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DE1190445B - Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen

Info

Publication number
DE1190445B
DE1190445B DEZ9693A DEZ0009693A DE1190445B DE 1190445 B DE1190445 B DE 1190445B DE Z9693 A DEZ9693 A DE Z9693A DE Z0009693 A DEZ0009693 A DE Z0009693A DE 1190445 B DE1190445 B DE 1190445B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitriles
mixture
ammonia
production
hydrogen cyanide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ9693A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Phil Le Andrussow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Original Assignee
HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HJ Zimmer Verfahrenstechnik filed Critical HJ Zimmer Verfahrenstechnik
Priority to DEZ9693A priority Critical patent/DE1190445B/de
Priority claimed from FR946904A external-priority patent/FR1447129A/fr
Publication of DE1190445B publication Critical patent/DE1190445B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0212Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the presence of oxygen, e.g. the Andrussow-process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/24Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons
    • C07C253/26Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons containing carbon-to-carbon multiple bonds, e.g. unsaturated aldehydes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
uuic
Deutsche KL: 12 k-3/02
Nummer: 1190 445
Aktenzeichen: Z 9693 IV a/12 k
Anmeldetag: 29. September 1962
Auslegetag: 8. April 1965
Es ist bekannt, Gemische aus Ammoniak und niederen Kohlenwasserstoffen, wie Methan, Propan, Propylen, mit Luftsauerstoff an Platin bzw. Platin-Rhodium-Netzen und anderen Katalysatoren durch partielle Oxydation in Cyanwasserstoff oder Nitrile zu überführen. Für die Erzielung guter Ausbeuten an Blausäure bzw. Nitrilen ist es notwendig, daß ein möglichst homogenes Gemisch dem Reaktor zugeleitet wird. Eine vollständige Mischung der Kohlenwasserstoffe mit dem oxydierenden Gas, d. h. mit Luft oder Sauerstoff angereicherter Luft, ist technisch insofern schwierig durchzuführen, als beim Mischen dieser Bestandteile stets ein Bereich durchschritten werden muß, in dem Explosionen oder Verpuffungen auftreten können. Die obere Explosionsgrenze von Gemischen von Luft mit Methan, Propan, Propylen oder anderen niederen Kohlenwasserstoffen wird zwar durch Zugabe von Ammoniak herabgesetzt, jedoch nicht bis zur unteren Explosionsgrenze, so daß bei der Herstellung der für die Synthese von Cyanwasserstoff oder Nitrilen erforderlichen Gemische in allen Fällen der Explosionsbereich bei der Mischung durchschritten werden muß.
Es ist bekannt, die Mischung der Bestandteile in der Weise vorzunehmen, daß zunächst die Kohlen-Wasserstoffe mit Ammoniak in dem für die Synthese optimalen Verhältnis innig gemischt und diesem Gemisch dann in einer weiteren Mischvorrichtung die gesamte erforderliche Menge des oxydierenden Gases beigegeben wurden, was beispielsweise unmittelbar vor den Netzen erfolgen kann. Bei diesem bekannten Verfahren kann es zu Schwankungen der Zusammensetzung des Gasgemisches und örtlicher Überhitzung der Netze kommen. Bei größeren Unregelmäßigkeiten in der Gemischzusammensetzung können sogar Verpuffungen auftreten, die dann eine Beschädigung der Netze zur Folge haben. Bekanntlich verändert sich bei der katalytischen Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen die Oberfläche des Platins. Die Netze ergeben dann zwar bessere Ausbeuten, leiden aber erheblich in ihren mechanischen Eigenschaften und sind dann gegen Schwankungen der Gaszusammensetzung und daraus resultierenden Verpuffungen und örtlichen Uberhitzungen besonders empfindlich.
Erfindungsgemäß werden die vorgenannten Nachteile dadurch vermieden, daß dem innigen Gemisch von Ammoniak und Kohlenwasserstoffen in dem für die Synthese optimalen Verhältnis das oxydierende Gas oder die mit Sauerstoff angereicherte Luft in zwei oder mehr Stufen zugegeben wird. Die Zugabe des oxydierenden Gases in den einzelnen Stufen er-Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff
und Nitrilen
Anmelder:
Hans J. Zimmer Verfahrenstechnik,
Frankfurt/M., Borsigallee 1-7
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. phil. Leonid Andrussow, Paris
