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DE1192265B - Selbstschalter fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Selbstschalter fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE1192265B
DE1192265B DES78434A DES0078434A DE1192265B DE 1192265 B DE1192265 B DE 1192265B DE S78434 A DES78434 A DE S78434A DE S0078434 A DES0078434 A DE S0078434A DE 1192265 B DE1192265 B DE 1192265B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching bridge
permanent magnet
switching
designed
pivot lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES78434A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Mahnke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES78434A priority Critical patent/DE1192265B/de
Publication of DE1192265B publication Critical patent/DE1192265B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/32Electromagnetic mechanisms having permanently magnetised part
    • H01H71/321Electromagnetic mechanisms having permanently magnetised part characterised by the magnetic circuit or active magnetic elements
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/738Interface circuits for coupling substations to external telephone lines
    • H04M1/74Interface circuits for coupling substations to external telephone lines with means for reducing interference; with means for reducing effects due to line faults
    • H04M1/745Protection devices or circuits for voltages surges on the line

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

  • Selbstschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Die Erfindung betrifft einen Selbstschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bei Auftreten eines Überstromes ansprechenden Selbstschalter mit von Hand betätigbaren Rückstellmitteln zu versehen, derart, daß bei einfacher Bauweise möglichst kurze, von den Rückstellmitteln unbeeinflußbare Schaltzeiten erzielt werden können.
  • In der Fernmeldetechnik waren bisher Selbstschalter für Selbst und Handauslösung bekannt, bei denen die Kontaktstellen eines Hauptstromkreises über eine bewegbare Kontaktbrücke geschlossen oder geöffnet wurden. Bei Auftreten eines Überstromes im abzusichernden Hauptstromkreis wurde, beispielsweise mittels eines Ankers einer Magnetspule oder eines Bimetallstreifens, ein Kontaktmechanismus, bestehend aus Klinkenschiebern und Sperrhebeln betätigt, über welchen die Kontaktbrücke in die jeweilige Schaltstellung bewegt wurde. Die Handauslösung geschah über ein als Drucktaste und Zugschalter ausgebildetes Handbetätigungsorgan, dessen Bewegung wiederum den Kontaktmechanismus betätigte und so die Kontaktbrücke in die jeweilige Schaltstellung brachte. Das Handbetätigungsorgan kennzeichnete dabei die jeweilige Schaltstellung. Da in der modernen Fernmeldetechnik, insbesondere bei Vermittlungsstellen der Fernsprechtechnik besonders auf kurze Auslösezeiten bei Schaltern geachtet werden muß, ist der bekannte Selbstschalter nur im begrenzten Maße anwendbar, da bei diesem die durch den Überstrom oder von Hand erzeugte Bewegung über einen relativ komplizierten Mechanismus auf die Kontaktstelle des Hauptstromkreises übertragen werden mußte, was eine relativ lange Auslösezeit zur Folge hatte. Weiterhin kommt hinzu, daß ein aus vielen Einzelelementen bestehender Schaltmechanismus aufwendig zu fertigen ist und außerdem infolge der Fertigungstoleranzen mit wachsender Anzahl von Einzelelementen die Unsicherheitsfaktoren des Gerätes steigen.
  • Zur Vermeidung dieser Nachteile ist der erfindungsgemäße Selbstschalter so ausgebildet, daß eine als Anker ausgebildete Schaltbrücke den beweglichen Teil eines von einem Dauermagneten gespeisten Magnetkreises bildet, bei welchem die Haltekraft des Dauermagneten unter dem Einfiuß eines Auslöse-Systems steht, und daß ein der als Anker ausgebildeten Schaltbrücke zugeordnetes Polelement des Magnetkreises relativ zur Schaltbrücke so bewegt werden kann, daß die Schaltbrücke nach Auslösung mit Hilfe des Dauermagneten von Hand in seine Betriebslage zurückgestellt wird. Der so ausgebildete Selbstschalter hat den Vorteil, daß bei Auftreten eines Überstromes die als Anker ausgebildete Schaltbrücke durch die Abfallbewegung direkt ohne Mitwirkung weiterer Schaltelemente einen Hauptstromkreis unterbricht, was bedeutet, daß so sehr kurze Auslösezeiten erreicht werden können. Gleichzeitig wird eine Vereinfachung der Bauweise des erfindungsgemäßen Selbstschalters dadurch erreicht, daß das Polelement des Magnetkreises selbst, das im nicht ausgelösten Zustand die Schaltbrücke in ihrer Anfangslage hält, zur Rückstellung der Schaltbrücke benutzt wird, dazu also keine weiteren Schaltelemente mehr benötigt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Schaltbrücke, das Auslösesystem und der Dauermagnet auf einem Schwenkhebel gelagert, mit welchem die Kontaktlage der Schaltbrücke bei nicht angesprochenem Auslösesystem von Hand beeinflußt werden kann. Die bei den bekannten Selbstschaltern auftretenden, durch die Vielzahl der Schaltelemente bedingten Unsicherheitsfaktoren werden durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Selbstschalters dadurch wesentlich gemindert, daß die wenigen hierbei benötigten Schaltelemente auf einem zentral angeordneten Schwenkhebel gelagert sind. Die üblichen Bedingungen der Handauslösung sowie der Selbstauslösung werden dabei in einfacher Weise voll erfüllt. Eine Beeinflussung der elektromagnetisch eingeleiteten Auslösung durch die Betätigung des Handbetätigungselementes wird so verhindert.
