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DE1189283B - Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen

Info

Publication number
DE1189283B
DE1189283B DEK36558A DEK0036558A DE1189283B DE 1189283 B DE1189283 B DE 1189283B DE K36558 A DEK36558 A DE K36558A DE K0036558 A DEK0036558 A DE K0036558A DE 1189283 B DE1189283 B DE 1189283B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
oxide
gold
powder
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK36558A
Other languages
English (en)
Inventor
Sampei Katakura
Kenkichi Tachiki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1189283B publication Critical patent/DE1189283B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/62Metallic pigments or fillers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adornments (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen mit dauerhaftem Glanz. Das Verfahren besteht darin, daß nichtrostendes Eisenpulver, das durch Behandlung von Eisenpulver mit metallischem Calcium erhalten wurde, mit Bleioxyd oder einem Oxyd eines Rotmetalls, wie Kupfer, allein oder in Mischung mit anderen Metalloxyden gemischt und das Gemisch gesintert wird.
  • In den bisherigen zahlreichen Bemühungen zur Herstellung von goldfarbigem Metall wurde hauptsächlich versucht, über Kupferlegierungen zum Ziel zu kommen. Hierbei war es jedoch äußerst schwierig, einen dauerhaften Glanz zu erzielen. Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines neuartigen, billigen goldfarbigen Metalls, das hauptsächlich aus Eisen besteht und einen dauerhaften Glanz und hohe Anlaufbeständigkeit aufweist.
  • Als Ausgangsstoff für das Verfahren gemäß der Erfindung dient ein nichtrostendes Eisen, das durch Behandlung von Eisenpulver mit Calcium hergestellt wird, wobei die im Eisen enthaltenen Verunreinigungen in das Calcium übergehen. (Die Behandlung des Eisenpulvers mit Calcium für sich allein ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.) Geeignet für Zwecke der Erfindung ist ein Eisenpulver, das etwa folgende Verunreinigungen enthält: C ................. 0,10 bis 0,300/0 S ................. 0,08 bis 0,10% P ................. 0,05 bis 0,10% Si ................ 0,25 bis 0,30% Mn ............... 0,50 bis 0,60 olo Als Calciurnpulver wird vorzugsweise ein Produkt verwendet, das durch Mahlen eines durch Reduktion oder Elektrolyse erhaltenen metallischen Calciums in einer Prallmühle, unter Argon auf eine Teilchengröße von 0,076 mm hergestellt wird.
  • Zur Herstellung des nichtrostenden Eisenpulvers werden 20 bis 30 Gewichtsprozent des metallischen Calciums mit dem Eisenpulver gemischt. Das Gemisch wird in der Regel bei Raumtemperatur stehengelassen und in kurzen Zeitabständen gerührt, um die Berührungsflächen zu wechseln. Nach etwa 24 Stunden ist die Reaktion beendet. Anschließend wird das schwerere Eisenpulver durch Schlämmen vom Calciumpulver abgetrennt.
  • Das erhaltene Eisenpulver hat einen dauerhaften starken Glanz und hohe Korrosions- und Anlaufbeständigkeit sowie Warmfestigkeit. Beispielsweise zeigt es keine Korrosion, wenn es 6 Monate der Luft ausgesetzt wird. Außerdem tritt nur geringer Gewichtsverlust ein, wenn es bei 20° C in Schwefelsäure mit einer Konzentration von 30 Gewichtsprozent getaucht wird im Gegensatz zu unbehandeltem Material, das sich völlig auflöst. Das Pulver enthält nur noch folgende Verunreinigungen: C ................. 0,05 bis 0,15% S ................. 0,02 bis 0,05 % P ................. 0,02 bis 0,04% Si ................ 0,03 bis 0,12% Mn ............... 0,10 bis 0,20% Zur Erzielung des Goldtons wird das nichtrostende Eisenpulver mit einem roten Metalloxyd gemischt und gesintert. Geeignet sind die Oxyde von Blei und Kupfer, die allein oder in Mischung mit anderen Metalloxyden, z. B. Oxyden von Zinn, Kobalt, Mangan, Chrom, Eisen, Nickel, Wolfram, Osmium usw., verwendet werden. Der mit den verschiedenen Oxyden erzielte Goldton ist in nachstehender Tabelle angegeben.
