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Betriebsartenschalter für elektronische Blitzlichtgeräte Die Erfindung
betrifft einen Betriebsartenschalter für elektronische Blitzlichtgeräte, welche
wahlweise aus einer eingebauten Batterie oder aus dem Lichtnetz zu betreiben sind,
der durch Einstecken des Netzsteckers selbsttätig auf Netzbetrieb umschaltbar ist.
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Um eine Beschädigung elektrischer Bauteile eines elektronischen Blitzlichtgerätes
zu vermeiden, darf das Gerät im allgemeinen nicht mit dem Lichtnetz verbunden werden,
wenn der Betriebsartenschalter auf Batteriebetrieb geschaltet ist. Elektronische
Blitzlichtgeräte werden meistens aus einer eingebauten Batterie betrieben und können
mittels eines an dem einen Ende einer Netzschnur angebrachten Netzsteckers, der
auf im Blitzlichtgerät befestigte Steckerstifte aufsteckbar ist, mit dem Netz verbunden
werden.
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Man muß also dafür sorgen, daß der Netzstecker nicht auf das Blitzlichtgerät
aufgesteckt werden kann, wenn sein Betriebsartenschalter auf Batteriebetrieb steht.
Es sind auch bereits BetriebsartenschaIter bekannt, bei denen in der Stellung für
Batteriebetrieb die Steckerstifte automatisch abgedeckt sind, so daß der Netzstecker
nicht aufgesteckt werden kann. Erst durch die Umschaltung auf Netzbetrieb werden
die Steckerstifte am Gerät freigelegt, und man kann den Netzstecker aufstecken.
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Es ist ferner eine Schaltervorrichtung für wahlweise aus dem Netz
oder aus einer Batterie zu betreibende Rundfunkgeräte bekanntgeworden, bei denen
bei Netzbetrieb eine geräteseitig mit einem Netzstecker nach Art eines Bügeleisensteckers
versehene Netzschnur verwendet wird. Beim Einführen dieses Steckers wird mittels
eines Hebels die Schaltervorrichtung selbsttätig auf Netzbetrieb umgeschaltet, während
umgekehrt beim Herausziehen des Steckers die Schaltervorrichtung sich selbsttätig
auf Batteriebetrieb umschaltet. Will man das Rundfunkgerät ausschalten, so muß man
daher einen besonderen Ausschalter betätigen.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Betriebsartenschalter
der eben genannten Art, der also durch Einstecken des Netzsteckers selbsttätig auf
Netzbetrieb umgeschaltet wird, so zu verbessern, daß ein besonderer Ausschalter
überflüssig wird und der Betriebsartenschalter selbst als Ausschalter wirkt, obwohl
er nur zwei Stellungen, nämlich für Batteriebetrieb und für Netzbetrieb, hat.
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Zu diesem Zweck wird ein Betriebsartenschalter für elektronische Blitzlichtgeräte,
welche wahlweise aus einer eingebauten Batterie oder aus dem Lichtnetz zu betreiben
sind, der durch Einstecken des Netzsteckers selbsttätig auf Netzbetrieb umschaltbar
ist, gemäß der Erfindung in der Weise verbessert, daß er unabhängig von dem Netzstecker
auf Batterie-und Netzbetrieb stellbar ist, wobei bei Umschaltung von Netz- auf Batteriebetrieb
der etwa eingesteckte Netzstecker selbsttätig ausgeworfen wird, und daß er bei Herausziehen
des Netzsteckers in der Stellung für Netzbetrieb verharrt.
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Beim erfindungsgemäßen Betriebsartenschalter braucht ein Benutzer
des Blitzlichtgerätes beim übergang von Batteriebetrieb auf Netzbetrieb nur den
Netzstecker auf das Gerät aufzustecken. Dabei wird der Betriebsartenschalter selbsttätig
auf Netzbetrieb umgeschaltet.
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Wird der Netzstecker aus dem Gerät herausgezogen, ist es auch bereits
ausgeschaltet, da der Betriebsartenschalter in der Stellung Netzbetrieb stehenbleibt.
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Bei der Umschaltung von Netzbetrieb auf Batteriebetrieb wird der etwa
noch eingesteckte Netzstecker selbsttätig ausgeworfen. Will man nach dem Batteriebetrieb
das Gerät ausschalten, genügt es, den Betriebsartenschalter in die Stellung für
Netzbetrieb zu bringen.
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Der erfindungsgemäße Betriebsartenschalter wird zweckmäßigerweise
so gestaltet, daß er ein Schaltergehäuse mit festsitzenden Gegenkontakten sowie
einen hin- und herschiebbaren Schalterschlitten besitzt, der die verschiebbaren
Kontaktfedern, das Betätigungsorgan
für den Schalterschlitten und
die Einrichtung für das Abwerfen des Netzsteckers trägt.
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Das Abwerfen des Netzsteckers kann dadurch geschehen, daß der Schalterschlitten
an seiner Stirnseite einen senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung verlaufenden Schieber
trägt. Dieser Schieber hat entsprechende Löcher für den Durchtritt von am Schaltergehäuse
festsitzenden Steckerstiften, auf die der Netzstecker paßt und die in Richtung der
Bewegung des Schalterschlittens angeordnet sind.