folgt zweckmäßig tangential, beispielsweise durch Düsen od. dgl. Setzt man beispielsweise einem Gemisch aus Ammoniak und Methan statt der vollen für die Synthese benötigten Menge zunächst nur etwa die Hälfte hinzu, so ist die Gefahr des örtlichen Auftretens von explosiven oder zu Verpuffung neigenden Gemischen wesentlich vermindert. Das auf diese Weise erhaltene Gemisch liegt damit mit etwa 18% Methan wieder weit über der Explosionsgrenze, und auch die Zugabe der restlichen noch erforderlichen Menge an oxydierendem Gas kann daher wesentlich rascher und gefahrloser erfolgen. Bei der erfindungsgemäßen mehrstufigen Zugabe der oxydierenden Gase kann die letzte Zugabe auch am Generator, also unmittelbar vor dem Netz, erfolgen. Es empfiehlt sich, das gesamte zuzugebende Gas oder auch nur den in einer Stufe zugeführten Teilstrom desselben vorzuwärmen. Diese Vorwärmung kann beispielsweise durch Wärmeaustausch mit Abgasen, beispielsweise den Abgasen der vorliegenden Synthese, erfolgen.
Im Fall von Propylen empfiehlt sich der Zusatz von Wasserdampf bei der partiellen Oxydation, da er die Aufrechterhaltung der optimalen Temperatur erleichtert.
Im Fall von Propylen erweist sich die erfindungsgemäße Zugabe der Luft in zwei oder mehr Stufen zu einer gut durchgemischten Vormischung von Propylen mit Ammoniak als besonders wichtig, denn das Auftreten von explosiven Gemischen ist hier noch viel größer als im Fall von Methan. Der Explosionsbereich von Propylen-Luft-Gemischen liegt zwischen 2,0 und 11,1 Volumprozent. Bei Propan ist dieser Bereich mit 2,37 bis 9,5 % etwas kleiner. Durch den Zusatz von etwa dem gleichen Volumen Ammoniak zu Propylen oder Propan wird die obere Explosionsgrenze um etwa 6 bis 7 % gesenkt.
509 538/388
An Hand der Beispiele sei das Verfahren näher erläutert.
Beispiel 1
100 ms Ammoniak werden stündlich mit 109 m3 Methan in einer mit Raschigringen gefüllten Kolonne innig vermischt und zugleich von etwaigen Staubpartikeln gereinigt. Diesem Gemisch wird in einem Rohr tangential 350 ms gereinigte Luft zugegeben, wobei das Rohr an geeigneter Stelle mit einer Explosionsscheibe versehen wird. Man fügt zu dem entstandenen Gemisch von 559 m3, mit einem Gehalt von 19,8 °/o Methan, 338 m3 auf 200° C vorgewärmte Luft tangential durch mehrere Düsen zu und leitet es mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 120cm/sec (bezogen auf Zimmertemperatur) durch die in bekannter Weise eingespannten Platin-Rhodium-Netze. Die Betriebsdauer der Netze konnte bei dieser Arbeitsweise, verglichen mit der Zugabe der gesamten Luft an einer Stelle, um 60% erhöht so werden.
Beispiel 2
100 m8 Ammoniak werden mit 95 ms Propylen innig vermischt und mit 240 m3 Luft vermengt. So- dann wird dem eigentlichen Reaktor 80 m3 Wasserdampf und der Rest der Luft (360 m3), gegebenenfalls auf etwa 120° C vorgewärmt, zugefügt. Nach der Reaktion des erhaltenen Gemisches an einem bekannten Katalysator, z. B. Cerphosphat, wird das Reaktionsgemisch in an sich bekannter Weise aufgearbeitet und daraus das erzeugte Acrylnitril gewonnen. Auch bei diesem Versuch war eine erhöhte Lebensdauer des Katalysators zu beobachten.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Blausäure und Nitrilen, durch katalytische partielle Oxydation eines Gemisches von niederen Kohlenwasserstoffen und Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstoffe mit Ammoniak innig vermischt werden und dem so gebildeten Gemisch das oxydierende Gas, insbesondere Luft, in zwei oder mehr Stufen zugegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das gesamte oxydierende Gas oder nur den in einer Stufe zugeführten Teilstrom vorwärmt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Wasserdampf.
DEZ9693A 1962-09-29 1962-09-29 Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen Pending DE1190445B (de)

Priority Applications (1)

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DEZ9693A DE1190445B (de) 1962-09-29 1962-09-29 Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen
FR946904A FR1447129A (fr) 1963-09-09 1963-09-09 Procédé pour la préparation des composés cyanhydriques et cyaniques

Publications (1)

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DE1190445B true DE1190445B (de) 1965-04-08

Family

ID=26003502

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DEZ9693A Pending DE1190445B (de) 1962-09-29 1962-09-29 Verfahren zur Herstellung von Cyanwasserstoff und Nitrilen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1997009273A1 (en) * 1995-09-01 1997-03-13 Imperial Chemical Industries Plc Hydrogen cyanide process and apparatus therefor

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