    und- Farbton des Produktes
    Zugesetztes Oxyd farbe
    Bleirot ............ Rot zu hell
    Kupferoxydul ...... Rot zu tief
    Kupferoxydul
    Zinnoxydul ...... Rot sehr stark goldähn-
    lich
    Beträgt die Menge des zugesetzten Farbstoffs mehr als drei Tausendstel, ist der Farbton zu dunkel. Liegt die Menge zwischen drei Tausendstel und ein Tausendstel, wird das Produkt goldfarbig. Bei Mengen unter ein Tausendstel wird der Farbton zu hell.
  • Bei Verwendung von unreinem Bleioxyd ist der Goldton trotz sorgfältigen Arbeitens nicht klar. Mit Kupferoxyd allein ist der Farbton zu tief, während ein guter Goldglanz erzielt wird, wenn eine sehr geringe Menge Zinnoxyd oder Manganoxyd zugesetzt wird.
  • Übersteigt die Sintertemperatur 1300° C, wird ein blasser, stumpfer Farbton erhalten. Wird unter 800° C gesintert, ist das Produkt glanzlos und hat einen unreinen Farbton.
  • Gemäß der Erfindung wird bei Verwendung des obergenannten Oxydgemisches ein gleichmäßiger Farbton erzielt, wenn das Gemisch in Inertgasatmosphäre, beispielsweise Argon, auf etwa 1000° C erhitzt, gekühlt und zur Verwendung pulverisiert wird.
  • Das nichtrostende Eisenpulver wird mit dem Oxyd innig gemischt. Das Gemisch wird in eine Form gepreßt und 2 bis 6 Stunden bei geeigneter Temperatur unter Inertgas oder Vakuum gesintert. Bei langsamem Abkühlen stellt sich bei 75 bis 85° C der Goldton ein. Wird der Sinterkörper in einer Schmiedemaschine bearbeitet, kann das Material an Stelle von Kupfer zur Herstellung von Maschinenteilen und Instrumenten dienen, die eine höhere Härte als Kupfer aufweisen. Die aus dem gemäß der Erfindung hergestellten Metall gefertigten Teile verfärben sich in Seewasser und anderen Salzlösungen nicht. Sie haben eine hohe Korrosionsbeständigkeit und gegenüber normalem Eisen die zweifache Anlaufbeständigkeit. Beispiel 1 Späne von Schwedenstahlbarren werden gut entölt, gereinigt und in einer Zerkleinerungsvorrichtung, z. B. einem Kollergang, auf eine Teilchengröße von 0,064 mm gemahlen. 10 kg des Eisenpulvers werden in einem mit Platin ausgekleideten Eisenbehälter mit 2,5 kg metallischem Calciumpulver unter Argon gut gemischt und 24 Stunden stehengelassen. Während dieser Zeit wird alle 2 Stunden gerührt, um die Reaktion zu beschleunigen. Hiernach wird das Calcium durch Schlämmen abgetrennt.
  • Das mit Calcium behandelte Eisenpulver weist einen starken Glanz auf und enthält noch folgende Verunreinigungen: C ........................ 0,080/0 S ........................ 0,04% P ........................ 0,04% Si ........................ 0,02% Mn ...................... 0,09% 10 kg des Eisenpulvers werden mit 0,02 kg Bleirot gut gemischt. Das Gemisch wird in einer Presse unter einem Druck von 3000 bis 3500 kg/cm2 gepreßt und geformt. Der Preßling wird in einem Magnesiumoxydtiegel unter Argon oder Vakuum allmählich auf 800° C erhitzt und 5 Stunden gesintert.