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Befindet sich der Betriebsartenschalter in der Stellung für Batteriebetrieb
und wird der Netzstecker in eine im Gehäuse des Blitzlichtgerätes angebrachte, dem
Profil des Netzsteckers entsprechende Öffnung eingeführt, so drückt der Netzstecker
den Schieber mitsamt dem Schalterschlitten in die Stellung für Netzbetrieb.
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Elektronische Blitzlichtgeräte müssen als tragbare Geräte möglichst
klein ausgebildet werden. Dementsprechend haben auch ihre Betriebsartenschalter
geringe Abmessungen, und es bereitet Schwierigkeiten, sie ohne besonderen Aufwand
im Blitzlichtgerät zu befestigen.
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Es ergibt sich aber ein raumsparender, billiger und nur geringe Montagekosten
verursachender Aufbau, wenn an der Innenseite der Chassiswand des Blitzlichtgerätes
aus der Chassiswand ausgearbeitete Krallen vorgesehen sind, zwischen die entsprechende
Vorsprünge des Schaltergehäuses geschoben werden. Einer weiteren Justierarbeit oder
gar einer Schraubverbindung bedarf es dann nicht.
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Damit der Betriebsartenschalter in seinen beiden Stellungen sicher
einrastet, ist zweckmäßigerweise zwischen Schaltergehäuse und Schalterschlitten
eine Kugelrasterung für die beiden Stellungen des Schalterschlittens vorgesehen.
Eine in eine offene Kammer des Schaltergehäuses eingeschobene, ohne besondere Befestigungsmittel
in dieser Kammer angeordnete Blattfeder kann dabei die Federung für die Kugelrasterung
bilden.
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Eine weitere Raumersparnis sowie eine Verbilligung lassen sich erreichen,
wenn die Blattfeder ohne Zuhilfenahme von Schrauben, Nieten od. dgl. montiert werden
kann. In ähnlich kostensparender Weise können auch die verschiebbaren Kontaktfedern
im Schalterschlitten sowie die festsitzenden Gegenkontakte im Schaltergehäuse durch
entsprechende Gestaltung der Kontakte einfach in Schlitze u. dgl. eingelegt werden,
ohne daß es weiterer Befestigungsmittel bedarf. Sowohl die festsitzenden Gegenkontakte
als auch die verschiebbaren Kontaktfedern, die zunächst lose in das Schaltergehäuse
bzw. in den Schalterschlitten eingelegt sind, erhalten ihre endgültige Fixierung,
nachdem Schaltergehäuse und Schalterschlitten gemeinsam montiert sind.
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Einzelheiten der Erfindung seien an Hand der Zeichnung erläutert,
in der ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Betriebsartenschalters in vergrößertem
Maßstab dargestellt ist.
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F i g. 1 bringt eine Draufsicht auf den Betriebsartenschalter mit
eingestecktem Netzgegenstecker; F i g. 2 ist ein Schnitt in der Ebene II-II der
F i g. 1.
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Der Schalterschlitten befindet sich in der Stellung »Netzbetrieb«;
F i g. 3 entspricht F i g. 2, jedoch befindet sich der Schalterschlitten in der
Stellung »Batteriebetrieb«; F i g. 4 gibt einen Schnitt in der Ebene IV/V-IV/V der
F i g. 1 wieder, und zwar nur durch das Schaltergehäuse, während der darunter liegende
Schalterschlitten fortgelassen ist; F i g. 5 ist ebenfalls ein Schnitt in der Ebene
IV/V-IV/V der F i g. 1, jedoch nur durch den verschiebbaren Schalterschlitten, während
das Barüberliegende Schaltergehäuse fortgelassen ist.
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Ein Schaltergehäuse 1 hat die Form eines Tunnels, in dessen lichtes
Profil entsprechend F i g. 4 und 5 ein hin- und herschiebbarer Schalterschlitten
2 hineinpaßt. Wenn das tunnelförmige Schaltergehäuse 1 auf einer Montageplatte,
z. B. einem Chassisblech 4 befestigt ist, so kann man den Schalterschlitten
2 allseitig geführt im Tunnel mittels eines Betätigungsorganes 3 hin- und herschieben,
das aus einem Schlitz 5 im Chassisblech 4 nach außen ragt und nur bis zu den Begrenzungskanten
dieses Schlitzes nach oben bzw. nach unten bewegt werden kann, wie in F i g. 2 und
3 gezeichnet.
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In einer Querwand 6 des Schaltergehäuses sind entsprechend F i g.
