[go: up one dir, main page]

DE1198811B - Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE1198811B
DE1198811B DEF24041A DEF0024041A DE1198811B DE 1198811 B DE1198811 B DE 1198811B DE F24041 A DEF24041 A DE F24041A DE F0024041 A DEF0024041 A DE F0024041A DE 1198811 B DE1198811 B DE 1198811B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methane
hydrocarbons
stage
pyrolysis
acetylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF24041A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Nikolaus Pechtold
Dr Rudolf Wirtz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF24041A priority Critical patent/DE1198811B/de
Publication of DE1198811B publication Critical patent/DE1198811B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
    • C07C2/76Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by condensation of hydrocarbons with partial elimination of hydrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen Es ist bekannt, Kohlenwasserstoffe mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen dadurch zu spalten, daß man sie, eventuell nach einer gesonderten Vorerhitzung flüssig oder gasförmig in einen Strom heißer Verbrennungsgase einführt und nach einer kurzen Reaktionszeit plötzlich abschreckt. Dabei erhält man als Spaltprodukte hauptsächlich Acetylen, Äthylen und höhere Olefine. Die Verbrennungsgase werden dadurch erhalten, daß man in einer Brennkammer Wasserstoff und/oder eine beliebige kohlenstoffhaltige Verbindung mit Sauerstoff verbrennt und die heißen Gase durch Zugabe von Dampf (im folgenden Sekundärdampf genannt) und/oder Wasserstoff auf die optimale Temperatur abkühlt.
  • Weiterhin sind Spaltverfahren bekannt, bei denen die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe entweder gleichzeitig an verschiedenen Stellen oder an der gleichen Stelle zu verschiedenen Zeiten zugeführt werden. So kann man beispielsweise beim Arbeiten in einem Regenerativofen diesem zunächst schwerer spaltbare Kohlenwasserstoffe und dann mit sinkender Temperatur leichter spaltbare Kohlenwasserstoffe zuführen.
  • Es ist gleichfalls bekannt, schwere Öle in einem Wirbelbett in Äthylen und höhere Olefine zu spalten. Das Reaktionsgemisch wird durch Zusatz von weiterem Öl abgeschreckt, wobei noch zusätzlich Benzine gebildet werden. Nach einem anderen Verfahren werden heiße Verbrennungsgase zuerst durch Zusatz von Kohlenwasserstoffen, die dabei zu kondensierbaren Produkten gecrackt werden, auf 950 bis 1200°C abgekühlt. Anschließend werden weitere Sohlenwasserstoffe zugesetzt, die zu Äthylen und anderen Olefinen gekrackt werden. In allen diesen Fällen entstehen vorwiegend Äthylen und höhere Olefine neben kondensierbaren Produkten. Acetylen tritt dabei höchstens als Nebenprodukt auf.
  • Es ist gleichfalls bekannt, Methan durch Zu mischen zu Trägergasen zu spalten, doch muß die Pyrolyse bei einem höheren Temperaturniveau erfolgen als bei den höheren Kohlenwasserstoffen, was auf Grund der verschiedenen Werte für die freie Energie auch zu erwarten ist. Die Abschreckung kann in diesem Fall mit Wasser oder aromatischen Kohlenwasserstoffen erfolgen. Die Temperatur, bis zu der hinunter noch eine Reaktion stattfindet (Reaktionsendtemperatur), liegt bei den höheren Kohlenwasserstoffen zwischen 700 und 1250C C, und zwar muß sie um so höher sein, je größer die gex ünschte Acetylenausbeute ist. Bei der Pyrolyse von Methan muß diese Temperatur dagegen mindestens 1400 bis 1600"C betragen, wenn man einen einigermaßen hohen Umsatz an Methan erzielen will. Infolgedessen ist die Wärmemenge, die durch das Abschrecken für die chemische Reaktion verlorengeht, bei der Spaltung von Methan höher als bei der Pyrolyse höherer Kohlenwasserstoffe. Da diese Wärmemenge höchstens noch zur Dampferzeugung verwendet werden kann, wirkt sich das hohe Temperaturniveau der Methanpyrolyse nachteilig auf ihre Wirtschaftlichkeit aus.
