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DE1187973B - Elektrisches Sprengsatz-Zuendgeraet - Google Patents

Elektrisches Sprengsatz-Zuendgeraet

Info

Publication number
DE1187973B
DE1187973B DEP29554A DEP0029554A DE1187973B DE 1187973 B DE1187973 B DE 1187973B DE P29554 A DEP29554 A DE P29554A DE P0029554 A DEP0029554 A DE P0029554A DE 1187973 B DE1187973 B DE 1187973B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capacitor
explosive device
circuit
detonator
electrical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP29554A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erwin Bartels
Werner Voigt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PRAKLA GmbH
Original Assignee
PRAKLA GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PRAKLA GmbH filed Critical PRAKLA GmbH
Priority to DEP29554A priority Critical patent/DE1187973B/de
Publication of DE1187973B publication Critical patent/DE1187973B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04Arrangements for ignition
    • F42D1/045Arrangements for electric ignition
    • F42D1/05Electric circuits for blasting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

  • Elektrisches Sprengsatz-Zündgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Sprengsatz-Zündgerät mit einem einen elektrischen Ausgang aufweisenden Körperschallempfänger, der beim Auftreffen von Schallwellen die Sprengung auslöst, und mit einem Kondensator als Energiespeicher, der zur Auslösung der Sprengung auf den Sprengsatzzünder geschaltet wird.
  • Es ist bereits bekannt, aus mehreren Einzelladungen bestehende Sprengsätze mit vorbestimmter gegenseitiger Verzögerung der einzelnen Ladungen abzutun, indem durch eine entsprechend gebaute Zündmaschine oder durch Anwendung sogenannter Millisekundenzünder eine aufeinanderfolgende Zündung der Einzelladungen erfolgt. Sowohl bei den hierfür bekannten speziellen Zündmaschinen wie auch bei den Millisekundenzündern sind verschiedene Zündintervalle wählbar, jedoch liegt die untere Grenze der Zündintervalle bisher bei etwa 10 Millisekunden.
  • Bei einigen Sprengaufgaben, insbesondere bei geophysikalischen Sprengungen zur Erzeugung künstlicher Erdbeben, würde ein idealer Ablauf der Zündung der Einzelladungen eine solche Zündfolge darstellen, bei der die Zündung der jeweiligen nächsten Ladung immer gerade dann erfolgt, wenn die Explosionswelle der bereits gezündeten Ladungen bei der nächsten Ladung eintrifft. Je nach der räumlichen Anordnung der Einzelladungen, z. B. senkrecht untereinander in einem Bohrloch oder in einer Ebene nebeneinander in verschiedenen benachbarten Bohrlöchern, können auf diese Weise mit großer Genauigkeit besonders gerichtete oder ebene Schallwellenfronten erzeugt werden. Die hierbei zulässigen Schwankungen des Zündaugenblicks liegen jedoch unter einer halben Millisekunde und sind damit mit den herkömmlichen Mitteln nicht einhaltbar.
  • Es ist bereits ein für diese Zwecke hergestelltes elektrisches Sprengsatz-Zündgerät mit einem einen elektrischen Ausgang aufweisenden Körperschallempfänger bekannt, bei dem eine Kondensatorladung über ein Thyratron den Brückendraht des Zünders der benachbarten Ladung abschmilzt, wenn eine Schallwelle durch die mit ihr verbundene Erschütterung eine auf elektrischen Kontakten liegende metallene Kugel zeitweise abhebt, so daß das Thyratron zündet. Dem geschilderten mechanisch-elektrisch arbeitenden Schallzünder haftet einmal der Nachteil an, daß die Kontaktgebung der metallenen Kugel nicht mit genügender Zuverlässigkeit arbeitet, zum anderen ist ein derartiger Zünder insbesondere durch das benutzte Thyratronrohr relativ teuer in der Anwendung, da der gesamte Schallzünder unmittelbar nach seiner Betätigung durch die ausgelöste Explosion zerstört wird.
  • Es ist ferner bei Aufschlagzündern bekannt, den von einem piezoelektrischen Körperschallwandler beim Aufschlag der Granate od. dgl. abgegebenen Spannungsstoß zur direktenAuslösung eines Zünders zu benutzen. Zur Lösung der vorliegenden Aufgabe ist diese Anordnung nicht brauchbar, da die an verfügbaren piezoelektrischen Wandlern entstehenden Spannungen und elektrischen Leistungen infolge der gegen einen Aufschlag wesentlich geringeren Amplituden der eintreffenden Schallwellen zum direkten Betätigen eines Zünders viel zu gering sind.