  • Zweckmäßigerweise ist der Schwenkhebel als Winkelhebel ausgebildet, dessen einer Arm als Handhabe dient und dessen anderer Arm als Lagerung für die Schaltbrücke ausgebildet ist und bei welchem der Schwenkhebel als magnetisches Joch für den permanenten Magnetfluß dient. Wie schon erwähnt, war es bei bekannten Selbstschaltern mit Hand- und Selbstauslösung üblich, das Handbetätigungsorgan als Drucktaste für die Rückstellung auszubilden. Um die Auslösung der Kontaktelemente von Hand zu ermöglichen (Handauslösung) mußte die Drucktaste beispielsweise aus ihrer gedrückten Stellung von Hand hochgezogen werden. Diese Betätigung wird durch die Ausgestaltung des Handbetätigungsorgans als schwenkbarer Hebelarm erleichtert. Da der Schwenkhebel außerdem als magnetisches Joch für den permanenten Magnetfluß dient, können zusätzliche magnetische Leiter zur Schließung des Magnetkreises erspart werden.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung stützt sich im abgefallenen Zustand die Schaltbrücke mit einem Ende auf ein Gegenlager ab, das als Alarmkontakt ausgebildet ist. Wie es an sich bei Selbstschaltern bekannt ist, wird bei Unterbrechung des abzusichernden Hauptstromkreises ein Alarmkontakt indirekt betätigt bzw. dessen Stromkreis geschlossen. Im Gegensatz zu Ausführungen bei bekannten Selbstschaltern wird dies bei der Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß die abfallende Schaltbrücke den Alarmkontakt unmittelbar betätigt und daß der Alarmkontakt gleichzeitig die Bewegung der abfallenden Schaltbrücke begrenzt.
  • Zweckdienlich ist es, die Abfallbewegung der Schaltbrücke dadurch zu beschleunigen und genau zu definieren, daß die Schaltbrücke in an sich bekannter Weise unter dem Einfluß einer Ankerrückzugfeder steht, die an einem veränderlichen Befestigungselement gelagert ist. Durch das veränderliche Befestigungselement der Ankerrückzugfeder kann die Auslösezeit des Selbstschalters in einfacher Weise verändert werden, und es kann die Kontaktkraft der Schaltbrücke auf den Alarmkontakt eingestellt werden.
  • Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Schaltbrücke als Anzeigeelement zur Anzeige der jeweiligen Schaltstellung ausgebildet. Bei bekannten Selbstschaltern wurde die jeweilige Schaltstellung durch die Stellung des als Drucktaste ausgebildeten Handbetätigungsorgans gekennzeichnet, so daß bei geringer Hubhöhe der Drucktaste ein Irrtum hinsichtlich der Lage der Drucktaste nicht ausgeschlossen war. Der erfindungsgemäß ausgestaltete Selbstschalter hat nun den Vorteil, daß die jeweilige Schaltstellung der Schaltbrücke beispielsweise in einem Fenster im Gehäuse direkt sichtbar wird. Eine Fehlanzeige durch Versagen eines etwa vorhandenen Kontaktmechanismus ist ausgeschlossen, da die Schaltstellung der Schaltbrücke von ihr selbst angezeigt wird.
