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DE1198663B - Verfahren zum Herstellen von zu Verpackungs-behaeltern weiterverarbeitbaren Zuschnitten mit Kantenversteifung - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von zu Verpackungs-behaeltern weiterverarbeitbaren Zuschnitten mit Kantenversteifung

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Publication number
DE1198663B
DE1198663B DEW34657A DEW0034657A DE1198663B DE 1198663 B DE1198663 B DE 1198663B DE W34657 A DEW34657 A DE W34657A DE W0034657 A DEW0034657 A DE W0034657A DE 1198663 B DE1198663 B DE 1198663B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
material web
web
line
cover material
core material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW34657A
Other languages
English (en)
Inventor
Deering M Hoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Weyerhaeuser Co
Original Assignee
Weyerhaeuser Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Weyerhaeuser Co filed Critical Weyerhaeuser Co
Priority to DEW34657A priority Critical patent/DE1198663B/de
Publication of DE1198663B publication Critical patent/DE1198663B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31DMAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
    • B31D1/00Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles
    • B31D1/0075Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles by assembling, e.g. by laminating

Landscapes

  • Cartons (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von zu Verpackungsbehältern weiterverarbeitbaren Zuschnitten mit Kantenversteifung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von mehrlagigen durch Falten zu Verpackungsbehältern weiterverarbeitbaren Zuschnitten, insbesondere aus kaschiertem Kartonmaterial, Wellpappe od. dgl., mit einer im Bereich ihrer Längsfaltlinien durch streifenförmiges Umfalten einer eine Kernmaterialbahn abdeckenden Deckmaterialbahn auf sich selbst und anschließendes Befestigen der umgefalteten Streifen an der Deckmaterialbahn gebildeten Kantenversteifung.
  • Verpackungsbehälter mit Kantenversteifungen werden vornehmlich dort benötigt, wo scharfkantige Güter, beispielsweise Büchsen, verpackt werden sollen, die die Neigung haben, an den Faltlinien zwischen den Seitenwänden und den Deck- und Bodenklappen des Behälters in das Behältermaterial einzuschneiden. Diese Schwierigkeit könnte durch die Verwendung stärkeren und schwereren Materials für die Behälter gelöst werden, was jedoch die Gestehungskosten der Behälter sehr erhöhen würde. Auch das Anbringen eines Verstärkungsstreifens längs der Faltlinien wäre sehr kostspielig.
  • Es ist ein Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung bekannt, bei dem die zur Kantenversteifung vorgesehene Faltung in der geschlossenen Deckmaterialbahn vorgenommen wird. Hierbei entstehen zwangläufig pro Faltlinie zwei zusätzliche Versteifungsstreifen, so daß die Deckmaterialbahn um die Breite zweier solcher Streifen pro Faltlinie breiter sein muß als die Kernmaterial bahn. Das .ergibt einen hohen Verbrauch an Deckmaterial sowie an Klebstoff zum Befestigen der Versteifungsstreifen untereinander und an der Deckmaterialbahn. Hinzu kommt, däß das Herstellen von Falten in der geschlossenen Deckmaterialbahn in zwei aufeinanderfolgenden Schritten vorgenommen werden muß, was eine aufwendige Vorrichtung bedingt.
