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DE1191770B - OEl-in-Wasser-Emulsionsspuelung - Google Patents

OEl-in-Wasser-Emulsionsspuelung

Info

Publication number
DE1191770B
DE1191770B DEW35042A DEW0035042A DE1191770B DE 1191770 B DE1191770 B DE 1191770B DE W35042 A DEW35042 A DE W35042A DE W0035042 A DEW0035042 A DE W0035042A DE 1191770 B DE1191770 B DE 1191770B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
water
rinse
water emulsion
barite
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW35042A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Bulian
Dipl-Chem Armin Dittmar
Dr Werner Lindemann
Heinrich Diederichs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Original Assignee
Wintershall AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wintershall AG filed Critical Wintershall AG
Priority to DEW35042A priority Critical patent/DE1191770B/de
Publication of DE1191770B publication Critical patent/DE1191770B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/02Well-drilling compositions
    • C09K8/04Aqueous well-drilling compositions
    • C09K8/26Oil-in-water emulsions
    • C09K8/28Oil-in-water emulsions containing organic additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Öl-in-Wasser-Emulsionsspülung Bei der Gewinnung von Erdgas ergibt sich häufig die Aufgabe, Erdgassonden durch. sogenanntes »Torpumpen« drucklos zu machen, insbesondere solche, die bereits in Produktion gewesen sind. Für diesen Zweck kann eine an sich bekannte überschwere Spülung, die dem Gasdruck hinreichend das Gleichgewicht hält, z. B. eine Tonsalzspülung mit einem spezifischen Gewicht von etwa 2,0, auf Wasserbasis oft nicht verwendet werden, weil sie eine Auslaufzeit (Marsh-Trichter) von rund 200 und mehr Sekunden aufweist. Die hohe Viskosität einer solchen Bohrspülung hat zur Folge, wenn die zu benutzenden Leitungswege, Steigrohre oder Ringräume, einen sehr engen Querschnitt haben, daß sie einer starken Vergasung unterliegt, die ein weiteres Verpumpen unmöglich macht. Außerdem ist es bei Verwendung einer derartigen Spülung nicht möglich, das Erdgas in das Gebirge zurückzudrücken, um die Sonde ohne Zirkulation, d. h. »über Kopf« totzupumpen. Die vergaste Spülung hängt sich nämlich im Leitungsstrang auf, und ein weiteres Nachpumpen führt nur zur Druckerhöhung.
  • Es sind bereits Bohrspülungen mit niedriger Viskosität mit z. B. 50 bis 60 Sekunden Auslaufzeit bekannt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Emulsionsspülungen, sondern um reine Wasserbasisspülungen, wie z. B. Tonspülungen mit Carboxymethylcellulose als Trägerverbindung. Solche Bohrspülungen kommen für das Totpumpen von Bohrungen, wie Erdgassonden, nicht in Betracht, weil sie nicht das für den hohen Druck der Bohrung von z. B. 450 atü ausreichende spezifische Gewicht von mindestens 1,7 k9/1 aufweisen.
  • Es sind auch Emulsionsspülungen bekannt, die Wasser, Ton (Bentonit), Carboxymethylcellulose, Rohöl oder Dieselöl bis 50019, Emulgatoren, Beschwerungsmittel und Salze enthalten. Diese Spülungen sind als Totpumpspülungen für Bohrungen nicht geeignet, weil sie zu viskos sind und nicht auf die für eine überschwere Spülung erforderliche Dichte gebracht werden können. Die bekannten Spülungen dieser Art sind vielmehr dazu bestimmt, hohen Temperaturen standzuhalten.
  • Es ist schließlich bekannt, mineralische Substanzen, die in Wasser unlöslich, von verdünnten starken Säuren aber angreifbar sind, oleophil zu machen. Die hierbei gebildete Spülung ist jedoch wiederum niedrigviskos und nicht zum Totpumpen von Erdgassonden geeignet, abgesehen davon, daß sie einen anderen Zweck verfolgt.
  • Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Ölin-Wasser-Emulsionsspülung, bestehend aus Wasser, einem leichten Mineralöl, wie Spindelöl, einem Tonmineral mit partieller Faserstruktur, wieAttapulgit, einem wasserlöslichen anorganischen Salz, wie -Calciumchlorid, und einem Beschwerungsmittel, wie Baryt, so auszubilden, daß sich eine überschwere, niedrigviskose Spülung ergibt, die zum Torpumpen von Erdgassonden auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich verwendet werden kann. Es wurde gefunden, daß die genannte Aufgabe dadurch gelöst werden kann; daß eine öl-in-Wasser-Emulsion zur Anwendung gelangt, bei der das Beschwerungsmittel, vorzugsweise Baryt, von der Ölphase durch ein oberflächenaktives Mittel, insbesondere einen Emulgator auf Polyoxyäthylenbasis, gehalten wird und die Auslaufzeit der Spülung bei spezifischen Gewichten zwischen etwa 1,70 und 2,50 etwa 50 bis 120 Sekunden, im Marsh-Trichter gemessen, beträgt.
  • Eine solche Spülung kann ohne Vergasen durch das hochgespannte Erdgas hindurchfallen und dadurch eine Spülungssäule von der Bohrlochsohle her bis zum Bohrlochkopf aufbauen. Bei einem spezifischen Gewicht von 1,7 bis 2,5 k9/1 entsprechen der Dichte jeweils die nachfolgend aufgeführten Auslaufzeiten:
    Spezifisches Gewicht Auslaufzeit (Marsh-Trichter)
    k971
    Sekunden
    Etwa 1,7 bis 2,0 etwa 50 bis 60
