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DE1110766B - Glimmentladungsroehre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode - Google Patents

Glimmentladungsroehre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode

Info

Publication number
DE1110766B
DE1110766B DEN18776A DEN0018776A DE1110766B DE 1110766 B DE1110766 B DE 1110766B DE N18776 A DEN18776 A DE N18776A DE N0018776 A DEN0018776 A DE N0018776A DE 1110766 B DE1110766 B DE 1110766B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anode
main
cathode
auxiliary
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN18776A
Other languages
English (en)
Inventor
Simon Mari Frouws
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1110766B publication Critical patent/DE1110766B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K29/00Pulse counters comprising multi-stable elements, e.g. for ternary scale, for decimal scale; Analogous frequency dividers

Landscapes

  • Lasers (AREA)

Description

  • Glimmentladungsröhre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode Die Erfindung betrifft eine Glimmentladungsröhre, welche außer einer Hauptanode und einer Hauptkathode wenigstens eine Hilfsanode enthält und in der eine gegenüber der Hauptentladungsstrecke abgeschirmte Wachentladung zur Vermeidung von Zündverzögerungen unterhalten wird, wobei auf der Röhrenwandung eine zerstäubte Metallschicht vorhanden ist und die Hilfsanode eine solche Gestalt hat, daß sie teilweise mit der Kathode zum Herbeiführen einer Hilfsentladung zusammenwirkt.
  • In Röhren der obenerwähnten Art mit einer auf der Röhrenwandung vorhandenen, von den Eelektroden herrührenden zerstäubten Metallschicht können Wandladungen zur spontanen Einleitung der Hauptentladung Anlaß geben, besonders wenn durch äußere Ursachen das Potential der Wandladung noch erhöht wird. Infolge der auf der Wand vorhandenen leitenden Metallschicht kann leichter eine Entladung eingeleitet werden als bei Abwesenheit einer solchen zerstäubten Metallschicht, da infolge der leitenden Schicht die Ladung der ganzen Wandoberfläche abgeführt werden kann.
  • Infolge des Vorhandenseins einer Wachentladung können durch Diffusion von Ladungsträgern zur Wand leicht Wandladungen auftreten, so daß die Wand ein Potential annehmen kann, welches nur wenig unterhalb des Potentials der Anode der Wachentladung liegt.
  • Die Erfindung bezweckt, Maßnahmen zu schaffen, durch die Störungen infolge des Vorhandenseins von Wandladungen verhütet werden.
  • Die Erfindung geht von einer bekannten Glimmentladungsröhre aus, die außer einer Hauptanode und einer Hauptkathode wenigstens eine Hilfsanode enthält und in der eine gegenüber der Hauptentladungsstrecke abgeschirmte Wachentladung zur Vermeidung von Zündverzögerungen unterhalten wird, wobei auf der Röhrenwandung eine zerstäubte Metallschicht vorhanden ist und die Hilfsanode eine solche Gestalt hat, daß sie teilweise mit der Kathode zum Herbeiführen einer Hilfsentladung zusammenwirkt.
  • Gemäß der Erfindung weist bei einer solchen Glimmentladungsröhre die Hilfsanode außerdem eine bis auf so kurzen Abstand von der Röhrenwandung reichende Spitze auf, daß bei zunehmendem Potential des Wandbelages und niedrigem Potential der Hilfsanode die Wandladung zur Spitze der Hilfsanode fließt, ohne daß sich daraus eine Erniedrigung der Zündspannung in der Hauptentladungsstrecke ergibt.
  • Mit der Erfindung wird erreicht, daß Wandladungen keine Entladung mehr herbeiführen können, z. B. zur Kathode oder zu einem solchen Teil der Hilfsanode, daß die Hauptentladung dadurch eingeleitet wird, denn im Ruhezustand haben die Hilfsanoden in Schaltungen mit Glimmentladungsröhren meist Kathodenpotential oder ein noch einige Zehner Volt niedriger liegendes Potential.
