DE1109731B - Schaltungsanordnung zur teilweisen Fehlererkennung bei Telegrafierzeichen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur teilweisen Fehlererkennung bei TelegrafierzeichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum teilweisen Erkennen fehlerhafter Telegrafierzeichen.
Zur gesicherten Übertragung von Telegrafierzeichen werden Sicherheitscodes verwendet. Die
Erkennung bestimmter Fehler ist durch die in dem Sicherheitscode vorhandene Redundanz möglich. Ein
solcher Sicherheitscode kann z. B. ein bestimmtes Verhältnis der Zeichen- und Trennstromschritte
(3:4 beim 7er-Code) haben. Eine gleiche oder spiegelbildähnliche Wiederholung eines Zeichens ist
eine andere Möglichkeit der Sicherung. Auch können mehrere Zeichen (ein »Block«) durch ein oder
mehrere Kontrollzeichen gesichert werden.
Der normale 5er-Fernschreibcode (CCIT-Code Nr. 2) weist keine Redundanz auf.
In vielen Fällen liegen Ser-Code-Fernschreibzeichen als Doppelstromzeichen oder als doppelte
Einfachstromzeichen vor. Dies ist beispielsweise bei den Fernschreibübertragungssystemen mit automatischer
Fehlerkorrektur der Fall, bei denen zwar die Übertragung auf der störanfälligen Funkübertragungsstrecke
durch die Verwendung des 7er-Codes gegen Fälschung oder Verstümmelung weitgehend gesichert,
die Stromkreise der Anschlußleitungen, die von den Lochstreifenabfühlkontakten gesteuert werden, jedoch
auf Grund des hier verwendeten 5-Schritte-Codes ungeschützt sind. Durch schlechte Kontaktgabe
können hier häufig falsche Ser-Code-Fernschreibzeichen entstehen, die dann nach der Übersetzung in
den Sicherheitscode Übertragungsfehler ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, daß in den Fällen, in denen Telegrafiezeichen als Doppelstromzeichen
oder als doppelte Einfachstromzeichen vorliegen, auch dann eine bestimmte Redundanz vorhanden
ist, wenn der verwendete Code als solcher keine Sicherheit gegen Fehler aufweist. Diese Redundanz
kann zur Fehlererkennung benutzt werden.
Bei der Schaltungsanordnung zum Erkennen von fehlerhaften Telegrafierzeichen, vorzugsweise von im
5er-Code (CCIT-Code Nr. 2) codierten Fernschreibzeichen bei gleichzeitiger Übertragung der Schrittpolaritäten
eines jeden Zeichens über Leitungen gemäß der Erfindung ist deshalb bei Doppelstrom je
Leitung bzw. bei doppeltem Einfachstrom jeLeitungspaar
ein Überwachungsrelais vorgesehen, das im Normalbetrieb angezogen bzw. abgefallen und bei
vom Normalbetrieb um bestimmte Werte abweichenden Spannungen oder Strömen auf der Leitung bzw.
dem Leitungspaar abfällt bzw. anzieht und über seinen Kontakt bzw. seine Kontakte ein gestörtes
Zeichen anzeigt und gegebenenfalls seine Auswertung Schaltungsanordnung
zur teilweisen Fehlererkennung
bei Telegrafierzeichen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Karlheinz Bochmann, München,
und Dipl.-Ing. Kurt Fitznar, München-Solln,
sind als Erfinder genannt worden
verhindert oder eine Gatterschaltung enthält, die die auf den parallelen Leitungen auftretenden Spannungen oder Ströme überwacht und bei vom Normalbetrieb
um bestimmte Werte abweichenden Spannungen oder Strömen auf einer oder mehreren Leitungen
an ihrem Ausgang ein Störungskriterium abgibt und gegebenenfalls die Auswertung der Zeichen verhindert.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung für Doppelstrom. Jeder der fünf
Sendekontakte SKI bis SK 5 des Lochstreifensenders
LS liefert Doppelstrom über die Leitungen 1 bis 5 an die Eingänge El bis £5 des Codeumsetzers CU.
