DE1193925B - Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden AbgasenInfo
- Publication number
- DE1193925B DE1193925B DEH46700A DEH0046700A DE1193925B DE 1193925 B DE1193925 B DE 1193925B DE H46700 A DEH46700 A DE H46700A DE H0046700 A DEH0046700 A DE H0046700A DE 1193925 B DE1193925 B DE 1193925B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- silicon dioxide
- exhaust gases
- silicon
- fuel
- hydrogen fluoride
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B33/00—Silicon; Compounds thereof
- C01B33/113—Silicon oxides; Hydrates thereof
- C01B33/12—Silica; Hydrates thereof, e.g. lepidoic silicic acid
- C01B33/18—Preparation of finely divided silica neither in sol nor in gel form; After-treatment thereof
- C01B33/181—Preparation of finely divided silica neither in sol nor in gel form; After-treatment thereof by a dry process
- C01B33/183—Preparation of finely divided silica neither in sol nor in gel form; After-treatment thereof by a dry process by oxidation or hydrolysis in the vapour phase of silicon compounds such as halides, trichlorosilane, monosilane
- C01B33/184—Preparation of finely divided silica neither in sol nor in gel form; After-treatment thereof by a dry process by oxidation or hydrolysis in the vapour phase of silicon compounds such as halides, trichlorosilane, monosilane by hydrolysis of tetrafluoride
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/19—Fluorine; Hydrogen fluoride
- C01B7/191—Hydrogen fluoride
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01P—INDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
- C01P2006/00—Physical properties of inorganic compounds
- C01P2006/60—Optical properties, e.g. expressed in CIELAB-values
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01P—INDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
- C01P2006/00—Physical properties of inorganic compounds
- C01P2006/80—Compositional purity
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Silicon Compounds (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
COIb
Deutsche Kl.: 12 i-33/18
Nummer: 1193 925
Aktenzeichen: H 46700IV a/12 i
Anmeldetag: 20. August 1962
Auslegetag: 3. Juni 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von amorphem, f einteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfhioriden aus Siliciumtetrafluorid,
Flußsäure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen, die
beim Aufschluß von Mineralphosphaten mit Schwefelsäure anfallen. Das Verfahren eignet sich insbesondere
zur Behandlung von Abgasen, die bei der Verarbeitung von phosphorhaltigen Erzen mit Säuren entstehen.
In Betrieben zum Aufschluß von Mineralphosphaten, die einen beträchtlichen Fluorgehalt aufweisen, geht
zumindest ein Teil des Fluors als gasförmige Verbindungen in den Schornstein und verunreinigt die
Atmosphäre. Ein anderer Teil verunreinigt die Gewässer. Die Erfindung bezweckt es, diese Probleme
zu lösen und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, um Produkte in wertvoller Form wiederzugewinnen
und hierdurch die Wirtschaftlichkeit solcher Verfahren zu verbessern.
Es werden erfindungsgemäß Silicium- und Fluor-Verbindungen enthaltende Gase und Dämpfe in eine
Heiz- oder Verbrennungszone unter Bedingungen geführt, bei denen die Fluorverbindungen in eine zur
Wiedergewinnung geeignete Form und die Siliciumverbindungen in Siliciumdioxyd hoher Reinheit umgewandelt
werden.
Bei der Behandlung von Fluor und Silicium enthaltenden Mineralphosphaten enthalten die Abgase Fluor
und Silicium hauptsächlich in Form von Siliciumtetrafluorid, das unter normalen atmosphärischen
Bedingungen ein Gas ist, da die reine Verbindung bei —65° C siedet. Siliciumtetrafluorid ist in Wasser sehr
leicht löslich und zersetzt sich gemäß folgender Gleichung:
3 SiF4 + 2 H8O
2 H2SiF6 + SiO2
Verfahren, die auf dieser Gleichung beruhen, wurden
zur Wiedergewinnung von Fluor und Silicium aus Gasen angewandt, indem man die Gase mit Wasser
umsetzte.
Diese Verfahren waren jedoch nicht besonders erfolgreich oder wirtschaftlich vorteilhaft, da die
Kieselfluorwasserstoffsäure nicht sehr gefragt und das erhaltene Siliciumdioxyd von schlechter Qualität ist.
Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd durch hydrolytische
Spaltung von Silciumtetrafluorid in der Dampfphase entsprechend folgender Gleichung
SiF4 + 2H2O
SiO2 + 4HF
Verfahren zur Herstellung von amorphem,
feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid,
Flußsäure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen
feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid,
Flußsäure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen
Anmelder:
Hooker Chemical Corporation,
Niagara Falls, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. rer. nat. V. Vossius, Patentanwalt,
München 23, Eisenacher Str. 9
Als Erfinder benannt:
John Homer Hinkle jun.,
Houston, Tex. (V. St. A.)
John Homer Hinkle jun.,
Houston, Tex. (V. St. A.)
bekannt, bei dem trockenes Siliciumtetrafluorid mit Wasserdampf bei Temperaturen oberhalb 700° C umgesetzt,
das gebildete Siliciumdioxyd vom gleichzeitig entstandenen Fluorwasserstoff bei diesen Temperaas
türen abgetrennt und danach das abgeschiedene Siliciumdioxyd abgekühlt wird. Die Reaktion ist bei
Temperaturen unter 7000C reversibel.
Weitere bekannte Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd aus Siliciumtetrafluorid
erfolgen in Gegenwart eines verbrennbaren Gases und Sauerstoff in der Dampfphase. Als Gas
wird Leuchtgas, Methan oder Wassergas verwendet, mit dem die umzusetzenden Verbindungen in einer
Verbrennungszone verbrannt werden.
Es wurde nun gefunden, daß man als Brennstoff für die vorstehend beschriebene Reaktion überraschenderweise die Kohlenstoffverbindungen verwenden kann, die in Alkylierungsschwefelsäure enthalten sind, welche zum Aufschluß der Mineralphosphate verwendet wurde. Alkylierungsschwefelsäure enthält gewöhnlich etwa 5 bis 15 Gewichtsprozent Kohlenstoffverbindungen, die beim Aufschluß verdampfen und als Brennstoff zusammen mit den anorganischen Bestandteilen der Abgase dieses Aufschlusses in einer Verbrennungszone erhitzt und entzündet werden, wobei die beabsichtigte Umwandlung der Silicium- und Fluorverbindungen erfolgt. Durch Verwendung einer Alkylierungsschwefelsäure beim Aufschluß der Mineralphosphate wird also den Abgasen der zu ihrer Umwandlung bei hohen Temperaturen erforderliche Brennstoff unmittelbar mitgegeben, während er bei den bekannten Verfahren den Abgasen nachträglich zugesetzt wird.
Es wurde nun gefunden, daß man als Brennstoff für die vorstehend beschriebene Reaktion überraschenderweise die Kohlenstoffverbindungen verwenden kann, die in Alkylierungsschwefelsäure enthalten sind, welche zum Aufschluß der Mineralphosphate verwendet wurde. Alkylierungsschwefelsäure enthält gewöhnlich etwa 5 bis 15 Gewichtsprozent Kohlenstoffverbindungen, die beim Aufschluß verdampfen und als Brennstoff zusammen mit den anorganischen Bestandteilen der Abgase dieses Aufschlusses in einer Verbrennungszone erhitzt und entzündet werden, wobei die beabsichtigte Umwandlung der Silicium- und Fluorverbindungen erfolgt. Durch Verwendung einer Alkylierungsschwefelsäure beim Aufschluß der Mineralphosphate wird also den Abgasen der zu ihrer Umwandlung bei hohen Temperaturen erforderliche Brennstoff unmittelbar mitgegeben, während er bei den bekannten Verfahren den Abgasen nachträglich zugesetzt wird.
