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Photographische Kamera mit automatischer Belichtungswerteinstellurig
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit Belichtungsmesser
und Stellgliedern für Belichtungszeit, Blende oder Belichtungswert, von denen eines
nach Maßgabe des Belichtungsmessers selbsttätig einstellbar ist und zu diesem Zweck
in Mitnahmeverbindung steht mit einem Anschlagglied, das, aus einer Grenzwertstellung
ablaufend, beim Auftreffen auf ein Sperrglied von diesem angehalten wird, wobei
die Stellung des Sperrgliedes unter Zwische@nschaltung einer Stehkurve vom Belichtungsmesser
regelbar ist. Der Belichtungsmesserzeiger wird dabei meist von einem mit der Stellleurve
gekuppelten Abtastglied abgetastet.
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Die Erfindung hat zum Zieh eine Bauart zu schaffen, bei welcher das
empfindliche Meßwerk des Belichtungsmessers von unerwünschten Störeinflüssen und
Überbelastungen ,geschont ist, also in der Hauptsache von der dem Stellglied zugeordneten
und mit starker Rückführkraft ausgerüsteten Anschlaganordnung weitgehendst unibeeinflußt
bleibt. Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht"daß die Stellkurve an
einem vom Meßwerk unabhängig gelagerten Träger angebracht und derart ausgebildet
ist, daß ihre Steuerkante ein Widerlager bildet, gegen welches das Sperrglied durch
eine Anschlagkante des aus Grenzwertstellung ablaufenden Anschlaggliedes zur Sperranlage
gebracht wird.
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Bei ,den Regeleinrichtungen der eingangs erläuterten Art werden die
Verschlußeinheit und die B.elichtungsmessereinheit meist von verschiedenen Herstellern
gefertigt; deshalb müssen siebeim Zusammenbau in der Kamera aufeinander abgestimmt
werden. Es ist nun eine weitere Aufgabe der Erfindung, dieses Abstimmen zu .erleichtern,
indem der Stellkurventräger an der Verschlußeinheit leicht zugänglich gemacht wird.
Ferner soll durch eine zweckmäßige Anordnung des Trägers eine einfachie Überbrückung
der räumlichen Lageversetzungen zwischen Kamera- und Verschlu:ßausrüstung möglich
sein. Eine stabile Lagerun, des Trägers soll eine sichere, spielfreie überleiturig
auch stärkerer Verstell.krä.fte ermöglichen.
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Diese Aufgaben werden gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch
.gelöst, daß der- Stellkurventräger in die Getriebekette zwischen dem Belichtungsmesser
und dem Sperrglied derart eingebaut ist, daß er als letztes der Einstellelemente
an der Verschlußeinheit angebracht ist und das Bindeglied zwischen der Verschlußeinheit
einerseits und dem in der Kamera eingebauten Belichtungsmesser andererseits bildet.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung besteht darin, schon während der
Messung den .durch den Regelvorgang später einzustellenden Aufnahmefaktor abzulesen.
Dies wird gemäß einem besonderen Erfindungsmerkmal dadurch erreicht, @daß das vorzugsweise
in einer Vorwahlstellung verrastbare Stellglied für Zeit oder Blende in Getriebeverbindung
ist mit einer dem Belichtungsmesserzeiger zugeordneten Skala, -die in Blenden- bzw.
Zeitwerten geeicht ist.
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Die Verwendung einer mit der beschriebenen Regeleinrichtung ausgerüsteten
Kamera für gesonderte Einstellung der Aufnahmefaktoren, z. B. für Blitzlichtaufnahmen,
wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch ermöglicht, daß ein Schaltglied
m:it einem Anhalteanschlag vorgesehen ist, der bei Handverstellung des Schaltgliedes
in den Schwenkbereich des mit dem Belichtungsmesserzeiger zusammenarbeitenden Abtastgliedes
ragt. An diesem Schaltglied ist vorteilhaft eine Marke anzubringen, die bei Handverstellung
des Schaltgliedes einem Wert der Anzeigeskala gegenübersteht. Hierbei empfiehlt
sich, .das Schaltglieid mit einem in den Schwenkbereich des Belichtungsmesserzeigens
ragenden Mitnehmeranschlag auszurüsten, durch den bei Handverstellung des Schaltgliedes
der Belichtungsmesserzeiger aus dem Beobachtungsbereich geschwenkt wird.