  • Es ist ebenfalls schon ein Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Olefine enthaltenden Gasgemischen beschrieben, bei dem eine zweistufige Pyrolyse in der Weise durchgeführt wird, daß in hocherhitzten Räudenen oder mittels elektrischer Energie zunächst Kohlenwasserstoffe pyrolysiert und die in den heißen Abgasen noch enthaltene Wärme zur Herstellung weiterer Mengen von Acetylen und Olefinen durch Zugabe von weiteren Kohlenwasserstoffen ausgenutzt wird. Dabei soll eine Steigerung der Ausbeute an ungesättigten Kohlenwasserstoffen um 20°/o bei gleichem Aufwand an Energie erreicht werden. Über die Möglichkeit, eine solche zweistufige Arbeitsweise bei der Trägergaspyrolyse durchzuführen, ist jedoch noch nichts bekannt.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere zur Herstellung von Acetylen und Äthylen, befunden, bei dem man gegebenenfalls vorgeheizte Kohlenwasserstoffe zur Spaltung an mehreren Stellen in einen heißen Wärmeträger einführt und das Reaktionsprodukt anschließend abschreckt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in einer ersten Stufe Methan in heiße Verbrennungsgase von Temperaturen oberhalb 20000 C einführt und nach Beendigung der Pyrolyse den noch mindestens 1200"C heißen Gasen Kohlenwasserstoffe mit 2 oder mehr Kohlenstoffatomen zusetzt, die in einer zweiten Stufe durch die heißen Abgase der Methanpyrolyse während einer Reaktionszeit in der Größenordnung von 10-2 bis 10-3 Sekunden gespalten werden.
  • Auf die erfindungsgemäße Weise kann die Energie bis zu einem Temperaturniveau von 700 bis 1100°C für die thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen in Trägergasen nutzbar gemacht werden, wobei sich in der ersten Stufe bevorzugt Acetylen, in der zweiten Stufe vor allem Äthylen ergibt. Aus den Beispielen der vorliegenden Erfindung ergibt sich, daß in der zweistufigen Pyrolyse bei gleichem Energieeinsatz erheblich mehr ungesättigte Kohlenwasserstoffe produziert werden als in der einstufigen Pyrolyse. In der Tabelle ist diese Zunahme, bezogen auf die Produktion des einstufigen Verfahrens, angegeben:
    Beispiel
    1 2 3 4
    C2H2 . . . . . . . . 159% ' 200/o 230/o 130/o
    C2H4 ........ 1150°/o 8100/o 1 16400/o 1 1710°/o
    C2H2+ C2H4 284% 62°/o 131 ovo 1040/0
    Die Ausbeutesteigerung ist also ganz erheblich größer als bei der oben zitierten Arbeitsweise mit elektrischer Energie. Ursache dieser Ausbeutesteigerung ist die Kombination zweier verschiedener Kohlenwasserstoffe in aufeinanderfolgenden Stufen. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Pyrolyse besteht also in einer erhöhten Wirtschaftlichkeit, die sich daraus ergibt, daß dieselbe Energieausnutzung erreicht werden kann, die bisher allein mit höheren Kohlenwasserstoffen erreicht werden konnte, und daß diese Kohlenwasserstoffe trotzdem teilweise durch das billigere Erdgas ersetzt werden können. Eine Verwendung dieses Verfahrens kommt also sowohl dann in Frage, wenn man bei einer Methanpyrolyse durch nach geschaltete Spaltung höherer Kohlenwasserstoffe die Energieausnutzung erhöhen, als auch für den Fall, daß man die Kosten des Einsatzproduktes bei der Pyrolyse höherer Kohlenwasserstoffe durch Vorschalten einer Methanpyrolyse (bei gleicher Energieausnutzung) senken will. Im letzteren Fall spart man gegebenenfalls außerdem die Kosten für den Sekundärdampf und den zusätzlichen Wasserstoff, da das Methan beide ganz oder teilweise ersetzen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Gehalt des Reaktionsproduktes an Acetylen nach dem vorliegenden Verfahren wesentlich höher ist als bei der Pyrolyse von Methan.