  • Wie schon erwähnt, bilden bei dem erfindungsgemäßen Selbstschalter der Schwenkhebel und die Schaltbrücke einen von einem Dauermagneten beeinflußten Magnetkreis. Um nun den Magnetkreis durch Bewegen der Schaltbrücke zu unterbrechen, kann jedes Auslösesystem verwendet werden, das bei Auftreten eines Auslöseimpulses die Haltekraft des Dauermagneten schwächt und so die Auslösebewegung der Schaltbrücke ermöglicht. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird dies bei Verwendung eines elektromagnetisch wirkenden Auslösesystems dadurch erreicht, daß das an den Schwenkhebel angesetzte, der Rückstellung der Schaltbrücke dienende Polelement, polschuhartig ausgebildet, den Kern eines der Haltekraft des Dauermagneten entgegenwirkenden Elektromagneten bildet. Diese Ausgestaltung der Erfindung hat den Vorteil, daß ein solcher; -bei magnetischen Auslösesystemen allgemein üblicher Elektromagnet an dem Polelement in einfacher Weise befestigt werden kann. Dabei kann selbstverständlich auch bei entsprechender Anordnung des Dauermagneten im Magnetkreis erreicht werden, daß die magnetische Kraft des Dauermagneten der magnetischen Kraft des Elektromagneten so entgegenwirkt, daß die abstoßende Kraft der beiden Magnete zusätzlich zur Abstoßung der Schaltbrücke von dem Polelement ausgenutzt wird. Bei entsprechender Dimensionierung des Elektromagneten kann dabei auf die Ankerrückzugfeder verzichtet werden.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Schaltbrücke an ihrem dem Polelement des Schwenkhebels zugewandten Ende ebenfalls mit einem polschuhartigen Ansatz versehen, der den Kern eines Elektromagneten bildet, welcher dem auf dem Polelement des Schwenkhebels angesetzten Elektromagneten entgegenwirkt. Der zusätzliche Elektromagnet wirkt einer Gegen-, Ent- oder Ummagnetisierung des Dauermagneten entgegen, welche hauptsächlich bei höheren Strömen, insbesondere bei Kurzschlußströmen auftritt. Weiterhin wird dadurch eine besonders kraftvolle Abstoßung der Schaltbrücke erreicht. Außerdem wird durch den zweiten Elektromagneten erreicht, daß der induktive Widerstand des Schalters und das übersprechen zwischen zwei benachbarten Schaltern verhindert wird. Der dem polschuhartigen Ansatz der Schaltbrücke zugeordnete Elektromagnet kann auch als Tauchspule ausgebildet werden.
  • In Ausnutzung der bei thermisch wirkenden Auslösesystemen auftretenden Vorteile besteht gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung das Auslösesystem aus einem im permanenten Magnetkreis liegenden Leitstück, welches aus magnetischem Material, dessen magnetischer Widerstand temperaturabhängig ist, gebildet ist, über welchen in an sich bekannter Weise der abzusichernde Strom geleitet wird. Bei einem derart ausgebildeten Auslösesystem kommt außer dem an sich bekannten Vorteil der durch indirekte Beheizung des Leitstückes bewirkten großen Betriebsbereitschaft noch hinzu, daß beispielsweise bei hohen Kurzschlußströmen das vorliegende Auslösesystem wie eine elektromagnetische Schnellauslösung wirkend die leicht bewegliche, mit einer kleinen Masse behaftete Schaltbrücke so kurzzeitig auslöst, daß eine große, auf den Dauermagneten schädigend wirkende Wärmeentwicklung durch Öffnen des zu sichernden Stromkreises unterbunden wird.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird für den Magnetkreis ein feststehender Bügel verwendet, dessen einer Schenkel zur Lagerung der Schaltbrücke dient und dessen anderer Schenkel mit einem von Hand verstellbaren, auf die Schaltbrücke einwirkenden Polelement versehen ist. Da ein Auslösesystem vorzugsweise auf dem feststehenden Bügel gelagert wird, können so dessen Stromzuführungsdrähte in einfacher Weise auch schon vor dem Einbau der beweglichen Teile des Selbstschalters verlegt werden. Außerdem kann das von Hand zu betätigende Polelement leicht bewegbar gebaut werden, da es mit keinen weiteren Massen, wie beispielsweise Stromzuführungsdrähten, behaftet ist. Die Erfindung ist an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Es bedeutet F i g. 1 den schematisch dargestellten Selbstschalter gemäß der Erfindung, F i g. 2 einen Teil des Selbstschalters mit angesetztem Auslösesystem, F i g. 3 den Teil des Selbstschalters gemäß F i g. 2 in anderer Ausführungsform, F i g. 4 den Teil des Selbstschalters gemäß F i g. 2 in einer weiteren Ausführungsform, F i g. 5 eine weitere Ausführungsform des Teiles des Selbstschalters gemäß F i g. 2, F i g. 6 einen Teil des erfindungsgemäßen Selbstschalters in einer von den Ausführungsformen gemäß den F i g.1 bis 5 abweichenden Ausgestaltung.
