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DE1108875B - Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen

Info

Publication number
DE1108875B
DE1108875B DEF22235A DEF0022235A DE1108875B DE 1108875 B DE1108875 B DE 1108875B DE F22235 A DEF22235 A DE F22235A DE F0022235 A DEF0022235 A DE F0022235A DE 1108875 B DE1108875 B DE 1108875B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
conveyor
contact
safety device
accidents caused
avoid accidents
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22235A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Anthes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Froelich & Kluepfel Maschfab
UNTERNEHMUNG fur BERGBAULICHE
Original Assignee
Froelich & Kluepfel Maschfab
UNTERNEHMUNG fur BERGBAULICHE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Froelich & Kluepfel Maschfab, UNTERNEHMUNG fur BERGBAULICHE filed Critical Froelich & Kluepfel Maschfab
Priority to DEF22235A priority Critical patent/DE1108875B/de
Publication of DE1108875B publication Critical patent/DE1108875B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B19/00Mining-hoist operation

Landscapes

  • Control Of Conveyors (AREA)

Description

  • Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfällen durch unzeitige Betätigung des Förderwagenaufschiebers bei Förderkorbbeschickungsanlagen Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfällen durch unzeitige Betätigung des Förderwagenaufschiebers nach Beendigung der Förderkorbbeschickung, bei welcher der Erregerstromkreis eines den Steuerstromkreis des Förderwagenaufschiebers einschaltenden Schachtsicherungsschutzes über einen Nullkontakt am Steuerhebel des Förderwagenaufschiebers und über einen durch den vorstehenden Förderkorb betätigten Schachtsicherung skontakt geführt ist.
  • Es haben sich in der Praxis mehrfach gerade in der letzten Zeit Unfälle dadurch ereignet, daß in dem Augenblick, in dem der Korb weggezogen wurde, bereits ein neuer Beschickungsvorgang fälschlicherweise eingeleitet worden war. In solchen Fällen ist auch dadurch keine Sicherheit gegeben, wenn der Förderkorb beim Wegziehen automatisch die Energie für die Förderwagenaufschiebevorrichtung abschaltet. Ein bereits in Bewegung gesetzter Förderwagen wird in diesem Moment nicht mehr abgebremst werden können.
  • Die bergpolizeilichen Seilfahrtsvorschriften fordern aus diesem Grunde, daß bei Seilfahrt durch an den Schachtverschlüssen angebrachte Magnete der Steuerhebel der Fördermaschine durch einen Sperrmagnet gesperrt wird, wenn die Tore nicht geschlossen sind. Bei einer vorbekannten Einrichtung wird diese an sich an jeder für Seilfahrt zugelassenen Fördermaschine vorgesehene Einrichtung zur Ausführung der »letzten Satzsperre« eingesetzt. Diese Einrichtungen, die ebenfalls Stand der Technik sind, sollen verhindern, daß, nachdem die letzte Etage beschickt ist, versehentlich eine weitere nicht vorhandene Etage nach dem Wegziehen des Förderkorbes beschickt wird. Gemäß der vorerwähnten Einrichtung wird dieses dadurch erreicht, daß in diesem Falle bei Produktenförderung der Steuerhebel der Fördermaschine gesperrt bleibt, selbst wenn die Wagen für die nicht vorhandene letzte Etage sich bereits auf der Schwenkbühne befinden und somit der Förderkorb nicht weggezogen werden kann, so daß ein Abstürzen der Wagen in den Schacht vermieden wird.
  • Andere vorbekannte Einrichtungen erreichen dasselbe Ziel dadurch, daß es nach Beschicken der vorletzten Etage und dem Vorlauf der Wagen zum Beschicken der letzten Etage nicht mehr möglich ist, weitere Wagen aus der Abteilvorrichtung vorlaufen zu lassen, so daß die Beschickung der nicht vorhandenen Etage dadurch unmöglich gemacht wird, daß die Wagen für diese Etage überhaupt nicht vorlaufen können.
  • Beide Vorschläge setzen jedoch zusätzliche Einrichtungen voraus. Hinzu kommt noch, daß die mechanische Betätigung von Schachtschaltern gemäß den bekannten Einrichtungen sich in der Praxis nicht bewährt hat, so daß man in der Zwischenzeit zu Schachtsicherungen auf magnetischer oder induktiver Grundlage übergegangen ist. Bei diesen vorbekannten Schachtsicherungen erfordert jedoch die letzte Satzsperre das Anbringen eines zusätzlichen Senders am Förderkorb, was eine betriebliche Komplizierung mit sich bringt und daher auch von vielen Zechen abgelehnt wird.
  • Außerdem sind alle diese Einrichtungen kein völliger Schutz dagegen, daß die auf der Schwenkbühne befindlichen Wagen in den Schacht stürzen, wenn versehentlich der Korb nach dem Beschicken der ersten und zweiten, jedoch nicht der dritten oder vierten Etage weggezogen wird.