  • Die Maßnahme nach der Erfindung ist besonders dann von Wichtigkeit, wenn die Röhre zwei Hilfsanoden enthält, die ebenso wie die Kathode aus Molybdän bestehen. Im Falle von zwei Ailfsanoden ist es nahezu unumgänglich, sie aus gleichem Werkstoff wie die Kathode herzustellen, für welche wegen der günstigen entladungstechnischen Eigenschaften Molybdän gewählt wird. Wenn nämlich die Hauptentladung von einer der Hilfsanoden gezündet worden ist, zieht die andere Hilfsanode, welche infolge der Schaltung Kathodenpotential oder ein niedrigeres Potential aufweist, auch einen Teil des Stromes, so daß diese Hilfsanode etwas zerstäubt. Besteht die Hilfsanode aus einem anderen Stoff als der der Kathode, so wird in der Umgebung dieser Hilfsanode die Kathode etwas mit Hilfsanodenwerkstoff bedeckt, welches von der auf einem anderen Kathodenteil brennenden Hauptentladung nicht sofort zerstäubt wird. Die Bedeckung der Kathode mit Hilfsanodenwerkstoff bewirkt eine Änderung der Kathodeneigenschaften und insbesondere der Zündspannung. Es ist daher notwendig, die Hilfsanode aus dem gleichen Werkstoff wie das der Kathode herzustellen. Da Molybdän ein niedriges Austrittspotential und daher als Kathode in einer Entladungsstrecke eine niedrige Zündspannung aufweist, treten zu einer beliebig gestalteten Hilfsanode aus Molybdän leicht Durchschläge von der aufgeladenen Wandbedeckung der Röhre auf, welche die Hauptentladung zum Zünden bringen. Es ist daher einleuchtend, daß die besondere Gestalt der Hilfsanode nach der Erfindung von besonderer Wichtigkeit ist, wenn die Röhre eine Molybdänkathode und zwei gleichfalls aus Molybdän bestehende Hilfsanoden besitzt.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig. 1 ist eine schaubildliche Ansicht einer teilweise aufgebrochenen Glimmentladungsröhre nach der Erfindung; Fig. 2 zeigt eine Schaltung mit mehreren solchen Röhren.
  • In Fig. 1 bezeichnet 1 die teilweise aufgebrochene gläserne Röhrenwandung mit einem Boden 2. Ein Keramikröhrchen 3 umgibt den Durchführungsstift 4, an dem die Kathode 5 mit Hilfe einer umgebogenen Zunge festgelötet ist. Die Kathode hat einen abgerundeten Rand 6 zur Vermeidung von Zündungen von der Wandbedeckung 12 her zu der Kathode. Die Anode 8 der Röhre ist etwas exzentrisch angeordnet. Unterhalb der Anode befindet sich ein Metallstreifen 9 auf einem Durchführungsstift. Im Betrieb der Röhre wird der die Hilfskathode bildende Streifen 9 an die Kathodenzuleitung über einen so großen Vorschaltwiderstand angeschlossen, daß zwischen 8 und 9 ein Strom von etwa 5uA fließt. Die von dieser schwachen Wachentladung zur Hauptentladungsstrecke diffundierenden Ladungsträger verhüten darin das Auftreten der Zündverzögerungen, jedoch ohne daß sie Zündspannungsverzögerungen herbeiführen. Die Kathode 5 weist beiderseits einen spitzen Vorsprung 7 auf, demgegenüber sich jeweils eine plattenförmige Hilfsanode 10 befindet. Die Hilfsanoden 10 sind gleichfalls auf von Keramikröhrchen umgebenen Durchführungsstiften montiert. Jede Hilfsanode hat eine scharfe Spitze 11 als Vorsprung, der bis zu einem Abstand von etwa 0,4 mm von der -auf der Wandung 1 vorhandenen Metallschicht 12 reicht. Die Metallschicht 12 entsteht beim Formieren der Elektroden mit Hilfe von intensiven Entladungen zum Reinigen insbesondere der Kathodenfläche, so daß eine beträchtliche Zerstäubung auftritt.
  • Treten -nun infolge der Diffusion von Ladungsträgern aus der Wachentladung Wandladungen auf, so kann die Wandbedeckung 12 ein Potential annehmen, welches bei einer Anodenspannung von 250 Volt leicht 200 Volt betragen kann. Im Ruhezustand der Schaltung haben die Hilfskathoden 10 Kathodenpotential oder ein niedrigeres Potential. Dies kann beim geringen Abstand zwischen den Spitzen 11 und der Wandbedeckung 12 zu einer schwachen Entladung zwischen einer der Spitzen 11 und der Wandbedeckung 12 führen. Da diese Entladungsstellen verhältnismäßig weit von der Hauptentladungsstrecke zwischen den Elektroden 5 und 8 entfernt sind, bewirken diese schwachen Entladungen in der Hauptentladungsstrecke keine Zündspannungserniedrigung und durchaus keine Zündung. Die Entladungen zwischen 11 und 12 können mehr oder weniger kontinuierlich auftreten oder z. B. nur dann, wenn durch äußere elektrostatische Einflüsse das Potential von 12 ansteigt. Der äußere Durchmesser des Gehäuses beträgt 9,5 mm. Infolge dieser geringen Ausmaße ist das Anbringen eines Kontaktes mit der Wandbedekkung, der ohne besondere Maßnahmen immerhin zweifelhaft wäre, kaum möglich. Ein starker Kontaktdruck würde im übrigen eine Einschmelzung des Bodens. in den Kolben in maschineller Weise erschweren. Infolge des kleinen Röhrendurchmessers ist die Anwendung größerer Anzahlen Röhren in gedruckten Schaltungen möglich.
