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DE1197621B - Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen - Google Patents

Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen

Info

Publication number
DE1197621B
DE1197621B DEG38487A DEG0038487A DE1197621B DE 1197621 B DE1197621 B DE 1197621B DE G38487 A DEG38487 A DE G38487A DE G0038487 A DEG0038487 A DE G0038487A DE 1197621 B DE1197621 B DE 1197621B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
barium
parts
organopolysiloxanes
organopolysiloxane
peroxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG38487A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilbur Jerome Wormuth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1197621B publication Critical patent/DE1197621B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/18Oxygen-containing compounds, e.g. metal carbonyls
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/18Oxygen-containing compounds, e.g. metal carbonyls
    • C08K3/20Oxides; Hydroxides
    • C08K3/22Oxides; Hydroxides of metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C08g
Deutsche KL: 39 b - 22/10
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1197 621
G38487IVc/39b
17. August 1963
29. Juli 1965
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren zum Härten von Organopolysiloxanen mit 1,95 bis 2,05 organischen Resten pro Si-Atom, durch organische Peroxyde oder Elektronenstrahlung in Gegenwart von Füllstoffen und Bariumverbindungen als Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Bariumverbindung Bariumoxyd verwendet wird.
In Weiterstellung der Erfindung wurde nunmehr gefunden, an Stelle von Bariumoxyd Bariumperoxyd zu verwenden.
Die einmaligen Eigenschaften der Organopolysiloxanelastomeren, wie hohe Temperaturbeständigkeit über weite Temperaturbereiche hinweg, sind allgemein bekannt. Bei besonderen Anwendungsweisen jedoch, bei denen hohe Temperaturen unter Ver-Schlußbedingungen herrschen, beispielsweise bei sogenannten O-Ring-Dichtungen und Manschetten, wie sie normalerweise in Flugzeug- und Dieselmotoren vorhanden sind, können die Vorteile, die im allgemeinen bei der Verwendung von Organopolysiloxanelastomeren erreicht werden, nicht voll realisiert werden, und zwar infolge der eigentümlichen Natur der Organopolysiloxanpolymeren. So ist es beispielsweise seit langem bekannt, daß beim Verschließen von Organopolysiloxanpolymeren bei erhöhten Temperaturen, d. h. dann, wenn die Polymeren in einem geschlossenen System vorliegen, insbesondere in Gegenwart von Wasser oder Wasser enthaltenden Substanzen, wie bestimmten Füllmaterialien, eine Erweichung des gummiartigen Produkts stattfindet, das gewöhnlich auf einen Abbau zurückgeführt wird. Eine Erklärung dafür ist, daß eine oder mehrere Spaltungsreaktionen im Organopolysiloxanpolymeren stattfinden. Der Abbau des Polymeren verursacht drastische Änderungen bezüglich der Härte, der Zugfestigkeit und der Dehnbarkeit des Elastomeren. Mit anderen Worten: Die gewünschten physikalischen Eigenschaften, die die Organopolysiloxanelastomeren im allgemeinen besitzen, werden nachteilig verändert. Es würde daher einen Vorteil darstellen, wenn man in der Lage wäre, die Organopolysiloxanelastomeren ohne Abbau unter Verschlußbedingungen bei erhöhten Temperaturen zu benutzen.
Die zu härtenden Organopolysiloxane haben bei 25° C eine Viskosität von mindestens 100000 cP; in den Organopolysiloxanen sind die organischen Reste über Silizium-Kohlenstoff-Bindungen an das Siliziumatom gebunden; es sind, wie im Hauptpatent, einwertige Kohlenwasserstoffreste, halogenierte einwertige Kohlenwasserstoffreste oder Cyanalkylreste, wobei im Durchschnitt 1,95 bis 2,05 organische Reste auf 1 Siliziumatom kommen.
Verfahren zum Härten von
Organopolysiloxanen
Zusatz zum Patent: 1181410
Anmelder:
General Electric Company, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. G. Ratzel,
Patentanwalt,
Mannheim, Seckenheimer Str. 36 a
Als Erfinder benannt:
Wilbur Jerome Wormuth, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. August 1962
(218 520)
Die Füllstoffe, die bei der erfindungsgemäßen Herstellung verwendet werden können, sind im Stand der Technik als verfestigende und halbverfestigende Füllstoffe bekannt und sind im einzelnen im Hauptpatent beschrieben.
