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Selbstschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Die
Erfindung betrifft einen Selbstschalter für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bei Auftreten eines
Überstromes ansprechenden Selbstschalter mit von Hand betätigbaren Rückstellmitteln
zu versehen, derart, daß bei einfacher Bauweise möglichst kurze, von den Rückstellmitteln
unbeeinflußbare Schaltzeiten erzielt werden können.
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In der Fernmeldetechnik waren bisher Selbstschalter für Selbst und
Handauslösung bekannt, bei denen die Kontaktstellen eines Hauptstromkreises über
eine bewegbare Kontaktbrücke geschlossen oder geöffnet wurden. Bei Auftreten eines
Überstromes im abzusichernden Hauptstromkreis wurde, beispielsweise mittels eines
Ankers einer Magnetspule oder eines Bimetallstreifens, ein Kontaktmechanismus, bestehend
aus Klinkenschiebern und Sperrhebeln betätigt, über welchen die Kontaktbrücke in
die jeweilige Schaltstellung bewegt wurde. Die Handauslösung geschah über ein als
Drucktaste und Zugschalter ausgebildetes Handbetätigungsorgan, dessen Bewegung wiederum
den Kontaktmechanismus betätigte und so die Kontaktbrücke in die jeweilige Schaltstellung
brachte. Das Handbetätigungsorgan kennzeichnete dabei die jeweilige Schaltstellung.
Da in der modernen Fernmeldetechnik, insbesondere bei Vermittlungsstellen der Fernsprechtechnik
besonders auf kurze Auslösezeiten bei Schaltern geachtet werden muß, ist der bekannte
Selbstschalter nur im begrenzten Maße anwendbar, da bei diesem die durch den Überstrom
oder von Hand erzeugte Bewegung über einen relativ komplizierten Mechanismus auf
die Kontaktstelle des Hauptstromkreises übertragen werden mußte, was eine relativ
lange Auslösezeit zur Folge hatte. Weiterhin kommt hinzu, daß ein aus vielen Einzelelementen
bestehender Schaltmechanismus aufwendig zu fertigen ist und außerdem infolge der
Fertigungstoleranzen mit wachsender Anzahl von Einzelelementen die Unsicherheitsfaktoren
des Gerätes steigen.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile ist der erfindungsgemäße Selbstschalter
so ausgebildet, daß eine als Anker ausgebildete Schaltbrücke den beweglichen Teil
eines von einem Dauermagneten gespeisten Magnetkreises bildet, bei welchem die Haltekraft
des Dauermagneten unter dem Einfiuß eines Auslöse-Systems steht, und daß ein der
als Anker ausgebildeten Schaltbrücke zugeordnetes Polelement des Magnetkreises relativ
zur Schaltbrücke so bewegt werden kann, daß die Schaltbrücke nach Auslösung mit
Hilfe des Dauermagneten von Hand in seine Betriebslage zurückgestellt wird. Der
so ausgebildete Selbstschalter hat den Vorteil, daß bei Auftreten eines Überstromes
die als Anker ausgebildete Schaltbrücke durch die Abfallbewegung direkt ohne Mitwirkung
weiterer Schaltelemente einen Hauptstromkreis unterbricht, was bedeutet, daß so
sehr kurze Auslösezeiten erreicht werden können. Gleichzeitig wird eine Vereinfachung
der Bauweise des erfindungsgemäßen Selbstschalters dadurch erreicht, daß das Polelement
des Magnetkreises selbst, das im nicht ausgelösten Zustand die Schaltbrücke in ihrer
Anfangslage hält, zur Rückstellung der Schaltbrücke benutzt wird, dazu also keine
weiteren Schaltelemente mehr benötigt werden.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Schaltbrücke,
das Auslösesystem und der Dauermagnet auf einem Schwenkhebel gelagert, mit welchem
die Kontaktlage der Schaltbrücke bei nicht angesprochenem Auslösesystem von Hand
beeinflußt werden kann. Die bei den bekannten Selbstschaltern auftretenden, durch
die Vielzahl der Schaltelemente bedingten Unsicherheitsfaktoren werden durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Selbstschalters dadurch wesentlich gemindert,
daß die wenigen hierbei benötigten Schaltelemente auf einem zentral angeordneten
Schwenkhebel gelagert sind. Die üblichen Bedingungen der Handauslösung sowie der
Selbstauslösung werden dabei in einfacher Weise voll erfüllt. Eine Beeinflussung
der elektromagnetisch eingeleiteten Auslösung durch die Betätigung des Handbetätigungselementes
wird so verhindert.
