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DE2151245A1 - Elektrischer zuender fuer geschosse - Google Patents

Elektrischer zuender fuer geschosse

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Publication number
DE2151245A1
DE2151245A1 DE19712151245 DE2151245A DE2151245A1 DE 2151245 A1 DE2151245 A1 DE 2151245A1 DE 19712151245 DE19712151245 DE 19712151245 DE 2151245 A DE2151245 A DE 2151245A DE 2151245 A1 DE2151245 A1 DE 2151245A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electric igniter
igniter according
ignition
circuit
electronic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19712151245
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Kaiser
Arthur Kopf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gebrueder Junghans GmbH
Original Assignee
Gebrueder Junghans GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gebrueder Junghans GmbH filed Critical Gebrueder Junghans GmbH
Priority to DE19712151245 priority Critical patent/DE2151245A1/de
Priority to GB4382472A priority patent/GB1428979A/en
Priority to FR7235336A priority patent/FR2274017A1/fr
Priority to US05/298,432 priority patent/US3964395A/en
Publication of DE2151245A1 publication Critical patent/DE2151245A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C11/00Electric fuzes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Unsere Zeichen: A 94 71 l4. Okt. 1971
A 95 71/B/He/gb
Firma GEBRÜDER JUNGHANS GMBH, 7230 Schramberg/Württ.,
Geißhaldenstraße
Elektrischer Zünder für Geschosse
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Zünder für Geschosse mit einem elektrischen Zündelement und mit einer Zündschaltunganordnung mit wenigstens einem Speicherkondensator, der über ein elektronisches Schaltelement mit dem Zündelement verbindbar ist.
Es ist ein elektrischer Geschoßzünder der vorgenannten Art bekannt (DAS 1 155 057). Dieser Zünder enthält einen durch eine Spannungsquelle aufladbaren Speicherkondensator, der über einen Ladewiderstand mit einem zum elektrischen Zündelement parallel geschalteten Zündkondensator verbunden ist. Dabei ist zwischen Zündkondensator und Zündelement ein spannungsabhängiges Schaltelement
S09881/0460
Merck. F.nck , Co. München. Nr 25 464 , Bankhaus H. Aufhauser. München. Nr. 26,300 Post=cHe=k München 20904
Telegrammadresse: Patentsenior
in Form einer Halbleiterdiode geschaltet, die bei Erreichen einer bestimmten Ladespannung am Zündkondensator durchschaltet, so daß die Ladung des Zündkondensators das Zündelement durchfließen kann und der Zünder gezündet wird. Bei Zündern mit längeren Laufzeiten müssen hier Kondensatoren erheblicher Größe verwendet werden, die die Unterbringung in Geschossen mit kleinem Kaliber erschweren. Auch ist die Sicherung des Zünders vor und während des Abschusses ungenügend. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Zünder der eingangs genannten Art zu schaffen, der nur Kondensatoren verhältnismäßig geringer Kapazität benötigt und deshalb mit geringen Abmessungen herstellbar ist und der ferner eine erhöhte Sicherheit bietet. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das elektronische Schaltelement ein mit einem Steuereingang versehenes elektronisches Koppelement ist und daß dem Steuereingang des elektronischen Kippelementes ein elektrische Impulse erzeugendes Zeitglied zugeordnet ist.
Bei diesem erfindungsgemäßen Zünder ist eine Umladung eines von einer äußeren Spannungsquelle auflad-
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baren Speioherkondensators auf einen Zündkondensator, die nur unvollkommen möglich ist, nicht mehr erforderlich, so daß der Zünd-Speicherkondensator unmittelbar aufgeladen werden kann und diese Ladung voll für die Zündung zur Verfügung steht. Durch die Verwendung eines mit einem Steuereingang versehenen elektronischen Kippelementes und die Verwendung eines elektrische Impulse erzeugenden Zeitgliedes sind verhältnismäßig lange Verzögerungszeiten erreichbar. Ferner ermöglicht es der erfindungsgemäße Zünder, bewährte mechanische Bauelemente, wie sie beispielweise durch folgende Druckschriften bekannt sind:
deutsche Patentschrift 1 126 776 deutsche Patentschrift 977 787 deutsche Offenlegungsschrift 1 578 48j5
deutsche Offenlegungsschrift 1 924 025 im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen elektrischen Zünder zu verwenden.