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Einige Ausführungsbeiispiele,der Erfindung sind in der Beschreibung
näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung
der für die Erfindung wesentlichen Getriebeteile, Fig. 2 einen Schnitt durch das
Kamera- und Verschluß,gehäuse, Fig.3, 4 und 5 eine Zusatzeinrichtung, mittels deren
die Kamera auch für Blitzlichtaufnahmen verwendbar ist.
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Im vorderen Teil des Verschlußgehäuses 10 ist das Zeitstellglied 20
koaxial zur optischen Achse drehbar gelagert. Es ist verbunden mit einem ebenfalls
koaxial und drehbar gelagerten Zeitstellring 22, ider Griffmittel 24 :besitzt und
mittels der an ihm angebrachten
Zeitskala 23 und der zugeordneten
ortsfesten Marke 25 auf die gewünschte Belichtungszeit des Verschlusses einstellbar
ist. Der Zeitstellring ist durch nicht dargestellte, an sich bekannte Mittel in
beli:ehiger Vorwahlstellung verrastbar. Das Zeitstellglied 20 ist in ebenfalls bekannter
Weise im Eingriff mit dem Antriebsmechanismus für die Verschlußse:ktoren, der sich
im Ringraum 11 befindet und der Einfachheit halber nicht gezeigt ist. Auch die im
Ringraum 13 gelagerten Sektoren sind zwecks besserer Übersichtlichkeit nicht näher
dargestellt. Der Verschluß wird in an sich bekannter Weise gespannt und ausgelöst
über die zur optischen Achse parallele Spannwelle 30 und die daran befindliche Spannscheibe
32.
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Das Zeitstellglied ist in an sich bekannter Weise über ein Differentialgetriebe
verbunden mit dem Blendenstellglied. In die Getriebeverhinidung zwischen den beiden
Stellgliedern ist außerdem ein Verstellmittel zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit
eingeschaltet. Im einzelnen sind hierfür folgende Bauteile verwendet: Vor dem Zeitstellring
22 ist der Filmempfindlichkeitsstellring 40 ebenfalls drehbar gelagert und mittels
der an ihm angebrachten Filmempfindlichkeitsskala42 und der am Zeitstellring angebrachten,
zugehörigen Marke 44 gegenüber diesem Zeitstellring entsprechend den Daten des verwendeten
Filmmaterials einstellbar. Die Relativlage der beiden Ringe 40 und 22 wird gesichert
durch die im Ring 40 gelagerte Sperrklinke 46, die in Rasten 48 des Ringes 22 eingreift.
Der Filmempfindlichkeitsstellring 40 ist verbunden mit einem Stellglied 41 und dieses
seinerseits über ein Zahnrad 50, eine ortsfest :drehbar gelagerte Welle 52 und ein
weiteres Zahnrad 54 mit einem koaxial zur optischen Achse drehbar gelagerten Umkehrring
56. Der Umkehrring ist weiterhin über das Ritzel 60 im Eingriff mit dem Blendenring
70, der in bekannter Weise zur Steuerung der Blendenlamellen 76 dient. Diese sind
mittels der ortsfesten Drehzapfen 78 schwenkbar gelagert und besitzen Steuerstifte74,
die in Steuerschlitze 72 des Blendenringes eingreifen. Eine ortsfest verankerte
Feder 80 sucht den Blendenring, entgegen dem Uhrzeigersinne (Fig. 1) zu drehen.
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Das Ritzel 60 ist gelagert auf einem Lagerzapfen 62, der seinerseits
an einem Belichtungswertsteuerring 64 befestigt ist und parallel zur optischen Achse
verläuft. Mittels der oben geschilderten Getriebeverbinclung ist also das Belichtungswertsteuerglied
64 im Eingriff mit den Stellgliedern für Zeit und Blende. Es besitzt weiterhin einen
Mitnahmestift 66, der wiederum parallel ist zur optischen Achse und zur Verdrehung
des Steuerringes im Uhrzeigersinne dient, indem er von einer Steuernase 102 eines
Anschlaggliedes 100 a erfaßt wird. Dieses ist ebenfalls koaxial zur optischen Achse
drehbar gelagert. Die ortsfest verankerte Feder 104 sucht es im Uhrzeigersinne zu
drehen.
