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DE1189655B - Verfahren zum Erzeugen einer stabilisierenden Oxydschicht auf einer Halbleiteroberflaeche - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen einer stabilisierenden Oxydschicht auf einer Halbleiteroberflaeche

Info

Publication number
DE1189655B
DE1189655B DES68671A DES0068671A DE1189655B DE 1189655 B DE1189655 B DE 1189655B DE S68671 A DES68671 A DE S68671A DE S0068671 A DES0068671 A DE S0068671A DE 1189655 B DE1189655 B DE 1189655B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxide layer
semiconductor surface
semiconductor
oxidation
oxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES68671A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul-Ludwig Guenther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES68671A priority Critical patent/DE1189655B/de
Publication of DE1189655B publication Critical patent/DE1189655B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H10P95/00
    • H10P14/6308
    • H10P14/6322
    • H10P14/6534
    • H10W74/131

Landscapes

  • Formation Of Insulating Films (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erzeugen einer stabilisierenden Oxydschicht auf einer Halbleiteroberfläche Es ist bekannt, daß die Betriebswerte, z. B. die Sperrströme von Halbleiterbauelementen, wie Kristalldioden und Kristalltransistoren, stark von der Beschaffenheit der Halbleiteroberfläche abhängen. Die Empfindlichkeit der Halbleiteroberfläche gegen äußere Einflüsse, wie umgebende Atmosphäre, insbesondere wasserdampfhaltige Atmosphäre, erschwert die Fabrikation von Halbleiterbauelementen und beeinträchtigt entscheidend die diesen Bauelementen nachgerühmte Betriebssicherheit und lange Lebensdauer.
  • Es liegt nahe, zu versuchen, die Halbleiteroberfläche durch entsprechende Behandlung gegen die äußeren Einflüsse der sie umgebenden Atmosphäre unempfindlich zu machen, d. h. sie zu stabilisieren. Eine oft empfohlene Methode zur Stabilisierung der Oberfläche besteht darin, in oxydierender Atmosphäre auf der Halbleiteroberfläche ein Oxyd des Halbleitermaterials aufwachsen zu lassen. Das Oxyd soll die Halbleiteroberfläche gegen die Einwirkung der umgebenen Atmosphäre abschirmen, wobei bisher angenommen wurde, daß dicke Oxydschichten eine bessere Schutzwirkung auszuüben vermögen als dünne Oxydschichten.
  • Da es in den meisten Fällen nicht möglich ist, die zu stabilisierenden Halbleiterbauelemente auf solch hohe Temperaturen zu erhitzen, daß in wirtschaftlich tragbaren Zeiträumen ausreichende Oxydschichten gebildet werden, sind bereits Verfahren entwickelt worden, die vorsehen, nicht in einer mehr oder weniger sauerstoffhaltigen Atmosphäre zu oxydieren, sondern dicke Schichten in einer ozonhaltigen Atmosphäre oder aber durch anodische Oxydation zu erzeugen.
  • Abgesehen davon, daß diese Verfahren zur Herstellung von Oxydschichten auf der Oberfläche von Halbleiterkristallen aufwendig sind, wurde durch der Erfindung zugrunde liegende Untersuchungen festgestellt, daß, entgegen der bisher von der Fachwelt vertretenen Ansicht, der Dicke der Oxydschicht nicht die entscheidende Bedeutung, um stabilisierende Wirkung hervorzurufen, zuzuschreiben ist, sondern daß vielmehr die richtigere Struktur der Oxydschicht ihre Schutzwirkung bestimmt.
  • Unter einer Oxydschicht mit richtiger Struktur soll eine solche verstanden werden, die auf dem Halbleiter möglichst so ungestört aufgewachsen ist, daß sie erstens keine Gitterfehlordnung aufweist, wodurch eine Eigenleitfähigkeit auftreten könnte, und daß sie zweitens keine durch unregelmäßiges, von verschiedenen Zentren der Oberfläche ausgehendes Oxydwachstum hervorgerufene Porosität besitzt, wodurch die abschirmende Wirkung des Oxyds beeinträchtigt werden könnte.
  • Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei Oxydation von Oberflächen die Bildung des Oxyds immer an einzelnen Keimen, das sind Stellen hoher Oberflächenaktivität, beginnt. Als solche Stellen hoher Oberflächenaktivität kommen hauptsächlich Verunreinigungen und Gitterstörungen in Frage, Stellen, an denen Versetzungen auf der Oberfläche enden, die z. B. durch Ätzen sichtbar gemacht werden können. Die zuerst gebildeten Oxydationskeime werden schließlich von einem dünnen Oxydfilm umgeben. Die Oxydschicht als Ganzes wird um so inhomogener, je mehr oxydbildende Keime ursprünglich auf der Oberfläche vorhanden sind.
  • Die Erfindung geht weiterhin von der Erkenntnis aus, daß an den aktiven Stellen die Oxydschicht am schnellsten wächst und daher dort am dicksten ist, weil die entsprechenden Ionen durch eine gestörte Oxvdschicht leichter diffundieren.
  • Die Erfindung geht weiterhin von der überlegung aus, daß die aktiven Keimzentren bevorzugt entfernt werden, wenn es durch irgendwelche Maßnahmen gelingt, die gestörte Oxydschicht ganz oder teilweise zu entfernen und durch diese Maßnahme auf der Oberfläche keine neuen aktiven Zentren geschaffen werden. Auf einer so behandelten Oberfläche wird wegen des nunmehr mehr oder weniger vollständigen Fehlens der aktiven Zentren ein ungestörtes Oxyd aufwachsen können, das die gewünschte Schutzwirkung gegen den Einfluß der den Halbleiterkörper umgebenden Atmosphäre besitzt.
  • Auf diesem Gedanken beruhen die Maßnahmen, die gemäß vorliegender Erfindung zur Erzielung eines wirksamen oxydischen Schutzes auf Halbleiteroberflächen angegeben werden. Die Erfindung bezieht sich dementsprechend auf ein Verfahren zum .Erzeugen einer. stabilisierenden Oxydschicht auf der durch eine vorbereitende, mit einer Oxydation der Halbleiteroberfläche verbundene Behandlung eine von Störstellen befreite Halbleiteroberfläche erzeugt wird. Sie besteht darin, daß während des vorbereitenden Behandlungsvorganges durch Einwirken eines flüssigen, oxydierend wirkenden Mittels auf der Halbleiteroberfläche eine primäre kristalline Oxydschicht erzeugt wird, welche mindestens die Stellen hoher Oberflächenaktivität vollständig bedeckt und dort eine gestörte Kristallstruktur aufweist, daß dann das Oxyd einschließlich der oxydierten aktiven Stellen an der Halbleiteroberfläche wieder vollständig so gelöst wird, daß keine neuen aktiven Stellen an der Halbleiteroberfläche entstehen, und daß dann auf die von aktiven Stellen befreite Halbleiteroberfläche eine ungestörte kristalline Oxydschicht zum Aufwachsen gebracht wird.
  • Dem Stand der Technik entspricht es, eine thermische Oxydschicht auf der Oberfläche eines Siliziumkristalls zu erzeugen, wobei es für Halbleiteranordnungen vorteilhaft ist, wenn eine gleichmäßige, leicht oxydierte Oberfläche vorliegt. Um diese Oberfläche zu erzielen, ist hierbei eine Vorbehandlung vorzusehen, die darauf hinausläuft, eine gleichförmige Benetzbarkeit der Halbleiteroberfläche zu erhalten. Da jedoch bei dem bekannten Verfahren im Gegensatz zu dem Verfahren gemäß der Erfindung thermisches, also amorphes Oxyd entsteht, wird dort nicht die oben dargelegte günstige Wirkung bei der Oxydschicht wie im vorliegenden Falle erreicht. Ferner entsprechen die beim Bekannten angewandten Vorbehandlungsprozesse nicht der Lehre der Erfindung. Die dort offenbarten Salpetersäure-Fluorwasserstoffsäure-Mischungen tragen nämlich die Halbleiteroberfläche gleichförmig ab, ohne daß es zur Bildung einer Oxydschicht kommt. Kochen in Wasser bleibt auf einer Siliziumoberfläche, im Gegensatz zu einer Germaniumoxydoberfläche, ohne Wirkung, da dann weder neues Oxyd in merklichem Maße gebildet noch gelöst wird. Dagegen entspricht dem erfindungsgemäßen Verfahren, daß die Halbleiteroberfläche von aktiven Stellen befreit wird, indem eine lösbare, primäre Oxydschicht auf der Halbleiteroberfläche zum Aufwachsen gebracht wird, die wieder vollständig abgelöst wird, und daß die so vorbehandelte, von den aktiven Stellen vollständig befreite Halbleiteroberfläche mit einer ungestörten Oxydschicht versehen wird.