  • Weiterhin ist es bekannt, im Sprengwesen statt handbetätigter Induktorzündmaschinen auch Kondensatorzündmaschinen zu verwenden, bei denen die zur Zündung benötigte elektrische Leistung durch Aufladung eines Kondensators bereitgestellt wird, der durch Schließung geeigneter Kontakte auf den Zündkreis entladen wird.
  • Die obengenannten Nachteile bei einem Sprengsatz-Zündgerät der eingangs beschriebenen Art werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß als Körperschallempfänger ein solcher verwendet ist, der die Schallenergie in elektrische Energie umwandelt und der Ausgang des Körperschallempfängers mit dem Eingang einer elektrischen Kippschaltung verbunden ist, die beim Eintreffen einer Schallwelle von dem einen in den anderen Zustand übergeht und den den Kondensator und den Sprengsatzzünder enthaltenden Schaltkreis schließt.
  • Zweckmäßig besteht die Kippschaltung aus einer an sich bekannten monostabilen Schaltung zweier Transistoren, deren vom Körperschallempfänger gesteuerter Transistor im Ruhezustand leitet und deren anderer Transistor über eine galvanische Verbindung einen Leistungstransistor steuert, dessen Emitter- Kollektor-Strecke als Schalter in dem den Kondensator und den Sprengsatzzünder enthaltenden Schaltkreis liegt.
  • Vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Sprengsatz-Zündgerät durch Anlegen einer Wechselspannung an eine Speiseleitung aktiviert, an welche der Kondensator über eine Diode angeschlossen ist.
  • Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen schematischen Schnitt durch ein mit mehreren Sprengladungen besetztes Bohrloch nebst der Schatlzünderanlage nach der Erfindung, F i g. 2 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Schallzünder, F i g. 3 eine schematische Darstellung der Schaltung eines einzelnen Schallzünders.
  • Ein Schußbohrloch 1 hat mehrere Erdschichten 2 durchstoßen und ist mit mehreren Sprengsätzen 3, 3 a bis 3 c besetzt worden. Zur Erzielung eines besonders starken, nach abwärts gerichteten Schallimpulses sollen in an sich bekannter Weise die untereinander angeordneten Sprengsätze in solcher Reihenfolge gezündet werden, daß sich die Schallwellen in der gewünschten Richtung addieren. Der Zünder 4 des oberen Sprengsatzes 3 ist mit einer üblichen Zündmaschine 5 galvanisch verbunden. Die tieferen Sprengsätze 3 a, 3 b und 3 c sind mit je einem erfindungsgemäßen Sprengsatz-Zündgerät 6, 6 a und 6 b versehen. An die Sprengsatz-Zündgeräte 6, 6 a und 6 b ist je ein Momentzünder 7, 7 a und 7 b angeschlossen. über eine Leitung 8 sind die Sprengsatz-Zündgeräte ferner mit einem Aufladegerät 9 verbunden.
  • Die einzelnen Sprengsatz-Zündgeräte liefern mit Verzögerung von wenigen ,usec an ihren Ausgangsklemmen einen Impuls bis zu mehreren Ampere Stärke, wenn eine Schallwelle vorbestimmter Intensität auf die Körperschallempfänger der Geräte einwirkt. Zunächst werden vor dem Abtun des Sprengsatzes 3 die Sprengsatz-Zündgeräte 6 bis 6 b von dem Aufladegerät mit Wechselspannung aktiviert, d. h. über einen Gleichrichter wird in jedem der Zündgeräte ein Elektrolytkondensator aufgeladen. Durch Betätigung der Zündmaschine 5 wird dann der Zünder 4 mit der zugehörigen Sprengladung 3 abgetan, so daß sich eine Schallwelle von der Ladung 3 ausbreitet. Sobald diese Welle am nächstgelegenen Zündgerät 6 eintrifft, löst dieses den Zünder 7 und damit die Sprengladung 3 a aus. Die von dieser Teilladung erzeugte Detonationswelle befindet sich somit für die senkrechte Fortschreitungsrichtung in Phase mit der von der ersten Ladung erzeugten Welle, während der nach oben laufende Teil als selbständige Welle abgestrahlt wird. Beim Passieren der Ladungen 3 b und 3 c wiederholt sich dieser Vorgang, so daß schließlich eine relativ starke, nach unten gerichtete Welle erhalten wird, während zur Erdoberfläche nur Teilwellen geringerer Amplitude mit zeitlicher Verschiebung abgestrahlt werden. Durch andere Anordnung der Zündgeräte mit den zugehörigen Ladungen, z. B. in einer horizontalen Linie oder auf einem Kreis mit einer in der Mitte angeordneten kleinen auslösenden Ladung, können auch andere vorbestimmte Wellenfronten erzeugt werden.
  • Ein einzelnes Sprengsatz-Zündgerät weist gemäß F i g. 2 ein durch Sprengstoff-Patronen-Kappen 13 und 14' verschlossenes rohrförmiges Gehäuse auf, das mit einer Vergußmasse 14 ausgefüllt ist. In der Vergußmasse 14 befindet sich der Körperschallempfänger 10 sowie die Schaltung, von der einige Transistoren 12 und der die Zündenergie speichernde Kondensator 11 dargestellt sind. An die Ausgangsleitung der Kippschaltung ist ein Momentzünder 7 angeschlossen.