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An dem Anschlagglied ist ein parallel zur optischen Achse verlaufender
Mitnahmebüge1106 angebracht, mit dessen Hilfe das Anschlagglied unter Einswirkung
cles an einem Spannring 34 angebrachten Nockens 36 entgegen dem Uhrzeigersinne verdreht
werden kann. Auch der Spannring ist koaxial zur optischen Achse gelagert. Eine Feder
38 übt auf ihn ein Drehmoment im Uhrzeigersinne aus. Er ist über die Zahnräder 31
im Eingriff mit der Spannovelle 30. Um eine Verlangsamung des unter Wirkung der
Feder 38 ablautenden Spannringes zu erreichen, ist ein ortsfest schwenkbar gelagerter
Anker 39 vorgesehen, der mit chiem .den Zahnrädern 31 zugeordneten Ankerrad im Eingriff
ist. Um das Anschlagglied 100 a beim Ablauf im Uhrzeigersinne infolge der Wirkung
der Feder 104 anzuhalten, ist dieses an einem Teil 110 seines Umfanges mit
einer Steuerkurve 112 a versehen. Außerdem ist eine bei 122 ortsfest schwenkbar
gelagerte, durch eine Feder 128 belastete Sperrklinke 120 a vorgesehen, die einen
Sperrstift 126 a besitzt, der beim Anhalten des Anschlaggliedes mit der Steuerkurve
112 a. in Eingriff gerät. Weiterhin ist .ein Kurvenring genanntes Organ 142 vorgesehen,
:das das letzte, im Verschlußgehäuse drehbar angeordnete, d. h. dem Kameragehäuse
am nächsten liegende Getriebeglied bildet. Der Kurvenring 142 trägt .einen Steuerschlitz
140 a, in den der Sperrstift 126 a eingreift. Der Kurvenring besitzt ferner eine
Anschlagnase 143, mittels deren er unter Einwirkung des Mitnehmerhügels 106 entgegen
dem Uhrzeigersinn.e bewegt werden kann. Am Umfang ist der Kurvenring 142 teilweise
verzahnt und im Eingriff mit dem Zahnrad 144 und der in das Kameragehäuse ragenden
Welle 146 sowie weiterhin mit den Zahnrädern 148 und schließlich der am Kameragehäuse
drehbar :gelagerten Welle 150, die das durch die Feder 156 belastete Abtastorgan
152 trägt. Der abgewinkelte Teil 154 desselben ragt in den Schwenkbereich .des Belichtungsmesserzeigers
170.
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In dem Fenster 2 des Kameragehäuses 1 ist oben zunächst der Teil 172
des Instrumentenzeigers 170 sichtbar. Unterhalb des Schwenkbereichs dieses Teils
172 ist ein Schild 174 ortsfest angebracht, das die Form eines Kreisringsektors
besitzt. An dem Schild ist eine sogenannte Kanalführung von außen her sichtbar angebracht.
Eine derartige Führung ist an sich bekannt und dient beim Ablesen zum Ausgleich
der durch die Eigenschaften der Photozelle bedingten Unregelmäßigkeiten im Ausschlag
des Belichtun:gsmesserzeigers. Die Schnittpunkte aufeinanderfolgender Führungsstriche
177 :der Kanalführung (in Fig. 1 gestrichelt dargestellt) mit der oberen Kante 173
des Schildes haben ungleichmäßigen, die Schnittpunkte der Striche mit der unteren
Kante 175 jedoch gleichmäßigen Abstand voneinander. Unterhalb des Schildes ist schließlich
eine im Kameragehäuse drehbar gelagerte Skalenscheibe 180 vorgesehen, die in Blendenöffnungswerten
geeicht ist. An einem Teil ihres Umfanges ist die Scheibe 180 verzahnt und über
die Zahnräder 182 von der Welle 52 aus verdrehbar.