  • Daß ein derartiges kombiniertes Spaltverfahren möglich ist, war nach dem bekannten Stand der Technik nicht vorauszusagen. Bedingung für das Gelingen ist nämlich, daß die Reaktionszeit für die zweite Spaltung, die auf einem tieferen Temperaturniveau stattfindet, noch kurz genug ist, so daß ein merklicher Zerfall des in der ersten Stufe gebildeten Acetylens vermieden wird. Aus diesem Grunde darf die Temperatur nach der ersten Stufe noch nicht zu tief gesunken sein, da sonst Verweilzeiten benötigt werden, bei denen ein merklicher Anteil des zuerst gebildeten Acetylens zerfällt. Andererseits ist es von Wichtigkeit, den zweiten Kohlenwasserstoff erst dann zuzusetzen, wenn das Methan weitgehend eingesetzt ist, da sonst infolge der größeren Reaktionsgeschwindigkeit der höheren Kohlenwasserstoffe ein großer Teil des Methans nicht umgesetzt wird.
  • Die Durchführung des kombinierten Spaltverfahrens erfolgt so, daß man zunächst in einer üblichen Brennkammer durch Verbrennen eines beliebigen Brennstoffes die heißen Verbrennungsgase erzeugt, wobei ein eventueller Zusatz von Dampf oder Wasserstoff möglichst 10 0/o der Verbrennungsgase nicht übersteigen soll, so daß man Temperaturen von über 2000"C, besonders vorteilhaft 2400 bis 2600"C, erreicht. Besonders wirtschaftlich ist es, als Brenngas das aus dem Spaltgas nach Abtrennung der ungesättigten Verbindungen und des Kohlendioxyds erhaltene Restgas zu verwenden, das im wesentlichen aus Wasserdampf, Kohlenoxyd und Methan besteht.
  • Am Ausgang der Brennkammer setzt man Methan hinzu, das vorteilhaft auf 400 bis 800CC vorerhitzt wird.
  • Im nachfolgenden Reaktor, dessen Größe so bemessen ist, daß die Verweilzeit in der Größenordnung von 10-3 bis 10-4 Sekunden liegt, wird das Methan hauptsächlich zu Acetylen und Kohlenoxyd gespalten. Die Reaktionstemperatur hierbei soll oberhalb 1200 C, besonders vorteilhaft zwischen 1400 und 1600°C liegen. Anschließend werden durch mehrere Düsen die höheren Kohlenwasserstoffe für die zweite Stufe der Spaltreaktion zugesetzt, die vorteilhaft ebenfalls vorerhitzt werden. In einem ähnlich gebauten Reaktor werden diese Kohlenwasserstoffe bei einer Verweilzeit von 10-2 bis lO-3 Sekunden gespalten, wobei Äthylen das Hauptprodukt ist. Bei einer Endtemperatur, die je nach eingesetzter Menge zwischen 700 und 1100°C liegt, werden die heißen Gase möglichst schnell abgeschreckt, gewaschen und einer üblichen Gastrennung unterworfen.
  • Für die Ausführung des beschriebenen Verfahrens eignen sich z. B. Vorrichtungen, wie sie in A b b. 1 und 2 dargestellt sind: Zur Erzeugung von Verbrennungen der erwünschten hohen Temperatur wird beispielsweise ein Metallbrenner t verwandt, an dessen Kopf die Brenngase und der Sauerstoff tangential oder radial eingeführt werden.
  • Gegen Ende der Verbrennungszone kann eventuell etwas Dampf zugesetzt werden. Im Brennerhals wird das Methan durch mehrere - vorzugsweise radiale -Düsen zugeführt, wobei die Zahl der Düsen so bemessen wird, daß eine schnelle Durchmischung mit den Verbrennungsgasen erzielt wird, damit diese nicht unabgekühlt an die Wand das Reaktors gelangen.
  • Die Reaktoren 2 und 3 bestehen beispielsweise aus zylindrischen oder konischen Metallrohren. Diese können zum Schutz gegen die hohen Temperaturen innen mit einer keramischen Masse ausgekleidet oder von außen gekühlt werden, wie es z. B. in den A b b. 1 und 2 dargestellt ist. Es kann von Vorteil sein, beide Reaktoren, wie in A b b. 1 und 2 gezeigt ist, als ein einheitliches Rohr auszubilden, in dem an geeigneter Stelle die Düsen für die Zuführung der höheren Kohlenwasserstoffe angebracht sind. Diese können mit einem eigenen Kühlmantel versehen werden, so daß sie gegen Überhitzung besonders geschützt sind, wie es in A b b. 2 durch den Kühlmantel des Reaktors geschieht.
  • Die Brennkammer kann ebenfalls durch Auskleidung mit keramischen Massen oder durch Außenkühlung, z. B. mit Wasser, gegen die hohen Temperaturen geschützt werden.