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Zweckmäßigerweise ist der Schwenkhebel als Winkelhebel ausgebildet,
dessen einer Arm als Handhabe dient und dessen anderer Arm als Lagerung für die
Schaltbrücke ausgebildet ist und bei welchem der Schwenkhebel als magnetisches Joch
für den permanenten Magnetfluß dient. Wie schon erwähnt,
war es
bei bekannten Selbstschaltern mit Hand- und Selbstauslösung üblich, das Handbetätigungsorgan
als Drucktaste für die Rückstellung auszubilden. Um die Auslösung der Kontaktelemente
von Hand zu ermöglichen (Handauslösung) mußte die Drucktaste beispielsweise aus
ihrer gedrückten Stellung von Hand hochgezogen werden. Diese Betätigung wird durch
die Ausgestaltung des Handbetätigungsorgans als schwenkbarer Hebelarm erleichtert.
Da der Schwenkhebel außerdem als magnetisches Joch für den permanenten Magnetfluß
dient, können zusätzliche magnetische Leiter zur Schließung des Magnetkreises erspart
werden.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung stützt sich im abgefallenen
Zustand die Schaltbrücke mit einem Ende auf ein Gegenlager ab, das als Alarmkontakt
ausgebildet ist. Wie es an sich bei Selbstschaltern bekannt ist, wird bei Unterbrechung
des abzusichernden Hauptstromkreises ein Alarmkontakt indirekt betätigt bzw. dessen
Stromkreis geschlossen. Im Gegensatz zu Ausführungen bei bekannten Selbstschaltern
wird dies bei der Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß die abfallende
Schaltbrücke den Alarmkontakt unmittelbar betätigt und daß der Alarmkontakt gleichzeitig
die Bewegung der abfallenden Schaltbrücke begrenzt.
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Zweckdienlich ist es, die Abfallbewegung der Schaltbrücke dadurch
zu beschleunigen und genau zu definieren, daß die Schaltbrücke in an sich bekannter
Weise unter dem Einfluß einer Ankerrückzugfeder steht, die an einem veränderlichen
Befestigungselement gelagert ist. Durch das veränderliche Befestigungselement der
Ankerrückzugfeder kann die Auslösezeit des Selbstschalters in einfacher Weise verändert
werden, und es kann die Kontaktkraft der Schaltbrücke auf den Alarmkontakt eingestellt
werden.
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Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Schaltbrücke
als Anzeigeelement zur Anzeige der jeweiligen Schaltstellung ausgebildet. Bei bekannten
Selbstschaltern wurde die jeweilige Schaltstellung durch die Stellung des als Drucktaste
ausgebildeten Handbetätigungsorgans gekennzeichnet, so daß bei geringer Hubhöhe
der Drucktaste ein Irrtum hinsichtlich der Lage der Drucktaste nicht ausgeschlossen
war. Der erfindungsgemäß ausgestaltete Selbstschalter hat nun den Vorteil, daß die
jeweilige Schaltstellung der Schaltbrücke beispielsweise in einem Fenster im Gehäuse
direkt sichtbar wird. Eine Fehlanzeige durch Versagen eines etwa vorhandenen Kontaktmechanismus
ist ausgeschlossen, da die Schaltstellung der Schaltbrücke von ihr selbst angezeigt
wird.
