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DE1105875B - Verfahren zur Herstellung von Triazin-triepoxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Triazin-triepoxyden

Info

Publication number
DE1105875B
DE1105875B DED29434A DED0029434A DE1105875B DE 1105875 B DE1105875 B DE 1105875B DE D29434 A DED29434 A DE D29434A DE D0029434 A DED0029434 A DE D0029434A DE 1105875 B DE1105875 B DE 1105875B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
epoxy
alkanol
triazine
preparation
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED29434A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Wende
Heinz Priebe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Berlin Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
Original Assignee
Berlin Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berlin Brandenburg Academy of Sciences and Humanities filed Critical Berlin Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
Priority to DED29434A priority Critical patent/DE1105875B/de
Publication of DE1105875B publication Critical patent/DE1105875B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D405/00Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom
    • C07D405/02Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings
    • C07D405/12Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings linked by a chain containing hetero atoms as chain links

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung -von Triazin-triep oxyden Die Erfindung behandelt ein Verfahren zur Herstellung von Triepoxydalkanolestern der Cyanursäure mit hohen Ausbeuten an Triazintriepoxyden. Es ist bekannt, Triepoxydalkanolester der Cyanursäure-durch Umsetzung von Chlorhydrinen der entsprechenden Epoxydalkänole mit Cyanurchlorid in Gegenwart alkalisch wirkender Substanzen, wie NaOH, BaOH usw., herzustellen (vgl. französische Patentschrift 1107 708). Die Ausbeuten an reinem Triepoxydtriazien sind nicht besonders hoch, wie der Epoxydwert und der Chlorgehalt der Harzlösung beweisen.
  • Ferner ist nach der USA.-Patentschrift 2 741 607 die Herstellung der Triepoxydalkanolester der Cyanursäure durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit Epoxydalkanol mit alkalisch wirkenden Substanzen, z. B. Natronlauge, bekannt, wobei durch Verwendung von 55°/0 Epoxydalkanolüberschuß eine Ausbeute von maximal 87°/o der Theorie an Triepoxydtriazin erreicht wird. Die erwähnten Verfahren zur Herstellung von Triepoxydalkanolester der Cyanursäure haben durch die Verwendung einer alkalischen Substanz, z. B. der Natronlauge, den Nachteil, daß wahrscheinlich ein gewisser Teil des Epoxydalkanols bzw. des entsprechenden Chlorhydrins einer teilweisen Hydrolyse des eingesetzten oder entstandenen Epoxydalkanols während der Kondensationsreaktion unterliegt und bei einer Ausbeute von 87°/o zurZugabe einer höheren Epoxydalkanolkonzentration zwingt.
  • Es wurde gefunden, daß bei der Umsetzung von Cyanurchlorid mit einem Epoxydalkanol im Molverhältnis 1 : 3 in wasserfreien Lösungsmitteln mit einem Alkalimetall als KondensationsmitteI bei Temperaturen zwischen 0 und 15°C Triepoxydalkanolester der Cyanursäure in einer Ausbeute von 90 bis 95 °/0 erhalten werden.
  • Das Na-Kondensationsverfahren liefert also im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren bei Verwendung äquivalenter Mengen eines Epoxydalkanols höhere Ausbeuten an Triepoxydtriazinen und kann deshalb als wirtschaftlicher angesehen werden. Für die Umsetzung können z. B. folgende aliphatische, cyclische und aromatische Epoxydalkanole verwendet werden : Glycid, Methylglycid, 3,4-Epoxydbutanol, 9,10 Epoxydoktadekanol, Oleylalkoholepoxyd- (9, 10), 2,3 Epoxydcyclohexanol und 2,3 Epoxyd-3-phenolpropanol.
  • An Stelle der Epoxydalkanole lassen sich auch die entsprechenden Chlorhydrine verwenden. Damit entfällt die Reaktionsstufe der Herstellung des Epoxydalkanols, und die Herstellung des Triepoxydtriazins gestaltet sich wirtschaftlicher, z. B. ist an Stelle des Glycids ebenfalls mit guter Ausbeute das Monoglycerinchlorhydrin verwendbar. Die Reaktion ist stark exotherm. Wird die Umsetzung zwischen 0 und 15°C bei guter Kühlung durchgeführt, so wird eine Polymerisation der Epoxydgruppen verhindert, und das monomere Triazintriepoxyd liegt in einer Ausbeute von 90 bis 95 °IO vor. Als Lösungsmittel für die Umsetzung sind unter anderem Benzol und Dioxan oder ein Mischlösungsmittel aus Dioxan und Äther geeignet.
  • Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte ist einfach.
