DE1197621B - Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen - Google Patents
Verfahren zum Haerten von OrganopolysiloxanenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K3/00—Use of inorganic substances as compounding ingredients
- C08K3/18—Oxygen-containing compounds, e.g. metal carbonyls
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C08g
Deutsche KL: 39 b - 22/10
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1197 621
G38487IVc/39b
17. August 1963
29. Juli 1965
G38487IVc/39b
17. August 1963
29. Juli 1965
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren zum Härten von Organopolysiloxanen mit 1,95 bis
2,05 organischen Resten pro Si-Atom, durch organische Peroxyde oder Elektronenstrahlung in Gegenwart
von Füllstoffen und Bariumverbindungen als Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
als Bariumverbindung Bariumoxyd verwendet wird.
In Weiterstellung der Erfindung wurde nunmehr gefunden, an Stelle von Bariumoxyd Bariumperoxyd
zu verwenden.
Die einmaligen Eigenschaften der Organopolysiloxanelastomeren, wie hohe Temperaturbeständigkeit
über weite Temperaturbereiche hinweg, sind allgemein bekannt. Bei besonderen Anwendungsweisen
jedoch, bei denen hohe Temperaturen unter Ver-Schlußbedingungen herrschen, beispielsweise bei sogenannten
O-Ring-Dichtungen und Manschetten, wie sie normalerweise in Flugzeug- und Dieselmotoren
vorhanden sind, können die Vorteile, die im allgemeinen bei der Verwendung von Organopolysiloxanelastomeren
erreicht werden, nicht voll realisiert werden, und zwar infolge der eigentümlichen Natur
der Organopolysiloxanpolymeren. So ist es beispielsweise seit langem bekannt, daß beim Verschließen
von Organopolysiloxanpolymeren bei erhöhten Temperaturen, d. h. dann, wenn die Polymeren in einem
geschlossenen System vorliegen, insbesondere in Gegenwart von Wasser oder Wasser enthaltenden Substanzen,
wie bestimmten Füllmaterialien, eine Erweichung des gummiartigen Produkts stattfindet, das
gewöhnlich auf einen Abbau zurückgeführt wird. Eine Erklärung dafür ist, daß eine oder mehrere
Spaltungsreaktionen im Organopolysiloxanpolymeren stattfinden. Der Abbau des Polymeren verursacht
drastische Änderungen bezüglich der Härte, der Zugfestigkeit und der Dehnbarkeit des Elastomeren. Mit
anderen Worten: Die gewünschten physikalischen Eigenschaften, die die Organopolysiloxanelastomeren
im allgemeinen besitzen, werden nachteilig verändert. Es würde daher einen Vorteil darstellen, wenn man
in der Lage wäre, die Organopolysiloxanelastomeren ohne Abbau unter Verschlußbedingungen bei erhöhten
Temperaturen zu benutzen.
Die zu härtenden Organopolysiloxane haben bei 25° C eine Viskosität von mindestens 100000 cP;
in den Organopolysiloxanen sind die organischen Reste über Silizium-Kohlenstoff-Bindungen an das
Siliziumatom gebunden; es sind, wie im Hauptpatent, einwertige Kohlenwasserstoffreste, halogenierte einwertige
Kohlenwasserstoffreste oder Cyanalkylreste, wobei im Durchschnitt 1,95 bis 2,05 organische
Reste auf 1 Siliziumatom kommen.
Verfahren zum Härten von
Organopolysiloxanen
Organopolysiloxanen
Zusatz zum Patent: 1181410
Anmelder:
General Electric Company, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. G. Ratzel,
Patentanwalt,
Mannheim, Seckenheimer Str. 36 a
Als Erfinder benannt:
Wilbur Jerome Wormuth, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. August 1962
(218 520)
V. St. v. Amerika vom 22. August 1962
(218 520)
Die Füllstoffe, die bei der erfindungsgemäßen Herstellung verwendet werden können, sind im Stand
der Technik als verfestigende und halbverfestigende Füllstoffe bekannt und sind im einzelnen im Hauptpatent
beschrieben.