  • In F i g. 1 ist an einem Arm 1 eines winkeligen Schwenkhebels 2, der an einem Drehpunkt 3 drehbar gelagert ist, eine Schaltbrücke 4, vorzugsweise im Schwerpunkt, gelagert. Der andere Arm 5 des Schwenkhebels 2 dient als Handhabe zur Betätigung des Schwenkhebels 2. Außerdem ist auf dem Arm 5 ein von einem abzusichernden Hauptstromkreis 6 gesteuertes Auslösesystem 7 gelagert, welches seinerseits der Steuerung eines ebenfalls am Arm 5 angesetzten Dauermagneten 8 dient, was in der Figur schematisch dargestellt ist. Die beiden Arme 1 und 5, das Auslösesystem 7 mit Dauermagnet 8 und die Schaltbrücke 4 bilden dabei einen Magnetkreis, über welchen der permanente Magnetfluß verläuft, wobei die Schaltbrücke 4 den beweglichen Teil dieses Magnetkreises bildet. An der Schaltbrücke 4 ist eine Kontaktfeder 9 angesetzt, die einerseits der 1Jberbrückung von Kontaktpunkten 10 des Hauptstromkreises 6 dient, andererseits bei Bewegen der Schaltbrücke 4 um ihren Drehpunkt in Richtung der Federkraft einer auf sie wirkenden, an einem veränderlichen Befestigungselement 11 gelagerten Ankerrückzugfeder 12 Alarmkontakte 13 betätigt.
  • Die Wirkungsweise des Selbstschalters nach F i g. 1 ist nachstehend beschrieben: In der Figur ist der Selbstschalter in seiner Betriebslage dargestellt, d. h., die Schaltbrücke 4 schließt mit ihrer Kontaktfeder 9 den abzusichernden Hauptstromkreis 6 an den Kontaktpunkten 10. In dieser Lage wird die Schaltbrücke 4 von der magnetischen Haltekraft des Dauermagneten 8 in der Betriebslage gehalten. Der Magnetkreis ist so bei Anliegen der Schaltbrücke 4 mit ihrem einen Schenkel an einem polschuhartig ausgebildeten Polelement 14 des Auslösesystems 7 geschlossen. Die Haltekraft des Dauermagneten 8 ist außerdem in der eben erwähnten Stellung der Schaltbrücke 4 so bemessen daß sie die Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder 12 überwiegt. Bei Auftreten eines überstromes im Hauptstromkreis 6 wird nun durch Ansprechen des Auslösesystems 7 in an sich bekannter Weise die Haltekraft des Dauermagneten 8 geschwächt. Die Schaltbrücke 4 öffnet so die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 infolge der nun überwiegenden Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder 12 und bewegt sich bis zur Abstützung auf dem als Gegenlager wirkenden Alarmkontakt 13, der somit betätigt wird. Um nun die Schaltbrücke 4 wieder in ihre Betriebslage zurückzustellen, wird der Schwenkhebel 2 mit seinem Arm 5 von Hand so weit in Richtung des in der Figur dargestellten Pfeiles geschwenkt, bis das Polelement 14 des Auslösesystems 7 sich so der abgefallenen Schaltbrücke 4 genähert hat, daß die nun wieder voll wirkende magnetische Kraft des Dauermagneten 8 die Schaltbrücke 4 zum Anzug bringt. Während dieser Bewegung des Schwenkhebels 2 dient der Alarmkontakt 13 der Schaltbrücke 4 als Drehpunkt. Da die Haltekraft des Dauermagneten 8 die Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder 12 wieder überwiegt, kann der Schwenkhebel 2 mit der an ihm haftenden Schaltbrücke 4 wieder in die in der Figur dargestellten Betriebslage zurückgestellt werden, wobei