Über eine Brückenschaltung von je vier Gleichrichtern und durch die Wicklungen der fünf Überwachungsrelais
A bis E fließt Strom, solange kein Fehler an den Sendekontakten SKI bis SK5 und an
den Anschlußleitungen 1 bis 5 vorliegt. Tritt nunmehr bei einem der fünf Sendekontakte SKI bis SKS
oder an einer der fünf Anschlußleitungen 1 bis 5 ein Fehler auf, z. B. ein Kurzschluß zwischen den Trenn-
und den Zeichenseiten der Sendekontakte SKI bis
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SK 5 bzw. ein Masseschluß oder eine Unterbrechung Fehlerfreiheit erscheint also am Ausgang des Inver-
einer oder mehrerer der Anschlußleitungen 1 bis 5, so ters JV ebenfalls positive Spannung, so daß sämtliche
fällt das zugehörige Relais ab. Einer der zugehörigen Eingänge des Koinzidenzgatters K 6 durch positive
Kontakte al bis el, deren gezeichnete Stellung der Spannungen ausgesteuert sind. Am Ausgang Γ5
Ruhestellung entspricht, stellt eine Verbindung zwi- 5 dieses Koinzidenzgatters besteht in diesem Fall eben-
schen der Klemme Pl und der Klemme P 2 her bzw. falls eine positive Spannung.
einer der Kontakte all bis eil öffnet die bei ange- Tritt eine Unterbrechung auf einer der zehn Anzogenem
Relais bestehende Verbindung von der Schlußleitungen oder an einem der fünf Sendekon-Klemme
P 3 zur Klemme P4. Man erhält also bei takte SKI bis SKS auf, so erhält das zugehörige
Auftreten eines Fehlers ein Kriterium, das zur io KoinzidenzgatterKl bis K5 an beiden Eingängen
Störungsanzeige verwendet werden kann und ge- positive Spannung und gibt diese über das Mischgebenenfalls
den Lochstreifensender LS stillsetzen gatter M 6 an den Eingang des Inverters JV weiter,
und einen Alarm auslösen kann. Am Ausgang des Inverters erscheint dann Nullpoten-
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für doppelten tial, und das Koinzidenzgatter K 6 wird gesperrt. Am
Einfachstrom. Jeder der fünf Sendekontakte SKI bis 15 Ausgang P5 dieses Koinzidenzgatters tritt dann eben-
SK 5 des Lochstreifensenders LS legt entweder an falls Nullpotential auf. Hierdurch kann einerseits der
eine der zugehörigen Klemmen T oder Z des Code- Lochstreifensender LS für die Dauer der Störung
Umsetzers CU Massepotential, während die andere stillgesetzt und andererseits eine Alarmvorrichtung
über einen Widerstand geeigneter Größe R1 bis R10 betätigt werden.
an positiver Spannung liegt. Solange kein Fehler vor- 20 Ähnlich verhält es sich bei Masseschluß einer der
liegt, sind die Wicklungen aller fünf Überwachungs- zehn Anschlußleitungen und bei Kurzschluß zwirelais
A bis E stromdurchflossen. Die Prüfstrom- sehen den Trenn- und Zeichenseiten der Sendekonkreise
zwischen den Klemmen Pl und P2 bzw. P3 takte SKI bis SKS. Das zugehörige Mischgatter Ml
und P 4 sind wie in Fig. 1 aufgebaut und dem- bis M 5 erhält nunmehr an beiden Eingängen Nullentsprechend
ebenfalls geöffnet bzw. geschlossen. 25 potential und gibt dies über seinen Ausgang an einen
Beim Auftreten einer Unterbrechung an einem Eingang des Koinzidenzgatters K 6 weiter. Hierdurch
Sendekontakt oder auf einer Anschlußleitung und wird dieses ebenfalls gesperrt, und am Ausgang Γ 5
der Masseschluß der Trenn- oder Zeichenseite eines ' erscheint Nullpotential.