  • Gemäß einer Variante der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ablösung der primär erzeugten Oxydschicht in einem eigenen Verfahrensschritt nach dem vollständigen Aufwachsen dieser primären Oxydschicht erfolgt.
  • Eine andere, sehr vorteilhafte Variante der Erfindung sieht vor, daß die Ablösung der primär erzeugten Oxydschicht bereits während des Aufwachsens dieser Oxydschicht erfolgt.
  • Bei Germanium bildet sich durch Oxydation auf der Halbleiteroberfläche eine Oxydschicht, die im wesentlichen aus Germaniumdioxyd besteht und nur nach der dem Germanium zugewandten Seite in Monoxyd übergeht. Germaniumdioxyd ist in Wasser ausreichend löslich; das gebildete Dioxyd kann also durch Wasser weggelöst werden, wobei das Germanium selbst nicht angegriffen wird. Durch Oxydieren einer Germaniumoberfläche und Ablösen des gebildeten Oxyds durch Wasser, gegebenenfalls durch Wiederholung dieses Vorganges, kann man die aktiven Zentren schonend entfernen und damit eine Germaniumoberfläche schaffen, auf der ein ungestörtes Oxyd wachsen kann.
  • Gemäß der einen Variante der Erfindung wird in zwei getrennten Stufen gearbeitet, dabei ist zuerst die Bildung des gestörten Oxyds vorgesehen durch Einwirkung von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigem Gas auf die Halbleiteroberfläche, dem dann das Ablösen des Oxyds durch Wasser und die anschließende Neuoxydation durch mehrstündiges Einwirken des oxydierenden Gases bei Temperaturen um 100° C folgen. Zur Entfernung der gestörten Oxydschicht genügt kurzzeitiges, beispielsweise einige Minuten währendes Behandeln der oxydischen Oberfläche mit Wasser von Zimmertemperatur.
  • Eine zweite Variante der Erfindung besteht darin, daß man den Halbleiter bzw. das daraus hergestellte Bauelement mit stark sauerstoffhaltigem Wasser behandelt. An der Oberfläche und an den aktiven Stellen bevorzugt gebildetes Oxyd wird durch das vorhandene Wasser laufend weggelöst, so daß nach einer Einwirkungszeit von einigen Minuten, insbesondere wenn der verbrauchte Sauerstoff laufend ersetzt wird, eine inaktive Oberfläche geschaffen wird, auf der ein ungestörtes Oxyd aufwachsen kann. Wenn, wie bei Silizium, das Halbleiteroxyd in reinem Wasser sehr schwer löslich ist, setzt man bei diesem Verfahren dem Wasser geringe Mengen Flußsäure zu.
  • Eine weitere Variante gemäß der Erfindung besteht darin, daß man den Halbleiterkörper mit der wäßrigen Lösung eines Oxydationsmittels behandelt, das sonst nicht störend auf das Halbleitermaterial wirkt und leicht vollständig wieder entfernt werden kann. Besonders geeignet hierzu sind verdünnte, beispielsweise etwa 2%ige Lösungen von Wasserstoffperoxyd.
  • Da im allgemeinen bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen die Oberfläche des Halbleitermaterials geätzt wird und diesem Vorgang ein intensiver Waschprozeß sich anschließen muß, sind zur Präparierung der Halbleiteroberfläche gemäß der Erfindung die beiden zuletzt genannten Varianten der Erfindung besonders geeignet, da dem Waschwasser nur Sauerstoff oder Wasserstoffperoxyd zugesetzt werden muß. Alle drei als Beispiele angegebene Varianten der Erfindung sind aber in ihrer Wirksamkeit gleichwertig.
  • Die Wirksamkeit des vorliegenden Verfahrens wird nachstehend an einem Beispiel erläutert.