509 578/347
3 4
Somit betrifft die Erfindung ein neues Verfahren zur tion ist von solcher Art, daß praktisch die gesamten
Herstellung von amorphem, feinteiligem Silicium- Materialien in dem Zustand vorliegen, der durch die
dioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus linke Seite der Gleichung wiedergegeben ist, wenn sie
Siliciumtetrafluorid, Flußsäure sowie Siliciumdioxyd in gasförmigem Zustand vorliegen. Nur bei Anwesenin
suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden 5 heit von Wasser in flüssigem Zustand und in großen
Abgasen, die beim Aufschluß von Mineralphosphaten Mengen verschiebt sich das Gleichgewicht der Reaktion
mit Schwefelsäure anfallen, durch hydrolytische Spal- auf die rechte Seite.
tung in der Dampfphase bei erhöhten Temperaturen Das in der Leitung 10 strömende Gas kann auch
in Gegenwart eines Brennstoffes und gegebenenfalls noch Schwefelverbindungen, wie Schwefeldioxyd und
Luft oder freiem Sauerstoff, Abtrennung der entstan- io Schwefeltrioxyd, Kohlendioxyd und Stickstoff, ent-
denen Kieselsäure bei erhöhter Temperatur und Aus- halten.
waschen des entstandenen Fluorwasserstoffs und Erfindungsgemäß enthält das Gas als Brennstoff
gegebenenfalls Umwandlung in ein Metallfluorid. Das weiterhin die verdampfbaren Kohlenstoffverbindungen
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als Brenn- aus der zum Aufschluß verwendeten Alkylierungs-
stoff die verdampfbaren Kohlenstoffverbindungen aus 15 schwefelsäure.
einer zum Aufschluß verwendeten Alkylierungs- Durch die aus der Leitung 10 abzweigende Leitung 14
schwefelsäure benutzt werden und daß man die Abgase gelangen die Gase in ein Gebläse 15, welches die Gase
in einer Verbrennungszone erhitzt, das entstandene durch eine Leitung 16 in eine Brennervorrichtung 17
Siliciumdioxyd in einem Abscheider in an sich bekann- innerhalb des Bodenteiles einer Verbrennungskamter
Weise abtrennt, die entstandene Fluorwasserstoff- 20 mer 18 oder einer anderen Heizeinrichtung führt. Die
säure aus den Gasen in an sich bekannter Weise aus- Verbrennungskammer 18 ist in Form eines einfachen
wäscht und gegebenenfalls in ein Metallfluorid um- senkrecht stehenden Zylinders gezeigt, dessen Kopfwandelt,
teil 20 sich verjüngt. Statt dieser Vorrichtung kann
Vorzugsweise werden die Abgase auf mindestens jede geeignete andere Vorrichtung verwendet werden.
815°C erhitzt, und das Siliciumdioxyd wird aus den 25 Der Brenner 17 kann von jeder geeigneten Bauart zur
Abgasen bei einer Temperatur oberhalb 1500C abge- Verbrennung von Gasgemischen oder zur Verbrennung
trennt. Weiterhin wird den Abgasen Sauerstoff Vorzugs- von festen und/oder flüssigen Brennstoffen im Gemisch
weise in solcher Menge zugegeben, daß die Verbren- mit Gasen sein.
nung der kohlenstoffhaltigen Verbindungen gerade Eine Leitung 21 erstreckt sich in die Verbrennungsunterhalten wird. Den Abgasen kann vor der Erhitzung 30 kammer 18 axial innerhalb des Brenners 17, von dem
in der Verbrennungszone zusätzlich ein Brennstoff die Leitung 21 einen Teil bilden kann. Gewöhnlich
zugegeben werden' und nach der Entzündung kann die endigt die Leitung 21 kurz vor dem oberen Ende des
Zufuhr dieses Brennstoffs gedrosselt oder unterbrochen Brenners, so daß sich die Gase zumindest in gewissem
werden. Ausmaß innerhalb des Brenners vermischen, bevor das
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend 35 Gasgemisch in die darüberliegende Verbrennungszone
unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. geführt wird. Die Leitung 21 führt erforderlichenfalls
Die Zeichnung zeigt einen Ausschnitt eines Schorn- ein zusätzliches Brenngas, wie Erdgas, oder einen
steins 10 oder einer anderen Leitung, die Gase und flüssigen und/oder festen Brennstoff, wie Heizöl,
Dämpfe führt, welche aus einer Verarbeitungsanlage 11 Kohlenstaub, Kohlenstaub enthaltendes Heizöl od. dgl.,
herrühren. In der Anlage 11 werden Mineralphos- 40 in die Verbrennungszone.