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Zur Auslösung der oben geschilderten Antriebsmechanik ist ein Auslöseknopf
200 vorgesehen, der an einer entlang ihrer Längsachse verschiebbaren Stange 202
befestigt ist. Am anderen Ende arbeitet die Stange mit einem Hebel 220 zusammen,
der an einer ortsfest drehbar gelagerten Welle 223 befestigt ist, die ihrerseits
eine Sperrklinke 222 trägt.
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Diese Sperrklinke dient zum Festhalten des Spannringes 34, sobald
dieser so weit entgegen :dem Uhrzeigersinne gedreht ist, daß sie hinter den Nocken
37 der Spannscheibe greifen kann. Der Knopf 200 steht über eine Druckfeder 204 in
Verbindung mit einer entlang der Stange 202 verschiebbaren Büchse 206, die :bei
Ruhelage des Auslösers an dem mit der Stange fest verbundenen Anschlag 207 anliegt.
Die Büchse 206 arbeitet mit einem ortsfest schwenkbar gelagerten Hebel 208 zusammen,
der für die Verschwenkung des Kl!emnmbügels 210 um das ortsfeste Lager 209 dient.
Mittels des Klemmbügels 210 kann das Ende des Zeigers 170 gegen den ortsfesten Anschlagbügel
212 .gedrückt und damit festgeklemmt werden.
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Die Bedienung der geschilderten Kamera geht in folgender Weise vor
sich: Beim Einlegen eines neuen Films überzeugt man sich an Hand der Skala 42 und
der
Marke 44, ob die Kamera entsprechend dem verwendeten Filmmaterial eingestellt ist.
Gegebenenfalls wird nach Drücken des Betätigungsknopfes 47 der Eingriff der Klinke
46 mit einer .der Rasten 48 gelöst und die Relativlage der Ringe 22 und 40 in geeigneter
Weise verändert. Nach Loslassen. des Knopfes 47 sichert die Klinke 46 die Relativlage
der beiden Ringe gegen unbeabsichtigte Verstellung.
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Für die weitere Schilderung der Handhabung der Kamera sei zunächst
angenommen, daß sich die Getriebeteile in der in Fig. 1 gezeigten Stellung befinden,
die einem Zustand der Kamera entspricht, bei dem sowohl der Einstellmechanismus
als auch der Antriebsmechanismus für :die Verschlußsektoren ablaufen ist. Über die
Welle 30 und die Mitnehmerscheibe 32 erfolgt zunächst in üblicher Weise das Aufziehen
des Hauptantriebs für die Verschlußsektoren. Gleichzeitig damit wind über die Zahnräder
31 die .Spannscheibe 34. ,entgegen ,dem Uhrzeigersinne verdreht und die Feder gespannt.
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Der Aufzugsbewegung der Welle 30 steht die hin-und herbewegte Unruh
39 nicht hemmend im Wege, da die Aufzugsbewegung verhältnismäßig langsam vor sich
geht. Im Verlauf seiner Bewegung gerät .der Spannring 34 mit seinem Nocken 36 in
Eingriff mit dem Mitnehmerbügel 106 des Anschlaggliedes 100a, das sich noch in einer
Stellung befindet, die den Bedingungen der vorangegangenen Aufnahme entspricht.
Das Antschlagglied setzt sich dabei ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinne in Bewegung.
Falls nicht zufällig von der vorhergehenden Aufnahme her die Blende voll geöffnet
ist, folgt auch das Belichtun:gswertsteuergliead 64 über den Stift 66 und die Nase
102 ,dem Anschlagglied. Dies geschieht unter Wirkung der Feder 80, die auf den Blendenring
70 und weiter über das Ritzel 60 auf das Steuerglied 64 ein Drehmoment entgegen
dem Uhrzeigersinne ausfbt. Der Umkehrring 56 bewegt sich dabei nicht, da er über
das Getriebe 50 bis 54, 41, 46, 48 mit dem verrasteten Zeitstellring im Eingriff
ist. Sobald die Glieder 64, 70 so weit verstellt sind, daß die Blende voll geöffnet
ist, wird der Ring 70 durch nicht dargestellte Mittel an weiterer Bewegung gehindert,
und infolgedessen wird auch das Belichtungswertsteuerglied 64 angehalten; der Eingriff
zwischen dem Mitneh:merstift 66 und der Nase 102 löst sich, da das Anschlagglied
sich weiterdreht.