die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 wieder geschlossen werden. Bei nicht angesprochenem Auslösesystem 7 kann die Schaltbrücke 4 auch von Hand in ihre öffnungsstellung gebracht werden, indem der Schwenkhebel 2 in Pfeilrichtung bis zum Anschlag der Schaltbrücke 4 am Alarmkontakt 13 bewegt wird. Um diese Schwenkbewegungen des Schwenkhebels 2 genau abzugrenzen, können beispielsweise an seinem Drehpunkt 3 nicht dargestellte Anschläge angebracht werden, die dessen Extremstellungen genau definieren. Um die Schaltbrücke 4 außer in den Extremstellungen auch in einer Zwischenstellung zu arretieren, in der weder die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 geschlossen sind, noch der Alarmkontakt 13 betätigt wird, sind am Ende des Armes 5 des Schwenkhebels 2 Raststellen 15 am Gehäuse des Selbstschalters angeordnet. Jede Schaltstellung der Schaltbrücke 4 wird durch ein Anzeigeelement 16, das an der Schaltbrücke 4 angesetzt ist, gekennzeichnet. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Auslösebewegung der Schaltbrücke 4 mit Hilfe eines oder mehrerer zusätzlicher Betätigungsglieder dazu auszunutzen, daß der Schwenkhebel 2 selbsttätig aus seiner Betriebslage in die öffnungsstellung gebracht wird, womit eine zusätzliche Kennzeichnung der jeweiligen Schaltstellung der Schaltbrücke 4 erreicht wird.
  • In F i g. 2 ist analog zu F i g. 1 der Schaltbrücke 4 auf dem Arm 1 des Schwenkhebels 2 gelagert. An dem anderen Arm 5 ist der Dauermagnet 8 befestigt, an welchem wiederum ein Auslösesystem, beispielsweise ein sogenanntes Sperrmagnetsystem, bestehend aus einem Käfig 17 und einem auf einem Kern 18 des Käfigs 17 aufgebrachten Elektromagneten 19, angesetzt ist. Der von dem Dauermagneten 8 bewirkte Magnetkreis wird über ein polschuhartig ausgebildetes Polelement 20 und über die Schaltbrücke 4 in der Betriebsstellung des Selbstschalters geschlossen. Bei Erregung des Elektromagneten 19 wirkt ein hierdurch entstehender Magnetfluß dem permanenten Magnetfluß entgegen und bringt so die Schaltbrücke 4 zum Abfallen. Bei diesem Aufbau wirkt der Elektromagnet 9 unabhängig von der Magnetflußrichtung dem permanenten Fluß in seinem Magnetkreis entgegen und kann also mit Gleichstrom in beliebiger Stromrichtung oder Wechselstrom gespeist werden.
  • In F i g. 3 ist wie bei der Beschreibung der F i g. 2 die Schaltbrücke 4 auf dem Schwenkhebel 2 gelagert. An dem Arm 5 des Schwenkhebels 2 ist nun ein polschuhartig ausgebildetes Polelement 21 angesetzt, das den Kern eines auf ihm aufgebrachten Elektromagneten 22 bildet. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 ist der Dauermagnet 8 an der Schaltbrücke 4 befestigt und schließt so in der dargestellten Betriebsstellung über einen am. Dauermagneten 8 angesetzten Polschuh 23 den magnetischen Kreis. Hierdurch wird erreicht, daß bei Erregung des Elektromagneten 22 die die Schaltbrücne 4 abreißende, durch die Ankerrückzugfeder 12 (F i g. 1) erzeugte Kraft durch gegenseitige Abstoßung beider Magnete 8 und 22 verstärkt wird. Auf diese Weise kann auch die Ankerrückzugfeder 12 erspart werden.
