DE1106449B - Motorkompressoraggregat - Google Patents
MotorkompressoraggregatInfo
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- DE1106449B DE1106449B DEL29731A DEL0029731A DE1106449B DE 1106449 B DE1106449 B DE 1106449B DE L29731 A DEL29731 A DE L29731A DE L0029731 A DEL0029731 A DE L0029731A DE 1106449 B DE1106449 B DE 1106449B
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B35/00—Piston pumps specially adapted for elastic fluids and characterised by the driving means to their working members, or by combination with, or adaptation to, specific driving engines or motors, not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
- Shafts, Cranks, Connecting Bars, And Related Bearings (AREA)
- Compressor (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Motorkompressoraggregat mit je in Reihe angeordneten, aufeinander
senkrecht stehenden Motoren- und Kompressorzylindern und gemeinsamer Kurbelwelle für Motor-
und Kompressorteil.
Bei den bekannten Ausbildungsformen sind grundsätzlich zwei Systeme zu unterscheiden. Beim ersten
greifen die Pleuelstangen der Motor- und Kompressorkolben an den gleichen Kurbelzapfen an. Hierher
gehört ein Vorschlag, nach dem bei einer V-Maschine in jeder Zyliiiderreihe nebeneinander eine Spülluftpumpe
und ein aus zwei Zylinderbüchsen mit gemeinsamem Verbrennungsraum bestehender Motorzylinder
angeordnet sind und sämtliche Pleuel der Maschine auf eine Kurbelwelle einwirken; dem Spülpumpenzylinder
der einen Zylinderreihe liegt dabei der Motorzylinder der anderen Zylinderreihe gegenüber, so daß
an jeder der beiden um 180° gegeneinander versetzten Kurbelzapfen zwischen den beiden Motorpleuel
ein Pumpenpleuel läuft. Die sich bei dieser Ausbildung ergebende Schwierigkeit hinsichtlich der
Länge der Kurbelzapfen wird bei dem anderen Vorschlag des gleichen Systems wenigstens vermindert,
nach dem die Pleuelstangen der Motor- oder Kompressorkolben mit gegabelten Pleuelstangenköpfen
ausgeführt sind, so daß z. B. die Pleuelstange des Kompressorkolbens innerhalb der gegabelten Motorpleuelstange
auf dem gemeinsamen Kurbelzapfen läuft. In beiden Fällen sind jedoch der Hub und damit
die mittlere Geschwindigkeit der Motor- und Kompressorkolben gleich groß. Da man jedoch im Kompressorzylinder
mit Rücksicht auf den vorgeschriebenen schädlichen Raum nur einen beschränkten Ventilquerschnitt unterbringt und man außerdem, um
den Liefergrad des Kompressors nicht zu verschlechtern, eine bestimmte Gasgeschwindigkeit im Ventil
nicht überschreiten kann, ist die Geschwindigkeit des Kompressorkolbens nach oben begrenzt. Die mittlere
Kolbengeschwindigkeit liegt bei dieser Art von Kompressoren etwa bei 4,5 m/sec, und es würde somit notgedrungen
auch der Motorkolben die gleiche mittlere Geschwindigkeit aufweisen, obwohl man bei unabhängiger
Auslegung den Verbrennungsmotor mit einer größeren Kolbengeschwindigkeit, etwa 6 m/sec, auslegen
würde.
Um trotz der kleinen mittleren Kolbengeschwindigkeit doch noch eine möglichst große Zylinderleistung
zu bekommen, ist es bei diesen Motoren üblich, den Zylinderdurchmesser etwa gleich dem Kolbenhub auszuführen.
Man muß hierbei eine größere thermische Belastung von Zylinderkopf und Kolben in Kauf
nehmen.
