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DE1184741B - Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicatfuellstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicatfuellstoffen

Info

Publication number
DE1184741B
DE1184741B DEF37002A DEF0037002A DE1184741B DE 1184741 B DE1184741 B DE 1184741B DE F37002 A DEF37002 A DE F37002A DE F0037002 A DEF0037002 A DE F0037002A DE 1184741 B DE1184741 B DE 1184741B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium silicate
ratio
sio2
finely divided
fillers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF37002A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Podschus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF37002A priority Critical patent/DE1184741B/de
Priority to GB2255963A priority patent/GB1046012A/en
Publication of DE1184741B publication Critical patent/DE1184741B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/24Alkaline-earth metal silicates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/22Magnesium silicates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/28Compounds of silicon
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2002/00Crystal-structural characteristics
    • C01P2002/02Amorphous compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2002/00Crystal-structural characteristics
    • C01P2002/70Crystal-structural characteristics defined by measured X-ray, neutron or electron diffraction data
    • C01P2002/72Crystal-structural characteristics defined by measured X-ray, neutron or electron diffraction data by d-values or two theta-values, e.g. as X-ray diagram
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/12Surface area

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicatfüllstoffen Es wurde bereits ein Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicatfüllstoffen vorgeschlagen, -das darin besteht, daß eine Suspension von hydratisiertem Calciumsilicat mit dem ungefähren molaren Ca0 : Si02-Verhältnis 1:1 mit tobermoritähnlicher Struktur, wie sie bei der Herstellung anfällt; mit ungealtertem Kieselsäuresol umgesetzt wird, das keine merklich höhere Viskosität als Wasser und keine Trübung besitzt und beim Trocknen ein glasklares Gel mit einer spezifischen Oberfläche von etwa 800 m2/g bildet. In der ersten Phase der Reaktion wird unter intensivem Rühren und gegebenenfalls Erhitzen ein Calciumsilicat mit der ungefähren Zusammensetzung Ca0 - SiO2 - H20 gebildet, das im Röntgendiagramm die stärksten Interferenzen des Tobermorits zeigt. Durch weitere Umsetzung dieses Calciumsilicats mit aktiver Kieselsäure - worunter niedrig molekulare Kieselsäure, wie sie in frischem, ungealtertem Kieselsol vorliegt, zu verstehen ist - bis zu einem Ca0: Si02-Verhältnis von 1:1,2 bis 3 bildet sich ein sehr voluminöser, feindisperser Füllstoff. Nach einem weiteren Vorschlag gelangt man zu gleichartigen Füllstoffen, indem an Stelle von frischem, ungealtertem Kieselsol in einer oder beiden Verfahrensstufen Säure und/oder Caleiumsalzlösung und Alkalisilicatlösung in jeweils etwa äquivalenten Mengen getrennt, gleichzeitig oder nacheinander zugesetzt werden.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicat-Füllstoffen mit tobermoritähnlicher gestörter Kristallstruktur, das darin besteht, daß in fällungsfeuchtem Zustand tobermoritartiges Calciumsilicat mit dem ungefähren molaren Verhältnis Ca0 : SiO2 wie 1:1 und röntgenamorphes Calciumsilicat der ungefähren Zusammensetzung CaO - 2 bis 5 SiO2 - nH20 in wäßriger Suspension in einem solchen Verhältnis zusammengegeben werden, daß das Endprodukt ein CaO:Si02-Verhältnis von 1:1,3 bis 1: 6 aufweist und das gebildete Produkt in üblicher Weise durch Waschen, Filtrieren und Trocknen aufgearbeitet wird.