  • Es ist ferner ein Verfahren zum Herstellen einer einlagigen Aufreißverpackung bekannt, bei dem das Verpackungsmaterial durchgeschnitten und die Trennfuge zunächst durch einen Hilfsstreifen überklebt wird. Am Verbrauchsort wirrt ein Streifen des ursprünglichen Zuschnittes entlang der Trennfuge umgefaltet und in die Faltung ein Aufreißfaden eingelegt. Dort dient das Umfalten eines Streifens also zum Schaffen eines Aufnahmeraumes für einen Aufreißfaden und nicht zum Erzielen einer Kantenversteifung im fertigen Behälter.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung so auszubilden, daß eine ausreichende Kantenversteifung auf materialsparende Weise erzielt wird. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Kernmaterialbahn mit einer Deckmaterialbahn von gleicher Breite versehen wird, die vor dem Vereinigen mit der Kernmaterialbahn entlang je einer zu jeder späteren Längsfaltlinie parallelen Trennfuge getrennt ist oder wird und von der Trennfuge weg umgefaltet wird.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Zuschnitt mit Kantenversteifung erzielt, zu dessen Herstellung nur genau ebensoviel Material verbraucht wird, wie für einen entsprechenden Zuschnitt ohne jede Kartenversteifung. Dieses überraschende Ergebnis beruht auf der Erkenntnis, daß die Steifigkeit mehrlagiger Wände von Verpackungsbehältern nicht leidet, wenn in. einer Decklage eine in. geringem Abstand vom Rand des betreffenden Wandteiles verlaufende Lücke vorhanden, ist. Es hat sich gezeigt, _ daß die Wandstabilität, die Durchschlagfestigkeit und- die Feuchtigkeitsundurchlässigkeit des fertigen Behälters wegen der in der Deckmaterialbahn entstehenden Lücke sich nicht in beachtlichem Umfang verschlechtern.
  • Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens -ist -vorgesehen, daß die Deckmaterialbahn vor Erreichen der Falteinrichtung mit einer zur Trennfuge parallel und in geringem Abstand verlaufenden Rill- und Ritzlinie versehen, neben der Rill- und Ritzlinie beleimt und um diese zurückgefaltet wird und daß der mit der Lücke in der Deckmaterialbahn zusammenfallende Längsstreifen der Kernmaterialbahn unbeleimt bleibt. Auf dies Weise ist ein exaktes @ Umfalten des zur Kantenvers steifung dienenden Streifens und ein Minimalverbrauch an Klebstoff gewährleistet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren mit dem entstehenden Produkt werden im nachfolgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels einer zum Durchführen des Verfahrens geeigneten Vorrichtung erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht einer schematisch dargestellten Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, F i g. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach F i g. 1, F i g. 3 eine perspektivische Darstellung eines Teiles eines Zuschnittes für einen Verpackungsbehälter, dessen Faltlinien gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren versteift wurde, F i g. 4 einen Schnitt durch einen Zuschnitt entsprechend der F i g. 3 in vergrößertem Maßstab, F i g. 5 eine andere Ausführüngsfortn eines Zuschnittes mit nach dem erfindungsgemäßen Verfahren versteiften Faltlinien, ebenfalls in perspütivischer Darstellung, und F i g. 6 eine weitere Ausführungsform eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Zuschnittes für einen Verpackungsbehälter, wiederum in perspektivischer Darstellung.
  • In F i g. 3 der Zeichnung ist ein Teil eines Versandbehälters 10 dargestellt, der aus einer Zuschnittbahn gefertigt ist, die eine Kernmaterialbahn 11 aus Wellpappe sowie innere und äußere, mit der Kernmaterialbahn verleimte Deckmaterialbahnen 12 und 13 aufweist. Der dargestellte Teil des Behälters hat eine Seitenwand 14 mit anstoßenden Deck und Bodenklappen 16 und 17, welche mit der Seitenwand durch Längsfaltlinien 18 bzw. 19 verbunden sind.
  • Die innere Deckmaterialbahn 12 weist im Bereich der Faltlinie 18 einen Randteil 21 auf, der längs einer Rill- oder Ritzliinie 22 um sich selbst zurückgefaltet ist und sich zum Verstärken der Faltlinie 1.8 über diese nach unten erstreckt, so daß eine doppelte Dicke der Deckmaterialbahn an der Faltlinie 18 und zu beiden Seiten derselbea gebildet wird. Die Breite des zurückgefalteten Teiles 21 beträgt bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel etwa das Doppelte der Entfernung zwischen. der Faltlinie 18 und der Rill.. oder R'tziinie 2,2, .so daß die Breite der doppelten Dicke der Deekmaterialbalut 12 oberhalb und unterhalb der Faltlinie 18 die gleiche ist.