Das Einbringen des Bariumperoxyds in die zu härtenden Massen kann entweder durch direkte Zugabe
oder in vorgemischter Form erfolgen, wobei zwischen 1 und 25 Teile Bariumperoxyd pro 50 bis
Teile Organopolysiloxan enthalten. Außerdem haben Versuche gezeigt, daß optimale Eigenschaften
des Endproduktes dann erhalten werden, wenn zusammen mit Bariumperoxyd zwischen 0,5 und
Teile, vorzugsweise 1 und 2 Teile, Fe2O3 pro
Teile Organopolysiloxan als Hitzestabilisator zugefügt werden.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Bei einer Temperatur zwischen 110 und 155° C wurde ein Methylvinylpolysiloxan unter Rühren
innerhalb von 6 Stunden einer Mischung aus
509 628/413
100 Teilen Oktamethylcyclotetrasiloxan, 0,23 Teilen Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxan und 0,1 Teil
Hexamethyldisiloxan in Gegenwart von 0,001 Gewichtsteil Kaliumhydroxyd, hergestellt. Das Produkt
war eine hochviskose, in Benzin lösliche Masse mit nur geringen Fließeigenschaften und hatte ungefähr
2 Methylreste pro Siliziumatom. Zu 100 Teilen dieses Polysiloxans wurden 25 Teile Rauchsilika zugegeben
und auf einer Gummimühle vermählen, um einer homogene Mischung zu bilden. Daraufhin
wurden 1,5 Teile einer Mischung von 2,4-Dichlorbenzoylperoxyd, in einer gleichen Gewichtsmenge
von Dimethylsiliconöl, und von 75 Teilen Bariumperoxyd zugesetzt.
Zusätzlich zu der obengenannten Mischung wurden andere Mischungen aus dem Methylvinylpolysiloxan
hergestellt, wobei die gleiche Verfahrensweise angewendet wurde und die Mischungen zwischen 0
und 10 Teilen Bariumperoxyd pro 100 Teile Siloxanpolymeres enthielten.
Die folgende Tabelle zeigt die Egebnisse, die mit den Täfelchen erhalten wurde, die Bariumperoxyd
enthielten und in der gleichen Weise getestet wurden wie die im Hauptpatent beschriebenen, Bariumoxyd
enthaltenden Verbindungen. Die Zahlen wurden mit Täfelchen erhalten, die unter verschlossenen Bedingungen
bzw. offen erhitzt wurden. Die Bezeichnungen in der Tabelle bedeuten:
T = Zugfestigkeit (kg/cm2), E = Dehnbarkeit (°/o),
H = Härte (Shore A).
| Gewichtsprozent | H | Offen — 4 Stunden / 232° C | E | Verschlossen — 4 Stunden / 232° C | T | I E | 36 | 31,3 | 720 |
| BaO2 | 36 | T | 600 | H | abgebaut (flüssig, erweicht) | 37 | 42,2 | 750 | |
| 0 | 38 | 620 | 38 | 43,2 | 690 | ||||
| 0,5 | 36 | 520 | 38 | 54,4 | 630 | ||||
| 1,0 | 36 | 590 | 38 | 44,3 | 720 | ||||
| 2,0 | 38 | 530 | |||||||
| 5,0 | 38 | 500 | |||||||
| 10 | |||||||||
| 67,5 | |||||||||
| 77,0 | |||||||||
| 66,8 | |||||||||
| 75,2 | |||||||||
| 64,4 | |||||||||
| 66,5 | |||||||||
Die aus der Tabelle ersichtlichen Ergebnisse zeigen klar, daß Bariumperoxyd in Organopolysiloxanelastomeren
bessere Elastomere liefert, die sowohl überragende Abbauresistenz als auch verbesserte Hitzestabilität,
verglichen mit den entsprechenden Organopolysiloxanen, die kein Bariumperoxyd enthalten, besitzen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Weiterbildung des Verfahrens zum Härten von Organopolysiloxanen mit 1,95 bis 2,05 organischen Resten pro Si-Atom, durch organische Peroxyde oder Elektronenstrahlung in Gegenwart von Füllstoffen und Bariumverbindungen als Katalysatoren, unter Verwendung von Bariumoxyd als Bariumverbindung gemäß Patent 1181410, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Bariumoxyd Bariumperoxyd verwendet wird.509 628/413 7.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US218520A US3261801A (en) | 1962-08-22 | 1962-08-22 | Reversion resistant organopolysiloxane containing barium oxide or barium peroxide |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1197621B true DE1197621B (de) | 1965-07-29 |
Family
ID=22815458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG38487A Pending DE1197621B (de) | 1962-08-22 | 1963-08-17 | Verfahren zum Haerten von Organopolysiloxanen |
Country Status (3)
| Country | Link |
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-
1962
- 1962-08-22 US US218520A patent/US3261801A/en not_active Expired - Lifetime
-
1963
- 1963-08-08 GB GB31409/63A patent/GB1010617A/en not_active Expired
- 1963-08-17 DE DEG38487A patent/DE1197621B/de active Pending
Also Published As
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