  • Bei allen diesen vorbekannten Einrichtungen mit den verschiedensten Sicherheitsvorrichtungen konnte jedoch eine Gefahrenquelle nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, und zwar, wenn beispielsweise nach dem Beschicken der dritten Etage der Anschläger das Fertigsignal gibt, damit der Maschinist den Korb abzieht, da beispielsweise keine Wagen zum Beschicken der vierten Etage vorstehen. Wenn nunmehr nach Abgabe des Fertigsignals der Maschinist aus irgendwelchen Gründen beispielsweise den Korb stehenläßt und urplötzlich wieder neue Wagen zusammenlaufen und der Anschläger, da der Korb noch vorsteht, nunmehr trotzdem die vierte Etage beschicken will, können bei diesen vorbekannten Einrichtungen Unfälle vorkommen, wenn im Moment des Aufschiebevorganges gleichzeitig auf Grund des vorangegangenen Fertigsignals der Korb abgezogen wird. Es sind sogar Todesfälle vorgekommen, wobei der zwischen Förderkorb und Schachtstuhl geklemmte Wagen zur Zerstörung der Schachtkabel, Preßluftleitungen, eventuell vorhandener Ölleitungen usw. führte.
  • Die Erfindung vermeidet diese Schwierigkeiten mit Sicherheit, ohne daß zusätzliche Magnetschalter oder vom Korb betätigte Schalteinrichtungen notwendig sind.
  • Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Nullkontakt des Steuerhebels für den Förderwagenaufschieber durch einen Stromkreis überbrückbar ist, der über einen Selbsthaltekontakt des Schachtsicherungsschutzes und über einen bei Abgabe des Fertigsignals sich öffnenden Relaiskontakt läuft.
  • Der wesentliche Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß durch die Erfindung der Betriebsablauf der Förderung in keiner Weise gestört wird, aber die eingangs aufgezeigten übel mit 100o/oiger Sicherheit und mit einfachsten Mitteln vermieden werden. Es erübrigt sich das Anbringen von Magnetsystemen auf dem Förderkorb und vor dem Förderkorb, sondern es bleibt nach Abgabe des Fertigsignals automatisch die ganze Aufschiebeanlage gesperrt, wenn der Korb weggezogen wird.
  • Die Erfindung wird an Hand einer schematischen Schaltskizze näher erläutert.
  • Das Schütz 1 hält über seinen Kontakt 2 in geschlossenem Zustand des Kontaktes die Steuerspannung der Steuerorgane der Aufschiebevorrichtung bereit. Das Einschalten des Schützes 1 erfolgt bei vorgesetztem Förderkorb über den Kontakt 3 der Schachtsicherung und dem Kontakt 4 am Steuerhebel des Aufschiebers, wodurch sichergestellt ist, daß die Steuerenergie zum Aufschieben nur dann freigegeben wird, wenn der Steuerhebel in der Nullstellung steht, d. h. der Kontakt 4 geschlossen ist. Durch diese Maßnahme wird ein falsches Bedienen in dem Falle verhindert, daß nach Beschicken eines Förderkorbes der Anschläger vergißt, den Steuerhebel in die Nullstellung zurückzunehmen. Bliebe der Steuerhebel in der eingeschalteten Stellung stehen, so würde, wenn der Nullstellungszwang über den Kontakt 4 nicht vorhanden wäre, sich bei Ankunft des nächsten Korbes die Einrichtung selbsttätig in Bewegung setzen. Nach Einschalten des Schützes 1 über die vorerwähnten Kontakte 3 und 4 hält sich das Schütz selbst über den Selbsthaltekontakt 5 und schaltet sich wieder selbsttätig aus, sobald der Förderkorb weggezogen wird und der Kontakt 3 sich öffnet. Hierdurch wird über den Kontakt 2 die Steuerenergie unterbrochen, und es ist ein Aufschieben nicht eher möglich, als bis wieder der nächste Korb vorgesetzt ist. Es haben sich in der Praxis Unfälle dadurch erreignet, daß in dem Augenblick, in dem der Korb weggezogen wurde, bereits ein neuer Beschickungsvorgang fälschlich eingeleitet worden war. Diese Möglichkeit wird dadurch ausgeschlossen, daß der Kontakt 6 im Stromkreis der Fertigsignalanlage bei Erscheinen des Fertigsignals sich öffnet und so das Schütz immer zum Abfallen bringt, wodurch die Steuerenergie über den Kontakt 2 weggenommen und ein Aufschieben unmöglich gemacht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfällen durch unzeitige Betätigung des Förderwagenaufschiebers nach Beendigung der Förderkorbbeschickung, bei welcher der Erregerstromkreis eines den Steuerstromkreis des Förderwagenaufschiebers einschaltenden Schachtsicherungsschützes über einen Nullkontakt am Steuerhebel des Förderwagenaufschiebers und über einen durch den vorstehenden Förderkorb betätigten Schachtsicherungskontakt geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Nullkontakt (4) des Steuerhebels für den Förderwagenaufschieber durch einen Stromkreis überbrückbar ist, der über einen Selbsthaltekontakt (5) des Schachtsicherungsschützes (1) und über einen bei Abgabe des Fertigsignals sich öffnenden Relaiskontakt (6) läuft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 962 643.
DEF22235A 1957-01-28 1957-01-28 Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen Pending DE1108875B (de)