  • In F i g. 4 ist der die Schaltbrücke 4 tragende Arm des Schwenkhebels 2 als Dauermagnet 8 ausgebildet, an dessen oberem Ende ein Polschuh 24 der Lagerung der Schaltbrücke 4 dient. Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist der andere Arm 5 des Schwenkhebels 2 mit einem polschuhartig ausgebildeten Polelement 21 versehen, das den Kern eines Elektromagneten 25 bildet. Die Schaltbrücke 4 ist ihrerseits an dem, dem Polelement 21 des Schwenkhebels 2 zugewandten Ende mit einem polschuhartigen Ansatz 26 versehen, der ebenfalls den Kern eines Elektromagneten 27 bildet. Dieser zusätzliche Elektromagnet 27 ist so an den abzusichernden Hauptstromkreis 6 (F i g. 1) angeschlossen, daß er dem auf dem Polelement 21 des Schwenkhebels 2 angesetzten Elektromagneten 25 entgegenwirkt, wobei der Elektromagnet 25 in gleicher Richtung wie der Dauermagnet 8 wirkt. Neben der hier auftretenden, besonders kraftvollen Abstoßung der Schaltbrücke 4 von ihrem Polelement 21 wird dabei einer Gegen-, Ent- oder Ummagnetisierung des Dauermagneten 8 durch den Elektromagneten 27 entgegengewirkt. Zweckmäßigerweise wird der Elektromagnet 27 als Brücke zwischen die den Hauptstromkreis 6 (F i g. 1) überbrückende Kontakte eingeschaltet. Dabei werden flexible Stromführungsdrähte, die die Schaltbrücke 4 in ihrer Bewegung beeinflussen würden, vermieden. Um weiterhin einer Gegen-, Ent-oder Umrnagnetisierung des Dauermagneten 8 wirksam entgegenzutreten, kann in üblicher Weise ein in der Figur nicht dargestellter magnetischer Nebenschluß angeordnet sein.
  • In schon erwähnter Weise ist in F i g. 5 die Schaltbrücke 4 auf dem Schwenkhebel 2 gelagert. An dem als Handhabe ausgebildeten Arm 5 des Schwenkhebels 2 ist der Dauermagnet 8 angesetzt, an dessen oberem Ende ein Polelement 28 über einen Steg 29 angeordnet ist. Zwischen dem Dauermagneten 8 und dem Polelement 28 ist ein Leitstück 30, welches in Form eines spiralförmig bifilar oder wendelförmig unifilar gewickelten, magnetisch leitenden und isolierten Bandes oder Drahtes ausgebildet ist, so eingesetzt, daß es gegenüber den benachbarten Teilen 8 und 28 durch Scheiben 31 isoliert ist. Das Leitstück 30 besteht dabei aus einem Material mit geeigneter Induktion-Temperatur-Charakteristik. In der in der Figur dargestellten Stellung der Schaltbrücke 4 ist der Magnetkreis geschlossen. Das Leitstück 30 kann auch in Form eines mäanderförmig ausgestanzten Bleches oder als Ferritplättchen ausgebildet sein. Es wird von dem abzusichernden Strom direkt durchflossen, was bedeutet, daß bei Auftreten eines überstromes oder eines Kurzschlußstromes das Leitstück 30 so erwärmt wird, daß sich hierdurch ihr magnetischer Widerstand vergrößert, was eine Verringerung des magnetischen Flusses im Magnetkreis nach sich zieht. Bei unifilar gewickeltem Leitstück 30 wird außerdem bei richtiger Polung eine zusätzliche elektromagnetische Flußschwächung wirksam. Bei gewissen Anwendungsgebieten des Selbstschalters ist es nötig, von der Raumtemperatur unabhängige Auslösezeiten zu erhalten. Zu diesem Zweck besteht ein Teil des Auslösesystems 7 aus einem Material mit stark temperaturabhängiger magnetischer Leitfähigkeit, beispielsweise aus einem Ferritplättchen oder aus einem unter dem Handelnamen Thermoflux bekannten Material, wodurch eine entsprechende Temperaturkompensation erreicht wird (in der Figur nicht dargestellt). Da der magnetische Fluß die Schaltbrücke 4 in ihrer Betriebsstellung angezogen hält, überwiegt bei einer Minderung der Haltekraft des Dauermagneten 8 die ihr entgegenwirkende, in der Beschreibung der F i g. 1 erwähnte Rückstellkraft, so daß die Schaltbrücke 4 in ihre öffnungsstellung gebracht wird.
  • In F i g. 6 ist die Schaltbrücke 4, an deren einem Ende in schon erwähnter Weise der Dauermagnet 8 und der Polschuh 23 angesetzt sind, auf keinem Schenkel 32 eines U-förmigen Bügels 33 gelagert. Der andere Schenkel 34 des Bügels 33 bildet den Kern eines dem Magnetfluß des Dauermagneten 8 entgegenwirkenden Elektromagneten 35 und dient mit seiner Verlängerung der flächigen Anlage eines von Hand in Pfeilrichtung bewegbaren Polelementes 36, das in der dargestellten Betriebsstellung den Magnetkreis schließt.