phate mit Schwefelsäure aufgeschlossen unter Abspal- Die Verbrennungskammer 18 kann entweder von
tung von Gasen und Dämpfen, die Fluorverbindungen der Art des gezeigten direkt beheizten Typs sein, mit
und Siliciumverbindungen enthalten. dem man gewöhnlich die besten Ergebnisse erzielt,
Im allgemeinen sind Fluor und Silicium vorwiegend oder sie kann zusätzlich indirekt beheizt werden,
in Form von Siliciumtetrafluorid vereinigt, möglicher- 45 Eine Leitung 22 mit einem Schieber, z. B. einem
weise liegen weitere Mengen von Fluor in Form von Zugregler 23, führt in die Leitung 14 auf der Ansaug-
Kieselfluorwasserstoffsäure und/oder Fluorwasserstoff- seite des Gebläses 15 und dient zur gesteuerten Ein-
säure vor. Andere Siliciumverbindungen können mög- führung von Luft, wie sie zur richtigen Verbrennung
licherweise ebenfalls vorhanden sein. Wasser und in der Kammer 18 erforderlich ist.
Siliciumtetrafluorid können gemäß der Gleichung 50 Die in die Verbrennungskammer 18 durch den
λττλ , 1 Q-T-. > ο τι C;t-. , o;r>
Brenner 17 austretenden Gase werden auf einen
Z H2U + J air4 -<—z. Z H2blr6 + blU2 .. , „ . ~ , -., . λΠ. , ., . ,.
genugenden Sauerstoffgehalt eingestellt, damit sie die
unter bestimmten Bedingungen reagieren. Die aus der Verbrennung und die gewünschte Verbrennungstempe-
Anlage 11 durch die Leitung 12 in die Leitung 10 ratur aufrechterhalten können. Der Sauerstoffgehalt
strömenden Gase können somit neben Siliciumtetra- 55 besitzt jedoch einen solchen Wert, daß der rest-
fluorid und Wasserdampf, die für das Verfahren not- liehe Sauerstoff nach erfolgter Verbrennung in den
wendig sind, unterschiedliche Mengen an Kieselfluor- Gasen, die durch die Leitung 20 austreten, sehr
wasserstoffsäure, Fluorwasserstoffsäure, suspendiertem gering ist.
Siliciumdioxyd und andere Siliciumverbindungen ent- Der Auslaß 20 aus der Verbrennungskammer 18
halten. 60 führt in einen Abscheider 24, in dem Siliciumdioxyd
Wie bereits ausgeführt, muß der durch die Leitung 10 hoher Reinheit aus den Gasen abgetrennt wird. Der
strömende Gasstrom Fluor- und Siliciumverbindungen Abscheider 24 kann von jeder geeigneten Bauart sein,
in irgendeiner Mischung, gewöhnlich in Form der auf oder er kann eine Kombination von verschiedenen
der linken Seite der Gleichung Typen sein, die Siliciumdioxyd aus den Gasen abtren-
1Ηλ 15 oje >
τ tr q;c _i_ c;n 65 nen. Vorzugsweise besteht der Abscheider 24 aus
Z H2U + 5 öir4
< ■* ζ H2OIr6 + öiU2 ° . , b . ., , , . -. . ,.
einem hochtoungen Zyklonstaubabscheider in Kombiaufgeführten
Verbindungen, enthalten. Das heißt, die nation mit einem Staubabscheider des Sackfiltertyps,
durch die Gleichung wiedergegebene chemische Reak- Dieses System trennt wirkungsvoll und leistungsfähig
suspendiertes Siliciumdioxyd oder anderen Staub aus einem Gasstrom ab.
Eine Leitung 25 führt die vom Siliciumdioxyd befreiten Gase zur getrennten Wiedergewinnung von
Fluorverbindungen und gegebenenfalls Schwefelverbindungen
ab.
Bei der Aufarbeitung der Silicium- und Fluorverbindungen enthaltenden Gase durch Auswaschen
soll die Waschlösung einen pH-Wert unterhalb 6,8 aufweisen, und sie kann so sauer sein, wie es wirtschaftlich
zweckmäßig ist. Der Grenzwert der Säurestärke der Waschlösung hängt von der Absorptionskraft der
Waschlösung ab. Die Absorption wird von 0cC aufwärts
auch durch die Temperatur beeinflußt. Wenn man den pH-Wert oberhalb des Neutralpunktes ansteigen
läßt, reagieren die Fluorverbindungen mit Basen und bilden Silicofluoride und Fluoride.
