DE1102403B - Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem íÀNiederdruckverfahrení - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem íÀNiederdruckverfahreníÂInfo
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Description
DEUTSCHES
Neuerdings sind Verfahren vorgeschlagen oder bekanntgeworden, nach denen Olefine, wie Äthylen und
Propylen, unter relativ milden Bedingungen (d. h. ohne Anwendung hoher Drucke oder Temperaturen)
zu hochmolekularen Stoffen polymerisiert werden können. Diese Verfahren werden als Niederdruckpolymerisationsverfahren
für Olefine bezeichnet. Polymerisationskatalysatoren und einige zweckmäßige Arbeitsweisen sind der deutschen Patentschrift 973 626
und den deutschen Auslegeschriften 1004 810, 1008 916,
1 012 460, 1 016 022, 1 016 023 und 1 046 319 zu entnehmen.
Nach der deutschen Patentschrift 973 626 werden als Katalysatoren Alumniumtrialkyle zusammen mit
Verbindungen der Metalle der Gruppe IV bis VI des Periodischen Systems mit Ordnungszahlen von 22 bis
74 verwendet. In der deutschen Auslegeschrift 1 004 810 sind dieselben Katalysatorkomponenten genannt.
Nach der deutschen Auslegeschrift 1 008 916 werden Thorium- und Uranverbindungen als Schwermetallverbindungen
eingesetzt. Bei dem Verfahren nach der deutschen Auslegeschrift 1 012 460 sind die
Schwermetallverbindungen dieselben wie bei den Verfahren der vorstehend genannten Auslegeschriften,
und die aluminiumorganischen Verbindungen sind als RAIX2 definiert, wobei R Wasserstoff oder einen
Kohlenwasserstoff, X einen beliebigen anderen Substituenten, darunter auch Wasserstoff oder einen
Kohlenwasserstoffrest bedeuten, vorzugsweise Dialkyl- bzw. Diaryl-Aluminiummonohalogenid.
In der deutschen Auslegeschrift 1 016 022 wird zum Ausdruck gebracht, daß neben den in den vorstehenden
Auslegeschriften verwendeten Schwermetallverbindungen die aluminiumorganischen Verbindungen
durch magnesium- und zinkorganische Verbindungen ersetzt sind oder mit diesen Verbindungen zusammen
benutzt werden können.
Ferner ist in der deutschen Auslegeschrift 1 046 319 dargelegt, daß man Katalysatoren, die aus Aluminiumverbindungen
der Formel R2AlHaI, worin R einen
Kohlenwasserstoffrest und Hai Halogen bedeutet und Verbindungen der Metalle der VIII. Gruppe oder des
Mangans erhalten wurden, unter Bedingungen benutzen kann, unter denen die Metallverbindungen
nicht ionisieren. Schließlich ist in der deutsche Auslegeschrift 1 016 023 beschrieben, daß auch Verbindungen
der Formel R2AlX als aluminiumorganische Katalysatorenkomponente benutzt werden können, in
denen R gleich Wasserstoff ist oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet und X den Rest eines sekundären
Amins, eines sekundären Säureamids, Merkaptans, Thiophenols oder einer Carbonsäure oder Sulfonsäure
bedeutet.
Danach wird Äthylen kontinuierlich bei Normal-
Verfahren zur Polymerisation
und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem »Niederdruckverfahren«
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dipl.-Chem. Dr. Stefan Müllner, Frankfurt/M.-Höchst,
Dipl.-Chem. Dr. Werner Grundmann,
Hofheim (Taunus),
Dipl.-Chem. Dr. Friedrich Erbe,
Dipl.-Chem. Dr. Friedrich Erbe,
Frankfurt/M.-Griesheim,
und Dipl.-Chem. Dr. Gerhard Bier,
und Dipl.-Chem. Dr. Gerhard Bier,
Frankfurt/M.-Höchst,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
druck in ein Dispergiermittel, das den Katalysator enthält, eingeleitet, wobei die gewünschte Polymerisation
stattfindet (Eingasverfahren). In den Beispielen der genannten Veröffentlichungen werden als Dispergiermittel
z.B. Pentan, Hexan, Paraffin liqu., hydriertes Fischer-Tropsch-Dieselöl, aromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Benzol, Toluol, Xylol, hydroaromatische Kohlenwasserstoffe, wie Tetrahydronaphthalin,
cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Methylcyclohexan, Äther, cyclische Äther, Halogenkohlenwasserstoffe,
angeführt.
