DE1186012B - Verfahren und Vorrichtung zum Auffahren von Floezstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auffahren von Floezstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter TageInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/10—Making by using boring or cutting machines
- E21D9/1006—Making by using boring or cutting machines with rotary cutting tools
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Auffahren von Flözstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auffahren von Flözstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage. Sie befaßt sich mit der Aufgabe, den zur Lösung der Kohle aus ihrem Verband und zum Verladen und Abtransport des so gewonnenen Haufwerks erforderlichen Zeitaufwand abzukürzen.
- Während mächtige Flöze in der flachen Lagerung im Türstock aufgefahren werden können, ohne daß Nebengestein mitgenommen werden muß, lassen sich geringmächtige Flöze erst recht der halbsteilen und steilen Lagerung nicht im ganzen Querschnitt zerspanen, ohne daß gleichzeitig Nebengestein unterschiedlicher Festigkeit gelöst werden müßte. Deshalb wird beim Auffahren von Flözstrecken fast ausschließlich die Bohr- und Schießarbeit angewendet.
- Um die Schießarbeit zu erleichtern, wird üblicherweise zunächst ein Einbruch in den Kohlestoß gepickt oder ein Schram hergestellt, der gebohrte Abschlag mit mehreren Zündgängen hereingewonnen und das anfallende Haufwerk mittels Lademaschinen in Förderwagen, Bandanlagen oder Stegkettenförderer geladen. Da der Schram meist nicht groß genug gemacht werden kann, muß die Schießarbeit gewöhnlich in mehreren Zündgängen erfolgen. Alle diese Arbeitsgänge, die meistens dort. angewendet werden, wo druckhaftes Gebirge einen Bogen- oder Ringausbau verlangt. und somit auch Bohr- und Schießarbeit im Nebengestein durchzuführen ist, werden zeitlich nacheinander durchgeführt.
- Gemäß der Erfindung wird eine Steigerung der, Auffahrleistung in Flözstrecken durch teilweise zeitliche überlagerung der beim Streckenvortrieb erforderlichen Arbeitsgänge erstrebt. Sie besteht im wesentlichen darin, daß bei der maschinellen Herstellung eines Einbruches in der Ortsbrust, der einen Förderer aufnimmt, welcher bei Anwendung von Schießarbeit die Hereingewinnung des Haufwerks erleichtert, von einer auf einem Fördermittel geführten, gleichmäßig vorgezogenen, räumenden, vor Kopf arbeitenden Walzenschrämmaschine der Großeinbruch für den neuen Abschlag geschrämt wird, während gleichzeitig das restliche Haufwerk des voraufgehenden Abschlages maschinell mit einer unabhängig betriebenen Räumvorrichtung geladen wird.
- Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Walzenschrämmaschine wird zweckmäßig beiderseits eines als Ladepanzer ausgebildeten Stegkettenförderers geführt und ist mit einer von ihr angetriebenen heb- und senkbaren Schneidwalze versehen, deren Breite diejenige des Ladepanzers überschreitet, der seinerseits in Streckenlängsrichtung gegenüber der festgelegten, mit einer unabhängig angetriebenen, der jeweiligen Streckenbreite angepaßten Räumvorrichtung verfahrbaren Schrämmaschine verschieblich ist.
- Es ist zwar bereits eine Streckenvortriebsmaschine bekanntgeworden, mit der in den Ortsstoß ein Einbruch hergestellt werden soll, der als Führungskanal für die Aufnahme des Auslegerendes dient und bei Anwendung von Schießarbeit die Hereingewinnung des Haufwerks erleichtern soll. Bei dieser bekannten Einrichtung ist aber die Größe des Einbruches begrenzt und von gegenüber dem Streckenquerschnitt wesentlich kleinerem Querschnitt, so daß der Einbruch bei der Schießarbeit nicht voll wirksam wird, zumal.der mitgezogene Förderer und das Bohrklein den hergestellten Einbruch verstopfen. Demgegenüber kann der Einbruch nach dem Vorschlag gemäß der Erfindung unabhängig von der Sohle in beliebiger Höhe in die Ortsbrust eingebracht, die Strecke also getrost aufgefahren werden.
- Auch über einem Ladeförderer geführte Schrämmaschinen, denen ein heb- und senkbares Schneidwerkzeug vorgeschaltet ist, sind ebenso bekannt wie Streckenvortriebsmaschinen mit Räumvorrichtungen, mit welchen das lose und kleinstückige Haufwerk abtransportiert wird. Diese Maschinen eignen sich jedoch nicht zur Herstellung eines Einbruches zur Vorbereitung des Schießvorganges, da der Schleppförderer fest an der Maschine angeordnet ist und somit eine Rückwärtsbewegung vor dem Schießvorgang nicht möglich ist. Demgegenüber liegt bei der erfindungsgemäßen Einrichtung der Ladepanzer fest auf der Streckensohle, so daß die Schrämmaschine nebst Räumer entlang dem Ladepanzer in schußsichere Entfernung zurückgefahren werden kann. In der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung sowie eine Ansicht des Streckenstoßs dargestellt. Es zeigt A b b. 1 die in die Strecke eingesetzte Vorrichtung in Seitenansicht, A b b. 2 die Vorrichtung in Draufsicht, A b b. 3 eine Ansicht des Streckenstoßes und A b b. 4 die Vorrichtung in Rückansicht in Pfeilrichtung.
