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DE1110143B - Verfahren zum Konzentrieren verduennter waessriger Wasserstoffperoxydloesungen - Google Patents

Verfahren zum Konzentrieren verduennter waessriger Wasserstoffperoxydloesungen

Info

Publication number
DE1110143B
DE1110143B DEK40425A DEK0040425A DE1110143B DE 1110143 B DE1110143 B DE 1110143B DE K40425 A DEK40425 A DE K40425A DE K0040425 A DEK0040425 A DE K0040425A DE 1110143 B DE1110143 B DE 1110143B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen peroxide
column
vapors
evaporator
aqueous hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK40425A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ulrich Hauschild
Hans Bremer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK40425A priority Critical patent/DE1110143B/de
Priority to GB1011661A priority patent/GB907421A/en
Publication of DE1110143B publication Critical patent/DE1110143B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/013Separation; Purification; Concentration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konzentrieren verdünnter wäßriger Wasserstoffperoxydlösungen Bei den heutigen technischen Herstellungsverfahren fällt das Wasserstoffperoxyd gewöhnlich als verdünnte wäßrige Lösung an. Es sind verschiedene Verfahren zur Konzentration dieser Lösungen bekannt, jedoch bereitet die Herstellung hochkonzentrierter Wasserstoffperoxydlösungen in größeren Mengen, besonders solcher mit über 90 Gewichtsprozent Wasserstoffperoxyd, immer noch erhebliche technische Schwierigkeiten: Nicht nur, daß der Umfang der notwendigen Apparaturen. beträchtlich ist; es kann auch nicht verhindert werden, daß zum Teil erhebliche Zersetzungsverluste auftreten.
  • Allen bisherigen nach dem Destillationsprinzip arbeitenden Verfahren zur Hochkonzentrierung ist gemeinsam, daß die verdünnten, meist 30- bis 35-o/ eigen Wasserstoffperoxydlösungen einmal oder mehrere Male total verdampft und dann die Dämpfe fraktioniert kondensiert werden. Die auf hohe Konzentration gebrachten Lösungen müssen zum Schluß nochmals verdampft oder sehr hoch erhitzt werden, so daß bei Konzentrierung größerer Mengen starke Gefahrenmomente wegen der Möglichkeit spontaner Zersetzung auftreten.
  • Es ist auch der Vorschlag gemacht worden, die Dämpfe einer verdünnten wäßrigen Wasserstoffperoxydlösung in die Mitte oder den Oberteil einer Rektifizierkolonne einzuleiten, in der sich mehrere beheizte Kolonnenböden befinden. Die herabfließende Lösung erfährt jedesmal auf diesen Böden eine Teilverdampfung, so daß am Fuß der Kolonne eine etwa-90°/oige Wasserstoffperoxydlösung austritt. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, daß durch den Einbau dieser Böden Undichtigkeiten in der Kolonne auftreten können und die Kolonnenbelastung bei relativ stark verdünnten Lösungen zu groß wird. Außerdem sammelt sich auf den Böden noch ein erheblicher 'Feil der konzentrierten Wasserstoffperoxyd-, lösung an, und die Konzentration des Wasserstoffperoxyds steigt - auch nach dieser Methode nicht über 90 Gewichtsprozent. -Es wurde nun gefunden, daß man in relativ einfacher und gefahrloser Weise aus verdünnten, wäß-, rigen Lösungen sehr hochkonzentrierte Wasserstoff-* peroxydlösungen mit über 95 bis praktisch 100 Gewichtsprozent = :Wässerstoffperöxyd erhalten kann, wenn man die Ausgangslösung in einem Rieselverdampfei bei vermindertem Druck total verdampft, am Kopf des Rieselverdampfers einen Teil der Dämpfe, die sehr peroxydarm sind, abzieht und den anderen peroxydreichen Teil der Dämpfe- vom Fuß des Rieselverdampfers in den Mittelteil. einer Füllkörperkolonne einleitet, deren Unterteil von außen beheizbar ist. Dadurch, daß der untere Teile dieser Kolonne von außen beheizt wird, wird der herabfließende Flüssigkeitsfilm kontinuierlich aufkonzentriert, so daß die Gefahrenmomente auf ein Minimum reduziert werden, zumal das am Fuß der Kolonne. ausfließende höchstkonzentrierte Wasserstoffperoxyd sofort abgekühlt wird; der jeweils in der Kolonne befindliche Anteil an- Wasserstoffperoxyd ist dann nur sehr gering. Durch die _Außenbeheizung_ ist die Gefahr, daß gerade an den -kritischen Stellen, d. h. im unteren Teil der Kolonne Undichtigkeiten entstehen, ausgeschaltet, so daß in diesen Teil kein Staub od. dgl. gelangen kann. Außerdem wird durch das Abziehen eines Teiles der sehr peroxydarmen Dämpfe am Kopf _ des Rieselverdampfers erreicht, daß besonders -bei Verwendung von niedrigkonzentrierten Wasserstoffperoxydlösungen, z. B. einer l0o/oigen, eine .übermäßige Kolonnenbelastung vermieden wird, womit wiederum ein größerer Durchsatz gewährleistet ist.