Sendekontaktes fällt das zugeordnete Relais ab. Sein Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für
Kontakt schließt den Prüfstromkreis zwischen den 30 doppelten Einfachstrom, dessen Wirkungsweise ähn-
KlemmenPl und P 2 und öffnet den Prüf Stromkreis lieh wie die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 4
zwischen den Klemmen P 3 und P 4. ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel erscheint im
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für Normalfall an der Ausgangsklemme Γ 5 Nullpotendoppelten
Einfachstrom. Gegenüber dem Ausfüh- tial, da in diesem Fall die Koinzidenzgatter Kl bis
rungsbeispiel nach Fig. 2 sind lediglich die Über- 35 K 5 gesperrt und das Koinzidenzgatter K 6 über die
wachungsrelais A bis E in anderer Weise angeordnet, Mischgatter Ml bis M 5 durchlässig ist. Das am Ausnämlich über eine aus vier Gleichrichtern bestehende gang des Koinzidenzgatters Kl auftretende positive
Gleichrichterschaltung zwischen den beiden Leitun- Potential wird mittels des Inverters JV in Nullpotengen
eines Leitungspaares eingeschaltet. Im Normal- tial umgewandelt, so daß über das Mischgatter M 7
fall, d.h. bei störungsfreiem Betrieb sind alle Über- 40 am Ausgang Γ5 ebenfalls Nullpotential erscheint,
wachungsrelais A bis E angezogen, der zwischen den Tritt ein Masseschluß einer der zehn Anschlußleitun-KlemmenPl
und P 2 liegende Prüf Stromkreis ge- - gen oder ein Kurzschluß zwischen den Trenn- und
öffnet und der zwischen den Klemmen P3 und P4 Zeichenseiten der Sendekontakte SKI bis SKS auf,
liegende Prüf Stromkreis geschlossen. Beim Auftreten so erhält das zugehörige Mischgatter Ml bis M 5 an
eines Fehlers fällt das zugehörige Relais ab, der Prüf- 45 beiden Eingängen Nullpotential, und das Koinzidenzkreis
Pl, P 2 wird geschlossen und der Prüfkreis P 3, gatter K 7 wird gesperrt. Der Inverter JV liefert in
P 4 geöffnet. Das Fehlerkriterium wird, wie vorher diesem Fall an seinem Ausgang positive Spannung,
erläutert, ausgewertet. so daß über das Mischgatter M 7 am Ausgang Γ 5
Fig. 4 zeigt ein weiteres vorteilhaftes Ausführungs- ebenfalls positive Spannung erscheint und als Fehlerbeispiel
für doppelten Einfachstrom. Zur Über- 50 kriterium gegebenenfalls zur Stillsetzung des Lochwachung
werden hier jedoch keine Relais, sondern Streifensenders LS verwendet werden kann. Ähnlich
eine aus Koinzidenzgattern und Mischgattern auf- verhält es sich bei einer Unterbrechung einer der zehn
gebaute Gatterschaltung verwendet. Die Wirkungs- Anschlußleitungen oder eines der fünf Sendekonweise
ist folgende: Bei fehlerfreiem Betrieb ist eine takte SKI bis SK5. Das zugehörige Koinzidenz-Leitung
jedes Leitungspaares entsprechend der Stel- 55 gatter Kl bis KS erhält nunmehr an beiden Einlung
der Sendekontakte SK1 bis SK S über den zu- gangen positive Spannung und gibt diese über seinen
geordneten WiderstandR1 bis RIO mit positiver Ausgang an den Eingang des Mischgatters M7,
Spannung verbunden. Somit liefert bei fehlerfreien woraufhin die Ausgangsklemme Γ 5 ebenfalls positive
Anschlußleitungen und Sendekontakten jedes der Spannung führt.