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Im Verlauf der Bewegung des Anschlaggliedes 100a von der in Fig. 1
gezeigten Stellung aus erfolgt auch eine Mitnahme des Kurvenringes 142 über den
Bügel 106 und den Vorsprung 143. Während sich auf diese Weise der Kurvenring entgegen
dem Uhrzeigersinne in Bewegung setzt, verdreht seich auch über das Getriebe 144
bis 150 das Abtastorgan 152 entgegen dem Uhrzeigersinn.e. Der abgewinkelte Teil
154 desselben löst sich dabei von dem Zeiger 170 des Belichtungsmes:serinstruments.
Die Bewegung .des Kurvenringes und des Anschlaggliedes ist beendet, sobald der Vorsprung
37 des Spannringes 34 von der durch die Feder 221 belasteten Klinke 222 erfaßt
und damit verrastet wird. In -dieser Stellung des Spannringes ist das Abtastorgan
aus dem Bereich der Kanalführung 176 nach links verschwenkt.
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Der Zeiger 170 stellt sich entsprechend der Objekthell.igkeitein.
Mittels -dier Skala 23 und der Marke 25 läßt sich der Zeitstellring 22 auf eine
Belichtungszeit einstellen, die für die Aufnahme günstig erscheint. Gleichzeitig
mit der Einstellung des Zeitstellringes 22 erfolgt über -das Getriebe 41, 50, 52,
182 eine Einstellung der Skalenscheibe 180 mit der darauf befindlichen Blendenskala.
Durch das Fenster 2 wird vom Teil 172 des Instrumentenzeigers über die Kanalführung
176 an der Skalenscheibe 180 ein Biendenwert angezeigt, der der Objekthelligkeit
und der Zeitvorwahl sowie der Filmempfindlichkeit entspricht.
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Die Auslösung der Kamera zwecks Aufnahme geht wie folgt vor sich:
Beim Drücken des Knopfes 200 erfolgt eine Verstellung der Büchse 206 über die Druckfeder
204 nach unten und damit eine Verschw,enkung dies Winkels 208 und weiter eine Verschwenkun:g
des Bügels 210 um die Achse 209 im Uhrzei:gersinne. Der Klemmbüge1210 drückt dabei
t?en Zeiger 170 fest gegen den ortsfesten Anschlag 212, so daß dieser sich nicht
mehr bewegen kann. Wegen der Nachgiebigkeit der Feder 204 ist es möglich, den Auslöseknopf
200 weiterzudrücken, wobei die Klinke 222 entgegen der Kraft .der Feder 221 v.erschwenkt
und der Spannring 34 losgelassen wird. Unter Einwirkung des Hemmankers 39 läuft
dieser verlangsamt im Uhrzeigersinne ab, wobei sich die Feder 38 entspannt. Das
Anschlagglied 100a macht die Bewegung des Spannringes 34 im Uhrzei@gersinne mit.
Dabei liegt der Bügel 106 an dem Vorsprung 36 an. Unter der Wirkung der Feder 156
folgt auch der Kurvenring 142 .dieser Bewegung, wobei die Nase 143 am Bügel
106 anliegt. Mit der Bewegung des Kurvenringes 142 isst über die Stellkurve
140a eine Verschwenkung der Sperrklinke 120 a und des Sperrstiftes 126a im Uhrzeigersinne
verbunden.
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Das Anschlagglied 100a nimmt über die Nase 102 und den Stift 66 das
Belichtungswertsteuerglied 64 mit von einer Stelle :ab, -die dem Vorwahlwert des
Zeitstellringes 22 entspricht. Dabei wird der Blendenring 70 im Uhrzeigersinne entgegen
der Kraft der Feder 80 verdreht, wobei .sich die Blendenöffnung verkleinert. Schließlich
schlägtdasabgewinkelteEnde 154 des Abtastorgans am festgeklemmten Zeiger 170 an.