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Wie schon erwähnt, bilden bei dem erfindungsgemäßen Selbstschalter
der Schwenkhebel und die Schaltbrücke einen von einem Dauermagneten beeinflußten
Magnetkreis. Um nun den Magnetkreis durch Bewegen der Schaltbrücke zu unterbrechen,
kann jedes Auslösesystem verwendet werden, das bei Auftreten eines Auslöseimpulses
die Haltekraft des Dauermagneten schwächt und so die Auslösebewegung der Schaltbrücke
ermöglicht. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird dies bei Verwendung
eines elektromagnetisch wirkenden Auslösesystems dadurch erreicht, daß das an den
Schwenkhebel angesetzte, der Rückstellung der Schaltbrücke dienende Polelement,
polschuhartig ausgebildet, den Kern eines der Haltekraft des Dauermagneten entgegenwirkenden
Elektromagneten bildet. Diese Ausgestaltung der Erfindung hat den Vorteil, daß ein
solcher; -bei magnetischen Auslösesystemen allgemein üblicher Elektromagnet an dem
Polelement in einfacher Weise befestigt werden kann. Dabei kann selbstverständlich
auch bei entsprechender Anordnung des Dauermagneten im Magnetkreis erreicht werden,
daß die magnetische Kraft des Dauermagneten der magnetischen Kraft des Elektromagneten
so entgegenwirkt, daß die abstoßende Kraft der beiden Magnete zusätzlich zur Abstoßung
der Schaltbrücke von dem Polelement ausgenutzt wird. Bei entsprechender Dimensionierung
des Elektromagneten kann dabei auf die Ankerrückzugfeder verzichtet werden.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Schaltbrücke an ihrem
dem Polelement des Schwenkhebels zugewandten Ende ebenfalls mit einem polschuhartigen
Ansatz versehen, der den Kern eines Elektromagneten bildet, welcher dem auf dem
Polelement des Schwenkhebels angesetzten Elektromagneten entgegenwirkt. Der zusätzliche
Elektromagnet wirkt einer Gegen-, Ent- oder Ummagnetisierung des Dauermagneten entgegen,
welche hauptsächlich bei höheren Strömen, insbesondere bei Kurzschlußströmen auftritt.
Weiterhin wird dadurch eine besonders kraftvolle Abstoßung der Schaltbrücke erreicht.
Außerdem wird durch den zweiten Elektromagneten erreicht, daß der induktive Widerstand
des Schalters und das übersprechen zwischen zwei benachbarten Schaltern verhindert
wird. Der dem polschuhartigen Ansatz der Schaltbrücke zugeordnete Elektromagnet
kann auch als Tauchspule ausgebildet werden.
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In Ausnutzung der bei thermisch wirkenden Auslösesystemen auftretenden
Vorteile besteht gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung das Auslösesystem
aus einem im permanenten Magnetkreis liegenden Leitstück, welches aus magnetischem
Material, dessen magnetischer Widerstand temperaturabhängig ist, gebildet ist, über
welchen in an sich bekannter Weise der abzusichernde Strom geleitet wird. Bei einem
derart ausgebildeten Auslösesystem kommt außer dem an sich bekannten Vorteil der
durch indirekte Beheizung des Leitstückes bewirkten großen Betriebsbereitschaft
noch hinzu, daß beispielsweise bei hohen Kurzschlußströmen das vorliegende Auslösesystem
wie eine elektromagnetische Schnellauslösung wirkend die leicht bewegliche, mit
einer kleinen Masse behaftete Schaltbrücke so kurzzeitig auslöst, daß eine große,
auf den Dauermagneten schädigend wirkende Wärmeentwicklung durch Öffnen des zu sichernden
Stromkreises unterbunden wird.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird für den Magnetkreis ein
feststehender Bügel verwendet, dessen einer Schenkel zur Lagerung der Schaltbrücke
dient und dessen anderer Schenkel mit einem von Hand verstellbaren, auf die Schaltbrücke
einwirkenden Polelement versehen ist. Da ein Auslösesystem vorzugsweise auf dem
feststehenden Bügel gelagert wird, können so dessen Stromzuführungsdrähte in einfacher
Weise auch schon vor dem Einbau der beweglichen Teile des Selbstschalters verlegt
werden. Außerdem kann das von Hand zu betätigende Polelement leicht bewegbar gebaut
werden, da es mit keinen weiteren Massen, wie beispielsweise Stromzuführungsdrähten,
behaftet ist.
Die Erfindung ist an Hand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen beschrieben. Es bedeutet F i g. 1 den schematisch dargestellten
Selbstschalter gemäß der Erfindung, F i g. 2 einen Teil des Selbstschalters mit
angesetztem Auslösesystem, F i g. 3 den Teil des Selbstschalters gemäß F i g. 2
in anderer Ausführungsform, F i g. 4 den Teil des Selbstschalters gemäß F i g. 2
in einer weiteren Ausführungsform, F i g. 5 eine weitere Ausführungsform des Teiles
des Selbstschalters gemäß F i g. 2, F i g. 6 einen Teil des erfindungsgemäßen Selbstschalters
in einer von den Ausführungsformen gemäß den F i g.1 bis 5 abweichenden Ausgestaltung.