Priority Applications (1)

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DEF22235A DE1108875B (de) 1957-01-28 1957-01-28 Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen

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DEF22235A DE1108875B (de) 1957-01-28 1957-01-28 Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen

Publications (1)

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DE1108875B true DE1108875B (de) 1961-06-15

Family

ID=7090366

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DEF22235A Pending DE1108875B (de) 1957-01-28 1957-01-28 Sicherheitsvorrichtung zur Vermeidung von Unfaellen durch unzeitige Betaetigung des Foerderwagenaufschiebers bei Foerderkorbbeschickungsanlagen

Country Status (1)

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DE (1) DE1108875B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1164053B (de) * 1962-03-19 1964-02-27 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur Steuerung von Korrekturfahrten zum Herstellen der Buendigkeit in zweitruemigen Gestellfoerderanlagen
DE1199457B (de) * 1961-08-02 1965-08-26 Siemens Ag Schachtbeschickungsanlage

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962643C (de) * 1954-01-12 1957-04-25 Gutehoffnungshuette Sterkrade Elektrische UEberwachungseinrichtung fuer Schachtfoerderanlagen, insbesondere Bergbau-Schachtfoerderanlagen

Patent Citations (1)

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DE962643C (de) * 1954-01-12 1957-04-25 Gutehoffnungshuette Sterkrade Elektrische UEberwachungseinrichtung fuer Schachtfoerderanlagen, insbesondere Bergbau-Schachtfoerderanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1164053B (de) * 1962-03-19 1964-02-27 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur Steuerung von Korrekturfahrten zum Herstellen der Buendigkeit in zweitruemigen Gestellfoerderanlagen

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