  • Die innere Deckmaterialbahn 12 weist im Bereich der Faltlinie 19 einen Randteil 23 auf, der längs einer Rill- oder Ritzlinie 24 auf ähnliche Weise um sich selbst zurückgefaltet ist, um die Faltlinien des Be hälters zu verstärken. Die uistgefalteten Streifen der Deckmaterialbahn 12 legen natürlich die gewellte Kernmaterialbahn 11 frei.
  • Die F i g. 1 und 2 veramehaulichen das Verfahren, mit dem die Verstärkung der Faltlinien 18 und 19 des Behälters erzeugt wird. Da die gesamte, in der vorliegenden Erfindung verwendete Anlage in der Papiertüten- und Kartonagenindustrie üblich ist, wurde eine solche Anlage nur schematisch dargestellt. Die innere Deckmaterialbahn U wird von einer Vorratsrolle 26 aus als kontinuierlich vorrük kendes Band zugeführt und passiert Ritzmesser 27 und Schlitzmesser 28. Die Ritzmesser 27 schneiden die Rill- oder Ritzlinien 22. und 24 in die Unterseite der Bahn, während die Schlitzmesser 28 die Deck materiAalm vollständig durchschneiden und dabei Schlitzlinien, 29 und 30 erzeugen, durch welche .die Deckmaterialbahn 12 in drei Streifen a, b und c geteilt wird.
  • Hierauf wird die Deckmaterialbahn unter Leimrollen 31 hindurchgeführt, welche aus einer Leimwanne 32 Leim auf die Bahn auftragen. Diese Rollen erzeugen Leimstreifen 33, deren Breite gleich dem Abstand zwischen den Rill- oder Ritzlinien 22 und 24 und den Schlitzlinien 29 und 30 ist und erstrecken sich von den Rill- oder Sitzlinien zum Mittelpunkt der Deckmaterialbahn.
  • Sodann werden die streifenförmigen Randteile 21 und 23 des Mittelstreifens b der Bahn durch Faltschuhe 34 geführt, wodurch diese Streifen um die Rill- oder Ritzlinien 22 und 24 nach oben gebogen und auf die obere Fläche des Mittelstreifens der Deekmaterialbahn zurückgeschlagen werden, so daß sich an den Rändern dieses Streifens eine doppelte Dicke ergibt. Durch Anpreßrollen 36 werden die verdoppelten Abschnitte der Bahn zusammengedrückt, so daß sie von dem dazwischen befindlichen Leim zusammengehalten werden.
  • Inzwischen wurden Bahnen der gewellten Kernmaterialbahn 11 und der äußeren Deckmaterialbahn 13 zusammengeleimt und einer Leimwalze 37 zugeführt, welche auf die frei liegende Oberfläche der Kernmaterialbahn Leim aufträgt. Die Leimwalze 37 dreht sich in einer Leimwatzne 38. und hierauf gegen eine im entgegengesetzten Sinne rotierende Abstreifwalze, durch welche der überschüssige Leim entfernt wird. Um auf der Oberfläche der Kernmaterialbahn unbeleimte Streifen zu belassen, werden dünne Metallstreifen 40, deren Breite derjenigen der Lücken zwischen. den Streifen c; b und c der Deek-Fuaterialbahn 12 entspricht, um die Oberfläche der Leimwalze 37 herum angeordnet und mit Hilfe von Sehrauben oder anderen geeigneten Mitteln an den Wandungen der Leimwanne 38 befestigt. Die Einschaltung der Metallstreifen 40 zwischen der Leimwalze und der gewellten Oberfläche der Kernmaterialbahn verhindert natürlich, daß an dieser Stelle Leim auf die Kernmaterialbahn aufgetragen wird. Die Breite der Metallstreifen 40 und ihr Abstand vom den Faden der Leimwalze 37 lassen sieh leicht regulieren.
  • Die innere Deckmaterialbahn 12 wird nunmehr in genaue übereinstimmung mit der beleimten Ober-Räche der gewellten Kernmaterialbahn Il gebracht, und die beiden Bahnen werden durch Andrückwalzen 41 zusammengepreßt. Die nicht mit Leite versehenen Streifen der Kerismaterialbahn fallen zusammen mit den in der Deckmaterialbabn 12 vorgesehenen Lücken zwischen. dem Mittelstreifen b und den Seitenstreifen a und c.
