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DE1103926B - Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs- und Dehydrierungskatalysatoren fuer organische Verbindungen - Google Patents

Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs- und Dehydrierungskatalysatoren fuer organische Verbindungen

Info

Publication number
DE1103926B
DE1103926B DEN14498A DEN0014498A DE1103926B DE 1103926 B DE1103926 B DE 1103926B DE N14498 A DEN14498 A DE N14498A DE N0014498 A DEN0014498 A DE N0014498A DE 1103926 B DE1103926 B DE 1103926B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
regeneration
nitrate
hydrogenation
nitric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN14498A
Other languages
English (en)
Inventor
Claude Flamion
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1103926B publication Critical patent/DE1103926B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/90Regeneration or reactivation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/90Regeneration or reactivation
    • B01J23/94Regeneration or reactivation of catalysts comprising metals, oxides or hydroxides of the iron group metals or copper

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs-und Dehydrierungskatalysatoren für organische Verbindungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs- und Dehydrierungskatalysatoren, die ein oder mehrere Schwermetalle entweder als solche oder in Form ihrer Oxyde oder ihrer Salze oder deren Gemischen auf einem inerten Träger enthalten.
  • Katalysatoren dieser Art sind bekannt und werden in der organischen Chemie bei Verfahren zur Hydrierung oder Dehydrierung organischer Verbindungen, z. B. bei der Hydrierung von Alkenen zu Alkanen oder von ungesättigten Carbonylverbindungen zu gesättigten Carbonylverbindungen, verwendet. Zu der letztgenannten Gruppe von Reaktionen gehört z. B. die Herstellung gesättigter Ketone aus a,4-ungesättigten Ketonen, wie die Herstellung von Methylisobutylketon aus Mesithyloxyd.
  • Die verwendeten Katalysatoren enthalten ein oder mehrere Metalle aus der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, wie Fe, Co, Ni, Pd, Pt, Rh, Cr, Mo, W u. a., wie Cu und Ag. Im allgemeinen werden die Metalle nicht in reinem Zustand, sondern vermischt mit Oxyden oder auch auf inerten Trägern, wie Majolika, Siliciumdioxyd, Aluminiumoxyd, Diatji6meenerde, Siliciumcarbiden oder Bimsstein, angewandt.
  • Es können auch gemischte Katalysatoren, d. h. Katalysatoren, die zwei oder mehr Metalle der obengenannten Gruppen enthalten, mit Vorteil verwendet werden.
  • Obwohl bei den vorstehend angegebenen Reaktionen die Katalysatoren ziemlich lange wirksam bleiben, werden sie doch infolge des Niederschlagens von Verunreinigungen und bzw. oder von kohlenstoffhaltigem Material auf der aktiven Oberfläche und bzw. oder in den Poren des Trägers unvermeidlich entaktiviert. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist es notwendig, den Katalysator von Zeit zu Zeit zu regenerieren, wofür bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden sind. Die USA.-Patentschriften 2 605 235 und 2 585 033 beschrieben Verfahren, nach welchen der Katalysator zunächst geröstet wird, um das kohlenstoffhaltige Material auszubrennen, dann gemahlen und mit 40- bis 700/oiger Salpetersäure digeriert wird, bis ein dicker Schlamm entsteht, der getrocknet und dann zur Zersetzung des gebildeten Nitrates auf höhere Temperaturen erhitzt wird. Der Katalysator wird dann gemahlen und aktiviert.
  • Fast das gleiche Verfahren ist in der USA.-Patentschrift 2 381 659 beschrieben, welche zwei Röstvorgänge vorsieht, die durch eine Behandlung mit Salpetersäure, welche gelöste Nitrate enthält, voneinander getrennt sind.
  • Zusammenfassend kann für alle diese Arbeitsweisen gesagt werden, daß sie folgende Arbeitsstufen umfassen: Rösten des Katalysators, Behandeln mit einem Gemisch aus Salpetersäure und dem entsprechenden Nitrat, um Verluste an Katalysatormetall zu vermeiden, und Aktivierung.
  • Obwohl diese Verfahren den Katalysator für die durchzuführende Reaktion in ausreichendem Maße aktivieren, haben sie doch gewisse Nachteile. Es ist z. B. insbesondere bei der Herstellung von gesättigten Carbonylverbindungen aus den entsprechenden ungesättigten Verbindungen festgestellt worden, daß die Aktivität des Katalysator nach mehrfachem Regenerieren rasch abnimmt, obwohl sich sein Metallgehalt bei jedem Regenerieren erhöht, was natürlich sehr unwirtschaftlich ist.