Dadurch wird sowohl die Kurvenscheibe angehalten, als auch die Schwenkbewegung der
Sperrklinke 120a beendet. Der Spannring 34 läuft zusammen mit dem Anschlagglied
100a weiter im Uhrzeigersinne ab, bis dieses über die Steuerkurve 112 mit der Sperrklinke
120 in Eingriff gerät und dadurch angehalten wird. Mit dem Anhalten des Anschla-ggliedels
ist auch ein Anhalten .des Belichtungswertsteuergliedes 64 und des Blendenringes
70 verbunden. Die Blende ist dadurch entsprechend dem Ausschlag des Belichtungsmessers
eingestellt worden. Der Spannring 34 läuft allein weiter und bewirkt im letzten
Teil seiner Bewegung über die Scheibe 32 das Auslösen des Öffnungs- und Schließmechanismus
für die V erschlußsektoren, wobei der Filmstreifen belichtet wird. Nach Beendigung
der Belichtung befinden sich die Getriebeglieder wieder in der in Fig. 1 gezeigten
Ausgangslage.
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Durch die gezeigte Anordnung sind Beschädigungen des Belichtungsmesserinstruments
während des automatischen Einstellvorgangesdes Blendenringes 70 weitgehend vermieden.
Beim Anhalten des Anschlagglieadies 100a durch die Sperrklinke 120a und Sperrstift
126a wird die dabei auftretende Kraft vom ortsfesten Lager 122 aufgefangen. Nur
ein geringfügiger Teil dieser Kraft wird über die Stange 126 auf den Kurvenring
142 übertragen, der aber über den Steuerschlitz 140 im wesentlichen nur durch eine
Kraft in Richtung senkrecht zur optischen Achse belastet wird, so daß praktisch
kein Drehmoment über das Getriebe 144 bis 150 auf das Abtastorgan 152 und damit
auf den Zeiger 170 des Instruments ausgeübt wird.
Die Anordnung
ist so getroffen, daß auch .durch die Voreinstellung der Zeit keine Beschädigung
des Instruments erfolgen kann: Es ist dabei gleichgültig, ob die Voreinstellung
der Zeit am Ring 22 vor dem Spannen oder nach dem Spannen der Kamera erfolgt,
und außerdem, in welchem Drehsinn die Verstellung des Ringes 22 vorgenommen
wird. Daß durch die Ver--;tellung es Ringes 22 kein Einfluß auf die Abtastautomatik
ausgeübt wird, ergibt sich leicht aus 1@ ig. 1. Wird nämlich in :der dort gezeigten
Stellung der Getriebeglieder das Belichtungswertsteuerglied 64 im Uhrzeigersinne
verdreht, so wird hierdurch kein Einfluß auf das Anschlagglied 100a und die anschtießenden
Getriebeteile ausgeübt. Verdreht man den Steuerring 64 dagegen entgegen dem
Uhrzei,gersinne, .so wird über Stift 66 und Nase 102 auch das Anschlagglied 100a
im gleichen Sinne verdreht; dabei lest sich der Eingriff zwischen der Steuerkurve112
und der Sperrklinke 120.
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Bei der erfindungsgemäßen Bauart der Ei.nstellautomatik ist der Träger
142 der Stellkurve 140a als letztes Glied an der Verschlußeinheit angebracht, so
daß er das Bindeglied zwischen Verschluß und 1Lamera bildet. Er ist dadurch leicht
zugänglich und "e"ehenenfalls auswechselbar, um beim Zusammenbau die Lage der Stell-kurve
ohne Schwierigkeiten gegenüber der Belichtungsmesserausrüstung justieren zu können.
Der Träger selbst ist außerdem als ein zur optischen Achse koaxialer, vom Meßwerk
unabhängig gelagerter Ring ausgebildet. Auf diese Weise wird eine stabile Lagerung
desselben gewährleistet, die auch stärkere, von den Anschlaggliedern 100a, 120a
herrührende Kräfte ohne Beeinträchtigung des empfindlichen Meßwerkes aufnehmen kann.