Um im wesentlichen siliciumdioxydfreie Verbindungen an dieser Stelle abzutrennen, ist es entscheidend,
einen pH-Wert unterhalb 6,8 in der Waschflüssigkeit aufrechtzuerhalten. Die Fluoride können in Form von
Silicofluoriden in dem Waschsystem abgefangen und in an sich bekannter Weise auf Fluoride aufgearbeitet
werden, vorausgesetzt, daß die insgesamt abgetrennte Lösung nicht ein Gewichtsverhältnis von Fluor zu
Silicofluorid von unterhalb 1: 3 in der Waschlösung aufweist. Weitere Hinweise finden sich in der USA.-Patentschrift
2 588 786.
Was die chemischen Umsetzungen anbelangt, die in dem vorstehend kurz beschriebenen Verfahren ablaufen,
so enthält der Gasstrom, der in die Verbrennungskammer 18 durch die Leitung 10, 14 und das
Gebläse 15, die Leitung 16 und den Brenner 17 eintritt, neben den verdampfbaren Kohlenstoffverbindungen
aus der Alkylierungsschwefelsäure als wesentliche Komponenten für das Verfahren Siliciumtetrafluorid
und Wasserdampf. Gleichfalls sind noch andere vorstehend beschriebene gasförmige Bestandteile vorhanden,
welche als Verdünnungsmittel wirken. Sauerstoff und die kohlenstoffhaltigen Bestandteile sind entscheidende
Bestandteile für die Verbrennung, die in der Verbrennungskammer 18 erfolgt.
Die aus dem Brenner 17 in die Verbrennungskammer 18 strömenden Gase können die verdampfbaren
Kohlenwasserstoffverbindungen in genügender Menge enthalten, um die Verbrennung in der Kammer
18 bei einer geeigneten Temperatur ohne zusätzliche Zugabe von Brennstoff durch die Leitung 21 zu unterhalten.
Dampf wird durch die Leitung 26, welche durch die Seitenwand der Kammer 18 führt, in die Seite des
Brenners 17 eingeleitet, falls die Gase nicht einen genügenden Wassergehalt aufweisen.
In der Kammer 18 erfolgt die Verbrennung zum Aufheizen der Gase auf eine genügend hohe Temperatur,
damit die chemische Umsetzung
bei Temperaturen zu betreiben, die beträchtlich unterhalb 815°C liegen, da man dann geringere Ausbeuten
erzielt.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist folgender. Der Brennstoff aus der
Alkylierungsschwefelsäure zur Aufrechterhaltung der Temperatur in der Verbrennungskammer wird zusammen
mit den umzuwandelnden silicium- und fluorhaltigen Verbindungeneingeführt. Hierdurch werden in
ίο einfacher Weise eine innige Berührung mit der Flamme
und der größte Heizwirkungsgrad erzielt. Wenn der Brennstoff und die umzuwandelnden Stoffe in getrennten
Strömen eingeführt werden, erhält man nicht diesen Kontakt und Wirkungsgrad, wie er beim erfindungsgemäßen
Verfahren auftritt. Die erfindungsgemäße Maßnahme ermöglicht die Verwendung bisher verworfener,
weil anderweitig unbrauchbarer und zum Teil giftiger Stoffe als Brennstoff. Sie stellt daher eine
erhebliche Materialersparnis dar.
so Sofern die verdampfbaren Kohlenwasserstoffverbindungen
in einer Menge vorliegen, daß sie den in der Verbrennungskammer erforderlichen Temperaturzustand
aufrechterhalten oder erheblich unterstützen, kann der gesamte oder zumindest ein Teil des in den
Brenner durch die Leitung 21 strömenden Brennstoffes abgeschaltet werden, sobald das Verfahren läuft und
die Verbrennungskammer auf der Betriebstemperatur ist. Der in dem zu behandelnden Gas enthaltene
Brennstoff hält dann die Temperatur aufrecht. Nur
ein geringer Überschuß an Sauerstoff zur Unterstützung der Verbrennung wird aufrechterhalten, da
festgestellt wurde, daß ein größerer Überschuß an Sauerstoff die Umwandlung verzögert.
