DE1187531B - Vorrichtung fuer gerichtete Zuendung von Sprengladungen - Google Patents
Vorrichtung fuer gerichtete Zuendung von SprengladungenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
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Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C06c
Deutsche Kl.: 78e-6
1187531
B68827VEb/78e
13. September 1962
18. Februar 1965
B68827VEb/78e
13. September 1962
18. Februar 1965
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für gerichtete Zündung von Sprengladungen. Wenn eine
Sprengladung, z. B. eine Zwischenladung oder Hauptladung, mit Hilfe eines Zünders oder einer
Sprengkapsel zur Detonation gebracht wird, erfolgt oft eine schräge Zündung der Sprengladung. Diese
schräge Zündung wird dadurch verursacht, daß die Detonationswelle im Zünder unsymmetrisch fortgepflanzt
wird, z.B. auf Grund mangelnder Präzision bei der Herstellung. Eine solche schräge Zündung
verursacht eine Herabsetzung des Effektes der Spreng- oder Hauptladung. Auf gleichartige Weise
wird der Effekt der Hauptladung herabgesetzt, wenn diese durch einen Zünder über eine Zwischenladung
zur Detonation gebracht wird, wenn die Zwischenladung mittels eines schräg angeordneten Zünders
zur Detonation gebracht wird.
Versuche haben aber gezeigt, daß dieser Nachteil beseitigt werden kann, und zwar dadurch, daß man
nach der Erfindung eine Scheibe oder Platte mit einer zentralen runden und mit Spreng- oder Zündstoff
gefüllten kanalartigen Öffnung in den Zünder einsetzt, welche Scheibe gegen die Sprengladung anliegt
und das offene Ende des Zünders verdeckt oder bei einem schräggestellten Zünder in die Zwischenladung
zwischen dem Zünder und der Hauptladung eingeführt wird, vorzugsweise in der Nähe des Zünders
und symmetrisch zur Symmetrieachse der Sprengladung, wodurch die Detonationswelle entlang
der Symmetrieachse der Sprengladung, der Granate od. dgl. gerichtet wird. Eine solche Platte
kann auch in die Zwischenladung eingesetzt werden, wenn der Zünder symmetrisch angeordnet ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist also gekennzeichnet durch eine zwischen dem Zünder und
der Hauptladung angeordnete Scheibe mit einer zentralen, im wesentlichen symmetrisch zur Symmetrieachse
der Sprengladung angeordneten und mit Spreng- oder Zündstoff gefüllten kanalartigen Öffnung,
so daß die Detonationswelle durch diese Öffnung entlang der genannten Symmetrieachse gegen
die Sprengladung gerichtet wird.
In der Zeichnung sind schematisch und als Beispiel einige Ausführungsformen nach der Erfindung
dargestellt.
Ein Zünder 1 ist senkrecht zur Längsachse der Zwischenladung 2 bzw. der Hauptladung 3 angeordnet.
In der Zwischenladung und in unmittelbarer Nähe des Zünders 1 ist eine mit einer zentralen Öffnung
5 versehene Scheibe 4 angeordnet, deren kanalförmige Öffnung mit Spreng- bzw. Zündstoff gefüllt
ist. Beim Zünden des Zünders wird die Detonations-Vorrichtung für gerichtete Zündung von
Sprengladungen
Sprengladungen
Anmelder:
Verwaltungsgesellschaft der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon,
Zürich-Oerlikon (Schweiz)
Zürich-Oerlikon (Schweiz)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Lesser, Patentanwalt,
München 61, Cosimastr. 81
Als Erfinder benannt:
John Olof Björklund, Bandhagen;
John Alex Dorge Eldh, Enskede;
Gösta Vilhelm Gustafsson,
Hagersten (Schweden)
John Olof Björklund, Bandhagen;
John Alex Dorge Eldh, Enskede;
Gösta Vilhelm Gustafsson,
Hagersten (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 13. September 1961 (9124)
welle durch die zentrale Öffnung 5 der Scheibe 4 fortgepflanzt und auf diese Weise entlang der Symmetrieachse
der Ladung gerichtet, wodurch eine erhöhte Wirkung der Hauptladung erreicht wird.
Eine weitere Verbesserung der Wirkung der Scheibe 4 wird erzielt, wenn sich die Öffnung 5 zur
Sprengladung hin erweitert, wie bei 6 gezeigt ist. Durch diese Erweiterung pflanzt sich die Detonationswelle
schneller und gleichmäßiger in Richtung der Hauptladung fort.