2 auf nicht gezeichnete Weise zwei Steckerstifte 7, 8 befestigt, auf deren oberen
Teil ein Netzgegenstecker 9 eingesteckt ist. Der Schalterschlitten 2 besitzt an
seiner oberen Stirnseite einen Schieber 10, der zwei Löcher 23 für den Durchtritt
der beiden Steckerstifte 7, 8 hat und beim Aufwärtsschieben des Schalterschlittens
aus der in F i g. 2 gezeichneten Stellung »Netzbetrieb« in die in F i g. 3 gezeichnete
Stellung »Batteriebetrieb« den Netzgegenstecker 9 abwirft. Umgekehrt würde ein Benutzer
des Blitzgerätes für den Fall, daß er von »Batteriebetrieb« auf »Netzbetrieb« übergehen
will und den Netzgegenstecker 9 in einen Betriebsartenschalter hineinsteckt, bei
dem sich entsprechend der F i g. 3 der Schalterschlitten 2 in der oberen Stellung
für »Batteriebetrieb« befindet, automatisch mit dem Netzgegenstecker den Schieber
10 des Schalterschlittens 2 nach unten schieben und dadurch den Betriebsartenschalter
in die untere Stellung »Netzbetrieb« bringen.
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Vier festsitzende Gegenkontakte 16 bis 19 sind, wie aus F i g. 1 und
besonders deutlich aus F i g. 4 zu ersehen, dadurch auf dem Schaltergehäuse 1 angebracht,
daß ihr unterer U-förmiger Teil je einen der vier Haltestege 14 federnd umklammert,
die durch vier Schlitze 13 aus dem Material der oberen Wandung des tunnelförmigen
Schaltergehäuses 1 gebildet werden. Diese Gegenkontakte hängen zunächst nur durch
ihre eigene Federkraft an ihren Haltestegen und werden erst durch das Vorhandensein
des im Tunnel hin- und herschiebbaren Schalterschlittens 2 fixiert.
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Zwei verschiebbare, längsgestreckte Kontaktfedern 12 sind in
nicht näher dargestellter Weise auf dem hin- und herschiebbaren Schalterschlitten
2 angebracht, indem sie mit ihrem mittleren Abschnitt in entsprechend geformte Nuten
im oberen Teil des Schalterschlittens 2 eingelegt sind, wie in F i g. 5 angedeutet.
In der oberen Stellung des Schalterschlittens 2, der Stellung »Batteriebetrieb«,
haben die beiden verschiebbaren Kontaktfedern 12 die in der rechten Hälfte
der F i g. 1 durch eine gestrichelte starke Linie angedeutete Lage, dadurch einerseits
die beiden festsitzenden Gegenkontakte 16, 17 und andererseits die beiden Gegenkontakte
18, 19 kurzschließend. In der unteren Stellung »Netzbetrieb« des Schalterschlittens
2 haben die verschiebbaren Kontaktfedern 12 die in der linken Hälfte der F i g.
1 durch eine gestrichelte starke Linie angedeutete
Lage, in der
der Kurzschluß zwischen 16, 17 und zwischen 18, 19 aufgehoben ist.
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Das Schaltergehäuse 1 wird entsprechend F i g. 1 und 4 dadurch auf
dem Chassisblech 4 festgehalten. daß in letzterem sechs Krallen 11 herausgearbeitet
sind, zwischen die entsprechend ausgebildete seitliche Vorsprünge, z. B. die beiden
Vorsprünge 20, eingeschoben werden.
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Wie aus F i g. 2 und 3 zu ersehen, ruht eine Rastkugel 21 je nach
der Stellung »Batteriebetrieb« oder »Netzbetrieb« in einem der beiden Kugelnäpfe
22. Sie ist in einem zylinderförmigen Durchbruch der oberen Wandung des tunnelförmigen
Schaltergehäuses 1 frei beweglich und wird durch eine Blattfeder 24 in einen der
Kugelnäpfe hineingedrückt. Beim Umschalten von z. B. »Netzbetrieb« auf »Batteriebetrieb«
wird mittels des Betätigungsorgans 3 der Schalterschlitten 2 nach oben bewegt, und
die Rastkugel 21 gleitet an der unteren Schrägwand des Kugelnapfes nach links, wobei
die Blattfeder 24 federnd nachgibt. Schließlich springt bei weiterer Aufwärtsbewegung
des Schalterschlittens 2 die Rastkugel 21 in den unteren Kugelnapf und arretiert
den Betriebsartenschalter in der nunmehr erreichten Stellung »Batteriebetrieb«.
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Die Blattfeder 24 liegt in einer länglichen, nach außen offenen Kammer,
die an drei Seiten durch eine umlaufende Brüstung 25 auf der Außenfläche der oberen
Tunnelwand gebildet wird. Sie stützt sich auf ihrer rückwärtigen, der Rastkugel21
abgewendeten Fläche an einer Brücke 26 ab, die etwa in der Mitte der Kammer zwischen
den beiden Längsseiten der Brüstung verläuft, und wird bei der Montage von der vierten
Seite der Kammer. auf der die Brüstung nicht vorhanden ist, also in F i g. 2 von
unten her, in die Kammer zwischen deren Grundfläche und der unteren Begrenzungsfläche
der Brücke 26 eingeschoben. Damit die eingeschobene Blattfeder aus der Kammer nicht
wieder herausrutscht, ist ein Zapfen 15 auf der Grundfläche der Kammer vorgesehen,
der in eine entsprechende Öffnung der Blattfeder eingreift.