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DE110870C - - Google Patents

Info

Publication number
DE110870C
DE110870C DENDAT110870D DE110870DA DE110870C DE 110870 C DE110870 C DE 110870C DE NDAT110870 D DENDAT110870 D DE NDAT110870D DE 110870D A DE110870D A DE 110870DA DE 110870 C DE110870 C DE 110870C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mash
liquid
vat
flaps
head pieces
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT110870D
Other languages
English (en)
Publication of DE110870C publication Critical patent/DE110870C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00Fermentation processes for beer
    • C12C11/003Fermentation of beerwort
    • C12C11/006Fermentation tanks therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. September l8g9 ab.
In den Gährbottichen der Brennereien, Brauereien, Hefenfabriken etc. mufs die Maische stets kräftig in Bewegung gehalten werden, damit die Gährung in den Bottichen gleichmäfsig in allen Schichten stattfindet, und damit die sich bildenden grofsen Mengen von Kohlensäure schneller entweichen können. Die Kohlensäure sammelt sich zunächst zu kleinen Blasen und vereinigt sich sodann in gröfseren Blasen, die zur Oberfläche steigen, zerplatzen und die Kohlensäure entweichen lassen. Die dicke Maischmasse läfst aber diese Kohlensäureblasen nicht schnell genug aufsteigen, wodurch das Volumen der Maische sehr vergröfsert und der Brenner verhindert wird, die Bottiche bis an den Rand zu füllen, vielmehr gezwungen ist, einen Steigeraum bis zu 20 cm, d. h. einen grofsen Theil der Bottiche leer und unbenutzt zu lassen. Bei der Gährung steigt nun die Maische; ist der Steigeraum nicht genügend grofs, so läuft die Maische aus dem Bottich heraus und .geht verloren. Es ist steueramtlich verboten, die überlaufende Maische aufzufangen und zu verwerthen. Da es bisher noch kein sicheres Mittel gab, das Ueberlaufen der Maische zu verhindern, so kommen zuweilen hierbei Defraudationen vor. Fast in allen Brennereien existiren jetzt mechanische Rührwerke; diese brauchen aber viel Kraft und erfüllten bisher noch nicht den Zweck. Die Rührwerke bestehen jetzt entweder aus einer Kühlschlange oder einem eisernen Kreuze, welche auf- und niederbewegt werden. Diese Anlagen durchbrechen zwar die dicke Oberfläche der Maische, so dafs die Kohlensäure etwas leichter entweichen kann; es wird aber keine Strömung im Bottiche verursacht und die sich bildende Kohlensäure nicht schnell genug von unten nach oben heraufgeholt. Anlagen, welche darauf beruhen, vermittelst Luft, Dampfes oder durch eine Schnecke die Kohlensäure heraufzutreiben, haben sich nicht bewährt und stellten sich zu hoch im Anschaffungspreise.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine ganz billige und einfache Vorrichtung, um auf sicherem Wege dauernd eine gute Durcharbeitung der Maische und eine schnelle Entfernung der Kohlensäure selbst vom Boden aus zu erzielen.
Der in Seitenansicht und in einem Querschnitt auf beiliegender Zeichnung dargestellte einfache Apparat ist über dem betreffenden Bottiche so aufgehängt zu denken, dafs er mechanisch durch beliebige Mittel abwechselnd bis auf den Bottichboden heruntergesenkt und bis an die Oberfläche emporgehoben werden kann.
An dem aus Holz oder Metall etc. gefertigten Kastenapparate sind an einer unteren Längsachse α zwei bewegliche lange Seitenklappen b b drehbar befestigt. Auf den Enden der Achse sitzen zwei feste Dreieckkopfplatten c c, die sich von der Achse aus nach oben seitlich wesentlich verbreitern und an den einander zugekehrten Seiten am Aufsenrande zu Flantschen dd umgekröpft oder mit Winkeln besetzt sind. Diese Winkel bezw. Flantschen dienen als äufsere Anschläge für die zwischen den Kopfplatten c beweglichen Klappen b.
Die Kopfstücke sind an den Unterenden f eines Tragbügels e befestigt, welcher die Hängestange
deren der
führt, mittelst
Apparat auf- und abbewegt wird.
Wird ein solcher Maischeheber in den Bottich herabgelassen, so werden die Klappen b durch den Widerstand der dicken Flüssigkeit beim Herunterlassen auf dieselbe nach der Mitte hin zusammengeschlagen und legen sich gegen die einen Anschlag bildenden Unterenden f des Bügels e, wodurch ein völliges Zusammenklappen gehindert bleibt. Sobald aber der Apparat jetzt wieder angehoben wird, klappen die Wände b aus der punktirten Mittelstellung (Fig. 2) bis gegen die Anschlagstücke- d aus einander, nehmen die den Apparat füllende Maische (und die ganze sich darüber befindende Maischesäule) mit hoch und verursachen, dafs die Maische in der Mitte des Bottichs in die Höhe gehoben wird und an den Seiten des Bottichs wieder herabfliefst. Hierdurch tritt eine lebhafte Bewegung des Bottichinhaltes ein, die Kohlensäure wird mit in die Höhe gerissen und entweicht, wodurch die Maische am Steigen und Ueberlaufen verhindert . und der Steigeraum möglichst vermieden wird. Sobald der Kasten gesenkt wird, klappen die Wände b wieder zusammen, die Maische bleibt bei der Abwärtsbewegung einen Augenblick stehen, um gleich wieder von Neuem gehoben zu werden.
Der Apparat ermöglicht demnach mit den einfachsten Mitteln und dem geringsten Kraftaufwand eine mehr als ausreichende Bewegung von dicken Flüssigkeiten und die Entfernung schädlicher Gase.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Heben und Rühren von Maische und sonstigen während der Gährung mechanisch zu bewegenden Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dafs auf einer unteren Tragachse (a) zwischen festen konischen Kopfstücken (c) Seitenklappen (b) beweglich so aufgehängt sind, dafs bei Ab- und Auf bewegen mittelst der den TragbUgel angreifenden Hängestange (g) eine selbstthätige Bewegung der Seitenklappen stattfindet, wonach beim Niederfallen die Klappen durch den Flüssigkeitsdruck nach der Mitte hin zusammenfallen, beim Aufgange hingegen bis an die äufseren Anschläge d der Kopfstücke aus einander gedrückt werden, um durch Mithochheben der den Apparat erfüllenden Flüssigkeitsmenge (und der ganzen sich darüber befindenden Flüssigkeit) nach oben eine kräftige Circulation des Bottichinhaltes hervorzurufen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT110870D Active DE110870C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE110870C true DE110870C (de)

Family

ID=380655

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT110870D Active DE110870C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE110870C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN117535106A (zh) * 2023-11-06 2024-02-09 济南趵突泉酿酒有限责任公司 用于物料发酵酿造的制曲装置

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN117535106A (zh) * 2023-11-06 2024-02-09 济南趵突泉酿酒有限责任公司 用于物料发酵酿造的制曲装置

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