  • Die in F i g. 3 dargestellte Schaltung eines erfindungsgemäßen Sprengsatz-Zündgerätes weist drei Transistoren TI, T2 und T3 auf, von denen die Transistoren TI und T2 eine monostabile Stufe bilden, während der Transistor T3 den Leistungsschalter zur Entladung eines Kondensators 20 über einen Zünder 6 bildet.
  • Der Transistor TI der monostabilen Stufe wird mittels des hochohmigen Spannungsteilers 23 normalerweise im leitenden Zustand gehalten. Zufolge des Spannungsabfalls am Kollektorwiderstand 24 befindet sich der Transistor T, im abgeschalteten Zustand und hält auch über die direkte Basis-Emitter-Verbindung den Transistor T3 abgeschaltet. Trifft an dem Körperschallempfänger 22 eine Schallwelle genügender Amplitude ein, so wird die Leitfähigkeit des Transistors TI bei entsprechender Polung des Empfängers 22 bereits von dem ersten Teil der eintreffenden Schallwelle verringert. Der dadurch im Transistor T2 beginnende Stromfluß leitet den am Widerstand 25 entstehenden Spannungsabfall über das RC-Glied 26 zur Umsteuerung in den anderen Leitfähigkeitszustand ein, in dem die Stromführung des Transistors T, im wesentlichen durch den Widerstand 24 bestimmt ist. Gleichzeitig wird der Transistor T3 voll geöffnet, so daß über den Zünddraht 6 ein Stromimpuls mit einer Amplitude von mehreren Ampere geleitet wird, der diesen in weniger als 0,5 msec durchbrennt.
  • Der Kondensator 20 wird kurz vor dem Abtun der Ladung 3 über eine Diode 28 und einen Widerstand 27 von dem Aufladegerät vorzugsweise mit Wechselspannung aufgeladen und dient als Stromquelle des Zündimpulses sowie zur Stromversorgung der Schaltung nach dem Zerreißen der Leitungen durch die Explosionen der oberhalb des betreffenden Zünders angeordneten Ladungen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Elektrisches Sprengsatz-Zündgerät mit einem einen elektrischenAusgang aufweisenden Körperschallempfänger, der beim Auftreffen von Schallwellen die Sprengung auslöst, und mit einem Kondensator als Energiespeicher, der zur Auslösung der Sprengung auf den Sprengsatzzünder geschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Körperschallempfänger (22) ein solcher verwendet ist, der die Schallenergie umwandelt und der Ausgang des Körperschallempfängers (22) mit dem Eingang einer elektrischen Kippschaltung verbunden ist, die beim Eintreffen einer Schallwelle von dem einen in den anderen Zustand übergeht und den den Kondensator (20) und den Sprengsatzzünder (6) enthaltenden Schaltkreis schließt.
  2. 2. Elektrisches Sprengsatz-Zündgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung aus einer an sich bekannten monostabilen Schaltung zweier Transistoren (TI, T.2) besteht, deren von dem Körperschallempfänger (22) gesteuerter Transistor (TI) im Ruhezustand leitet und deren anderer Transistor (T@) über eine galvanische Verbindung einen Leistungstransistor (T3) steuert, dessen Emitter-Kollektor-Strecke als Schalter in dem den Kondensator (20) und den Sprengsatzzünder (6) enthaltenden Schaltkreis liegt.
  3. 3. Elektrisches Sprengsatz-Zündgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu seiner Aktivierung eine Wechselspannung an eine Speiseleitung angelegt wird, an welche der Kondensator (20) über eine Diode (28) angeschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1018 535, 1099 913, 1117 016.
DEP29554A 1962-06-05 1962-06-05 Elektrisches Sprengsatz-Zuendgeraet Pending DE1187973B (de)

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Publications (1)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990012332A1 (en) * 1989-04-13 1990-10-18 Mitchell Donald K Improved method and apparatus for detonation of distributed charges
US4991684A (en) * 1989-04-13 1991-02-12 Mitchell Donald K Method and apparatus for detonation of distributed charges

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DE1018535B (de) * 1955-04-09 1957-10-31 Siemens Ag Einrichtung zum Umwandeln von elektrischen Energieimpulsen in solche von kuerzerer Dauer und hoeherer Leistung
DE1099913B (de) * 1959-11-18 1961-02-16 Wasagchemie Ag Zuendvorrichtung unter Verwendung eines piezoelektrischen Zuendgenerators, insbesondere fuer Geschosszuender
DE1117016B (de) * 1959-10-30 1961-11-09 Nobel Bozel Elektrische Zuendmaschine

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