  • Um eine satte Anlage der Schaltbrücke 4 an ihrem jeweiligen Polelement 14, 20, 21, 28, 36 zu erhalten, ist es bei Selbstschaltern gemäß der vorhergehenden Figur zweckmäßig, das Polelement 14, 20, 21, 28, 36 mit einem oder mehreren in den Figuren nicht dargestellten, geringfügig beweglichen Polschuhen auszurüsten, so daß Ungenauigkeiten der Anlageflächen an der Schaltbrücke 4 und an ihrem jeweiligen Polschuh selbsttätig ausgeglichen werden.

Claims (10)

  1. Patentansprüche: 1. Selbstschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß eine als Anker ausgebildete Schaltbrücke (4) den beweglicnen Teil eines von einem Dauermagneten (8) gespeisten Magnetkreises bildet, bei welchem die Haltekraft des Dauermagneten (8) unter dem Einfluß eines Auslösesystems (7) steht, und daß ein der als Anker ausgebildeten Schaltbrücke (4) zugeordnetes Polelement (14; 20; 21; 28; 36) des Magnetkreises relativ zur Schaltbrücke (4) so bewegt werden kann, daß die Schaltbrücke (4) nach Auslösung mit Hilfe des Dauermagneten (8) von Hand in seine Betriebslage zurückgestellt wird.
  2. 2. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbrücke (4), das Auslösesystem (7) und der Dauermagnet (8) auf einem Schwenkhebel (2) gelagert sind, mit welchem die Kontaktlage der Schaltbrücke (4) von Hand beeinfiußt werden kann (F i g. 1 bis 5).
  3. 3. Selbstschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (2) als Winkelhebel ausgebildet ist, dessen einer Arm (5) als Handhabe dient und dessen anderer Arm (1) als Lagerung für die Schaltbrücke (4) ausgebildet ist und daß der Schwenkhebel (2) als magnetisches Joch für den permanenten Magnetfluß dient (F i g. 1 bis 5).
  4. 4. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im abgefallenen Zustand die Schaltbrücke (4) sich mit einem Ende auf ein Gegenlager abstützt, das als Alarmkontakt (13) ausgebildet ist (F i g. 1).
  5. 5. Selbstschalter nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbrücke (4) in an sich bekannter Weise unter dem Einfluß einer Ankerrückzugfeder (12) steht, die an einem veränderlichen Befestigungselement (11) gelagert ist (F i g. 1).
  6. 6. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbrücke (4) als Anzeigeelement (16) zur Anzeige der jeweiligen Schaltstellung ausgebildet ist (F i g. 1).
  7. 7. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem Schwenkhebel (2) angesetzte, der Rückstellung der Schaltbrücke (4) dienende Polelement (21) polschuhartig ausgebildet, den Kern eines der Haltekraft des Dauermagneten (8) entgegenwirkenden Elektromagneten (22) bildet (F i g. 3). B.
  8. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbrücke (4) an ihrem dem Polelement (21) des Schwenkhebels (2) zugewandten Ende ebenfalls mit einem polschuhartigen Ansatz (26) versehen ist, der den Kern eines Elektromagneten (27) bildet, welcher dem auf dem Polelement (21) des Schwenkhebels (2) angesetzten Elektromagneten (25) entgegenwirkt (F i g. 4).
  9. 9. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösesystem (7) aus einem im permanenten Magnetkreis liegenden Leitstück (30) besteht, welches aus magnetischem Material, dessen magnetischer Widerstand temperaturabhängig ist, gebildet wird, über welchen in an sich bekannter Weise der abzusichernde Strom geleitet wird (F i g. 5).
  10. 10. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Magnetkreis ein feststehender Bügel (33) verwendet wird, dessen einer Schenkel (32) zur Lagerung der Schaltbrücke (4) dient und dessen anderer Schenkel (34) mit einem von Hand verstellbaren, auf die Schaltbrücke (4) einwirkenden Polelement (36) versehen ist (F i g. 6). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 761729; deutsche Auslegeschriften Nr. 1116 733, 1018104.
DES78434A 1962-03-12 1962-03-12 Selbstschalter fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Pending DE1192265B (de)

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