
Schneckenbekämpfungsmittel Stoffe enthalten, die der Verteilung der wirksamen Triphenylmethanderivate
im Wasser dienen, z. B. in Form von Lösungen oder Dispersionen der letzteren in
wassermischbaren Flüssigkeiten, z. B. Aceton, gegebenenfalls mit Benetzungs- und/oder
Dispergiermitteln. Sie können weiterhin in Form von Tabletten, verpreßten Blöcken
und dispergierbaren Pulvern, die die wirksamen Triphenylmetanderiväie zusammen mit
oberflächenaktiven Mitteln, z. B. Dispergier- und Suspendiermitteln, sowie gegebenenfalls
inerten Verdünnungsmitteln enthalten, verwendet werden. Die Tabletten oder Preßblöcke
können auch in geeigneter Weise mit einer Schicht versehen werden, um das Freisetzen
des wirksamen Stoffes in das wäßrige Medium zu verzögern, worin sich dieser mehr
oder weniger gleichmäßig verteilt. Die erfindungsgemäßen Mittel können weiterhin
Lösungen oder Dispersionen der wirksamen Triphenylmethanderivate in mit Wasser nicht
mischbaren Flüssigkeiten, vorzugsweise mit einem für Tropenverwendung passenden
Siedebereich, wie besonders Öle, Petroleum und Toluol, gegebenenfalls mit einem
Gehalt an einem oberflächenaktiven Mittel, sein. Der Zusatz derartiger Mittel, die
leichter als Wasser sind, bringt bei der Anwendung auf Wasser die besonderen Vorteile
einheitlicher und- rascher= Verteilung, unter
Umständen unter Durchmischen
mit dem Medium. Derartige Mittel, welche die wirksamen Stoffe in mit Wasser nicht
mischbaren Ölen enthalten, können z. B. auch Emulsionen sein, denen Wasser und Emulgiermittel
als zusätzliche Komponenten einverleibt wurden, wobei die Lösungen oder Mischungen
in weiche Gelatinekapseln eingeschlossen werden.
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Die zur Anwendung im Wasser bestimmten erfindungsgemäßen Mittel können
auch Massen sein, welche die wirksamen Triphenylmethanderivate in absorbierenden
Stoffen enthalten. Geeignete absorbierende Stoffe sind z. B. absorbierende Festkörper,
z. B. Beton, Mauersteine, Ziegel, und absorbierende, aus Fasern bestehende Materialien,
z. B. Papier und Tuch. Der Zusatz dieser Massen zu wäßrigen Medien bewirkt allmähliche
Freisetzung der wirksamen Stoffe in den Medien.
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Zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Schnekkenbekämpfungsmitteln
geeignete Triphenylmethanderivate sind z. B. die folgenden Verbindungen: Äthyltriphenylmethyläther,
n-Butyl-triphenylmethyläther, Methyl-triphenylmethylamin und sein Hydrochlorid,
Äthyl-triphenylmethylamin und sein Hydrochlorid, n-Propyl-triphenylmethylamin und
sein Hydrochlorid, Nitrat und Isäthionat, Isopropyl-triphenylmethylamin und sein
Hydrochlorid, n-Butyl-triphenylmethylamin und sein Hydrochlorid, Isobutyl-triphenylmethylamin
und sein Hydrochlorid, Sulfat und Nitrat, sec.-Butyltriphenylmethylamin und sein
Hydrochlorid, Phenyltriphenylmethylamin, p-Chlorphenyl-triphenylmethylamin, n-Propyl-tri-(p-tolyl)-methylamin
und n-Propyltri-(p-chlorphenyl)-methylamin. Die für die erfindungsgemäßen Massen
bevorzugt verwendeten Verbindungen sind: n-Propyl-triphenylmethylamin und Isobutyltriphenylmethylamin
und deren Säure-Additions-Salze.
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Die erfindungsgemäßen Mittel können gegebenenfalls zusätzliche zweckmäßige
Bestandteile enthalten, um ihre Wirksamkeit zu verstärken und/oder zu ergänzen.