  • Die Fällung des tobermoritartigen Caleiumsilicats mit der ungefähren Zusammensetzung Ca0 - Si02 H20 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Man kann z. B. Kalkmilch unter intensivem Rühren mit ungealtertem Kieselsol, das man beispielsweise durch Mischen von Wasserglaslösung mit Salzsäure erhält, im Verhältnis Ca0 : Si02 = 1:1 umsetzen oder zu Kalkmilch Silicatlösung und Salzsäure oder Silicatlösung und CaCl2-Lösung geben in derartigen Mengenverhältnissen, daß sich ein Verhältnis von Ca0 : Si02 von etwa 1:1 ergibt, und diese Mischung unter Rühren erwärmen. Die Entstehung der tobermöritähnlichen Phase zeigt sich darin, daß die Mischung glasiger wird, die Viskosität stark ansteigt und der pH-Wert absinkt.
  • Die Fällung des röntgenamorphen Calciumsilicats erfolgt zweckmäßigerweise so, daß CaCl2-Lösung mit Wasserglaslösung, vorzugsweise mit der Zusammensetzung Na20 - 3,3 SiO2, umgesetzt wird. Man kann aber auch SiO2-ärmere Silicatlösungen, wie z. B. Disilicat, verwenden oder aber durch teilweises Vorneutralisieren von Wasserglaslösung mit Salzsäure erhaltene Si0z-reichere Lösungen einsetzen. Ebenso ist eine nachträgliche Erhöhung des Si02: CaO-Verhältnisses durch Säurebehandlung des Calciumsilicats möglich. Die Eigenschaften derartiger Calciumsilicate lassen sich in weiten Grenzen variieren. Ein sehr feinteiliges Calciumsilicat mit einer spezifischen Oberfläche von rund 100 m2/g erhält man z. B. durch Vereinigung von CaCl2- und Silicatlösung in einer Zone hoher Scherwirkung, während gröbere röntgenamorphe Calciumsilicat-Füllstoffe aus CaCl2- und Silicatlösung unter Rühren mit geringer Scherkraft entstehen.
  • Die Mischung der beiden Fällungen, des tobermoritartigen Calciumsilicats mit der ungefähren Zusammensetzung CaO - Si02 - H20 und des SiO2-reicheren, röntgenamorphen Calciumsilicats, erfolgt unter Rühren, wobei in der Mischung ein Ca0 : SiO2-Verhältnis zwischen 1:1,2 und 1:6 eingestellt wird. Besonders lockere, voluminöse Füllstoffe bilden sich im Bereich von etwa 1,5 Ca0:2;5 Si0, Die Aufarbeitung der Fällungsmischung zum Füllstoff erfolgt in bekannter Weise durch Filtration, Waschen, Trocknen und gegebenenfalls Mahlen.
  • Überraschend ist das synergistische Verhalten der Mischfüllstoffe. Während die tobermoritartige Phase nach dem Trocknen stark geschrumpfte, harte Filterkuchen liefert und auch das röntgenamorphe, Si02-reichere Calciumsilicat je nach den Fällungsbedingungen mehr oder weniger stark geschrumpfte Filterkuchen ergibt, schrumpft der Filterkuchen der Mischfüllstoffe viel weniger und ist dementsprechend voluminös und leicht zerreibbar. Nach dem Mahlen erhält man sehr lockere Füllstoffe mit hohem Adsorptionsvermögen, deren spezifische Oberfläche nach BET erheblich höher ist als die der Ausgangskomponenten.
  • Die erfindungsgemäßen Füllstoffe eignen sich besonders als Trägermaterial für flüssige Wirkstoffe. Sie können aber unter anderem auch als Verstärkerfüllstoffe in Elastomeren Verwendung finden.
  • Beispiel Zu 41 0,33molarer CaC12-Lösung wurden unter intensivem Rühren 41 einer 0,3molaren Natronwasserglaslösung (Na20 - 3,35 SiO2) innerhalb von 15 Minuten gegeben. Dabei wurde so verfahren, daß die Silicatlösung in unmittelbarer Nähe des Rührers in die CaC12-Lösung einfloß. Die erhaltene Fällung des röntgenamorphen Calciumsilicats mit der ungefähren Zusammensetzung CaO - 3,35 SiO2 - xH20 hatte einen Feststoffgehalt von 43 g/1.