  • Das in fester Form vorliegende Natriumehlorid wird abfiltriert, mehrmals mit warmem Benzol gewaschen ; die benzolhaltigen Filtrate werden vereinigt und mit Kohlensäure neutralisiert und das Triazintriepoxyd durch Vakuumdestillationen vom Lösungsmittel befreit. Das so erhaltene Rohprodukt kann bereits ohne weitere Reinigung mit aminischen und sauren Härtern ausgehärtet und als Elektroisolierwerkstoff, Glasfaserverbundharz, als Gießharz zur Herstellung von Form-und Tiefziehwerkzeugen, als Kleb-und Lackharz eingesetzt werden.
  • Beispiel 1 100 g Cyanurchlorid (0,54 Mol) und 120,5 g Glycid werden in 1300 ml wasserfreiem Benzol gelöst und in einen Dreihalskolben (21) mit Rührer, Rückflußkühler mit aufgesetztem Calciumchloridrohr und Thermometer zur Kontrolle der Reaktionstemperatur gebracht. Der Kolben wird in ein Kühlbad (Methanol-Kohlensäure-Trockeneis oder Eis-Kochsalz-Mischung) gestellt.
  • Bei der Lösung des Cyanurchlorids in Benzol fallen Verunreinigungen aus, die abfiltriert werden. Die Lösung wird auf ungefähr 0°C abgekühlt und dann das Natrium in Form von 1-mm-Draht oder pulverförmig portionsweise zugegeben. Die Kondensationsreaktion (Abspaltung und Neutralisation von HC1) verläuft stark exotherm. Es ist deshalb wichtig, besonders anfangs intensiv zu kühlen und die Dosierung der Natriumzugabe entsprechend zu wählen. Die Temperatur im Reaktionsgefäß muß zwischen 0 bis 15°C gehalten werden. Bei Temperaturen über 15°C tritt Eigenpolymerisation des Glycids ein. Die Reaktion verläuft praktisch 100°loig. Das abgeschiedene Kochsalz wird durch Filtration bzw. Zentrifugieren von der Lösung getrennt. Der gebildete 1, 3,5-Triazin-2,4,6-triglycidäther liegt gelöst im Benzol vor und wird mit Kohlensäure neutralisiert. Das Lösungsmittel wird unter Wasserstrahlvakuum (Wasserbad) abgezogen. Die Wasserbadtemperatur soll 60 bis 65°C nicht überschreiten. Der 1, 3,5-Triazin-2,4,6-triglycidäther ist im Vakuum bei 0 bis 1 mm nicht destillierbar. Bei einer Temperatur von ungefähr 100°C tritt unter starker Gasentwicklung Zersetzung ein. Der 1,3,5-Triazin-2,4,6-triglycidäther, der noch geringe Mengen Lösungsmittel enthält, ist ein sirupöses, harzartiges, durch geringe Verunreinigungen, die aus der Verwendung des Natriums stammen, leicht braungefärbtes durchsichtiges Produkt.
  • Wird eine kleine Menge dieses so gereinigten Äthers noch einmal in Ather aufgenommen und auf-20°C abgekühlt, fällt ein leicht gelbbraungefärbtes kristallines Pulver aus, das bei ungefähr 25°C zu erweichen beginnt. Der Ather ist löslich in Benzol, Aceton, Chlororform und heißem Wasser. Zur Aushärtung mit Aminen, Säuren und Säurenanhydriden kann vorteilhaft das Rohprodukt verwendet werden, das noch geringe Mengen Lösungsmittel oder Glycid enthält. Dadurch wird die Darstellung abgekürzt und verbilligt. Das dann nicht feste, sondern sirupartige, aber noch fließ-und gießbare Triazintriepoxyd ist leichter verarbeitbar, und die mechanischen und elektrischen Werte sowie die Wärmefestigkeit und Chemikalienbeständigkeit zeigen kaum verminderte Werte. Ausbeute an 1, 3,5-Triazin-2,4,6-triglycidather : 95010.
  • Analysenwerte Gefunden... C = 48, 7 °o, H = 5,03 0/0, N = 13, 86°/o ; berechnet... C = 48,5 °/0, H = 5,05 °/0, N = 14, 15 °l0.
  • Epoxydäquivalent 102 bis 99 Epoxydgruppen pro Mol........... 2,9 Chlorgehalt....................... 2 °/0 Aschengehalt..................... 0,3 °/0 Chlor Beispiel 2 110g Cyanurchlorid (0,54 Mol) werden in je 200ml wasserfreiem Benzol und Dioxan gelöst (Verhältnis 1 : 1) und von nicht gelösten Verunreinigungen abfiltriert. Die klare Lösung wird im Dreihalskolben mit Rührer, Rückflußkühler mit Calciumchloridrohr und Thermometer mit der äquivalenten Menge von 179 g Glycerinmonochlorhydrin versetzt. Die Lösung wird auf 0 bis 5°C abgekühlt und das Natriummetall in Form von 0,5-mm-Draht oder pulverförmig portionsweise hinzugegeben. Die Kondensationsreaktion verläuft in der ersten Hälfte stark exotherm, in der zweiten Hälfte schwächer exotherm. Die Reaktionstemperatur wird anfangs bei 5 bis 20° C gehalten, in der zweiten Hälfte bis 30° C.
  • Bevor das Lösungsmittelgemisch abgezogen wird, ist zu prüfen, ob das Dioxan-Benzol-Gemisch alkalisch reagiert.
  • Gegebenenfalls muß die Lösung durch Einleiten von Kohlensäure neutralisiert werden. Das Lösungsmittelgemisch wird bei einer Wasserbadtemperatur von 60 bis 65° C und unter einem Vakuum von 0,2 mm abgezogen.
  • Ausbeute an 1, 3,5-Triazin-2,4,6-triglycidather : 89°/ov Analysenwerte Gefunden... C=47, 15°/o, H=6, 18°/o, N=12, 5 °/0 ; berechnet... C=48, 5 °/0, H=5, 05°/o, N=14, 15°/o.