Wenn der Zünder 1 (in der Zeichnung gestrichelt dargestellt) symmetrisch zur Zwischen- oder Hauptladung
angeordnet ist, ist dem Zünder eine. Scheibe oder Platte nachgeordnet, die gleichfalls eine zentrale
Öffnung aufweist, um die Detonationswelle des Zünders gegen die Sprengladung zu richten. Auch in diesem
Falle soll die Öffnung eine Erweiterung gegen die Sprengladung aufweisen, um eine bessere Ausbreitung
der gerichteten Detonationswelle zu erzielen. Wie beim Zünder 1 ist die Öffnung mit
Sprengstoff gefüllt.
Die Dicke der Scheibe bzw. der Durchmesser der zentralen Öffnung ist von der Natur des Sekundärsprengstoffes
abhängig. Die Scheibe muß jedenfalls eine solche Dicke aufweisen, daß die Detonationswelle erst durch die Öffnung hindurchgeht, bevor sie
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die Scheibe durchschlägt Ein unterer Grenzwert der Öffnung ist ein Durchmesser von etwa 2mm, während
die Erweiterung wenigstens einen Durchmesser von etwa 4 τητη aufweisen sollte.
Wenn dem Zünder 1 keine die Detonationswelle richtende Scheibe nachgeordnet ist und der Zünder
über die Zwischenladung 2 die Hauptladung 3 initiiert, wird wie beim Zünder 1 eine Scheibe 4 in die
Zwischenladung eingesetzt. Diese Scheibe kann an irgendeiner Stelle in der Zwischenladung eingesetzt
werden, d.h. auch in der Nähe des Zünders 1 oder in der Nähe der HaupÜadung 3.
Ein Zünder mit einer die Detonationswelle richtenden Scheibe mit einer zentralen und mit Sprengstoff
gefüllten Öffnung bringt nicht nur den Vorteil mit sich, daß. eine schräge Zündung vermieden wird,
gondern auch den Vorteil, daß die Ansprüche an Präzision bei der Herstellung der Zünder geringer
werden, wodurch die Herstellungskosten ohne Gefahr einer herabgesetzten Wirkung der Zünder geringer
werden.
Die Erfindung tot nicht auf die gezeigten Aus-JBhrungsformen
beschränkt,sondern Modifikationen können innerhalb des Rahmens der Ansprüche vorgenommen
werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung für gerichtete Zündung von Sprengladungen, z. B. einer Zwischenladung oder
Hauptladung, mit einem Zünder, gekennzeichnet
durch eine zwischen dem Zünder und der Hauptladung angeordnete Scheibe mit einer zentralen, im wesentlichen symmetrisch zur
Symmetrieachse der Sprengladung angeordneten und mit Spreng- oder Zündstoff gefüllten kanalartigen
Öffnung, so daß die Detonationswelle durch diese Öffnung entlang der genannten Symmetrieachse
gegen die Sprengladung gerichtet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Öffnung sich in
Richtung zur Sprengladung hin erweitert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe in einer Zwischenladung zwischen dem Zünder und einer Hauptladung
angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 472 518, 642 465,
1047093.
Deutsche Patentschriften Nr. 472 518, 642 465,
1047093.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 509/117 2.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE912461 | 1961-09-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1187531B true DE1187531B (de) | 1965-02-18 |
Family
ID=20275891
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB68827A Pending DE1187531B (de) | 1961-09-13 | 1962-09-13 | Vorrichtung fuer gerichtete Zuendung von Sprengladungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1187531B (de) |
| GB (1) | GB1009393A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE472518C (de) * | 1925-02-07 | 1929-03-01 | David Corrie | Sprengkapsel |
| DE642465C (de) * | 1931-04-29 | 1937-03-05 | Mario Biazzi | Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln |
| DE1047093B (de) | 1956-05-04 | 1958-12-18 | Erich Von Holt Dr Ing | Sprengkapsel |
-
1962
- 1962-09-13 DE DEB68827A patent/DE1187531B/de active Pending
- 1962-09-13 GB GB3497162A patent/GB1009393A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE472518C (de) * | 1925-02-07 | 1929-03-01 | David Corrie | Sprengkapsel |
| DE642465C (de) * | 1931-04-29 | 1937-03-05 | Mario Biazzi | Verfahren zur Herstellung von Sprengkapseln |
| DE1047093B (de) | 1956-05-04 | 1958-12-18 | Erich Von Holt Dr Ing | Sprengkapsel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1009393A (en) | 1965-11-10 |
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