  • Die Zersetzung des Wasserstoffperoxyds wird weiterhin dadurch praktisch ausgeschaltet, daß rundgeschmolzdne Füllkörper aus alkaliarmem Glas verwendet -werden; damit erübrigt sich die EinspeisungstabilisätorhaltigerLösungen in die Kolonne.
  • Ein weiterer. Vorteil des Verfahrens .ist, daß die organischen Verunreinigungen, die in verdünnten Wasserstoffperoxydlösüngen,, die durch .Oxydation organischer Verbindungen hergestellt wurden, stets vorhanden sind, während der Aufarbeitung weitgehend entfernt werden. Sie bleiben teils als fester Rückstand im Verdampfer oder werden als flüchtige Bestandteile verdampft, so daß das anfallende höchstkonzentrierte Wasserstoffperoxyd sehr rein, farblos und stabil ist.
  • Die Arbeitsweise des neuen Verfahrens soll an Hand der Abbildung erläutert werden: Die verdünnte Wasserstoffperoxydlösung gelangt durch die Leitung 1 in einen Rieselverdampfer 2, wo sie bei vermindertem Druck vollständig verdampft wird. Von hier gelangt ein Teil der Dämpfe vom Fuß des Rieselverdampfers durch einen. Separator 3 und einen Abscheider 4 in den Mittelteil einer Füllkörperkolonne 5, die unterteilt ist in einen oberen mit Füllkörpern aus Porzellan oder Glas gefüllten Teil 6 und einen unteren mit rundgeschmolzenen Füllkörpern aus alkaliarmem Glas gefüllten Teil 7, der mittels Heißdampf, Heißwasser oder ähnlichem bzw. elektrisch beheizt werden kann, B. Die Anordnung der Heizkörper ist derart, daß über die Länge dieses Kolonnenteiles ein Temperaturgefälle erzeugt werden kann. Der untere Teil ist stärker beheizt als der obere Teil.
  • Am Kopf des Rieselverdampfers 2 werden sehr wasserstoffperoxydarme Wasserdämpfe durch den eventuell gekühlten Abscheider 9 abgezogen, die über die Leitung 10 entweder direkt in den Kühler 12 oder über die Leitung 11 in den oberen Teil der Kolonne 6 gelangen. Die Menge des auf diese Weise abgeleiteten Wasserdampfes ist durch aus der Zeichnung ersichtliche Ventile regelbar.
  • Die in den Mittelteil der Kolonne bei 5 eingeleiteten wasserstoffperoxydhaltigen Dämpfe werden in dem oberen Kolonnenteil 6 rektifiziert, so daß eine konzentrierte Wasserstoffperoxydlösung in den unteren Kolonnenteil? einfließt. In diesem Teil wird die konzentrierte Lösung durch die regulierbare Heizvorrichtung derart durch den dauernden Austausch Flüssigkeit/Dampf kontinuierlich aufkonzentriert, daß am Fuß der- Kolonne über den Kühler 13 praktisch 100o/oiges Wasserstoffperoxyd austreten kann. Es ist aber auch durchaus möglich, durch Einstellung bestimmter Temperaturen an diesem Kolonnenteil Wasserstoffperoxydlösungen beliebig hoher Konzentrationen herzustellen. Die im Kolonnenteil 6 abziehenden Dämpfe gelangen über den Dephlegmator 14 in den Kühler 12, wo sie kondensiert werden. Gegebenenfalls kann über die Leitung 15 am Kopf der Füllkörperkolonne Wasser oder verdünnte Hz O Lösung eingesprüht werden.