Derartige zusätzliche Bestandteile können z. B. bereits bekannte Schneckenbekämpfungsmittel,
wie Kupfersulfat, und bekannte Herbicide und Insekticide sein, wie 2-Methyl-4-chlor-
und 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure und ihre Salze, y-2-Methyl-4-chlor- und y-2,4-Dichlorphenoxybuttersäure
und deren Salze, Dichlordiphenyltrichloräthan und y-Benzolhexachlorid.
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Bevorzugte Mittel sind diejenigen, welche 0,5 bis 50 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 5 bis 40 Gewichtsprozent, des wirksamen schneckenvertilgenden Bestandteils
in Gegenwart eines Benetzungsmittels, wie des Kondensationsproduktes von Octylkresol
mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd, in einem organischen Lösungsmittel, wie Toluol oder
Petroleum, gelöst enthalten. Diese sind zur Verwendung in praktisch stehenden Gewässern
geeignet, z. B. Teichen, Tümpeln und Kanälen. Andere wertvolle Mittel sind dispergierbare
Puder, welche den wirksamen Bestandteil in Form seines Salzes, z. B. des Hydrochlorids,
in Gegenwart eines Benetzungsmittels, wie z. B. eines Kondensationsproduktes von
Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd, und eines Dispergiermittels, wie Polyglycerinester
der Ricinolsäure, enthalten. Diese Mittel sind besonders bei Kanälen mit einiger
Wasserbewegung, z. B. dort, wo normalerweise Pumpstationen vorhanden sind, und bei
sich langsam bewegenden Flüssen wertvoll.
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Die oben beschriebenen Mittel können als Schnekkenbekämpfungsmittel
entweder direkt oder indirekt und in einer Menge von 0,05 bis 2,5 Gewichtsteilen
des wirksamen Bestandteiles pro Million Gewichtsteile Wasser verwendet werden.
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Die als wirksame Bestandteile in den erfindungsgemäßen Schneckenbekämpfungsmitteln
enthaltenen Triphenylmethanderivate sind für die Schneckenbekämpfung erheblich wirksamer
als die dafür bekannten Verbindungen; sie töten bilharziaübertragende Schnecken
bei Konzentrationen von 0,5 Teilen pro Million. Zum Vergleich ist Metaldehyd gegen
diese Schnecken unwirksam und Kupfersulfat nur bei einer Mindestkonzentration von
10 Teilen pro Million wirksam. Die wirksamste bekannte Verbindung, Natriumpentachlorphenolat,
ist bei einer Mindestkonzentration von 2,5 Teilen pro Million wirksam.
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Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Die in den Beispielen
angegebene Letalkonzentration bezieht sich auf Mischungen, welche für Australorbis
glabratus und Bulinus truncatus letal sind, und 1 ccm der angegebenen Lösungen oder
1 g der angegebenen festen Substanzen auf die angegebenen Teile Wasser enthalten.
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Beispiel 1 125g Methyltriphenylmethylamin werden in 1 1 Aceton gelöst.
Die Letalkonzentration dieser Lösung ist 1: 50 000.
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Beispiel 2 625g Äthyl-triphenylmethylamin werden in 10 1 Polyäthylenglykol
gelöst. Die Letalkonzentration ist 1:50 000.
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Beispiel 3 Jeweils 250 g n-Propyl-triphenylmethylamin werden in 101
Petroleum oder 101 Petroleum unter Zusatz von 40 g eines Kondensationsproduktes
von Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) oder in 201
flüssigem Paraffin unter Zusatz von 40 g des erwähnten Kondensationsproduktes gelöst.
Die ersten beiden Lösungen zeigen Letalkonzentrationen von 1:100000, die
dritte eine Letalkonzentration von 1:50000.
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Beispiel 4 250 g Isopropyl-triphenylmethylamin (Schmp. 81 bis 83°C)
werden in 21 Aceton gelöst. Letalkonzentration der Lösung 1:50000.
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Beispiel 5 250 g n-Butyl-triphenylmethylamin (Schmp. 56 bis 57°C)
werden in 101 Trichloräthylen und 250 g Phenyl-triphenylmethylamin werden in 101
Toluol gelöst. Beide Lösungen zeigen Letalkonzentrationen von 1:100 000.