  • In einem zweiten Ansatz wurden zu 41 0,3molarer Kalkmilch unter Rühren 0,81 einer 0,5molaren CaC12-Lösung und 11 einer 0,45molaren Wasserglaslösung (Na20 - 3,35 Si02) gegeben und die Mischung anschließend etwa 15 Minuten lang auf 70°C erhitzt. Unter Bildung der tobermoritartigen Phase mit der ungefähren Zusammensetzung CaO - SiO2 - H20 wird die Mischung dickflüssiger und glasiger. Die Fällung hatte einen Feststoffgehalt von 35 g/1.
  • Die Fällung des röntgenamorphen Calciumsilicats A wurde nun mit der tobermoritartigen Phase B in verschiedenen Verhältnissen unter 5 bis 10 Minuten langem Rühren gemischt. Die Mischungen wurden auf Nutschen filtriert und gewaschen. Je eine Probe der reinen Fällungen wurde in gleicher Weise aufgearbeitet. Von den Filterkuchen wurden nach gutem Absaugen durch Einstreichen in einen Glaszylinder von 45 mm Höhe und 30 mm Durchmesser Zylinder geformt.DieseFilterkuchen-Zylinderwurdenbei 110°C getrocknet und anschließend gemessen und gewogen. Auf diese Weise wurden das Verhältnis und die scheinbare Dichte festgestellt. Je größer um so geringer ist die Trocknungsschrumpfung. Je geringer die scheinbare Dichte, um so voluminöser ist die Sekundärstruktur des Füllstoffes und um so höher ist sein Aufnahmevermögen für Flüssigkeiten. Das tobermoritartige Calciumsilicat- mit der ungefähren Zusammensetzung CaO. - Si02 - H20 sowie die Ca0-reichen Mischungen bis etwa zu einem Verhältnis Ca0:1,5 SiOz geben Filterkuchen-Zylinder, die nach dem Trocknen von selbst zu kleinen Stücken zerfallen. In diesen Fällen war eine direkte Ausmessung nicht möglich. Die Messung des Volumens erfolgte dabei durch Verdrängung rieselnden Quarzsandes.
  • Der Gang des Verhältnisses - und der scheinbaren Dichte der trockenen Filterkuchen gegen das Mischungsverhältnis ist aus der graphischen Darstellung zu ersehen. Während das reine tobermoritartige Calciumsilicat und das röntgenamorphe Calciumsilicat CaO - 3,3 SiO2 auf ein Zehntel bzw. etwa ein Drittel des feuchten Filterkuchenvolumens schrumpfen, geht das Volumen bei einer Mischung von 40 Teilen Ca0 - SiO2 mit 60 Teilen Ca0 - 3,3 SiO2 nur auf etwa drei Viertel des feuchten Volumens zurück. Das Litergewicht des trocknen Filterkuchens beträgt bei diesem Mischungsverhältnis nur etwa 150 g.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicat-Füllstoffen mit tobermoritähnlicher gestörter Kristallstruktur, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß in fällungsfeuchtem Zustand tobermoritartiges Calciumsilicat mit dem ungefähren molaren Verhältnis Ca0 : SiO2 wie 1:1 und röntgenamorphes Calciumsilicat der ungefähren Zusammensetzung Ca0 - 2 bis 5 SiOZ - n H20 in wäßriger Suspension in einem solchen Verhältnis zusammengegeben werden, daß das Endprodukt ein Ca0: Si02-Verhältnis von 1:1,3 bis 1: 6 aufweist und das gebildete Produkt in üblicher Weise durch Waschen, Filtrieren und Trocknen aufgearbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten in einem solchen Verhältnis zusammengegeben werden, daß das Endprodukt ein Ca0 : Si02-Verhältnis von 1:1,5 bis 1:2,5 aufweist.
DEF37002A 1962-06-06 1962-06-06 Verfahren zur Herstellung von feindispersen Calciumsilicatfuellstoffen Pending DE1184741B (de)

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