  • Der Vorteil der gesamten Anlage besteht darin, daß man ohne nennenswerten Aufwand an Apparaturen bzw. Material in einem einzigen Arbeitsgang zu praktisch 100o/aigem Wasserstoffperoxyd gelangen kann, wobei Gefahrenmomente, wie z. B. durch Erhitzung einer größeren Flüssigkeitsmenge von hochkonzentriertem Wasserstoffperoxyd, fast vollständig ausgeschaltet sind. Bei einem Einsatz einer verhältnismäßig niederprozentigen Wasserstoffperoxydlösung, z. B. 10 bis 15 Gewichtsprozent, findet schon im Verdampfer eine Vorkonzentrierung statt, indem ein erheblicher Teil des Wasserdampfes am Kopf des Verdampfers abgezogen wird. Es hat sich gezeigt, daß diese Dämpfe bei richtiger Ventileinstellung .praktisch frei von Wasserstoffperoxyd sind. Dadurch wird die Belastung des Kolonnenteiles 6 wesentlich herabgesetzt. Die einzelnen Dimensionen der Kolonnenteile 6 und 7 können. erforderlichenfalls variiert und der zu verdampfenden Ausgangslösung angepaßt werden. Vorteilhaft wählt man den Querschnitt des unteren Kolonnenteiles kleiner als den des oberen.
  • Besonders hervorzuheben ist, daß die Füllung des unteren Kolonnenteiles ? aus Füllkörpern mit besonders glatter Oberfläche bestehen muß, um eine Zersetzung der hochkonzentrierten Lösung und Dämpfe auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Sehr gut bewährt haben sich rundgeschmolzene Raschigringe aus alkaliarmem Glas. Beispiel l In einer Apparatur gemäß der Zeichnung wurde bei 1 eine Menge von 3032 g einer wäßrigen 10,0 gewichtsprozentigen Wasserstoffperoxydlösung mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 1,821/Stunde eingespeist. Am Kopf des Rieselverdampfers, in dem die Lösung total verdampft wurde, wurden peroxydarrne Dämpfe mit einem Gehalt von etwa 1 gikg in einer Menge von 0,38 kg/Stunde entnommen und über die Leitung 10 der Kühlvorrichtung 12 zugeleitet. Die am. Fuß des Verdampfers -austretenden peroxydreichen Dämpfe gelangten bei 5 in den Mittelteil der Kolonne, deren oberer Teil 6 eine Höhe von 120 cm und einen Durchmesser von 8 cm mißt und mit 12 mm Berlsatteln aus glasiertem Porzellan gefüllt ist. Der untere Teil 7 mit einem Durchmesser von 8 cm, einer Höhe von 100 cm und einer Füllung mit 10 mm rundgeschmolzenen Raschigringen aus alkaliarmem Glas besitzt auf der Außenseite elektrische Heizwicklungen, die den Kolonnenteil verschieden hoch erwärmen. Der Kolonnenteil ? wurde bei dem Versuch so beheizt, daß am unteren Ende eine Temperatur von 100° C herrschte,. während am oberen Teil 90° C gemessen wurde, wozu eine Heizleistung von 400 Watt nötig war. Im Mittelteil der Kolonne herrschte ein Druck von 42 Torr, nach dem Kühler 12 ein Druck von 30 Torr. Am unteren Teil der Kolonne wurden 273 g 97,7gewichtsprozentiges Wasserstoffperoxyd entnommen. Da bei dem Versuch kein Wert auf eine restlose Herausnahme des Wasserstoffperoxyds aus den abdestillierenden Wasserdämpfen, was durch eine gute Kühlung des DephIegmators geschehen kann, gelegt wurde, enthielt das Kondensat noch. 36,4 g Wasserstoffperoxyd.. Es trat somit während des Versuches keine Zersetzung des eingesetzten Wasserstoffperoxyds ein. Beispiel 2 Analog dem Beispiel 1 wurde .eine 34,3gewichtsprozentige Wasserstoffperoxydlösung als Ausgangslösung konzentriert. Die Strömungsgeschwindigkeit betrug 0,5 kg/Stunde, die Temperatur am unteren Teil des Kolonnenteiles 7 etwa 120°C. Das austretende Wasserstoffperoxyd war 100gewichtsprozentig.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE.' 1. Verfahren zum Konzentrieren von wäßrigen Wasserstoffperoxydlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine verdünnte wäßrige Wasserstoffperoxydlösung im Vakuum in einem Rieselverdampfer total verdampft, einen Teil der Dämpfe, die sehr peroxydarm sind, am Kopf des Rieselverdampfers abzieht und den anderen Teil der Dämpfe vom Fuß des Rieselverdampfers dem Mittelteil einer Füllkörperkolonne zuführt, deren unterer Teil durch eine von außen angelegte Heizvorrichtung regelbar beheizt werden kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kolonnenfüllung aus rundgeschmolzenen Raschigringen aus sehr alkaliarmem Glas besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Kopf des Kieselverdampfers abgezogenen peroxydarmen Dämpfe regelbar dem Oberteil der Füllkörperkolonne oder dem Kondensatkühler zugeführt werden.
DEK40425A 1960-04-12 1960-04-12 Verfahren zum Konzentrieren verduennter waessriger Wasserstoffperoxydloesungen Pending DE1110143B (de)

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