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Beispiel 6 250 g p-Chlorphenyl-triphenylmethylamin werden in 201 ToIuol
unter Zusatz von 40g eines Kondensationsproduktes von Octylkresol mit 8 bis 10 Mol
Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) gelöst. Die Letalkonzentration der Lösung beträgt
1:50000.
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Beispiel 7 25 g Äthyl-triphenylmethyläther werden in 1 1 Aceton oder
1 1 Chloroform und 25 g n-Butyl-triphenylmethyläther werden in 11 Polyäthylenglykol
gelöst.
Jede dieser Lösungen zeigt eine Letalkonzentration von 1: 50 000.
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Beispiel 8 99 g n-Propyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp.
192 bis 193'C) oder das entsprechende Nitrat (Schmp. 184'C) werden in einer geeigneten
Mischvorrichtung mit einer Mischung von 0,5g
eines Polyglycerinesters der
Ricinolsäure (als Dispergiermittel), 0,5g eines Kondensationsproduktes von Octylkresol
mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) und 1 g Wasser besprüht. Das
Ganze wird mechanisch bis zur Homogenität vermischt und dann bei 50'C getrocknet.
Die Letalkonzentration dieses dispergierbaren Pulvers beträgt 1:4000000.
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Statt des Hydrochlorids kann in dem obigen Beispiel auch das entsprechende
2,4-Dichlorphenoxyacetat (Schmp. 111 bis 112'C) verwendet werden. Beispiel
9 n-Propyl-triphenylmethylamin-isäthionat (Schmp. 142 bis 143'C) wurde in Wasser
gelöst und zeigte eine Letalkonzentration von 1:2670000.
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Beispiel 10 1 ccm einer 1 °/oigen Lösung von n-Propyl-triphenylmethylamin
in Aceton wird auf ein Filterpapier aufgebracht und das Filterpapier dann getrocknet.
Das Einbringen dieses imprägnierten Filterpapiers in 31 Wasser ergibt eine Mischung,
welche für Australorbis glabratus und Bulinus truncatus letal ist. Die Letalkonzentration,
bezogen auf den Gehalt an wirksamer Substanz, ist also kleiner als 1:300000.
Beispiel
11 Eine Lösung von 0,05g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69'C) in 0,5 ccm Petroleum
mit einem Gehalt von 0,002 g eines Kondensationsproduktes von Octylkresol mit 8
bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) wird auf ein Stück Tuch aufgebracht,
und das Tuch wird dann getrocknet. Das Einbringen des so imprägnierten Tuches in
251 Wasser ergibt eine Mischung, die für die obenerwähnten Schnecken letal ist.
Die Letalkonzentration, bezogen auf den Gehalt an wirksamer Substanz, ist also kleiner
als 1: 500 000.
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Beispiel 12 Es wurde eine Lösung von 0,0075g n-Propyltriphenylmethylamin
in 0,1 ccm Petroleum mit einem Gehalt an 0,004g eines Kondensationsproduktes von
Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) hergestellt, auf
eine unglasierte Porzellankachel aufgebracht und die Kachel dann getrocknet.
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Eine Lösung von 0,0075 g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69'C)
in 5 ccm Aceton wurde in einen Porzellanblock absorbiert, und der Block wurde dann
getrocknet.
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Eine Lösung von 0,0075 g n-Propyl-triphenylmethylamin in 5 ccm Petroleum
mit einem Gehalt von 0,02 g des obenerwähnten Kondensationsproduktes als Benetzungsmittel
wird von einem Stück eines rauhen Ziegels absorbiert, und der Ziegel wird dann getrocknet.
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Diese verschiedenen imprägnierten Massen ergeben jeweils in 3 1 Wasser
eine für die eingangs erwähnten Schnecken letale Mischung, entsprechend einer Letalkonzentration,
bezogen auf die wirksamen Stoffe, von weniger als 1:400 000.