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In F i g. 1 ist an einem Arm 1 eines winkeligen Schwenkhebels 2, der
an einem Drehpunkt 3 drehbar gelagert ist, eine Schaltbrücke 4, vorzugsweise im
Schwerpunkt, gelagert. Der andere Arm 5 des Schwenkhebels 2 dient als Handhabe zur
Betätigung des Schwenkhebels 2. Außerdem ist auf dem Arm 5 ein von einem abzusichernden
Hauptstromkreis 6 gesteuertes Auslösesystem 7 gelagert, welches seinerseits der
Steuerung eines ebenfalls am Arm 5 angesetzten Dauermagneten 8 dient, was in der
Figur schematisch dargestellt ist. Die beiden Arme 1 und 5, das Auslösesystem 7
mit Dauermagnet 8 und die Schaltbrücke 4 bilden dabei einen Magnetkreis, über welchen
der permanente Magnetfluß verläuft, wobei die Schaltbrücke 4 den beweglichen
Teil dieses Magnetkreises bildet. An der Schaltbrücke 4 ist eine Kontaktfeder 9
angesetzt, die einerseits der 1Jberbrückung von Kontaktpunkten 10 des Hauptstromkreises
6 dient, andererseits bei Bewegen der Schaltbrücke 4 um ihren Drehpunkt in Richtung
der Federkraft einer auf sie wirkenden, an einem veränderlichen Befestigungselement
11 gelagerten Ankerrückzugfeder 12 Alarmkontakte 13 betätigt.
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Die Wirkungsweise des Selbstschalters nach F i g. 1 ist nachstehend
beschrieben: In der Figur ist der Selbstschalter in seiner Betriebslage dargestellt,
d. h., die Schaltbrücke 4 schließt mit ihrer Kontaktfeder 9 den abzusichernden Hauptstromkreis
6 an den Kontaktpunkten 10. In dieser Lage wird die Schaltbrücke 4 von der magnetischen
Haltekraft des Dauermagneten 8 in der Betriebslage gehalten. Der Magnetkreis ist
so bei Anliegen der Schaltbrücke 4 mit ihrem einen Schenkel an einem polschuhartig
ausgebildeten Polelement 14 des Auslösesystems 7 geschlossen. Die Haltekraft des
Dauermagneten 8 ist außerdem in der eben erwähnten Stellung der Schaltbrücke 4 so
bemessen daß sie die Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder 12 überwiegt. Bei Auftreten
eines überstromes im Hauptstromkreis 6 wird nun durch Ansprechen des Auslösesystems
7 in an sich bekannter Weise die Haltekraft des Dauermagneten 8 geschwächt. Die
Schaltbrücke 4 öffnet so die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 infolge der
nun überwiegenden Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder 12 und bewegt sich bis zur
Abstützung auf dem als Gegenlager wirkenden Alarmkontakt 13, der somit betätigt
wird. Um nun die Schaltbrücke 4 wieder in ihre Betriebslage zurückzustellen, wird
der Schwenkhebel 2 mit seinem Arm 5 von Hand so weit in Richtung des in der Figur
dargestellten Pfeiles geschwenkt, bis das Polelement 14 des Auslösesystems 7 sich
so der abgefallenen Schaltbrücke 4 genähert hat, daß die nun wieder voll wirkende
magnetische Kraft des Dauermagneten 8 die Schaltbrücke 4 zum Anzug bringt. Während
dieser Bewegung des Schwenkhebels 2 dient der Alarmkontakt 13 der Schaltbrücke 4
als Drehpunkt. Da die Haltekraft des Dauermagneten 8 die Rückzugkraft der Ankerrückzugfeder
12 wieder überwiegt, kann der Schwenkhebel 2 mit der an ihm haftenden Schaltbrücke
4 wieder in die in der Figur dargestellten Betriebslage zurückgestellt werden, wobei
die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 wieder geschlossen werden. Bei nicht
angesprochenem Auslösesystem 7 kann die Schaltbrücke 4 auch von Hand in ihre öffnungsstellung
gebracht werden, indem der Schwenkhebel 2 in Pfeilrichtung bis zum Anschlag der
Schaltbrücke 4 am Alarmkontakt 13 bewegt wird. Um diese Schwenkbewegungen des Schwenkhebels
2 genau abzugrenzen, können beispielsweise an seinem Drehpunkt 3 nicht dargestellte
Anschläge angebracht werden, die dessen Extremstellungen genau definieren. Um die
Schaltbrücke 4 außer in den Extremstellungen auch in einer Zwischenstellung zu arretieren,
in der weder die Kontaktfedern 10 des Hauptstromkreises 6 geschlossen sind, noch
der Alarmkontakt 13 betätigt wird, sind am Ende des Armes 5 des Schwenkhebels 2
Raststellen 15 am Gehäuse des Selbstschalters angeordnet. Jede Schaltstellung
der Schaltbrücke 4 wird durch ein Anzeigeelement 16, das an der Schaltbrücke 4 angesetzt
ist, gekennzeichnet. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Auslösebewegung
der Schaltbrücke 4 mit Hilfe eines oder mehrerer zusätzlicher Betätigungsglieder
dazu auszunutzen, daß der Schwenkhebel 2 selbsttätig aus seiner Betriebslage in
die öffnungsstellung gebracht wird, womit eine zusätzliche Kennzeichnung der jeweiligen
Schaltstellung der Schaltbrücke 4 erreicht wird.