Das anfallende Siliciumdioxyd ist von sehr hoher Reinheit. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Siliciumdioxyd hat folgende chemische Zusammensetzung:
Das anfallende Siliciumdioxyd ist von sehr hoher Reinheit. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Siliciumdioxyd hat folgende chemische Zusammensetzung:
Chemische Zusammensetzung
des abgetrennten Siliciumdioxyds
des abgetrennten Siliciumdioxyds
| Bestandteile | Gewichtsprozent |
| SiO2 Fe |
90,02 0,0005 0,35 2,32 5,39 1,66 0,42 0,0075 Spuren |
| Al P |
|
| Ca SO4 F |
|
| Mg Cl |
SiF4 + 2H2O
4HF + SiO2
rasch verläuft. Der geeignete bekannte Temperaturbereich liegt zwischen etwa 416 und etwa 1647° C. Die
bevorzugten Temperaturen liegen oberhalb 815°C,
damit die Umsetzung praktisch vollständig verläuft. Es wurde festgestellt, daß bei Aufrechterhaltung von
Temperaturen in der Verbrennungskammer um 815°C die Umwandlung von Siliciumtetrafluorid in Fluorwasserstoff
und Siliciumdioxyd größer als 80% ist. Bei höheren Temperaturen ist die Umwandlung höher
und bei niedrigeren Temperaturen niedriger. Es ist gewöhnlich unwirtschaftlich, die Verbrennungskammer
(Spektralanalytisch kein Cu, Mn, Zn oder andere Metalle.)
Das Siliciumdioxyd ist schneeweiß und hat einen gleichmäßig feinen Zerteilungsgrad. Daher kann das
Siliciumdioxyd für zahlreiche Verfahren ohne weitere Behandlung verwendet werden. Der Zerteilungsgrad
macht das Produkt besonders brauchbar für chemische Umsetzungen, und wegen seiner relativen chemischen
Reinheit ist es natürlichen Sanden und den meisten technisch verarbeiteten Sanden weit überlegen. Die
niedrigen Kosten seiner Herstellung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bringen es in eine vorteilhafte
wirtschaftliche Stellung. Auf Grund der möglichen Rückumwandlung und/oder Verunreinigung des Siliciumdioxyds
wird seine Abtrennung vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb etwa 150° C durchgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann mitVerfahren zur Wiedergewinnung von Schwefel- und Fluorverbindungen
kombiniert werden, so daß der gesamte Wirkungsgrad des Verfahrens noch verbessert wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff
oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flußsäure
sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen, die beim
Aufschluß von Mineralphosphaten mit Schwefelsäure anfallen, durch hydrolytische Spaltung in der
Dampfphase bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart eines Brennstoffs und gegebenenfalls Luft oder
freiem Sauerstoff, Abtrennung der entstandenen Kieselsäure bei erhöhter Temperatur und Auswaschen
des entstandenen Fluorwasserstoffs und gegebenenfalls Umwandlung in ein Metallfluorid,
dadurch gekennzeichnet, daß als Brennstoff die verdampfbaren Kohlenstoffverbindungen
aus einer zum Aufschluß verwendeten Alkylierungsschwefelsäure benutzt werden und daß
man die Abgase in einer Verbrennungszone erhitzt, das entstandene Siliciumdioxyd in einem Abscheider
in an sich bekannter Weise abtrennt, die entstandene Fluorwasserstoffsäure aus den Gasen in
an sich bekannter Weise auswäscht und gegebenenfalls in ein Metallfluorid umwandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase auf mindestens 815°C
erhitzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Siliciumdioxyd aus den
Abgasen bei einer Temperatur oberhalb 15O0C abgetrennt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Abgasen Sauerstoff in
solcher Menge zugegeben wird, daß die Verbrennung der kohlenstoffhaltigen Verbindungen gerade
unterhalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Abgasen vor der Erhitzung
in der Verbrennungszone zusätzlich ein Brennstoff zugegeben wird und daß nach der Entzündung die
Zufuhr dieses Brennstoffes gegebenenfalls gedrosselt oder unterbrochen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 028 099, 1 047 756.