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Wenn sich der Zeiger 170 auf einen Wert außerhalb der auf der
Scheibe 180 angeordneten Blendenskala einstellt, so ist dies ein Zeichen
dafür, daß der Objekthelligkeit und der vorgewählten Zeit, :entweder eine zu große
oder eine zu. kleine Blendenöffnung entsprechen würde, auf die .die Kamera nicht
mehr einstellbar ist. Normalerweise wird dann der Zeitstellring so eingestellt,
daß der Zeiger 170 wieder in den Bereich der Blendenskala gerät. In einer
besonderen Ausführungsform der Erfindung kann .dafür gesorgt «-erden, daß der Film
auch ohne Nachstellen der Zeit von Hand richtig belichtet wird. Dies geschieht dadurch,
daß die Verrastung des Zeitstellringes leichtgängig gemacht wird so daß sie durch,die
Feder 104
überwunden werden kann. Im Verlauf des automatischen Einstellvorganges
erfolgt in diesem Fall nicht nur eine Veränderung der Blendenöffnung bis auf den
11--leinstwert, sondern es wird außerdem nach Anhalten des Blendenringes 70 über
das Getriebe 56, 54, 52, 50 und 41 der Zeitstellring 22 aus seiner voreingestellten
Lage in eine andere, den Aufnahmedaten entspreclict-i::de Stellung gedreht.
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Um die geschilderte Kamera auch für Blitzlichtaufnahmen geeignet zu
machen, ist die folgende, in Fig.3 biss dargestellteZusatzeinrichtungvorgesehen:
Zwischen der Skalenscheibe 180 und der Wand des Kameragehäuses 1, die das
Fenster 2 trägt, befindet sich eine zusätzliche Schaltscheibe 300. Diese
ist koaxial zur Skalenscheibe 180 drehbar im Kameragehäuse gelagert. Sie
besitzt einen aus .diesem Gehäuse ragenden Griff 302. Dadurch kann eine am Umfang
der Scheibe angebrachte Marke 306 in den Bereich der Blendenskala geschwenkt
werden. An ,der zusätzlichen Scheibe 300 ist ein Stift 308 befestigt, der bei geeigneter
Drehstellung der Scheibe in den Schwenkbereich des Abtastorgans 152 ragt. Dieser
Stift dient i bei Blitzlichtaufnahmen als Anhalteanschlag für das aus der Spannstellung
ablaufende Abtastorgan. In der Scheibe 300 ist weiterhin :ein Steuerschlitz
310 angebracht, in dem der Stift 322 eines um die ortsfeste Achse 324 schwenkbaren
Bügels 320 geführt ist. Das abgewinkelte Ende 326 dieses Bügels ragt bei geeigneter
Stellung desselben in den Schwenkbereich des Instrumentenzeigers 170 und
dient zur Abschwenkung desselben aus dem Bereich des Abtastorgans 152
bei
Blitzlichtaufnahmen.
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Die zusätzliche Einrichtung arbeitet auf folgende Weise: Bei der in
Fig. 3 gezeigten Stellung A der Schaltscheübe 300 ist die Kamera auf Automat-Einstellung
gestellt. Die Marke 306 befindet sich außerhalb des Fensters 2, der Stift 308 außerhalb
des Schwenkbereichs des Ab:tastorgans 152, und ebenso befindet sich das abgewinkelte
Ende 326 des Bügels 320 außerhalb ,des Weges des Zeigers
170, so daßdieser eine der Helligkeit entsprechende Stellung einnehmen kann.
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Falls die Voreinstellung einer gewünschten Blendenöffnung, z. B. bei
Blitzlichtaufnahmen, gewünscht wird, ist die Schaltscheibe 300 mittels des Griffes
302 im Uhrzeigersinne so weit zu schwenken, bis die Marke 306 auf den gewünschten
Blendenwert zeigt. In Fig. 4 steht die Marke 306 beispielsweise der Blendenzahl
5,6 gegenüber. Über die Stift-Schlitz-Verbindung 310, 322 wird durch die Verdrehung
der Scheibe 300 zugleich der Bügel 320 .entgegen dem Uhrzeigersinne bis in die gezeigte
Stellung v erschwenkt. Dadurch wird über das abgewinkelte Ende 326 Jer Zeiger 170
:des Instruments so weit nach links verschwenkt, daß :er im Fenster 2 nicht
mehr sichtbar ist. In der in der Fig. 4 gezeigten Stellung der Scheibe 300 befindet
sich nun der Stift 308 im Schwenkbereich des Abtastorgans 152. Bei der Auslösung
:der Kamera schlägt demzufolge das aus der Spannstellung unter Wirkung der Feder
156 ablaufende Abtastorgan 152 von rechts kommend an den Stift
308 an und wird dadurch in der der gewünschten Blendenöffnung .entsprechenden
Stellung angehalten. Alle übrigen Einstellvorgänge der in Fig. 1 gezeigten Getriebeglieder
verlaufen, wie bei der Schilderung :des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung
beschrieben.