  • Die zusammengeleimten Bahn= werden sodann durch herkömmliche (nicht dargestellte) Wnrichtungen geführt,, welche Rohkartons liefern, deren Seitenwände und Deck- und Bodenklappen die gewÄimschte Größe haben und, bei welchen alle Wände und Klappen: durch Faltlinien miteinander verbunden sind, so daß die geschnittenen und gefalteten Rohbehälter leicht zu Verpackungsbehältern. für den Gebrauch aufgerichtet werden können.
  • Die Faltlinien 18 und 19 zwischen den Seitenwänden und den Deck- und Bodenklappen werden. von der Behälterfozmanxage parallel zu den Kanten der Decktnateriatbahn 12 angeordaet und in der Mitte der verdoppelten Abschnitte des Bahnstreifens b gebildet, wie in F i g. 3 gezeigt. Für einen Behälter mit Seitenwänden von etwa 12 Zoll Höhe ergab sich als zufriedenstellend, wenn sich die gefalteten Randteile der Deckmaterialbahn 12 um etwa 1 Zoll beiderseits der Faltlinien 18 und 19 erstreckten.
  • Wünscht man einen Behälter von anderer Form aus den Bahnen 11, 12 und 13 zu bilden, so daß die Faltlinien 18 und 19 auseinander- oder zusammenrücken, so ist es einfach, die Ritzmesser 27 und die Schlitzmesser 28 einander zu nähern oder voneinander zu entfernen und den Abstand zwischen den Leimrollen 31, den Faltschuhen 34 und den Andruckrollen 36 entsprechend zu regulieren, um den inneren Bahnstreifen b um das gewünschte Maß zu falten. Es leuchtet ein, daß es einfach ist, die Breite der umgefalteten Randteile 21 und 23 zu erhöhen oder zu vermindern oder den Abstand der umgefalteten Randteile von der Kante der Bahn zu verändern, um den Erfordernissen jedes beliebigen Behälters zu entsprechen. Die Metallstreifen 40, durch welche Teile der Leimwalze 37 abgedeckt werden, werden zu gleicher Zeit verändert, so daß sie genau den Zwischenräumen zwischen den Bahnstreifen a und b sowie b und c entsprechen.
  • Der entstehende Behälter 10 hat verstärkte Faltlinien 18 und 19. Infolge der Profilwirkung der zurückgeschlagenen Bahnrandteile wird der Behälter gegen die vom Ende oder von den Seiten her ausgeübten Kräfte zusätzlich verstärkt. Wie aus F i g. 3 und 4 ersichtlich, bilden die zurückgeschlagenen Randteile 21 und 23 der inneren Deckmaterialbahn 12 L-förmige Profile von doppelter Dicke längs der oberen und unteren Faltlinie, wenn der Behälter aufgerichtet ist. Auf diese Weise wird der Behälter durch die Profilform der verstärkten Faltlinien wesentlich starrer gemacht, wenn auf irgendeine Seitenwand ein Druck von einem Ende zum anderen ausgeübt wird.
  • Die Einrichtung zum Schneiden, Falten und Beleimen der umgeschlagenen Randteile kann leicht an eine herkömmliche Maschine zum Herstellen von Verpackungsbehältern angebaut werden, ohne daß die Geschwindigkeit der herkömmlichen Arbeitsgänge merklich vermindert würde.
  • F i g. 5 zeigt eine Variante, bei welcher ein Behälter 10 a mit Seitenwänden 14 a und Deckklappen 16 a aus iner Rohbehälterbahn gebildet ist, der eine gewellte Kernmaterialbahn 11 a und auf diese aufgeleimte innere und äußere Deckmaterialbahnen 12 a und 13 a aufweist. Bei dieser Ausführungsvariante ist ein Randteil 21a der äußeren Bahn längs einer Rill-- oder Ritzlinie 22 a um sich selbst zurückgeschlagen, so daß längs einer Faltlinie 18 a und zu beiden Seiten derselben eine doppelte Dicke gebildet wird.