Arbeitet man unter Normaldruck nach dem Eingasverfahren vergleichsweise in verschiedenen Kohlenwasserstoffen,
z. B. bei 50 bis 60° C, so stellt man fest, daß in den Kohlenwasserstoffen mit niedrigem
Siedepunkt, z.B. Hexan, Heptan, die Polymerisationsgeschwindigkeit geringer ist als in den höhersiedenden,
z. B. solchen mit einem Siedepunkt über 150° C. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, daß die Löslichkeit
von Äthylen in der Nähe des Siedepunktes eines Dispergiermittels relativ gering ist. Die höhersiedenden
Dispergiermittel scheinen daher zunächst vorteilhaft zu sein. Zuweilen stellt man jedoch fest,
daß die Verwendung von hochsiedendem Dispergiermittel bei der Aufarbeitung und Isolierung des Polymeren
Schwierigkeiten bereitet, da es von dem Polymeren hartnäckig festgehalten wird und durch zusätzliche
Prozesse und großen Energieaufwand entfernt werden muß. Dieser Energieaufwand ist um so höher,
109 530/530
je höher das Dispergiermittel siedet, d. h. vom Standpunkt der Qualität und Aufarbeitung sind niedrigsiedende
Dispergiermittel erwünscht. Vom Standpunkt der Steuerung der stark exothermen Reaktion sind
relativ hohe Polymerisationstemperaturen, z. B. 80 bis
90° C, erwünscht. Es bestehen hier also gegensätzliche Anforderungen von Seiten der Polymerisation
und von seiten der Aufarbeitung.
Aus den ausgelegten Unterlagen des belgischen Patentes 540317 ist es ferner bekannt, Ziegler-Polyäthylen
unter Zuhilfenahme von flüssigen Olefinen als Dispergiermittel herzustellen, wobei ferner auch
gesättigte Kohlenwasserstoffe, die unter den Reaktionsbedingungen verflüssigt werden, zusätzlich angewendet
werden können. Aus den ausgelegten Unterlagen des belgischen Patentes 533 362 ist es bekannt,
Ziegler-Polyäthylen aus Äthylen unter Mitverwendung von gesättigten Kohlenwasserstoffen im Reaktionsmedium herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß man Olefine nach dem »Niederdruckverfahren« dadurch polymerisieren oder "
mischpolymerisieren kann, daß man die Polymerisation bei Drücken über Atmosphärendruck unter
Verwendung oder Mitverwendung solcher gesättigten Kohlenwasserstoffe als Dispergiermittel, die bei
Zimmertemperatur und Normaldruck gasförmig sind, durchführt, wobei die Gasphase im Polymerisationsgefäß mechanisch bewegt und an Kühlflächen vorbeigeführt
und ein erheblicher Teil der Polymerisationswärme im Gasraum abgeleitet wird. Unter »Nieder-
druckverfahren« im Sinne des Schutzbegehrens sind die Verfahren nach der deutschen Patentschrift 973 626
und nach den deutschen Auslegeschriften 1 004 810, 1008 916, 1012 460, 1016 022, 1016 023 und
1046 319 zu verstehen. Unter den Kohlenwasserstoffen, die bei Zimmertemperatur und Normaldruck
gasförmig sind, sind Verbindungen wie Äthan, Propan, Butan, Isobutan oder deren Mischungen mit schon
früher vorgeschlagenen oder bekannten Dispergiermitteln zu verstehen, wobei der Anteil des niedrigsiedenden
Dispergiermittels so bemessen ist, daß bei der gewünschten Arbeitstemperatur der Sättigungsdruck des Niedrigsieders erreicht wird.