  • Es ist nun gefunden worden, daß dieser schwerwiegende Nachteil der Tatsache zuzuschreiben ist, daß der Katalysatorträger beim Rösten sintert, so daß seine Poren bei aufeinanderfolgenden Regenerationen im fortschreitenden Maße verstopft werden.
  • Obwohl es im allgemeinen für erforderlich gehalten worden ist, daß der Katalysator vor der Behandlung mit Salpetersäure geröstet werden muß, ist nun gefunden worden, daß man den Katalysator ohne jedes vorhergehende Rösten durch eine Behandlung mit mindestens 3ûgewichtsprozentiger Salpetersäure regenerieren kann, auf welche erforderlichenfalls- noch eine Behandlung des Restkatalysators mit einer wäßrigen Lösung erfolgt, die das Nitrat des im Katalysator enthaltenen Metalls gelöst enthält und vorzugsweise mit Salpetersäure angesäuert ist, worauf man den die Ratalysatormetallnitrate enthaltenden regenerierten Ra-Katalysator trocknet und ihn gegebenenfalls vor seiner Verwendung reduziert.
  • Dieses neue, einfache und wirtschaftliche Regenerierungsverfahren ergibt überraschende Vorteile: 1. Der so regenerierte Katalysator zeigt eine hohe Aktivität, da seine Poren offen bleiben und somit eine große innere katalytische Oberfläche auch nach einer beträchtlichen Zahl aufeinanderfolgender Regenerationen erhalten bleibt; 2. Sparsamkeit im Verbrauch des teuren Metalls; 3. kein Verbrauch von oxydierendem Gas, wie es früher zum Rösten erforderlich war.
  • Außerdem ist gefunden worden, daß es nach der vorliegenden Arbeitsweise nicht nur möglich ist, die kohlenstoffhaltigen Verunreinigungen, sondern auch die schwefelhaltigen Verunreinigungen zu entfernen.
  • Bei der katalytischen Hydrierung kann die Gegenwart größerer Schwefelmengen sich sehr schädlich auswirken, wie z. B. in der USA.-Patentschrift 2 381 659 besdrieben ist, die auch lehrt, daß das Rösten des vcrhrauchten Katalysators unbedingt erforderlich ist, um eine Anreicherung von Schwefel im regenerierten Katalysator zu vermeiden.
  • Es ist auch schon empfohlen worden, die bei der Benzinsynthese aus Kohlenmonoxyd und Wasserstoff verwendeten verbrauchten Kobalt-Katalysatoren ohne vorheriges Rösten aufzuarbeiten, wobei das auf dem Träger niedergeschlagene Metall unter Verwendung einer sehr schwachen Salpetersäurelösung mit einer Konzentration von nicht mehr als 59/o an freier Säure, die gegebenenfalls auch Kobaltnitrat enthalten kann, vollständig aufgelöst, di Kobaltnitratlösung vom Träger abfiltriert und zwecks Abscheidung von Paraffinrückständen und anderen organischen Verunreinigungen abgekühlt wird, worauf man einen Teil der so gereinigten Nitratlösung zur Herstellung eines frischen Katalysators verwendet, indem man das abfiltrierte und ausgewaschene Trägermaterial mit der Lösung tränkt.
  • In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß weder der Träger noch die Kobaltnitratlösung auf diese Weise einwandfrei von organischen Verunreinigungen befreit werden können, zumal die Filtration der durch den 5 äureaufschluß erhaltenen Nitratlösung auf Schwierigkeiten stößt. Zur Behebung dieser Übelstände ist eine abgeänderte Arbeitsweise bekanntgeworden, gemäß welder der verbrauchte Katalysator vor dem Auflösen in Säure und Wiederausfällen der katalytisch wifl:samen Metalle bei Temperaturen oberhalb 300 bis 400 C mit Inertgasen, wie Stickstoff, Rohlendioxyd, Wasserdampf oder deren Gemische behandelt wird.
  • Um die Schwierigkeiten zu umgehen, welche sich bei der Wiederverwendung solcher durch Auflösung des Katalysatormetalls erhaltenen Nitratlösungen ergeben, ist auch schon eine Vorreinigung dieser Lösung beschrieben worden, wobei störende Fremdstoffe durch eine Vorfällung mit basischen Verbindungen entfernt werden und dann erst die Ausfällung der katalytisch wirksamen Metalle in Gegenwart von frischem Trägermaterial vorgenommen wird.
  • Diese zusätzlichen Verfahrensstufen sind jedoch durch das erfindungsgemäße Verfahren überflüssig ge- worden, so daß die bei der Behandlung mit der konzentrierten Salpetersäure erhaltene Metallsalzlösung sofort zur Imprägnierung des Restkatalysators weiter verwendet werden kann.
  • Die besten Ergebnisse sind bei der Anwendung des vorliegenden Verfahrens auf die Regenerierung des Katalysators, der bei der Herstellung von Methylisobutylketon aus Mesithyloxyd und Wasserstoff verwendet wird, erzielt werden. Bei diesem Verfahren wird ein Katalysator verwendet, der Nickel und gegelrenenfalls Nickeloxyd auf einen Majolikaträger enthält.