  • Das Prinzip der kombinierten Pyrolyse läßt sich auch auf das Verfahren der partiellen Methanverbrennung anwenden. In diesem Fall wird in einem der bekannten Brenner Methan mit einem Unterschuß von Sauerstoff verbrannt, so daß also Verbrennung und Methanspaltung des oben beschriebenen Verfahrens zu einer Stufe vereinigt werden, und anschließend werden, wie oben beschrieben, höhere Kohlenwasserstoffe zugesetzt, nach deren Spaltung abgeschreckt wird.
  • Beispiel 1 In einem wassergekühlten Brenner werden 28,2 Nm3/h Wasserstoff mit 12,9 Nm3/h Sauerstoff verbrannt und am Ende des Brenners 8,6 Nm3/h Methan zugesetzt.
  • Nach der Spaltung des Methans werden 5,0 kg/h Leichtbenzin zugesetzt, das auf 2500 C vorerhitzt wurde. Nach der zweiten Spaltung wird mit Wasser abgeschreckt. Man erhält 30,4 Nm3/h eines Gases der Zusammensetzung A. Schreckt man dagegen nach der Methanpyrolyse ohne weiteren Benzinzusatz ab, so erhält man 24,6 Nm3/h Gas von der Zusammensetzung B. Man erhält also bei der erfindungsgemäßen zweistufigen Pyrolyse 3,29 kg/h (= 284°/o) mehr Acetylen und Äthylen als bei der einstufigen Pyrolyse.
    A B
    Volum- Volum-
    prozent kg/h prozent kg/h
    H2 62,3 : 1,70 70,8 1,57
    CO2 2,1 1,27 3,5 1,70
    CO 9,8 3,73 12,0 3,69
    CH4 12,1 2,60 8,5 1,48
    C2H2 7,2 2,57 3,5 1,01
    C2H 4,9 1,88 0,5 0,15
    C3H6 0,3 0,17 0,2 0,09
    N3/Ar 1,3 0,50 1,0 0,31
    Beispiel 2 In einer Versuchsanordnung wie im Beispiel 1 werden 27,2 Nm3/h Wasserstoff mit 13,6 Nm3/h Sauerstoff verbrannt, anschließend 15,0 Nm3/h Methan und in der zweiten Stufe 3,8 kg/h Leichtbenzin zugesetzt.
  • Man erhält 41,5 Nm3/h Spaltgas von der Zusammensetzung, gegenüber 37,9 Nm3/h der Zusammensetzung B bei direkter Abschreckung nach der Methanpyrolyse ohne Benzinzusatz. Man erhält also bei der erfindungsgemäßen zweistufigen Pyrolyse 2,21 kg/h (= 630/o) mehr Acetylen und Äthylen als bei der einstufigen Pyrolyse.
    A B
    Volum- 1 Volum-
    prozent t kgih prozent kg/h
    H2 62,6 1 2,33 67,9 0 2,31
    CO2 1,8 1,48 2,0 1,48
    CO 10,7 5,56 11,7 5,53
    CH4 11,3 1 2,96 8,7 2,33
    C2H2 8,2 1 3,99 7,5 3,32
    C2H4 3,3 1,73 0,4 1 0,19
    C3H8 0,1 0,08 0,0 1
    N2/Ar 2,0 1 1,04 1,8 1 0,85
    Beispiel 3 In einer Versuchsanordnung wie im Beispiel 1 werden 20,5 Nm3/h Brenngas (57,90/0 H2, 11,80/0 CH4, 30,3 0/, CO) mit 13,9 Nm3/h O2 verbrannt, dazu werden noch 2,0 kg/h Wasserdampf in den Brenner eingeführt, anschließend werden 11,6 Nm3/h Methan und in der zweiten Stufe 6,2kg/h Leichtbenzin zugesetzt. Man erhält 39,9 Nm3/h Spaltgas der Zusammensetzung B bei direkter Abschreckung nach der Methanpyrolyse ohne Benzinzusatz 2,75 kg/h ( 131 0/o) mehr Acetylen und Äthylen als beim Arbeiten ohne Benzinzusatz.