Mit der Verwendung dieser Flüssiggase ist eine Reihe von Vorteilen verbunden. So sind diese Kohlen-Wasserstoffe
infolge ihres niedrigen spezifischen Gewichtes als Dispergiermittel erheblich ergiebiger als
höhersiedende Kohlenwasserstoffe. Ferner sind diese niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffe reiner als hochsiedende
Kohlenwasserstoffe, besonders beim Vorliegen technischer Gemische. Die verwendeten Kohlenwasserstoffe
enthalten keine Isomeren, die die Polymerisation negativ beeinflussen. Bei Verwendung der
bekannten technischen Hochsieder ist die Störanfälligkeit (z. B. durch Ausbildung von Doppelbindungen bei
der Destillation oder während der Polymerisation) aus diesem Grunde viel größer. Bei der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde ferner gefunden, daß die bei der thermoplastischen Verarbeitung
vielfach entstehenden unangenehm riechenden Crack- bzw. Oxydationsprodukte minimal sind im
Vergleich zu den Produkten, die in bekannten Hochsiedern hergestellt wurden. Die Aufarbeitung der
Fest-Flüssig-Mischung nach der Polymerisation ist z. B. durch Druckfiltration oder Abdestillieren des
Lösungsmittels, Abpumpen des Dispergiermittels leicht möglich. Das erfindungsgemäße Verfahren hat
den weiteren Vorteil, daß eine zusätzliche Abführung der Polymerisationswärme über die Kesselwand
leichter möglich ist als bei Anwendung der Hochsieder. Dieser Befund hängt vermutlich damit zusammen,
daß die Viskosität der Flüssiggase geringer ist als die Viskosität der Hochsieder.
Arbeitet man ohne mechanische Bewegung der Gasphase, d. h. polymerisiert man Äthylen z. B. unter
Zusatz von Propan und benutzt zur Wärmeabführung einerseits nur die Mantelkühlung des Reaktionsgefäßes
und versucht dann, aus dem aus der Reaktionsmischung verdampften Gasgemisch, das auch Propan
enthält, mittels eines Rückflußkühlers flüssiges Propan abzuscheiden, wobei die Kondensationswärme über
den Kühler abgeführt werden kann, so kommt praktisch kein derartiger Kühleffekt zustande.
Ein ganz besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt demgegenüber darin, daß man einen
erheblichen Teil der Polymerisationswärme über eine Rückflußkühlung abführen kann. In kleinen Apparaten
kann man sehr große Polymerisationsgeschwindigkeiten unter Anwendung der Mantelkühlung erzielen.
Einer beliebigen Vergrößerung unter Beibehaltung der Raum-Zeit-Ausbeute sind jedoch durch die beschränkte
Abführbarkeit der Polymerisationswärme Grenzen gesetzt, da bei der Vergrößerung von Kesseln
üblicher Form die Wandfläche geringer zunimmt als das Volumen. Um einen erheblichen Teil der Polymerisationswärme
über einen Rückflußkühler abführen zu können, sind folgende Punkte zu beachten:
1. Bei Anwendung eines normalen Rückflußkühlers ist die über den Kühler abführbare Wärmemenge
um so größer, je größer der Partialdruck der zu kondensierenden Komponente ist, d. h., man muß
die Bedingungen so einstellen, daß die zu kondensierende Komponente einen erheblichen Anteil
des Druckes der Gasphase innehat, mindestens 20%, zweckmäßig jedoch 40% und mehr.
2. Es muß dafür gesorgt werden, daß sich das Gleichgewicht zwischen flüssiger Phase und Gasplase,
das durch eine bevorzugte Kondensation eines Partners der Gasphase gestört werden
kann, rasch einstellen kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die Gasphase im Polymerisationsgefäßt
mechanisch bewegt wird.
Die Bewegung der Gasphase verhindert, daß Kühlräume entstehen, in denen sich das Gas mit dem
niedrigeren Siedepunkt ansammelt und die dort befindlichen Kühlflächen blockiert. Die Bewegung der
Gasphase kann z. B. durch Einbau eines Propellers erfolgen. Eine elegante Lösung besteht darin, daß man
an die Gasphase einen Gaskreislauf bzw. einen Gas-Flüssigkeits-Kreislauf anschließt. Eine Ausführungsförm
ist durch die Zeichnung skizziert. Hierbei wird das Gas durch einen Ventilator oder Gebläse oder
Kompressor 1 angesaugt und auf der Druckseite durch eine Kühlvorrichtung I1 wie Röhrenkühler, gegeben.
Das hierbei entstehende Gemisch (flüssig oder gas-flüssig) kann wieder in die Gasphase 3 eingeleitet
werden oder kann in die flüssige Phase 4 gegeben werden.
Das Verfahren kommt beispielsweise in Frage für die Polymerisation und Mischpolymerisation von
Äthylen, Propylen, Butylen, Isobutylen, 1-Hexen, 1-Octylen in Äthan, Propan, Butan, wobei obiger
Kreislauf bei den Olefin-Dispergiermittel-Kombinationen
von Vorteil ist, bei denen das Dispergiermittel einen höheren Siedepunkt hat als das Olefin.