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In F i g. 2 ist analog zu F i g. 1 der Schaltbrücke 4 auf dem Arm
1 des Schwenkhebels 2 gelagert. An dem anderen Arm 5 ist der Dauermagnet 8 befestigt,
an welchem wiederum ein Auslösesystem, beispielsweise ein sogenanntes Sperrmagnetsystem,
bestehend aus einem Käfig 17 und einem auf einem Kern 18 des Käfigs 17 aufgebrachten
Elektromagneten 19, angesetzt ist. Der von dem Dauermagneten 8 bewirkte Magnetkreis
wird über ein polschuhartig ausgebildetes Polelement 20 und über die Schaltbrücke
4 in der Betriebsstellung des Selbstschalters geschlossen. Bei Erregung des Elektromagneten
19 wirkt ein hierdurch entstehender Magnetfluß dem permanenten Magnetfluß entgegen
und bringt so die Schaltbrücke 4 zum Abfallen. Bei diesem Aufbau wirkt der Elektromagnet
9 unabhängig von der Magnetflußrichtung dem permanenten Fluß in seinem Magnetkreis
entgegen und kann also mit Gleichstrom in beliebiger Stromrichtung oder Wechselstrom
gespeist werden.
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In F i g. 3 ist wie bei der Beschreibung der F i g. 2 die Schaltbrücke
4 auf dem Schwenkhebel 2 gelagert. An dem Arm 5 des Schwenkhebels 2 ist nun ein
polschuhartig ausgebildetes Polelement 21 angesetzt, das den Kern eines auf ihm
aufgebrachten Elektromagneten 22 bildet. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 2 ist der Dauermagnet 8 an der Schaltbrücke 4 befestigt und schließt
so in der dargestellten Betriebsstellung über einen am. Dauermagneten 8 angesetzten
Polschuh 23 den magnetischen Kreis. Hierdurch wird erreicht, daß bei Erregung des
Elektromagneten 22 die die Schaltbrücne
4 abreißende, durch die
Ankerrückzugfeder 12 (F i g. 1) erzeugte Kraft durch gegenseitige Abstoßung
beider Magnete 8 und 22 verstärkt wird. Auf diese Weise kann auch die Ankerrückzugfeder
12 erspart werden.
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In F i g. 4 ist der die Schaltbrücke 4 tragende Arm des Schwenkhebels
2 als Dauermagnet 8 ausgebildet, an dessen oberem Ende ein Polschuh 24 der Lagerung
der Schaltbrücke 4 dient. Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist der
andere Arm 5 des Schwenkhebels 2 mit einem polschuhartig ausgebildeten Polelement
21 versehen, das den Kern eines Elektromagneten 25 bildet. Die Schaltbrücke
4
ist ihrerseits an dem, dem Polelement 21 des Schwenkhebels 2 zugewandten
Ende mit einem polschuhartigen Ansatz 26 versehen, der ebenfalls den Kern eines
Elektromagneten 27 bildet. Dieser zusätzliche Elektromagnet 27 ist so an den abzusichernden
Hauptstromkreis 6 (F i g. 1) angeschlossen, daß er dem auf dem Polelement 21 des
Schwenkhebels 2 angesetzten Elektromagneten 25 entgegenwirkt, wobei der Elektromagnet
25 in gleicher Richtung wie der Dauermagnet 8 wirkt. Neben der hier auftretenden,
besonders kraftvollen Abstoßung der Schaltbrücke 4 von ihrem Polelement 21 wird
dabei einer Gegen-, Ent- oder Ummagnetisierung des Dauermagneten 8 durch den Elektromagneten
27 entgegengewirkt. Zweckmäßigerweise wird der Elektromagnet 27 als Brücke zwischen
die den Hauptstromkreis 6 (F i g. 1) überbrückende Kontakte eingeschaltet. Dabei
werden flexible Stromführungsdrähte, die die Schaltbrücke 4 in ihrer Bewegung
beeinflussen würden, vermieden. Um weiterhin einer Gegen-, Ent-oder Umrnagnetisierung
des Dauermagneten 8 wirksam entgegenzutreten, kann in üblicher Weise ein in der
Figur nicht dargestellter magnetischer Nebenschluß angeordnet sein.