Das Einbringen des Bariumperoxyds in die zu härtenden Massen kann entweder durch direkte Zugabe oder in vorgemischter Form erfolgen, wobei zwischen 1 und 25 Teile Bariumperoxyd pro 50 bis Teile Organopolysiloxan enthalten. Außerdem haben Versuche gezeigt, daß optimale Eigenschaften des Endproduktes dann erhalten werden, wenn zusammen mit Bariumperoxyd zwischen 0,5 und Teile, vorzugsweise 1 und 2 Teile, Fe2O3 pro Teile Organopolysiloxan als Hitzestabilisator zugefügt werden.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Beispiel
Bei einer Temperatur zwischen 110 und 155° C wurde ein Methylvinylpolysiloxan unter Rühren innerhalb von 6 Stunden einer Mischung aus
509 628/413
100 Teilen Oktamethylcyclotetrasiloxan, 0,23 Teilen Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxan und 0,1 Teil Hexamethyldisiloxan in Gegenwart von 0,001 Gewichtsteil Kaliumhydroxyd, hergestellt. Das Produkt war eine hochviskose, in Benzin lösliche Masse mit nur geringen Fließeigenschaften und hatte ungefähr 2 Methylreste pro Siliziumatom. Zu 100 Teilen dieses Polysiloxans wurden 25 Teile Rauchsilika zugegeben und auf einer Gummimühle vermählen, um einer homogene Mischung zu bilden. Daraufhin wurden 1,5 Teile einer Mischung von 2,4-Dichlorbenzoylperoxyd, in einer gleichen Gewichtsmenge von Dimethylsiliconöl, und von 75 Teilen Bariumperoxyd zugesetzt.
Zusätzlich zu der obengenannten Mischung wurden andere Mischungen aus dem Methylvinylpolysiloxan hergestellt, wobei die gleiche Verfahrensweise angewendet wurde und die Mischungen zwischen 0 und 10 Teilen Bariumperoxyd pro 100 Teile Siloxanpolymeres enthielten.
Die folgende Tabelle zeigt die Egebnisse, die mit den Täfelchen erhalten wurde, die Bariumperoxyd enthielten und in der gleichen Weise getestet wurden wie die im Hauptpatent beschriebenen, Bariumoxyd enthaltenden Verbindungen. Die Zahlen wurden mit Täfelchen erhalten, die unter verschlossenen Bedingungen bzw. offen erhitzt wurden. Die Bezeichnungen in der Tabelle bedeuten:
T = Zugfestigkeit (kg/cm2), E = Dehnbarkeit (°/o), H = Härte (Shore A).
Gewichtsprozent H Offen — 4 Stunden / 232° C E Verschlossen — 4 Stunden / 232° C T I E 36 31,3 720
BaO2 36 T 600 H abgebaut (flüssig, erweicht) 37 42,2 750
0 38 620 38 43,2 690
0,5 36 520 38 54,4 630
1,0 36 590 38 44,3 720
2,0 38 530
5,0 38 500
10
67,5
77,0
66,8
75,2
64,4
66,5
Die aus der Tabelle ersichtlichen Ergebnisse zeigen klar, daß Bariumperoxyd in Organopolysiloxanelastomeren bessere Elastomere liefert, die sowohl überragende Abbauresistenz als auch verbesserte Hitzestabilität, verglichen mit den entsprechenden Organopolysiloxanen, die kein Bariumperoxyd enthalten, besitzen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Weiterbildung des Verfahrens zum Härten von Organopolysiloxanen mit 1,95 bis 2,05 organischen Resten pro Si-Atom, durch organische Peroxyde oder Elektronenstrahlung in Gegenwart von Füllstoffen und Bariumverbindungen als Katalysatoren, unter Verwendung von Bariumoxyd als Bariumverbindung gemäß Patent 1181410, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Bariumoxyd Bariumperoxyd verwendet wird.
    509 628/413 7.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEG38487A 1962-08-22 1963-08-17 Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen Pending DE1197621B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US218520A US3261801A (en) 1962-08-22 1962-08-22 Reversion resistant organopolysiloxane containing barium oxide or barium peroxide

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1197621B true DE1197621B (de) 1965-07-29

Family

ID=22815458

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG38487A Pending DE1197621B (de) 1962-08-22 1963-08-17 Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen

Country Status (3)

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US (1) US3261801A (de)
DE (1) DE1197621B (de)
GB (1) GB1010617A (de)

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Publication number Publication date
GB1010617A (en) 1965-11-24
US3261801A (en) 1966-07-19

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