Die Polymerisation kann nach dem Eingasverfahren durchgeführt werden, wobei das Monomere unter
Druck in das Reaktionsgefäß geleitet wird, oder es kann auch das gesamte Monomere von vornherein im
Reaktionsgefäß zusammen mit dem Dispergiermittel
vorgelegt sein. Spezielle Verfahren für die Anwendung von Kontakten und die Aufarbeitung von Polymerisaten
sind in der genannten deutschen Patentschrift und in der erwähnten deutschen Auslegeschrift
angegeben.
Beispiel 1
a) Vergleichsversuch
a) Vergleichsversuch
In einem gut isolierten 40-1-Kessel, der mit einem
Rückflußkühler von 0,23 m2 Kühlfläche versehen war, werden 0,11 Mol TiCl4 und 22 1 flüssiges Butan unter
Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft mit Äthylen gesättigt, wobei der Partialdruck des Äthylens nicht
über 0,2 bis 0,3 atü steigen soll. Temperatur des Butans etwa 60° C. Es wird mit in Butan gelöstem
Aluminiumtriäthyl die Polymerisation aktiviert und Äthylen im Maße des Verbrauchs nachgedrückt (400
bis 600 g/Stunde). Das Äthylen enthielt einige Prozent Inertgas, das über ein Ventil auf dem Rückflußkühler
abgelassen wurde. Bei der Abnahme von 100 bis 150 N-L Abgas pro Stunde konnte ein Teil (40%)
der Polymerisationswärme durch das Kühlwasser des Rückflußkühlers abgeführt werden. Die Polymerisationstemperatur
betrug etwa 60° C, und das Kühlwasser hatte eine mittlere Temperatur von 18° C. Die Polymerisationsgeschwindigkeit war 500 g/Stunde,
entsprechend einem Raum-Zeit-LTmsatz von 12,5 kg/m3/
Stunde.
b) Erfindungsgemäßer Versuch
Es wird gearbeitet wie im Vergleichsversuch, wobei jedoch der Partialdruck des Äthylens auf 2 bis 3 atü eingestellt wird. In die Gasphase ist ein Kühlkreislauf mit Gebläse und Kühler von 0,23 m2 Kühlfläche eingebaut. Polymerisationstemperatur und Kühlwasser wie im Vergleichsversuch. Die Polymerisationsgeschwindigkeit kann hierbei auf 2 kg/Stunde Polyäthylen, entsprechend einem Raum-Zeit-Umsatz von ίο 50 kg/m3/Stunde, gesteigert werden.
Es wird gearbeitet wie im Vergleichsversuch, wobei jedoch der Partialdruck des Äthylens auf 2 bis 3 atü eingestellt wird. In die Gasphase ist ein Kühlkreislauf mit Gebläse und Kühler von 0,23 m2 Kühlfläche eingebaut. Polymerisationstemperatur und Kühlwasser wie im Vergleichsversuch. Die Polymerisationsgeschwindigkeit kann hierbei auf 2 kg/Stunde Polyäthylen, entsprechend einem Raum-Zeit-Umsatz von ίο 50 kg/m3/Stunde, gesteigert werden.
Beispiel 2
a) Versuch zur Wärmeabführung
a) Versuch zur Wärmeabführung
In einem 40-1-Druckgefäß, das mit einem Dampfheizmantel,
einem Rührwerk und einem Kühlkreislauf, der aus einem Röhrenkühler von 0,23 m2 Kühlfläche
und einem druckfesten Gasgebläse mit einer Förderleistung von 10 m3/Stunde besteht, ausgerüstet
ist, werden 25 1 technisches Butan auf 50° C erhitzt. Dem Butan werden wechselnde Mengen Äthylen aufgedrückt,
das Gebläse in Gang gesetzt und die an das Kühlwasser des Röhrenkühlers abgegebenen Wärmemengen
durch Messung der Ein- und Ausgangstemperatur sowie der durchgeflossenen Wassermenge bestimmt.
Aus nachfolgender Tabelle ist der Wirkungsgrad des Kühlkreislaufes zu ersehen.