  • Fig.2 zeigt einen Teil einer Zählschaltung mit Glimmentladungsröhren nach der Erfindung. 21 bezeichnet die erste dargestellte Glimmentladungsröhre mit einer Kathode 22, einer Anode 23, Hilfsanoden 24 und 25, einer Wachentladung skathode 26 und der gestrichelt dargestellten Wandbedeckung 27. Für die zweite Röhre gelten die Ziffern 31 bis 37. Vor der Röhre 21 liegt die nicht dargestellte Röhre 11, und auf die Röhre 31 folgen die Röhren 41, 51 usw.; letztere Röhren sind ebenfalls nicht dargestellt. Die Röhren sind je mit einem Kathodenwiderstand 102 versehen, der von einem Kondensator 103 überbrückt ist. Die Wachkathoden 26, 36 usw. sind je über einen großen Widerstand 105 mit der Kathodenzuleitung verbunden. Ein gemeinsamer Kathodenwiderstand ist mit 101 bezeichnet. Die Hilfsanoden 24, 34 usw. sind je über einen Widerstand 104 mit der Kathode der vorhergehenden Röhre verbunden. Gleichzeitig sind sie über einen Kondensator 107 an die Eingangsleitung 106 angeschlossen. Die Hilfsanoden 25, 35 usw. sind je über einen Widerstand 108 mit der Kathode der nächsten Röhre und gleichzeitig über einen Kondensator 109 mit der Eingangsleitung 110 verbunden.
  • Angenommen sei, daß eine Entladung in der Röhre 21 erfolgt, so wird bei einem positiven Impuls hin= reichender Größe an der Leitung 106 die Röhre 31 gezündet, da die Hilfsanode 34 dem Kathodenwiderstand 102 der Röhre 21 bereits eine positive Vorspannung entnimmt. Bei einem nächsten Impuls an der Leitung 106 wird die Röhre 41 zum Zünden gebracht.
  • Wird dagegen angenommen, daß die Entladung in der Röhre 31 erfolgt, so wird bei einem positiven Impuls hinreichender Größe an der Leitung 110 die Röhre 21 gezündet und bei einem nächsten Impuls die Röhre 11. Die Schaltung eignet sich daher zum Bewegen der Entladung in beiden Richtungen oder, da sie als Zählschaltung benutzt wird, zum Addieren und Abziehen. Infolge des Vorhandenseins der Wandbedeckung 27, 37 usw. könnten Störungen auftreten, die aber von den Hilfsanoden besonderer Gestalt und Anordnung, wie in Fig. 1 dargestellt, verhütet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Glimmentladungsröhre, welche außer einer Hauptanode und einer Hauptkathode wenigstens eine Hilfsanode enthält und in der eine gegenüber der Hauptentladungsstrecke abgeschirmte Wachentladung zur Vermeidung von Zündverzögerungen unterhalten wird, wobei auf der Röhrenwandung eine zerstäubte Metallschicht vorhanden ist und die Hilfsanode eine solche Gestalt hat, daß sie teilweise mit der Kathode zum Herbeiführen einer Hilfsentladung zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsanode (10) außerdem eine bis auf so kurzen Abstand von der Röhrenwandung (1) reichende Spitze (11) aufweist, daß bei zunehmendem Potential der Wandbedeckung (12) und niedrigem Potential der Hilfsanode die Ladung der Wandbedeckung zur Spitze der Hilfsanode abfließt, ohne daß sich daraus eine Zündspannungserniedrigung in der Hauptentladungsstrecke ergibt (Fig. 1).
  2. 2. Glimmentladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhre zwei Hilfsanoden besitzt, die ebenso wie die Hauptkathode aus Molybdän bestehen (Fig. 1).
  3. 3. Glimmentladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einer Zählschaltung verwendet wird (Fig. 2). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr.1025 997,1021499.
DEN18776A 1959-08-19 1960-08-16 Glimmentladungsroehre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode Pending DE1110766B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
NL1110766X 1959-08-19

Publications (1)

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DE1110766B true DE1110766B (de) 1961-07-13

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ID=19869369

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN18776A Pending DE1110766B (de) 1959-08-19 1960-08-16 Glimmentladungsroehre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode

Country Status (1)

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DE (1) DE1110766B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1021499B (de) * 1954-11-16 1957-12-27 Philips Nv Glimmentladungsroehre
DE1025997B (de) * 1956-06-22 1958-03-13 Philips Nv Glimmentladungsroehre mit einer Hilfsanode

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1021499B (de) * 1954-11-16 1957-12-27 Philips Nv Glimmentladungsroehre
DE1025997B (de) * 1956-06-22 1958-03-13 Philips Nv Glimmentladungsroehre mit einer Hilfsanode

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