    Etwa 2,0 bis 2,2 etwa 60 bis 80
    Etwa 2,2 bis 2,5 etwa 80 bis 120
    Diesen Werten gegenüber besitzt eine überschwere Tonsalzspülung eine Auslaufzeit von etwa 120 bis 300 Sekunden und ist daher als hochviskos zu bezeichnen. Die überschwere Bohrspülung gemäß der Erfindung ist eine Ö1-in-Wasser-Emulsionsspülung, die Wasser in der äußeren und Öl in der inneren Phase enthält. Diese Bohrspülung enthält leichtlösliche anorganische Salze, wie CaC12, zur Erhöhung des spezifischen Gewichtes der Wasserphase, ferner ein Tonmineral mit partieller Faserstruktur, wie Attapulgit oder Sepiolith, als Emulgator. Als Beschwerungsmittel werden bekannte Stoffe, wie Baryt, Bleiglanz, Eisenoxyde, verwendet. Als Ölphase enthält die Emusionsspülung spezifisch leichte Mineralöle, wie Spindelöl, die als Emulsionströpfchen in der Wasserphase fein verteilt sind und das Beschwerungsmittel als »schwere Tropfen« enthalten. Außerdem enthält die überschwere Bohrspülung gemäß der Erfindung ein oberflächenaktives Mittel, welches die Eigenschaft aufweist, das bekannte, Beschwerungsmittel, wie Baryt, oleophil zu machen, so daß dieses quantitativ in die innere Ölphase geht. Solche Mittel sind z. B. das Handelsprodukt »Renex 697« der Firma Atlas-Goldschmidt-Essen GmbH sowie die Typen »Renex 690«, »698«, »Tween 81« und das Produkt »SA 47«, Handelsprodukt der Firma Peute Chemie GmbH, Hamburg.
  • Die Emulsionsspülung gemäß der Erfindung hat beispielsweise folgende Zusammensetzung:
    Wasser, l .............................. 400 600 600 750
    Attapulgit; kg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 18 18 20
    Calciumchlorid, kg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 240 360 360 500
    Bariumsulfat, kg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1330 1000 1600 1400
    Spindelöl,l ............................ 227 350 350 400
    Oberflächenaktiver Emulgator,1 . . . . . . . . . 13,3 20 20 40
    Spezifisches Gewicht, kg/1 . . . . . . . . . . . . . . . 2,05 1,75 1,90 2,50
    Mit dieser überschweren Bohrspülung gemäß der Erfindung kann die Aufgabe gelöst werden, auch bei dünnen Rohrleitungen eine Zirkulation der Bohrspülung bei tiefen Bohrlöchern von z. B. 3000 m Tiefe und mehr zu erreichen und die Spülung gegen Gas auszutauschen, so daß sich diese von unten aufbaut und dadurch die Sonde drucklos macht. Es ist in diesem Zustand dann z. B. möglich, Einbauten der Rohrleitung auszuwechseln.
  • Die überschwere öl-in-Wasser-Emulsionsspülung gemäß der Erfindung hat sich bereits in der Praxis zum Totpumpen einer Erdgasbohrung mit 3200 m Tiefe und einem Erdgasdruck von 560 atü bewährt. Es konnte mit 50 ms dieser Bohrspülung der beispielsweisen Zusammensetzung die Erdgassonde drucklos gemacht werden, nachdem mit anderen bekannten Spülungen diese Aufgabe zunächst nicht gelöst werden konnte. Es ist durchaus möglich, die Bohrspülung gemäß der Erfindung wieder abzupumpen, z. B. nach dem Auswechseln der Einbauten, und die Sonde wieder in Produktion zu nehmen. Die Herstellung der Emulsionsspülung gemäß der Erfindung erfolgt in der Weise, daß die Komponenten in der Reihenfolge des Beispiels in einem Tankbehälter ungemischt werden. Durch die Zugabe des Calciumclorids tritt eine Erwärmung je nach Außentemperatur, z. B. auf 40° C, ein. Die Zugabe der Stoffe erfolgt im allgemeinen in solchen Mengen, daß jeweils Chargen von etwa 1 bis 1,5 ms Bohrspülung entstehen. Zum Totpumpen einer Erdgassonde werden etwa 50 bis 100 mg benötigt, die laufend in die Bohrung eingepumpt werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Öl-in-Wasser-Emulsionsspülung, bestehend aus Wasser, einem leichten Mineralöl, wie Spindelöl, einem Tonmineral mit partieller Faserstruktur, wie Attapulgit, einem wasserlöslichen anorganischen Salz, wie Calciumchlorid, und einem Beschwerungsmittel, wie Baryt, g e k e n n z e i c h -n e t d u r c h das Vorliegen einer öl-in-Wasser-Emulsion, wobei das Beschwerungsmittel, vorzugsweise Baryt, von der Ölphase durch ein oberflächenaktives Mittel, insbesondere einen Emulgator auf Polyoxyäthylenbasis, gehalten wird und die Auslaufzeit der Spülung bei spezifischen Gewichten zwischen etwa 1,70 und 2,50 etwa 50 bis 120 Sekunden, im Marsh-Trichter gemessen, beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1309153; USA.-Patentschriften Nr. 3 041275, 3 046 221.
DEW35042A 1963-08-06 1963-08-06 OEl-in-Wasser-Emulsionsspuelung Pending DE1191770B (de)

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DEW35042A DE1191770B (de) 1963-08-06 1963-08-06 OEl-in-Wasser-Emulsionsspuelung

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DE1191770B true DE1191770B (de) 1965-04-29

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DEW35042A Pending DE1191770B (de) 1963-08-06 1963-08-06 OEl-in-Wasser-Emulsionsspuelung

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WO2017211748A1 (de) * 2016-06-10 2017-12-14 Byk-Chemie Gmbh Emulsion, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung

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