Vorzugsweise wird dem Kippelement ein von den Impulsen beaufschlagter Steuer-Speicherkondensator vorgeschaltet. Der Steuer-Speicherkondensator kann parallel zu der Reihenschaltung aus Entladewiderstand und einer vom Zeitglied gesteuerten Schaltvorrichtung geschaltet sein.
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Dabei kann als Schaltvorrichtung ein steuerbares elektronisches Schaltelement vorgesehen sein.
Als Zeitglied kann eine elektronische Oszillatorschaltung vorgesehen sein, die von einem weiteren Speicherkondensator gespeist ist. Es kann aber als Zeitglied auch ein mechanisch angetriebener Drehschwinger, vorzugsweise eine Unruh, vorgesehen sein.
Zur Steuerung eines elektronischen Schaltelementes können eine Spulenanordnung und eine die Spulenanordnung beeinflussende, relativ zu dieser bewegbare Permanentmagnet anordnung vorgesehen sein. Bei Verwendung eines mechanisch angetriebenen Drehschwingers kann die Spulenanordnung oder die Permanentmagnetanordnung an diesem Drehschwinger angeordnet sein.
Als Zeitglied kann aber auch ein mechanisches Laufwerk mit einem durch eine Blattfeder rückgestellten Hemmungsregler vorgesehen sein. In diesem Falle kann die Spulenanordnung oder die Permanentmagnetanordnung an der Rückstell-Blattfeder angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, zur Steuerung des steuerbaren elektronischen Schalt»
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elementes einen piezoelektrischen Kristall zu verwenden, der an der RUckstell-Blattfeder angeordnet ist.
Dem Zündstromkreis ist vorzugsweise ein Sicherheitsschalter zugeordnet, welcher das Zündelement vorzugsweise doppelpolig vom Zündstromkreis trennt, wobei ein beschleunigungs- oder fliehkraftangetriebenes Sicherungsglied vorgesehen ist, welches nach dem Abschuß eine Betätigung des Sicherheitsschalters und damit eine Einschaltung des Zündelementes in den Zündstromkreis bewirkt.
Dem Sicherheitsschalter kann eine unter Federwirkung stehendes, von dem Sicherungsglied arretiertes Betätigungsglied zugeordnet sein, wobei das Betätigungsglied mit einer Startvorrichtung für das Zeitglied versehen sein kann. Diese Startvorrichtung kann eine Anwurffeder für einen Drehschwinger sein. Bei Verwendung einer elektronischen Oszillatorschaltung als Zeitglied kann die Starvorrichtung auch eine diese Oszillatorschaltung einschaltende Schaltvorrichtung sein.
Der erfindungsgemäße Zünder ist sowohl für Drakllgeschosse als auch für drallose Geschosse, wie beispie Isweise&aketen, geeignet.
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21512
Mit dem erfindungsgemäßen Zünder ist eine hohe Tempiergenauigkeit erreichbar. In Verbindung mit zusätzlichen mechanischen Sicherungseinrichtungen ergibt sich ein äußerst handhabungssicherer und schnell einsatzfähiger Zünder.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1- 4 Prinzipschatflbilder des erfindungsgemäßen elektrischen Zünders,
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines
den Zünder nach Figur 1-4 beeinflussenden mechanischen Zeitgliedes und eines Sicherungsgliedes,
Fig. 6 ein Prinzipschaltbild eines den Zünder nach Fig. 1-4 beeinflussenden elektronischen Zeitgliedes und eines Sicherungsgliedes.
Fig. 7 eine abgewandelte Ausführungsform eines mechanischen Zeitgliedes,
Fig. 8 eine weitere Abwandlung eines mechanischen Zeitgliedes,
Fig. 9 eine Entladungskennlinie zur Erläuterung der Wirkungsweise eines bekannten elektrischen Zünders und
Fig. 10 eine Entladungskurve zur Erläuterung
der Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Zünders.