Abgeführte Wärmemengen aus einem Äthylen-Butan-Gemisch bei verschiedenen Partialdrücken des Äthvlens
| Ohne Gebläse | Äthylenpartialdruck | kcal/Stunde | "Vo | ] | Äthylenpartialdruck | Vlit Gebläse | °/o |
| 0,0 | 1740 | 100 | 0,0 | kcal/Stunde | 100 | ||
| 2,5 | 76 | 4 | 2,5 | 2210 | 76 | ||
| 5,0 | 50 | 3 | 5,0 | 1680 | 69 | ||
| 1525 | |||||||
b) Polymerisationsversuch
In der gleichen Vorrichtung und der gleichen Butanmenge wie unter a) wird Äthylen polymerisiert. Es
werden dieselben Katalysatoren wie im Beispiel 1 verwendet, und auch die Zugabe des Katalysators erfolgt
gemäß den dort gemachten Angaben. Die Reaktionstemperatur betrug 50° C. Das Endphasen verhältnis
festes Polyäthylen zu Butan betrug etwa 1:5, und es war mit der geschilderten Einrichtung möglich, die
bei der Polymerisation frei werdende Wärme von ~ 23 kcal/Mol Äthylen ohne Schwierigkeiten über den
Kühlkreislauf abzuführen und die Polymerisationstemperatur konstant zu halten. Das so erhaltene Polyäthylen
zeichnete sich durch besondere Molekulareinheitlichkeit aus.
Claims (4)
1. Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem »Niederdruckverfahren«,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation bei Drucken über Atmosphärendruck
unter Verwendung oder Mitverwendung solcher gesättigten Kohlenwasserstoffe als Dispergiermitel,
die bei Zimmertemperatur und Normaldruck gasförmig sind, durchführt, wobei die Gasphase im Polymerisationsgefäß mechanisch bebewegt
und an Kühlflächen vorbeigeführt und ein erheblicher Teil der Polymerisationswärme im
Gasraum abgeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Partialdruck des verwendeten
gesättigten Kohlenwasserstoffs in der Gasphase mindestens 20%, vorteilhaft 40%, des Gesamtdruckes
beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gasphase mit einem
Kühlkreislauf mit Ventilator oder Gebläse oder Kompressor versieht, der auf der Druckseite gekühlt
ist und auf der Druckseite in die flüssige Phase mündet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man während der Polymerisationsreaktion
das oder die Monomeren kontinuierlieh oder intermittierend in das Polymerisationsgefäß einleitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 912 021;
ausgelegte Unterlagen der belgischen Patente Nr. 533 362, 540 317;
USA.-Patentschrift Nr. 2 414 311.
Deutsche Patentschrift Nr. 912 021;
ausgelegte Unterlagen der belgischen Patente Nr. 533 362, 540 317;
USA.-Patentschrift Nr. 2 414 311.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF19762A DE1102403B (de) | 1956-03-10 | 1956-03-10 | Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem íÀNiederdruckverfahrení |
| GB781957A GB861444A (en) | 1956-03-10 | 1957-03-08 | Process for polymerizing olefins |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF19762A DE1102403B (de) | 1956-03-10 | 1956-03-10 | Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem íÀNiederdruckverfahrení |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1102403B true DE1102403B (de) | 1961-03-16 |
Family
ID=7089437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF19762A Pending DE1102403B (de) | 1956-03-10 | 1956-03-10 | Verfahren zur Polymerisation und Mischpolymerisation von Olefinen nach dem íÀNiederdruckverfahrení |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1102403B (de) |
| GB (1) | GB861444A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2117364A1 (de) * | 1971-04-08 | 1972-10-26 | Badische Anilin & Soda Fabrik AG, 6700 Ludwigshafen | Verfahren zur Abfuhrung der Poly mensationswarme |
| DE2300111A1 (de) * | 1973-01-03 | 1974-07-11 | Basf Ag | Verfahren zur abfuehrung der reaktionswaerme bei der copolymerisation des aethylens in waessriger dispersion |
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| DE912021C (de) * | 1950-12-22 | 1954-05-24 | Standard Oil Dev Co | Verfahren zum fortlaufenden Mischpolymerisieren eines niedrigen aliphatischen Monoolefins mit einem polymerisierbaren, einen aromatischen Kern enthaltenden Monoolefin |
| BE533362A (de) * | 1953-11-17 | 1955-05-16 |
-
1956
- 1956-03-10 DE DEF19762A patent/DE1102403B/de active Pending
-
1957
- 1957-03-08 GB GB781957A patent/GB861444A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB861444A (en) | 1961-02-22 |
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