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Beispiel 13 250 g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69'C) werden
in 101 Aceton oder 101 Petroleum gelöst. Die Letalkonzentration dieser Lösungen
beträgt 1:100 000.
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250 g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69'C) werden in 750 ccm
Toluol oder 1,71 Petroleum jeweils unter Zusatz von jeweils 3 g des im Beispiel
12 erwähnten Kondensationsproduktes als Benetzungsmittel gelöst. Diese Lösungen
zeigen Letalkonzentrationen von 1:1 330 000 bzw. 1: 590 000.
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Beispiel 14 100 g Isobutyl-triphenylmethyl-hydrochlorid(Schmp. 172
bis 174'C unter Zersetzung) oder das entsprechende Sulfat (Schmp. 170 bis 172'C
unter Zersetzung) oder das entsprechende Nitrat (Schmp. 169 bis 170'C
unter
Zersetzung) werden mit einer Lösung von 4,5 g des im Beispiel 12 erwähnten Kondensationsproduktes
und 5 g eines Polyglycerinesters der Ricinolsäure im Gemisch mit 100 ccm Äthanol
und 40 ccm Aceton angeteigt. Man läßt das Lösungsmittel abdunsten, müllert die feste
Masse anschließend und erhält auf diese Weise ein dispergierbares Pulver. Dieses
zeigt eine Letalkonzentration von 1:4000000.
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Beispiel 15 100g des nach der Vorschrift des Beispiels 14 erhaltenen,
Isobutyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp. 172 bis 174'C unter Zersetzung)
enthaltenden dispergierbaren Pulvers und 4 kg Kupfersulfatpentahydrat werden
in einer mechanischen Mischvorrichtung vermischt, und das Gemisch wird dann zu einem
feinen Pulver vermahlen. Dieses Pulver zeigt eine Letalkonzentration von 1:191 000.
Beispiel 16 Es wird die im Beispiel 14 beschriebene Zusammensetzung hergestellt,
jedoch unter Ersatz des Isobutyltriphenylmethylamin-hydrochlorids durch entsprechende
Mengen Methyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid oder Äthyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid
als wirksame Bestandteile. Man erhält auf diese Weise dispergierbare Pulver, die
Letalkonzentrationen von 1:400 000 bzw. 1: 8000 zeigen.
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Beispiel 17 Es werden nach der Vorschrift des Beispiels 14 Mischungen
hergestellt, in denen das Isobutyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid durch entsprechende
Mengen Isopropyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp. 107'C) oder sec.-Butyl-triphenylmethylaminhydrochlorid
(Schmp. 158'C) oder n-Butyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp. 175 bis 176'C)
ersetzt wird. Die so hergestellten dispergierbaren Pulver zeigen Letalkonzentrationen
von 1:400000 bzw. 1:200000 bzw. 1:4000000.
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Beispiel 18 1 g n-Propyl-tri-(p-tolyl)-methylamin (Sdp. 186 bis 189'
C/0,05 mm Hg) wird in l0 ccm Aceton gelöst. Diese Lösung zeigt eine Letalkonzentration
von 1:100 000.
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Die beschriebene Lösung wird mit der Abänderung hergestellt, daß das
n-Propyl-(p-tolyl)-methylamin als
wirksamer Bestandteil durch n-Propyl-tri-(p-chlorphenyl)-methylamin
(Schmp. 132'C) ersetzt wird. Beispiel 19 1 g sec.-Butyl-triphenylmethylamin (Sdp.
145'C/ 0,1 mm Hg) ergibt in 10 ccm Toluol unter Zusatz von 0,02 g des im Beispiel
12 angegebenen Kondensationsproduktes als Benetzungsmittel eine Lösung mit einer
Letalkonzentration von 1:100 000.
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Beispiel 20 100 g Isobutyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp.