In den Fig. 1-4 ist die mit III bezeichnete Zündstufe
ist
gleich aufgebaut. Mit 10/ein elektrisches Zündelement be-
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zeichnet, das durch einen Stromfluß ausgelöst wird. 11 ist der Zündkondensator ,dan von außen über die Klemmen 19 und 20 eine Spannung zugeführt werden kann. 12 ist eine Stromquelle, z. B. ein Kondensator, zur Stromversorgung des Kippelements II, das in den verschiedenen Ausführungsbeispielen unterschiedlich ist. I3 ist ein Trägheitsschalter, der beim Aufschlag des Geschosses geschlossen wird und die Auslösung des Zündelementes 10 bewirkt, falls das Kippelement II noch nicht betätigt worden sein sollte. 14 ist ein doppelpoliger Sicherheitsschalter, der normalerweise geöffnet ist und erst nach dem Abschuß des Geschosses, gegebenenfalls nach einer gewissen Verzögerungszeit, durch Beschleunigungseinwirkung oder Fliehkrafteinwirkung geschlossen wird und das Zündelement 10 an den Zündstromkreis anschaltet.
Die Stufe I der Schaltungen nach den Pig. 1-4 ist ebenfalls im wesentlichen gleich aufgebaut. Sie enthält in jedem Falle einen Traensistor 17 sowie die Klemmen 18, 19, 20, von denen die Klemmen l8 und 19 die Eingangsklemmen des Transistors 17 sind. Bei den Schaltungen nach Fig. 1 und 2 enthält die Stufe I noch einen Steuer-Speicherkondensator 15 parallel zu der Reihenschaltung aus der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors 17 und einem einstellbaren Widerstand l6.
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Das elektronische Kippelement ist in den verschiedenen Ausführungsbeispielen der Pig. 1-4 unterschiedlich ausgebildet. Es besitzt in allen Fällen einen Schalttransistor
STr mit zwei Ausgängen 24 und 25, durch die eine Schaltung des Zündstromkreises bewirkt wird. In den Fig. 1 und 2 sind 22 und 2j5 die Eingäge des Kippelementes II, zu denen ein Steuer-Speicherkondensator 15 parallel liegt. Der Steuer-Speicherkondensator 15 ist ebenfalls über die Klemmen 19 und 20 unmittelbar aufladbar. Parallel zum Steuer-Speicherkondensator 15 liegt der Widerstand 16 in Reihe mit dem NPN-Transistor 17. In den Fig. 5 und 4 sind die Eingänge des Kippelements mit 21,22 und 23 bezeichnet. In allen Fällen sind die Eingangsklemmen des Transistors 17 mit 18 und 19 bezeichnet. An diese Klemmen 18 und 19 kann ein Impulse lieferndes Zeitglied angeschlossen werden. Durch diese Impulse wird der Trands&tor periodisch durchgeschaltet, wodurch jedesmal eine gewisse Entladung des Steuer-Speicherkondensators 15 über den Widerstand 16 erfolgt. Das elektronische Kippelement II, das an sich beliebiger Art sein kann, ist so ausgebildet, daß eine Schaltung erfolgt, d.h., daß die Klemmen 24 und 25 miteinander verbunden werden, wenn die an den Eingangsklemmen 22 und 23 anliegende Spannung einen bestimmten Wert unterschreitet,bzw. die Zahl der der Kippstufe II zugeführten Impulse eine vorbestimmte Zahl erreicht hat. Erfolgt eine Schaltung des elektronischen Kippelementes II, nachdem zuvor der Schalter 14 geschlossen worden ist, so ist der Zündstromkreis geschlossen.
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Der in Fig. 1 und 2 gezeigte einstellbare Entladewiderstand l6 dient zur Anpassung der Zeitkonstanten des RC-Gliedes an die Frequenz der an den Klemmen 18 und 19 auftretenden Impulse. Je nach der verwendeten Impulsquelle wird der Widerstand 16 während der Montage so justiert, daß nach einer vorbestimmten Impulsanzahl die an den Klemmen 22 und 25 anliegende Spannung den erwähnten Spannungsgrenzwert unterschreitet, so daß das elektronische Kippelement II betätigt wird.