  • An einem Legierungstransistor, dessen halbleitender Körper beispielsweise aus n-Germanium besteht, wird die Forderung gestellt, daß bei 75 V der Kollektorsperrstrom nicht größer als 30 [tA sein darf. In 10 Versuchsreihen mit je 100 Transistorsystemen wurde die eine Hälfte nach dem üblichen Ätzen, Waschen und Trocknen der Systeme gemessen, die andere Hälfte nach der gleichen Behandlung jedoch unter zusätzlicher Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die Ausbeute an Systemen, die die obergenannten Bedingungen erfüllen, waren bei den gemäß der Erfindung behandelten Systemen um 50% höher als bei den normal behandelten Systemen. Sie konnten ohne besondere Schutzmaßnahmen in Luft mit 50% relativer Feuchte, ohne Beeinträchtigung ihrer Sperrwerte, über 1000 Stunden gelagert und in dieser Atmosphäre gemessen werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Erzeugen einer stabilisierenden Oxydschicht auf einer durch eine vorbereitende, mit einer Oxydation der Halbleiteroberfläche verbundene Behandlung von Störstellen befreiten Halbleiteroberfläche, d a d u r c h gekennzeichnet, daß während des vorbereitenden Behandlungsvorganges durch Einwirken eines flüssigen, oxydierend wirkenden Mittels auf der Halbleiteroberfläche eine primäre kristalline Oxydschicht erzeugt wird, welche mindestens die Stellen hoher Oberflächenaktivität vollständig bedeckt und dort eine gestörte Kristallstruktur aufweist, daß dann das Oxyd einschließlich der oxydierten aktiven Stellen an der Halbleiteroberfläche wieder vollständig so gelöst wird, daß keine neuen aktiven Stellen an der Halbleiteroberfläche entstehen, und daß dann auf die von aktiven Stellen befreite Halbleiteroberfläche eine ungestörte kristalline Oxydschicht zum Aufwachsen gebracht wird.
  2. 2. Verfahren zur Erzeugung einer kristallinen Oxydschicht auf der Oberfläche von Germaniumhalbleiterbauelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Oxydation der Halbleiteroberfläche und zum Weglösen gestörten Oxyds stark sauerstoffhaltiges, z. B. mit etwa 20% Wasserstoffperoxyd versetztes Wasser, vorzugsweise bei Zimmertemperatur, verwendet wird. 3. Verfahren zur Erzeugung einer kristallinen Oxydschicht auf der Oberfläche eines Siliziumhalbleiterbaüelements nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation der Halbleiteroberfläche durch stark sauerstoffhaltiges, z. B. mit etwa 2% Wasserstoffperoxyd versetztes Wasser erfolgt, dem zur Auflösung des gestörten Oxyds eine geringe Menge an Flußsäure, beispielsweise 2%, zugegeben wird. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die endgültige Oxydschicht durch einen bei etwa 100° C in einem oxydierenden Gas stattfindenden Oxydationsprozeß zum Aufwachsen gebracht wird. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bei der Behandlung der Halbleiteroberfläche verbrauchte Sauerstoff laufend ersetzt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Wasser bei Zimmertemperatur einige Minuten lang erfolgt. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wasser geringe Mengen, etwa 50/a Alkalihydroxyd zugesetzt werden. B. Kombination des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit dem sich an den üblichen Ätzprozeß der Halbleiterflüssigkeit anschließenden Wachsprozeß zu einem Arbeitsgang. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1001077; »The Bell System Technical Journal«, Bd. 38 (1959), H.
  3. 3, S. 749 bis 783.
DES68671A 1960-05-25 1960-05-25 Verfahren zum Erzeugen einer stabilisierenden Oxydschicht auf einer Halbleiteroberflaeche Pending DE1189655B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2413608A1 (de) * 1974-03-21 1975-10-02 Licentia Gmbh Verfahren zum herstellen von halbleiterbauelementen
EP0471845A4 (en) * 1989-05-07 1992-04-22 Tadahiro Ohmi Method of forming oxide film

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DE1001077B (de) * 1954-07-14 1957-01-17 Telefunken Gmbh Verfahren und Anordnung zum elektrolytischen AEtzen von Halbleiterkoerpern oder -systemen

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