  • Die untere Faltlinie zwischen den Seitenwänden und den (nicht dargestellten) Bodenklappen wird in. ähnlicher Weise gebildet. Bei dieser Ausführung sind die Rippen der gewellten Kernmaterialbahn teilweise oben und am Boden des Behälters 10 a freigelegt, wenn derselbe gefüllt und geschlossen ist und vermindern die Gleitwirkung zwischen den übereinandergeschichteten Behältern, wenn diese gestapelt werden.
  • Die Ausführung nach F i g. 5 wird im wesentlichen durch das gleiche Verfahren wie im obigen beschrieben hergestellt. Wie in F i g. 5 gezeigt, wird der Randteil 21 a der äußeren Deckmaterialbahn 13 a um die Rill- oder Ritzlinie 22 a zurückgeschlagen, und zwar von der gewellten Kernmaterialbahn 11 a weg und nicht, wie in F i g. 3 gezeigt, in dieselbe hinein. Natürlich müssen in diesem Fall die Faltschuhe 34 umgekehrt werden, damit die Randteile des mittleren Teiles der Deekmaterialbahn abwärts gefaltet werden, anstatt nach aufwärts, wie in. F i g. 1 dargestellt. Die Ritzmesser 27 und die Leimrollen 31 müßten ebenfalls umgekehrt werden, damit sie auf die andere Seite der Bahn einwirket.
  • F i g. 6 zeigt noch eine weitere Zuschnitt-Ausführung, welche im Hinblick auf die Verpackung von Waren, wie z. B. Kopfsalat, entwickelt wurde. Diese Waren stapeln sich nicht im Behälter und üben einen Druck nach außen auf die Seitenwände aus, wenn der Behälter verpackt wird und die Behälter später aufeinandergestapelt werden. Außerdem sind die Deckklappen gewöhnlich verflochten, anstatt geleimt oder mit Klammern versehen, und so erhalten die Seitenwände von den Deckklappen keinerlei Stütze. Infolgedessen sind die schwächsten Stellen. des Behälters die senkrechten Faltlinien zwischen anstoßenden Seitenwänden. Die Ausführung nach F i g. 6 wurde besonders entwickelt, um den oberen, Abschnitt der senkrechten Faltlinien zu verstärken und zu verhindern, daß der Behälter längs dieser Linien platzt. Es ist nicht nötig, die gesamte Höhe dieser Faltlinien zu verstärken, denn es ist lediglich notwendig, die Faltlinien daran zu hindern, daß sie zu reißen beginnen und dieses Nachgeben geht ständig vom nicht unterstützten oberen Ende aus.
  • In F i g. 6 ist ein Behälter 10 b gezeigt, der Seitenwände 14 b und Deckklappen 16 b aufweist und aus einer Rohbehälterbahn gebildet wird, die aus einer gewellten Kernmaterialbahn 11 b und mit dieser verleimten inneren und äußeren Deckmaterialbahnen 12 b und 13 b besteht. Bei dieser Ausführung ist ein Randteil 21 b der inneren Deckmaterialbahn der Seitenwände längs einer Rill- oder Ritzlinie 22 b zurückgefaltet und erstreckt sich zu waagerechten Faltlinien 18 b zwischen den Seitenwänden und den Deckklappen. Hierdurch wird an der senkrechten Faltlinie 20 b zwischen angrenzenden Seitenwänden eine doppelte Dicke erzielt, die sich von der Oberkante der Seitenwände abwärts bis zur Ritzlinie 22 b erstreckt. Da die periphere Festigkeit des Behälters zum größten Teil von der Zugfestigkeit der Bahnen herrührt, so liegt es auf der Hand, daß sich aus der doppelten Dicke einer Bahn eine doppelte Festigkeit derselben ergibt.