Die Zündschaitungsanordnung setzt sich aus den in der Zeichnung mit gestrichelten Linien dargestellten Baugruppen I, II und III zusammen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist als elektronisches Kippelement eine Schmitt-Triggerschaltung vorgesehen, die über eine Zenerdiode ZD angesteuert wird. Die dargestellte Schaltung ist für eine Analog- oder Digitalansteuerung gleichförmiger Impulse geeignet. Die Eingangsstufe bestimmt mit dem Kondensator I5 und dem Widerstand und RE die Zeitkonstante.
Die Schaltung nach Fig. 2 enthält als Kippelement einen Differenzverstärker V mit Hysterese, auf den die Eingangsstufe I über einen Widerstand RE wirkt. Der Verstärker V schaltet den Schalttransistor STr für
509881/0460 " 9 "
den Zündstromkreis durch, sobald seine Eingangsspannung der Referenzspannung entspricht. Diese Schaltung ist für eine Analog- oder Digitalsteuerung geeignet.
Bei der Schaltung nach Fig. 2 wird als Kippelement eine Flip-Flop-Schaltung FF in Verbindung mit einem Differenzverstärker V verwendet. Die Eingangsstufe I steuert die monostabile Flip-Flop-Schaltung FF, welche die Impulslänge und die Impulshöhe bestimmt. Die genau definierten Impulse werden mit Hilfe des Kondensators Cj integriert, und es wird die Spannung des Kondensators C1 mit der Referenzspannung des Diff eimzverstärkeis V verglichen. Sobald die Spannung am Kondensator Cj der Refeanzspannung entspricht, liefert der Differenzverstärker V ein Ausgangspotential, das die Durchachaltung des Schalttransistors STr bewirkt, wodurch der Zündstromkreis geschlossen und die Zündung ausgelöst wird.
Eine Tempierung ist dadurch möglich, daß die Spannung, die an die Klemmen 19 und 20 angelegt wird, verändert wird. Hierdurch wird der Kondensator Cj über den Spannungsteiler unterschiedlich vorgespannt.
Die Schaltung nach Fig. J ist für eine digitale Aussteuerung mit unterschiedlichen Impulsverhältnissen ge
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-KO-eignet.
Fig. 4 zeigt eine Schaltung, die für digitale Ansteuerung geeignet ist. Hier werden die an den Klemmen 18 und 19 anliegenden Impulse in der Stufe I verstärkt und dem Eingang eines 8 Bit-Binärzählers gegeben, der hier aus den beiden 4 Bit-IC B., und Bp besteht. Je nach Codierung des Diodengatters kann hier eine Ansteuerung des Schalttransistors STr bei einem Impuls und bis zu 25Ο Impulsen erzielt werden.
Der Kondensator CRq dient hier zur 0-Stellung des Zählers während der Ladung des Kondensators 12.
In Figur 5 ist ein möglicher Impulserzeuger dargestellt. Dieser besteht aus einem auf mechanischem Wege über ein Getriebe 39 und eine um eine Achse 38 schwenkbar gelagafce Gabel 37 angetriebenen Drehschwinger, beispejilsweise eine Unruh. Die Unruh trägt auf ihrer Welle 30 zwei magnetisch leitende Scheiben 3I und 32 , die je einen Permanentmagneten 33 und 34 tragen. Der Rückschluß erfolgt über die Scheiben 31 und 32 und den magnetisch leitenden Teil 35. In dem zwischen den Permanentmagneten 33 und 34 befindlichen Luftspalt befindet sich eine Induktionsspule 40, deren Enden an die Klemmen 41 und 42 geführt sind. Die Unruh ist
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ferner mit einer Rückstellfeder in Form eines Spanndrahtes 43 versehen. Bei einer Schwingung der Unruh werden in der Induktionsspule 40 bei jedem Null-Durchgang Impulse erzeugt, die den Klemmen 18 und 19 zugeführt werden. Dadurch wirdjder Transistor 17 periodisch durchgesteuert, urü es beginnt sich der Kondensator 15 über den Vorwiderstand 16 und die Kollektrjc—Emitter-Strecke des Transistors 17 zu entladen, bis der Transistor nach dem Verschwinden der Eingangsspannung wieder gesperrt wird. Es ergibt sich dadurch eine stufenförmige Entladungskurve, wie sie beispielsweise in Figur 10 gezeigt ist. Nach einer bestimmten Impulszahl, d.h. im Zeitpunkt tp, ist die Spannung am Kondensator 15 auf einen Wert Ug abgesunken, der dem Grenzwert der Eingangsspannung des Kippelementes II entspricht. Es wird also in diesem Zeitpunkt t2 das Kippelement II betätigt, d.h. , es werden die Klemmen 24 und 25 miteinander verbunden und damit der Zündstromkreis geschlossen.