- Der beiderseits des als Ladepanzer ausgebildeten Stegkettenförderers 1 geführten Schrämmaschine 2 ist die von ihr angetriebene, mittels des Hydraulikzylinders 3 heb- und senkbare Schneidwalze 4 vorgeschaltet, deren Breite diejenige des Ladepanzers überschreitet. Die Schrämmaschine 2 ist mittels des Kettenspills 5 entlang des Stegkettenförderers 1 verfahrbar, welcher auf dem Streckenpanzer 6 gleitet und gegenüber der Streckensohle zur Aufnahme des Rückdruckes durch den Stempel 7 abgespannt ist. An die Schrämmaschine 2 ist seitlich die Räumvorrichtung 8 angelenkt, deren Schrämkette 9 unabhängig angetrieben ist. Zweckmäßig ist auf der Bühne 10 der Räumvorrichtung 8 die Arbeitsbühne 11 angeordnet, die in der Weise zur Erleichterung der Bohr-und Ausbauarbeit benutzt werden kann, daß auf ihr die Bohrgezähe, die Bohrlafette und in Verbindung hiermit eine Hilfsvorrichtung zum Stellen des Streckenausbaues befestigt werden.
- Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende: Die Schrämmaschine 2 wird in Verbindung mit der an ihr angelenkten Räumeinrichtung 8 auf dem Ladepanzer 1 in Streckenlängsrichtung zum Stoß vorgefahren, wobei die Räumvorrichtung die ganze Streckenbreite neben dem Stegkettenförderer bestreicht.
- Hierbei lädt die Räumvorrichtung 8 das geschossene Haufwerk in den Stegkettenförderer 1 und schneidet mittels ihrer Schrämkette etwaige auf der Flözsohle anstehende Kohle oder weiche Berge frei. Gleichzeitig wird hierbei die von der Schrämmaschine angetriebene Vorschaltwalze 4 in den neuen Ortsstoß eingefahren und das von ihr gelöste Haufwerk von der umlaufenden Schrämkette 9 der Räumvorrichtung nach rückwärts transportiert und geladen. Da die Breite der Vorschaltwalze die Ladepanzerbreite übersteigt, so kann der Einbruch 12 (Ab b. 3) bis auf die Streckensohle hergestellt werden. Durch Festlegen der: Schrämmaschine und Lösen des Abspannstempels 7 wird nunmehr mittels des Kettenspills 5 der Ladepanzer unter der Schrämmaschine hindurch in den erstellten Einbruch vorgezogen und im Anschluß hieran von der Arbeitsbühne 11 aus der Ausbau eingebracht und der neue Abschlag abgebohrt. Vor dem Schießen wird die beschriebene maschinelle Einrichtung zurückgefahren.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Auffahren von Flözstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage, durch maschinelle Herstellung eines Einbruches in der Ortsbrust, der einen Förderer aufnimmt, welcher bei Anwendung von Schießarbeit die Hereingewinnung des Haufwerks erleichtert, d a -durch gekennzeichnet, daß von einer auf einem Fördermittel geführt, gleichmäßig vorgezogenen, räumenden, vor Kopf arbeitenden Walzenschrämmaschine der Großeinbruch für den neuen Abschlag geschrämt wird, während gleichzeitig das restliche Haufwerk des voraufgehenden Abschlages maschinell mit einer unabhängig betriebenen Räumvorrichtung geladen wird.
- 2. Mit einer unabhängig angetriebenen Räumvorrichtung ausgerüstete, auf einem Ladeförderer verfahrbare Schrämmaschine, welcher ein heb-und senkbares Schneidwerkzeug vorgeschaltet ist, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungsbahn für die Schrämmaschine (2) ein als Ladepanzer ausgebildeter Stegkettenförderer (1) dient und das Schneidwerkzeug eine Schneidwalze (4) ist, deren Breite diejenige des Ladepanzers überschreitet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 853 890; deutsche Auslegeschriften Nr.1035 079, 1090161; französische Patentschrift Nr.1268 468.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES77691A DE1186012B (de) | 1962-01-24 | 1962-01-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Auffahren von Floezstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage |
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| DES77691A DE1186012B (de) | 1962-01-24 | 1962-01-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Auffahren von Floezstrecken, insbesondere im Steinkohlenbergbau unter Tage |
Publications (1)
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| DE1186012B true DE1186012B (de) | 1965-01-28 |
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ID=7506970
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1186012B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE853890C (de) * | 1949-10-02 | 1952-10-30 | Gustav Dr-Ing Schaar | Raupenlader mit Bohrvorrichtung |
| DE1035079B (de) * | 1954-08-17 | 1958-07-31 | Eisengiesserei A Beien | Streckenvortriebsmaschine und Verfahren zum Auffahren von Abbaustrecken |
| DE1090161B (de) * | 1955-06-18 | 1960-10-06 | Willibald Kamm Dipl Ing | Lader zum Raeumen eines Haufwerks in Bergwerksbetrieben |
| FR1268468A (fr) * | 1959-11-17 | 1961-08-04 | Lorraine Houilleres | Machine minière d'abattage intégral pour veines en dressants |
-
1962
- 1962-01-24 DE DES77691A patent/DE1186012B/de active Pending
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