Diesen Schwierigkeiten begegnet das zweite bekannte System, bei dem für Motor- und Kompressor-Motorkompressoraggregat
Anmelder:
Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans List,
Graz (Österreich)
Graz (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-Börner, Berlin-Dahlem,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey,
München 22, Widenmayerstr. 49, Patentanwälte
München 22, Widenmayerstr. 49, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 1. März 1957
Österreich vom 1. März 1957
Dr.-Ing. Felix Lehner, Hallein, Salzburg (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
Pleuelstangen getrennte Kurbelwellenkröpfungen mit verschiedenen Kurbelradien vorgesehen sind. Da hierbei
zwischen je zwei benachbarten Kurbelzapfen Kröpfungen der Kurbelwelle liegen, führt dieses
System zu größeren Baulängen und zu ungünstigerem Kraftfluß innerhalb der Kurbelwelle. Diese Schwierigkeiten
treten insbesondere bei einem Ausführungsbeispiel zu Tage, bei dem Motor- und Kompressorzylinder
gegeneinander um 180° versetzt sind. Dadurch, daß Motor- und Kompressorkolben in entgegengesetzter
Richtung arbeiten, liegen die zugehörigen Kurbelzapfen ebenfalls diametral. Durch die damit erforderlich
werdende Anordnung einer Kröpfung zwischen den Kurbelzapfen rücken die nach dem ersten System nebeneinandergelagerten Pleuelstangen
um die Breite der Kröpfung auseinander, wodurch im gleichen Ausmaß auch der Abstand der Kurbelwellenlager
wächst. Hierdurch entstehen beachtliche Biegemomente, deren Wirkung um so unangenehmer in Erscheinung
tritt, als der Kraftfluß innerhalb der Kurbelwelle durch die Kröpfung beeinträchtigt ist.
Diese Schwierigkeit vermag die im vorbeschriebenen Beispiel ebenfalls vorgesehene Maßnahme, den Durchmesser
des Kurbelzapfens für die Kompressorpleuelstange größer als den für die Motorpleuelstange zu
machen, nicht zu beseitigen.
Die Schwierigkeiten überflüssiger Biegungsbeanspruchung der Kurbelwelle und der Vergrößerung der
Motorlänge werden nach der Erfindung dadurch behoben, daß im einzelnen bereits bekannte Ausbildungsmerkmale
unter entsprechenden iVusgangsbedingungen vereinigt werden.
109' 580/99·
Die Erfindung geht im einzelnen von senkrecht zueinander liegenden Motor- und Kompressorzylindern
aus; in diesem Falle können erfindungsgemäß die Kurbelzapfen für die Motor- und Kompressorpleuel-Stange
unmittelbar nebeneinander in der gleichen Kröpfung der Kurbelwelle liegen. Zur Anpassung der
Kolbengeschwindigkeit an die für Motor- und Kompressor unterschiedlichen Werte sind jedoch erfindunglgemäß
die Radien der Kurbeln für Motor- und Kompressorpleuelstangen verschieden groß. Vorzugsweise
verhalten sich die Radien der Motorkurbeln zu jenen der Kompressorkurbeln wie etwa 4:3, so daß
einer mittleren Geschwindigkeit der Kompressorkolben von 4,5 m/sec eine mittlere Geschwindigkeit
der Motorkolben im Bereich um 6 m/sec zugeordnet ist. Schließlich ist zur Verbesserung des Kraftfhisses
und mit Rücksicht auf die sich aus dem Verhältnis der Kurbelradien ergebenden Übersetzung der an den
Kurbelzapfen der Kurbelwelle wirksam werdenden Kolbenkräfte des Motor- und des Kompressorteiles
des Aggregates erfindungsgemäß der Durchmesser des Kurbelzapfens für die Kompressorpleuelstange größer
als der Durchmesser des Kurbelzapfens für die Motorpleuelstange. Hierdurch entfällt die sonst bei
gleichen Kurbelzapfendurchmessern, aber verschiedenen Kurbelradien sich ergebende Anordnung je
einer Kröpfung zwischen den Kurbelzapfen, wodurch die Beanspruchung der Welle und die Baulänge des
Aggregates vermindert wird. Die Erfindung eignet sich somit besonders für mehrzylindrige Motorkompressoraggregate
größerer Leistung, weil sich hierbei die ergebenden baulichen Vorteile entsprechend verstärkt
auswirken.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Motorkompressoraggregat nach der Erfindung teilweise im Schnitt nach der Linie I-I der
Fig. 2 und in Ansicht in Richtung der Kurbelwellenachse ;
Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt nach der Linie H-II der Fig. 1.