In Fig. j5 und 4 ist der Kondensator 15 nicht vorgeaäien, da in diesen Beispielen die Zeitkonstante nicht mehr von C15 und Rio gebildet wird.
Der in den Figuren 1 bis 6 gezeigte Sicherheitsschalter 14 steht mit einer Betätigungsvorrichtung 26 (Fig. 5
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215 Ί
- ie -
und 6) in Verbindung, die durch ein federndes Element belastet ist. Dieses Betätigungselement ist im vorliegenden Pail ein um eine Achse 26c schwenkbarer Hebel, der mit seinem Ende 26a mit den Schaltkontakten 14 in Verbindung steht. In dieser Stellung wird die Betätigungsvorrichtung 26 durch einen Stift 29 gehalten, der Teil einer Sicherungsvorrichtung ist, wie sie allgemein bekannt ist und beispielsweise in einer der eingangs genannten Druckschriften beschrieben ist. Eine derartige Sicherungsvorrichtung enthält beispielsweise ein durch ein Hemmwerk verzögertes Laufwerk, das durch Beschleunigungskraft oder Fliehkraft betätigt wird.
Bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel trägt die Antriebsvorrichtung 26 an ihrem Ende 26b eine Anwurffeder 28, welche im Ruhezustand der Vorrichtung an der Scheibe 31 der Unruh anliegt und diese festhält, welche aber bei Verschwenkung der Vorrichtung 26 in die in Figur 5 gestrichelt gezeichnete Lage gebracht wird, wodurch die Unruh angeworfen wird. In diesem Moment beginnt die Impulserzeugung in der Induktionsspule 40,deren Enden 41 und 42 beispielsweise an die Klemmen 18 und 19 geführt sind.Bei den Schaltungen nach den Fig. 1 und
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beginnt damit die stufenweise Entladung des Kondensators 15·
In der Praxis wird das mit dem erfindungsgemäßen Zünder versehene Geschoß, beispielsweise eine Werfergranate, in den Werfer eingeführt, wobei die Klemmen 19 und 20, die beispielsweise mit Kontaktringen an der Granate verbunden sind, mit im Werfer fest angeordneten Gegenkontakten in Berührung korken. Dadurch werden die Kondensatoren 11, 12 und 15 auf eine bestimmte bzw. eine der Tempierung entsprechende Spannung aufgeladen. Beim Abschuß des Geschosses wird durch die Beschleunigungskräfte oder durch die auftretende Flietkraft eine an sich be kannte mechanischeßicheIUngskette ausgelöst, die mit dem Teil 29 in Verbindung steht. Nach Freigabe der Betätigungsvorrichtung 26 durch den Stift 29 wird der Schalter 14 geschlossen, und es wird die Unruh Jl , 32 angeworfen. Durch die in derfSpule 40 erzeugten Impulse wird über den Transistor 17 der Kondensator 15 periodisch entladen, bis in der geschilderten Weise die an den Klemmen 22 und 23 liegende Spannung einen Grenzwert erreicht hat, bei welchem das Kippelement II umschaltet, wodurch die Klemmen 24 und 25 miteinander verbunden werden. Da der Schalter 14 bereits geschlossen ist, kann nun die im Kon-
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densator 11 gespeicherte elektrische Ladung über das elektrische Zündelement 10 fließen und dieses zur Detonation bringen. Schlägt die Granate vor Ablauf der eingestellten Verzögerungszeit auf ein Ziel auf, so wird der Schalter 15 geschlossen und dadurch die Zündung ausgelöst.