    A B
    Volum- Volum-
    prozent kglh | prozent kglh
    H2 40,8 1,46 46,2 1,42
    CO2 11,0 8,69 12,8 8,67
    CO 20,8 10,39 24,3 10,39
    CH4 11,9 3,46 8,2 1,98
    C2H2 6,0 2,81 5,7 2,29
    C2H4 6,1 3,08 0,4 0,18
    C3H6 0,6 0,45 0,0 -
    N2Ar 2,8 1,40 2,4 1,03
    Beispiel 4 29,4Nm3/h Methan und 18,1 Nm3/h Sauerstoff werden auf 600"C vorerhitzt, gemischt und in einer Keramikbrennkammer verbrannt. Dabei entsteht auf Grund des Sauerstoffunterschusses neben den Verbrennungsprodukten eine größere Menge Acetylen. In die heißen Gase werden 10,2 kg/h Leichtbenzin eingespritzt, die vorher verdampft und auf 300° C vorerhitzt wurden. Nach Beendigung der Crackreaktion werden die Gase mit Wasser abgeschreckt.
  • Man erhält auf diese Weise 63,8 Nm/h3 Abgas der Zusammensetzung A. Schreckt man bereits nach der partiellen Verbrennung des Methans ab, ohne Benzin zuzusetzen, so erhält man nur 55,3 Nm3/h Abgas der Zusammensetzung B. Es entstehen also bei Benzinzusatz 5,41 kg/h ( = 104 0/o) mehr Acetylen und Äthylen als ohne Benzinzusatz.
    A B
    Volum- Volum- kg/h
    prozent kg prozent
    H2 47,7 2,74 54,1 2,69
    CO2 3,3 4,15 3,9 4,27
    CO 22,4 17,88 26,0 1 17,95
    CH4 9,9 7,00 5,3 2,07
    C2H2 7,4 5,54 7,6 4,92
    C2H4 6,3 5.07 0,4 0,28
    C3H6 0,6 0,71 0,0 ,
    N2/Ar 2,4 1,91 2,7 1,86
    Patentansprüche: 1. Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere zur Herstellung von Acetylen und Äthylen, bei dem man gegebenenfalls vorgeheizte Kohlenwasserstoffe zur Spaltung an mehreren Stellen in einen heißen Wärmeträger einführt und das Reaktionsprodukt anschließend abschreckt, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer ersten Stufe Methan in heiße Verbrennungsgase von Temperaturen oberhalb 20000 C einführt und nach Beendigung der Pyrolyse den noch mindestens 1200"C heißen Gasen Kohlenwasserstoffe mit 2 oder mehr Kohlenstoffatomen zusetzt, die in einer zweiten Stufe durch die heißen Abgase der Methanpyrolyse während einer Reaktionszeit in der Größenordnung von 10-2 bis 10-3 Sekunden gespalten werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Methanspaltung in einem Temperaturbereich zwischen 2400 bis 26000 C einerseits und 1400 bis 1600"C andererseits stattfindet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endtemperatur der Spaltung in der zweiten Stufe im Bereich von 700 bis 1100"C liegt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionszeit für die Pyrolyse in der ersten Stufe in der Größenordnung von 10-3 bis 10-4 Sekunden liegt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Methanzugabe Wasserstoff und/oder Wasserdampf in Mengen bis zu 10o/o, bezogen auf die Menge der Verbrennungsgase, zusetzt.
    6. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem bekannten Prinzip der partiellen Methanverbindung Methan gleichzeitig als Brenngas zur Erzeugung der Verbrennungsgase und als zu spaltender Kohlenwasserstoff in der ersten Stufe verwendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 938 844, 806 455; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 009 617; deutsche Patentschrift Nr. 160 519 (Zweigst. Österreich); britische Patentschriften Nr. 709 035, 416 957; französische Patentschriften Nr. 947 257; USA.-Patentschriften Nr. 2 371 147, 2 197 257.