Das Aggregat besteht aus einer Anzahl liegender Kompressorzylinder 1 und der doppelten Anzahl vertikal
stehender Motorzylinder 2 mit einem gemeinsamen Kurbelgehäuse 3. Die horizontal sich hin- und herbewegenden
Kompressorkolben 4 sind mittels je einer Kompressorpleuelstange 5 an der Kurbelwelle 6 angelenkt,
desgleichen die nicht dargestellten Motorkolben mittels je einer Motorpleuelstange 7. Die
Motorpleuelstangen 7 greifen an Kurbelzapfen 8, die Kompressorpleuelstangen 5 an Kurbelzapfen 9 mit
wesentlich größerem Durchmesser an, wobei umgekehrt der Kurbelradius 11 des Motors entsprechend
größer als derjenige, 12, des Kompressors ist. Ein Kompressorzylinder übernimmt etwa die Leistung
zweier Motorzylinder. Dementsprechend ist, wie Fig. 2 zeigt, nur jedem zweiten Motorzylinder ein Kompressorzylinder
zugeordnet, und die Kurbelwelle weist
ίο abwechselnd Kröpfungen mit nur einem Kurbelzapfen
8 und mit zwei Kurbelzapfen 8, 9 auf. Die Kröpfungen mit zwei unmittelbar nebeneinanderliegenden
Kurbelzapfen 8, 9 werden von Kurbelwangen 13 gebildet, denen je ein Kurbelwellenlager
14 benachbart ist. Man sieht aus Fig. 2, daß trotz sehr unterschiedlicher Kurbelradien.ll, 12 von Motor und
Kompressor durch die gleichzeitige Vergrößerung der Kurbelzapfen 9 für die Kompressoren in jeweils nur
einer Kröpfung ein einwandfreier Kraftfluß in der Kurbelwelle erreicht wird.
Eine vergleichsweise Durchbrechung hat ergeben, daß durch die erfindungsgemäße Maßnahme gegenüber
der bekannten Ausführung mit gleichen Kurbelradien bei gleicher Leistung eine Verkürzung der Baulänge
und damit Verkleinerung des Gewichtes des Maschinensatzes um etwa 13°/o eintritt. Die Anlage
verbilligt sich daher auch um ungefähr denselben Prozentsatz.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Motorkompressoraggregat mit je in Reihe angeordneten, aufeinander senkrecht stehenden Motor- und Kompressorzylindern und gemeinsamer Kurbelwelle für Motor- und Kompressorteil, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Kompressorpleuelstange jeweils neben der Motorpleuelstange an unmittelbar nebeneinanderliegenden Kurbelzapfen derselben Kröpfung der Kurbelwelle angreift und daß in an sich bekannter Weise der Radius der Kompressorkurbeln kleiner als der Radius der Motorkurbeln und der Durchmesser des Kurbelzapfens für die Kompressorpleuelstange größer als der Durch-4-5 messer des Kurbelzapfens für die Motorpleuelstange sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 244189, 904 361.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1106449X | 1957-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1106449B true DE1106449B (de) | 1961-05-10 |
Family
ID=3685581
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL29731A Pending DE1106449B (de) | 1957-03-01 | 1958-02-20 | Motorkompressoraggregat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1106449B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10149394A1 (de) * | 2001-09-27 | 2003-04-24 | Festo Ag & Co | Kompressor |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE244189C (de) * | ||||
| DE904361C (de) * | 1950-11-07 | 1954-02-18 | Gertrud Schnuerle | Kolbenkompressor mit Zweitaktmotor |
-
1958
- 1958-02-20 DE DEL29731A patent/DE1106449B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE244189C (de) * | ||||
| DE904361C (de) * | 1950-11-07 | 1954-02-18 | Gertrud Schnuerle | Kolbenkompressor mit Zweitaktmotor |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10149394A1 (de) * | 2001-09-27 | 2003-04-24 | Festo Ag & Co | Kompressor |
| DE10149394C2 (de) * | 2001-09-27 | 2003-07-31 | Festo Ag & Co | Kompressor |
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