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Bei der Zusatzeinrichtung gemäß Fig.3 bis 5 ist es notwendig, daß
vor Umstellung der Kamera auf Blitzlichtaufnahmen die Einstellautomatik in Spannstellung
versetzt wird, sonst besteht nämlich die Gefahr, daß bei Verdrehung der Scheibe
300 im Uhrzeigersinne der an ihr angebrachte Stift 308 an dem Abtasto,rgan
152 anschlägt, da dieses sich noch in der Stellung befindet, die den Bedingungen
der vorangegangenen Aufnahme entspricht. Die Marke 306 ist also unter Umständen
nicht auf die gewünschte Blendenzahl einstellbar. Um die Umstellung der Kamera unabhängig
:davon zu machen, ob sich die Einstellautotmatik im gespannten oder entspannten
Zustand befinidet, wird der Stift 308 nicht starr an der Scheibe befestigt, :sondern
an dieser entgegen der Kraft einer Feder verstellbar angeordnet. Dies kann beispielsweise
so erfolgen, daß der Stift :entlang einem in der Scheibe 300 angebrachten
und koaxial zu ihr verlaufenden Schlitz verstellbar angeordnet ist und daß an dem
Stift eine Feder angreift, die ihn an das eine Ende -des Schlitzes zu ziehen sucht.
Schlägt nun während des Umstellvorganges :der Kamera der Stift 308 an :dem Abtastorgan
152 an, so behindert dies die weitere Verstellung der Scheibe 300 nicht,
da sich der Stift 308 entlang des Schlitzes verschieben kann-
Erst
beim Spannvorgang,der Einstellautomatik zieht ihn die Feder an das Ende des Schlitzes,
wobei er die für den Abtastvorgang wirksame. Stellung, beispielsweise wie in Fig.
4 einnimmt.
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Bei der Konstruktion nach Fig.3 bis 5 ist angenommen, daß im Gegensatz
zur Konstruktion nach F ig. 1 und 2, beim Belichtungsmess.erinstrument die Ausschläge
des Zeigers proportional zu den von -diesem angezeigten Belichtungswerten sind,
d. h. also, daß keine Kanalführung notwendig ist. Ist jedoch kein derartig kompensiertes
Meßinstrum@ent verwendet,-sowird die Marke 306 an der Scheibe 300 derart arngebracht,
daß sie, abweichend von der Darstellung nach Fig. 3 und 4, bei Verdrehung der Scheibe
300 entlang der oberen Kante 173 des Trägers 174 der Kanalführung verstellbar ist.
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Es sei noch abschließend erwähnt, daß zur Erreichung einer sicher
arbeitenden und einfach aufgebauten Einstellautomatik nicht zugleich alle im Rahmen
der vorliegenden Erfindung offenbarten Merkmale an der Kamera verwendet werden müssen.
Außerdem läßt sich die Erfindung auch bei anderen als beschriebenen Kameras und
-mit anderen baulichen Mitteln verwirklichen. Es könnte beispielsweise nicht -der
Zeitsteller, sondern statt dessen der Blendensteller in einer Vorwahlsteltung vernastbar
und mit Griffmitteln versehen sein. Bei dieser Ausführung kann die Blende voreingestellt
werden, und beim Ablauf der Automatik stellt sich der Zeitsteller von selbst ein.
Auch eine wahlweise Voreinstellung von Zeit oder Blende ist möglich, indem eine
an sich bekannte Schalteinrichtung vorgesehen wird, mit deren Hilfe entweder der
Blendensteller oder der Zeitsteller verrastbar ist.