fünf Mischgatter Ml bis M 5 an seinem Ausgang 60 Um zu verhindern, daß die Überwachungseinrich-
positive Spannung. Weiterhin ist bei Fehlerfreiheit tung auch während der Umschlagzeit der Abfühlkon-
jeweils nur ein Eingang der Koinzidenzgatter Kl bis takte des Lochstreifengebers, in der eine fehlerhafte
K 5 mit positivem Potential ausgesteuert, so daß an Kontaktgabe nur vorgetäuscht wird, anspricht, kön-
keinem der Ausgänge dieser Koinzidenzgatter posi- nen zweckmäßig entweder die einzelnen Über-
tives Potential auftritt und über das Mischgatter M 6 65 wachungsrelais der Ausführungsbeispiele nach Fig. I
Nullpotential am Eingang des Inverters JV anliegt. bis 3 mit geeigneter Abfallverzögerung versehen wer-
Der Inverter JV gibt bei Nullpotential an seinem den, oder es wird der Prüfstromkreis nach Fig. 4
Ausgang positive Spannung und umgekehrt ab. Bei und 5 nur zu den Zeitpunkten abgetastet, an denen
auch im Codeumsetzer die Potentiale der Anschlußleitungen abgetastet werden.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur teilweisen Fehlererkennung und Signalisierung fehlerhafter Zeichen
und/oder zur Sperrung der Zeichenübertragung bzw. Zeichenauswertung bei fehlerhaften Telegrafierzeichen,
vorzugsweise bei im 5er-Code (CCIT-Code Nr. 2) codierten Fernschreibzeichen,
deren Schrittpolarität als Doppelstrom oder doppelten Einfachstrom über parallele Leitungen
übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Doppelstrom je Leitung bzw. bei doppeltem
Einfachstrom je Leitungspaar ein Überwachungsrelais (A bis C), das im Normalbetrieb angezogen
bzw. abgefallen und bei vom Normalbetrieb um bestimmte Werte abweichenden Spannungen oder
Strömen auf der Leitung bzw. dem Leitungspaar abfällt bzw. anzieht und über seinen Kontakt
bzw. seine Kontakte (al bis el bzw. all bzw. eil)
ein gestörtes Zeichen anzeigt und gegebenenfalls seine Auswertung verhindert oder eine Gatterschaltung
enthält, die die auf den parallelen Leitungen auftretenden Spannungen oder Ströme
überwacht und bei vom Normalbetrieb um bestimmte Werte abweichenden Spannungen oder
Strömen auf einer oder mehreren Leitungen an ihrem Ausgang ein Störungskriterium abgibt und
gegebenenfalls die Auswertung der Zeichen verhindert.
2· Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 für doppelten Einfachstrom, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitungen eines Leitungspaares (z. B. 1) mit den beiden Eingängen eines Koinzidenzgatters
(Kl) und eines Mischgatters (Ml) verbunden sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der
Mischgatter (Ml bis M 5) mit den Eingängen eines weiteren Koinzidenzgatters (K 6) und die
über ein weiteres Mischgatter (M 6) zusammengefaßten Ausgänge der Koinzidenzgatter (Kl
bis K 5) über einen Inverter (IV) mit einem Eingang des weiteren Koinzidenzgatters (K 6) verbunden
sind, an dessen Ausgang gegebenenfalls das Störungskriterium auftritt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der
Koinzidenzgatter (K 2 bis KS) mit den Eingängen
eines weiteren Mischgatters (MT) und die über ein weiteres Koinzidenzgatter (Kl) zusammengefaßten
Ausgänge der Mischgatter (Ml bis M 5) über einen Inverter (IV) mit einem Eingang des
weiteren Mischgatters (M 7) verbunden sind, an dessen Ausgang gegebenenfalls das Störungskriterium
auftritt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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