  • Der Sinterkörper wird nach Abkühlen auf 300° C in einer Schmiedemaschine bearbeitet. Das Produkt, das nach langsamem Abkühlen in 5 Stunden erhalten wird, ist goldfarbig und hat ein Gewicht von 10 kg. Beispiel 2 Eine Mischung aus 90% Cu20, 10% SnO und einer sehr geringen Menge Mn20s wird in einem Magnesiumoxydtiegel 1 Stunde auf 1000° C erhitzt, nach dem Kühlen pulverisiert und als farbgebendes Mittel verwendet. 20 g dieses Pulvers und 10 kg des mit Calcium behandelten Eisenpulvers werden gut gemischt. Die Mischung wird in einer Presse unter etwa 3000 bis 3500 kg/cm2 gepreßt und geformt. Der Preßling wird in einem Magnesiumtiegel 2,5 bis 3 Stunden unter Argon oder Vakuum bei 800° C gesintert. Der Sinterkörper wird nach Abkühlen auf 300° C in einer Schmiedemaschine bearbeitet.
  • Das Produkt zeigt, nachdem es bei langsamem Abkühlen eine Temperatur von 75 bis 80° C erreicht hat, einen ausgezeichneten Goldton. Sein Gewicht beträgt 10 kg. Da es im wesentlichen aus Eisen besteht, hat es eine höhere Härte als Kupferlegierungen. Seine Zugfestigkeit und sonstigen Eigenschaften sind ausgezeichnet. So beträgt die Zugfestigkeit 30 kg/mm2 und die Dehnung 15 % gegenüber 12 kg/ mm2 bzw. 8% bei normalem Sintereisen. Insbesondere zeigt das Produkt eine hohe Beständigkeit gegenüber Seewasser und anderen Salzlösungen, wie beispielsweise eine 20%ige Ammoniumnitratlösung, in die es jeweils einen Monat eingetaucht wurde. Die Anlaufbeständigkeit ist gegenüber normalem Eisen doppelt so hoch; denn das goldfarbige Eisen gemäß der Erfindung läuft erst bei 500° C an, während normales Eisenbereits bei 200° C anläuft.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Behandlung mit metallischem Calciumpulver erhaltenes nichtrostendes Eisenpulver mit einem färbenden Mittel, bestehend aus Bleioxyd (Pb304) oder Kupferoxydul (Cu20) als Hauptbestandteil und gegebenenfalls anderen Metalloxyden, gemischt, die Mischung gepreßt und der Preßling im- Vakuum oder unter Inertgas bei Temperaturen von 800 bis 1300° C, vorzugsweise 1000° C, gesintert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtrostende Eisenpulver mit 0,1 bis 0,3% färbenden Oxyden versetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten färbenden Oxyde rein sind.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydmischung allein zunächst auf 900 bis 1100° C, insbesondere 1000° C, erhitzt, gekühlt und zur Verwendung nochmals pulverisiert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulvermischung vor dem Sintern unter Drücken von 3 bis 3,5 t/cm2 gepreßt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinterkörper geschmiedet wird.
DEK36558A 1957-12-26 1958-12-23 Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen Pending DE1189283B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1189283X 1957-12-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1189283B true DE1189283B (de) 1965-03-18

Family

ID=14748658

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK36558A Pending DE1189283B (de) 1957-12-26 1958-12-23 Verfahren zur Herstellung von goldfarbigem Eisen

Country Status (1)

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DE (1) DE1189283B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0618027A4 (de) * 1992-09-18 1996-05-29 Kawasaki Steel Co Eisenpulver und gemischtes pulver für die pulvermetallurgie und zur herstellung von eisenpulver.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0618027A4 (de) * 1992-09-18 1996-05-29 Kawasaki Steel Co Eisenpulver und gemischtes pulver für die pulvermetallurgie und zur herstellung von eisenpulver.

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