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 028 099, 1 047 756.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 578/347 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH46700A DE1193925B (de) | 1962-08-20 | 1962-08-20 | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH46700A DE1193925B (de) | 1962-08-20 | 1962-08-20 | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen |
| GB3548562A GB1011234A (en) | 1962-09-18 | 1962-09-18 | Process for the recovery of silica and hydrogen fluoride from waste gases |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1193925B true DE1193925B (de) | 1965-06-03 |
Family
ID=25979928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH46700A Pending DE1193925B (de) | 1962-08-20 | 1962-08-20 | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1193925B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028099B (de) * | 1955-06-11 | 1958-04-17 | Goesta Lennart Flemmert Dr Tec | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinverteiltem Siliciumdioxyd |
| DE1047756B (de) * | 1956-02-07 | 1958-12-31 | Cabot Godfrey L Inc | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd |
-
1962
- 1962-08-20 DE DEH46700A patent/DE1193925B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028099B (de) * | 1955-06-11 | 1958-04-17 | Goesta Lennart Flemmert Dr Tec | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinverteiltem Siliciumdioxyd |
| DE1047756B (de) * | 1956-02-07 | 1958-12-31 | Cabot Godfrey L Inc | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2251031C3 (de) | Verfahren zum Entfernen einer Säuregaskomponente aus einem Gasstrom | |
| DE1642994A1 (de) | Verfahren zum Reinigen von hochdispersen Oxiden | |
| DE964232C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von kieselsaeurehaltigem Flussspat mit Fluorwasserstoffsaeure | |
| DE3203743C2 (de) | ||
| DE1208741B (de) | Verfahren zur Gewinnung von feinverteiltem Siliciumdioxyd | |
| DE4126670A1 (de) | Verfahren zur abwasserfreien aufarbeitung von rueckstaenden einer chlorsilandestillation mit salzsaeure | |
| DE2611667A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von chlor und eisenoxid aus verunreinigten eisen(ii)-chloridhaltigen chloridgemischen, welche bei der chlorierung titanhaltiger rohstoffe anfallen | |
| EP0362666B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von AOX-armer, chlorfreier Salzsäure | |
| DE1184967B (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Fluor aus festen Rueckstaenden der Aluminium-Schmelzflusselektrolysc | |
| DE1150955B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von hochdispersen Oxyden | |
| DE1193925B (de) | Verfahren zur Herstellung von amorphem, feinteiligem Siliciumdioxyd und Fluorwasserstoff oder Metallfluoriden aus Siliciumtetrafluorid, Flusssaeure sowie Siliciumdioxyd in suspendierter Form und Wasserdampf enthaltenden Abgasen | |
| DE69007806T2 (de) | Verfahren und Anlage zum Behandeln von Schlacke aus Schmelzen von Aluminiumschrott und -abfällen, Wiedergewinnung der Komponenten und Behandlung der angefallenen Gase. | |
| DE2005905A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefeldioxid aus verbrauchter Schwefelsäure | |
| DE638595C (de) | Wiedergewinnung des durch Chlorierung von eisensulfidhaltigen Erzen zwecks Gewinnung des Schwefels an Eisen gebundenen Chlors | |
| DE2629241A1 (de) | Verfahren zum aufbereiten von schiefergestein zur gewinnung von darin vorhandenen metallen und dem darin enthaltenen schwefel | |
| DE534190C (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff | |
| DE438172C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von Gips | |
| DE2145912C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminium | |
| DE607751C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure | |
| DE972105C (de) | Herstellung von Schwefel durch Roesten von Pyrit mit Sauerstoff | |
| DE395270C (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem oder wasserarmem Kalziumchlorid | |
| DE458998C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Chlor und Alkalisulfat aus Alkalichlorid, Schwefeltrioxyd und Luft | |
| DE1118174B (de) | Verfahren zur Herstellung von Trichlorborazol | |
| DE696930C (de) | Verfahren zur Herstellung acetylenreicher Gase aus bitumenhaltigen Kohlen | |
| DE4021408A1 (de) | Verfahren zur herstellung von reiner salzsaeure |