172 bis 174'C unter Zersetzung) werden mit einer Lösung von 5 g eines Kondensationsproduktes
von Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) in 50 ccm Aceton
angeteigt. Nachdem das Lösungsmittel verdampft ist, werden 20g
trockene Stärke
hinzugefügt und sehr gut gemischt. Nun wird eine ausreichende Menge 10°/jger Maisstärkepaste
hinzugefügt, um eine für die Granulation verwendbare Masse zu erhalten. Die Masse
wird dann durch ein 8-Maschen-Sieb gepreßt und bei 60`C bis zur Gewichtskonstanz
getrocknet. Die trockene Masse wird nun durch ein 12-Maschen-Sieb gepreßt, nachdem
1 Teil Magnesiumstearat hinzugefügt worden ist, und dann wird die Mischung in Tabletten
gepreßt. Diese Tabletten ergeben in Wasser geworfen ein Medium, das für Australorbis
glabratus und Bulinus truncatus letal ist.
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Beispiel 21 100 g Isobutyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid
(Schmp. 172 bis 174c C unter Zersetzung) werden mit einer Lösung von 5 g eines Kondensationsproduktes
von Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) in 50 ccm Aceton
angeteigt. Nachdem das Lösungsmittel verdampft ist, werden 100 g Harnstoff hinzugefügt
und sehr gut durchgemischt. Die Mischung wird in Tabletten gepreßt. Diese Tabletten
geben, in Wasser geworfen, langsam das wirksame Mittel ab und bilden hierdurch ein
letales Medium für die erwähnten Schnecken.
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Beispiel 22 100 g Isobutyl-triphenylmethylamin-hydrochlorid (Schmp.
172 bis 1743C unter Zersetzung) werden mit einer Lösung von 5 g eines Kondensationsproduktes
von Octylkresol mit 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) in 50 ccm Aceton
angeteigt. Nachdem das Aceton verdampft ist, wird die Masse weiter mit einer ausreichenden
Menge einer Lösung von 5 g Schellack in. 100 ccm Äthanol angeteigt. Nachdem 1 Teil
Magnesiumstearat zur Mischung hinzugefügt worden ist, Iäßt man das Äthanol abdampfen
und preßt die Mischung in Tabletten. Diese Tabletten geben, in Wasser geworfen,
sehr langsam das wirksame Mittel ab und bilden ein letales Medium für die erwähnten
Schnecken.
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Beispiel 23 250 g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69'C) werden
in 101 Petroleum gelöst und 40 g eines Kondensationsproduktes aus Octylkresol und
8 bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) hinzugefügt. 1 kg 2,4-Dichiorphenoxynatriumacetat
(oder 2-Methyl-4-chlorphenoxynatriumacetat) werden zur Lösung hinzugefügt, und die
Mischung wird in einer Kugelmühle- gemahlen. Der Zusatz. dieser Mischung zu einer
Million Liter Wasser ergibt eine für Australorbis glabratus und Bulinus truncatus
und auch für Pflanzen letale Mischung.
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Beispiel 24 250 g Isobutyl-triphenylmethylamin (Schmp. 69`C) werden
in 101 Toluol gelöst und 40 g eines Kondensationsproduktes aus Octylkresol und 8
bis 10 Mol Äthylenoxyd (als Benetzungsmittel) hinzugefügt. Zu dieser Lösung werden
100g y-Hexachlorcyclohexan und 2 kg Dichlordiphenyltrichloräthan gegeben.
Der Zusatz dieser Mischung zu vier Millionen Liter Wasser ergibt eine Mischung,
die für Australorbis glabratus, Bulinus truncatus und auch für Insekten letal ist.
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Beispiel 25 100g des dispergierbaren Pulvers von Isobutyltriphenylmethylamin-hydrochlorid
(Schmp. 172 bis 174°C unter Zersetzung) werden sehr gut in einem mechanischen Mischer
vermischt mit einer Mischung von 45 g Dichlordiphenyltrichloräthan, 12,5 g Hexachlorcyclohexan,
das zu einem Fünftel aus dem y-Isomeren besteht, 35 g Kaolin und 7,5 g eines Kondensationsproduktes
aus Octylkresol und 8 bis 10 Mol Äthylenoxyd. Der Zusatz dieser Mischung zu
1000001 Wasser ergibt eine Mischung, die für Australorbis glabratus, Bulinus
truncatus und auch für Insekten letal ist.