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In schon erwähnter Weise ist in F i g. 5 die Schaltbrücke
4 auf dem Schwenkhebel 2 gelagert. An dem als Handhabe ausgebildeten Arm
5 des Schwenkhebels 2 ist der Dauermagnet 8 angesetzt, an dessen oberem Ende ein
Polelement 28 über einen Steg 29 angeordnet ist. Zwischen dem Dauermagneten 8 und
dem Polelement 28 ist ein Leitstück 30, welches in Form eines spiralförmig bifilar
oder wendelförmig unifilar gewickelten, magnetisch leitenden und isolierten Bandes
oder Drahtes ausgebildet ist, so eingesetzt, daß es gegenüber den benachbarten Teilen
8 und 28 durch Scheiben 31 isoliert ist. Das Leitstück 30 besteht dabei aus
einem Material mit geeigneter Induktion-Temperatur-Charakteristik. In der in der
Figur dargestellten Stellung der Schaltbrücke 4 ist der Magnetkreis geschlossen.
Das Leitstück 30 kann auch in Form eines mäanderförmig ausgestanzten Bleches oder
als Ferritplättchen ausgebildet sein. Es wird von dem abzusichernden Strom direkt
durchflossen, was bedeutet, daß bei Auftreten eines überstromes oder eines Kurzschlußstromes
das Leitstück 30 so erwärmt wird, daß sich hierdurch ihr magnetischer Widerstand
vergrößert, was eine Verringerung des magnetischen Flusses im Magnetkreis nach sich
zieht. Bei unifilar gewickeltem Leitstück 30 wird außerdem bei richtiger Polung
eine zusätzliche elektromagnetische Flußschwächung wirksam. Bei gewissen Anwendungsgebieten
des Selbstschalters ist es nötig, von der Raumtemperatur unabhängige Auslösezeiten
zu erhalten. Zu diesem Zweck besteht ein Teil des Auslösesystems 7 aus einem Material
mit stark temperaturabhängiger magnetischer Leitfähigkeit, beispielsweise aus einem
Ferritplättchen oder aus einem unter dem Handelnamen Thermoflux bekannten Material,
wodurch eine entsprechende Temperaturkompensation erreicht wird (in der Figur nicht
dargestellt). Da der magnetische Fluß die Schaltbrücke 4 in ihrer Betriebsstellung
angezogen hält, überwiegt bei einer Minderung der Haltekraft des Dauermagneten 8
die ihr entgegenwirkende, in der Beschreibung der F i g. 1 erwähnte Rückstellkraft,
so daß die Schaltbrücke 4 in ihre öffnungsstellung gebracht wird.
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In F i g. 6 ist die Schaltbrücke 4, an deren einem Ende in schon erwähnter
Weise der Dauermagnet 8 und der Polschuh 23 angesetzt sind, auf keinem Schenkel
32 eines U-förmigen Bügels 33 gelagert. Der andere Schenkel 34 des Bügels 33 bildet
den Kern eines dem Magnetfluß des Dauermagneten 8 entgegenwirkenden Elektromagneten
35 und dient mit seiner Verlängerung der flächigen Anlage eines von Hand in Pfeilrichtung
bewegbaren Polelementes 36, das in der dargestellten Betriebsstellung den Magnetkreis
schließt.
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Um eine satte Anlage der Schaltbrücke 4 an ihrem jeweiligen Polelement
14, 20, 21, 28, 36 zu erhalten, ist es bei Selbstschaltern gemäß der vorhergehenden
Figur zweckmäßig, das Polelement 14, 20, 21, 28, 36 mit einem oder mehreren in den
Figuren nicht dargestellten, geringfügig beweglichen Polschuhen auszurüsten, so
daß Ungenauigkeiten der Anlageflächen an der Schaltbrücke 4 und an ihrem jeweiligen
Polschuh selbsttätig ausgeglichen werden.