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DE118377C - - Google Patents

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Publication number
DE118377C
DE118377C DENDAT118377D DE118377DA DE118377C DE 118377 C DE118377 C DE 118377C DE NDAT118377 D DENDAT118377 D DE NDAT118377D DE 118377D A DE118377D A DE 118377DA DE 118377 C DE118377 C DE 118377C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tower
gun
ring
deck
tube
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT118377D
Other languages
English (en)
Publication of DE118377C publication Critical patent/DE118377C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G1/00Arrangements of guns or missile launchers; Vessels characterised thereby

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 118377 KLASSE 65 e.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. April 1900 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kriegsschiffe, deren Panzerthürme so construirt sind, dafs sie gehoben, gesenkt und gedreht werden können, so dafs zwei Schufsebenen gebildet werden, von denen die untere Schufsebene der normalen Lage der Geschütze entspricht, während die obere nach der Mitte des Schiffes zu und quer über letzteres hinweg sich erstreckt und das Feuer auch über den Aufbau streichen kann. Es wird hierdurch erreicht, dafs, während sonst nur ein Theil der Batterie den Feind auf einer Seite beschiefsen konnte und der gegenüberliegende Theil der Batterie unthätig bleiben mufste, durch die vorliegende Erfindung die Möglichkeit geboten wird, das Feuer sämmtlicher Geschütze auf eine Seite des Schiffes zu concentriren und so die Leistungsfähigkeit des Kriegsschiffes bedeutend zu erhöhen.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht, und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht eines Kriegsschiffes, Fig. 2 ein Decksplan desselben.
Fig. 3 zeigt im vergröfserten Mafsstabe einen Querschnitt durch eine der Geschützbänke und Thürme der Hauptbatterie und
Fig. 4 einen Querschnitt in der Linie A-B in Fig. 3.
In der Zeichnung ist χ der Schiffsrumpf, u ist das Oberdeck, ν der Aufbau oberhalb des Oberdecks und w das Deck unter dem Oberdeck, b sind die Geschützbänke, welche auf der Aufsenbordseite etwas über das Oberdeck hinäusreichen und auf der Innenbordseite sich bis zum oberen Ende des Aufbaues erstrecken.
Der Thurm ist zweistöckig und höher als sonst üblich (Fig. 3). Der obere Theily, welcher über das Oberdeck u vorspringt, ist durch Panzerplatten geschützt, -während der untere Theil m, der niemals Geschossen ausgesetzt ist, leichter ausgeführt sein kann.
In der Mitte des unteren Theiles des Thurmes ist ein weites und; starr befestigtes Rohr 0 angebracht, welches über dem unteren Boden η des Thurmes vorspringt und sich bis zu dem Geschützboden q des oberen Stockwerkes erstreckt. Mit dem unteren Ende des Rohres ο ist ein Kolben ρ verbunden, der sich in einem Cylinder e bewegt, welch letzterer von einer Pumpe f aus mit Wasser gespeist wird und die hydraulische Hebevorrichtung des Thurmes bildet.
Der obere Theil des Thurmes mit der Kuppel / trägt das Geschütz g, welches in der bei modernen Kriegsschiffen gebräuchlichen Art aufgestellt ist. Ein Rohr h, welches einen Theil einer Hebevorrichtung für die Munition bildet, führt von dem unteren Deck zum Geschütz.
Wenn sich der Thurm in seiner niedrigsten Lage befindet, liegt er mit seinem Boden η auf einer auf Rollen r ruhenden Drehscheibe t. Diese Drehscheibe hat an ihrer unteren Seite in centraler Lage einen nach unten hin vorspringenden Flantsch, der das Rohr 0 des Thurmes umschliefst, und Stutzen a, die in gewissen Zwischenräumen angeordnet sind und in welchen der Ring k gelagert ist. Dieser Ring ist sehr stark und widerstandsfähig und hat an seinem inneren Umfange vier oder
mehr Einschnitte i (Fig. 4), in welche verticale Rippen oder Flantschen c eingreifen, die in der Längsrichtung an der äufseren Seite des Rohres 0 angebracht sind. Wenn der Ring gedreht wird, kann sich also das Rohr 0 mit Thurm und Drehscheibe mitbewegen, gleichzeitig können diese drei Theile dadurch gehoben werden, dafs Wasser in die Kammer e gedrückt wird, wobei die Rippen c sich frei in den Einschnitten i des Ringes bewegen. Wenn nun der Thurm und die Rohre 0 ihre höchste Lage erreicht haben, so treten die unteren Enden der Rippen c c über den Ring k, und es können, wie in Fig. 4 punktirt angedeutet ist, durch eine Drehbewegung die Einschnitte i unter den Rippen c fortbewegt werden. Jetzt ruhen die Rippen auf dem Ringe k, und der Wassercylinder ist von dem Gewicht des Thurmes befreit. Letzterer kann nun mittelst der Drehscheibe in einem. Halbkreise gedreht werden, so dafs die Geschütze statt nach der Aufsenbordseite in der unteren Ebene, wie in vollen Linien angedeutet ist, nach der Innenbordseite und über den Aufbau hinweg, wie punktirt angedeutet, gerichtet werden, so dafs das Feuer derselben mit demjenigen der Geschütze auf der anderen Seite des Schiffes auf einen Feind auf dieser Seite concentrirt wird. Wie hieraus hervorgeht, haben die Geschütze zwei Schufsebenen. Wenn sie in der unteren Ebene nach der Aufsenbordseite gerichtet werden, so springt der obere und stärker gepanzerte Theil des Thurmes nur oberhalb der Geschützbank vor, und wenn sie nach der Innenbordseite gerichtet werden, so wird der untere und leichtere Theil des Thurmes durch den Aufbau des Schiffes geschützt.
Um den Drehring k leicht drehen zu können, so dafs die Einkerbungen desselben in eine Linie mit den verticalen Rippen c zu liegen kommen, kann ein starrer Arm d mit k verbunden werden und k durch denselben mittelst irgend eines bekannten Getriebes bewegt werden.
Um das Heben, Senken und Drehen des Thurmes innerhalb der Geschützbank zu erleichtern, sind Kugellager s in der inneren Fläche der Geschützbänke vorgesehen. Der Gebrauch des Thurmes mit doppelter Schufsebene ist auch zweckmäfsig für Küstenvertheidigungen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Geschützdrehthurm für Kriegsschiffe, dadurch gekennzeichnet, dafs der Thurm derart gehoben werden kann, dafs seine Geschütze über das Aufbaudeck hinweg nach allen Richtungen hin feuern können.
2. Geschützdrehthurm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs in horizontal verlaufenden Rinnen an den Aufsenseiten des Thurmes Kugellager s angeordnet sind, welche das Heben und Drehen des Thurmes erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT118377D Active DE118377C (de)

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