DEF24041A 1957-09-27 1957-09-27 Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen Pending DE1198811B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF24041A DE1198811B (de) 1957-09-27 1957-09-27 Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF24041A DE1198811B (de) 1957-09-27 1957-09-27 Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1198811B true DE1198811B (de) 1965-08-19

Family

ID=7091078

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF24041A Pending DE1198811B (de) 1957-09-27 1957-09-27 Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1198811B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1297098B (de) * 1958-12-23 1969-06-12 Montedison Spa Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Olefinen
DE2824840A1 (de) * 1977-06-07 1978-12-14 Union Carbide Corp Integriertes verfahren zur teiloxidation und thermischen krackung

Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE160519C (de) *
GB416957A (en) * 1933-01-26 1934-09-25 Carburetted Gas Inc Method of producing fuel gas from petroleum and other liquid hydrocarbons
US2197257A (en) * 1936-07-14 1940-04-16 Standard Oil Co Hydrocarbon synthesis
US2371147A (en) * 1945-03-13 Preparation op unsaturated ali
FR947257A (fr) * 1941-10-27 1949-06-28 Distillers Co Yeast Ltd Perfectionnements dans la fabrication des oléfines gazeuses
DE806455C (de) * 1949-12-15 1951-06-14 Paul Kraus Dr Ing Verfahren zur Spaltung fluessiger Kohlenwasserstoffe mittels elektrischer Lichtbogenoefen
GB709035A (en) * 1952-02-06 1954-05-12 Chemical Construction Corp Improvements relating to the production of pyrogenic chemical reactions
DE938844C (de) * 1951-06-08 1956-02-09 Standard Oil Dev Co Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoff-Rueckstandsoelen
DE1009617B (de) * 1954-07-15 1957-06-06 Belge Produits Chimiques Sa Vorrichtung zur Waermespaltung von Kohlenwasserstoffen

Patent Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE160519C (de) *
US2371147A (en) * 1945-03-13 Preparation op unsaturated ali
GB416957A (en) * 1933-01-26 1934-09-25 Carburetted Gas Inc Method of producing fuel gas from petroleum and other liquid hydrocarbons
US2197257A (en) * 1936-07-14 1940-04-16 Standard Oil Co Hydrocarbon synthesis
FR947257A (fr) * 1941-10-27 1949-06-28 Distillers Co Yeast Ltd Perfectionnements dans la fabrication des oléfines gazeuses
DE806455C (de) * 1949-12-15 1951-06-14 Paul Kraus Dr Ing Verfahren zur Spaltung fluessiger Kohlenwasserstoffe mittels elektrischer Lichtbogenoefen
DE938844C (de) * 1951-06-08 1956-02-09 Standard Oil Dev Co Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoff-Rueckstandsoelen
GB709035A (en) * 1952-02-06 1954-05-12 Chemical Construction Corp Improvements relating to the production of pyrogenic chemical reactions
DE1009617B (de) * 1954-07-15 1957-06-06 Belge Produits Chimiques Sa Vorrichtung zur Waermespaltung von Kohlenwasserstoffen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1297098B (de) * 1958-12-23 1969-06-12 Montedison Spa Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Olefinen
DE2824840A1 (de) * 1977-06-07 1978-12-14 Union Carbide Corp Integriertes verfahren zur teiloxidation und thermischen krackung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1041037B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Synthesegas
DE10041739A1 (de) Vormisch-Brennerblock für partielle Oxidationsprozesse
DE1114182B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und gegebenenfalls AEthylen enthaltenden Gasgemischen
DE1133362B (de) Verfahren zur autothermen Spaltung von fluessigen Kohlenwasserstoffen
DE1943823A1 (de) Verfahren fuer die Herstellung von Acetylen oder Acetylen und AEthylen durch Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen
DE1592980A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Russ
DE1592959B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ofenruss
DE2128030A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ruß
DE1256350B (de) Verfahren zur Herstellung von methanhaltigen Gasen
DE1198811B (de) Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen
DE1122054B (de) Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen ungesaettigten Kohlenwasserstoffen
AT210867B (de) Verfahren zur Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen
DE1297098B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Olefinen
AT200567B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylen und/oder Äthylen und/oder Olefinen mit 2-4 C-Atomen durch pyrolytische Spaltung von Kohlenwasserstoffen sowie Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens
AT208990B (de) Verfahren zur Herstellung von methanreichen Gasgemischen
AT201573B (de) Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen ungesättigten Kohlenwasserstoffen
DE953108C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von brennbaren Gasen aus gasfoermigen oder fluessigen Kohlenwasserstoffen
DE1027347B (de) Verfahren zur Herstellung von Ofenruss
DE1173085B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid
AT225170B (de) Verfahren zur Herstellung von Azetylen und Olefinen
DE99254C (de)
DE4201898A1 (de) Verfahren zur erzeugung von russ aus russ enthaltenden abfaellen
DE1795025A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines gasfoermige Kohlenwasserstoffe enthaltenden Gases
DE166868C (de)
DE1062880B (de) Verfahren zur Herstellung von methanreichen Gasen