  • Die im Hinblick auf die Ausführung nach F i g. 6 an der Fabrikationsanlage nach F i g. 1 vorzunehmenden Veränderungen sind leicht ersichtlich. Es werden nur ein Ritzmesser 27 und nur ein Schlitzmesser 27 benötigt und der Faltschuh muß umgekehrt angeordnet werden, damit die innere Kante des Bahnstreifens a um die im Bahnstreifen a gebildete Rill- oder Ritzlinie gefaltet wird. Natürlich müssen die Leimrolle 31 und die Andruckrollen 36 umgestellt werden, damit sie auf die Bahnstreifen a wirken.
  • Falls gewünscht, könnte ein dünner, zusätzlicher Verstärkungsstreifen, wie z. B. Stahlband od. dgl., im Verlaufe der Fabrikation zwischen die verdoppelten Abschnitte der inneren Bahn 12 b eingelegt werden. Dies könnte beispielsweise nach dem Anbringen des Leimstreifens 33 und vor dem Falten durch die Faltschuhe 34 erfolgen. Obgleich die obere Beschreibung auf Lias Zurückfalten von Abschnitten der Deckmaterialbahn 12 ausgerichtet war, kann man sich natürlich auch vorstellen, daß die andere Deckmaterialbahn 13 auf ähnliche Weise und von ähnlichen Einrichtungen bearbeitet werden könnte, bevor sie mit der gewellten Kernmaterialbahn verleimt wird. Außerdem könnten je nach dem gewünschten Ergebnis entweder eine oder beide Bahnen auf diese Weise verstärkt werden. Wünscht man z. B. die Faltlinien sowohl an der Innen- wie an der Außenseite eines Behälters zu verstärken, so würden beide Bahnen zurückgefaltet, um die gewünschten Stellen zu verstärken. Oder es könnte eine Bahn zurückgefaltet werden, um eine bestimmte Stelle zu verstärken, und die andere Bahn könnte zurückgefaltet werden, um eine andere, gewünschte Stelle zu verstärken, wiederum entsprechend den besonderen Ergebnissen, die erzielt werden sollen.
  • Obwohl die Erfindung für die Herstellung von Wellpappeversandbehältern beschrieben wurde, kann sie auch bei der Herstellung anderer gewellter und mehrlagiger Erzeugnisse, bei welchen sich örtliche Beanspruchung entlang von Faltlinien ergeben, angewendet werden. Selbstverständlich muß bei einem derartigen Gebrauch dieBeanspruchungen von solcher Art sein, daß die sich aus dem Zurückfalten eines Abschnittes der Bahn ergebende Lücke das Erzeugnis nicht über Gebühr schwächt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von mehrlagigen, durch Falten zu Verpackungsbehältern weiterverarbeitbaren Zuschnitten, insbesondere aus kaschiertem Kartonmaterial, Wellpappe od. dgl., mit einer im Bereich ihrer Längsfaltlinien durch streifenförmiges Umfalten einer eine Kernmaterialbahn auf sich selbst und anschließendes Befestigen der umgefalteten Streifen an derDeckmaterialbahn gebildeten Kantenversteifung, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernmaterialbahn mit einer Deckmaterialbahn von gleicher Breite versehen wird, die vor dem Vereinigen mit der Kernmaterialbahn entlang je einer zu jeder späteren Längsfaltlinie parallelen Trennfuge getrennt ist oder wird und von der Trennfuge weg umgefaltet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß,die Deckmaterialbahn vor Erreichen der Falteinrichtung mit einer zur Trennfuge parallel und in geringem Abstand verlaufenden Rill- oder Ritzlinie versehen, neben der Rill- oder Ritzlinie beleimt und um diese zurückgefaltet wird und daß der mit der Lücke in der Deckmaterialbahn zusammenfallende Längsstreifen der Kernmaterialbahn unbeleimt bleibt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 475 052, 1410 622.
DEW34657A 1963-06-06 1963-06-06 Verfahren zum Herstellen von zu Verpackungs-behaeltern weiterverarbeitbaren Zuschnitten mit Kantenversteifung Pending DE1198663B (de)

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