Zur Erzeugung der den Transistor 17 steuernden Impulse kann auch eine elektronische Oszillatorschaltung verwendet werden. In Fig. 6 ist ein solches Schaltungsbeispiel eines einfachen elektronischen Multivibrators als Schwingungserzeuger gezeigt. Hier besitzt die Betätigungsvorrichtung anstelle der Anwurffeder 28 einen Kontakt 44, welcher im Sicherungszustand des Zünders auf einer Kontaktfeder 45 aufliegt. Wenn, wie schon beschrieben, die Betätigungsvorrichtung durch den Stift 29 freigegebenen wird, öffnet sich der Kontakt 44/45. Der Mulivibrator beginnt dann wie folgt zu arbeiten: Der Ausgang des Gatters GI springt auf Log. 0 und der Ausgang dvon Gatter GII auf Log. L. Über R^ wird der Eingang von Gatter GIII entsprechend der Zeitkonstante positiv, wodurch der Ausgang von L auf 0 kippt. Dadurch springt der Ausgang von GI wieder auf L, was den Ausgang von GII auf 0 stellt. Über R™ wird nun das positive Potential am Eingang von GIII wieder abge-
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baut, der Ausgang springt auf L. Dadurch wird deitAusgang von GI auf O gestellt, was den Ausgang von GII wieder auf L bringt usw. Der Zeitablauf dieses Vorganges ist abhängig von der Größe der Kapazität Cm sowie vom Widerstand Rm. Die genaue Frequenz ist durch Veränderung von R1J, einstellbar.
Die Schaltung hat ausgangseitig Klemmen 46 und 47* welche mit den Klemmen 18 und 19 des Transistors 17 verbunden werden. Eingangseitig wird sie mittels der Klemme 48 mit der Klemme 20' und damit mit der Hus-Seite des Kondensators 12 zur Stromversorgung verbunden.
Figur 7 zeigt eine abgewandelte Anordnung zur Impulserzeugung. Es handelt sich hier um ein mechanisches Laufwerk, dessen Rad 51 mit einem Hemmungsregler 50 zusammenarbeitet, der durch eine Blattfeder 52, die durch die Teile 55 eingespannt ist, rückgestellt wird. Dieser Hemmungsregler 50 wird durch ein Sicherungsglied 58 gehalten. Nach dem Abschuß wird, wie bereits erläutert, das Sicherungsglied 58 so bewegt, daß der Hemmungsregler 50 freigegeben wird. An der Blattfeder 50 ist mit Hilfe von abgebogenen Lappen 52a und 52b eine Permanentmagnetanordnung 54 befestigt, die mit einer Induktionsspule 55 zusammen
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wirkt. Die Klemmen 56 und 57 werden an die Eingangsklemmen 18 und 19 des Transistors 17 geführt.
Die Steuerung des Transistors 17 kann auch in derin Figur 8 gezeigten Weise erfolgen. Hier trägt die Blattfeder 52 zwei piezoelektrische Kristalle 60 und 6l, die mit den Klemmen 62 und 63 verbunden sind. Diese Klemmen werden mit den Eingangsklemmen l8 und 19 des Transistors verbunden.
Die Figur 10 zeigt, wie bereits erläutert, die stufenweise Entladung des Steuer-Speicherkondensators 15 in den Figuren 1 und 2. Durch die stufenweise Entladung ergibt sich eine verhältnismäßig lange Entladezeit, nämlich bis zum Zeitpunkt tp., nach welcher die Zündung ausgelöst wird.
Bei dem eingangs erwähnten bekannten Zünder erfolgt die Zeitverzögerung durch Umladung einer auf einem Speicherkondensator befindlichen Ladung auf einen Zündkondensator über einfl)Vorwiderstand. Die damit erreichbare Zeit ist in Figur 9 angedeutet. Sie beträgt hier t^»
5Ö9881/(K60

Claims (17)

  1. 215124S
    PATENTANSPRÜCHE
    l.j Elektrischer Zünder für Geschosse mit einem elektrisehen Zündelement und mit einer Zündaschaltungsanordnung mit wenigstens einem Speicherkondensator, der über ein elektronisches Sehaltelement mit dem Zündelement verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische Schaltelement ein mit einem Steuereingang (22,23) versehende elektronisches Kippelement (II) ist und daß dem Steuereingang (21, 22, 23) des Kippelements (il) ein elektrische Impulse erzeugendes Zeitglied (Fig. 5 und 6) zugeordnet ist.