Claims (2)

  1. Epoxydäquivalent 106 Epoxydgruppen pro Mol........... 2,8 Cl-Gehalt......................... 1 °/0 Aschegehalt...................... 0,32 °/0 Chlor PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahrenzur Herstellung von Triazintriepoxyden, dadurch gekennzeichnet, daß Cyanurchlorid mit einem Epoxydalkanol im Molverhältnis 1 : 3 in wasserfreien Lösungsmitteln mit Alkalimetallen als Kondensationsmittel bei Temperaturen zwischen 0 und 15°C umgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß statt des Epoxydalkanols ein diesem entsprechendes Chlorhydrin beiTemperaturenzwischen 0 und 30°C zur Anwendung gelant.
    In Betracht gezogene Druckschriften : USA.-Patentschriften Nr. 2 381 121, 2 741 607 ; französische Patentschrift Nr. 1107 708.
DED29434A 1957-01-30 1957-01-30 Verfahren zur Herstellung von Triazin-triepoxyden Pending DE1105875B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2381121A (en) * 1945-08-07 Condensation products of triazines
FR1107708A (fr) * 1953-07-01 1956-01-04 American Cyanamid Co Perfectionnements à la préparation d'oxyrane triazine polymérisable
US2741607A (en) * 1954-02-23 1956-04-10 Shell Dev Triglycidyl cyanurate and polymers thereof

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR1107708A (fr) * 1953-07-01 1956-01-04 American Cyanamid Co Perfectionnements à la préparation d'oxyrane triazine polymérisable
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