  • Die Regenerierung wird im allgemeinen mit einer mehr als 30gewichtsprozentigen, vorzugsweise 40 bis 60gewichtsprozentigen Salpetersäure bei einer Temperatur von 80 bis 1200 C durchgeführt.
  • Die gegebenenfalls anzuwendende Behandlung mit der Nitrat oder Nitrate enthaltenden wäßrigen Lösung wird vorzugsweise bei der gleichen Temperatur und besonders zweckmäßig mit einer salpetersauren Lösung durchgeführt, deren Konzentration an Metall bzw. Metallen in der Form von Nitrat von 5 bis 20 Gewichtsprozent beträgt und die außerdem 40 bis 60 Gewichtsprozent Salpetersäure enthält.
  • Bei der Behandlung des Katalysators mit der gegebenenfalls Nitrat oder Nitrate enthaltenden Lösung werden bevorzugt Lösungen von Nitrat bzw. Nitraten verwendet, die bei der vorausgehenden Behandlung des verbrauchten Katalysators mit Salpetersäure erhalten worden sind und je nach Bedarf entweder als solche oder verdünnt mit Wasser oder gegebenenfalls durch Zusetzen von Metallnitrat bzw. -nitraten konzentriert worden sind.
  • Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung wird im allgemeinen ein Katalysator erhalten, der Katalysatormetalle als Nitrate enthält. Erforderlichenfalls können die Nitrate in Oxyde übergeführt werden, bevor der regenerierte Katalysator wieder verwendet wird. Es ist jedoch auch möglich, die Nitrate im Reaktionsgefäß selbst in Oxyde und bzw. oder Metalle überzuführen.
  • Das Verfahren wird durch das folgende Beispiel näher erläutert.
  • Beispiel Ein auf Majolikaträgern niedergeschlagener Nickelkatalysator wurde zur Hydrierung von Mesithyloxyd zu Methylisobutylketon verwendet. Nach Erzeugung von 340 t dieses Ketons in 750 Stunden wurde der Katalysator in der folgenden Weise regeneriert: Er wurde in einem Autoklav bei 100 C 1 Stunde bei Atmosphärendruck mit 25(Eg 52gewichtsprozentiger Salpetersäure je Kilogramm verbrauchtem Katalysator behandelt. Die hierbei entstehende Mutterlauge, die nach Einwirkung auf den Katalysator 10 Gewichtsprozent Nickel als Nitrat enthielt, wurde durch Zugeben von Nickelnitrat auf eine Konzentration von 15 Gewichtsprozent gebraucht, und der behandelte Katalysator wurde mit dieser Lösung 30 Minuten bei etwa 1000 C erneut imprägniert.
  • Nach dieser Wiederimprägnierung enthielt der Träger 4,2 O/o Nickel als Nitrat. Nach dem Trocknen an der Luft bei etwa 600 C wurde das Hydrierungsgefäß mit diesem Katalysator beschickt und dieser dann in einem Wasserstoffstrom allmählich auf 2500 C erhitzt, um das Nitrat über das Oxyd zum Metall zu reduzieren.
  • Mit dem so regenerierten Katalysator wurden dann nach einem Betrieb von 802 Arbeitsstunden 375 t Methyl isobutylketon erzeugt.
  • Analyse des verbrauchten Katalysators vor dem Regenerieren: Ni 3,6 Gewichtsprozent C .............. 0,16 Gewichtsprozent S .............. 0,12 Gewichtsprozent Analyse des Katalysators nach dem Regenerieren: Ni 4,2 Gewichtsprozent C .............. 0,04 Gewichtsprozent S .............. 0,06 Gewichtsprozent P.NTENTANSPPitSCHE 1. Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs- und Dehydrierungskatalysatoren für organischeVerbindungen, die ein oder mehrere Schwermetalle, deren Oxyde oder Salze oder Gemische dieser Stoffe auf einem inerten Träger enthalten, durch Behandlung mit mindestens 30gewichtsprozentiger Salpetersäure bei erhöhter Temperatur und Tränken des Restkatalysators mit einer Nit rate der Katalysatormetalle und gegebenenfalls Salpetersäure enthaltenden wäßrigen Lösung, die gegebenenfalls vor dem Tränken auf die erforderliche Metallsalzkonzentration gebracht wird, dadurch gekennzeiclmet, daß man die obengenannte Behandlung des verbrauchten Katalysators mit Salpetersäure und gegebenenfalls mit der Nitratlösung ohne vorheriges Rösten des verbrauchten Katalysators durchführt, den die Katalysatormetallnitrate enthaltenden regenerierten Katalysator trocknet und ihn gegebenenfalls vor seinerVerwendung reduziert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator Nickel und bzw. oder Oxyde oder Salze des Nickels enthält.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator Nickel und bzw. oder dessen Oxyde oder Salze auf einem Majolikaträger enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 705 311, 717 693, 929305; USA.-Patentschrift Nr. 2 381 659.
DEN14498A 1956-12-28 1957-12-27 Verfahren zum Regenerieren von Hydrierungs- und Dehydrierungskatalysatoren fuer organische Verbindungen Pending DE1103926B (de)

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NL (1) NL106228C (de)

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