  2. 2. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kippelement (II) ein von den Impulsen beaufschlagter Steuer-Speicherkondensator (15) vorgeschaltet ist.
  3. 3· Elektrischer Zünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuer-Speicherkondensator (15) parallel zu der Reihenschaltung bestehend aus Entladewiderstand (16) und einer vom Zeitglied gesteuerten Schaltvorrichtung (17) geschaltet ist.
  4. 4. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch ge-
    - 17 -
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    -Vf-
    kennzeichnet, daß das Kippelement (II) eine Schmitt-Trigger-Schaltung enthält (Fig. l),
  5. 5. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (II) einen Differenzverstärker (V) mit Hysterese enthält. (Fig. 2)
  6. 6. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kippelement (II) eine Flip-Flop-Schaltung (FF) in Verbindung mit einem Differenzverstärker (V) enthält. (Fig. 5)
  7. 7. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kippelement (II) einen Binärzähler (B1, B2) enthält (Fig. 4),
  8. 8. Elektrischer Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß dem elektronischen Kippelement (II) eine Schaltvorrichtung in Form eines steuerbaren elektronischen Schaltelements (17) vorgeschaltet ist
  9. 9. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitglied eine elektronische Oszillatorschaltung, z. B. ein Multivibrator (Fig. 6), vorge he -
    SO 9 88 1 /0460
    sehen ist.
  10. 10. Elektrischer Zünder nach einem der Ansprüche
    1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitglied ein mechanisch angetriebener Drehschwinger (30 bis 35) * vorzugsweise eine Unruh, vorgesehen ist (Fig. 5)«
  11. 11. Elektrischer Zünder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des elektronischen Schaltelementes (17) eine Spulenanordnung (40) und eine die Spulenanordnung beeinflussende, relativ zu dieser bewegbaren Permanentmagnet anordnung (33* 34) vorgesehen sind.
  12. 12. Elektrischer Zünder nach den Ansprüchen 10 und
    die 11, dadurch gekennzeichnet, daß/Spulenanordnung (4o)oderdie Permanentmagnetanordnung (33* 34) am Drehschwinger (31*32) angeordnet ist.
  13. 13. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitglied ein mechanisches Laufwerk (51) mit einem durch eine Blattfeder (52) rückgestellten Hemmungsregler (50) vorgesehen ist.
  14. 14. Elektrischer Zünder nach Anspruch 13* dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenanordnung (55) oder die
    - 19 -
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    Permanentmagnetanordnung (5*0 an der Rückstell-Blattfeder (52) angeordnet ist.
  15. 15. Elektrischer Zünder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung des steuerbaren elektronischen Schaltelementes (17) ein piezoelektrischer Kristall an der Rückstell-Blattfeder (52) angeordnet ist.
  16. 16. Elektrischer Zünder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zündstromkreis ein Sicherheitsschalter (l4) zugeordnet ist, welcher das Zündelement (lO) vorzugsweise doppelpolig vom Zündstromkreis trennt, und daß ein beschleunigungs- oder fliehkraftangetriebenes Sicherungsglied (29) vorgesehen ist, welches nach dem Abschuß eine Betätigung des Sicherheitsschalters (l4) und damit eine Einschaltung des Zündelementes (lO) in den Zündstromkreis bewirkt.
  17. 17. Elektrischer Zünder nach Anspruch l6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Sicherheitsschalter (l4) ein unter Federwirkung stehendes, von dem Sicherungsglied (29) arretiertes Betätigungsglied (26) zugeordnet ist und daß das Betätigungsglied mit einer Startvorrichtung (28; ^, 45) für das Zeitglied versehen ist.
    - 20 -
    509881 /0460
    2 Ί 5 1 2 4
    - au -
    Ιδ. Elektrischer Zünder nach den Ansprüchen 10 und IJ, dadurch gekennzeichnet, daß die Startvorrichtung eine Anwurffeder (28) für den Drehschwinger (3O bis J55) ist.
    19· Elektrischer Zünder nach den Ansprüchen 9 und IJ, dadurch gekennzeichnet, daß die Startvorrichtung eine die elektronische Oszillatorschaltung einschaltende Schaltvorrichtung (44, 45) ist (Fig. 6).
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    Leerseite
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